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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Sagradien</title>
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		<updated>2013-02-17T23:23:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Militär */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ränge im Heer ====&lt;br /&gt;
Oficiales Generales:	&lt;br /&gt;
* General (****)&lt;br /&gt;
* Teniente-General (***)&lt;br /&gt;
* General de División (**)&lt;br /&gt;
* General de Brigada (*)&lt;br /&gt;
Oficiales Superiores:	&lt;br /&gt;
* Colonel&lt;br /&gt;
* Teniente-Colonel&lt;br /&gt;
* Comandante&lt;br /&gt;
Oficiales Particulares:	&lt;br /&gt;
* Capitán&lt;br /&gt;
* Teniente&lt;br /&gt;
* Suteniente&lt;br /&gt;
* Aspirante&lt;br /&gt;
Sû-Oficiales:&lt;br /&gt;
* Premer Sergente-Mayor&lt;br /&gt;
* Sergente-Mayor&lt;br /&gt;
* Premer Sergente&lt;br /&gt;
* Sergente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geheimdienste ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren mehrere Geheimdienste für verschiedene Aufgaben: Der Inlandsgeheimdienst [[Securitá d'Estado]] (SE), Nacholger der [[Policía Interior de la Securitá]] (PIS), der Auslandsgeheimdienst [[Dirección de la Securitá Informacional]] (DSI) sowie der militärische Geheimdienst [[Servicio de la Defêsa Informacional]] (SEDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Sagradien</title>
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		<updated>2013-02-17T23:23:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Militär */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ränge im Heer''':&lt;br /&gt;
Oficiales Generales:	&lt;br /&gt;
* General (****)&lt;br /&gt;
* Teniente-General (***)&lt;br /&gt;
* General de División (**)&lt;br /&gt;
* General de Brigada (*)&lt;br /&gt;
Oficiales Superiores:	&lt;br /&gt;
* Colonel&lt;br /&gt;
* Teniente-Colonel&lt;br /&gt;
* Comandante&lt;br /&gt;
Oficiales Particulares:	&lt;br /&gt;
* Capitán&lt;br /&gt;
* Teniente&lt;br /&gt;
* Suteniente&lt;br /&gt;
* Aspirante&lt;br /&gt;
Sû-Oficiales:&lt;br /&gt;
* Premer Sergente-Mayor&lt;br /&gt;
* Sergente-Mayor&lt;br /&gt;
* Premer Sergente&lt;br /&gt;
* Sergente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geheimdienste ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren mehrere Geheimdienste für verschiedene Aufgaben: Der Inlandsgeheimdienst [[Securitá d'Estado]] (SE), Nacholger der [[Policía Interior de la Securitá]] (PIS), der Auslandsgeheimdienst [[Dirección de la Securitá Informacional]] (DSI) sowie der militärische Geheimdienst [[Servicio de la Defêsa Informacional]] (SEDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Geheimdienste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geheimdienste ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren mehrere Geheimdienste für verschiedene Aufgaben: Der Inlandsgeheimdienst [[Securitá d'Estado]] (SE), Nacholger der [[Policía Interior de la Securitá]] (PIS), der Auslandsgeheimdienst [[Dirección de la Securitá Informacional]] (DSI) sowie der militärische Geheimdienst [[Servicio de la Defêsa Informacional]] (SEDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T22:41:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Polizei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geheimdienste ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren mehrere Geheimdienste für verschiedene Aufgaben: Der Inlandsgeheimdienst [[Policía Interior de la Securitá]] (PIS), der Auslandsgeheimdienst [[Dirección de la Securitá Informacional]] (DSI) sowie der militärische Geheimdienst [[Servicio de la Defêsa Informacional]] (SEDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T22:04:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Tourismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Bildungssystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T21:49:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Religion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
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		<updated>2013-02-17T21:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Religion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (fast 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T21:38:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Religion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T21:36:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Militär */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<updated>2013-02-17T21:33:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Polizei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Sie gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Innenministerium</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Polizei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guarda de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Sagradien</title>
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		<updated>2013-02-17T20:55:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Polizei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht.  Die beiden Polizeibehörden werden ergänzt durch die [[Gendarmería Nacional]], die dem [[Verteidigungsministerium]] untersteht und nach Weisung des [[Innenministerium]]s Polizeidienst versieht. Daneben verfügt das sagradische [[Finanzministerium]] über die [[Guardia de Finanças]] (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<updated>2013-02-17T20:35:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Sagradische Regionen und Provinzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die autonomen [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Südamerika ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sabina i Sélena]], [[San Matêu]], [[Renonya]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestorinseln]]). Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|'''Partei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:23%&amp;quot;|Ausrichtung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Position&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Internat.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Gründung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Führung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereinigte Demokratische Linke''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Demokratischer Sozialismus, Kommunismus, Ökosozialismus, Antikapitalismus&lt;br /&gt;
| Links&lt;br /&gt;
| EL; GUE-NGL&lt;br /&gt;
| 2008/2010&lt;br /&gt;
| kollektive Führung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Sozialistische Allianz der Einheit der Arbeit''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratie&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| PES; PASD; SI&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]] (Generalsekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Joaquín Loubregat]] (Koordinator)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #66B200&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (V) &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Die Grünen - Ökologische Alternative''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Grüne Politik, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Links&lt;br /&gt;
| EGP; V/ALE; Global Greens&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Sofía Odell Iribarne]] (Parteisprecherin), &amp;lt;br&amp;gt;[[Mariano Rubial]] (Parteisprecher)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (RAD)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sozialliberalismus, Progressivismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Links&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1958/1995&lt;br /&gt;
| [[Catarina Eguelnoff]] (Parteisekretärin); &amp;lt;br&amp;gt;[[Javier Ibarra Rodríguez]] (Leader)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Cientro Uníu]] (CU)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Vereintes Zentrum''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zentrismus, Sozialliberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte; Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EDP; ALDE&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| [[Traiano Atániez]] (Parteisekretär); &amp;lt;br&amp;gt;[[Carles Vídrio]] (Vizesekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Demokratische Union Sagradiens''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liberalismus, Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| ALDE; LI&lt;br /&gt;
| 1954/1961&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt;[[Abdurahim Kader]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (PPC)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkspartei der Zusammenkunft''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Christdemokratie, Konservatismus, Liberalkonservatismus&lt;br /&gt;
| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
| EVP; CDI; IDU&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]] (Parteivorsitzender); &amp;lt;br&amp;gt;[[Ana Iriarte Blanco]] (Generalsekretärin)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (PSP)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;''Volkssoziale Partei''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rechtspopulismus, Nationalkonservatismus, Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
| Rechts&lt;br /&gt;
| ELD; MELD&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| [[Eleonora Sarabal]] (Parteivorsitzende); &amp;lt;br&amp;gt; [[Joán De la Pênia]] (Fraktionssprecher)&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
In Sagradien sind die Polizeiaufgaben auf drei Behörden aufgeteilt: Es existieren die beiden zivilen Polizeibehörden [[Policía Nacional]] (Nationalpolizei) auf nationaler Ebene, die dem [[Innenministerium]] untersteht, und die Gemeindepolizei [[Policía Municipal]], die die Polizeiaufgaben in Städten übernimmt und der jeweiligen Stadtverwaltung untersteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindepolizei (Police municipale), die dem Bürgermeister untersteht. Ferner gibt es in ländlichen Gemeinden oft eine Garde champêtre (Feldhüter), welche für den Feldschutz und den Umweltschutz zuständig ist. Daneben gibt es die militärisch organisierte Gendarmerie nationale, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist. Die Polizeien der Gemeinden haben nur eingeschränkte Rechte und dürfen in der Regel nur Ortsrecht und die Einhaltung von Verkehrsvorschriften überwachen. Daneben unterstützen sie die für diese Gebiete eigentlich zuständige Gendarmerie. Oft tragen die Beamten der Gemeindepolizei keine Waffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Emilio Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Mikolinien&amp;diff=13109</id>
		<title>Mikolinien</title>
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		<updated>2013-02-17T18:46:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Geographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Königreich Micolinien''' (micol. '''Règne de Micolinas''') ist eine parlamentarische Monarchie in Westeuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Micolinien ist eine Halbinsel in Westeuropa und der westliche Teil der größeren [[Konsettenhalbinsel]]. Das Land grenzt im Osten an [[Sagradien]] und [[San Cristo]] sowie ans [[Blaues Meer|Blaue]] und ans [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]]. Ansonsten ist das Land ganz vom Atlantischen Ozean umgeben. Die größten vorgelagerten Inseln sind [[Feiróa]] und [[Sáloa]]. Im Nordatlantik befinden sich die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]], die einen autonomen Bestandteil des Königreichs Micolinien mit Sonderstatus darstellen. Die micolinische Halbinsel kann in drei Landschaften geteilt werden. [[Perucía]], [[Soria]] und [[Westligre]] mit dem [[Alberisches Tiefland|Alberischen Tiefland]], dem [[Sorisches Plateau|Sorischen Plateau]] sowie dem [[Hochland von Perucía]] im Norden; die [[Litische Konsetten|Litischen]] und [[Murische Konsetten|Murischen]] [[Konsetten]] sowie die angrenzende [[Westmicolinische Gebirgskette|westmicolinischen Gebirgskette]] in der Mitte sowie die [[Correrische Tiefebene|Correrische]], die [[Lukische Tiefebene|Lukische]] und die [[Eraltiefebene]] rund um das [[Südmicolinisches Massiv|Südmicolinische Massiv]] im Süden des Landes. Höchster Berg des Landes sowie höchster Gipfel der Konsetten sowie der Konsettenhalbinsel ist der 3690 Meter hohe [[Mont Durasq]] in den [[Hochkonsetten]].&lt;br /&gt;
Der Staat Micolinien verfügt über eine Fläche von ca. 408.000 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner und Besiedlung ==&lt;br /&gt;
Mit einer Einwohnerzahl von ca. 42 Millionen ist Micolinien nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Sagradien, Italien und Spanien das siebtgrößte Land der Europäischen Union. Die bevölkerungsreichsten Gebiete Micoliniens liegen im Südwesten des Landes mit der dicht besiedelten Eraltiefebene, der [[Metropolregion Servette]] sowie den südpiranischen Industriegebieten. Zudem existieren größere Ballungsräume um die Städte [[Albero]] und [[Luenas]]. Die montanischen Gebirgsregionen sowie die peruzinischen Lande im Norden der Halbinsel sind dagegen sehr dünn besiedelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist [[Servette]]. Die Stadt gehört mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten der EU. Zweigrößte Stadt des Landes und zugleich Metropole des peruzinischen Nordens ist [[Albero]] mit einer Einwohnerzahl von etwa einer Million. Danach folgen [[Macedi]] (650.000), [[Nanthés]] (590.000), [[Luenas]] (540.000), [[Saséia]] (520.000), [[Plato]] (390.000) und [[Cania]] (350.000). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Größte Städte Micoliniens: &lt;br /&gt;
* 1. [[Servette]] (1.8 Millionen Einwohner)&lt;br /&gt;
* 2. [[Albero]] (990.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 3. [[Macedi]] (650.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 4. [[Nanthés]] (590.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 5. [[Luenas]] (540.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 6. [[Saséia]] (520.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 7. [[Plato]] (390.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 8. [[Cania]] (350.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 9. [[Alagua]] (325.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 10. [[Léias]] (255.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Im gesamten Staatsgebiet des Königreichs Micolinien gilt die [[Micolinische Sprache]] als Amtssprache. Daneben ist das [[Peruzinische Sprache|Peruzinische]] regionale Amtssprache in den nördlichen Regionen des Landes, namentlich [[Ober-Perucia]], [[Nieder-Perucia]], [[Nord-Perucia-Westligre]] sowie in [[Soria]]. In der Region [[Golen]] gilt das [[Golische Sprache|Golische]] als regionale Amtssprache. &lt;br /&gt;
Daneben gibt es verschiedene Minderheitensprachen wie [[Sagradische Sprache|Sagradisch]], [[Blaumeerromanische Sprachen|Blaumeerromanisch]] und [[Litische Sprache|Litisch]], die unter besonderem Schutz stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
siehe [[Geschichte Micoliniens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
Das Königreich Micolinien (''Règne de Micolinas'') ist gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1948 eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Der [[König von Micolinien|König]] ist Repräsentant der Monarchie und der Nationalen Einheit. In der Verfassung wird er nur als König von Micolinien (''Rè de Micolinas'') bezeichnet, im Protokoll benutzt er aber u.a. die Titel ''Rè de Micolinas, Perucía i Gólica''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formell ist der König zudem Oberster Inhaber der Exekutive. Diese wird de facto vom [[Micolinische Regierung|Staatsministerium]] (''Ministère d’Estat'') gebildet, das aus dem [[Staatsminister]] (''Ministre d’Estat'') und den Fachministern (''Ministres'') besteht und vom König ernannt wird. Dem König ist ein [[Micolinischer Staatsrat|Staatsrat]] (''Consile d’Estat'') als Beratungsorgan beigegeben, der aus Mitgliedern des königlichen Hauses, ehemaligen Richtern, Beamten und Politikern besteht, die vom König ernannt werden. Mitglieder des Rates können vom König delegiert werden und in dessen Namen den Kabinettssitzungen beiwohnen. Zudem müssen Gesetze vor deren Inkrafttreten vom Staatsrat diskutiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legislative besteht aus einem [[Micolinisches Parlament|Zweikammerparlament]] (''Parlament Micoline''). Der [[Micolinischer Senat|Senat]] (''Senat Reial'') besteht aus 182 Mitgliedern, die zur Hälfte direkt nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt, zur Hälfte durch Verhältniswahl von den Regionalparlamenten delegiert werden. Die [[Micolinische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Camra Deputate'') mit 351 Mitgliedern wird direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, wobei eine Sperrklausel von 4% der Stimmen auf regionaler Ebene zur Anwendung kommt. Die Legislaturperiode der beiden Kammern dauert vier Jahre. Beide Kammern können vom König vorzeitig, jedoch nur gemeinsam aufgelöst werden. Sie können sich durch Mehrheitsbeschluss auch selbst auflösen. Das Staatsministerium bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer und kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der höchste Gerichtshof ist der ''[[Cort Suprème de Micolinas]]''. Daneben existiert ein oberster Verwaltungsgerichtshof (''Cort Suprème de Administratió'').Zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung ist ein Ombudsmann tätig, der als Defensor Cívic bezeichnet wird und vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Micolinien erfüllt einige Kriterien einer Konsens-Demokratie nach dem Konzept von A. Lijphart. Dazu gehören der föderale Staatsaufbau, das nahezu unbeschränkte Verhältniswahlrecht bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer, die bikamerale Legislative sowie die feste Verfassung. Die meist aus mehreren Parteien zusammengesetzte Exekutive richtet sich in ihrer Zusammensetzung zudem nach einer inoffziellen Quote, um die nationalen Minderheiten und Regionen einzubeziehen. So gibt es ungeschriebene Quoten für Golen und Peruziner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Micolinisches Parteiensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Micolinien war über viele Jahre hinweg von einem Fünfparteiensystem geprägt. Stärkste und zeitweise dominante Partei war die christdemokratische [[Cèntre Democrat de Micolina|Zentrumspartei]] (CDM), die mit der etwa gleich großen sozialdemokratischen [[Partit Socialiste Lavorator|Arbeispartei]] (PSL) konkurrierte. Wichtiger Bündnispartner der Christdemokraten war dabei lange Zeit die liberale [[Partit Democrat Libral|PDL]]. Sowohl die [[Partit Comuniste de Micolina|Kommunisten]] auf der Linken als auch die nationalistische [[Partit National Libral|PNL]] auf der Rechten waren weitgehend von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Erst mit der Spaltung der Liberalen 1979 und der Etablierung der konservativ-liberalen [[Unió Popolar Democrat|UPD]] sowie dem Auftreten der [[Liste Vert|Grünen]] hat sich dieses Bild verändert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf nationaler Ebene existieren derzeit drei größere Parteien: Die christdemokratische Zentrumspartei CDM, die sozialistische Arbeitspartei PSL sowie die rechtsliberale Volksunion UPD. Daneben ist eine Reihe kleinerer Parteien wie die Grüne Liste, die Kommunistische Partei Micoliniens, die linksliberale [[Democratia Libral]] und die rechtsgerichteten [[FNL]] und [[PNL-PLM]] von Bedeutung. In [[Golen]] dominieren mit der zentristischen [[Pùble Gools|Volkspartei]] und der sozialdemokratischen [[Gools Natiò|Nationalpartei]] zwei starke nationalistische Parteien, während in [[Litica-Paes Montane]] auf regionaler und kommunaler Ebene die agrarische [[Partit Montane]] eine gewisse Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
Das Königreich Micolinien ist ein Bundesstaat bestehend aus 17 Regionen. &lt;br /&gt;
* [[Alto Conte]] (''Oberkont''), Hauptstadt: [[Mont Sinicia]]&lt;br /&gt;
* [[Alto Perucía]] (''Oberperucia''), Hauptstadt: [[Alessa]]&lt;br /&gt;
* [[Baiso Perucía]] (''Niederperucia''), Hauptstadt: [[Albero]]&lt;br /&gt;
* [[Conte-Tinagua]] (''Kont-Tinagua''), Hauptstadt: [[Tinagua]]&lt;br /&gt;
* [[Correra]], Hauptstadt: [[Marbore]]&lt;br /&gt;
* [[Fanata]], Hauptstadt: [[Saseia]]&lt;br /&gt;
* [[Feiroa]], Hauptstadt: [[Feiroa-Citat]]&lt;br /&gt;
* [[Golica]] ([[golisch|gol.]] ''Gŏole'', ''Golen''), Hauptstadt: [[Alagua]] (gol. ''Elaque'')&lt;br /&gt;
* [[Litica-Paes Montane]] (''Litien-Bergisches Land''), Hauptstadt: [[Cania]]&lt;br /&gt;
* [[Lonea]], Hauptstadt: [[Luenas]]&lt;br /&gt;
* [[Lucia]] (''Lukien''), Hauptstadt: [[Macedi]]&lt;br /&gt;
* [[Nort Perucía - Ligre Ovest]] (''Nordperucia-Westligre''), Hauptstadt: [[Luagua]]&lt;br /&gt;
* [[Piranía]] (''Piranien''), Hauptstadt: [[Nanthés]]&lt;br /&gt;
* [[Saloa]] (''Salua''), Hauptstadt: [[Sant Roque]]&lt;br /&gt;
* [[Servette-Capital]] (''Hauptstadtregion Servette''), Hauptstadt: [[Servette]]&lt;br /&gt;
* [[Soria]], Hauptstadt: [[Santa Maria de Soria]]&lt;br /&gt;
* [[Voraneiy]], Hauptstadt: [[Santéi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regionen sind wiederum in verschiedene [[Micolinische Bezirke|Verwaltungsbezirke]] unterteilt, die je nach Region unterschiedlich benannt sind (''Provinzen'', ''Distrikte'', ''Viguers''). Die höchste Verwaltungseinheit unterhalb der Regionen wird amtlich als [[Regionale Verwaltungs-Einheit]] (''Entitat Regional Administratif'', ERA) bezeichnet. Die ERAs sind weitestgehend mit den alten zentralstaatlichen Verwaltungsbezirken identisch und in einigen Regionen lediglich statistischer Natur. So tragen beispielsweise die micolinischen KFZ-Kennzeichen das jeweilige ERA-Kürzel. Die Regionen [[Saloa]], [[Feiroa]], [[Servette-Capital]] und [[Soria]] sind mit der entsprechenden ''ERA'' identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Regionen gehören zum Königreich Micolinien als ''Entitates Especials'' die beiden ''Zwillingsinseln'' [[Nerva und  Lerça]] im [[Blaues Meer|Blauen Meer]]. Diese gehören keiner Region an, sondern unterstehen direkt der Krone. Sie genießen eigene Autonomierechte, sind aber kein gleichberechtigtes Subjekt der Föderation. Die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] im Nordatlantik besitzen seit 2000 den Status eines komplett selbstverwalteten Gemeinwesens unter der Krone Micoliniens, dessen lediglich auswärtigen und militärischen Angelegenheiten vom Königreich Micolinien wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Föderalismus in Micolinien ===&lt;br /&gt;
Die micolinische Monarchie war bis 1948 als Einheitsstaat verfasst. Besonders zu Zeiten des Ulisse-Regimes wurde ein exzessiver Zentralismus gepflegt. Erst nach dem Ende des Regimes 1948 definierte die neue demokratische Verfassung die Monarchie als Bundesstaat und erhob die bereits vorher bestehenden [[Micolinische Regionen|Regionen]] zu Gliedstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besteht Micolinien aus 17 solcher Regionen. Jedes der 17 Glieder verfügt über ein eigenes Regionalstatut. Obwohl Micolinien als föderale Monarchie verfasst ist, gibt es auch zentralstaatliche Elemente. Es gibt keinen Mechanismus für einen Austritt einer Region aus der Union, dagegen kann der Zentralstaat eine regionale Regierung suspendieren, wenn sie gegen die Verfassung verstößt. Außerdem können die Regionen über territoriale Veränderungen und Zusammenschlüsse nicht autonom entscheiden. Der micolinische Föderalismus wird daher auch als schwacher Föderalismus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit gab es Versuche, die Regionen des [[Perucía|peruzinischen]] Nordens zu einer großen ''Region Perucía'' zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht gegen die einwohner- und wirtschaftsstarken Regionen des Südens zu bilden. Dies konnte bisher allerdings nicht durchgesetzt werden. Dennoch haben sich die Regionen [[Soria]], [[Oberperucía|Ober-]] und [[Niederperucia]] sowie [[Nordperucia-Westligre]] 1993 zur [[Peruzinische Gemeinschaft|Peruzinischen Gemeinschaft]] (''Comunitat Perucina'', peruz. ''Comuntait Perucín'') zusammengeschlossen, die als [[Interregionale Gemeinschaften|interregionale Gemeinschaft]] (''Comunitats Inter-Regionals'') gemeinsame politische Maßnahmen koordiniert. Darunter fallen vor allem die Kultur- und Wirtschaftspolitik. Als gemeinsame Organe bestehen der ''Peruzinische Rat'' (''Consile Perucine'', peruz. ''Consell Perucín''), der aus delegierten Mitgliedern der Regionalparlamente besteht, sowie der ''Gemeinsame Ausschuss'' (''Comisió Coniunta'', peruz. ''Comisiò Coxunt''), bestehend aus Präsidenten und Fachministern der Regionen. Jedoch nehmen nicht alle Regionen, v.a. Nordperucia-Westligre, in gleichem Umfang an der gemeinsamen Politik teil. Eine ähnliche Zusammenarbeit wurde im Jahr 2005 zwischen den Regionen [[Alto Conte]] und [[Conte-Tinagua]] beschlossen, bisher jedoch nicht vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es in [[Golen]] und in geringerem Ausmaß auch im peruzinischen Norden Bestrebungen, den bisher symmetrischen Föderalismus in eine asymmetrische Föderation der gleichberechtigten Staaten Golen und Micolinien (und gegebenenfalls Perucia) umzuwandeln und die Zuständigkeit der Zentralregierung in Servette für Golen einzuschränken bzw. abzuschaffen. Diese Lösung wird vor allem von den golischen Nationalisten der [[Gŏols Natiò]] und teilweise auch von der [[Pùble Gŏols|Golischen Volkspartei (Pùble Gŏols)]] angestrebt und ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Micolinien der Bürger und Nationen“, das die seit 2008 amtierende golische Regionalregierung [[Senterrsi]] in Anknüpfung an bereits zuvor mit der Volkspartei ausgehandelten Strategien zu ihrem Regierungsprogramm gemacht hat. Die gesamtstaatlich operierenden Parteien lehnen diese faktische Umwandlung der Föderation in eine Konföderation jedoch mehrheitlich ab, ebenso wie golische Republikaner, die sich für einen Austritt Golens aus der Monarchie aussprechen. Innerhalb der Sozialistischen Partei besteht hier Dissens zwischen der Golischen [[PSG]] und der gesamtmicolinischen [[PSL]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 gab es bisher erst zwei Änderungen an der föderalen Gebietsgestaltung des Königreichs. Der Bezirk [[Soria]] gehörte nach 1948 zur Region [[Niederperucía]] und wurde erst im Jahr 1991 aus der Region ausgegliedert und als eigene Region konstituiert. Der [[Bezirk Servette]] war nach 1948 ein bundesunmittelbares Gebiet und erhielt erst im Jahr 1982 den Status als gleichberechtigte Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partit_Socialiste_Lavorator&amp;diff=13108</id>
		<title>Partit Socialiste Lavorator</title>
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		<updated>2013-02-17T18:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partit Socialiste Lavorator''' (kurz '''PSL''', deutsch ''Sozialistische Arbeiterpartei'') ist eine [[Micolinien|micolinische]] sozialdemokratische Partei. Die PSL wurde 1948 aus ehemaligen Mitgliedern der [[Partit Democrat Socialiste|Sozialistisch-Demokratischen Partei]] (PDS), der sozialistischen Untergrundpartei [[Comité Libre Lavorator]] sowie der Exil-Partei [[Partit de Socialistes Micolines]] (PSM) gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PSL trat damit die Nachfolge des alten [[Partit Socialiste]] an, der sich erstmals 1917 spaltete und 1922 schließlich verboten wurde. Danach hatten gleich mehrere sozialistische Gruppierungen in der Opposition zum [[Ulisse-Regime]] weiterbestanden. Die politische Liberalisierung seit 1945 führte schließlich zur Gründung des [[Partit Democrat Socialiste]], der sich an der demokratischen Transition beteiligte, während radikalere Gruppen diese ablehnten. Nachdem PDS-Führer [[Antoni Piël]] nach der [[Narzissenrevolution]] 1948 zum Staatsminister ernannt worden war, vereinigten sich diverse sozialistische Gruppierungen zum Partit Socialiste Lavorator auf Grundlage des Konsenses von 1948: Demokratisierung statt Diktatur, parlamentarische Monarchie statt Republik und außenpolitische Neutralität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1948|ersten freien Parlamentswahlen in Micolinien im Jahr 1948]] gingen die Sozialisten als zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten hervor. Danach auch an der Regierung des parteilosen Staatsministers [[Francis Ernést Crêst]] beteiligt, führte die PSL 1949-1959 die linke Opposition an. Bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1952|Parlamentswahlen 1952]] und [[Micolinische Parlamentswahl 1956|1956]] traten die Sozialisten in einer erneuerten [[Volksfront (Micolinien)|Volksfront]] im Oppositionsbündnis mit den Kommunisten an, konnten die bürgerliche Mehrheit aber nicht brechen. Nach dem Sieg der Volksfrontparteien bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1959|Abgeordnetenhauswahl 1959]] führte PSL-Sekretär [[Luvis Blum-Saël]] eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der KPM an, die bei den Wahlen 1963 bestätigt wurde, zwei Jahre später jedoch zerbrach. Nach einer einjährigen Oppositionsphase war die PSL 1966-1968 an der [[Große Koalition (Micolinien)|Großen Koalition]] mit Christdemokraten und [[PDL|Liberalen]] unter [[Charl Henrique Valdés]] beteiligt, standen danach aber erneut in der Opposition zur bürgerlichen Mehrheit.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 1979 wurden die Sozialisten in der [[Micolinische Parlamentswahl 1979|Abgeordnetenhauswahl]] erstmals in der Nachkriegsgeschichte stärkste Kraft vor den Christdemokraten und bildeten unter [[Guillemes Oreste]] eine große Koalitionsregierung mit der CDM. 1981-1984 erneut in der Opposition, schaffte [[Stefan Casagre]] 1984 für die PSL einen Erdrutschsieg und leitete daraufhin bis 1987 eine [[Große Koalition]]. Als diese 1987 zerbrach, bildete die PSL eine Minderheitsregierung, die aber 1988 bereits wieder abgelöst wurde. Die Abspaltung einer neuen postkommunistischen [[Sozialistische Partei Micoliniens|Sozialistischen Partei]] (PSM) von den Altkommunisten im Jahr 1990 führte zu keiner Schwächung der PSL, die 1992-1996 an der Regierung [[Carlo Masane]] (CDM) beteiligt war. [[Bernard Sandres]] konnte 1996 die PSL zu einem klaren Sieg führen und bildete daraufhin eine Mitte-Links-Koalition mit [[Liste Vert|Grünen]] und [[DL|Linksliberalen]], die im Jahr 2000 ihre Mehrheit verlor. Seither war die PSL, obwohl stärkste Fraktion im Parlament, in der Opposition. Bei [[Micolinische Parlamentswahl 2006|vorgezogenen Parlamentswahlen im Januar 2006]] rutschte die PSL dann wieder, trotz Stimmenzuwächsen, auf den zweiten Platz hinter die regierende CDM ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Micolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahlen des Jahres 2010]] wurde die Sozialistische Arbeitspartei dank Verlusten der regierenden Christdemokraten wieder stärkste Partei im Land. Spitzenkandidat [[Joann Clement]] bildete daraufhin eine sozialistisch-christdemokratische Koalitionsregierung, der zudem als Zünglein an der Waage die micolinischen Grünen angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PSL ist Mitglied der Sozialistischen Internationale sowie der Sozialdemokratischen Partei Europas. Im Europaparlament gehört sie der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D) an. Mit der Partei assoziiert ist die „Sozialistische Arbeiterjugend“ ([[Joventut Socialiste Lavorator]], JSL). Traditionell eng mit dem PSL verbunden ist die sozialistische Gewerkschaft [[Federatió General Lavorator de Micolina]] (FGLM). In [[Golen]] tritt die Partei traditionell nicht zu Wahlen an, sondern unterstützt die dortige Schwesterpartei [[Partet Socialist Gools]] (PSG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Parteisekretäre der PSL''':&lt;br /&gt;
*1948: [[Antoni Piel]]&lt;br /&gt;
*1948-1959: [[Luvis Blum-Sael]]&lt;br /&gt;
*1959-1966: [[Victor Manuel Roset]]&lt;br /&gt;
*1966-1969: [[Joel Charl Minoret]]&lt;br /&gt;
*1969-1982: [[Antoni Sagrand]]&lt;br /&gt;
*1982-1984: [[Stefan Casagre]]&lt;br /&gt;
*1984-1986: [[Armin Glorideta]]&lt;br /&gt;
*1986-1987: [[Antoni Sagrand]]&lt;br /&gt;
*1987-1992: [[Bernard Sandres]]&lt;br /&gt;
*1992-2001: [[Oliver Marçal]]&lt;br /&gt;
*2001-2004: [[Pier Oliver Tassa]]&lt;br /&gt;
*2004-2010: [[Joann Clement]]&lt;br /&gt;
*Seit 2010: [[Luisa-Maria Aresàn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Micolinische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Mikolinisches_Parteiensystem&amp;diff=13107</id>
		<title>Mikolinisches Parteiensystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Mikolinisches_Parteiensystem&amp;diff=13107"/>
		<updated>2013-02-17T18:18:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Parteiensystem der parlamentarischen Monarchie seit 1879 war geprägt vom Zensus- und Mehrheitswahlrecht, das das Parlament in eine konservative Rechte und eine liberale Linke teilte. Dabei verteidigten die Konservativen die Rechte der monarchischen Exekutive, während die Liberalen sich für demokratische Reformen aussprachen. Wichtigste liberale Partei war die gemäßigte [[Partit d'Esquert Libral|Liberale Linksspartei]] (PdEL), die 1888-1894 unter [[Luvis Rénard]] erstmals die Regierung stellte. Daneben bestand im liberalen Lager die [[Partit Radical-Democrat|Radikal-Demokratische Partei]] (PRD). Das Erstarken der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts 1906 führte zu einer Annäherung der Liberalen Staatspartei an die Rechte, während die Radikalen nach 1910 vermehrt mit den Sozialisten kooperierten. Eine erste Koalitionsregierung der Konservativen und Liberalen 1912 führte zur Abspaltung der der [[Partit Progresiste Democrat|Progressiv-Demokratischen Partei]] (PPD) von der Staatspartei, die sich als moderat-liberale Partei formierte, während die Staatspartei zunehmend als konservative Kraft angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im konservativ-rechten Lager bildeten sich nach 1910 eigene Parteien. Wichtigste Kräfte waren die konservative [[Partit de la Derest de Micolina|Rechts-Partei]] (PRM) sowie die eher moderate, auf Ausgleich bedachte [[Partit Popolar Renovator|Volkspartei der Erneuerung]] (PPR). In der Endphase der Demokratie arbeiteten PPR und PdEL eng zusammen, wurden aber zunehmend marginalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Partit Socialiste|Sozialistische Partei]] (PS) konnte 1914 einen großen Wahlerfolg feiern und wurde erstmals stärker als die Liberalen. Der Eintritt der Sozialisten in die Kriegsregierung von [[Marc Visconte]] im Jahr 1917 führte zur Spaltung der Partei in einen moderaten und einen radikalen Flügel. Letzterer setzte sich nach 1919 durch, spaltete sich aber erneut, woraus 1921 der [[Partit Comuniste de Micolina|PCM]] hervorging. Beide Parteien wurden aber 1922 verboten, ebenso wie die nationalistischen Parteien in [[Golen]], sowohl die vergleichsweise moderate [[Pùble Gŏols|Golische Volkspartei]] als auch die radikalere [[Partet Radical Gŏols]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen wurden die regierungstreuen Mitte-Rechts-Parteien 1925 im Wesentlichen durch die von Staatsminister [[Pier Ulisse]] gegründete [[Partit National Micoline|Nationalpartei]] (PNM) absorbiert, die als Regierungspartei fortan das autoritäre Regime stützte. Bis 1945 regierte PNM-Führer [[Pier Ulisse]] in einer [[Juniregime|totalitären Diktatur]] das Land. Nach seinem Tod kam es zu einer sukzessiven Liberalisierung. Die wieder zugelassenen Linksparteien erreichten zusammen mit moderaten Oppositionsgruppen einen eindrucksvollen Erfolg bei den Wahlen 1945 und vereinigten sich in der Folge im [[Moviment de Narcisse]], dem es schließlich 1948 gelang, in der so genannten [[Narzissenrevolution]] das Regime zu stürzen und eine demokratische Transition durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treibende Kräfte der Transition waren die [[Cèntre Democrat de Micolina|Zentrumsdemokraten]] (CDM) [[Armand Mikael Carpol]]s, die [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] (PSL) [[Antoni Piël]]s und die [[Partit Comuniste de Micolina|Kommunisten]] (PCM) unter Führung von [[Henrique Barros]], die zusammen eine neue Regierung mit Piël als Regierungschef bildeten. Das CDM wurde als christdemokratische Sammlungspartei gegründet und vereinte katholisch denkende konservative, liberale und christlich-soziale Mitglieder, während die beiden Arbeiterparteien vornehmlich auf ihr altes Wählerpotenzial zurückgreifen konnten. Auf Seiten der Liberalen und Liberalkonservativen entstand kurz danach die liberale [[Partit Democrat Libral|PDL]], als Sammlungspartei der nationalen Rechten und Transitionsgegner die [[Partit National Libral|Nationalliberale Partei]] PNL. Letztere verstand sich als freheitliche Rechtspartei und wurde zum Auffangbecken der antidemokratischen Eliten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Micolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Neuwahlen 1948]] gingen überraschend die Zentrumsdemokraten CDM als Sieger hervor. In der Folge wurde eine Koalition der verfassungstragenden Parteien CDM, PSL und PDL unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crést]] gebildet, auf die 1949 nach Ausscheiden der Sozialisten eine bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition unter Führung von CDM-Chef Carpol folgte. Die Zentrumsdemokraten blieben danach bis Ende der Siebziger Jahre die dominante Kraft im parlamentarischen System Micoliniens. Das CDM gewann bis 1976 stets mehr als 38 Prozent der Stimmen und war immer stärkste Partei, gefolgt von den Sozialisten, die sich bei einem Stimmenanteil zwischen 28 und 38 Prozent einpendelten, während Liberale und Kommunisten um Platz 3 kämpften und die Nationalliberalen als Antisystempartei ausgeschlossen blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Micolinische Parlamentswahl 1952|1952]] erreichte Carpols CDM zum ersten und einzigen Mal die absolute Mehrheit der Stimmen und Sitze und konnte alleine regieren, ehe die Partei 1956 wieder zur Mitte-Rechts-Koalition mit den Liberaldemokraten zurückkehren musste. In der Opposition zur bürgerlichen Regierungsmehrheit etablierte sich ein sozialistisch-kommunistisches [[Front Democrat Popolar|Volksfrontbündnis]], das bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1959|Wahlen 1959]] die Mehrheit gewann. Carpols CDM zwar erneut stärkste Partei, PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] konnte aber eine Minderheitsregierung bilden. Bis 1965 regierte er mit Unterstützung der Kommunisten, die dadurch ins parlamentarische System eingebunden wurden. Die Krise der Sechziger Jahre führte 1965 zum Bruch der Volksfront und im Folgejahr zur Bildung einer neuen [[Coalitió Constitutional|konstitutionellen Koalition]] aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen unter Führung des PDL-Chefs [[Charl Henrique Valdes]]. Nach der [[Micolinische Parlamentswahl 1968|Parlamentswahl 1968]], bei denen abermals die Christdemokraten siegten, wurde CDM-Chef [[Joann Christén]] neuer Regierungschef. Er führte das Land als Kopf einer Mitte-Rechts-Koalition bis 1979. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Siebziger Jahre hin kam es zu einer Transformation des Parteiensystems. Parteiinterne Richtungsstreitigkeiten innerhalb der PDL führten 1979 zur Abspaltung des konservativen Parteiflügels als [[Unió Popolar Democrat|Demokratische Volksunion]] (UPD) und zum Bruch der Koalition. Das liberale Lager aus Rest-PDL und UPD ging aus den [[Micolinische Parlamentswahl 1979|vorgezogenen Neuwahlen 1979]] zwar insgesamt gestärkt hervor, konnte die Verluste von Christéns CDM aber nicht auffangen. Erstmals wurden die Sozialisten stärkste Kraft im Parlament und konnten die Dominanz der Zentrumsdemokraten brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSL-Führer [[Guillemes Oreste]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] der Mitte mit den Christdemokraten als Juniorpartner, die aber 1981 wieder zerbrach. [[Micolinische Parlamentswahl 1981|Erneute Neuwahlen]] brachten wieder einen klaren Sieg des CDM, das die Koalition mit der PDL zwar erneuern, die alte Dominanz aber nicht zurückerobern konnte. Es folgte eine Phase der relativen Instabilität, in der neue politische Akteure die Parteibühne betraten wie die rechtsextremistische [[Partit de Libertat de Micolina|Freiheitspartei]] (PLM), die sich bald mit der PNL zur [[Partit National Libral - Partit de Libertat de Micolina|PNL-PLM]] vereinigte, sowie die [[Liste Vert|Grünen]], die 1981 erstmals ins Parlament einzogen. In der Opposition kam es zudem zu einem allmählichen Niedergang der Kommunisten sowie zu einem stetigen Aufstieg der wirtschaftsliberalen und bisweilen populistischen Steuersenkungspartei UPD.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition 1984 und dem Wahlsieg der Sozialisten bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1984|Neuwahl]] folgte die Bildung einer neuen Großen Koalition unter Führung des Sozialisten [[Stefan Casagre]], der nach dem Rücktritt der CDM-Minister 1987 von seinem Parteifreund [[Antoni Sagrand]] abgelöst wurde, der bis zu den Wahlen 1988 einer von Kommunisten tolerierten Minderheitsregierung vorstand. Der Sieg der Christdemokraten 1988 brachte die Bildung einer breiten Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, UPD und der PDL-Nachfolgerin [[DL]] unter [[Noribert Pasquale]] (CDM). Erstmals wurde die UPD an einer Regierung beteiligt. Zentrumsdemokraten und Liberale verloren danach fast kontinuierlichen an Stimmen, während die UPD sich allmählich als dritte Kraft etablierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuerlichen Zuwächsen der UPD bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1992|Wahlen 1992]] scheiterten die Verhandlungen über eine Neuauflage der Regierungskoalition und [[Carlo Masane]] (CDM) bildete eine Große Koalition mit den Sozialisten [[Bernard Sandres]]’. Nach einer linksliberalen Neuorientierung der DL und Erfolgen der Grünen Listen (LV) bei den Wahlen 1992 und [[Micolinische Parlamentswahl 1996|1996]] bildete der Wahlsieger [[Bernard Sandres]] von der PSL 1996 eine neuartige Mitte-Links-Koalition ([[Regenbogen-Koalition]], Selbstbezeichnung: „Reform-Koalition“) aus PSL, DL und LV. Großer Sieger der [[Micolinische Parlamentswahl 2000|Wahlen 2000]] war die UPD, die mit einem von Gegnern als populistisch bezeichneten rechtkonservativen Programm große Zuwächse verzeichnen konnte. Obwohl Sandres’ Sozialisten erneut stärkste Kraft wurden, bildete CDM-Chef [[Albert Nobel]] eine neue Rechtskoalition mit UPD und DL. Die [[Micolinische Parlamentswahl 2004|Wahlen 2004]] brachten einen Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Marc Nabert]], der als neuer Partner von CDM und UPD in Nobels Rechtskoalition eingebunden wurde. Nach Zerfallserscheinungen der Nabert-Partei [[Acció de Moviment National|AMN]] und persönlichen Streitigkeiten zwischen Nobel und Nabert folgten im Jahr 2006 [[Micolinische Parlamentswahl 2006|vorgezogene Neuwahlen]], aus denen Nobels CDM gestärkt hervorging und erstmals seit 1992 wieder als stärkste Partei im Parlament hervorging. Daraufhin wurde die Koalition mit den liberalen Parteien UPD und DL wieder neuaufgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Micolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahl 2010]] mussten die seit 2000 regierenden [[CDM|Christdemokraten]] unter ihrer Spitzenkandidatin [[Piera Miquel]] eine herbe Niederlage einstecken und fielen von zuletzt über 30 Prozent auf nur noch knapp über 20 Prozent der Stimmen ab und hinter die rechts von ihr stehende [[UPD]] zurück. Stärkste Partei war jedoch trotz größeren Verlusten die [[PSL|Sozialistische Arbeiterpartei]] unter [[Joann Clement]]. Dieser führt nun eine neuartige Mitte-Koalition mit Christdemokraten und den gestärkten [[Liste Vert|Grünen]] an.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Mikolinisches_Parteiensystem&amp;diff=13106</id>
		<title>Mikolinisches Parteiensystem</title>
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		<updated>2013-02-17T18:18:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Parteiensystem der parlamentarischen Monarchie seit 1879 war geprägt vom Zensus- und Mehrheitswahlrecht, das das Parlament in eine konservative Rechte und eine liberale Linke teilte. Dabei verteidigten die Konservativen die Rechte der monarchischen Exekutive, während die Liberalen sich für demokratische Reformen aussprachen. Wichtigste liberale Partei war die gemäßigte [[Partit d'Estat Libral|Liberale Staatspartei]] (PdEL), die 1888-1894 unter [[Luvis Rénard]] erstmals die Regierung stellte. Daneben bestand im liberalen Lager die [[Partit Radical-Democrat|Radikal-Demokratische Partei]] (PRD). Das Erstarken der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts 1906 führte zu einer Annäherung der Liberalen Staatspartei an die Rechte, während die Radikalen nach 1910 vermehrt mit den Sozialisten kooperierten. Eine erste Koalitionsregierung der Konservativen und Liberalen 1912 führte zur Abspaltung der der [[Partit Progresiste Democrat|Progressiv-Demokratischen Partei]] (PPD) von der Staatspartei, die sich als moderat-liberale Partei formierte, während die Staatspartei zunehmend als konservative Kraft angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im konservativ-rechten Lager bildeten sich nach 1910 eigene Parteien. Wichtigste Kräfte waren die konservative [[Partit de la Derest de Micolina|Rechts-Partei]] (PRM) sowie die eher moderate, auf Ausgleich bedachte [[Partit Popolar Renovator|Volkspartei der Erneuerung]] (PPR). In der Endphase der Demokratie arbeiteten PPR und PdEL eng zusammen, wurden aber zunehmend marginalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Partit Socialiste|Sozialistische Partei]] (PS) konnte 1914 einen großen Wahlerfolg feiern und wurde erstmals stärker als die Liberalen. Der Eintritt der Sozialisten in die Kriegsregierung von [[Marc Visconte]] im Jahr 1917 führte zur Spaltung der Partei in einen moderaten und einen radikalen Flügel. Letzterer setzte sich nach 1919 durch, spaltete sich aber erneut, woraus 1921 der [[Partit Comuniste de Micolina|PCM]] hervorging. Beide Parteien wurden aber 1922 verboten, ebenso wie die nationalistischen Parteien in [[Golen]], sowohl die vergleichsweise moderate [[Pùble Gŏols|Golische Volkspartei]] als auch die radikalere [[Partet Radical Gŏols]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen wurden die regierungstreuen Mitte-Rechts-Parteien 1925 im Wesentlichen durch die von Staatsminister [[Pier Ulisse]] gegründete [[Partit National Micoline|Nationalpartei]] (PNM) absorbiert, die als Regierungspartei fortan das autoritäre Regime stützte. Bis 1945 regierte PNM-Führer [[Pier Ulisse]] in einer [[Juniregime|totalitären Diktatur]] das Land. Nach seinem Tod kam es zu einer sukzessiven Liberalisierung. Die wieder zugelassenen Linksparteien erreichten zusammen mit moderaten Oppositionsgruppen einen eindrucksvollen Erfolg bei den Wahlen 1945 und vereinigten sich in der Folge im [[Moviment de Narcisse]], dem es schließlich 1948 gelang, in der so genannten [[Narzissenrevolution]] das Regime zu stürzen und eine demokratische Transition durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treibende Kräfte der Transition waren die [[Cèntre Democrat de Micolina|Zentrumsdemokraten]] (CDM) [[Armand Mikael Carpol]]s, die [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] (PSL) [[Antoni Piël]]s und die [[Partit Comuniste de Micolina|Kommunisten]] (PCM) unter Führung von [[Henrique Barros]], die zusammen eine neue Regierung mit Piël als Regierungschef bildeten. Das CDM wurde als christdemokratische Sammlungspartei gegründet und vereinte katholisch denkende konservative, liberale und christlich-soziale Mitglieder, während die beiden Arbeiterparteien vornehmlich auf ihr altes Wählerpotenzial zurückgreifen konnten. Auf Seiten der Liberalen und Liberalkonservativen entstand kurz danach die liberale [[Partit Democrat Libral|PDL]], als Sammlungspartei der nationalen Rechten und Transitionsgegner die [[Partit National Libral|Nationalliberale Partei]] PNL. Letztere verstand sich als freheitliche Rechtspartei und wurde zum Auffangbecken der antidemokratischen Eliten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Micolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Neuwahlen 1948]] gingen überraschend die Zentrumsdemokraten CDM als Sieger hervor. In der Folge wurde eine Koalition der verfassungstragenden Parteien CDM, PSL und PDL unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crést]] gebildet, auf die 1949 nach Ausscheiden der Sozialisten eine bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition unter Führung von CDM-Chef Carpol folgte. Die Zentrumsdemokraten blieben danach bis Ende der Siebziger Jahre die dominante Kraft im parlamentarischen System Micoliniens. Das CDM gewann bis 1976 stets mehr als 38 Prozent der Stimmen und war immer stärkste Partei, gefolgt von den Sozialisten, die sich bei einem Stimmenanteil zwischen 28 und 38 Prozent einpendelten, während Liberale und Kommunisten um Platz 3 kämpften und die Nationalliberalen als Antisystempartei ausgeschlossen blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Micolinische Parlamentswahl 1952|1952]] erreichte Carpols CDM zum ersten und einzigen Mal die absolute Mehrheit der Stimmen und Sitze und konnte alleine regieren, ehe die Partei 1956 wieder zur Mitte-Rechts-Koalition mit den Liberaldemokraten zurückkehren musste. In der Opposition zur bürgerlichen Regierungsmehrheit etablierte sich ein sozialistisch-kommunistisches [[Front Democrat Popolar|Volksfrontbündnis]], das bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1959|Wahlen 1959]] die Mehrheit gewann. Carpols CDM zwar erneut stärkste Partei, PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] konnte aber eine Minderheitsregierung bilden. Bis 1965 regierte er mit Unterstützung der Kommunisten, die dadurch ins parlamentarische System eingebunden wurden. Die Krise der Sechziger Jahre führte 1965 zum Bruch der Volksfront und im Folgejahr zur Bildung einer neuen [[Coalitió Constitutional|konstitutionellen Koalition]] aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen unter Führung des PDL-Chefs [[Charl Henrique Valdes]]. Nach der [[Micolinische Parlamentswahl 1968|Parlamentswahl 1968]], bei denen abermals die Christdemokraten siegten, wurde CDM-Chef [[Joann Christén]] neuer Regierungschef. Er führte das Land als Kopf einer Mitte-Rechts-Koalition bis 1979. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Siebziger Jahre hin kam es zu einer Transformation des Parteiensystems. Parteiinterne Richtungsstreitigkeiten innerhalb der PDL führten 1979 zur Abspaltung des konservativen Parteiflügels als [[Unió Popolar Democrat|Demokratische Volksunion]] (UPD) und zum Bruch der Koalition. Das liberale Lager aus Rest-PDL und UPD ging aus den [[Micolinische Parlamentswahl 1979|vorgezogenen Neuwahlen 1979]] zwar insgesamt gestärkt hervor, konnte die Verluste von Christéns CDM aber nicht auffangen. Erstmals wurden die Sozialisten stärkste Kraft im Parlament und konnten die Dominanz der Zentrumsdemokraten brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSL-Führer [[Guillemes Oreste]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] der Mitte mit den Christdemokraten als Juniorpartner, die aber 1981 wieder zerbrach. [[Micolinische Parlamentswahl 1981|Erneute Neuwahlen]] brachten wieder einen klaren Sieg des CDM, das die Koalition mit der PDL zwar erneuern, die alte Dominanz aber nicht zurückerobern konnte. Es folgte eine Phase der relativen Instabilität, in der neue politische Akteure die Parteibühne betraten wie die rechtsextremistische [[Partit de Libertat de Micolina|Freiheitspartei]] (PLM), die sich bald mit der PNL zur [[Partit National Libral - Partit de Libertat de Micolina|PNL-PLM]] vereinigte, sowie die [[Liste Vert|Grünen]], die 1981 erstmals ins Parlament einzogen. In der Opposition kam es zudem zu einem allmählichen Niedergang der Kommunisten sowie zu einem stetigen Aufstieg der wirtschaftsliberalen und bisweilen populistischen Steuersenkungspartei UPD.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition 1984 und dem Wahlsieg der Sozialisten bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1984|Neuwahl]] folgte die Bildung einer neuen Großen Koalition unter Führung des Sozialisten [[Stefan Casagre]], der nach dem Rücktritt der CDM-Minister 1987 von seinem Parteifreund [[Antoni Sagrand]] abgelöst wurde, der bis zu den Wahlen 1988 einer von Kommunisten tolerierten Minderheitsregierung vorstand. Der Sieg der Christdemokraten 1988 brachte die Bildung einer breiten Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, UPD und der PDL-Nachfolgerin [[DL]] unter [[Noribert Pasquale]] (CDM). Erstmals wurde die UPD an einer Regierung beteiligt. Zentrumsdemokraten und Liberale verloren danach fast kontinuierlichen an Stimmen, während die UPD sich allmählich als dritte Kraft etablierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuerlichen Zuwächsen der UPD bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1992|Wahlen 1992]] scheiterten die Verhandlungen über eine Neuauflage der Regierungskoalition und [[Carlo Masane]] (CDM) bildete eine Große Koalition mit den Sozialisten [[Bernard Sandres]]’. Nach einer linksliberalen Neuorientierung der DL und Erfolgen der Grünen Listen (LV) bei den Wahlen 1992 und [[Micolinische Parlamentswahl 1996|1996]] bildete der Wahlsieger [[Bernard Sandres]] von der PSL 1996 eine neuartige Mitte-Links-Koalition ([[Regenbogen-Koalition]], Selbstbezeichnung: „Reform-Koalition“) aus PSL, DL und LV. Großer Sieger der [[Micolinische Parlamentswahl 2000|Wahlen 2000]] war die UPD, die mit einem von Gegnern als populistisch bezeichneten rechtkonservativen Programm große Zuwächse verzeichnen konnte. Obwohl Sandres’ Sozialisten erneut stärkste Kraft wurden, bildete CDM-Chef [[Albert Nobel]] eine neue Rechtskoalition mit UPD und DL. Die [[Micolinische Parlamentswahl 2004|Wahlen 2004]] brachten einen Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Marc Nabert]], der als neuer Partner von CDM und UPD in Nobels Rechtskoalition eingebunden wurde. Nach Zerfallserscheinungen der Nabert-Partei [[Acció de Moviment National|AMN]] und persönlichen Streitigkeiten zwischen Nobel und Nabert folgten im Jahr 2006 [[Micolinische Parlamentswahl 2006|vorgezogene Neuwahlen]], aus denen Nobels CDM gestärkt hervorging und erstmals seit 1992 wieder als stärkste Partei im Parlament hervorging. Daraufhin wurde die Koalition mit den liberalen Parteien UPD und DL wieder neuaufgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Micolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahl 2010]] mussten die seit 2000 regierenden [[CDM|Christdemokraten]] unter ihrer Spitzenkandidatin [[Piera Miquel]] eine herbe Niederlage einstecken und fielen von zuletzt über 30 Prozent auf nur noch knapp über 20 Prozent der Stimmen ab und hinter die rechts von ihr stehende [[UPD]] zurück. Stärkste Partei war jedoch trotz größeren Verlusten die [[PSL|Sozialistische Arbeiterpartei]] unter [[Joann Clement]]. Dieser führt nun eine neuartige Mitte-Koalition mit Christdemokraten und den gestärkten [[Liste Vert|Grünen]] an.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Cèntre Democrat Micoline</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Cèntre Democrat Micoline''' (kurz '''CDM''', deutsch ''Micolinisches Demokratisches Zentrum'') ist eine christdemokratische Partei in [[Micolinien]]. Der CDM wurde 1948 aus ehemaligen Migliedern christlich-sozialer, konservativer und liberaler Parteien gegründet und verstand sich von Beginn an als Volkspartei der Mitte. Ihr Personal rekrutierte sich bei der Gründung vor allem aus katholisch orientierten Gegnern des [[Ulisse-Regime]]s, war aber offen für eine Kooperation mit den moderaten Anhängern der Regierung. Sie unterstützte daher die demokratische Transition des Landes und trat dezidiert für eine Beibehaltung der Monarchie ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgängerparteien des CDM können vor allem die frühere konservative Rechtspartei [[Partit de Derest Micoline]] (PDM) und die liberal-konservative [[Partit Popolar Renovator]] (PPR) angesehen werden. Auch frühere Mitglieder der liberalen Parteien [[PdEL]] und [[PPD]] gehörten zu den Gründern des CDM. Unmittelbarer Vorläufer des CDM war die oppositionelle [[Partit Social-Crestiane]] (PSC), die sich wesentlich an der [[Narzissenbewegung]] beteiligt hatte. Um auch nicht-katholische Wähler anzusprechen, wählte man unter Verzicht auf die Bezeichnung „christlich “ den Namen Demokratisches Zentrum. Die inhaltliche Ausrichtung schwankte von christlich-sozialen Mitte-Links-Positionen bis zu konservativen Mitte-Rechts-Positionen, jedoch dominierte eine wertkonservative und auf die Errichtung einer sozialen Marktwirtschaft abzielende Ausrichtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Regierung Piël]] beteiligt, wurde das CDM bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1948|ersten freien Parlamentswahl 1948]] überraschend deutlich stärkste Kraft und erreichte fast 43% der Stimmen. Die Partei bildete daraufhin nach kurzer Beteiligung an der großen Koalition unter dem parteilosen [[F.E.Crêst]] eine christlich-liberale Koalitionsregierung unter ihrem Vorsitzenden [[Armand Mikaël Carpol]], der 1952 für den CDM die absolute Mehrheit der Stimmen und Sitze im Parlament holte. Obwohl bis 1979 deutlich stärkste Kraft im Abgeordnetenhaus, war der CDM 1959-1965 in der Opposition gegenüber der [[Regierung Blum-Saël]]. 1968-1979 bildete CDM-Chef [[Joann Christén]] eine christlich-liberale Koalitionsregierung, die 1979 an der Spaltung der liberalen PDL zerbrach. Bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1979|folgenden Parlamentswahl]] wurde der CDM erstmals nur zweitstärkste Kraft hinter der PSL und danach Juniorpartner in einer [[Große Koalition (Micolinien)|Großen Koalition]], die 1981 wieder zerbrach. Bis 1987 wieder Regierungspartei (bis 1984 in einer Koalition mit den [[DL|Liberalen]], 1984-1987 in einer Großen Koalition), stellte sie nach Zusammenbruch der [[Regierung Sagrand]] 1988-1996 die Regierungschefs [[Noribert Pasquale]] und [[Carlo Masane]], die zunächst gegen den Widerstand der Opposition den Beitritt Micoliniens in die EU durchsetzten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 auf den zweiten Platz zurückgedrängt, verlor das CDM im Jahr 2000 nochmals an Stimmen, konnte aber dank der Stimmengewinne der bürgerlichen [[Unió Popolar Democrat|UPD]] eine konservativ-liberale Regierungskoalition mit UPD und DL unter CDM-Chef [[Albert Nobel]] bilden. Bei der [[Micolinische Parlamentswahl 2004|Wahl 2004]] verloren die Christdemokraten abermals an Stimmen und mussten mit 21,3% der Stimmen das schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte hinnehmen. Jedoch bildete Albert Nobel eine neue Koalition mit der UPD und dem rechtspopulistischen [[Acció Marc Nabert|AMN]] von [[Marc Nabert]], das überraschend drittstärkste Kraft im Parlament wurde. Die Koalitionspolitik aber wurde ständig von parteiinternen Streitigkeiten der AMN behindert und scheiterte schließlich im Herbst 2005 an der Zerrüttung der AMN. Bei [[Micolinische Parlamentswahl 2006|vorgezogenen Parlamentswahlen im Januar 2006]] konnten die Christdemokraten ihren Abwärtstrend stoppen, indem sie von der drastischen Niederlage der AMN profitierten und erstmals seit 1996 wieder stärkste Kraft im Parlament wurden. Staatsminister Nobel, dessen Popularität wesentlich zum guten Abschneiden der Christdemokraten beigetragen hatte, bildete wieder eine bürgerliche Regierung mit UPD und DL. Nach zehn Jahren Regierung Nobel verzichtete dieser bei den [[Micolinische Parlamentswahl 2010|Wahlen 2010]] auf eine neuerliche Kandidatur. Unter der neuen Parteichefin [[Piera Miquel]] verlor die Partei gegenüber 2006 mehr als zehn Prozentpunkte, wurde nur dritte Kraft im Parlament und musste damit die größte Wahlniederlage der Parteigeschichte einstecken. Dennoch traten die Christdemokraten  in eine Regierungskoalition mit [[PSL|Sozialisten]] und [[Liste Vert|Grünen]] unter der Führung von [[Joann Clement]] (PSL) ein und sind damit im elften Jahr in Folge an einer nationalen Regierung beteiligt. Trotz heftiger Kritik an ihrer Person und ihrer Führung blieb Piera Miquel Parteivorsitzende und amtiert im [[Kabinett Clement]] als Außenministerin und stellvertretende Staatsministerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die christdemokratische Zentrumspartei in den ländlichen Regionen Sagradiens, besonders in [[Alto Perucía]] und [[Lítica-Paes Montane]]. Besonders schwach schneidet sie dagegen traditionell in den Regionen [[Golen]], [[Alto Conte]], [[Conte-Tinagua]] und [[Lucia]] ab. Das CDM steht in enger Verbindung mit dem christlichen Gewerkschaftsbund [[Unió Lavorator Chrestiàne]] (ULC). Die parteieigene Jugendorganisation heißt [[Cèntre Democrat Joven]] (CDJ). Im EU-Parlament gehören die CDM-Abgeordneten der PPE-Fraktion an. Die Partei ist Mitglied der europäischen Volkspartei sowie der CDI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Parteivorsitzende des CDM''': &lt;br /&gt;
*1948-1950: [[Laurenç Franca]]&lt;br /&gt;
*1950-1969: [[Armand Mikael Carpol]]&lt;br /&gt;
*1969-1977: [[Joann Christén]]&lt;br /&gt;
*1977-1980: [[Francis Vellet]]&lt;br /&gt;
*1980-1984: [[Martin Bertrand]]&lt;br /&gt;
*1984-1985: [[Carlo Masane]]&lt;br /&gt;
*1985-1997: [[Noribert Pasquale]]&lt;br /&gt;
*1997-2008: [[Albert Nobel]]&lt;br /&gt;
*Seit 2008: [[Piera Miquel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Micolinische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=P%C3%B9ble_G%C5%8Fols&amp;diff=13104</id>
		<title>Pùble Gŏols</title>
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		<updated>2013-02-17T17:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Vorläuferparteien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Pùble Gŏols''' („Golisches Volk“, Golische Volkspartei, Abkürzung ''PG'') ist eine [[Golen|golisch]]-nationalistische Mitte-Rechts-Partei mit konservativ-christlicher Prägung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Pùble Gŏols war traditionell eine bürgerliche Partei mit nationalistischem und autonomistischen Profil und unterstützte zeitweise die terroristische Separatistengrupp [[FLG]], deren politischer Arm sie lange Zeit war. Die Partei hat sich im Laufe ihrer Entwicklung jedoch von ihren radikal-nationalistischen Positionen weitgehend verabschiedet und tritt heute für eine stärkere Autonomie Golens innerhalb der micolinischen Krone ein. Sie versteht sich als Kraft der politischen Mitte und orientiert sich an den Werten und Positionen europäischer christdemokratischer Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte von Pùble Gŏols ==&lt;br /&gt;
=== Vorläuferparteien ===&lt;br /&gt;
Die Volkspartei ist die älteste Partei Golens und geht auf Vorläufer aus dem 19. Jahrhundert zurück. Im Golen der 1910er Jahre gab es zwei dominierende Kräfte, einerseits die bürgerliche ''Golische Volkspartei'' (gol. '''Partet Publar Gŏols''', PPG), die für eine Selbstverwaltung Golens eintrat, auf der anderen Seite die sozialistische [[Golische Arbeitspartei]] (Uniò Lebrator Gŏols, ULG), aus der später die revisionistische [[Partet Socialist Gools|Sozialistische Partei]] (PSG) und die [[Partet Comunist Gools|Golischen Kommunisten]] (PCG) hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Volkspartei erfuhr im Laufe ihrer Geschichte mehrere Spaltungen, die wichtigste erfolgte 1919 in eine gemäßigte Faktion unter [[Valentin Cŏrpas]], die als '''PPG-Majoritait''' weiterexistierte, und eine radikalere Gruppe, die sich als '''PPG-Libre''' konstituierte. Die PPG-M nannte sich ab 1922 '''Partet de lu Pùble Gŏols''', während die linke PPG-L sich als [[Partet Radical Gŏols]] (PRG) neu konstituierte. Gleichzeitig entstand mit dem [[Partet Comunist Gŏols]] (PCG) eine neue Konkurrenz auf der Linken, die ebenfalls für eine größere Autonomie Golens, allerdings unter sozialistischen Vorzeichen eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der golischen Parteien im Jahr 1922 und dem Beginn des [[Ulisse-Regime]]s im Jahr 1924 wurde die gesamte golische Unabhängigkeitsbewegung gewaltsam unterdrückt und radikalisierte sich. Seither kämpfte die Partei – offiziell verboten – im linken Widerstand gegen das autoritäre [[Juni-Regime]]. Hier ging aus Kreisen der PG auch die separatistische Terror-Organisation [[FLG]] hervor, von der sich die Partei heute aber stark abhebt und distanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Untergrund kam es zu einer Wiederannäherung der verschiedenen nationalistischen Strömungen, die sich in der [[Resistenç Gŏols]] (RG) vereinten, welche die FLG als ihren militärischen Arm anerkannte. Die RG kämpfte für eine Wiedervereinigung mit dem sagradischen [[Ostgolen]] in einem demokratisch konstituierten Gesamtstaat. 1934/35 kam es in ganz Golen, auch im Ostteil zu separatistischen Aufständen, die auch von der PPG wesentlich mitgetragen wurde. Die als „Junists“ bezeichneten Befürworter wurden als Kollaborateure verurteilt und aus der Partei ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der heutigen Pùble Gŏols und Legalisierung ===&lt;br /&gt;
Bereits im Untergrund kam es 1943 zu einer teilweisen Wiedervereinigung der alten Volkspartei unter dem Namen „Pùble Gŏols“, in dem sich Teile der PRG und kleinerer nationalistischer Gruppen der PPG-Mehrheit anschlossen. Ziel war die Gründung eines demokratischen und nicht-kommunistischen Golens. Die Frage der Unabhängigkeit von Micolinien wurde zunächst offen gelassen und es kam weiterhin zur Zusammenarbeit mit den linken Nationalisten und Nicht-Nationalisten in der Resistenç. Zum ersten Vorsitzenden der PG wurde 1943 [[Filip Cŏrpas]], der Sohn Valentin Cŏrpas’ gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Ulisse-Regimes wurde die PG 1948 legalisiert. Die Frage der künftigen Staatsform führte schon bald zur neuerlichen Spaltung. Die PG-Mehrheit unter ihren Führern [[Charl Davidel]], Filip Cŏrpas und [[David Letard]] sprach sich für eine Mitarbeit am Aufbau einer gesamtmicolinischen Demokratie aus und befürwortete auch die geplante Föderalisierung des Landes. Golen sollte nun ein autonomer Gliedstaat innerhalb der gesamtmicolinischen Monarchie werden. Die Gegner verließen die PG und gründeten die [[Republikanische Partei Golens]] (PRdG), die sich später mit anderen Gruppen wie der Rest-PRG und der 1953 abgespaltenen linken [[Solidaritait Gools]] zur [[Eljanç Radical Gools|Radikalen Allianz]] (ERG) vereinten. Auch die FLG lehnte den PG-Kurs ab und trennte sich damit von der Volkspartei. Gleichzeitig lehnte die PG 1948 nur knapp einen Beitritt zur gesamtmicolinischen christdemokratischen Zentrumspartei [[CDM]] ab, da deren Kurs als anti-golisch angesehen wurde. In der Tat entwickelte sich die CDM bald zur überzeugtesten anti-nationalistischen Gegenkraft der PG, obwohl beide in sozio-ökonomischen Fragen große Übereinstimmungen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolge der ersten Jahre ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1948|ersten Wahlen zum micolinischen Parlament]] setzte sich die Volkspartei deutlich als stärkste Partei Golens durch. Das gleiche schaffte sie auch bei den [[Golische Regionalwahl 1948|Wahlen zur ersten Golischen Versammlung]], wo die PG fast 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. [[Charl Davidel]] wurde erster Präsident der neu formierten [[Region Golen]] und bestimmte die Geschicke der Region mit Unterbechungen bis zu seinem Tod 1960, bis sein alter Mitstreiter [[David Letard]] ihm nachfolgte und bis ins hohe Alter von 80 Jahren als Regionalpräsident amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 erfolgte die Vereinigung der PG mit der ostgolisch geprägten [[Golische Bauernunion|Golischen Bauernunion]]. Seither ist PG die dominierende politische Kraft der Region und die stärkste Einzelpartei im golischen Regionalparlament. Bis in die Sechziger Jahre hinein war Pùble Gŏols die einzige einflussreiche Nationalpartei in Golen und stellte fast alle Regionalregierungen seit 1948, erst 1966 entstand mit der linksnationalistischen [[Gŏols Natiò]] (GN) eine ernst zu nehmende Konkurrenz im nationalen Lager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den gemäßigten Kurs der PG kam es bereits 1953 zu einer linken Abspaltung, der [[Solidaritait Gŏols]], die später in der GN aufging. Mit Filip Cŏrpas, der im Amt des Parteichefs 1950 von [[David Letard]] abgelöst worden war, verließ auch einer der Parteiikonen die PG in Richtung „Solidaritait“. Trotz des Sieges der PG bei den [[Golische Regionalwahl 1953|Golischen Regionalwahlen 1953]] führte die Abspaltung des linken Parteiflügels zu einem Machtverlust. Der seit 1948 als Präsident Golens amtierende Charl Davidel verlor in einer Kampfabstimmung um das Präsidentenamt gegen den Sozialisten [[Bertrand Quelaq]], der auch von der „Solidaritait“ unterstützt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuer Parteichef wurde nun [[Elexandre Cŏorès]], der bereits 1955 von Charl Davidel abgelöst wurde. Davidel schaffte es, nach dem Bruch der Linkskoalition 1956 erneut zum Regionalpräsidenten gewählt zu werden. Bei den [[Golische Regionalwahl 1957|Regionalwahlen 1957]] konnte die PG einen großen Sieg feiern und die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Die Partei regierte danach alleine, nach dem Tod Davidels 1960 unter der Führung David Letards, der auch wieder das höchste Parteiamt übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ära Letard und Richtungskämpfe ===&lt;br /&gt;
Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit bei der [[Golische Regionalwahl 1962|Wahl 1962]] führte Letard eine Koalitionsregierung mit den [[PLG|Liberalen]] an, die bei den [[Golische Regionalwahl 1967|Wahlen 1967]] im Amt bestätigt wurde. Die Koalition zerbrach 1970. Aus [[Golische Regionalwahl 1970|vorgezogenen Neuwahlen]] ging Letard als deutlicher Sieger hervor. Fortan konnte die PG wieder alleine regieren. Nach dem neuerlichen Verlust der absoluten Mehrheit [[Golische Regionalwahl 1975|im Jahr 1975]] trat Letard als Präsident der Region zurück und übergab an [[Osqar Meri Erranza]], der eine Koalitionsregierung mit den [[PSG|Sozialisten]] bildete. Dies wurde als Linksruck in der Partei gewertet, die von Davidel und Letard auf einem konservativen christdemokratischen Kurs geführt worden war. Letard blieb zwar Parteipräsident, die eigentliche Parteiführung übte aber Erranza aus, der zugleich Generalsekretär der Partei wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden parteiinternen Auseinandersetzung setzte sich schließlich die Parteirechte durch, die 1978 auf eine Aufkündigung der Koalition mit den Sozialisten drängte und stattdessen eine Regierung mit den micolinischen Christdemokraten bilden wollte. Erranza zog die Konsequenzen und übergab das Amt des Präsidenten der Region sowie das des Generalsekretärs der Partei an [[Noribert Crèsq]], der eine Koalition mit dem [[CDM]] bildete und 1980 als Nachfolger des erkrankten Letards zum Parteipräsidenten gewählt wurde. Letard wurde zum Ehrenvorsitzenden der Partei gewählt und verstarb ein Jahr später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noribert Crèsq musste bei den [[Golische Regionalwahl 1980|Regionalwahlen 1980]] leichte Verluste hinnehmen und erneuerte die Koalition mit dem CDM, die allerdings 1982 an den unterschiedlichen Autonomie-Vorstellungen zerbrach. Aus [[Golische Regionalwahl 1982|vorgezogenen Neuwahlen]] ging die PG gestärkt hervor. Crèsq bildet eine Minderheitsregierung, die sich im Parlament erstmals auf die Unterstützung der linksnationalistischen GN stützte. Die Zusammenarbeit wurde 1984 in eine formelle Koalition überführt, die jedoch 1986 wieder zerbrach. Noribert Crèsq bildete daraufhin eine vorübergehende Minderheitsregierung mit den Liberalen. Bei den [[Golische Regionalwahl 1987|Wahlen 1987]] erlitt die PG Verluste und rutschte erstmals seit 1948 unter die 40-Prozent-Marke. In der folgenden parteiinternen Auseiandersetzung setzte sich [[Fernand Brês]] durch, der in einer Kampfabstimmung gegen Crèsq zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde und wenig später eine neue Drei-Parteien-Regierung mit CDM und PLG bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Ära Doreşal ===&lt;br /&gt;
Die [[Golische Regionalwahl 1992]] endeten für die PG in einem Debakel. Die Partei erhielt nur 34 Prozent der Stimmen und konnte sich nicht gegen die neue Linkskoalition aus Sozialisten, Kommunisten, Grünen und Linksnationalisten durchsetzen, die schließlich GN-Chef [[Franç Elaq]] zum Präsidenten der Region wählte. Zum erstenmal seit 1956 war die PG nicht mehr an der Regierung beteiligt und musste sich in der Opposition einrichten. Nachfolger von Brês als Parteivorsitzender wurde [[Pètre Doreşal]], der die Partei auf einem pragmatischen Kurs der Mitte steuerte und auch eine zukünftige Zusammenarbeit mit den Sozialisten nicht mehr ausschließen wollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bruch der Linkskoalition im Jahr 1994 führte zu [[Golische Regionalwahl 1994|vorgezogenen Neuwahlen zur Regionalversammlung]], aus denen die PG unter Doreşal als Sieger hervorging. Die PG verbesserte sich auf 38 Prozent der Stimmen, während die bisherigen Regierungsparteien von zusammen knapp 51 Prozent der Stimmen auf nicht einmal 33 Prozent einbrachen. Doreşal wurde zum neuen Präsidenten Golens gewählt und bildete eine Minderheitsregierung mit den Liberalen, die sich im Parlament auf wechselnde Mehrheiten stützte. Bei den [[Golische Regionalwahl 1999|Wahlen 1999]] brach die PG auf 33 Prozent der Stimmen ein, konnte jedoch die Minderheitskoalition fortführen, ehe diese im Dezember 2000 ihre Unterstützung verlor. Die von Doreşal gestellte Vertrauensfrage endete in einer Niederlage und führte zu [[Golische Regionalwahl 2001|vorgezogenen Neuwahlen]], in denen die PG abermals an Stimmen verlor und erstmals unter die 30-Prozent-Marke abrutschte, während die GN sich auf 23 Prozent verbessern konnte und die radikalseparatistische „[[Libretait per Goole|Freiheit für Golen]]&amp;quot; einen großen Erfolg mit 12,6 Prozent feiern konnte. Die Verluste der Volkspartei konnten also durch die gestiegene Konkurrenz im nationalistischen Lager erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz parteiinterner Diskussionen setzte sich Doreşal erneut durch und wurde als Regionalpräsident bestätigt. Er bildete nun eine neuartige Mehrparteienkoalition mit den Sozialisten, Christdemokraten und Liberalen, die als Gegengewicht zu den radikalen Nationalisten die moderaten Kräfte bündeln sollte. Die heterogene Koalition hielt überraschend bis zum Ende der Legislaturperiode. Bei den [[Golische Regionalwahl 2006|Regionalwahlen 2006]] lagen PG und GN mit leicht über bzw. unter 25 Prozent der Stimmen nahezu gleichauf, die mit populistischen anti-micolinischen Parolen auftretenden Separatisten holten 16,6 Prozent der Stimmen und wurden drittstärkste Kraft. Nachdem die Koalition ihre Mehrheit verloren hatte, kam es zu schwierigen Verhandlungen zwischen PG und GN zur Bildung einer Großen Koalition, die rechnerisch aber im Parlament nur eine Stimme Mehrheit hatte. Die Wiederwahl Doreşals zum Präsidenten der Region scheiterte im ersten Anlauf, da nicht alle Abgeordneten der zu bildenden PG/GN-Koalition für den PG-Chef stimmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition ===&lt;br /&gt;
In Nachverhandlungen wurden die katholisch-konservativen [[Gools Cèntre|Golischen Zentristen]], eine regionale Abspaltung des [[CDM]], mit ins Boot geholt. Schließlich glückte die Wiederwahl Doreşals im zweiten Anlauf. Ziel der neuen Koalition war die Verabschiedung eines neuen Regionalstatuts, das 2008 allerdings schließlich vom Micolinischen Parlament in Servette abgelehnt wurde. In der Folge zerbrach die Koalition. Aus [[Golische Regionalwahl 2008|Neuwahlen]] ging die PG zwar leicht gestärkt hervor, jedoch gelang es Doreşal nicht, eine neue parlamentarische Mehrheit zu generieren. Neuer golischer Präsident wurde GN-Chef [[Pâul Senterrsi]], der eine Linksregierung mit Sozialisten, Kommunisten und Grünen bildete. Zum dritten Mal in der Nachkriegsgeschichte Golens stand die PG damit in der Opposition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 gab Pètre Doreşal nach 17-jähriger Amtszeit die Parteiführung ab und wurde zum Ehrenpräsidenten der PG gewählt. Neuer Parteichef wurde [[Xàin Borrard]], der in der Opposition zur Linksregierung stärker das golisch-nationalistische Profil der Partei betonte und sich wie sein Kontrahent Pâul Senterrsi für eine stärkere Unabhängigkeit für die Region aussprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Verbindungen und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Golische Volkspartei saß viele Jahre lang in der EVP-Gruppe im Europäischen Parlament, verließ diese aber im Jahr 1994, nachdem es zu zunehmenden Spannungen mit der CDM gekommen war. 2004 gehörte die Partei zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Demokratischen Partei, der auch die Baskische Nationalpartei in Spanien angehört. Seitdem sitzen die EU-Abgeordneten der Partei in der Fraktion der Liberalen und Demokraten (ALDE). Die Jugendorganisation von Pùble Gŏols trägt den Namen [[Jobentuit Publar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende seit 1948 ===&lt;br /&gt;
*1948-1950: [[Filip Cŏrpas]]&lt;br /&gt;
*1950-1953: [[David Letard]]&lt;br /&gt;
*1953-1955: [[Elexandre Cŏorès]]&lt;br /&gt;
*1955-1960: [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
*1960-1980: [[David Letard]]&lt;br /&gt;
*1980-1987: [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
*1987-1992: [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
*1992-2009: [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
*Seit 2009: [[Xàin Borrard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golische Regionalpräsidenten der PG ===&lt;br /&gt;
* [[Charl Davidel]] (1948-1953, erneut 1956-1960)&lt;br /&gt;
* [[David Letard]] (1960-1975)&lt;br /&gt;
* [[Osqar Meri Erranza]] (1975-1978)&lt;br /&gt;
* [[Noribert Crèsq]] (1978-1987)&lt;br /&gt;
* [[Fernand Brês]] (1987-1992)&lt;br /&gt;
* [[Pètre Doreşal]] (1994-2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Micolinische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Partei in Golen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Mikoliniens&amp;diff=13103</id>
		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Krise und autoritäre Herrschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Micolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Libretait Gools]]&amp;quot; (FLG) ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golenkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium. Zudem wurde ein ständisch besetzter [[Generalrat]] gebildet, der fortan als Kontrollinstanz neben das reguläre Parlament trat und dieses überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1945, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen. Ulisses vormaliger Stellvertreter und schließlich Nachfolger als Regierungschef [[Noribert Ferrer]] versuchte auf Druck der Vereinigten Staaten hin, eine Liberalisierung herbeizuführen und ließ die oppositionellen Linksparteien wieder zu. Bei Neuwahlen wurde die PNM zwar als Regierungspartei bestätigt, die Oppositionsparteien stellten fortan aber etwa ein Drittel der Abgeordneten. Dennoch warfen dieser der Regierung Wahlbetrug vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer stärker mehrte sich nun Kritik an der Regierung der Nationalpartei, die sichtlich mit der stückweise zugelassenen Pluralisierung überfordert war und drohte, die Unterstützung des Militärs zu verlieren. Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu umfassenden Demonstrationen der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte und einen Rücktritt der Regierung forderte. Als sich auch die republikanische Stimmung mehrte, reagierte König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entließ Ferrer und ernannte den Sozialisten [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Das Militär scheute einen Konflikt mit dem König aus Angst vor einem republikanischen Umsturz. Stattdessen einigten sich die bisherigen Eliten mit der Narzissenbewegung und dem König auf eine schnelle Redemokratisierung. Die PNM löste sich auf und spaltete sich de facto in zwei Flügel. Während die radikalen in Opposition gingen und später den [[Partit National Libral]] gründeten, engagierten sich zahlreiche moderate Regimefunktionäre fortan in einer der neuen bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antoni Piël berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war die vollständige Reinstallation der Bürgerrechte und die Auflösung des Generalrats. Im Juni 1948 kam es zu den ersten vollständig freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Damit setzten sich die Kräfte der moderaten Transition durch. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:48:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Juni-Regime und Golfkrise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Micolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golenkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium. Zudem wurde ein ständisch besetzter [[Generalrat]] gebildet, der fortan als Kontrollinstanz neben das reguläre Parlament trat und dieses überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1945, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen. Ulisses vormaliger Stellvertreter und schließlich Nachfolger als Regierungschef [[Noribert Ferrer]] versuchte auf Druck der Vereinigten Staaten hin, eine Liberalisierung herbeizuführen und ließ die oppositionellen Linksparteien wieder zu. Bei Neuwahlen wurde die PNM zwar als Regierungspartei bestätigt, die Oppositionsparteien stellten fortan aber etwa ein Drittel der Abgeordneten. Dennoch warfen dieser der Regierung Wahlbetrug vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer stärker mehrte sich nun Kritik an der Regierung der Nationalpartei, die sichtlich mit der stückweise zugelassenen Pluralisierung überfordert war und drohte, die Unterstützung des Militärs zu verlieren. Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu umfassenden Demonstrationen der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte und einen Rücktritt der Regierung forderte. Als sich auch die republikanische Stimmung mehrte, reagierte König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entließ Ferrer und ernannte den Sozialisten [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Das Militär scheute einen Konflikt mit dem König aus Angst vor einem republikanischen Umsturz. Stattdessen einigten sich die bisherigen Eliten mit der Narzissenbewegung und dem König auf eine schnelle Redemokratisierung. Die PNM löste sich auf und spaltete sich de facto in zwei Flügel. Während die radikalen in Opposition gingen und später den [[Partit National Libral]] gründeten, engagierten sich zahlreiche moderate Regimefunktionäre fortan in einer der neuen bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antoni Piël berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war die vollständige Reinstallation der Bürgerrechte und die Auflösung des Generalrats. Im Juni 1948 kam es zu den ersten vollständig freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Damit setzten sich die Kräfte der moderaten Transition durch. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:48:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Micolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium. Zudem wurde ein ständisch besetzter [[Generalrat]] gebildet, der fortan als Kontrollinstanz neben das reguläre Parlament trat und dieses überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1945, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen. Ulisses vormaliger Stellvertreter und schließlich Nachfolger als Regierungschef [[Noribert Ferrer]] versuchte auf Druck der Vereinigten Staaten hin, eine Liberalisierung herbeizuführen und ließ die oppositionellen Linksparteien wieder zu. Bei Neuwahlen wurde die PNM zwar als Regierungspartei bestätigt, die Oppositionsparteien stellten fortan aber etwa ein Drittel der Abgeordneten. Dennoch warfen dieser der Regierung Wahlbetrug vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer stärker mehrte sich nun Kritik an der Regierung der Nationalpartei, die sichtlich mit der stückweise zugelassenen Pluralisierung überfordert war und drohte, die Unterstützung des Militärs zu verlieren. Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu umfassenden Demonstrationen der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte und einen Rücktritt der Regierung forderte. Als sich auch die republikanische Stimmung mehrte, reagierte König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entließ Ferrer und ernannte den Sozialisten [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Das Militär scheute einen Konflikt mit dem König aus Angst vor einem republikanischen Umsturz. Stattdessen einigten sich die bisherigen Eliten mit der Narzissenbewegung und dem König auf eine schnelle Redemokratisierung. Die PNM löste sich auf und spaltete sich de facto in zwei Flügel. Während die radikalen in Opposition gingen und später den [[Partit National Libral]] gründeten, engagierten sich zahlreiche moderate Regimefunktionäre fortan in einer der neuen bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antoni Piël berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war die vollständige Reinstallation der Bürgerrechte und die Auflösung des Generalrats. Im Juni 1948 kam es zu den ersten vollständig freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Damit setzten sich die Kräfte der moderaten Transition durch. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
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		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Mikoliniens&amp;diff=13100"/>
		<updated>2013-02-17T17:31:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Juni-Regime und Golfkrise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Micolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium. Zudem wurde ein ständisch besetzter [[Generalrat]] gebildet, der fortan als Kontrollinstanz neben das reguläre Parlament trat und dieses überstimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsminister Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Micolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsminister Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:29:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsminister Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Micolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsminister Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Bürgerkrieg und Golenkrise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Juni-Regime */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime und Golfkrise ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Golenkrise ===&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T17:25:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Micolinischer Bürgerkrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Golenkrise ===&lt;br /&gt;
Nachdem die militärischen Aufstände in Golen 1925 zunächst niedergeschlagen worden waren, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Gefechten und zu Guerilla-Aktionen der [[FLG]] gegen Polizei, Regierungspolitiker und Sicherheitskräfte. Seit 1934 eskalierte die Lage erneut und führte zu einem großflächigen Wiederaufleben des [[Golenaufstand]]s. Mit dem Wahlsieg der linken [[Volksfront]] in [[Sagradien]] und der Ernennung einer Linksregierung im Jahr 1935 verschlechterten sich zugleich die Beziehungen zum Nachbarn deutlich, da Ulisse die Regierung in [[Semess]] bezichtigte, die Separatisten heimlich zu unterstützen und ihnen in den Grenzregionen Zuflucht zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1935/36]] besetzten schließlich, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Juni-Regime */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinischer Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Krise und Diktatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und autoritäre Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Der Konsens der gemäßigten Sozialisten, Liberalen und Konservativen hielt aber nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das zunehmend gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten, während die Liberalen und Konservativen zu keinen Zugeständnissen mehr bereit waren. Hinzu kamen die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] Auftrieb erhielten. Wiederholt kam es dort zu Versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Parlamentswahlen des Jahres 1920, die eine negative Mehrheit aus radikalen Sozialisten einerseits, Nationalisten andererseits hervorbrachten, folgte eine akute Regierungskrise, da es nicht gelang, eine parlamentarische Mehrheit zustande zu bringen. Statt sich mit den Liberalen auf eine Regierung zu einigen, organisierten die radikalen Sozialisten Streik- und Protestaktionen zugunsten umfassender Sozialreformen, die die Gefahr einer roten Revolution in Micolinien akut werden ließen. Gleichzeitig nahm in Micolinien die Gewalt der separatistischen Paramilitärs zu, die eine &amp;quot;[[Front Gools de Libretait]]&amp;quot; ausriefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der konservativen Eliten, des Militärs und der Kirche hin entschloss sich König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] schließlich, eine aktive Rolle zu übernehmen und seine Reservevollmachten auszuüben. Die liberale Minderheitsregierung unter [[Marc Valors]] wurde entlassen und im August 1922 durch eine nicht-parlamentarische Regierung des Königs unter dem ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] ersetzt, der schließlich den Staatsnotstand ausrief und die &amp;quot;radikalen Parteien&amp;quot;, namentlich Sozialisten, Kommunisten und golische Nationalisten verbot. Die Streiks wurden gewaltsam niedergeschlagen, das Regime Camurs durch die konservativen Eliten des Landes gestützt. Unter Camurs autoritärer Herrschaft kam es 1923 schließlich nochmals zu Neuwahlen, bei denen die konservative Rechte einen deutlichen Sieg davon trug. Dennoch kam es in der Folge innerhalb des Parlaments zu Kritik an der Regierung Camur, der mit der zum Bürgerkrieg eskalierenden Krise in Golen nicht fertig wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni-Regime ===&lt;br /&gt;
Der rasche Autoritätsverlust Camurs innerhalb des Militärs und das faktische Misstrauensvotum gegen die Regierung Camur nach dem so genannten golischen &amp;quot;Blutfreitag&amp;quot; im Mai 1924 führte schließlich zum [[Staatsstreich vom 7. Juni 1924]]. Mit der Drohung eines Militärputsches erzwang die innermilitärische Opposition gegen Camur dessen Rücktritt und empfahl dem König den bisherigen Wirtschaftsminister [[Pier Ulisse]] als Staatsminister, der schlagartig zum starken Mann im Land aufstieg. Indem er die Militärs mit harter Hand gegen die golischen Separatisten vorgehen ließ, schürte er die weitere Eskalation des Bürgerkriegs, profilierte sich aber zusätzlich beim Militär, das seine Regierung trug. Das Parlament blieb weiterhin machtlos, da sich Ulisse auf den militärischen Ausnahmezustand berief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit militärischer Schlagkraft und Skrupellosigkeit gelang es Ulisse bis 1925, die Lage in Golen einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände vorerst niederzuschlagen. Führende Vertreter der separatistischen Front wurden festgenommen und hingerichtet. Außerhalb Golens ging das Regime mit harter Hand gegen linke und liberale Aktivisten vor. Das Juni-Regime Ulisses betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. Im Juni 1925, ein Jahr nach seiner Ernennung zum Staatsminister gründete der parteilose Ulisse eine neue Partei, die [[Partet National Micoline]], die dank politischer Beeinflussung und dank eines neuen Wahlrechts bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1925|Parlamentswahlen 1925]] einen deutlichen Sieg davontrug und eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erreichte. Die konservative Rechte wurde von der neuen Partei weitgehend absorbiert, die sich für &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot; einsetzte und sich für die Integrität des micolinischen Staates stark machte. Die [[Micolinische Verfassung 1925|Septemberverfassung 1925]] stärkte die Regierung zulasten des Parlaments und der Gewaltenteilung und erlaubte u.a. eine direkte Gesetzgebung durch König und Staatsministerium.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinischer Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T15:11:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Micolinien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Diktatur ===&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. Auch die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] erfuhren Auftrieb und es kam wiederholt zu versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T15:11:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Abschluss der Restitution und Sicherung in den Golenkriegen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im 19. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Diktatur ===&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. Auch die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] erfuhren Auftrieb und es kam wiederholt zu versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss der Restitution und Sicherung in den Golenkriegen === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Diktatur ===&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. Auch die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] erfuhren Auftrieb und es kam wiederholt zu versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T15:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Faschistische Juni-Bewegung und Ulisse-Regime */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss der Restitution und Sicherung in den Golenkriegen === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie ===&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Diktatur ===&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. Auch die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] erfuhren Auftrieb und es kam wiederholt zu versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss der Restitution und Sicherung in den Golenkriegen === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie ===&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Diktatur ===&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. Auch die separatistischen Bewegungen, allen voran in [[Golen]] erfuhren Auftrieb und es kam wiederholt zu versuchen, einen unabhängigen golischen Staat zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faschistische Juni-Bewegung und Ulisse-Regime ===&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2013-02-17T14:54:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Micolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Micolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miguels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Micoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Micolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], Schwester des micolinischen Herrschers [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Micolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-micolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten micolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Micolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der micolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter micolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Micolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Micolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Micolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in micolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Micolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Micolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Micolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss der Restitution und Sicherung in den Golenkriegen === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Micolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der antinapoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Micolinien und Sagradien. Den micolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der micolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Schließlich erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich Cuentez und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil Golens sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Micolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie ===&lt;br /&gt;
In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine vergleichsweise [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisierten und 1906 schließlich das allgemeine Männerwahlrecht einführten. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch erstmals Sozialisten angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konsens hielt aber nach Kriegsende den sozialen Problemen des Landes nicht mehr stand. Zudem hatte der Krieg nochmals das micolinische Militär gestärkt, das verstärkt gegen die parlamentarische Demokratie arbeitete und einen Machtverlust des Königs fürchtete. Innenpolitisch verschärften sich die sozialen Spannungen bei Arbeitern und Bauern, deren ideologische Überzeugungen sich radikalisierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faschistische Juni-Bewegung und Ulisse-Regime ===&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste. In der Folge brach 1935 ein groß angelegter Aufstand in allen Teilen Golens aus ([[Golischer Aufstand 1935]]), der blutig niedergeschlagen wurde, aber zu einem anhaltenden Guerilla- und Bürgerkrieg führte. In der [[Golenkrise 1935/36]] besetzten zudem, unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, micolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Micolinien 1936 wieder aus Sagradien zurückziehen, behielt aber einige Stützpunkte im [[Celistal]] sowie im [[Ambristal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das demokratische Micolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13085</id>
		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T14:31:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region im Osten [[Micolinien]]s. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], [[Pùble Gŏols|PG]]-Abweichler&lt;br /&gt;
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| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
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| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò|GN]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols|VG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò|GN]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols|CG]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgliederung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen umfasst die drei golischen Provinzen [[Alágua]] (gol. ''Elaque''), [[Santa Rocca]] und [[Villágua]] (''Vellaque''). Die historischen golischen Provinzen [[Val d’Ambrís]], [[Peixa]], [[Colágua]] und [[Cania]] gehören dagegen nicht zur heutigen Region.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13084</id>
		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
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| Kabinette&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
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| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], [[Pùble Gŏols|PG]]-Abweichler&lt;br /&gt;
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| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
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| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò|GN]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols|VG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò|GN]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols|CG]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgliederung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen umfasst die drei golischen Provinzen [[Alágua]] (gol. ''Elaque''), [[Santa Rocca]] und [[Villágua]] (''Vellaque''). Die historischen golischen Provinzen [[Val d’Ambrís]], [[Peixa]], [[Colágua]] und [[Cania]] gehören dagegen nicht zur heutigen Region.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13083</id>
		<title>Golen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13083"/>
		<updated>2013-02-17T13:45:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSG]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], [[Pùble Gŏols|PG]]-Abweichler&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDM]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
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| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò|GN]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols|VG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò|GN]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols|CG]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:44:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSG]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], [[Pùble Gŏols|PG]]-Abweichler&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1956&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00B233&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDM]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1956&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò|GN]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols|VG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols|PG]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò|GN]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols|CG]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò|GN]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:40:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Kabinette&lt;br /&gt;
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| besonderes&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
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| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
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| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
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| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13080</id>
		<title>Golen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13080"/>
		<updated>2013-02-17T13:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
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| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
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| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
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| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], Dissidenten der [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
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| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Davidel II|Davidel II]], [[Golische Regierung Davidel III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13079</id>
		<title>Golen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13079"/>
		<updated>2013-02-17T13:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSG]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], Dissidenten der [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1956&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00B233&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDM]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1956&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel II|Golische Regierung Davidel III|Davidel III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi|Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:39:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], Dissidenten der [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
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| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel II|Golische Regierung Davidel III|Davidel III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Parlament und Regierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1948 ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Presidents Gŏols&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel I|Davidel I]] &lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1953&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Quelaq]]&lt;br /&gt;
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| [[Golische Regierung Quelaq|Quelaq]]&lt;br /&gt;
| [[PCG]], [[PSG]], Dissidenten der [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1956&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00B233&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joann Mari Franç]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDM]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Charl Davidel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Davidel II|Golische Regierung Davidel III|Davidel III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Marrel]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1975&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[David Letard]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Letard I|Letard I]], [[Golische Regierung Letard II|II]], [[Golische Regierung Letard III|III]], [[Golische Regierung Letard IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1962-1967)&lt;br /&gt;
| 1970 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Osqar Meri Erranza]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Erranza|Erranza]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PSG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1978&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Noribert Crèsq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Crèsq I|Crèsq I]], [[Golische Regierung Crèsq II|II]], [[Golische Regierung Crèsq III|III]], [[Golische Regierung Crèsq IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]] (1978-1982), [[Gŏols Natiò]] (1984-1986)&lt;br /&gt;
| 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernand Brês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Brês|Brês]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[CDM]], [[PLG]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Franç Elaq]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Elaq|Elaq]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[PCG]]/[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Chrèstien Guichart]], geschäftsführend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #3399FF&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pètre Doreşal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Pùble Gŏols]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Doreşal I|Doreşal I]], [[Golische Regierung Doreşal II|II]], [[Golische Regierung Doreşal III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Pùble Gŏols]], [[PLG]] (1994-2006), [[PSG]] (2001-2006), [[CDM]] (2001-2006), [[Gŏols Natiò]] (2006-2008), [[Cèntre Gŏols]] (2006-2007)&lt;br /&gt;
| 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #E56600&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pâul Senterrsi]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Gŏols Natiò]]&lt;br /&gt;
| [[Golische Regierung Senterrsi]]&lt;br /&gt;
| [[Gŏols Natiò]], [[PSG]], [[EUG]]-[[Verds Gŏols]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.181.221</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Golen&amp;diff=13076</id>
		<title>Golen</title>
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		<updated>2013-02-17T13:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.181.221: /* Politisches System */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', micolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region in Micolinien. Sie liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Die Hauptstadt der Region ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprachen der Region sind [[Golisch]] und [[Micolinisch]]. Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der [[Escada]], die heutige sagradische Region [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der micolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Parlament und Regierung ===&lt;br /&gt;
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der die [[Micolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.&lt;/div&gt;</summary>
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