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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Carles Simón López-Iregui</title>
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		<updated>2020-02-29T21:37:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:TomasMasaryk.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''Carles Simón López-Iregui''' (* 1848; † 1924) war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann der [[Zweiten Republik]]. Er war von 1917 bis 1919 Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und von Januar 1919 bis Dezember 1920 [[Präsident der Sagradischen Republik]]. Nach einer Verleumdungskampagne der rechten Presse trat er von seinem Amt als Staatspräsident zurück und ist bis heute der einzige Präsident, der alleine aufgrund politischen Drucks seiner Gegner zurücktrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politischer Werdegang ====&lt;br /&gt;
Der [[PRR|Radikal-Republikaner]] López-Iregui wurde 1899 das erste Mal in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und gehörte ihr bis zu seiner Wahl ins Präsidentenamt insgesamt 20 Jahre lang an. Im Laufe der Jahre übernahm er mehrere Ministerämter, unter anderem war er [[Justizminister]] im [[Kabinett Sánchez I]] (1902-1903), [[Handelsminister]] im [[Kabinett Alemà]] (1911-1912) sowie [[Außenminister]] im [[Kabinett Sánchez II]] (1912-1913). Nach der [[Parlamentswahl 1917]] wurde López-Iregui als Vertreter des [[Linksblock]]s schließlich zum Präsidenten der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1919 (Januar)|Präsidentschaftswahl im Januar 1919]] wurde López-Iregui als Kompromisskandidat der liberalen Kräfte zum vierten [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. In diesem Amt folgte er dem Liberalen [[Francisco Berlioz]] nach, der auf eine Wiederwahl verzichtet hatte. López-Iregui war bei der Wahl zunächst nicht als Kandidat vorgesehen, wurde aber nominiert, nachdem sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] in mehreren Wahlgängen gescheitert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
López-Ireguis Präsidentschaft stand von Beginn an unter keinem guten Zeichen. Er litt unter gesundheitlichen Problemen und wirkte bei öffentlichen Anlässen häufig überfordert und verwirrt. Als Freimaurer, bekennender Atheist und langjähriger Vertreter einer säkularen Politik musste sich López-Iregui scharfen Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren, die ihn auch persönlich diffamierten. Bald kursierten in katholischen und rechten Blättern Gerüchte, der Präsident ermögliche seinem Sohn und anderen Personen homosexuelle und sodomistische Handlungen im Präsidentenpalast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem López-Iregui im November 1920 eine zivilrechtliche Verleumdungsklage gegen mehrere Presseorgane verloren hatte, zog er die Konsequenzen und trat von seinem Amt zurück, um das Ansehen des Amtes zu bewahren, wie er offiziell begründete. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte. Spekulationen, Sánchez selbst habe die Verleumdungskampagne initiiert, um nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne doch noch zum Zug zu kommen, konnten weder bestätigt noch widerlegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker des PRR|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Abgeordnetenkammer|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|López-Iregui]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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		<title>Carles Simón López-Iregui</title>
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		<updated>2020-02-29T21:32:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ThéodoreSteeg.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''Carles Simón López-Iregui''' (* 1848; † 1924) war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann der [[Zweiten Republik]]. Er war von 1917 bis 1919 Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und von Januar 1919 bis Dezember 1920 [[Präsident der Sagradischen Republik]]. Nach einer Verleumdungskampagne der rechten Presse trat er von seinem Amt als Staatspräsident zurück und ist bis heute der einzige Präsident, der alleine aufgrund politischen Drucks seiner Gegner zurücktrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politischer Werdegang ====&lt;br /&gt;
Der [[PRR|Radikal-Republikaner]] López-Iregui wurde 1899 das erste Mal in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und gehörte ihr bis zu seiner Wahl ins Präsidentenamt insgesamt 20 Jahre lang an. Im Laufe der Jahre übernahm er mehrere Ministerämter, unter anderem war er [[Justizminister]] im [[Kabinett Sánchez I]] (1902-1903), [[Handelsminister]] im [[Kabinett Alemà]] (1911-1912) sowie [[Außenminister]] im [[Kabinett Sánchez II]] (1912-1913). Nach der [[Parlamentswahl 1917]] wurde López-Iregui als Vertreter des [[Linksblock]]s schließlich zum Präsidenten der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1919 (Januar)|Präsidentschaftswahl im Januar 1919]] wurde López-Iregui als Kompromisskandidat der liberalen Kräfte zum vierten [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. In diesem Amt folgte er dem Liberalen [[Francisco Berlioz]] nach, der auf eine Wiederwahl verzichtet hatte. López-Iregui war bei der Wahl zunächst nicht als Kandidat vorgesehen, wurde aber nominiert, nachdem sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] in mehreren Wahlgängen gescheitert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
López-Ireguis Präsidentschaft stand von Beginn an unter keinem guten Zeichen. Er litt unter gesundheitlichen Problemen und wirkte bei öffentlichen Anlässen häufig überfordert und verwirrt. Als Freimaurer, bekennender Atheist und langjähriger Vertreter einer säkularen Politik musste sich López-Iregui scharfen Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren, die ihn auch persönlich diffamierten. Bald kursierten in katholischen und rechten Blättern Gerüchte, der Präsident ermögliche seinem Sohn und anderen Personen homosexuelle und sodomistische Handlungen im Präsidentenpalast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem López-Iregui im November 1920 eine zivilrechtliche Verleumdungsklage gegen mehrere Presseorgane verloren hatte, zog er die Konsequenzen und trat von seinem Amt zurück, um das Ansehen des Amtes zu bewahren, wie er offiziell begründete. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte. Spekulationen, Sánchez selbst habe die Verleumdungskampagne initiiert, um nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne doch noch zum Zug zu kommen, konnten weder bestätigt noch widerlegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker des PRR|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Abgeordnetenkammer|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|López-Iregui]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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		<updated>2020-02-29T21:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ThéodoreSteeg.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''Carles Simón López-Iregui''' (* 1848; † 1924) war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann der [[Zweiten Republik]]. Er war von 1917 bis 1919 Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und von Januar 1919 bis Dezember 1920 [[Präsident der Sagradischen Republik]]. Nach einer Verleumdungskampagne der rechten Presse trat er von seinem Amt als Staatspräsident zurück und ist bis heute der einzige Präsident, der aufgrund politischen Drucks seiner Gegner zurücktrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politischer Werdegang ====&lt;br /&gt;
Der [[PRR|Radikal-Republikaner]] López-Iregui wurde 1899 das erste Mal in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und gehörte ihr bis zu seiner Wahl ins Präsidentenamt insgesamt 20 Jahre lang an. Im Laufe der Jahre übernahm er mehrere Ministerämter, unter anderem war er [[Justizminister]] im [[Kabinett Sánchez I]] (1902-1903), [[Handelsminister]] im [[Kabinett Alemà]] (1911-1912) sowie [[Außenminister]] im [[Kabinett Sánchez II]] (1912-1913). Nach der [[Parlamentswahl 1917]] wurde López-Iregui als Vertreter des [[Linksblock]]s schließlich zum Präsidenten der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1919 (Januar)|Präsidentschaftswahl im Januar 1919]] wurde López-Iregui als Kompromisskandidat der liberalen Kräfte zum vierten [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. In diesem Amt folgte er dem Liberalen [[Francisco Berlioz]] nach, der auf eine Wiederwahl verzichtet hatte. López-Iregui war bei der Wahl zunächst nicht als Kandidat vorgesehen, wurde aber nominiert, nachdem sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] in mehreren Wahlgängen gescheitert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
López-Ireguis Präsidentschaft stand von Beginn an unter keinem guten Zeichen. Er litt unter gesundheitlichen Problemen und wirkte bei öffentlichen Anlässen häufig überfordert und verwirrt. Als Freimaurer, bekennender Atheist und langjähriger Vertreter einer säkularen Politik musste sich López-Iregui scharfen Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren, die ihn auch persönlich diffamierten. Bald kursierten in katholischen und rechten Blättern Gerüchte, der Präsident ermögliche seinem Sohn und anderen Personen homosexuelle und sodomistische Handlungen im Präsidentenpalast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem López-Iregui im November 1920 eine zivilrechtliche Verleumdungsklage gegen mehrere Presseorgane verloren hatte, zog er die Konsequenzen und trat von seinem Amt zurück, um das Ansehen des Amtes zu bewahren, wie er offiziell begründete. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte. Spekulationen, Sánchez selbst habe die Verleumdungskampagne initiiert, um nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne doch noch zum Zug zu kommen, konnten weder bestätigt noch widerlegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker des PRR|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Abgeordnetenkammer|López-Iregui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|López-Iregui]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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		<title>Präsident der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2020-02-29T21:30:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Liste der sagradischen Staatspräsidenten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:110%&amp;quot;&amp;gt;'''Präsident der Sagradischen Republik'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;''Presidente de la República Sagradêsa''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Presidença.jpg|180px]] &amp;lt;br&amp;gt;Emblem des Präsidenten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Daniela Rosenthal-Valdés]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit März 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgänger''': [[Roberto Vidéas Braga]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Staatsoberhaupt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''gewählt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Sagradisches Wahlvolk &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Plazarenya]]-Palast, [[Semest]]&amp;lt;br&amp;gt; [[Bild:Plazarenya.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''fünf Jahre'' &amp;lt;small&amp;gt;(Wiederwahl einmal zulässig)&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident der Sagradischen Republik''' (sagr. ''Presidente de la República Sagradêsa'') ist gemäß Art. 24-27 der [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik von 1949]] das auf fünf Jahre gewählte Staatsoberhaupt der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er vertritt die Republik nach außen und ist formal oberster Inhaber der Exekutivgewalt. Er ernennt und entlässt den [[Ministerrat]] und den [[Ministerpräsident]]en, beruft die beiden Kammern der [[Nationalversammlung]] ein und hat das Recht, die Kammern einzeln oder gemeinsam (jedoch nur einmal aus demselben Grund) aufzulösen. Er ernennt zudem die Beamten und obersten Richter und führt den Oberbefehl über die [[Sagradische Streitkräfte|Streitkräfte]] der Republik. Der Präsident kann zudem Gesetze, deren Verfassungsmäßigkeit er bezweifelt, zur Prüfung an den [[Verfassungsgerichtshof]] überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sitz ===&lt;br /&gt;
Der Präsident der Sagradischen Republik hat seinen Sitz seit 1913 im so genannten ''Präsidententrakt'' des königlichen Palastes am [[Plazarenya]]. Nach der [[Januarrevolution 1891]] entschied der erste republikanische Präsident [[Luis Cavaller]] als Amtssitz zunächst den [[Palâciu de las Flores]] und 1895 schließlich den [[Palâciu Valier]], der heute den sagradischen [[Ministerpräsident]]en beherbergt. Der alte Königspalast stand fortan leer und wurde von den Republikanern gemieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cavallers konservativer Amtsnachfolger [[Joán Cardinal]] entschied sich schließlich, den Palast zu renovieren und verlegte ab 1909 einige Amtsgeschäfte, seit 1913 den offiziellen Sitz des Präsidenten in den ''Palâciu Petíu'' des alten Königspalast, der nun als ''Präsidentenpalast'' bezeichnet wurde. Seither wird der Königspalast am [[Plazarenya]] offiziell wieder als Amtssitz des sagradischen Staatsoberhaupts genutzt. Nach der Wahl des ersten sozialistischen Amtsinhabers [[Santiago Laval]] im Jahr 1936 wurde erstmals seit 1891 wieder eine rote Flagge gehisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl und Amtszeit ===&lt;br /&gt;
Seit Bestehen des Präsidentenamtes im Jahr 1893 wurden Amtszeit und Wahlmodus für das höchste Staatsamt mehrmals geändert. Der erste Präsident der Republik [[Luis Cavaller]] wurde 1893 direkt durch das Einkammerparlament der [[Nationalversammlung]] gewählt. Die Amtszeit betrug zunächst drei Jahre und war an die des Parlaments angepasst. Mit den [[Januarrevisionen 1895]] wurde die Amtszeit des Präsidenten auf sieben Jahre verlängert. Zudem wurde der Präsident fortan durch die beiden Kammern der Nationalversammlung, die [[Abgeordnetenkammer]] und die [[Senat]]skammer, in gemeinsamer Sitzung gewählt. Dabei musste der Bewerber in den ersten zwei Wahlgängen die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, ehe im dritten Wahlgang schließlich eine relative Mehrheit ausreichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1950 wird der Präsident für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt durch das Volk gewählt. Erhält keiner der Bewerber im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen, so findet zwei Wochen im Anschluss eine Stichwahl zwischen den zwei im ersten Wahlgang bestplatzierten Kandidaten statt. Wer die Mehrheit im zweiten Wahlgang erhält, ist gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Staatspräsidenten ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Nr.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10%&amp;quot;|Wahl(en)&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsident des Regierungsrats'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Militärregierung&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]''' &amp;lt;small&amp;gt;(Septennat)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1899|1899]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Amtszeit durch Nationalversammlung verlängert; im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2&lt;br /&gt;
| [[Joán Cardinal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1905|1905]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|3&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1912|1912]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|4&lt;br /&gt;
| [[Carles Simón López-Iregui]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|PRR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1920&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1919|1919]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zurückgetreten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|5&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|PRR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1920&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1920|1920]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|6&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Popular|UP]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1927|1927]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|7&lt;br /&gt;
| [[Domênco Scalfín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Popular|UP]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1934|1934]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zurückgetreten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|8&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1938|1938 (Feb)]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt erschossen&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|9&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1938|1938 (Jun)]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsidenten der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]''' &amp;lt;small&amp;gt;(Quinquennat)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|10&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1945|1945]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|11&lt;br /&gt;
| [[Fernando De la Roya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1950|1950]], [[Präsidentschaftswahlen 1955|1955]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1965&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1960|1960]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=6 | &amp;lt;small&amp;gt;[[Fernando Demartín]] ([[PPC]]), Januar bis April 1965 als [[Senat]]spräsident amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|13&lt;br /&gt;
| [[David Pizarro Cordês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1965&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1965|1965]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|14&lt;br /&gt;
| [[Nino Manuel Cabal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1970|1970]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|15&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1985&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1975|1975]], [[Präsidentschaftswahlen 1980|1980]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|16&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1985&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1989&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1985|1985]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;vorzeitiger Rücktritt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=6 | &amp;lt;small&amp;gt;[[Santiago Lamenta]] ([[PPC]]), Dezember 1989 bis März 1990 als [[Senat]]spräsident amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|17&lt;br /&gt;
| [[Oscar Santián de Montoy]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1990|1990]], [[Präsidentschaftswahlen 1995|1995]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|18&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2010&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2000|2000]], [[Präsidentschaftswahlen 2005|2005]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|19&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2010&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2015&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2010|2010]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|20&lt;br /&gt;
| [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2015&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2015|2015]], [[Präsidentschaftswahlen 2020|2020]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Verfassungsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Pr%C3%A4sident_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53699</id>
		<title>Präsident der Sagradischen Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Pr%C3%A4sident_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53699"/>
		<updated>2020-02-29T21:28:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:110%&amp;quot;&amp;gt;'''Präsident der Sagradischen Republik'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;''Presidente de la República Sagradêsa''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Presidença.jpg|180px]] &amp;lt;br&amp;gt;Emblem des Präsidenten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Daniela Rosenthal-Valdés]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit März 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgänger''': [[Roberto Vidéas Braga]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Staatsoberhaupt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''gewählt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Sagradisches Wahlvolk &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Plazarenya]]-Palast, [[Semest]]&amp;lt;br&amp;gt; [[Bild:Plazarenya.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''fünf Jahre'' &amp;lt;small&amp;gt;(Wiederwahl einmal zulässig)&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident der Sagradischen Republik''' (sagr. ''Presidente de la República Sagradêsa'') ist gemäß Art. 24-27 der [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik von 1949]] das auf fünf Jahre gewählte Staatsoberhaupt der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er vertritt die Republik nach außen und ist formal oberster Inhaber der Exekutivgewalt. Er ernennt und entlässt den [[Ministerrat]] und den [[Ministerpräsident]]en, beruft die beiden Kammern der [[Nationalversammlung]] ein und hat das Recht, die Kammern einzeln oder gemeinsam (jedoch nur einmal aus demselben Grund) aufzulösen. Er ernennt zudem die Beamten und obersten Richter und führt den Oberbefehl über die [[Sagradische Streitkräfte|Streitkräfte]] der Republik. Der Präsident kann zudem Gesetze, deren Verfassungsmäßigkeit er bezweifelt, zur Prüfung an den [[Verfassungsgerichtshof]] überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sitz ===&lt;br /&gt;
Der Präsident der Sagradischen Republik hat seinen Sitz seit 1913 im so genannten ''Präsidententrakt'' des königlichen Palastes am [[Plazarenya]]. Nach der [[Januarrevolution 1891]] entschied der erste republikanische Präsident [[Luis Cavaller]] als Amtssitz zunächst den [[Palâciu de las Flores]] und 1895 schließlich den [[Palâciu Valier]], der heute den sagradischen [[Ministerpräsident]]en beherbergt. Der alte Königspalast stand fortan leer und wurde von den Republikanern gemieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cavallers konservativer Amtsnachfolger [[Joán Cardinal]] entschied sich schließlich, den Palast zu renovieren und verlegte ab 1909 einige Amtsgeschäfte, seit 1913 den offiziellen Sitz des Präsidenten in den ''Palâciu Petíu'' des alten Königspalast, der nun als ''Präsidentenpalast'' bezeichnet wurde. Seither wird der Königspalast am [[Plazarenya]] offiziell wieder als Amtssitz des sagradischen Staatsoberhaupts genutzt. Nach der Wahl des ersten sozialistischen Amtsinhabers [[Santiago Laval]] im Jahr 1936 wurde erstmals seit 1891 wieder eine rote Flagge gehisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl und Amtszeit ===&lt;br /&gt;
Seit Bestehen des Präsidentenamtes im Jahr 1893 wurden Amtszeit und Wahlmodus für das höchste Staatsamt mehrmals geändert. Der erste Präsident der Republik [[Luis Cavaller]] wurde 1893 direkt durch das Einkammerparlament der [[Nationalversammlung]] gewählt. Die Amtszeit betrug zunächst drei Jahre und war an die des Parlaments angepasst. Mit den [[Januarrevisionen 1895]] wurde die Amtszeit des Präsidenten auf sieben Jahre verlängert. Zudem wurde der Präsident fortan durch die beiden Kammern der Nationalversammlung, die [[Abgeordnetenkammer]] und die [[Senat]]skammer, in gemeinsamer Sitzung gewählt. Dabei musste der Bewerber in den ersten zwei Wahlgängen die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, ehe im dritten Wahlgang schließlich eine relative Mehrheit ausreichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1950 wird der Präsident für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt durch das Volk gewählt. Erhält keiner der Bewerber im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen, so findet zwei Wochen im Anschluss eine Stichwahl zwischen den zwei im ersten Wahlgang bestplatzierten Kandidaten statt. Wer die Mehrheit im zweiten Wahlgang erhält, ist gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Staatspräsidenten ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Nr.&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10%&amp;quot;|Wahl(en)&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsident des Regierungsrats'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Militärregierung&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]''' &amp;lt;small&amp;gt;(Septennat)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1899|1899]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2&lt;br /&gt;
| [[Joán Cardinal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1905|1905]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|3&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1912|1912]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|4&lt;br /&gt;
| [[Carles Simón López-Iregui]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|PRR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1920&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1919|1919]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zurückgetreten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|5&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|PRR]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1920&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1920|1920]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zurückgetreten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|6&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Popular|UP]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1927|1927]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|7&lt;br /&gt;
| [[Domênco Scalfín]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Popular|UP]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1934|1934]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amts verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|8&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1938|1938 (Feb)]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt erschossen&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|9&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1938|1938 (Jun)]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | '''Präsidenten der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]''' &amp;lt;small&amp;gt;(Quinquennat)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|10&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1945|1945]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|11&lt;br /&gt;
| [[Fernando De la Roya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1950|1950]], [[Präsidentschaftswahlen 1955|1955]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]] &amp;lt;small&amp;gt;(†)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1965&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1960|1960]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=6 | &amp;lt;small&amp;gt;[[Fernando Demartín]] ([[PPC]]), Januar bis April 1965 als [[Senat]]spräsident amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|13&lt;br /&gt;
| [[David Pizarro Cordês]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;parteilos&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1965&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1965|1965]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|14&lt;br /&gt;
| [[Nino Manuel Cabal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1970|1970]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|15&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1975&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1985&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1975|1975]], [[Präsidentschaftswahlen 1980|1980]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|16&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1985&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1989&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1985|1985]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;vorzeitiger Rücktritt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=6 | &amp;lt;small&amp;gt;[[Santiago Lamenta]] ([[PPC]]), Dezember 1989 bis März 1990 als [[Senat]]spräsident amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|17&lt;br /&gt;
| [[Oscar Santián de Montoy]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 1990|1990]], [[Präsidentschaftswahlen 1995|1995]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|18&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2010&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2000|2000]], [[Präsidentschaftswahlen 2005|2005]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zwei volle Amtszeiten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|19&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2010&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2015&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2010|2010]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;auf zweite Amtszeit verzichtet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|20&lt;br /&gt;
| [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 2015&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Präsidentschaftswahlen 2015|2015]], [[Präsidentschaftswahlen 2020|2020]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Verfassungsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53698</id>
		<title>Sagradischer Ministerpräsident</title>
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		<updated>2020-02-29T21:27:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PresidençadelCosellu.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Manuel Ramœs Iliega]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit Februar 2018)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgängerin''': [[Mercé Serrat Cabarell]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Regierungschef&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''ernannt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''abhängig von'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradische Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''steht vor'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradischer Ministerrat]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;([[Kabinett Ramœs Iliega II]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''nicht festgelegt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:PalaciuValier.jpg|100px]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Palâciu Valier]], [[Semest]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident''' oder die '''Präsidentin des Ministerrats''' (sagr. ''Presidente del Cosellu de Ministrœs'', kurz ''Presidente del Cosellu'', '''PreCos'''), im deutschen Sprachgebrauch oft als '''Sagradischer Ministerpräsident''' bezeichnet, ist der Regierungschef der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er steht der sagradischen Regierung, dem so genannten [[Ministerrat]] vor und wird nach Art. 40 der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] durch den [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] ernannt. Der Präsident des Ministerrats wird nicht durch das sagradische Parlament gewählt, kann aber durch ein Misstrauensvotum der [[Abgeordnetenkammer]] gegen den Ministerrat zum Rücktritt gezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtiger Amtsinhaber ist seit Februar 2018 der Vorsitzende der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei]] [[Manuel Ramœs Iliega]]. Er folgte auf die [[ASUL|Sozialistin]] [[Mercé Serrat Cabarell]], die erste Frau im Ministerpräsidentenamt. Den Rekord für die längste Zeit als Ministerpräsident hält der [[PPC|Christdemokrat]] [[Paulo Luciaro]] (1948-1950, 1950-1959), gefolgt vom [[ASUL|Sozialisten]] [[Joán Caval]] (1970-1979). Die kürzeste Amtsperiode füllte [[Julen Cajanier]] aus, der im Juni 1936 zum Ministerpräsidenten ernannt worden war und schon nach wenigen Tagen per Misstrauensvotum gestürzt wurde (er blieb aber noch bis August geschäftsführend im Amt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt des Präsidenten des Ministerrats ging aus der Position des [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien|Leitenden Ministers und Kronkanzlers]] hervor, der zu Zeiten der Monarchie die Regierung des Königs anführte. Ein entsprechendes Amt war zwar in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, da formal der [[Präsident der Republik]] an der Spitze der Exekutive stand. Die entsprechende Funktion wurde aber bereits unter dem ersten Staatspräsidenten [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Ministerpräsident ganz vom Vertrauen des Parlamentes abhängt, bereits durch ein einfaches Misstrauensvotum gestürzt werden kann und de facto oftmals nur eine Minderheitsregieurng anführt, besitzt er im heutigen parlamentarischen System der Sagradischen Republik eine relativ starke Stellung. Dies hängt zum einen mit der parteipolitischen Verfasstheit der sagradischen Demokratie zusammen, sodass der Ministerpräsident gewöhnlich auch der Führer der stärksten Partei bzw. der Kandidat der Parlamentsmehrheit ist. Zum anderen basiert seine Stellung auf dem Prinzip des negativen Parlamentarismus, der in Sagradien praktiziert wird: Demnach amtiert ein Regierungschef, solange sich keine Mehrheit gegen ihn formt, sodass auch der politische Führer einer parlamentarischen Minderheitsregierung eine starke Exekutive anführen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssitz des sagradischen Ministerpräsidenten ist der [[Palâciu Valier]] in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Regierungschefs der [[Zweite Sagradische Republik|sagradischen Republik (1891-1945)]] ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:24%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:11%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Präsident der Republik|Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsident des Regierungsrats&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Militär&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1895 Vizepräsidenten des Ministerrats)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce I|Delacrûce I]] &amp;amp; [[Kabinett Delacrûce II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! rowspan=11 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=11 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=11 bgcolor=#EEEEEE|[[Luis Cavaller]] (1892-1905)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas I|L. Tropexas I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1895|1895]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce III|Delacrûce III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano I|de Brentano I]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1874CD&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Ex-[[PRL|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas II|L. Tropexas II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Salgado|Salgado]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1899|1899]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez|Sánchez I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto I|M. F. Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1903|1903]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Cabalín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabalín|Cabalín]]&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRL|Liberal]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano II|de Brentano II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Domênco Serrano López]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrano López|Serrano López]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto II|M. F. Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Joán Cardinal]] (1905-1912)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Britón|Britón]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1907|1907]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Filipe Conte de Tesqué]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. de Tesqué|F. de Tesqué]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Berlioz|Berlioz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1909|1909]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà|Alemà]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez II|Sánchez II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! rowspan=4 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=4 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=4 bgcolor=#EEEEEE|[[Francisco Berlioz]] (1912-1919)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000033&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Acción Popular|AP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. Tropexas|F. Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1913|1913]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pier-Costantín Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sant'Estrell|Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Calbane|Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1917|1917]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Jacque María Sâis-Munieta]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sâis-Munieta|Sâis-Munieta I]] &amp;amp; [[Kabinett Sâis-Munieta II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|1919]]&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 bgcolor=#EEEEEE|[[Carles Simón López-Iregui]] (1919-1920)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Diaz I|Diaz I]] &amp;amp; [[Kabinett Diaz II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1923|1923]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Cristoval Sánchez]] (1920-1927)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval I|Laval I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Capón|Capón]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Gaeta I|Gaeta I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|1925]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |[[Kabinett Laponte I|Laponte I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Ybagarriz]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ybagarriz|Ybagarriz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1929|1929]]&lt;br /&gt;
!rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]] (1927-1934)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[César Iruain]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Iruain|Iruain]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini I|Dini I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sants-Igualde I|Sants-Igualde I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|1932]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laponte II|Laponte II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde II|Sants-Igualde II]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 bgcolor=#EEEEEE|[[Domênco Scalfín]] (1934-1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval II|Laval II]] &lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|1936]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola I|Saviola I]] &amp;amp; [[Kabinett Saviola II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 bgcolor=#EEEEEE|[[Santiago Laval]] (1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Julen Cajanier]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical Independiente|Radical (ind.)]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cajanier|Cajanier]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=3 bgcolor=#EEEEEE|[[Luciano Capón]] (1938-1945)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;3. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde III|Sants-Igualde III]], [[Kabinett Sants-Igualde IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Sants-Igualde V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1939|1939]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini II|Dini II]] &amp;amp; [[Kabinett Dini III|III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Regierungschefs in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola III|Saviola III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1945|1945]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de l'Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]/[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] &amp;amp; [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1949|1949]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Justizminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Aug 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Okt 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Joán Aliureto Delavesc]] (parteilos), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]], [[Kabinett Luciaro IV|IV]], [[Kabinett Luciaro V|V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1953|1953]], [[Parlamentswahl 1954|1954]], [[Parlamentswahl 1958|1958]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;1953 bis 1955 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1962|1962]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1963|1963]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Carles Méndez-León]] ([[UDS]]), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] &amp;amp; [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] &amp;amp; [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1967|1967]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez-León|Méndez-León]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1970|1970]], [[Parlamentswahl 1974|1974]], [[Parlamentswahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]], [[Kabinett Nada II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Nada III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1978|1978]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Jun bis Nov 1982 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Moya III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1982|1982]], [[Parlamentswahl 1986|1986]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &amp;amp; [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1990|1990]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]] &amp;amp; [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] &amp;amp; [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1998|1998]], [[Parlamentswahl 2002|2002]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2006|2006]], [[Parlamentswahl 2009|2009]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2013|2013]]&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Verfassungsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Daniel_Laponte&amp;diff=53697</id>
		<title>Daniel Laponte</title>
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		<updated>2020-02-29T21:20:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:PaulPainlevé.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''Daniel Heurêlio Laponte Igarriz''' (*1879; †1954) war ein [[sagradischer]] Politiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der nicht-katholischen Rechten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seiner langen Karriere war er Bürgermeister von [[Fosa]], hatte zahlreiche Ministerämter inne, amtierte zweimal als [[Ministerpräsident]] seines Landes und war danach Präsident des sagradischen [[Senat]]s. Bei der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahl des Staatspräsidenten 1950]] war er zudem Kandidat der liberalen Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vertreter der rechtsliberalen [[Aliança Republicana]] sah sich Daniel Laponte vor allem als Interessenvertreter des Besitzbürgertums und der Wirtschaft. Als solcher vertrat er einen industriefreundlichen, dezidiert antimarxistischen und antikommunistischen Kurs. Er gehörte daher zu den dezidierten Gegnern der [[Volksfront]]regierung der dreißiger Jahre sowie der [[Demokratische Koalition|&amp;quot;Demokratischen&amp;quot; Nachkriegskoalition]] der vierziger Jahre. Er war zudem ein Anhänger des sagradischen Kolonialismus und stand den Dekolonialisierungsbestrebungen der Nachkriegszeit kritisch gegenüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 1908-1920: Mitglied des Stadtrats von [[Fosa]]&lt;br /&gt;
* 1919-1946: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] ([[AR]]/[[ARL]], [[RI]])&lt;br /&gt;
* 1946-1954: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Ämter ====&lt;br /&gt;
* 1913-1919: Bürgermeister von [[Fosa]]&lt;br /&gt;
* 1919-1921: [[Postminister]] im [[Kabinett Diaz I]]&lt;br /&gt;
* 1924-1925: [[Landwirtschaftsminister]] im [[Kabinett Capón]]&lt;br /&gt;
* 1925-1926: [[Innenminister]] im [[Kabinett Gaeta]]&lt;br /&gt;
* 1926-1927: [[Innenminister]] und [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Laponte I]])&lt;br /&gt;
* 1927-1929: [[Justizminister]] im [[Kabinett Ybagarriz]]&lt;br /&gt;
* 1929-1931: [[Innenminister]] im [[Kabinett Iruain]]&lt;br /&gt;
* 1932-1934: [[Handelsminister]] im [[Kabinett Sants-Igualde II]] &lt;br /&gt;
* 8-10/1934: [[Handelsminister]] und [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Laponte II]])&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Kolonialminister]] im [[Kabinett Sants-Igualde III]] und [[Kabinett Sants-Igualde IV|IV]]&lt;br /&gt;
* 1940-1941: [[Handelsminister]] im [[Kabinett Sants-Igualde V]]&lt;br /&gt;
* 1946-1949: Präsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Laponte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der Republikanischen Allianz|Laponte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Laponte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Senatspräsident|Laponte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Innenminister Sagradiens|Laponte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Laponte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53696</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53696"/>
		<updated>2020-02-29T19:25:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Friedrich I of Baden.jpg|150px|thumb|[[Philipp X.]], König 1873-1891]] &lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp X.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[José-Luis de Planxet]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Berberkriege ====&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien im Jahr 1872 das heutige [[Belhami]] zum Protektorat erklärt hatte, kam es zwischen 1885 und 1897 zu mehreren [[Sagradische Berberkriege|Kriegen gegen einheimische Berber]]. Der [[Zweiter Sagradischer Berberkrieg|Zweite Berberkrieg der Jahre 1887-1889]] endete schließlich mit einer völlig unerwarteten Niederlage Sagradiens, das seine Ambitionen in Westafrika auf Jahre hin begraben musste. Die Niederlage rief heftige Empörung in der sagradischen Öffentlichkeit und wurde weithin als nationale Schmach empfunden. Sie führte schließlich zum Sturz der Regierung von [[José-Luis de Planxet]] und trug mit dazu bei, das Ansehen König [[Philipp X.|Philipps X.]] nachhaltig zu schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Der Ausschuss, der später als &amp;quot;Regierungsrat&amp;quot; bezeichnet wurde, wurde von einer heterogenen Koalition liberaler Monarchisten sowie gemäßigter und radikaler Republikaner getragen. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp X. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp XI. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Räterevolution und Militärregierung 1891 ====&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen Nationalversammlung und Thronfolger sowie die Versuche der parlamentarischen Mehrheit, für Stabilität zu sorgen, führten dazu, dass die im Januar 1891 begonnene Revolution fortgeführt wurde. Der Regierung gelang es nicht, die revolutionären Räte flächendeckend aufzulösen. Vor allem in [[Semest]], [[Tulis]] und anderen Großstädten versuchten insbesondere sozialistische Kräfte, von der Internationalen bestärkt, das bürgerliche Regime der Nationalversammlung zu stürzen, die Eigentumsordnung zu ändern und eine radikaldemokratische Räterepublik mit sozialistischem Profil zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe im Sommer 1891 eskaliert waren, trat die Regierung von [[Cornel Gil-Lerma]] im August 1891 zurück. Die Nationalversammlung übertrug daraufhin dem Militär die Regierungsgewalt und benannte General [[Luis María de Castós]] zum provisorischen Regierungschef und Kriegsminister. De Castós gelang es in der Folge, die Kämpfe einzudämmen und den Räteaufstand schließlich gewaltsam zu zerschlagen. Im Oktober gab De Castós die Exekutivgewalt schließlich zurück an die Regierung, die den Liberalen [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates wählte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Parallel dazu arbeitete die Nationalversammlung ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Anträge der radikalen Republikaner unter [[Piero Celeste]] und [[Lorís Manuel]], die Republik ausuzurufen, scheiterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete [[Francès de Píu-Castellán]] schließlich am 2. Januar 1893 als Präsident der Nationalversammlung endgültig die Monarchie für abgeschafft. Zuvor waren Versuche einer Minderheit, den [[Gabriel Manuel Graf von Casigón|Grafen von Casigón]] und früheren Thronfolger, der 1885 auf seine Rechte verzichtet hatte, zu einer Thronkandidatur zu bewegen, gescheitert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 mit dem neuen Titel eines [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] ausgestattet und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:SalazarJónsson.jpg|thumb|150px|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María de Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Nationalen Union]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|150px|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Largo Horizonte]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung Diaz Anfang 1924 gescheitert war, wurde im Februar des Jahres mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef. Seine sozialistische Minderheitsregierung stand aber von Beginn an auf tönernen Füßen und hielt nur bis Jahresende. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung der beiden bürgerlichen Parteien [[PRR]] und [[ARL]] unter dem Liberalen [[Daniel Laponte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|150px|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1927-1934)]]&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1919 und 1923 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte daraufhin widerwillig den Kandidaten der neuen Koalition [[Estefán Gaeta]] zum [[Ministerpräsident]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit vo Präsident Sánchez im Dezember 1927 ausgelaufen war, konnte der [[Bloco Nacional]] ihren Parteiführer [[Estefán Gaeta]] als Nachfolger durchsetzen. Gaeta verfolgte von Beginn an das Konzept einer starken persönlichen Präsidentschaft und ernannte mit seinem Parteifreund [[Dián Ybagarriz]] bewusst einen Politiker aus der zweiten Reihe zum Regierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Ciampi.jpg|thumb|150px|[[Sergio Rafael Dini]], [[Ministerpräsident]] (1931-1932 und 1941-1945)]]&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung von [[Dián César Iruain]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Iruain zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Präsidenten der [[Banca de Sagradia]] [[Sergio Rafael Dini]], der als Regierungschef und [[Finanzminister]] einer koalitionsungebundenen Expertenregierung vorstand. Unter Dini konnte sich die ökonomische Lage leicht erholen, während die soziale und politische Krise andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Krise bestärkte Gaeta wiederum in seinem Vorhaben, eine umfangreiche Verfassungsreform durchzusetzen. Diese sollte die Direktwahl des Präsidenten vorsehen und dessen Rolle gegenüber Parlament und Regierung stärken. Um für sein Vorhaben eine parlamentarische Mehrheit zu finden, löste Gaeta Anfang 1932 schließlich die Nationalversammlung auf und führte [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen im April 1932]] herbei, bei denen sich der konservative [[Bloco Nacional]] unter Führung der [[Volksunion]] erneut als stärkste Kraft durch behaupten konnte. Dennoch verpasste Gaeta die für eine Verfassungsänderung benötigte Zweidrittelmehrheit im Parlament und musste auf sein Reformpläne verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] gelang es aber, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte aber im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten rechts- und linksextreme Gruppierungen, die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten [[Aktionstruppen]] entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;kommunistische Staatsverschwörung&amp;quot;, die schließlich zu einem improvisierten Staatsstreichversuch eskalierte. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 30. Oktober in einem &amp;quot;Marsch auf den Plazarenya&amp;quot; in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Estefán Gaeta]] die Ernennung zum Regierungschef. Einzelnen Divisionisten gelang es auch, in das Gebäude einzudringen, sie konnten aber nicht zum Präsidenten vordringen. Gaeta reagierte sofort, indem er den Ausnahmezustand verhängte und General [[Alfonso Cabarel]] mit der Exekutivgewalt ausstattete. Als Reaktion darauf löste sich die Demonstration auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen und die [[Schwarze Division]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Putschversuch blieb der Ausnahmezustand aufrecht und Gaeta regierte mithilfe von Sondervollmachten, die ihm die Nationalversammlung übertrug. Hoffnungen der äußeren Rechten, der Präsident werde damit die verfassungsmäßig nicht zustandegekommene Staatsreform durchsetzen und sich per Staatsstreich über das Ende seiner Amtszeit halten, erfüllte er aber nicht. Auf Druck der politischen Parteien hin erklärte Gaeta Anfang Dezember den Ausnahmezustand für beendet und berief [[Manuel Sants-Igualde]] zum neuen Ministerpräsidenten. Zudem verzichtete er bei der [[Präsidentschaftswahl 1934|Präsidentschaftswahl im Dezember]] auf eine erneute Kandidatur und zog sich stattdessen aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:RennerGide1.jpg|thumb|150px|[[Santiago Laval]], [[Ministerpräsident]] (1924 und 1936-1938) und [[Präsident der Republik]] (1938)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Volksfront ging aus den Wahlen als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. PS-Chef [[Santiago Laval]] wurde zum zweiten Mal nach 1924 zum Ministerpräsidenten berufen und bildete eine Koalitionsregierung aus [[PS]] und [[PRR]], die von den Kommunisten gestützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung [[Kabinett Laval II|Laval II]] führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Golenkrise 1936/37 ====&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die Regierung einigte sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1938 trat der schwer erkrankte Präsident [[Domênco Scalfín]] von seinem Amt zurück, nachdem er bereits mehrere Monate lang kaum an den Staatsgeschäften hatte teilnehmen können. Darüber war es zu anhaltenden Konflikten zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem Plazarenya gekommen, in deren Zuge die Volksfrontparteien ein formelles Verfahren in die Wege leiteten, um den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Der Rücktritt Scalfíns löste damit eine mehrmonatige Verfassungskrise auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Scalfíns wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals ein Sozialist gewählt. Seinem Sieg war der längste Wahlgang in der Geschichte der Republik vorausgegangen, weil sich die Parteien der Volksfront nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsidentschaft Lavals wurde von heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten überschattet, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima wurde Laval schließlich am Abend des 21. Mai 1938 auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Volksfront und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lavals wurde Interimspräsident [[Luciano Capón]] von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Seine Wahl wurde bereits von einer neuen parlamentarischen Koalition unterstützt, die sich um die Kräfte der Mitte und der rechten Mitte sammelte. Die von Capón berufene [[Kabinett Cajanier|Regierung Cajanier]] wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den radikalen Parteien getragen. Auch [[Manuel Sants-Igualde]] kehrte als [[Außenminister]] in die Regierung zurück und prägte die Koalition als starker Mann, ehe er im Januar 1939 schließlich selbst ins Ministerpräsidentenamt zurückkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants-Igualde trat mit dem Ziel einer umfangreichen Verfassungsreform an und erbat schließlich von Präsident Capón die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Aus den vorgezogenen [[Aprilwahlen 1939]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde|Sants-Igualde]] regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|150px|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1932-1936 und 1939-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Angriff Japans und Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:HubertPierlot.jpg|thumb|150px|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu Spannungen zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Ausschlaggebend für den Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg waren aber schließlich die Ereignisse in Übersee. Bereits seit längerer Zeit hatte sich das Verhältnis Sagradiens zu Japan verschlechtert, nachdem es zu Vorfällen im Pazifik gekommen war. Dem Überfall Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember folgte wenige Stunden später schließlich der Angriff japanischer Truppen auf [[Sagradisch-Ostindien]] als Teil des japanischen Südostasien-Kampagne gegen die britischen, niederländischen, amerikanischen und sagradischen Besitzungen in Südostasien. Binnen weniger Wochen wurden die Inseln schließlich von Japan besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf den Überfall erklärte die sagradische Nationalversammlung in einer Sondersitzung am 8. Dezember 1941 dem Kaiserreich Japan den Krieg. Die folgenden diplomatischen Versuche der Regierung Sants-Igualde, den Krieg auf Übersee zu beschränken, schlugen fehl. Präsident Capón und der amerikanische Präsident Roosevelt versprachen sich gegenseitige Unterstützung und am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den Vereinigten Staaten sowie der Sagradischen Republik den Krieg. Sofort nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle. Die Angriff auf Sagradien führte schließlich am 15. Dezember zum Rücktritt der Regierung Sants, deren Neutralitätspolitik als gescheitert galt. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt zudem wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1942 unterzeichnete die Sagradische Republik die Erklärung der Vereinten Nationen und wurde damit auch formell Teil der Alliierten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen setzten im April 1942 im Nordosten des Landes den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Bereits im Vorfeld der Wahlen war aus der katholisch-konservativen [[Volksunion]] und der kleinen sozialkatholischen [[PDP]] mit dem [[Partíu Popular de Convergência]] eine stark von der katholischen Soziallehre geprägte christdemokratische Sammlungspartei hervorgegangen, die sich im Gegensatz zur Vorgängerorganisation offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der politischen Linken zeigte. Die Christdemokraten gewannen auch die erste Parlamentswahl nach dem Krieg und konnten sich in der Folge als stärkste Partei der Nachkriegszeit behaupten. Dem Erfolg der neuen Sammlung im Mitte-Rechts-Lager folgte 1947 eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Kurz nach ihrer Konstituierung wählte die sagradische [[Nationalversammlung]] 1945 im breiten überparteilichen Einvernehmen [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens, der wiederum den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats ernannte. Unter Saviola wurde die am Ende des Krieges entstandene &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortgeführt. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die weiterhin jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot; einigten sich auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren und Dauerkonflikte zwischen den Verfassungsorganen zu beenden. Teil des Vorhaben war es, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben. Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde der Sozialist [[Santo de l'Ilpa]] als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Christdemokraten, der [[Senat]]spräsident und ehemalige Bürgermeister von [[Semest]] [[Fernando de la Roya]] durchsetzen. De la Roya schloss an die Amtsführung Dinis an und verlieh dem Präsentenamt eine stark repräsentative Prägung, überließ die Tagespolitik aber den Regierungsparteien. Dies wurde durch die ungewohnte Stabilität der Regierungen und Koalition unterstützt, die Sagradien in der Nachkriegszeit prägte. De la Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit die Rolle eines Landesvaters aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|150px|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der [[Zentrumsblock]]-Regierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[David Pizarro Cordês]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Favale]]. Stattdessen wurde Luciaro bei der [[Präsidentschaftswahl 1960]] als Nachfolger von [[Fernando De la Roya]] ins höchste Staatsamt gewählt und blieb damit eine prägende Gestalt der sagradischen Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannaren ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Johannarische Union|Johannarischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Johannarischen Inseln verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Johannarische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Zudem kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Favale als Regierungschef und seinem Vorgänger [[Paulo Luciaro]], der als [[Staatspräsident]] eine sehr viel aktivere Rolle zu spielen suchte als sein Vorgänger [[Fernando De la Roya]]. Hierzu kamen die Ansätze einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Anfang der sechziger Jahre zu spüren war und die die Autorität der christdemokratisch geführten Regierung zunehmend anzweifelte. Im Ergebnis erlitt die [[Volkspartei]] bei der [[Parlamentswahl 1962]] erstmals deutliche Verluste und büßte die gemeinsame Regierungsmehrheit mit den [[UDS|Liberalen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von Präsident [[Paulo Luciaro]] hin kam es nach den Wahlen zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Luciaro mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Erstmals seit den [[Volksfront]]-Regierungen 1936-1938 gehörte damit keine konservativ-katholische Partei der Regierung an, weswegen auch von einem &amp;quot;[[Governo Laico]]&amp;quot; gesprochen wurde. Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte. Den Regierungsparteien gelang es zudem, bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]], die nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s fällig wurde, ihren gemeinsamen Kandidaten, den ehemaligen [[Außenminister]] und NATO-Generalsekretär [[David Pizarro-Cordês]] durchzusetzen, der als erster und bislang letzter Liberaler in der Nachkriegszeit das höchste Parteiamt ausfüllte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin das Parlament vorzeitig aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Diese hatte in der Opposition einen schwierigen Neuordnungsprozess und einen handfesten Machtkampf um die Parteiführung erlebt, in dem sich [[Carles Favale]] aber als Parteichef hatte behaupten können. Nach dem Wahlerfolg 1967 wurde Favale schließlich zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53695</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2020-02-29T19:24:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Angriff Japans und Kriegseintritt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Friedrich I of Baden.jpg|150px|thumb|[[Philipp X.]], König 1873-1891]] &lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp X.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[José-Luis de Planxet]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Berberkriege ====&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien im Jahr 1872 das heutige [[Belhami]] zum Protektorat erklärt hatte, kam es zwischen 1885 und 1897 zu mehreren [[Sagradische Berberkriege|Kriegen gegen einheimische Berber]]. Der [[Zweiter Sagradischer Berberkrieg|Zweite Berberkrieg der Jahre 1887-1889]] endete schließlich mit einer völlig unerwarteten Niederlage Sagradiens, das seine Ambitionen in Westafrika auf Jahre hin begraben musste. Die Niederlage rief heftige Empörung in der sagradischen Öffentlichkeit und wurde weithin als nationale Schmach empfunden. Sie führte schließlich zum Sturz der Regierung von [[José-Luis de Planxet]] und trug mit dazu bei, das Ansehen König [[Philipp X.|Philipps X.]] nachhaltig zu schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Der Ausschuss, der später als &amp;quot;Regierungsrat&amp;quot; bezeichnet wurde, wurde von einer heterogenen Koalition liberaler Monarchisten sowie gemäßigter und radikaler Republikaner getragen. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp X. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp XI. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Räterevolution und Militärregierung 1891 ====&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen Nationalversammlung und Thronfolger sowie die Versuche der parlamentarischen Mehrheit, für Stabilität zu sorgen, führten dazu, dass die im Januar 1891 begonnene Revolution fortgeführt wurde. Der Regierung gelang es nicht, die revolutionären Räte flächendeckend aufzulösen. Vor allem in [[Semest]], [[Tulis]] und anderen Großstädten versuchten insbesondere sozialistische Kräfte, von der Internationalen bestärkt, das bürgerliche Regime der Nationalversammlung zu stürzen, die Eigentumsordnung zu ändern und eine radikaldemokratische Räterepublik mit sozialistischem Profil zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe im Sommer 1891 eskaliert waren, trat die Regierung von [[Cornel Gil-Lerma]] im August 1891 zurück. Die Nationalversammlung übertrug daraufhin dem Militär die Regierungsgewalt und benannte General [[Luis María de Castós]] zum provisorischen Regierungschef und Kriegsminister. De Castós gelang es in der Folge, die Kämpfe einzudämmen und den Räteaufstand schließlich gewaltsam zu zerschlagen. Im Oktober gab De Castós die Exekutivgewalt schließlich zurück an die Regierung, die den Liberalen [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates wählte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Parallel dazu arbeitete die Nationalversammlung ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Anträge der radikalen Republikaner unter [[Piero Celeste]] und [[Lorís Manuel]], die Republik ausuzurufen, scheiterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete [[Francès de Píu-Castellán]] schließlich am 2. Januar 1893 als Präsident der Nationalversammlung endgültig die Monarchie für abgeschafft. Zuvor waren Versuche einer Minderheit, den [[Gabriel Manuel Graf von Casigón|Grafen von Casigón]] und früheren Thronfolger, der 1885 auf seine Rechte verzichtet hatte, zu einer Thronkandidatur zu bewegen, gescheitert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 mit dem neuen Titel eines [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] ausgestattet und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cavaller.jpg|thumb|150px|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María de Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Nationalen Union]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|150px|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Largo Horizonte]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung Diaz Anfang 1924 gescheitert war, wurde im Februar des Jahres mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef. Seine sozialistische Minderheitsregierung stand aber von Beginn an auf tönernen Füßen und hielt nur bis Jahresende. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung der beiden bürgerlichen Parteien [[PRR]] und [[ARL]] unter dem Liberalen [[Daniel Laponte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|150px|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1927-1934)]]&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1919 und 1923 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte daraufhin widerwillig den Kandidaten der neuen Koalition [[Estefán Gaeta]] zum [[Ministerpräsident]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit vo Präsident Sánchez im Dezember 1927 ausgelaufen war, konnte der [[Bloco Nacional]] ihren Parteiführer [[Estefán Gaeta]] als Nachfolger durchsetzen. Gaeta verfolgte von Beginn an das Konzept einer starken persönlichen Präsidentschaft und ernannte mit seinem Parteifreund [[Dián Ybagarriz]] bewusst einen Politiker aus der zweiten Reihe zum Regierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Ciampi.jpg|thumb|150px|[[Sergio Rafael Dini]], [[Ministerpräsident]] (1931-1932 und 1941-1945)]]&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung von [[Dián César Iruain]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Iruain zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Präsidenten der [[Banca de Sagradia]] [[Sergio Rafael Dini]], der als Regierungschef und [[Finanzminister]] einer koalitionsungebundenen Expertenregierung vorstand. Unter Dini konnte sich die ökonomische Lage leicht erholen, während die soziale und politische Krise andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Krise bestärkte Gaeta wiederum in seinem Vorhaben, eine umfangreiche Verfassungsreform durchzusetzen. Diese sollte die Direktwahl des Präsidenten vorsehen und dessen Rolle gegenüber Parlament und Regierung stärken. Um für sein Vorhaben eine parlamentarische Mehrheit zu finden, löste Gaeta Anfang 1932 schließlich die Nationalversammlung auf und führte [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen im April 1932]] herbei, bei denen sich der konservative [[Bloco Nacional]] unter Führung der [[Volksunion]] erneut als stärkste Kraft durch behaupten konnte. Dennoch verpasste Gaeta die für eine Verfassungsänderung benötigte Zweidrittelmehrheit im Parlament und musste auf sein Reformpläne verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] gelang es aber, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte aber im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten rechts- und linksextreme Gruppierungen, die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten [[Aktionstruppen]] entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;kommunistische Staatsverschwörung&amp;quot;, die schließlich zu einem improvisierten Staatsstreichversuch eskalierte. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 30. Oktober in einem &amp;quot;Marsch auf den Plazarenya&amp;quot; in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Estefán Gaeta]] die Ernennung zum Regierungschef. Einzelnen Divisionisten gelang es auch, in das Gebäude einzudringen, sie konnten aber nicht zum Präsidenten vordringen. Gaeta reagierte sofort, indem er den Ausnahmezustand verhängte und General [[Alfonso Cabarel]] mit der Exekutivgewalt ausstattete. Als Reaktion darauf löste sich die Demonstration auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen und die [[Schwarze Division]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Putschversuch blieb der Ausnahmezustand aufrecht und Gaeta regierte mithilfe von Sondervollmachten, die ihm die Nationalversammlung übertrug. Hoffnungen der äußeren Rechten, der Präsident werde damit die verfassungsmäßig nicht zustandegekommene Staatsreform durchsetzen und sich per Staatsstreich über das Ende seiner Amtszeit halten, erfüllte er aber nicht. Auf Druck der politischen Parteien hin erklärte Gaeta Anfang Dezember den Ausnahmezustand für beendet und berief [[Manuel Sants-Igualde]] zum neuen Ministerpräsidenten. Zudem verzichtete er bei der [[Präsidentschaftswahl 1934|Präsidentschaftswahl im Dezember]] auf eine erneute Kandidatur und zog sich stattdessen aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:RennerGide1.jpg|thumb|150px|[[Santiago Laval]], [[Ministerpräsident]] (1924 und 1936-1938) und [[Präsident der Republik]] (1938)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Volksfront ging aus den Wahlen als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. PS-Chef [[Santiago Laval]] wurde zum zweiten Mal nach 1924 zum Ministerpräsidenten berufen und bildete eine Koalitionsregierung aus [[PS]] und [[PRR]], die von den Kommunisten gestützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung [[Kabinett Laval II|Laval II]] führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Golenkrise 1936/37 ====&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die Regierung einigte sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1938 trat der schwer erkrankte Präsident [[Domênco Scalfín]] von seinem Amt zurück, nachdem er bereits mehrere Monate lang kaum an den Staatsgeschäften hatte teilnehmen können. Darüber war es zu anhaltenden Konflikten zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem Plazarenya gekommen, in deren Zuge die Volksfrontparteien ein formelles Verfahren in die Wege leiteten, um den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Der Rücktritt Scalfíns löste damit eine mehrmonatige Verfassungskrise auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Scalfíns wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals ein Sozialist gewählt. Seinem Sieg war der längste Wahlgang in der Geschichte der Republik vorausgegangen, weil sich die Parteien der Volksfront nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsidentschaft Lavals wurde von heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten überschattet, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima wurde Laval schließlich am Abend des 21. Mai 1938 auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Volksfront und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lavals wurde Interimspräsident [[Luciano Capón]] von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Seine Wahl wurde bereits von einer neuen parlamentarischen Koalition unterstützt, die sich um die Kräfte der Mitte und der rechten Mitte sammelte. Die von Capón berufene [[Kabinett Cajanier|Regierung Cajanier]] wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den radikalen Parteien getragen. Auch [[Manuel Sants-Igualde]] kehrte als [[Außenminister]] in die Regierung zurück und prägte die Koalition als starker Mann, ehe er im Januar 1939 schließlich selbst ins Ministerpräsidentenamt zurückkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants-Igualde trat mit dem Ziel einer umfangreichen Verfassungsreform an und erbat schließlich von Präsident Capón die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Aus den vorgezogenen [[Aprilwahlen 1939]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde|Sants-Igualde]] regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|150px|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1932-1936 und 1939-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Angriff Japans und Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:HubertPierlot.jpg|thumb|150px|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu Spannungen zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Ausschlaggebend für den Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg waren aber schließlich die Ereignisse in Übersee. Bereits seit längerer Zeit hatte sich das Verhältnis Sagradiens zu Japan verschlechtert, nachdem es zu Vorfällen im Pazifik gekommen war. Dem Überfall Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember folgte wenige Stunden später schließlich der Angriff japanischer Truppen auf [[Sagradisch-Ostindien]] als Teil des japanischen Südostasien-Kampagne gegen die britischen, niederländischen, amerikanischen und sagradischen Besitzungen in Südostasien. Binnen weniger Wochen wurden die Inseln schließlich von Japan besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf den Überfall erklärte die sagradische Nationalversammlung in einer Sondersitzung am 8. Dezember 1941 dem Kaiserreich Japan den Krieg. Die folgenden diplomatischen Versuche der Regierung Sants-Igualde, den Krieg auf Übersee zu beschränken, schlugen fehl. Präsident Capón und der amerikanische Präsident Roosevelt versprachen sich gegenseitige Unterstützung und am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den Vereinigten Staaten sowie der Sagradischen Republik den Krieg. Sofort nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle. Die Angriff auf Sagradien führte schließlich am 15. Dezember zum Rücktritt der Regierung Sants, deren Neutralitätspolitik als gescheitert galt. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt zudem wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1942 unterzeichnete die Sagradische Republik die Erklärung der Vereinten Nationen und wurde damit auch formell Teil der Alliierten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen setzten im April 1942 im Nordosten des Landes den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Bereits im Vorfeld der Wahlen war aus der katholisch-konservativen [[Volksunion]] und der kleinen sozialkatholischen [[PDP]] mit dem [[Partíu Popular de Convergência]] eine stark von der katholischen Soziallehre geprägte christdemokratische Sammlungspartei hervorgegangen, die sich im Gegensatz zur Vorgängerorganisation offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der politischen Linken zeigte. Die Christdemokraten gewannen auch die erste Parlamentswahl nach dem Krieg und konnten sich in der Folge als stärkste Partei der Nachkriegszeit behaupten. Dem Erfolg der neuen Sammlung im Mitte-Rechts-Lager folgte 1947 eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Kurz nach ihrer Konstituierung wählte die sagradische [[Nationalversammlung]] 1945 im breiten überparteilichen Einvernehmen [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens, der wiederum den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats ernannte. Unter Saviola wurde die am Ende des Krieges entstandene &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortgeführt. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die weiterhin jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot; einigten sich auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren und Dauerkonflikte zwischen den Verfassungsorganen zu beenden. Teil des Vorhaben war es, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben. Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde der Sozialist [[Santo de l'Ilpa]] als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Christdemokraten, der [[Senat]]spräsident und ehemalige Bürgermeister von [[Semest]] [[Fernando de la Roya]] durchsetzen. De la Roya schloss an die Amtsführung Dinis an und verlieh dem Präsentenamt eine stark repräsentative Prägung, überließ die Tagespolitik aber den Regierungsparteien. Dies wurde durch die ungewohnte Stabilität der Regierungen und Koalition unterstützt, die Sagradien in der Nachkriegszeit prägte. De la Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit die Rolle eines Landesvaters aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|150px|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der [[Zentrumsblock]]-Regierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[David Pizarro Cordês]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Favale]]. Stattdessen wurde Luciaro bei der [[Präsidentschaftswahl 1960]] als Nachfolger von [[Fernando De la Roya]] ins höchste Staatsamt gewählt und blieb damit eine prägende Gestalt der sagradischen Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannaren ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Johannarische Union|Johannarischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Johannarischen Inseln verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Johannarische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Zudem kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Favale als Regierungschef und seinem Vorgänger [[Paulo Luciaro]], der als [[Staatspräsident]] eine sehr viel aktivere Rolle zu spielen suchte als sein Vorgänger [[Fernando De la Roya]]. Hierzu kamen die Ansätze einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Anfang der sechziger Jahre zu spüren war und die die Autorität der christdemokratisch geführten Regierung zunehmend anzweifelte. Im Ergebnis erlitt die [[Volkspartei]] bei der [[Parlamentswahl 1962]] erstmals deutliche Verluste und büßte die gemeinsame Regierungsmehrheit mit den [[UDS|Liberalen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von Präsident [[Paulo Luciaro]] hin kam es nach den Wahlen zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Luciaro mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Erstmals seit den [[Volksfront]]-Regierungen 1936-1938 gehörte damit keine konservativ-katholische Partei der Regierung an, weswegen auch von einem &amp;quot;[[Governo Laico]]&amp;quot; gesprochen wurde. Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte. Den Regierungsparteien gelang es zudem, bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]], die nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s fällig wurde, ihren gemeinsamen Kandidaten, den ehemaligen [[Außenminister]] und NATO-Generalsekretär [[David Pizarro-Cordês]] durchzusetzen, der als erster und bislang letzter Liberaler in der Nachkriegszeit das höchste Parteiamt ausfüllte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin das Parlament vorzeitig aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Diese hatte in der Opposition einen schwierigen Neuordnungsprozess und einen handfesten Machtkampf um die Parteiführung erlebt, in dem sich [[Carles Favale]] aber als Parteichef hatte behaupten können. Nach dem Wahlerfolg 1967 wurde Favale schließlich zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53694</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53694"/>
		<updated>2020-02-29T19:23:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Goldenkrise 1936/37 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Friedrich I of Baden.jpg|150px|thumb|[[Philipp X.]], König 1873-1891]] &lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp X.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[José-Luis de Planxet]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Berberkriege ====&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien im Jahr 1872 das heutige [[Belhami]] zum Protektorat erklärt hatte, kam es zwischen 1885 und 1897 zu mehreren [[Sagradische Berberkriege|Kriegen gegen einheimische Berber]]. Der [[Zweiter Sagradischer Berberkrieg|Zweite Berberkrieg der Jahre 1887-1889]] endete schließlich mit einer völlig unerwarteten Niederlage Sagradiens, das seine Ambitionen in Westafrika auf Jahre hin begraben musste. Die Niederlage rief heftige Empörung in der sagradischen Öffentlichkeit und wurde weithin als nationale Schmach empfunden. Sie führte schließlich zum Sturz der Regierung von [[José-Luis de Planxet]] und trug mit dazu bei, das Ansehen König [[Philipp X.|Philipps X.]] nachhaltig zu schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Der Ausschuss, der später als &amp;quot;Regierungsrat&amp;quot; bezeichnet wurde, wurde von einer heterogenen Koalition liberaler Monarchisten sowie gemäßigter und radikaler Republikaner getragen. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp X. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp XI. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Räterevolution und Militärregierung 1891 ====&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen Nationalversammlung und Thronfolger sowie die Versuche der parlamentarischen Mehrheit, für Stabilität zu sorgen, führten dazu, dass die im Januar 1891 begonnene Revolution fortgeführt wurde. Der Regierung gelang es nicht, die revolutionären Räte flächendeckend aufzulösen. Vor allem in [[Semest]], [[Tulis]] und anderen Großstädten versuchten insbesondere sozialistische Kräfte, von der Internationalen bestärkt, das bürgerliche Regime der Nationalversammlung zu stürzen, die Eigentumsordnung zu ändern und eine radikaldemokratische Räterepublik mit sozialistischem Profil zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe im Sommer 1891 eskaliert waren, trat die Regierung von [[Cornel Gil-Lerma]] im August 1891 zurück. Die Nationalversammlung übertrug daraufhin dem Militär die Regierungsgewalt und benannte General [[Luis María de Castós]] zum provisorischen Regierungschef und Kriegsminister. De Castós gelang es in der Folge, die Kämpfe einzudämmen und den Räteaufstand schließlich gewaltsam zu zerschlagen. Im Oktober gab De Castós die Exekutivgewalt schließlich zurück an die Regierung, die den Liberalen [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates wählte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Parallel dazu arbeitete die Nationalversammlung ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Anträge der radikalen Republikaner unter [[Piero Celeste]] und [[Lorís Manuel]], die Republik ausuzurufen, scheiterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete [[Francès de Píu-Castellán]] schließlich am 2. Januar 1893 als Präsident der Nationalversammlung endgültig die Monarchie für abgeschafft. Zuvor waren Versuche einer Minderheit, den [[Gabriel Manuel Graf von Casigón|Grafen von Casigón]] und früheren Thronfolger, der 1885 auf seine Rechte verzichtet hatte, zu einer Thronkandidatur zu bewegen, gescheitert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 mit dem neuen Titel eines [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] ausgestattet und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cavaller.jpg|thumb|150px|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María de Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Nationalen Union]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|150px|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Largo Horizonte]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung Diaz Anfang 1924 gescheitert war, wurde im Februar des Jahres mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef. Seine sozialistische Minderheitsregierung stand aber von Beginn an auf tönernen Füßen und hielt nur bis Jahresende. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung der beiden bürgerlichen Parteien [[PRR]] und [[ARL]] unter dem Liberalen [[Daniel Laponte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|150px|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1927-1934)]]&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1919 und 1923 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte daraufhin widerwillig den Kandidaten der neuen Koalition [[Estefán Gaeta]] zum [[Ministerpräsident]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit vo Präsident Sánchez im Dezember 1927 ausgelaufen war, konnte der [[Bloco Nacional]] ihren Parteiführer [[Estefán Gaeta]] als Nachfolger durchsetzen. Gaeta verfolgte von Beginn an das Konzept einer starken persönlichen Präsidentschaft und ernannte mit seinem Parteifreund [[Dián Ybagarriz]] bewusst einen Politiker aus der zweiten Reihe zum Regierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Ciampi.jpg|thumb|150px|[[Sergio Rafael Dini]], [[Ministerpräsident]] (1931-1932 und 1941-1945)]]&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung von [[Dián César Iruain]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Iruain zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Präsidenten der [[Banca de Sagradia]] [[Sergio Rafael Dini]], der als Regierungschef und [[Finanzminister]] einer koalitionsungebundenen Expertenregierung vorstand. Unter Dini konnte sich die ökonomische Lage leicht erholen, während die soziale und politische Krise andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Krise bestärkte Gaeta wiederum in seinem Vorhaben, eine umfangreiche Verfassungsreform durchzusetzen. Diese sollte die Direktwahl des Präsidenten vorsehen und dessen Rolle gegenüber Parlament und Regierung stärken. Um für sein Vorhaben eine parlamentarische Mehrheit zu finden, löste Gaeta Anfang 1932 schließlich die Nationalversammlung auf und führte [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen im April 1932]] herbei, bei denen sich der konservative [[Bloco Nacional]] unter Führung der [[Volksunion]] erneut als stärkste Kraft durch behaupten konnte. Dennoch verpasste Gaeta die für eine Verfassungsänderung benötigte Zweidrittelmehrheit im Parlament und musste auf sein Reformpläne verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] gelang es aber, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte aber im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten rechts- und linksextreme Gruppierungen, die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten [[Aktionstruppen]] entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;kommunistische Staatsverschwörung&amp;quot;, die schließlich zu einem improvisierten Staatsstreichversuch eskalierte. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 30. Oktober in einem &amp;quot;Marsch auf den Plazarenya&amp;quot; in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Estefán Gaeta]] die Ernennung zum Regierungschef. Einzelnen Divisionisten gelang es auch, in das Gebäude einzudringen, sie konnten aber nicht zum Präsidenten vordringen. Gaeta reagierte sofort, indem er den Ausnahmezustand verhängte und General [[Alfonso Cabarel]] mit der Exekutivgewalt ausstattete. Als Reaktion darauf löste sich die Demonstration auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen und die [[Schwarze Division]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Putschversuch blieb der Ausnahmezustand aufrecht und Gaeta regierte mithilfe von Sondervollmachten, die ihm die Nationalversammlung übertrug. Hoffnungen der äußeren Rechten, der Präsident werde damit die verfassungsmäßig nicht zustandegekommene Staatsreform durchsetzen und sich per Staatsstreich über das Ende seiner Amtszeit halten, erfüllte er aber nicht. Auf Druck der politischen Parteien hin erklärte Gaeta Anfang Dezember den Ausnahmezustand für beendet und berief [[Manuel Sants-Igualde]] zum neuen Ministerpräsidenten. Zudem verzichtete er bei der [[Präsidentschaftswahl 1934|Präsidentschaftswahl im Dezember]] auf eine erneute Kandidatur und zog sich stattdessen aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:RennerGide1.jpg|thumb|150px|[[Santiago Laval]], [[Ministerpräsident]] (1924 und 1936-1938) und [[Präsident der Republik]] (1938)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Volksfront ging aus den Wahlen als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. PS-Chef [[Santiago Laval]] wurde zum zweiten Mal nach 1924 zum Ministerpräsidenten berufen und bildete eine Koalitionsregierung aus [[PS]] und [[PRR]], die von den Kommunisten gestützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung [[Kabinett Laval II|Laval II]] führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Golenkrise 1936/37 ====&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die Regierung einigte sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1938 trat der schwer erkrankte Präsident [[Domênco Scalfín]] von seinem Amt zurück, nachdem er bereits mehrere Monate lang kaum an den Staatsgeschäften hatte teilnehmen können. Darüber war es zu anhaltenden Konflikten zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem Plazarenya gekommen, in deren Zuge die Volksfrontparteien ein formelles Verfahren in die Wege leiteten, um den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Der Rücktritt Scalfíns löste damit eine mehrmonatige Verfassungskrise auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Scalfíns wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals ein Sozialist gewählt. Seinem Sieg war der längste Wahlgang in der Geschichte der Republik vorausgegangen, weil sich die Parteien der Volksfront nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsidentschaft Lavals wurde von heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten überschattet, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima wurde Laval schließlich am Abend des 21. Mai 1938 auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Volksfront und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lavals wurde Interimspräsident [[Luciano Capón]] von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Seine Wahl wurde bereits von einer neuen parlamentarischen Koalition unterstützt, die sich um die Kräfte der Mitte und der rechten Mitte sammelte. Die von Capón berufene [[Kabinett Cajanier|Regierung Cajanier]] wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den radikalen Parteien getragen. Auch [[Manuel Sants-Igualde]] kehrte als [[Außenminister]] in die Regierung zurück und prägte die Koalition als starker Mann, ehe er im Januar 1939 schließlich selbst ins Ministerpräsidentenamt zurückkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants-Igualde trat mit dem Ziel einer umfangreichen Verfassungsreform an und erbat schließlich von Präsident Capón die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Aus den vorgezogenen [[Aprilwahlen 1939]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde|Sants-Igualde]] regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|150px|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1932-1936 und 1939-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Angriff Japans und Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Poher.jpg|thumb|150px|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu Spannungen zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Ausschlaggebend für den Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg waren aber schließlich die Ereignisse in Übersee. Bereits seit längerer Zeit hatte sich das Verhältnis Sagradiens zu Japan verschlechtert, nachdem es zu Vorfällen im Pazifik gekommen war. Dem Überfall Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember folgte wenige Stunden später schließlich der Angriff japanischer Truppen auf [[Sagradisch-Ostindien]] als Teil des japanischen Südostasien-Kampagne gegen die britischen, niederländischen, amerikanischen und sagradischen Besitzungen in Südostasien. Binnen weniger Wochen wurden die Inseln schließlich von Japan besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf den Überfall erklärte die sagradische Nationalversammlung in einer Sondersitzung am 8. Dezember 1941 dem Kaiserreich Japan den Krieg. Die folgenden diplomatischen Versuche der Regierung Sants-Igualde, den Krieg auf Übersee zu beschränken, schlugen fehl. Präsident Capón und der amerikanische Präsident Roosevelt versprachen sich gegenseitige Unterstützung und am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den Vereinigten Staaten sowie der Sagradischen Republik den Krieg. Sofort nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle. Die Angriff auf Sagradien führte schließlich am 15. Dezember zum Rücktritt der Regierung Sants, deren Neutralitätspolitik als gescheitert galt. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt zudem wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1942 unterzeichnete die Sagradische Republik die Erklärung der Vereinten Nationen und wurde damit auch formell Teil der Alliierten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen setzten im April 1942 im Nordosten des Landes den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Bereits im Vorfeld der Wahlen war aus der katholisch-konservativen [[Volksunion]] und der kleinen sozialkatholischen [[PDP]] mit dem [[Partíu Popular de Convergência]] eine stark von der katholischen Soziallehre geprägte christdemokratische Sammlungspartei hervorgegangen, die sich im Gegensatz zur Vorgängerorganisation offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der politischen Linken zeigte. Die Christdemokraten gewannen auch die erste Parlamentswahl nach dem Krieg und konnten sich in der Folge als stärkste Partei der Nachkriegszeit behaupten. Dem Erfolg der neuen Sammlung im Mitte-Rechts-Lager folgte 1947 eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Kurz nach ihrer Konstituierung wählte die sagradische [[Nationalversammlung]] 1945 im breiten überparteilichen Einvernehmen [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens, der wiederum den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats ernannte. Unter Saviola wurde die am Ende des Krieges entstandene &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortgeführt. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die weiterhin jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot; einigten sich auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren und Dauerkonflikte zwischen den Verfassungsorganen zu beenden. Teil des Vorhaben war es, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben. Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde der Sozialist [[Santo de l'Ilpa]] als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Christdemokraten, der [[Senat]]spräsident und ehemalige Bürgermeister von [[Semest]] [[Fernando de la Roya]] durchsetzen. De la Roya schloss an die Amtsführung Dinis an und verlieh dem Präsentenamt eine stark repräsentative Prägung, überließ die Tagespolitik aber den Regierungsparteien. Dies wurde durch die ungewohnte Stabilität der Regierungen und Koalition unterstützt, die Sagradien in der Nachkriegszeit prägte. De la Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit die Rolle eines Landesvaters aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|150px|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der [[Zentrumsblock]]-Regierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[David Pizarro Cordês]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Favale]]. Stattdessen wurde Luciaro bei der [[Präsidentschaftswahl 1960]] als Nachfolger von [[Fernando De la Roya]] ins höchste Staatsamt gewählt und blieb damit eine prägende Gestalt der sagradischen Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannaren ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Johannarische Union|Johannarischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Johannarischen Inseln verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Johannarische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Zudem kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Favale als Regierungschef und seinem Vorgänger [[Paulo Luciaro]], der als [[Staatspräsident]] eine sehr viel aktivere Rolle zu spielen suchte als sein Vorgänger [[Fernando De la Roya]]. Hierzu kamen die Ansätze einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Anfang der sechziger Jahre zu spüren war und die die Autorität der christdemokratisch geführten Regierung zunehmend anzweifelte. Im Ergebnis erlitt die [[Volkspartei]] bei der [[Parlamentswahl 1962]] erstmals deutliche Verluste und büßte die gemeinsame Regierungsmehrheit mit den [[UDS|Liberalen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von Präsident [[Paulo Luciaro]] hin kam es nach den Wahlen zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Luciaro mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Erstmals seit den [[Volksfront]]-Regierungen 1936-1938 gehörte damit keine konservativ-katholische Partei der Regierung an, weswegen auch von einem &amp;quot;[[Governo Laico]]&amp;quot; gesprochen wurde. Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte. Den Regierungsparteien gelang es zudem, bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]], die nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s fällig wurde, ihren gemeinsamen Kandidaten, den ehemaligen [[Außenminister]] und NATO-Generalsekretär [[David Pizarro-Cordês]] durchzusetzen, der als erster und bislang letzter Liberaler in der Nachkriegszeit das höchste Parteiamt ausfüllte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin das Parlament vorzeitig aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Diese hatte in der Opposition einen schwierigen Neuordnungsprozess und einen handfesten Machtkampf um die Parteiführung erlebt, in dem sich [[Carles Favale]] aber als Parteichef hatte behaupten können. Nach dem Wahlerfolg 1967 wurde Favale schließlich zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53693</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2020-02-29T18:52:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Friedrich I of Baden.jpg|150px|thumb|[[Philipp X.]], König 1873-1891]] &lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp X.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[José-Luis de Planxet]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Berberkriege ====&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien im Jahr 1872 das heutige [[Belhami]] zum Protektorat erklärt hatte, kam es zwischen 1885 und 1897 zu mehreren [[Sagradische Berberkriege|Kriegen gegen einheimische Berber]]. Der [[Zweiter Sagradischer Berberkrieg|Zweite Berberkrieg der Jahre 1887-1889]] endete schließlich mit einer völlig unerwarteten Niederlage Sagradiens, das seine Ambitionen in Westafrika auf Jahre hin begraben musste. Die Niederlage rief heftige Empörung in der sagradischen Öffentlichkeit und wurde weithin als nationale Schmach empfunden. Sie führte schließlich zum Sturz der Regierung von [[José-Luis de Planxet]] und trug mit dazu bei, das Ansehen König [[Philipp X.|Philipps X.]] nachhaltig zu schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Der Ausschuss, der später als &amp;quot;Regierungsrat&amp;quot; bezeichnet wurde, wurde von einer heterogenen Koalition liberaler Monarchisten sowie gemäßigter und radikaler Republikaner getragen. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp X. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp XI. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Räterevolution und Militärregierung 1891 ====&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen Nationalversammlung und Thronfolger sowie die Versuche der parlamentarischen Mehrheit, für Stabilität zu sorgen, führten dazu, dass die im Januar 1891 begonnene Revolution fortgeführt wurde. Der Regierung gelang es nicht, die revolutionären Räte flächendeckend aufzulösen. Vor allem in [[Semest]], [[Tulis]] und anderen Großstädten versuchten insbesondere sozialistische Kräfte, von der Internationalen bestärkt, das bürgerliche Regime der Nationalversammlung zu stürzen, die Eigentumsordnung zu ändern und eine radikaldemokratische Räterepublik mit sozialistischem Profil zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe im Sommer 1891 eskaliert waren, trat die Regierung von [[Cornel Gil-Lerma]] im August 1891 zurück. Die Nationalversammlung übertrug daraufhin dem Militär die Regierungsgewalt und benannte General [[Luis María de Castós]] zum provisorischen Regierungschef und Kriegsminister. De Castós gelang es in der Folge, die Kämpfe einzudämmen und den Räteaufstand schließlich gewaltsam zu zerschlagen. Im Oktober gab De Castós die Exekutivgewalt schließlich zurück an die Regierung, die den Liberalen [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates wählte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Parallel dazu arbeitete die Nationalversammlung ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Anträge der radikalen Republikaner unter [[Piero Celeste]] und [[Lorís Manuel]], die Republik ausuzurufen, scheiterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete [[Francès de Píu-Castellán]] schließlich am 2. Januar 1893 als Präsident der Nationalversammlung endgültig die Monarchie für abgeschafft. Zuvor waren Versuche einer Minderheit, den [[Gabriel Manuel Graf von Casigón|Grafen von Casigón]] und früheren Thronfolger, der 1885 auf seine Rechte verzichtet hatte, zu einer Thronkandidatur zu bewegen, gescheitert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 mit dem neuen Titel eines [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] ausgestattet und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cavaller.jpg|thumb|150px|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María de Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Nationalen Union]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|150px|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Largo Horizonte]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung Diaz Anfang 1924 gescheitert war, wurde im Februar des Jahres mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef. Seine sozialistische Minderheitsregierung stand aber von Beginn an auf tönernen Füßen und hielt nur bis Jahresende. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung der beiden bürgerlichen Parteien [[PRR]] und [[ARL]] unter dem Liberalen [[Daniel Laponte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|150px|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1927-1934)]]&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1919 und 1923 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte daraufhin widerwillig den Kandidaten der neuen Koalition [[Estefán Gaeta]] zum [[Ministerpräsident]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit vo Präsident Sánchez im Dezember 1927 ausgelaufen war, konnte der [[Bloco Nacional]] ihren Parteiführer [[Estefán Gaeta]] als Nachfolger durchsetzen. Gaeta verfolgte von Beginn an das Konzept einer starken persönlichen Präsidentschaft und ernannte mit seinem Parteifreund [[Dián Ybagarriz]] bewusst einen Politiker aus der zweiten Reihe zum Regierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Ciampi.jpg|thumb|150px|[[Sergio Rafael Dini]], [[Ministerpräsident]] (1931-1932 und 1941-1945)]]&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung von [[Dián César Iruain]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Iruain zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Präsidenten der [[Banca de Sagradia]] [[Sergio Rafael Dini]], der als Regierungschef und [[Finanzminister]] einer koalitionsungebundenen Expertenregierung vorstand. Unter Dini konnte sich die ökonomische Lage leicht erholen, während die soziale und politische Krise andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Krise bestärkte Gaeta wiederum in seinem Vorhaben, eine umfangreiche Verfassungsreform durchzusetzen. Diese sollte die Direktwahl des Präsidenten vorsehen und dessen Rolle gegenüber Parlament und Regierung stärken. Um für sein Vorhaben eine parlamentarische Mehrheit zu finden, löste Gaeta Anfang 1932 schließlich die Nationalversammlung auf und führte [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen im April 1932]] herbei, bei denen sich der konservative [[Bloco Nacional]] unter Führung der [[Volksunion]] erneut als stärkste Kraft durch behaupten konnte. Dennoch verpasste Gaeta die für eine Verfassungsänderung benötigte Zweidrittelmehrheit im Parlament und musste auf sein Reformpläne verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] gelang es aber, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte aber im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten rechts- und linksextreme Gruppierungen, die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten [[Aktionstruppen]] entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;kommunistische Staatsverschwörung&amp;quot;, die schließlich zu einem improvisierten Staatsstreichversuch eskalierte. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 30. Oktober in einem &amp;quot;Marsch auf den Plazarenya&amp;quot; in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Estefán Gaeta]] die Ernennung zum Regierungschef. Einzelnen Divisionisten gelang es auch, in das Gebäude einzudringen, sie konnten aber nicht zum Präsidenten vordringen. Gaeta reagierte sofort, indem er den Ausnahmezustand verhängte und General [[Alfonso Cabarel]] mit der Exekutivgewalt ausstattete. Als Reaktion darauf löste sich die Demonstration auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen und die [[Schwarze Division]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Putschversuch blieb der Ausnahmezustand aufrecht und Gaeta regierte mithilfe von Sondervollmachten, die ihm die Nationalversammlung übertrug. Hoffnungen der äußeren Rechten, der Präsident werde damit die verfassungsmäßig nicht zustandegekommene Staatsreform durchsetzen und sich per Staatsstreich über das Ende seiner Amtszeit halten, erfüllte er aber nicht. Auf Druck der politischen Parteien hin erklärte Gaeta Anfang Dezember den Ausnahmezustand für beendet und berief [[Manuel Sants-Igualde]] zum neuen Ministerpräsidenten. Zudem verzichtete er bei der [[Präsidentschaftswahl 1934|Präsidentschaftswahl im Dezember]] auf eine erneute Kandidatur und zog sich stattdessen aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:RennerGide1.jpg|thumb|150px|[[Santiago Laval]], [[Ministerpräsident]] (1924 und 1936-1938) und [[Präsident der Republik]] (1938)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Volksfront ging aus den Wahlen als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. PS-Chef [[Santiago Laval]] wurde zum zweiten Mal nach 1924 zum Ministerpräsidenten berufen und bildete eine Koalitionsregierung aus [[PS]] und [[PRR]], die von den Kommunisten gestützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung [[Kabinett Laval II|Laval II]] führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Goldenkrise 1936/37 ====&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die Regierung einigte sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1938 trat der schwer erkrankte Präsident [[Domênco Scalfín]] von seinem Amt zurück, nachdem er bereits mehrere Monate lang kaum an den Staatsgeschäften hatte teilnehmen können. Darüber war es zu anhaltenden Konflikten zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem Plazarenya gekommen, in deren Zuge die Volksfrontparteien ein formelles Verfahren in die Wege leiteten, um den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Der Rücktritt Scalfíns löste damit eine mehrmonatige Verfassungskrise auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Scalfíns wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals ein Sozialist gewählt. Seinem Sieg war der längste Wahlgang in der Geschichte der Republik vorausgegangen, weil sich die Parteien der Volksfront nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsidentschaft Lavals wurde von heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten überschattet, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima wurde Laval schließlich am Abend des 21. Mai 1938 auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Volksfront und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lavals wurde Interimspräsident [[Luciano Capón]] von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Seine Wahl wurde bereits von einer neuen parlamentarischen Koalition unterstützt, die sich um die Kräfte der Mitte und der rechten Mitte sammelte. Die von Capón berufene [[Kabinett Cajanier|Regierung Cajanier]] wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den radikalen Parteien getragen. Auch [[Manuel Sants-Igualde]] kehrte als [[Außenminister]] in die Regierung zurück und prägte die Koalition als starker Mann, ehe er im Januar 1939 schließlich selbst ins Ministerpräsidentenamt zurückkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants-Igualde trat mit dem Ziel einer umfangreichen Verfassungsreform an und erbat schließlich von Präsident Capón die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Aus den vorgezogenen [[Aprilwahlen 1939]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde|Sants-Igualde]] regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|150px|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1932-1936 und 1939-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Angriff Japans und Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Poher.jpg|thumb|150px|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu Spannungen zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Ausschlaggebend für den Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg waren aber schließlich die Ereignisse in Übersee. Bereits seit längerer Zeit hatte sich das Verhältnis Sagradiens zu Japan verschlechtert, nachdem es zu Vorfällen im Pazifik gekommen war. Dem Überfall Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember folgte wenige Stunden später schließlich der Angriff japanischer Truppen auf [[Sagradisch-Ostindien]] als Teil des japanischen Südostasien-Kampagne gegen die britischen, niederländischen, amerikanischen und sagradischen Besitzungen in Südostasien. Binnen weniger Wochen wurden die Inseln schließlich von Japan besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf den Überfall erklärte die sagradische Nationalversammlung in einer Sondersitzung am 8. Dezember 1941 dem Kaiserreich Japan den Krieg. Die folgenden diplomatischen Versuche der Regierung Sants-Igualde, den Krieg auf Übersee zu beschränken, schlugen fehl. Präsident Capón und der amerikanische Präsident Roosevelt versprachen sich gegenseitige Unterstützung und am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den Vereinigten Staaten sowie der Sagradischen Republik den Krieg. Sofort nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle. Die Angriff auf Sagradien führte schließlich am 15. Dezember zum Rücktritt der Regierung Sants, deren Neutralitätspolitik als gescheitert galt. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt zudem wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1942 unterzeichnete die Sagradische Republik die Erklärung der Vereinten Nationen und wurde damit auch formell Teil der Alliierten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen setzten im April 1942 im Nordosten des Landes den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Bereits im Vorfeld der Wahlen war aus der katholisch-konservativen [[Volksunion]] und der kleinen sozialkatholischen [[PDP]] mit dem [[Partíu Popular de Convergência]] eine stark von der katholischen Soziallehre geprägte christdemokratische Sammlungspartei hervorgegangen, die sich im Gegensatz zur Vorgängerorganisation offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der politischen Linken zeigte. Die Christdemokraten gewannen auch die erste Parlamentswahl nach dem Krieg und konnten sich in der Folge als stärkste Partei der Nachkriegszeit behaupten. Dem Erfolg der neuen Sammlung im Mitte-Rechts-Lager folgte 1947 eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Kurz nach ihrer Konstituierung wählte die sagradische [[Nationalversammlung]] 1945 im breiten überparteilichen Einvernehmen [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens, der wiederum den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats ernannte. Unter Saviola wurde die am Ende des Krieges entstandene &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortgeführt. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die weiterhin jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot; einigten sich auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren und Dauerkonflikte zwischen den Verfassungsorganen zu beenden. Teil des Vorhaben war es, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben. Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde der Sozialist [[Santo de l'Ilpa]] als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Christdemokraten, der [[Senat]]spräsident und ehemalige Bürgermeister von [[Semest]] [[Fernando de la Roya]] durchsetzen. De la Roya schloss an die Amtsführung Dinis an und verlieh dem Präsentenamt eine stark repräsentative Prägung, überließ die Tagespolitik aber den Regierungsparteien. Dies wurde durch die ungewohnte Stabilität der Regierungen und Koalition unterstützt, die Sagradien in der Nachkriegszeit prägte. De la Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit die Rolle eines Landesvaters aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|150px|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der [[Zentrumsblock]]-Regierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[David Pizarro Cordês]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Favale]]. Stattdessen wurde Luciaro bei der [[Präsidentschaftswahl 1960]] als Nachfolger von [[Fernando De la Roya]] ins höchste Staatsamt gewählt und blieb damit eine prägende Gestalt der sagradischen Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannaren ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Johannarische Union|Johannarischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Johannarischen Inseln verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Johannarische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Zudem kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Favale als Regierungschef und seinem Vorgänger [[Paulo Luciaro]], der als [[Staatspräsident]] eine sehr viel aktivere Rolle zu spielen suchte als sein Vorgänger [[Fernando De la Roya]]. Hierzu kamen die Ansätze einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Anfang der sechziger Jahre zu spüren war und die die Autorität der christdemokratisch geführten Regierung zunehmend anzweifelte. Im Ergebnis erlitt die [[Volkspartei]] bei der [[Parlamentswahl 1962]] erstmals deutliche Verluste und büßte die gemeinsame Regierungsmehrheit mit den [[UDS|Liberalen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von Präsident [[Paulo Luciaro]] hin kam es nach den Wahlen zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Luciaro mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Erstmals seit den [[Volksfront]]-Regierungen 1936-1938 gehörte damit keine konservativ-katholische Partei der Regierung an, weswegen auch von einem &amp;quot;[[Governo Laico]]&amp;quot; gesprochen wurde. Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte. Den Regierungsparteien gelang es zudem, bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]], die nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s fällig wurde, ihren gemeinsamen Kandidaten, den ehemaligen [[Außenminister]] und NATO-Generalsekretär [[David Pizarro-Cordês]] durchzusetzen, der als erster und bislang letzter Liberaler in der Nachkriegszeit das höchste Parteiamt ausfüllte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin das Parlament vorzeitig aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Diese hatte in der Opposition einen schwierigen Neuordnungsprozess und einen handfesten Machtkampf um die Parteiführung erlebt, in dem sich [[Carles Favale]] aber als Parteichef hatte behaupten können. Nach dem Wahlerfolg 1967 wurde Favale schließlich zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53692</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=53692"/>
		<updated>2020-02-29T18:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Friedrich I of Baden.jpg|150px|thumb|[[Philipp X.]], König 1873-1891]] &lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp X.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[José-Luis de Planxet]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Berberkriege ====&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien im Jahr 1872 das heutige [[Belhami]] zum Protektorat erklärt hatte, kam es zwischen 1885 und 1897 zu mehreren [[Sagradische Berberkriege|Kriegen gegen einheimische Berber]]. Der [[Zweiter Sagradischer Berberkrieg|Zweite Berberkrieg der Jahre 1887-1889]] endete schließlich mit einer völlig unerwarteten Niederlage Sagradiens, das seine Ambitionen in Westafrika auf Jahre hin begraben musste. Die Niederlage rief heftige Empörung in der sagradischen Öffentlichkeit und wurde weithin als nationale Schmach empfunden. Sie führte schließlich zum Sturz der Regierung von [[José-Luis de Planxet]] und trug mit dazu bei, das Ansehen König [[Philipp X.|Philipps X.]] nachhaltig zu schmälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Der Ausschuss, der später als &amp;quot;Regierungsrat&amp;quot; bezeichnet wurde, wurde von einer heterogenen Koalition liberaler Monarchisten sowie gemäßigter und radikaler Republikaner getragen. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp X. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp XI. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Räterevolution und Militärregierung 1891 ====&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen Nationalversammlung und Thronfolger sowie die Versuche der parlamentarischen Mehrheit, für Stabilität zu sorgen, führten dazu, dass die im Januar 1891 begonnene Revolution fortgeführt wurde. Der Regierung gelang es nicht, die revolutionären Räte flächendeckend aufzulösen. Vor allem in [[Semest]], [[Tulis]] und anderen Großstädten versuchten insbesondere sozialistische Kräfte, von der Internationalen bestärkt, das bürgerliche Regime der Nationalversammlung zu stürzen, die Eigentumsordnung zu ändern und eine radikaldemokratische Räterepublik mit sozialistischem Profil zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe im Sommer 1891 eskaliert waren, trat die Regierung von [[Cornel Gil-Lerma]] im August 1891 zurück. Die Nationalversammlung übertrug daraufhin dem Militär die Regierungsgewalt und benannte General [[Luis María de Castós]] zum provisorischen Regierungschef und Kriegsminister. De Castós gelang es in der Folge, die Kämpfe einzudämmen und den Räteaufstand schließlich gewaltsam zu zerschlagen. Im Oktober gab De Castós die Exekutivgewalt schließlich zurück an die Regierung, die den Liberalen [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates wählte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Parallel dazu arbeitete die Nationalversammlung ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Anträge der radikalen Republikaner unter [[Piero Celeste]] und [[Lorís Manuel]], die Republik ausuzurufen, scheiterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete [[Francès de Píu-Castellán]] schließlich am 2. Januar 1893 als Präsident der Nationalversammlung endgültig die Monarchie für abgeschafft. Zuvor waren Versuche einer Minderheit, den [[Gabriel Manuel Graf von Casigón|Grafen von Casigón]] und früheren Thronfolger, der 1885 auf seine Rechte verzichtet hatte, zu einer Thronkandidatur zu bewegen, gescheitert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 mit dem neuen Titel eines [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] ausgestattet und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cavaller.jpg|thumb|150px|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María de Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Nationalen Union]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|150px|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Largo Horizonte]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung Diaz Anfang 1924 gescheitert war, wurde im Februar des Jahres mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef. Seine sozialistische Minderheitsregierung stand aber von Beginn an auf tönernen Füßen und hielt nur bis Jahresende. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung der beiden bürgerlichen Parteien [[PRR]] und [[ARL]] unter dem Liberalen [[Daniel Laponte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorherrschaft der Volksunion und die Präsidentschaft Gaeta (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|150px|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1927-1935)]]&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1919 und 1923 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte daraufhin widerwillig den Kandidaten der neuen Koalition [[Estefán Gaeta]] zum [[Ministerpräsident]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Amtszeit vo Präsident Sánchez im Dezember 1927 ausgelaufen war, konnte der [[Bloco Nacional]] ihren Parteiführer [[Estefán Gaeta]] als Nachfolger durchsetzen. Gaeta verfolgte von Beginn an das Konzept einer starken persönlichen Präsidentschaft und ernannte mit seinem Parteifreund [[Dián Ybagarriz]] bewusst einen Politiker aus der zweiten Reihe zum Regierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Ciampi.jpg|thumb|150px|[[Sergio Rafael Dini]], [[Ministerpräsident]] (1931-1932 und 1941-1945)]]&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung von [[Dián César Iruain]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Iruain zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Präsidenten der [[Banca de Sagradia]] [[Sergio Rafael Dini]], der als Regierungschef und [[Finanzminister]] einer koalitionsungebundenen Expertenregierung vorstand. Unter Dini konnte sich die ökonomische Lage leicht erholen, während die soziale und politische Krise andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Krise bestärkte Gaeta wiederum in seinem Vorhaben, eine umfangreiche Verfassungsreform durchzusetzen. Diese sollte die Direktwahl des Präsidenten vorsehen und dessen Rolle gegenüber Parlament und Regierung stärken. Um für sein Vorhaben eine parlamentarische Mehrheit zu finden, löste Gaeta Anfang 1932 schließlich die Nationalversammlung auf und führte [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen im April 1932]] herbei, bei denen sich der konservative [[Bloco Nacional]] unter Führung der [[Volksunion]] erneut als stärkste Kraft durch behaupten konnte. Dennoch verpasste Gaeta die für eine Verfassungsänderung benötigte Zweidrittelmehrheit im Parlament und musste auf sein Reformpläne verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] gelang es aber, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte aber im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten rechts- und linksextreme Gruppierungen, die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten [[Aktionstruppen]] entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;kommunistische Staatsverschwörung&amp;quot;, die schließlich zu einem improvisierten Staatsstreichversuch eskalierte. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 30. Oktober in einem &amp;quot;Marsch auf den Plazarenya&amp;quot; in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Estefán Gaeta]] die Ernennung zum Regierungschef. Einzelnen Divisionisten gelang es auch, in das Gebäude einzudringen, sie konnten aber nicht zum Präsidenten vordringen. Gaeta reagierte sofort, indem er den Ausnahmezustand verhängte und General [[Alfonso Cabarel]] mit der Exekutivgewalt ausstattete. Als Reaktion darauf löste sich die Demonstration auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen und die [[Schwarze Division]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen nach dem Putschversuch blieb der Ausnahmezustand aufrecht und Gaeta regierte mithilfe von Sondervollmachten, die ihm die Nationalversammlung übertrug. Hoffnungen der äußeren Rechten, der Präsident werde damit die verfassungsmäßig nicht zustandegekommene Staatsreform durchsetzen und sich per Staatsstreich über das Ende seiner Amtszeit halten, erfüllte er aber nicht. Auf Druck der politischen Parteien hin erklärte Gaeta Anfang Dezember den Ausnahmezustand für beendet und berief [[Manuel Sants-Igualde]] zum neuen Ministerpräsidenten. Zudem verzichtete er bei der [[Präsidentschaftswahl 1934|Präsidentschaftswahl im Dezember]] auf eine erneute Kandidatur und zog sich stattdessen aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:RennerGide1.jpg|thumb|150px|[[Santiago Laval]], [[Ministerpräsident]] (1924 und 1936-1938) und [[Präsident der Republik]] (1938)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Volksfront ging aus den Wahlen als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. PS-Chef [[Santiago Laval]] wurde zum zweiten Mal nach 1924 zum Ministerpräsidenten berufen und bildete eine Koalitionsregierung aus [[PS]] und [[PRR]], die von den Kommunisten gestützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung [[Kabinett Laval II|Laval II]] führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Goldenkrise 1936/37 ====&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die Regierung einigte sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1938 trat der schwer erkrankte Präsident [[Domênco Scalfín]] von seinem Amt zurück, nachdem er bereits mehrere Monate lang kaum an den Staatsgeschäften hatte teilnehmen können. Darüber war es zu anhaltenden Konflikten zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem Plazarenya gekommen, in deren Zuge die Volksfrontparteien ein formelles Verfahren in die Wege leiteten, um den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Der Rücktritt Scalfíns löste damit eine mehrmonatige Verfassungskrise auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Scalfíns wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals ein Sozialist gewählt. Seinem Sieg war der längste Wahlgang in der Geschichte der Republik vorausgegangen, weil sich die Parteien der Volksfront nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten hatten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsidentschaft Lavals wurde von heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten überschattet, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima wurde Laval schließlich am Abend des 21. Mai 1938 auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Volksfront und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lavals wurde Interimspräsident [[Luciano Capón]] von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Seine Wahl wurde bereits von einer neuen parlamentarischen Koalition unterstützt, die sich um die Kräfte der Mitte und der rechten Mitte sammelte. Die von Capón berufene [[Kabinett Cajanier|Regierung Cajanier]] wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den radikalen Parteien getragen. Auch [[Manuel Sants-Igualde]] kehrte als [[Außenminister]] in die Regierung zurück und prägte die Koalition als starker Mann, ehe er im Januar 1939 schließlich selbst ins Ministerpräsidentenamt zurückkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sants-Igualde trat mit dem Ziel einer umfangreichen Verfassungsreform an und erbat schließlich von Präsident Capón die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Aus den vorgezogenen [[Aprilwahlen 1939]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde|Sants-Igualde]] regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|150px|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1932-1936 und 1939-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Angriff Japans und Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Poher.jpg|thumb|150px|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu Spannungen zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Ausschlaggebend für den Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg waren aber schließlich die Ereignisse in Übersee. Bereits seit längerer Zeit hatte sich das Verhältnis Sagradiens zu Japan verschlechtert, nachdem es zu Vorfällen im Pazifik gekommen war. Dem Überfall Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember folgte wenige Stunden später schließlich der Angriff japanischer Truppen auf [[Sagradisch-Ostindien]] als Teil des japanischen Südostasien-Kampagne gegen die britischen, niederländischen, amerikanischen und sagradischen Besitzungen in Südostasien. Binnen weniger Wochen wurden die Inseln schließlich von Japan besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf den Überfall erklärte die sagradische Nationalversammlung in einer Sondersitzung am 8. Dezember 1941 dem Kaiserreich Japan den Krieg. Die folgenden diplomatischen Versuche der Regierung Sants-Igualde, den Krieg auf Übersee zu beschränken, schlugen fehl. Präsident Capón und der amerikanische Präsident Roosevelt versprachen sich gegenseitige Unterstützung und am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den Vereinigten Staaten sowie der Sagradischen Republik den Krieg. Sofort nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle. Die Angriff auf Sagradien führte schließlich am 15. Dezember zum Rücktritt der Regierung Sants, deren Neutralitätspolitik als gescheitert galt. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt zudem wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1942 unterzeichnete die Sagradische Republik die Erklärung der Vereinten Nationen und wurde damit auch formell Teil der Alliierten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen setzten im April 1942 im Nordosten des Landes den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Bereits im Vorfeld der Wahlen war aus der katholisch-konservativen [[Volksunion]] und der kleinen sozialkatholischen [[PDP]] mit dem [[Partíu Popular de Convergência]] eine stark von der katholischen Soziallehre geprägte christdemokratische Sammlungspartei hervorgegangen, die sich im Gegensatz zur Vorgängerorganisation offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der politischen Linken zeigte. Die Christdemokraten gewannen auch die erste Parlamentswahl nach dem Krieg und konnten sich in der Folge als stärkste Partei der Nachkriegszeit behaupten. Dem Erfolg der neuen Sammlung im Mitte-Rechts-Lager folgte 1947 eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Kurz nach ihrer Konstituierung wählte die sagradische [[Nationalversammlung]] 1945 im breiten überparteilichen Einvernehmen [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens, der wiederum den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats ernannte. Unter Saviola wurde die am Ende des Krieges entstandene &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortgeführt. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die weiterhin jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot; einigten sich auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren und Dauerkonflikte zwischen den Verfassungsorganen zu beenden. Teil des Vorhaben war es, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben. Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde der Sozialist [[Santo de l'Ilpa]] als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Christdemokraten, der [[Senat]]spräsident und ehemalige Bürgermeister von [[Semest]] [[Fernando de la Roya]] durchsetzen. De la Roya schloss an die Amtsführung Dinis an und verlieh dem Präsentenamt eine stark repräsentative Prägung, überließ die Tagespolitik aber den Regierungsparteien. Dies wurde durch die ungewohnte Stabilität der Regierungen und Koalition unterstützt, die Sagradien in der Nachkriegszeit prägte. De la Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit die Rolle eines Landesvaters aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|150px|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der [[Zentrumsblock]]-Regierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[David Pizarro Cordês]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Favale]]. Stattdessen wurde Luciaro bei der [[Präsidentschaftswahl 1960]] als Nachfolger von [[Fernando De la Roya]] ins höchste Staatsamt gewählt und blieb damit eine prägende Gestalt der sagradischen Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannaren ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Johannarische Union|Johannarischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Johannarischen Inseln verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Johannarische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Zudem kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Favale als Regierungschef und seinem Vorgänger [[Paulo Luciaro]], der als [[Staatspräsident]] eine sehr viel aktivere Rolle zu spielen suchte als sein Vorgänger [[Fernando De la Roya]]. Hierzu kamen die Ansätze einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Anfang der sechziger Jahre zu spüren war und die die Autorität der christdemokratisch geführten Regierung zunehmend anzweifelte. Im Ergebnis erlitt die [[Volkspartei]] bei der [[Parlamentswahl 1962]] erstmals deutliche Verluste und büßte die gemeinsame Regierungsmehrheit mit den [[UDS|Liberalen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von Präsident [[Paulo Luciaro]] hin kam es nach den Wahlen zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Luciaro mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Erstmals seit den [[Volksfront]]-Regierungen 1936-1938 gehörte damit keine konservativ-katholische Partei der Regierung an, weswegen auch von einem &amp;quot;[[Governo Laico]]&amp;quot; gesprochen wurde. Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte. Den Regierungsparteien gelang es zudem, bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]], die nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s fällig wurde, ihren gemeinsamen Kandidaten, den ehemaligen [[Außenminister]] und NATO-Generalsekretär [[David Pizarro-Cordês]] durchzusetzen, der als erster und bislang letzter Liberaler in der Nachkriegszeit das höchste Parteiamt ausfüllte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin das Parlament vorzeitig aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Diese hatte in der Opposition einen schwierigen Neuordnungsprozess und einen handfesten Machtkampf um die Parteiführung erlebt, in dem sich [[Carles Favale]] aber als Parteichef hatte behaupten können. Nach dem Wahlerfolg 1967 wurde Favale schließlich zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53691</id>
		<title>Sagradischer Ministerpräsident</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53691"/>
		<updated>2020-02-29T15:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Liste der Regierungschefs der sagradischen Republik (1891-1945) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PresidençadelCosellu.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Manuel Ramœs Iliega]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit Februar 2018)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgängerin''': [[Mercé Serrat Cabarell]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Regierungschef&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''ernannt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''abhängig von'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradische Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''steht vor'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradischer Ministerrat]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;([[Kabinett Ramœs Iliega II]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''nicht festgelegt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:PalaciuValier.jpg|100px]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Palâciu Valier]], [[Semest]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident''' oder die '''Präsidentin des Ministerrats''' (sagr. ''Presidente del Cosellu de Ministrœs'', kurz ''Presidente del Cosellu'', '''PreCos'''), im deutschen Sprachgebrauch oft als '''Sagradischer Ministerpräsident''' bezeichnet, ist der Regierungschef der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er steht der sagradischen Regierung, dem so genannten [[Ministerrat]] vor und wird nach Art. 40 der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] durch den [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] ernannt. Der Präsident des Ministerrats wird nicht durch das sagradische Parlament gewählt, kann aber durch ein Misstrauensvotum der [[Abgeordnetenkammer]] gegen den Ministerrat zum Rücktritt gezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtiger Amtsinhaber ist seit Februar 2018 der Vorsitzende der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei]] [[Manuel Ramœs Iliega]]. Er folgte auf die [[ASUL|Sozialistin]] [[Mercé Serrat Cabarell]], die erste Frau im Ministerpräsidentenamt. Den Rekord für die längste Zeit als Ministerpräsident hält der [[PPC|Christdemokrat]] [[Paulo Luciaro]] (1948-1950, 1950-1959), gefolgt vom [[ASUL|Sozialisten]] [[Joán Caval]] (1970-1979). Die kürzeste Amtsperiode füllte [[Julen Cajanier]] aus, der im Juni 1936 zum Ministerpräsidenten ernannt worden war und schon nach wenigen Tagen per Misstrauensvotum gestürzt wurde (er blieb aber noch bis August geschäftsführend im Amt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt des Präsidenten des Ministerrats ging aus der Position des [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien|Leitenden Ministers und Kronkanzlers]] hervor, der zu Zeiten der Monarchie die Regierung des Königs anführte. Ein entsprechendes Amt war zwar in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, da formal der [[Präsident der Republik]] an der Spitze der Exekutive stand. Die entsprechende Funktion wurde aber bereits unter dem ersten Staatspräsidenten [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Ministerpräsident ganz vom Vertrauen des Parlamentes abhängt, bereits durch ein einfaches Misstrauensvotum gestürzt werden kann und de facto oftmals nur eine Minderheitsregieurng anführt, besitzt er im heutigen parlamentarischen System der Sagradischen Republik eine relativ starke Stellung. Dies hängt zum einen mit der parteipolitischen Verfasstheit der sagradischen Demokratie zusammen, sodass der Ministerpräsident gewöhnlich auch der Führer der stärksten Partei bzw. der Kandidat der Parlamentsmehrheit ist. Zum anderen basiert seine Stellung auf dem Prinzip des negativen Parlamentarismus, der in Sagradien praktiziert wird: Demnach amtiert ein Regierungschef, solange sich keine Mehrheit gegen ihn formt, sodass auch der politische Führer einer parlamentarischen Minderheitsregierung eine starke Exekutive anführen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssitz des sagradischen Ministerpräsidenten ist der [[Palâciu Valier]] in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Regierungschefs der [[Zweite Sagradische Republik|sagradischen Republik (1891-1945)]] ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:24%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:11%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Präsident der Republik|Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsident des Regierungsrats&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Militär&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1895 Vizepräsidenten des Ministerrats)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce I|Delacrûce I]] &amp;amp; [[Kabinett Delacrûce II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 bgcolor=#EEEEEE|[[Luis Cavaller]] (1893-1900)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas I|L. Tropexas I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1895|1895]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce III|Delacrûce III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Berlioz|Berlioz]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1874CD&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Ex-[[PRL|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas II|L. Tropexas II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Salgado I|Salgado I]] &amp;amp; [[Kabinett Salgado II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1899|1899]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 bgcolor=#EEEEEE|[[Francisco Berlioz]] (1900-1907)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez|Sánchez I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto I|M. F. Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1903|1903]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Cabalín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabalín|Cabalín]]&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRL|Liberal]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano I|de Brentano I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Domênco Serrano López]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrano López|Serrano López]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1907&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto II|M. F. Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1907&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Britón|Britón]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1907|1907]]&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Joán Cardinal]] (1907-1914)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Filipe Conte de Tesqué]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. de Tesqué|F. de Tesqué]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Bretano]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano II|de Brentano II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1909|1909]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà|Alemà]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1914&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000033&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Acción Popular|AP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. Tropexas|F. Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1913|1913]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1914&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez II|Sánchez II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Carles Simón López-Iregui]] (1914-1920)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pier-Costantín Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sant'Estrell|Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Calbane|Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1917|1917]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Jacque María Sâis-Munieta]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sâis-Munieta|Sâis-Munieta I]] &amp;amp; [[Kabinett Sâis-Munieta II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|1919]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Diaz I|Diaz I]] &amp;amp; [[Kabinett Diaz II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1923|1923]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Cristoval Sánchez]] (1920-1927)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval I|Laval I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Capón|Capón]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Gaeta I|Gaeta I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|1925]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |[[Kabinett Laponte I|Laponte I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Ybagarriz]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ybagarriz|Ybagarriz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1929|1929]]&lt;br /&gt;
!rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]] (1927-1934)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[César Iruain]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Iruain|Iruain]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini I|Dini I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sants-Igualde I|Sants-Igualde I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|1932]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laponte II|Laponte II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde II|Sants-Igualde II]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 bgcolor=#EEEEEE|[[Domênco Scalfín]] (1934-1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval II|Laval II]] &lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|1936]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola I|Saviola I]] &amp;amp; [[Kabinett Saviola II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 bgcolor=#EEEEEE|[[Santiago Laval]] (1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Julen Cajanier]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical Independiente|Radical (ind.)]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cajanier|Cajanier]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=3 bgcolor=#EEEEEE|[[Luciano Capón]] (1938-1945)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;3. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde III|Sants-Igualde III]], [[Kabinett Sants-Igualde IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Sants-Igualde V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1939|1939]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini II|Dini II]] &amp;amp; [[Kabinett Dini III|III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Regierungschefs in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola III|Saviola III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1945|1945]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de l'Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]/[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] &amp;amp; [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1949|1949]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Justizminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Aug 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Okt 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Joán Aliureto Delavesc]] (parteilos), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]], [[Kabinett Luciaro IV|IV]], [[Kabinett Luciaro V|V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1953|1953]], [[Parlamentswahl 1954|1954]], [[Parlamentswahl 1958|1958]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;1953 bis 1955 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1962|1962]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1963|1963]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Carles Méndez-León]] ([[UDS]]), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] &amp;amp; [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] &amp;amp; [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1967|1967]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez-León|Méndez-León]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1970|1970]], [[Parlamentswahl 1974|1974]], [[Parlamentswahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]], [[Kabinett Nada II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Nada III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1978|1978]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Jun bis Nov 1982 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Moya III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1982|1982]], [[Parlamentswahl 1986|1986]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &amp;amp; [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1990|1990]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]] &amp;amp; [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] &amp;amp; [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1998|1998]], [[Parlamentswahl 2002|2002]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2006|2006]], [[Parlamentswahl 2009|2009]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2013|2013]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;erste Frau im Amt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ramœs Iliega I|Ramœs Iliega I]] &amp;amp; [[Kabinett Ramœs Iliega II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2017|2017]], [[Parlamentswahl 2019|2019]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Verfassungsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53690</id>
		<title>Sagradischer Ministerpräsident</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53690"/>
		<updated>2020-02-29T15:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Liste der Regierungschefs der sagradischen Republik (1891-1945) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PresidençadelCosellu.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Manuel Ramœs Iliega]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit Februar 2018)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgängerin''': [[Mercé Serrat Cabarell]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Regierungschef&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''ernannt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''abhängig von'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradische Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''steht vor'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradischer Ministerrat]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;([[Kabinett Ramœs Iliega II]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''nicht festgelegt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:PalaciuValier.jpg|100px]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Palâciu Valier]], [[Semest]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident''' oder die '''Präsidentin des Ministerrats''' (sagr. ''Presidente del Cosellu de Ministrœs'', kurz ''Presidente del Cosellu'', '''PreCos'''), im deutschen Sprachgebrauch oft als '''Sagradischer Ministerpräsident''' bezeichnet, ist der Regierungschef der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er steht der sagradischen Regierung, dem so genannten [[Ministerrat]] vor und wird nach Art. 40 der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] durch den [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] ernannt. Der Präsident des Ministerrats wird nicht durch das sagradische Parlament gewählt, kann aber durch ein Misstrauensvotum der [[Abgeordnetenkammer]] gegen den Ministerrat zum Rücktritt gezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtiger Amtsinhaber ist seit Februar 2018 der Vorsitzende der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei]] [[Manuel Ramœs Iliega]]. Er folgte auf die [[ASUL|Sozialistin]] [[Mercé Serrat Cabarell]], die erste Frau im Ministerpräsidentenamt. Den Rekord für die längste Zeit als Ministerpräsident hält der [[PPC|Christdemokrat]] [[Paulo Luciaro]] (1948-1950, 1950-1959), gefolgt vom [[ASUL|Sozialisten]] [[Joán Caval]] (1970-1979). Die kürzeste Amtsperiode füllte [[Julen Cajanier]] aus, der im Juni 1936 zum Ministerpräsidenten ernannt worden war und schon nach wenigen Tagen per Misstrauensvotum gestürzt wurde (er blieb aber noch bis August geschäftsführend im Amt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt des Präsidenten des Ministerrats ging aus der Position des [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien|Leitenden Ministers und Kronkanzlers]] hervor, der zu Zeiten der Monarchie die Regierung des Königs anführte. Ein entsprechendes Amt war zwar in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, da formal der [[Präsident der Republik]] an der Spitze der Exekutive stand. Die entsprechende Funktion wurde aber bereits unter dem ersten Staatspräsidenten [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Ministerpräsident ganz vom Vertrauen des Parlamentes abhängt, bereits durch ein einfaches Misstrauensvotum gestürzt werden kann und de facto oftmals nur eine Minderheitsregieurng anführt, besitzt er im heutigen parlamentarischen System der Sagradischen Republik eine relativ starke Stellung. Dies hängt zum einen mit der parteipolitischen Verfasstheit der sagradischen Demokratie zusammen, sodass der Ministerpräsident gewöhnlich auch der Führer der stärksten Partei bzw. der Kandidat der Parlamentsmehrheit ist. Zum anderen basiert seine Stellung auf dem Prinzip des negativen Parlamentarismus, der in Sagradien praktiziert wird: Demnach amtiert ein Regierungschef, solange sich keine Mehrheit gegen ihn formt, sodass auch der politische Führer einer parlamentarischen Minderheitsregierung eine starke Exekutive anführen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssitz des sagradischen Ministerpräsidenten ist der [[Palâciu Valier]] in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Regierungschefs der [[Zweite Sagradische Republik|sagradischen Republik (1891-1945)]] ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:24%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:11%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Präsident der Republik|Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsident des Regierungsrats&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Militär&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1895 Vizepräsidenten des Ministerrats)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce I|Delacrûce I]] &amp;amp; [[Kabinett Delacrûce II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 bgcolor=#EEEEEE|[[Luis Cavaller]] (1893-1900)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas I|L. Tropexas I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1895|1895]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce III|Delacrûce III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Berlioz|Berlioz]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1874CD&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Ex-[[PRL|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas II|L. Tropexas II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Salgado I|Salgado I]] &amp;amp; [[Kabinett Salgado II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1899|1899]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 bgcolor=#EEEEEE|[[Francisco Berlioz]] (1900-1907)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez|Sánchez I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto I|M. F. Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1903|1903]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Cabalín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabalín|Cabalín]]&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRL|Liberal]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano I|de Brentano I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Domênco Serrano López]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrano López|Serrano López]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto II|M. F. Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Britón|Britón]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1907|1907]]&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Joán Cardinal]] (1907-1914)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Filipe Conte de Tesqué]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. de Tesqué|F. de Tesqué]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Bretano]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano II|de Brentano II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1909|1909]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà|Alemà]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez II|Sánchez II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000033&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Acción Popular|AP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. Tropexas|F. Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1913|1913]]&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Carles Simón López-Iregui]] (1914-1920)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pier-Costantín Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sant'Estrell|Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Calbane|Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1917|1917]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Jacque María Sâis-Munieta]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sâis-Munieta|Sâis-Munieta I]] &amp;amp; [[Kabinett Sâis-Munieta II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|1919]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Diaz I|Diaz I]] &amp;amp; [[Kabinett Diaz II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1923|1923]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Cristoval Sánchez]] (1920-1927)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval I|Laval I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Capón|Capón]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Gaeta I|Gaeta I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|1925]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |[[Kabinett Laponte I|Laponte I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Ybagarriz]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ybagarriz|Ybagarriz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1929|1929]]&lt;br /&gt;
!rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]] (1927-1934)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[César Iruain]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Iruain|Iruain]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini I|Dini I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sants-Igualde I|Sants-Igualde I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|1932]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laponte II|Laponte II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde II|Sants-Igualde II]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 bgcolor=#EEEEEE|[[Domênco Scalfín]] (1934-1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval II|Laval II]] &lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|1936]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola I|Saviola I]] &amp;amp; [[Kabinett Saviola II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 bgcolor=#EEEEEE|[[Santiago Laval]] (1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Julen Cajanier]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical Independiente|Radical (ind.)]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cajanier|Cajanier]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=3 bgcolor=#EEEEEE|[[Luciano Capón]] (1938-1945)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;3. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde III|Sants-Igualde III]], [[Kabinett Sants-Igualde IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Sants-Igualde V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1939|1939]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini II|Dini II]] &amp;amp; [[Kabinett Dini III|III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Regierungschefs in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola III|Saviola III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1945|1945]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de l'Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]/[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] &amp;amp; [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1949|1949]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Justizminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Aug 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Okt 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Joán Aliureto Delavesc]] (parteilos), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]], [[Kabinett Luciaro IV|IV]], [[Kabinett Luciaro V|V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1953|1953]], [[Parlamentswahl 1954|1954]], [[Parlamentswahl 1958|1958]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;1953 bis 1955 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1962|1962]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1963|1963]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Carles Méndez-León]] ([[UDS]]), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] &amp;amp; [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] &amp;amp; [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1967|1967]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez-León|Méndez-León]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1970|1970]], [[Parlamentswahl 1974|1974]], [[Parlamentswahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]], [[Kabinett Nada II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Nada III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1978|1978]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Jun bis Nov 1982 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Moya III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1982|1982]], [[Parlamentswahl 1986|1986]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &amp;amp; [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1990|1990]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]] &amp;amp; [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] &amp;amp; [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1998|1998]], [[Parlamentswahl 2002|2002]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2006|2006]], [[Parlamentswahl 2009|2009]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2013|2013]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;erste Frau im Amt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ramœs Iliega I|Ramœs Iliega I]] &amp;amp; [[Kabinett Ramœs Iliega II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2017|2017]], [[Parlamentswahl 2019|2019]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Verfassungsorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.76.141</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=53689</id>
		<title>Sagradischer Ministerpräsident</title>
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		<updated>2020-02-29T09:51:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.76.141: /* Liste der Regierungschefs der sagradischen Republik (1891-1945) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PresidençadelCosellu.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Amtsinhaber'''&amp;lt;br&amp;gt;'''[[Manuel Ramœs Iliega]]''' &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(seit Februar 2018)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;small&amp;gt;'''Vorgängerin''': [[Mercé Serrat Cabarell]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Funktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Regierungschef&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''ernannt durch'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''abhängig von'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradische Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''steht vor'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradischer Ministerrat]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;([[Kabinett Ramœs Iliega II]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtszeit'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''nicht festgelegt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssitz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:PalaciuValier.jpg|100px]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Palâciu Valier]], [[Semest]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Präsident''' oder die '''Präsidentin des Ministerrats''' (sagr. ''Presidente del Cosellu de Ministrœs'', kurz ''Presidente del Cosellu'', '''PreCos'''), im deutschen Sprachgebrauch oft als '''Sagradischer Ministerpräsident''' bezeichnet, ist der Regierungschef der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er steht der sagradischen Regierung, dem so genannten [[Ministerrat]] vor und wird nach Art. 40 der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] durch den [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] ernannt. Der Präsident des Ministerrats wird nicht durch das sagradische Parlament gewählt, kann aber durch ein Misstrauensvotum der [[Abgeordnetenkammer]] gegen den Ministerrat zum Rücktritt gezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtiger Amtsinhaber ist seit Februar 2018 der Vorsitzende der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei]] [[Manuel Ramœs Iliega]]. Er folgte auf die [[ASUL|Sozialistin]] [[Mercé Serrat Cabarell]], die erste Frau im Ministerpräsidentenamt. Den Rekord für die längste Zeit als Ministerpräsident hält der [[PPC|Christdemokrat]] [[Paulo Luciaro]] (1948-1950, 1950-1959), gefolgt vom [[ASUL|Sozialisten]] [[Joán Caval]] (1970-1979). Die kürzeste Amtsperiode füllte [[Julen Cajanier]] aus, der im Juni 1936 zum Ministerpräsidenten ernannt worden war und schon nach wenigen Tagen per Misstrauensvotum gestürzt wurde (er blieb aber noch bis August geschäftsführend im Amt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt des Präsidenten des Ministerrats ging aus der Position des [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien|Leitenden Ministers und Kronkanzlers]] hervor, der zu Zeiten der Monarchie die Regierung des Königs anführte. Ein entsprechendes Amt war zwar in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, da formal der [[Präsident der Republik]] an der Spitze der Exekutive stand. Die entsprechende Funktion wurde aber bereits unter dem ersten Staatspräsidenten [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Ministerpräsident ganz vom Vertrauen des Parlamentes abhängt, bereits durch ein einfaches Misstrauensvotum gestürzt werden kann und de facto oftmals nur eine Minderheitsregieurng anführt, besitzt er im heutigen parlamentarischen System der Sagradischen Republik eine relativ starke Stellung. Dies hängt zum einen mit der parteipolitischen Verfasstheit der sagradischen Demokratie zusammen, sodass der Ministerpräsident gewöhnlich auch der Führer der stärksten Partei bzw. der Kandidat der Parlamentsmehrheit ist. Zum anderen basiert seine Stellung auf dem Prinzip des negativen Parlamentarismus, der in Sagradien praktiziert wird: Demnach amtiert ein Regierungschef, solange sich keine Mehrheit gegen ihn formt, sodass auch der politische Führer einer parlamentarischen Minderheitsregierung eine starke Exekutive anführen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssitz des sagradischen Ministerpräsidenten ist der [[Palâciu Valier]] in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Liste der Leitenden Minister und Kronkanzler des Königreichs Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Regierungschefs der [[Zweite Sagradische Republik|sagradischen Republik (1891-1945)]] ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:24%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:11%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Präsident der Republik|Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsident des Regierungsrats&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Cornel Gil-Lerma]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis María de Castós]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Militär&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1891&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #04B431&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Francès de Píu-Castellán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1892&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1E90FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Liberal|Liberal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1895 Vizepräsidenten des Ministerrats)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1893&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce I|Delacrûce I]] &amp;amp; [[Kabinett Delacrûce II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=6 bgcolor=#EEEEEE|[[Luis Cavaller]] (1893-1900)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1894&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas I|L. Tropexas I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1895|1895]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José-León Delacrûce]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce III|Delacrûce III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1896&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Republicano Moderata|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano I|de Brentano I]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1898&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1874CD&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Ex-[[PRL|Moderata]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett L. Tropexas II|L. Tropexas II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1899&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Salgado I|Salgado I]] &amp;amp; [[Kabinett Salgado II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1899|1899]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=7 bgcolor=#EEEEEE|[[Francisco Berlioz]] (1900-1907)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1902&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez|Sánchez I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1903&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto I|M. F. Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1903|1903]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Cabalín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabalín|Cabalín]]&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1904&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRL|Liberal]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett de Brentano II|de Brentano II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Domênco Serrano López]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrano López|Serrano López]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1905&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Fernando Luisanto]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unión Nacional|Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M. F. Luisanto II|M. F. Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1907&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Unionista]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Britón|Britón]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1907|1907]]&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Joán Cardinal]] (1907-1914)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Filipe Conte de Tesqué]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. de Tesqué|F. de Tesqué]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1909&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Berlioz|Berlioz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1909|1909]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1911&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Aliança Republicana|AR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà|Alemà]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1912&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez II|Sánchez II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1913&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000033&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Acción Popular|AP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett F. Tropexas|F. Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1913|1913]]&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Carles Simón López-Iregui]] (1914-1920)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1914&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pier-Costantín Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sant'Estrell|Sant'Estrell]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1917&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Calbane|Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1917|1917]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1919&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Jacque María Sâis-Munieta]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sâis-Munieta|Sâis-Munieta I]] &amp;amp; [[Kabinett Sâis-Munieta II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|1919]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1919&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=2 |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical|Radical]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Kabinett Diaz I|Diaz I]] &amp;amp; [[Kabinett Diaz II|II]]&lt;br /&gt;
| rowspan=2 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1923|1923]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
! rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Cristoval Sánchez]] (1920-1927)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval I|Laval I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1924&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Capón|Capón]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1925&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Estefán Gaeta d'Alejandro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Gaeta I|Gaeta I]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|1925]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1926&lt;br /&gt;
|rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |[[Kabinett Laponte I|Laponte I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1927&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Ybagarriz]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ybagarriz|Ybagarriz]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1929|1929]]&lt;br /&gt;
!rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=5 bgcolor=#EEEEEE|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]] (1927-1934)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1929&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[César Iruain]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Iruain|Iruain]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1931&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini I|Dini I]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1932&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=1 |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| rowspan=1 align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Kabinett Sants-Igualde I|Sants-Igualde I]] &lt;br /&gt;
| rowspan=1 | [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|1932]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ARL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laponte II|Laponte II]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1934&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde II|Sants-Igualde II]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=2 bgcolor=#EEEEEE|[[Domênco Scalfín]] (1934-1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1936&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval II|Laval II]] &lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|1936]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola I|Saviola I]] &amp;amp; [[Kabinett Saviola II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=1 bgcolor=#EEEEEE|[[Santiago Laval]] (1938)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1938&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Julen Cajanier]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partíu Radical Independiente|Radical (ind.)]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cajanier|Cajanier]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| rowspan=3 style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| rowspan=3 bgcolor=#EEEEEE|[[Luciano Capón]] (1938-1945)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1939&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #000055&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]], &amp;lt;small&amp;gt;3. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UP]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sants-Igualde III|Sants-Igualde III]], [[Kabinett Sants-Igualde IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Sants-Igualde V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1939|1939]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1941&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini II|Dini II]] &amp;amp; [[Kabinett Dini III|III]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Regierungschefs in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.5%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:5%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats der [[Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola III|Saviola III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1945|1945]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de l'Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]/[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] &amp;amp; [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1948&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1949|1949]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Justizminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Aug 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Okt 1950&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Joán Aliureto Delavesc]] (parteilos), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]], [[Kabinett Luciaro IV|IV]], [[Kabinett Luciaro V|V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &amp;amp; [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1953|1953]], [[Parlamentswahl 1954|1954]], [[Parlamentswahl 1958|1958]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;1953 bis 1955 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1959&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;1. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1962|1962]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1963|1963]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;im Amt verstorben&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;lt;small&amp;gt;Jun 1964&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Carles Méndez-León]] ([[UDS]]), als [[Stellvertretender Ministerpräsident]] amtierend&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] &amp;amp; [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], &amp;lt;small&amp;gt;2. Mal&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] &amp;amp; [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1967|1967]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez-León|Méndez-León]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] &amp;amp; [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1970|1970]], [[Parlamentswahl 1974|1974]], [[Parlamentswahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]], [[Kabinett Nada II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Nada III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1978|1978]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Jun bis Nov 1982 zugleich [[Außenminister]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Moya III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1982|1982]], [[Parlamentswahl 1986|1986]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &amp;amp; [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1990|1990]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]] &amp;amp; [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1999&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] &amp;amp; [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 1998|1998]], [[Parlamentswahl 2002|2002]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] &amp;amp; [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2006|2006]], [[Parlamentswahl 2009|2009]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2013&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl 2013|2013]]&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;erste Frau im Amt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 2018&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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