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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Zeda</title>
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		<updated>2018-12-17T15:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: /* Aktuelles Modellsortiment in Westeuropa (Stand: Frühjahr 2018) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:ZedaLogoFlat.jpg|100px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:100%&amp;quot;&amp;gt;'''Ernesto Aliureto Zeda Automóbiles SA'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Rechtsform'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Societá Anónima (Tochter von [[Zeda SA]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1899&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Sitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bosa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Branche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Automobilhersteller&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ernesto Aliureto Zeda Automóbiles SA''' ist ein sagradischer Automobilhersteller mit Stammsitz in [[Bosa]]. Zeda ist eine hunderprozentige Tochter sowie die Stammmarke der [[Zeda SA|Zeda-Gruppe]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
==== Gründung und Vorkriegsjahre ====&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde im Jahr 1899 vom sagradischen Mechaniker [[Ernesto Aliureto Zeda]] in [[Bosa]] gegründet. Zeda führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1930 selbst, danach übernahmen seine beiden Söhne [[António Zeda|António]] und [[Dián-Arcélio Zeda]] das Geschäft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiter Weltkrieg und Nachkriegsjahre ====&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg produzierte Zeda Panzer und andere Militärfahrzeuge, zunächst für Deutschland, später dann für Sagradien. In dieser Zeit übernahm der sagradische Staat die Regie bei dem Unternehmen, die er auch nach 1945 zunächst behielt. Zeda wurde nun in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Ernesto Aliureto Zeda SA umgewandelt. Die Republik Sagradien verfügte nun über knapp die Hälfte der Aktienanteile, Zeda wurde so zum nationalen Automobilhersteller. Auch wenn dieser Anteil bis 1970 sukzessive auf 25 und 1986 erneut auf unter 20 Prozent verringert wurde, blieb der Einfluss des Staates auf den Konzern nachwievor groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fünfziger und Sechziger Jahre ====&lt;br /&gt;
1955 kehrte António Zeda als Vorstandsvorsitzender zurück in die Firmenleitung. Unter seiner Regie entwickelte sich Zeda in den Fünfziger und Sechziger Jahren zu einem der größten Automobilhersteller Europas und wurde zum Inbegriff des sagradischen Wirtschaftsbooms der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ZedaL4.jpg|thumb|[[Zeda L4]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeda30a.jpg|thumb|[[Zeda 30]] (&amp;quot;la Trêinta&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeda60a.jpg|thumb|[[Zeda 60]] (&amp;quot;la Sesenta&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda L4]], dem neuen &amp;quot;Flaggschiff&amp;quot; des Hauses, versuchte Zeda nach dem Zweiten Weltkrieg, an die Erfolge und das Prestige der Vorkriegsjahre anzuknüpften. Aber erst die Modelle der Fünfziger und Sechziger Jahre brachten. Vor allem die [[Zeda 30|&amp;quot;Trêinta&amp;quot;]] sowie die in der unteren Mittelklasse angesiedelte 4-türige [[Zeda 60|&amp;quot;Sesenta&amp;quot;]] wurden zum großen Kassenerfolg innerhalb wie außerhalb Sagradiens. Außerdem konnte Zeda auch durch sein legendäres Sport-Coupé [[Zeda Grandêsa]] auf sich aufmerksam machen. Seit 1966 ergänzte der etwas größere, vielseitige Kleinwagen [[Zeda 45]] die Modellpalette. Der 45 war als 2-türiger Kleinwagen, als 4-türiger kleiner Familienwagen, als 5-türiger Kombi sowie als Cabriolet erhältlich. Die seit 1967 produzierte Fließheck-Limousine [[Zeda B20]] (&amp;quot;Bevênte&amp;quot;) fiel durch ihr avantgardistisches Design auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ZedaB20.jpg|thumb|[[Zeda B20]] (&amp;quot;la Bevênte&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Siebziger und Achtziger Jahre ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeda400.jpg|thumb|[[Zeda 400]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeda100.jpg|thumb|[[Zeda 100]], baugleich mit dem [[Cifa Sera]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda 400]], der 1972 die „Sesenta“ als Mittelklasselimousine ablöste, startete das erste Modell der neuen Nomenklatur. 1976 ersetzte der [[Zeda 300]] in der unteren Mittelklasse den bis 1975 produzierten Zeda 45. Als letztes Modell der alten Nomenklatur wurde die Produktion der Zeda „Trêinta“ (Zeda 30) erst im Jahr 1980 eingestellt. Bereits zuvor war mit dem [[Zeda 200]] ein etwas größerer Kleinwagen angelaufen, der die ''Segona Séria'' zwischen Zeda 30 (''Premera Séria'') und Zeda 300 (''Terxera Séria'') begründete. Der Zeda 30, der Volkswagen Sagradiens, war damit das erfolgreichste Modell der Firmengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Zeda bereits 1974 den tulinesischen Luxus- und Sportwagen-Hersteller [[Minerva Gasol]] gekauft hatte, übernahm die Zeda SA 1977 den sagradischen Automobilhersteller [[CIFA|Companía Industrial de Fabricación de Automobiles SA]] (CIFA) mit Sitz in [[Lesta]]. Unter dem Namen Cifa wurden noch bis 1987 Automobile produziert, der Name Minerva Gasol steht noch heute für extravagante Luxus-Sportwagen. Der erfolgreiche Kleinwagen [[Cifa Sera]] wurde seit 1980 auch unter dem Namen [[Zeda 100]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neunziger und 2000er Jahre ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeda230.jpg|thumb|[[Zeda 230]]]]&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung des mikolinischen Staatskonzerns [[Acel]] im Jahr 1983 entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Zeda und Acel, das nun seinerseits in Mikolinien Zeda-Modelle unter eigenem Namen verkaufte. Nach finanziellen Schwierigkeiten bei Acel infolge des kompletten Ausstiegs des mikolinischen Staates aus dem Unternehmen übernahm Zeda zwischen 1984 und 1987 sukzessive die Mehrheitsanteile an der &amp;quot;Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas SA&amp;quot; mit Sitz in [[Luenas]]. Seit 1992 besitzt Zeda 99% der mikolinischen Gesellschaft, die nun umstrukturiert und in [[Acel SA]] umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde die [[Zeda SA]] als Holding-Gesellschaft der beiden Tochterunternehmen Ernesto Aliureto Zeda SA und Acel SA gegründet. Seit 1992 ist Zeda zudem als Motorenlieferant des [[Selec-Team]]s wieder in der Formel 1 tätig und übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an dem Rennstall, der seit 2005 als [[Zeda F1 Racing]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Neunziger Jahre erhielt die Marke auch ein neues Markengesicht mit einem rechteckigen statt trapezförmigen Markensymbol und einem charakteristischen blauen Streifen unter dem Namenszug. Besonders der [[Zeda 320]] sowie der kurze Zeit später entwickelte [[Zeda 220]] wurden große Erfolge und festigten die Stellung Zedas im Unter- und Kompaktklasse-Segment. Gleichzeitig wurde das Angebot am unteren und oberen Ende ausgedünnt. Mit der Einführung des Zeda 220 wurde die Produktion des Zeda 100 eingestellt und die Premera Séria auf Eis gelegt. Mit der Einführung des [[Zeda 520]] im Jahr 1997 erhielt der eingestellte [[Zeda 600]] keinen Nachfolger und wurde durch eine luxoriösere Variante des 520 ersetzt, sodass auch die ''Sexta Séria'' nicht als eigenständige Baureihe fortgesetzt wurde. Dafür führte Zeda 1995 mit dem [[Zeda 720]] seinen ersten Van ein. Die Großraumlimousine für Familien war als gemeinsame Entwicklung mit Volkswagen und Ford nahezu baugleich mit dem VW Sharan, dem Seat Alhambra und dem Ford Galaxy. In den Neunzigern begann der Zeda-Konzern auch damit, gemeinsame Plattformen für Modelle der Marken Zeda und Acel zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem seit 2005 als Schwestermodell des [[Acel Vivant]] produzierten [[Zeda 140]] weitete Zeda seine Modellpalette wieder auf das untere Segment der Kleinstwagen aus und belebte damit die ''Premera Séria'' neu. Im Jahr 2000 kaufte Zeda von der ungarischen [[Magyarmotor]] die Markenrechte an der Marke [[Duna]] und verkaufte unter dessen Lizenz eigene Modelle in osteuropäischen Ländern. Der 2005 für den osteuropäischen und südamerikanischen Markt entwickelte [[Duna Matra]] (in Südamerika [[Zeda Bolero]]) wird seit 2007 als Billig-Auto auch erfolgreich auf dem westeuropäischen Markt verkauft. Vorbild war der Erfolg des von Renault vertriebenen Dacia Logan. Im Jahr 2009 soll der [[Duna Paso]] auf Basis des neuen [[Zeda 3]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neue Nomenklatur und jüngste Vergangenheit ====&lt;br /&gt;
[[Bild:ZedaCero.jpg|thumb|[[Zeda Cero]]]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 wurde der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Vicent Bazou]], zuvor bereits für das Design bei [[Acel]] und [[Minerva Gasol]] verantwortlich und seineszeichens Vater des [[Zeda Coupé]], Chefdesigner von Zeda und leitete eine umfassende Neuausrichtung der Designsprache ein mit dem Ziel, der Marke eine neue dynamische sportlich-elegante Note zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Zeda 3]] als Nachfolger des 340 im Jahr 2008 änderte Zeda nach rund 30 Jahren erneut seine Modell-Nomenklatur. Im Jahr 2009 wurde der Nachfolger des 530 als [[Zeda 6]] vorgestellt, der wie der 530 in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist. Außerdem führte Zeda ab 2009/2010 mit den &amp;quot;Gran Víu&amp;quot;-Modellen eine eigene Reihe für Mini- und Kompaktvans ein ([[Zeda 3 Gran Víu]], [[Zeda 2 Gran Víu]]), die jedoch nach einer Generation wieder weitgehend fallen gelassen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Erfolg war die 2011 erfolgte Einführung des Kleinstwagens [[Zeda Cero]], der im Lifestyle-Segment angesiedelt war und den legendären [[Zeda 30]] zitierte. Der Erfolg des Dreitürers führte 2014 zur Einführung des fünftürigen [[Zeda Gran Cero]], der zugleich den [[Zeda 2 Gran Viu]] im Minivan-Segment ersetzte. Auf die erhöhte Nachfrage nach SUVs reagierte Zeda u.a. mit der Einführung des [[Zeda 3GV]] auf Basis der zweiten Generation des [[Zeda 3]]. Zudem wurde mit dem [[Zeda Eo]] erstmals ein eigenes als Elektroauto konzipiertes Fahrzeug vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Modellsortiment in Westeuropa (Stand: Frühjahr 2018) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |EU-Klasse&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |Modell&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |Klasse&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |produz.&amp;lt;br&amp;gt;seit&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |Bild&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; |Versionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#DDDDDD&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Aktuell&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|A&lt;br /&gt;
| [[Zeda Eo]]&lt;br /&gt;
| Elektro-Kleinstwagen&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2015&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaEo.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|A&lt;br /&gt;
| [[Zeda Cero]]&lt;br /&gt;
| Lifestyle-Kleinstwagen&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2010&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaCero.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine &lt;br /&gt;
* Cabriolet&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|A/M&lt;br /&gt;
| [[Zeda Gran Cero]]&lt;br /&gt;
| Kleinwagen/Minivan&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2014&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaGranCero.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine&lt;br /&gt;
* Crossover (''Crucial'')&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|B&lt;br /&gt;
| [[Zeda 2]]&lt;br /&gt;
| Kleinwagen&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2012&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda2Facelift.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|B&lt;br /&gt;
| [[Zeda 2 L]] ''(nicht in Europa)''&lt;br /&gt;
| Kleinwagen&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda2L.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Limousine&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|C&lt;br /&gt;
| [[Zeda 3 II|Zeda 3]]&lt;br /&gt;
| Kompaktklasse&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2015&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda3II.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine &lt;br /&gt;
* Limousine &lt;br /&gt;
* Kombi (''Grantour'')&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|D&lt;br /&gt;
| [[Zeda 4 II|Zeda 4]]&lt;br /&gt;
| Mittelklasse&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2017&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda4II.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Limousine &lt;br /&gt;
* Kombi (''Grantour'')&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|D&lt;br /&gt;
| [[Zeda 5]]&lt;br /&gt;
| Mittelklasse&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2012&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda5.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombilimousine&lt;br /&gt;
* Crossover (''Crucial'')&lt;br /&gt;
* [[Renjian Zeda 5|Limousine ''(China)'']]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|E&lt;br /&gt;
| [[Zeda 6 II|Zeda 6]] ''(nur in China)''&lt;br /&gt;
| Obere Mittelklasse&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2012&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda6II.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Limousine&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|J&lt;br /&gt;
| [[Zeda 3 GV]]&lt;br /&gt;
| Kompakt-SUV&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda3GVII.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombi&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|J&lt;br /&gt;
| [[Zeda 5 GV]]&lt;br /&gt;
| SUV&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2017&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:Zeda5GV.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombi&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|J&lt;br /&gt;
| [[Zeda 7 GV]] ''(nur in China)''&lt;br /&gt;
| SUV&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kombi&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|M&lt;br /&gt;
| [[Zeda Spring]]&lt;br /&gt;
| Kastenwagen/&amp;lt;br&amp;gt;Hochdachkombi&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2010&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaSpringII.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kastenwagen &lt;br /&gt;
* Hochdachkombi&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|M&lt;br /&gt;
| [[Zeda Caster]]&lt;br /&gt;
| Van/Kleinbus&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaCaster.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Van &lt;br /&gt;
* Kleinbus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|M&lt;br /&gt;
| [[Zeda Aventour]] ''(nur in Südamerika)''&lt;br /&gt;
| Pick-Up&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Bild:ZedaAventour.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Pick-Up&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modellgeschichte ===&lt;br /&gt;
==== Premera Séria (Kleinstwagensegment) ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda 100]] (1980-1993), [[Cifa Sera]]&lt;br /&gt;
* [[Zeda 140]]/[[Zeda Citi]] (2005-2017, weiterhin außerhalb Europas)&lt;br /&gt;
* [[Zeda C3ro]] (seit 2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Eo]] (seit 2015)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Segona Séria (Kleinwagensegment) ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda 30]] (1952-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] (1975-1986)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 210]] (1986-1993)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 220]] (1993-2000)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 230]] (2000-2007)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 235]] &lt;br /&gt;
* [[Zeda 240]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Terxera Séria (Kompaktklasse) ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda L2]] (1948-1960)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 45]] (1966-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] (1976-1983)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 310]] (1983-1989)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 320]] (1989-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 330]] (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 340]] (2002-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 I]] (2008-2015)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 II]] (seit 2015)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Cuarta Séria (Mittelklasse) ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda 60]] (1954-1972)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] (1972-1981)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 410]] (1981-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 420]] (1990-1997)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 430]] (1997-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 440]] (2003-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4 I]] (2010–2017)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4 II]] (seit 2017)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quinta Séria (Obere Mittelklasse, Mittelklasse) ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda L4]] (1947-1960) &lt;br /&gt;
* [[Zeda 90]] (1961-1970)&lt;br /&gt;
* [[Zeda B20]] &amp;quot;Bevente&amp;quot; (1967-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] (1979-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 510]] (1987-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 520]] (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 530]] (2002-2009)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 5]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexta Séria (Oberklasse, obere Mittelklasse) ==== &lt;br /&gt;
* [[Zeda 600]] (1974-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 620]] (1996-2004), längere Variante des 520&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (2009-2017)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6 II]] (seit 2018), in China&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Coupés ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda Grandêsa]]&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] I (1971-1977)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] II (1977-1984)&lt;br /&gt;
* [[Zeda QP]] (1987-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 I|Zeda 3]] Coupé (2009-2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Cabriolet/Roadster ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1200 Argentina]] (bis 1963)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Nacoma]] (bis 1965)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] I (1965-1969)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] II (1969-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Roadster ZR1]] (1995-2001)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 340]] CC (2003-2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mini- und Kompakt-Vans ==== &lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Viu]] (2009-2016)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Gran Viu]] (2010-2015)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Van ==== &lt;br /&gt;
* [[Zeda 720]] (1995-2004)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 730]]/[[Zeda Grande]] (2004-2013)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] Grantour (seit 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geländewagen/SUV ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1000]] (2003-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 440]] Crucial (2005-2016), seit 2010 als [[Zeda Crucial]]&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 GV]] (seit 2016)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 5 GV]] (seit 2017)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 7 GV]] (seit 2017)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hochdachkombi/Kastenwagen ====&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] I (1998-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II City (2010-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II CarGo (2010-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Transporter ==== &lt;br /&gt;
* [[Zeda 800]] (1981-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] I (1996-2007)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] II (2007-2016)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] III (seit 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Merc%C3%A9_Serrat_Cabarell&amp;diff=45263</id>
		<title>Mercé Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2018-12-17T10:09:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:LenaEndre001a.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''María Mercé Serrat Cabarell''' (*1962 in [[Semest]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der sozialistischen [[ASUL]]. Sie war von März 2010 bis Februar 2018 Generalsekretärin der [[ASUL|Sozialistischen Allianz (Asul)]] und von Dezember 2013 bis Februar 2018 als erste Frau [[Ministerpräsident]]in ihres Landes. Davor war sie von 2002 bis 2003 sagradische [[Delegierte Ministerin|Ministerin]] für Internationale Entwicklung und danach bis 2006 [[Gesundheitsminister|Ministerin für Gesundheit und Konsum]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit April 2019 ist sie CEO der Nichtregierungsorganisation &amp;quot;Women for Women International&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Serrat Cabarell wurde 1962 als jüngste Tochter des Architekten Joaquín Serrat Flores und dessen Frau María Cabarell Santiz in Semest geboren. Ihre Eltern ließen sich früh scheiden, Serrat lebte anschließend bei ihrer Mutter, die aus beruflichen Gründen des öfteren umziehen musste. Erst kurz vor dem Abitur kehrte Mercé Serrat nach Semest zurück, wo sie anschließend an der [[Politikhochschule Semest-Noyar]] Verwaltungswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft. Bereits als Jugendiche kam Mercé Serrat durch ihre politisch engagierte Mutter in Kontakt mit linken politischen Gruppierungen und Jugendorganisationen und war als Studentin in den frühen Achtziger Jahren für den sozialistischen Hochschulbund [[COSES]] engagiert. Sie beteiligte sich zudem an der Friedensbewegung in Sagradien und trat schließlich der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium lehrte sie zunächst ein Jahr lang an der Verwaltungshochschule in Noyar und arbeitete danach als hauptamtliche Mitarbeiterin des sagradischen Gewerkschaftsbundes [[CSSL]]. Parallel dazu schrieb sie für verschiedene linke Zeitschriften wie den [[Avante!]] oder das [[Jornal Societá Moderna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der politischen Karriere und Geschenk-Affäre 1996 ==&lt;br /&gt;
Über ihre Arbeit bei der Gewerkschaft und im [[COSES]] schloss Cabarell früh Kontakte mit der politischen Elite Sagradiens. Auf diesem Weg lernte sie auch die Sekretärin der [[Sozialistische Frauen|Sozialistischen Frauen]] [[María Benítez Saforcada]] kennen, die zu einer wesentlichen Förderin Serrats wurde. Auf Empfehlung Benítez Saforcadas hin wurde sie 1987 zur stellvertretenden Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der Provinz [[Semestina-Capital]] gewählt, wo sie sich besonders für die Gleichstellung von Frauen in der öffentlichen Verwaltung einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstes politisches Mandat erhielt Mercé Serrat bei den [[Europawahlen 1989]], bei denen sie für die [[ASUL]] ins Straßburger Parlament gewählt wurde. Dort war sie u.a. im Sozialausschuss vertreten. Seit ihrer Brüsseler und Straßburger Zeit bezeichnet sich Mercé Serrat als überzeugte Anhängerin der Europäischen Integration. In ihre Zeit im EU-Parlament fallen u.a. die wegweisenden Entscheidungen zur Norderweiterung der Union sowie zur Verabschiedung des Maastrichter Vertrags.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Parlamentswahl 1994]] wurde Serrat Cabarell von ASUL-Generalsekretär [[António Grande Illega]] zur Parteisprecherin und damit zum medialen Gesicht der Wahlkampagne der Sozialisten ernannt. Bei den [[Europawahlen 1994]] verzichtete Serrat Cabarell daher auf eine Wiederwahl ins Europäische Parlament und zog stattdessen erstmals für die sagradischen Sozialisten in die [[Abgeordnetenkammer]] in [[Semest]] ein. Kurz darauf ernannte Parteichef [[António Grande Illega]] die 35-jährige Serrat Cabarell zur Parteikoordinatorin der [[ASUL]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem machte jedoch ein politischer Skandal ein Ende, der den rasanten Aufstieg Serrats im Herbst 1996 einstweilen stoppte. Es kam zu Vorwürfen gegen Serrat, nach denen sie als Europaabgeordnete Geschenke von Wirtschaftsvertretern angenommen haben soll. Serrat musste einräumen, sich in einem Fall privat mit einem Vertreter der Wirtschaft getroffen und auch Geschenke angenommen zu haben, sie erklärte, dies zu bereuen und die Geschenke zudem unverzüglich zurückgegeben zu haben. Dennoch msuste sie ihren Posten als Parteikoordinatorin räumen. Auch ihr Abgeordnetenmandat gab sie daraufhin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere auf nationaler Ebene ==&lt;br /&gt;
=== Comeback und Zeit als Ministerin (1999-2006) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:LenaEndre13.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach ihrem einstweiligen Rückzug aus der aktiven Politik arbeitete Serrat für die Akademie der Sozialistischen Allianz in [[Semest]] und kümmerte sich wieder verstärkt um die Arbeit in der sozialistischen Frauenorganisation, wo sie als Vorstandsmitglied half, eine Kampagne zugunsten der Gleichbezahlung von Männern und Frauen zu koordinieren. Ein politisches Comeback in der Sozialistischen Allianz feierte Mercé Serrat schließlich auch innerhalb des Frauenverbandes, wo sie 1999 als Nachfolgerin der zur Ministerin ernannten [[Sellesi Renata Barxet]] zur Nationalen Sekretärin gewählt wurde und dadurch qua Amt ins nationale Exekutivkomitee der Sozialistischen Allianz aufstieg. Der Parteitag der Sozialisten im Jahr 2000 wählte Serrat zudem erstmals ins Sekretariat der Partei, wo sie für Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Bürgermeister von Semest|Semestiner Bürgermeister]] [[António Grande Illega|Grande Illega]] seine Kandidatur für das Präsidentenamt bekannt gegeben hatte, erklärte Serrat Cabarell öffentlich, sich um das Bürgermeisteramt bewerben zu wollen. Kurz vor der Abstimmung verzichtete sie jedoch überraschend zugunsten des favorisierten [[Miquel Javier León]]. Im Gegenzug schlug dieser sie für den Posten der Parteisekretärin der [[ASUL]] in der Hauptstadt vor, zu der sie anschließend gewählt wurde. Bei der [[Kommunalwahl 2000]] zog Serrat Cabarell schließlich in den Stadtrat von [[Semest]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 2002]] holte Ministerpräsident [[Julio de la Costa]] die ausgewiesene Frauenpolitikerin in sein [[Kabinett De la Costa II|Kabinett]], wo sie zur [[Delegierte Ministerin|Ministerin ohne Geschäftsbereich]] und Beauftragten für Internationale Zusammenarbeit ernannt wurde. Im Dezember 2003 folgte sie [[Joana Dolores del Pinto]] als sagradische [[Gesundheitsminister|Ministerin für Gesundheit und Konsum]] nach. In dieser Funktion setzte sie im Jahr 2004 eine umfangreiche Gesundheitsreform durch. 2003 wurde Serrat zur Parteisekretärin für Sozial- und Gesundheitspolitik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 2006]] schied Serrat Cabarell aus ihrem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunalwahl 2008 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 feierte Mercé Serrat ihr politisches Comeback. Gleichzeitig bewarb sie sich bei den [[Kommunalwahlen 2008]] um das Bürgermeisteramt der Stadt [[Arocí]] bei Semest sowie um das Amt der Präsidentin der [[Comunitá Urbana Semestina]] (COMUS). In beide Ämter wurde sie mit deutlichem Vorsprung vor ihren [[PPC|konservativen]] Gegenkandidaten gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretärin der ASUL ==&lt;br /&gt;
[[Bild:LenaEndre8.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
=== Wahl zur Generalsekretärin 2010 ===&lt;br /&gt;
Serrat, durch ihre Siege bei den Kommunalwahlen deutlich gestärkt, kandidierte bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|vorgezogenen Kammerwahlen 2009]] erneut für ein Abgeordnetenmandat und wurde auf der Wahlkreisliste der Sozialisten in Semest als Parlamentsabgeordnete bestätigt. Die Sozialisten verloren die Kammerwahl jedoch deutlich gegen die regierenden Konservativen, woraufhin Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] seinen Stuhl als Generalsekretär und Oppositionsführer räumen musste. Der Parteivorstand der Sozialisten legte daraufhin fest, dass der künftige Generalsekretär in einer Mitgliederbefragung ermittelt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf kündigte sie ihre Kandidatur um den Posten des ASUL-Generalsekretärs an. Neben ihr kandidierten ihr langjähriger Widersacher [[Miquel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]] sowie als Außenseiter der Wissenschaftler [[Joán Grâs Brianforte]] und der junge Linke [[Carles Santanier]]. Serrat wurde u.a. von der [[Sinistra Cristiana]] und einem Teil der [[Julio de la Costa|Julista]]s unterstützt, während León auf die Unterstützung der Parteirechten inklusive der [[Santiago Diaz de Velozo|Velozistas]] zählen konnte, die Serrat verhindern wollten. Zapato Ramírez konnte sich auf die gewerkschaftsnahe Linke verlassen. Brianforte trat als Außenseiter an und setzte sich v.a. für einen zentristischen Kurs ein, während der ebenfalls als Alternativkandidat eingeschätzte Santanier die Unterstützung der Alterglobalisierungsplattform in der Partei genoss und sich mit radikalen linken pazifistischen Positionen wie dem sofortigen Abzug aus Afghanistan oder die Einführung einer direkten Entwicklungshilfe-Steuer auf Güter aus Drittwelt-Staaten hervortat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Serrat und León im ersten Wahlgang noch mit 30 Prozent der Stimmen gleichauf gelegen hatten, gewann Mercé Serrat den zweiten Wahlgang mit 60 Prozent und wurde damit auf dem Parteitag der Sozialisten im März 2010 zur neuen Generalsekretärin der Sozialistischen Allianz gewählt. Sie ist die erste Frau im Amt des Parteichefs. Auf dem folgenden Nationalkonvent der Asul wurde sie in ihr neues Amt eingeführt und nominierte den bis dahin eher unbekannten Abgeordneten [[Joaquín Loubregat]] zum neuen Nationalen Koordinator sowie den ehemaligen [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[David Chabrol]] zum Parteisprecher. Chabrols Nominierung wurde als Zeichen für eine Öffnung gegenüber der Linken gewertet, da Chabrol zusammen mit dem Kommunisten [[Nícola Mersenburg-López]] und der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|grünen]] Europaabgeordneten [[Mara Nil]] zum Sprecherkreis des rot-rot-grünen Netzwerks [[Iniciativa Progreso Solidário]] (IPS) gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlerfolge in der Opposition (2010-2013) ===&lt;br /&gt;
Serrat Caval kündigte an, den eingeleiteten Diskussions- und Orientierungsprozess fortzusetzen und die Partizipation der Basis in die Parteientscheidungen insitutionell stärker verankern zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Juli abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] führte die Linke eine Trendwende herbei und erreichte jeweils klar die Abwahl der amtierenden Rechtsregierungen. Auch bei den [[Regionalwahlen 2011]] in [[Escada]], [[Bretânia]] und [[Cuentez]] siegte die Linke und konnte jeweils ihre Stellung als Regierungspartei verteidigen. Auch bei den [[Senatswahlen 2012|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 2012]] wurden die Sozialisten stärkste Partei, genauso wie bei den [[Regionalwahlen 2013]], die als Generalprobe für die anstehende [[Parlamentswahl 2013|Parlamentswahl im November]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ministerpräsidentschaft ==&lt;br /&gt;
[[Bild:LenaEndre9a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2013 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erfolgen der Linken bei den vorausgegangenen Wahlen wurde Mercé Serrat Cabarell auf dem Parteikongress der [[ASUL]] in [[Vesaey]] im Dezember 2012 ohne Gegenkandidaten zur Spitzenkandidatin der Partei für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|Parlamentswahlen im Herbst 2013]] gewählt. Ihre in der Vergangenheit als potenzielle Konkurrenten gehandelten Parteifreunde [[Lorenzo Dimas Ferrera]] und [[Miquel Javier León]] sprachen sich im Vorfeld wiederholt für Serrat Cabarell als Spitzenkandidatin aus und wurden schließlich als potenzielle Ministerkandidaten in einem möglichen Kabinett Serrat Cabarell in den Wahlkampf eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wahlkampf wurde unter das Motto &amp;quot;Perspectivas per Sagradia&amp;quot; gestellt und ganz auf die populäre Kandidat Mercé Serrat Cabarell gestellt, deren Vorname mit den Schlagworten &amp;quot;Perspectivas&amp;quot; (Perspektiven), &amp;quot;Cânviu&amp;quot; (Wechsel), &amp;quot;Solidaritá&amp;quot; (Solidarität) und &amp;quot;Emplêu&amp;quot; (Beschäftigung) verknüpft wurden. Als Sprecher der Wahlkampagne fungierte Parteisprecher [[David Chabrol]], als Cheforganisator Parteikoordinator [[Joaquín Loubregat]]. Eine wichtige Rolle als Berater der Kandidatin nahm zudem [[Joán Mendieta Isalde]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den Wahlen trat Serrat Cabarell für eine linke Mehrheit und die Bildung einer Koalitionsregierung mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] ein. Zur gemeinsamen Strategie des rot-grünen Oppositionsbündnisses gehörten u.a. gemeinsame Auftritte der beiden Spitzenkandidatinnen Serrat Cabarell und [[María Nabarro Laval]] in allen Phasen des Wahlkampfs sowie die Veröffentlichung eines gemeinsamen Eckprogramms für einen Regierungswechsel, das u.a. die Einführung von Euro-Bonds, einen Schuldenschnitt für Griechenland, die Einführung einer gesetzlich garantierten und fixierten Frauenquote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft sowie eine solidarische Rentenreform vorsah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur linken [[SDU]], die mit Ex-Asul-Führungsmitglied [[Paulo Satyres]] als Spitzenkandidaten im Wahlkampf mit einem europakritischen und als linkspopulistisch kritisierten Kurs auffiel, hielt Serrat Cabarell Distanz, schloss aber eine Zusammenarbeit nach der Wahl im Rahmen einer linken Mehrheit ebenso wenig aus wie mit den linksliberalen [[Radicales|Radikalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl am 3. November 2013 wurde die [[ASUL]] unter Führung Serrat Cabarells mit 30,5 Prozent der Stimmen stärkste Kraft im Parlament. Gleichzeitig verlor die bisher regierende Mitte-Rechts-Allianz ihre Mehrheit an die parlamentarische Linke, sodass Premierminister [[Miquel Ánibal Luisanto|Luisanto]] seine Niederlage eingestand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kabinett Serrat Cabarell ===&lt;br /&gt;
Am Dienstag nach der Wahl erteilte Präsident [[Roberto Vidéas Braga]] der Wahlsiegerin Serrat Cabarell den Auftrag zur Regierungsbildung. Nach nur einem Gespräch einigten sich Sozialisten und Grüne auf eine gemeinsame Regierungsbildung und Verhandlungen mit der linksliberalen [[Radicales|Radikalen Partei]], die ebenfalls erfolgreich endeten. Nach Gesprächen mit Vertretern der [[SDU|Linksdemokraten]] sicherten diese der Regierung zudem zu, eine Mitte-Links-Regierung im Parlament zu tolerieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offiziellen Koalitionsverhandlungen zwischen [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]] wurde Mercé Serrat Cabarell am 20. Dezember 2013 zum ersten weiblichen Ministerpräsidenten des Landes ernannt. Ihre Drei-Parteien-Koalition verfügt über 201 Mandate in der Abgeordnetenkammer, fünf weniger als für die absolute Mehrheit notwendig. Sie kann sich außerdem bei einigen zentralen Regierungsvorhaben wie der Einführung einer gesetzlichen Frauenquote, einer Mietpreis-Bremse und einer solidarischen Rentenreform auf die linke [[SDU]] stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Kabinett Serrat Cabarell]] gehören erstmals ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Erste Stellvertreterin Serrat Cabarells und Außenministerin wurde [[María Nabarro Laval]] von den Grünen. Außerdem prägten die Medien schnell das Wort vom ''bunten Kabinett'', da gleich mehrere Posten in der Regierung mit Angehörigen gesellschaftlicher Minderheiten besetzt wurden, darunter das Innenministerium bzw. das Transportministerium mit den bekennend homosexuellen Ministern [[Miquel Javier León]] und [[Francisca Columes-Joell]] und das neu geschaffene [[Wohnungsministerium]] mit der arabisch-stämmigen Grünen [[Naima Benaissa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer vierjährigen Regierungszeit setzte Serrat Cabarell mit ihrer Koalition zahlreiche Reformversprechen um (siehe [[Kabinett Serrat Cabarell]]. Als eine der ersten Maßnahmen wurde noch mit Beginn des Jahres 2014 die Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums durchgesetzt. Ebenfalls zu Beginn des Jahres 2014 traten Entschärfungen bei Kontrollen innerhalb der Arbeitslosenunterstützung in Kraft, die darauf abzielen, Bevormundung und Kontrolle erwerbssuchender Menschen durch staatliche Bürokratien zu minimieren. Als eines der größten Regierungsvorhaben verabschiedete die Koalition im Oktober 2014 eine umfassende Rentenreform, die eine garantierte Basisrente als Mindestabsicherung im Alter einführte und staatliche Altersteilzeitbeiprogramme vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt der Regierung lag in der Gleichstellungspolitik, die das Ziel verfolgte, eine &amp;quot;solidarische Selbstwirklichung beider Geschlechter&amp;quot; zu ermöglichen. Dazu wurde im Mai 2014 eine Frauenquote von einem Drittel der Aufsichtsrats- und Vorstandsposten in Aktiengesellschaften eingeführt. Darüber hinaus wurde die volle Auszahlung staatlicher Elternzeit-Unterstützung daran geknüpft, dass sich beide Partner die Elternzeit aufteilen. Im April 2015 wiederum implementierte die Regierung eine &amp;quot;geschlechterneutrale Steuerreform&amp;quot;. Dabei wurde unter anderem die Mehrwertsteuer auf bestimmte Hygienprodukte wie Tampons, Binden und Slipeinlagen ersatzlos gestrichen. Auch bei der Einkommenssteuer wurden Reformen durchgeführt und Erziehungszeiten steuerlich besser gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weniger erfolgreichen Politikfeldern werden die Energiepolitik gezählt, wo der ehrgeizig anvisierte Komplett-Umstieg auf erneuerbare Energien nur schleppend vorankam, sowie die Europapolitik, wo es Serrat Cabarell und ihrer Außenministerin [[María Nabarro Laval]] nicht gelang, den &amp;quot;Austeritäts&amp;quot;-Kurs in der Eurozone nachhaltig zu verändern. Als Krisenfeld stellte sich auch die Migrations- und Flüchtlingspolitik heraus, in der Serrat Cabarell mit ihrer Politik eines &amp;quot;Primats der Menschenrechte&amp;quot; viel Kritik einstecken musste und schließlich unter Druck des rechten Parteiflügels nach und nach zurückstecken musste. Zwar nahm Sagradien während der &amp;quot;Flüchtlingskrise&amp;quot; 2015/16 in absoluten Zahlen nach Deutschland die meisten Menschen auf, seit Dezember 2015 wurden aber Grenzkontrollen zu Frankreich eingeführt und eine rigidere Aufnahmepolitik eingeführt. Dennoch galt Serrat Cabarell bei ihren politischen Gegnern auf der Rechten als &amp;quot;Premier der offenen Grenzen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2017 und Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PlakatAsul2017.jpg|thumb|300px|Plakat mit Mercé Serrat zur [[Parlamentswahl 2017]]]]&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2017|Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer]] im November 2017 erlitt die [[Asul]] unter der Führung Serrat Cabarells einen herben Rückschlag und verlor mehr als fünf Prozentpunkte. Die Wahlen endeten in einem Patt, in dem weder die regierende Mitte-Links-Allianz noch die oppositionellen bürgerlichen Parteien eine klare Mehrheit erzielen konnten. Serrat Cabarells Versuche, parlamentarische Unterstützung für eine Fortsetzung ihrer Minderheitsregierung zu finden, scheiterten daraufhin. Nach der Ernennung ihres Widersachers [[Manuel Ramœs Iliega]] zum Ministerpräsidenten im Februar 2018 trat Serrat Cabarell mit sofortiger Wirkung auch als Generalsekretärin ihrer Partei zurück und gab ihr Mandat in der sagradischen Abgeordnetenkammer auf. Zur Nachfolgerin wurde [[Eva Monet-Sabadera]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 2002-2003: [[Delegierte Ministerin]] für Internationale Entwicklung im [[Kabinett De la Costa II]]&lt;br /&gt;
* 2003-2006: [[Gesundheitsminister|Ministerin für Gesundheit und Konsum]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: Bürgermeisterin der Stadt [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: Präsidentin der [[Comunitá Urbana Semestina]]&lt;br /&gt;
* 2013-2018: [[Ministerpräsident|Präsidentin des Ministerrats]] ([[Kabinett Serrat Cabarell]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1989-1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1994-1996: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 2002-2018: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2008: Miglied im Generalrat der [[Comunitá Urbana Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1994-1995: Parteisprecherin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1995-1996: Parteikoordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Kommunale Parteisekretärin der [[ASUL]] in [[Semest]] &lt;br /&gt;
* 1999-2003: Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]&lt;br /&gt;
* 2010-2012: Vizepräsidentin der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 2010-2018: Generalsekretärin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gesundheitsminister Sagradiens|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Sants-Igualde&amp;diff=45262</id>
		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<updated>2018-12-17T09:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1895 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1895 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband und wurde 1925 Chefredakteur der Zeitschrift ''La Nova Epoca''.  Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1927 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat. In der Regierung von [[Santiago Francês-Domingues]] wurde Sants-Igualde 1931 zum Innenminister berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation. Dennoch konnte er den Zerfall der Volksunion am Ende des Kriegs nicht aufhalten und trat schließlich selbst der neugegründeten christdemokratischen [[PPC]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1895 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1895 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat. In der Regierung von [[Santiago Francês-Domingues]] wurde Sants-Igualde 1931 zum Innenminiter berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation. Dennoch konnte er den Zerfall der Volksunion am Ende des Kriegs nicht aufhalten und trat schließlich selbst der neugegründeten christdemokratischen [[PPC]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
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		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: /* Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1894 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1894 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat. In der Regierung von [[Santiago Francês-Domingues]] wurde Sants-Igualde 1931 zum Innenminiter berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation. Dennoch konnte er den Zerfall der Volksunion am Ende des Kriegs nicht aufhalten und trat schließlich selbst der neugegründeten christdemokratischen [[PPC]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Sants-Igualde&amp;diff=45259</id>
		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1894 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1894 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation. Dennoch konnte er den Zerfall der Volksunion am Ende des Kriegs nicht aufhalten und trat schließlich selbst der neugegründeten christdemokratischen [[PPC]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: /* Absetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1898 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1898 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation. Dennoch konnte er den Zerfall der Volksunion am Ende des Kriegs nicht aufhalten und trat schließlich selbst der neugegründeten christdemokratischen [[PPC]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Sants-Igualde&amp;diff=45257</id>
		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: /* Absetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1898 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1898 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Sants verweigerte seinem früheren Stellvertreter aber die Zustimmung und erklärte sich loyal gegenüber der kriegführenden Nation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.84.196</name></author>
		
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		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.84.196: /* Absetzung und Exil */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Brüning.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José Manuel Sants-Igualde''' (*1898 in [[Carrel d'Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1932 bis 1934 sowie erneut von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Sants-Igualde wurde 1898 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Sants für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde er 1929 deren ''Chefe Nacional''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Sants die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Sants dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1932]], bei der die Volksunion stärkste Kraft geworden war, wurde Sants zum [[Ministerpräsident]]en einer Mitte-Rechts-Regierung ernannt.  In einer Regierungserklärung nannte Sants die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. Dennoch gelang es ihm mit seiner Politik nicht, die politische und ökonomische Krise zu überwinden. Zudem ließ er sich in Machtkämpfe mit dem machtbewussten Staatspräsidenten verwickeln, der auf ein persönliches Regiment pochte. Nachdem es im Herbst 1934 zum vergeblichen Putsch gegen die Regierung gekommen war, wurde Sants entlassen und durch seinen Parteikollegen [[Joán Cesar Negrín]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Sants als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Sants auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Sants von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Sants nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Sants das Bündnis seiner [[Volksunion]] mit dem rechtsliberalen [[Reagrupamiento Independiente]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Sants wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Sants-Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Sants, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Sants wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Sants Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Sants-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Sants dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Sants bestimmt. Sants dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Sants gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Sants wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Sants nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Sants zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Sants in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Sants eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Sants in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
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