<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=88.68.70.187</id>
	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=88.68.70.187"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/88.68.70.187"/>
	<updated>2026-04-28T22:38:28Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Joaqu%C3%ADn_Loubregat&amp;diff=50348</id>
		<title>Joaquín Loubregat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Joaqu%C3%ADn_Loubregat&amp;diff=50348"/>
		<updated>2019-11-11T21:21:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Collboni4.jpg|270px|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joaquín Loubregat Teixa''' (*1972 in [[Ollar de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker, der bis Oktober 2019 als Fraktionssprecher der sozialdemokratischen [[ASUL]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] amtierte. Als Vizegeneralsekretär seiner Partei fungierte er nach dem Rücktritt von [[Mercé Serrat Cabarell]] im Februar 2018 als kommissarischer Parteichef, ließ diese Funktion aber kurze Zeit später ruhen und erklärte seine Kandidatur für die [[Sozialistische Primaries 2018|sozialistischen Primaries im Mai 2018]], in denen er [[Eva Monet]] unterlag. Loubregat blieb aber Fraktionssprecher und war damit weiterhin in der Parteiführung vertreten. Nach einem monatelangen Machtkampf mit Eva Monet erklärte Loubregat im Oktober 2019 seinen Rücktritt vom Fraktionsamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politische Anfänge ====&lt;br /&gt;
Loubregat wurde 1973 im [[Comtàid-Perín|tulinesischen]] [[Ollar de Barregat]] geboren und machte dort sein Abitur. Anschließend studierte er in [[Tulis]] Politikwissenschaft, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Bereits als Jugendlicher trat er in die ASUL ein und engagierte sich für die [[Juventú Socialista]] und die [[Estudiantes Socialistas]]. 1996 wurde Loubregat erstmals in den Stadtrat seiner Heimatstadt gewählt, seit 1999 war er dort Fraktionssprecher der Sozialisten, seit 2000 zudem Sekretär der ASUL im Bezirk Tulis-Land. Im Jahr 2002 zog er für die regierenden Sozialisten in die [[Abgeordnetenkammer]] ein, wo er 2006 zum medienpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufstieg in die Parteiführung ====&lt;br /&gt;
Bei den Primaries um den Posten des Generalsekretärs der ASUL im Frühjahr 2010 unterstützte Loubregat die siegreiche Kandidatin [[Mercé Serrat]]. Anschließend nominierte die neue Parteichefin Serrat den bis dahin weithin unbekannten Loubregat überraschend für das Amt des Parteikoordinators. Er wurde mit einem Stimmenanteil von 72 Prozent gewählt und folgte in diesem Amt auf [[Lorenzo Manuel Delúsio]], der sich keiner Wiederwahl stellte. Zusammen mit Parteisprecher [[David Chabrol]] gehört Loubregat seither zu den engsten Mitarbeitern und Vertrauten Serrats in der ASUL-Parteizentrale in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Parlamentswahl 2013]] war Loubregat wesentlich für die Kampagne der Sozialisten verantwortlich, die mit dem Wahlsieg der Mitte-Links-Parteien und der Ernennung Serrat Cabarells zur Premierministerin endete. Loubregat wurde danach aber überraschend nicht ins [[Kabinett Serrat Cabarell|Kabinett der neuen Ministerpräsidentin]] berufen und blieb stattdessen in der Parteizentrale, um den Europawahlkampf 2014 zu organisieren. Wenig später wurde Loubregat als Nachfolger [[Santiago Valarosa]]s zum Vizegeneralsekretär der [[ASUL]] gewählt. Als solcher vertrat er Mercé Serrat regelmäßig in ihrer Funktion als Parteichefin der Sozialisten. Seit 2014 amtierte Loubregat zudem als Sprecher der [[ASUL]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und galt damit als Nummer 2 in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 2017]] und dem Rückzug [[Mercé Serrat Cabarell]]s aus der Parteiführung folgte ihr Loubregat im Februar 2018 als kommissarischer Generalsekretär nach. Schon im März erklärte Loubregat aber, seine Parteiämter ruhen zu lassen und als Kandidat bei den [[Primârias Socialistas 2018|sozialistischen Primaries im Mai 2018]] anzutreten. Obwohl Loubregat als klarer Favorit ins Rennen ging, musste seine Kampagne einige Rückschläge erleiden. Vor allem sein Eintreten für eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung von [[Manuel Ramoes Iliega]] führte zu Kritik der Parteilinken und an der Basis. In der ersten Runde der Primaries erreichte Loubregat schließlich nur 34,3 Prozent der Stimmen und landete damit auf dem zweiten Platz. In der Stichwahl musste er sich mit 39,1 Prozent deutlich seiner Gegenkandidatin [[Eva Monet]] geschlagen geben, die vom linken Parteiflügel favorisiert wurde. Loubregat blieb aber Sprecher der Abgeordnetenfraktion und damit in einer machtpolitischen Schlüsselstellung, die ihn immer wieder in Gegensatz zur neuen Parteispitze brachte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Spannungen zwischen der neuen Parteispitze um Eva Monet, die sich um ein linkeres Profil bemühte, und der Fraktionsführung um Loubregat, der in der Abgeordnetenkammer einen kooperativen Kurs gegenüber der konservativ-liberalen Minderheitsregierung einschlug, um den Einfluss der rechtspopulistischen [[PSP]] zurückzudrängen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Europawahl 2019]] eskalierten die Spannungen und es kam zu offenen Rücktrittsforderungen an [[Eva Monet]] aus dem Lager um Loubregat. Der Machtkampf führte im Oktober 2019 schließlich zum Rücktritt Loubregats als Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer und zu seiner Ankündigung, Monet auf dem nächsten Parteikongress als Generalsekretärin abwählen lassen zu wollen. Monet bekräftigte daraufhin ihre Absicht, für ihr politisches Projekt einer linken Alternative zur Mitte-Rechts-Regierung zu werben, und berief für November 2019 einen außerordentlichen Parteikongress ein, um den Machtkampf zu entscheiden. Überraschend verzichtete Loubregat auf eine eigene Kandidatur und unterstützte den landesweit wenig bekannten, aber als unverbraucht geltenden Bürgermeister von [[Bosa]], [[Dián Alcoy]] als Kandidaten. Auf dem Parteitag Im November konnte sich [[Eva Monet]] schließlich überraschend deutlich gegen Alcoy durchsetzen, woraufhin Loubregats &amp;quot;Putsch&amp;quot; gegen Monat als gescheitert galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 1996-2002: Mitglied des Stadtrats von [[Ollar de Barregat]]&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 1999-2002: Fraktionssprecher der [[ASUL]] im Stadtrat von [[Ollar de Barregat]]&lt;br /&gt;
* 2000-2010: Sekretär der [[ASUL]] [[Tulis]]-Land&lt;br /&gt;
* 2010-2014: Koordinationssekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 2014-2018: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]] &amp;lt;small&amp;gt;(seit 3/2018 ruhend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2-3/2018: kommissarischer Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 2014-2019: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Loubregat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Loubregat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Joaqu%C3%ADn_Loubregat&amp;diff=50347</id>
		<title>Joaquín Loubregat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Joaqu%C3%ADn_Loubregat&amp;diff=50347"/>
		<updated>2019-11-11T21:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Collboni4.jpg|270px|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joaquín Loubregat Teixa''' (*1972 in [[Ollar de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker, der bis Oktober 2019 als Fraktionssprecher der sozialdemokratischen [[ASUL]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] amtierte. Als Vizegeneralsekretär seiner Partei fungierte er nach dem Rücktritt von [[Mercé Serrat Cabarell]] im Februar 2018 als kommissarischer Parteichef, ließ diese Funktion aber kurze Zeit später ruhen und erklärte seine Kandidatur für die [[Sozialistische Primaries 2018|sozialistischen Primaries im Mai 2018]], in denen er [[Eva Monet]] unterlag. Loubregat blieb aber Fraktionssprecher und ist damit weiterhin in der Parteiführung vertreten. Nach einem monatelangen Machtkampf mit Eva Monet erklärte Loubregat im Oktober 2019 seinen Rücktritt vom Fraktionsamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politische Anfänge ====&lt;br /&gt;
Loubregat wurde 1973 im [[Comtàid-Perín|tulinesischen]] [[Ollar de Barregat]] geboren und machte dort sein Abitur. Anschließend studierte er in [[Tulis]] Politikwissenschaft, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Bereits als Jugendlicher trat er in die ASUL ein und engagierte sich für die [[Juventú Socialista]] und die [[Estudiantes Socialistas]]. 1996 wurde Loubregat erstmals in den Stadtrat seiner Heimatstadt gewählt, seit 1999 war er dort Fraktionssprecher der Sozialisten, seit 2000 zudem Sekretär der ASUL im Bezirk Tulis-Land. Im Jahr 2002 zog er für die regierenden Sozialisten in die [[Abgeordnetenkammer]] ein, wo er 2006 zum medienpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufstieg in die Parteiführung ====&lt;br /&gt;
Bei den Primaries um den Posten des Generalsekretärs der ASUL im Frühjahr 2010 unterstützte Loubregat die siegreiche Kandidatin [[Mercé Serrat]]. Anschließend nominierte die neue Parteichefin Serrat den bis dahin weithin unbekannten Loubregat überraschend für das Amt des Parteikoordinators. Er wurde mit einem Stimmenanteil von 72 Prozent gewählt und folgte in diesem Amt auf [[Lorenzo Manuel Delúsio]], der sich keiner Wiederwahl stellte. Zusammen mit Parteisprecher [[David Chabrol]] gehört Loubregat seither zu den engsten Mitarbeitern und Vertrauten Serrats in der ASUL-Parteizentrale in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Parlamentswahl 2013]] war Loubregat wesentlich für die Kampagne der Sozialisten verantwortlich, die mit dem Wahlsieg der Mitte-Links-Parteien und der Ernennung Serrat Cabarells zur Premierministerin endete. Loubregat wurde danach aber überraschend nicht ins [[Kabinett Serrat Cabarell|Kabinett der neuen Ministerpräsidentin]] berufen und blieb stattdessen in der Parteizentrale, um den Europawahlkampf 2014 zu organisieren. Wenig später wurde Loubregat als Nachfolger [[Santiago Valarosa]]s zum Vizegeneralsekretär der [[ASUL]] gewählt. Als solcher vertrat er Mercé Serrat regelmäßig in ihrer Funktion als Parteichefin der Sozialisten. Seit 2014 amtierte Loubregat zudem als Sprecher der [[ASUL]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und galt damit als Nummer 2 in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 2017]] und dem Rückzug [[Mercé Serrat Cabarell]]s aus der Parteiführung folgte ihr Loubregat im Februar 2018 als kommissarischer Generalsekretär nach. Schon im März erklärte Loubregat aber, seine Parteiämter ruhen zu lassen und als Kandidat bei den [[Primârias Socialistas 2018|sozialistischen Primaries im Mai 2018]] anzutreten. Obwohl Loubregat als klarer Favorit ins Rennen ging, musste seine Kampagne einige Rückschläge erleiden. Vor allem sein Eintreten für eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung von [[Manuel Ramoes Iliega]] führte zu Kritik der Parteilinken und an der Basis. In der ersten Runde der Primaries erreichte Loubregat schließlich nur 34,3 Prozent der Stimmen und landete damit auf dem zweiten Platz. In der Stichwahl musste er sich mit 39,1 Prozent deutlich seiner Gegenkandidatin [[Eva Monet]] geschlagen geben, die vom linken Parteiflügel favorisiert wurde. Loubregat blieb aber Sprecher der Abgeordnetenfraktion und damit in einer machtpolitischen Schlüsselstellung, die ihn immer wieder in Gegensatz zur neuen Parteispitze brachte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Spannungen zwischen der neuen Parteispitze um Eva Monet, die sich um ein linkeres Profil bemühte, und der Fraktionsführung um Loubregat, der in der Abgeordnetenkammer einen kooperativen Kurs gegenüber der konservativ-liberalen Minderheitsregierung einschlug, um den Einfluss der rechtspopulistischen [[PSP]] zurückzudrängen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Europawahl 2019]] eskalierten die Spannungen und es kam zu offenen Rücktrittsforderungen an [[Eva Monet]] aus dem Lager um Loubregat. Der Machtkampf führte im Oktober 2019 schließlich zum Rücktritt Loubregats als Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer und zu seiner Ankündigung, Monet auf dem nächsten Parteikongress als Generalsekretärin abwählen lassen zu wollen. Monet bekräftigte daraufhin ihre Absicht, für ihr politisches Projekt einer linken Alternative zur Mitte-Rechts-Regierung zu werben, und berief für November 2019 einen außerordentlichen Parteikongress ein, um den Machtkampf zu entscheiden. Überraschend verzichtete Loubregat auf eine eigene Kandidatur und unterstützte den landesweit wenig bekannten, aber als unverbraucht geltenden Bürgermeister von [[Bosa]], [[Dián Alcoy]] als Kandidaten. Auf dem Parteitag Im November konnte sich [[Eva Monet]] schließlich überraschend deutlich gegen Alcoy durchsetzen, woraufhin Loubregats &amp;quot;Putsch&amp;quot; gegen Monat als gescheitert galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 1996-2002: Mitglied des Stadtrats von [[Ollar de Barregat]]&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 1999-2002: Fraktionssprecher der [[ASUL]] im Stadtrat von [[Ollar de Barregat]]&lt;br /&gt;
* 2000-2010: Sekretär der [[ASUL]] [[Tulis]]-Land&lt;br /&gt;
* 2010-2014: Koordinationssekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 2014-2018: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]] &amp;lt;small&amp;gt;(seit 3/2018 ruhend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2-3/2018: kommissarischer Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 2014-2019: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Loubregat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Loubregat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=50346</id>
		<title>António Santiago</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=50346"/>
		<updated>2019-11-11T21:17:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:SeánLemass1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''José António Santiago''' (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in [[Semest]]) war ein sozialistischer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war von 1954 bis zu seinem Tod Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]] und seit Februar zugleich [[Ministerpräsident]] [[Sagradien]]s. Er starb im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Leben und Wirken in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im [[Pescano]], wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die [[Partíu Socialista|sagradische Sozialistische Partei]] sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die [[Juventú Socialista|sozialistische Jugendbewegung CSJS]]. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein. Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach den [[Aprilwahlen 1938]] schied er aus der Regierung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs trat Santiago für einen Kriegseintritt Sagradiens in den Krieg ein und geriet in Gegensatz zum restriktiven Neutralitätskurs der Regierung unter [[Manuel Sants]]. Nach dem Verbot der kommunistischen Partei wurde Santiago als früherer Anhänger der Volksfront vorübergehend festgenommen, obwohl er sich mehrfach von der KPS distanziert hatte. 1940 wurde er schließlich wegen seiner Agitation für den Kriegseintritt abermals festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach trat Santiago auch weiterhin als öffentlicher Kritiker der Regierung Sants auf. Nach seiner Entlassung ging Santiago nach Frankreich, wo er sich dem französischen Untergrund anschloss. Seit 1941 kämpfte er auch in Sagradien gegen die deutsche Wehrmacht. Gemeinsam mit [[Santo de l'Ilpa]] und anderen begründete er die [[Resistença Sagradêsa]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1945 in die [[sagradische Nationalversammlung]] gewählt worden war, gehörte er ab 1949 der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef der Sozialisten ===&lt;br /&gt;
1947 gehörte Santiago zusammen mit [[Santo de l'Ilpa]], [[Ricardo Moreno]] und [[Nino Cabal]] zu den Gründern der sozialdemokratischen Sammlungspartei [[ASUL]], für die er das Amt des Vizegeneralsekretärs und die Funktion des organisatorischen Sekretärs der Partei übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialistischen Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] wurde Santiago als Nachfolger von [[Ricardo Moreno]] zum Generalsekretär der [[ASUL]] gewählt. Diese führte er bei der [[Parlamentswahl 1958]] und [[Parlamentswahl 1962]] als Spitzenkandidat an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteichef ließ Santiago die Gruppe der Reformer in der Partei gewähren, die wesentlichen Einfluss auf das erste Parteiprogramm von 1962 ([[Manifesto de Lemez]]) erhielt. Mit der Verabschiedung des [[Lemezer Programm]]s distanzierten sich die Sozialisten programmatisch von revolutionärer Ideologie und strebten eine ''sozialistische Reform'' an, womit sich die Partei auf einen Dritten Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus begab. In der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] übernahm Santiago kein Amt, stattdessen blieb er als Parteichef außerhalb des Kabinetts und schickte seinen Stellvertreter Del Pérez als Außenminister und Vizepremier in die Regierung. Damit konnte Santiago die Unabhängigkeit der Partei von der ungeliebten Regierungskoalition betonen, was unter anderem dazu beitrug, dass die ASUL nach dem Bruch der Koalition 1963 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordntenkammer 1963]] mit einem Programm des ''Wechsels'' antreten konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidentschaft und Tod ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wahlergebnis von 32,5 Prozent konnte Santiago die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 1963]] zu einem Wahlsieg führen. Um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Konservativen und der Kooperation mit den Kommunisten zu finden, nahm er in der Folge erstmals Gespräche mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]] von [[Carles Méndez]] sowie den linksliberalen [[Partíu Radical-Democrático|Radikaldemokraten]] auf. Dabei machte er auch in der Wirtschaftspolitik Zugeständnisse an die Liberalen, die er zuvor gegenüber dem PPC nicht gemacht hatte. Im Februar 1964 wurde Santiago schließlich zum [[Ministerpräsident]]en einer [[Kabinett Santiago|Mitte-Links-Regierung]] aus Sozialisten, Links- und Rechtsliberalen ernannt. Durch Präsident [[Ariel Fernando De la Roya]] wurde Santiago als erster Sozialist seit 1949 zum Regierungschef ernannt. Ziel seiner Regierung war eine ''progressive Reform'' in gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen, ohne jedoch das traditionelle Ziel von Verstaatlichungen der Schlüsselindustrien auf die Agenda zu setzen, welche die Liberalen deutlich ablehnten, die Santiago zuvor aber stets zur Vorbedingung sozialistischer Regierungsbeteiligung gemacht hatte und die auch in der Großen Koalition als Ziele benannt, aber nicht umgesetzt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Politik, die er in seiner ersten Regierungserklärung ankündigte, konnte Santiago kaum mehr etwas umsetzen. Nach nur vier Monaten im Amt verstarb der bereits seit längerer Zeit an Herzproblemen leidende Santiago im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarktes. Sowohl im Parteiamt als auch in der Regierung folgte ihm [[Iacovo Del Pérez]] nach, der die Koalition mit den Liberalen bis zu deren Auseinanderbrechen im Jahr 1967 fortsetzte und 1969 von [[Joán Caval]] als Parteichef abgelöst wurde. António Santiago wurde posthum zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1920-1922: stellvertretender Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend CSJS]]&lt;br /&gt;
* 1930-1935: Organisationssekretär des [[Partíu Socialista]] (PS)&lt;br /&gt;
* 1945-1947: Organisationssekretär des [[Partíu Socialista|Partíu Socialista Unitáriu]] (PSU)&lt;br /&gt;
* 1947-1954: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1954-1964: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1935-1938: Mitglied der sagradischen [[Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Mitglied der sagradischen [[Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1946-1964: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsämter ===&lt;br /&gt;
* 1936-1937: Staatssekretär im [[Erziehungsministerium]] ([[Kabinett Saviola II]])&lt;br /&gt;
* Feb-Jun 1964:  [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Santiago]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Santiago]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker|Santiago]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Santiago]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Santiago]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=50345</id>
		<title>Iacovo Del Pérez</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=50345"/>
		<updated>2019-11-11T21:15:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Monnet50a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und von 1962 bis 1964 sowie erneut von 1970 bis 1974 [[Außenminister]] der Sagradischen Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer [[Ministerpräsident]] (bis 1967) nach, ehe er von 1975 bis 1985 zwei Amtsperioden lang als [[Präsident der Republik]] amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Aprilwahlen 1938]] gehörte Del Pérez zu den Gegnern der antisozialistischen [[Regierung Sants-Igualde]], der er faschistische Tendenzen vorwarf. Er wurde dafür mehrmals festgenommen, doch konnte ihm keine kommunistische Konspiration nachgewiesen werden. Seit 1940 gehörte er zu den Befürwortern eines Eintritts Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg, 1943 schloss er sich dem sagradischen Widerstand in Nordsagradien an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De l'Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1947 wurde Del Pérez von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen, wenig später stieg er im [[Kabinett Ilpa I|Kabinett Ilpa]] zum [[Kulturminister]] auf. 1950 wurde Del Pérez unter [[Außenminister]] De la Ilpa Staatssekretär im Außenministerium, gab diesen Posten aber 1952 auf, als er zum [[Bürgermeister von Tulis]] gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 gehörte Del Pérez neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]”, einem inoffiziellen Führungskreis der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Parlaments 1958]], bei der Del Pérez in die [[Abgeordnetekammer]] gewählt wurde, legte er seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Sprecher der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez-León]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten blieb Del Pérez zunächst Außenminister. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. Im Sommer 1965 nahmen [[Mikolinien]], Sagradien und [[Sancristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez/Méndez-León zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im November 1966. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez blieb die Regierung jedoch zunächst als Minderheitsregierung bestehen, da die Unionsdemokraten sich keinem Misstrauensvotum gegen die Regierung anschlossen. Zu einem solchen kam es erst Anfang 1967, in dessen Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PPC]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Regierung Caval und Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten [[Stefano Nacoma]] setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum Sancristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Nino Cabal]] auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, kandidierte Del Pérez bei den [[Präsidentschaftswahlen 1975]]. Dabei konnte er sich gegen den früheren Notenbankchef und Finanzminister [[Alfonso Guivares]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1979 aber schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Er verurteilte die Apartheid in Südafrika, die Militärdiktaturen in Südamerika und die Intervention der UdSSR in Afghanistan. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêglu Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1980]] wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1985 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1986 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1948: Unterstaatssekretär und Sprecher des [[Ministerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1948-1949: [[Kulturminister]] im [[Kabinett Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Außenminister]] im [[Kabinett Costa]] sowie im [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Ministerpräsident|Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1975-1985: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1945-1958: Stadtrat in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1958-1972: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1997: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1973: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1986-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kulturminister Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Del Pérez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=50344</id>
		<title>Iacovo Del Pérez</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=50344"/>
		<updated>2019-11-11T21:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Monnet50a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und 1962 bis 1964 sowie erneut von 1970 bis 1974 [[Außenminister]] der Sagradischen Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer [[Ministerpräsident]] (bis 1967) nach, ehe er von 1975 bis 1985 zwei Amtsperioden lang als [[Präsident der Republik]] amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Aprilwahlen 1938]] gehörte Del Pérez zu den Gegnern der antisozialistischen [[Regierung Sants-Igualde]], der er faschistische Tendenzen vorwarf. Er wurde dafür mehrmals festgenommen, doch konnte ihm keine kommunistische Konspiration nachgewiesen werden. Seit 1940 gehörte er zu den Befürwortern eines Eintritts Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg, 1943 schloss er sich dem sagradischen Widerstand in Nordsagradien an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De l'Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1947 wurde Del Pérez von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen, wenig später stieg er im [[Kabinett Ilpa I|Kabinett Ilpa]] zum [[Kulturminister]] auf. 1950 wurde Del Pérez unter [[Außenminister]] De la Ilpa Staatssekretär im Außenministerium, gab diesen Posten aber 1952 auf, als er zum [[Bürgermeister von Tulis]] gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 gehörte Del Pérez neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]”, einem inoffiziellen Führungskreis der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Parlaments 1958]], bei der Del Pérez in die [[Abgeordnetekammer]] gewählt wurde, legte er seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Sprecher der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez-León]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten blieb Del Pérez zunächst Außenminister. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. Im Sommer 1965 nahmen [[Mikolinien]], Sagradien und [[Sancristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez/Méndez-León zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im November 1966. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez blieb die Regierung jedoch zunächst als Minderheitsregierung bestehen, da die Unionsdemokraten sich keinem Misstrauensvotum gegen die Regierung anschlossen. Zu einem solchen kam es erst Anfang 1967, in dessen Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PPC]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Regierung Caval und Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten [[Stefano Nacoma]] setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum Sancristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Nino Cabal]] auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, kandidierte Del Pérez bei den [[Präsidentschaftswahlen 1975]]. Dabei konnte er sich gegen den früheren Notenbankchef und Finanzminister [[Alfonso Guivares]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1979 aber schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Er verurteilte die Apartheid in Südafrika, die Militärdiktaturen in Südamerika und die Intervention der UdSSR in Afghanistan. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêglu Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1980]] wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1985 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1986 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1948: Unterstaatssekretär und Sprecher des [[Ministerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1948-1949: [[Kulturminister]] im [[Kabinett Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Außenminister]] im [[Kabinett Costa]] sowie im [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Ministerpräsident|Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1975-1985: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1945-1958: Stadtrat in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1958-1972: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1997: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1973: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1986-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kulturminister Sagradiens|Del Pérez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Del Pérez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ram%C3%B3n_Julio_De_la_Costa&amp;diff=50343</id>
		<title>Ramón Julio De la Costa</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ram%C3%B3n_Julio_De_la_Costa&amp;diff=50343"/>
		<updated>2019-11-11T21:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Rutelli2018.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ramón Julio De la Costa''' (*13.07.1952 in [[Sacâu de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Anwalt und früherer Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war von 1990 bis 1992 sagradischer [[Umweltminister]] in der [[Kabinett Ricardes I|Regierung]] von [[Donado Ricardes]] und danach Präsident der Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] (1993-1998). Zwischen Januar 1999 und November 2006 führte er als [[sagradischer Ministerpräsident]] die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Koalition]] in Sagradien an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit als Regierungschef fallen zahlreiche politische und gesellschaftliche Reformen wie die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare, die Liberalisierung des Einwanderungsrechts, der Ausstieg aus der Atom-Energie sowie eine umfangreiche Staats- und Verwaltungsreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2005 war er zudem Generalsekretär seiner Partei und bis 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale. 2007/2008 fungierte er mehrere Monate lang als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Sudan. Von 2012 bis 2018 war er Präsident der sagradischen NGO &amp;quot;Anwälte für Menschen- und Bürgerrechte&amp;quot; (ADHC).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studentenjahre ===&lt;br /&gt;
Der aus Sacâu nahe [[Tulis]] stammende De la Costa begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1978 abschloss. Bereits seit seinen Jugendtagen war er in der Friedensbewegung aktiv und protestierte gegen den Vietnamkrieg. Zugleich hielt er Kontakt zu einer maoistischen Studentengruppe in [[Tulis]]. Seit 1975 gehörte er zu den Redakteuren des linkssozialistischen [[Jornal del Cânviu]], 1977 wurde er Parteimitglied der alternativ-kommunistischen [[Democrâcia Crítica]] und engagierte sich in den Neuen Sozialen Bewegungen, vor allem für unilaterale Abrüstung, die Abschaffung von Atomwaffen, den Ausstieg aus der Atomenergie und eine Ausweitung der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des linksalternativen Spektrums gehörte er zunächst dem linksradikalen, ökosozialistischen Flügel an. Noch Jahre später bezeichnete er sich selbst als Ökosozialisten, näherte sich in der praktischen Politik aber dem pragmatischen Flügel der Bewegung an. Schon als Student unterhielt er enge Kontakte zum entstehenden linksalternativen Flügel der sozialistischen [[ASUL]] und nahm als Gast an verschiedenen Treffen der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und politischer Durchbruch ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli99.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
Nach Ende seines Studiums begann de la Costa eine akademische Karriere und war bis 1984 als Dozent für politische Geschichte an der [[Celusanto-Universität]] von Tulis beschäftigt. Dort promovierte er auch 1981 über die Geschichte der sagradischen Linken in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freier Journalist und Kolumnist machte sich De la Costa in der Folge einen Namen. Seine eigentliche politische Karriere begann 1984, als er als Vertrauensmann der Grün-Alternativen Liste in seiner Heimatstadt [[Tulis]] in der ersten rot-grünen Koalition der Stadt zum Mitglied der Stadtverwaltung nominiert wurde. Er wurde stellvertretender Bürgermeister in der Stadtadministration unter Bürgermeister [[Joán Corell]] und mit dem Ressort ''Tourismus, Stadtplanung und Umwelt'' betraut. Obwohl selbst weiterhin Mitglied der Democrâcia Crítica, wurde er als grüner Politiker wahrgenommen und machte sich als erster grüner Vizebürgermeister des Landes schnell einen Namen, als er eine umfassende Stadtsanierung organisierte und Tulis zur ''„Grünen Kulturstadt“'' umgestalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Mitglied der [[Ecología 77]] gehörte De la Costa nicht zu den Gründern der Partei [[Verdes Celarcoes]], da er die Gründung einer eigenen Partei in Konkurrenz zu den anderen sagradischen Linksparteien ablehnte und am Konzept einer unabhängigen Bewegung festhielt. Nachdem die tulinesischen Grünen schon Anfang im 1986 die Koalition mit den regierenden [[ASUL|Sozialisten]] in Tulis aufgekündigt hatte, distanzierte sich De la Costa als entschiedener Anhänger der ökologisch-sozialistischen Zusammenarbeit von der Grünen Fraktion und blieb als Unabhängiger im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli98.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Administration Corell wurde sein Ressort um den Bereich ''Wirtschaft'' erweitert und er blieb Stellvertreter des Bürgermeisters. Außerdem war er u.a. für die Koordination der ''Europäischen Kulturstadt Tulis'' zuständig. Wenig später trat er der ''Sozialistischen Allianz'' (ASUL) bei. Größere Bekanntheit in seiner neuen Partei erwarb sich der rhetorisch beflissene De la Costa auf dem Parteitag der Asul im Herbst 1987 mit einer ambitionierten und vielgelobten Rede, in der er Eckpunkte für eine sozialökologische Politik der Zukunft formulierte und darin die neue Parteiführung um [[Donado Ricardes]] aufforderte, in der künftigen Politik Ökologie und Ökonomie zusammenzudenken. Wenige Monate später wählte ihn seine neue Partei in die Exekutive des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Ricardes ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1990 berief der neue sozialistische [[Ministerpräsident]] [[Donado Ricardes]] den 37-jährigen Shootingstar De la Costa zum neuen [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltminister]] in seiner sozialistisch-radikalen Minderheitsregierung. Dahinter wurde öffentlich die Strategie vermutet, einen Teil der wachsenden linksalternativen und ökosozialistischen Bewegung von den [[Verdes|Grünen]] weg und hin zur ASUL zu lotsen. Außerdem sah Ricardes in der neu aufkommenden rot-grünen Netzwerkbewegung, als deren Vertreter de la Costa galt, eine potenzielle Gefahr für seine Führung und versuchte sie in seine Politik zu integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Ministeramt machte De la Costa schnell durch unorthodoxe Methoden auf sich aufmerksam und verärgerte mehr als einmal Koalitionspartner und Parteifreunde, u.a. mit seiner Kampagne für einen raschen Atomausstieg, den die Grünen forderten und der innerhalb der Sozialistischen Partei hoch umstritten war. In Zusammenarbeit mit Forschungsminister [[Carles Martínez Begueller]] initiierte De la Costa zudem ein Forschungsprogramm zum Ausbau regenerativer Energien, eines der ersten dieser Art in Europa. Zu dieser Zeit galt De la Costa als Vertreter der Neuen Linken innerhalb der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament gegen die Minderheitsregierung im Herbst 1992 schied De la Costa mit dem Rest des Kabinetts aus dem Amt. Der folgende Rücktritt [[Donado Ricardes]]' als Parteichef der Sozialisten und die zunächst wenig machtvolle Stellung seines Nachfolgers Luis José López hatte zu einer Stärkung der jungen Kräfte innerhalb der Partei geführt, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und ein Überdenken traditionalistischer Positionen forderten. De la Costa wurde zu dieser Zeit als zwar prominenter, aber mangels Abgeordnetenmandat weniger einflussreicher Vertreter der so genannten [[Guarda Jovén]] angesehen, als deren wichtigste Repräsentanten zu dieser Zeit der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Paulo Satyres]], sein [[Armoria|armorischer]] Kollege [[Mariano Larcón]] sowie der ehemalige [[JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in l’Artir im März 1991 bereits hatten die Jungen in der Partei Schlagzeilen mit einem engagierten Vorschlag für eine Aktualisierung des Parteiprogramms von 1977 gemacht, der stark von den Neuen sozialen Bewegungen geprägt war und auf eine ökologisch-postmaterialistische Erneuerung der Parteilinie abzielte. Die [[Proposiciones de l'Artir]], die auch unter der wesentlichen Mitwirkung De la Costas entstanden waren, öffentlich aber vor allem mit dem Gesicht Paulo Satyres’ verbunden wurden, wurden vom Parteiestablishment als Affront gegen die vergangenen vier Jahre und den Kurs der Regierung Ricardes aufgenommen und riefen heftige Kritik des rechten Flügels hervor. Die auf Ausgleich bedachte Parteiführung scheute eine direkte Konfrontation und deutete die „Proposiciones“ als Thesen dem Programmausschuss zu, der sie unter dem Einfluss [[António Grande Illega]]s jedoch Teile von ihnen in veränderter und abgeschwächter Form am letzten Tag zu Abstimmung einbrachte. Die „Proposiciones“ trafen den Geist der Zeit und wurden mit einer klaren Mehrheit angenommen und damit als Interpretationsthesen dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandal]] der Sozialisten im Jahr 1992/93 hielt sich De la Costa mit Rücktrittsforderungen zurück, trat aber für eine rasche und uneingeschränkte Aufklärung ein und unterstützte nachdrücklich die Abhaltung einer Mitgliederbefragung über das neue Parteioberhaupt. Auf dem Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde De la Costa erstmals in die Parteiexekutive gewählt, wo er die Zuständigkeit für Fragen der Umwelt- und Zukunftspolitik erhielt. Mit Satyres, Larcón und [[Enrico Herzog]] als Mitglieder des Sekretariats wurde das Exekutivkomitee der Partei deutlich verjüngt und die Jungen unmittelbar in die Parteiführung eingebunden. De la Costa trat in der Folge vermehrt in der nationalen Politik auf und wurde 1993 auch mit einem Ergebnis von 77 Prozent im Parteivorstand bestätigt, wo er fortan für Regional- und Entwicklungspolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident von Comtàid-Perín ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli90.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 1993]] führte De la Costa die Sozialisten in der Region [[Comtàid-Perín]] als Spitzenkandidat in die Wahl und wurde nach einem überraschend deutlichen Wahlsieg zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Als solcher stieg er zu einem der Hoffnungsträger in der sozialistischen Partei auf. Er führte eine rot-grüne Mitte-Links-Koalition an. Nach den [[Regionalwahlen 1997]] wurde er in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalsekretär [[António Grande]] berief De la Costa im Jahr 1994 als Experte für Umweltpolitik, Regionen und Entwicklung in sein Wahlkampfteam, wo der junge Regionalpolitiker im Falle eines Wahlsieges der Sozialisten als aussichtsreicher Ministerkandidat gehandelt wurde. Die Sozialisten verloren zwar die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahl]] gegen die regierenden [[PPC|Christdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1996 gründete De la Costa zusammen mit dem [[Region Ostino|ostinischen]] Regionalpräsidenten [[Iano Norriez]] und Fraktionsgeschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] einen eigenen reformorientierten „Corrente“ mit dem Namen [[Julistas|Sinistra Progresista]], was als Antwort auf die lautstarken Forderungen der Parteilinken unter Paulo Satyres gewertet wurde. Die theoretische Grundlage hatte er bereits im Frühjahr 1996 in seinem Buch ''Sinistra es Progreso. La sinistra del 21 sêglu'' gegeben, in dem er eine linke Politik für das 21. Jahrhundert formulierte, die besonders für bürgerliche Freiheiten, eine libertäre Gesellschaftspolitik und einen ökologischen und sozialen Wohlfahrtsstaat stehen solle. Damit unterschied sich De la Costa von den ausladenden Sozialstaatsforderungen der Linken um Satyres’, die dem materialistischen Grundcharakter der Alten Linken [[Andrés Colón]]s treu blieben und deren Staatsvorstellungen De la Costa als autoritär und deren Politikstil er als linkspopulistisch zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Parteichef ===&lt;br /&gt;
Nachdem wenig später ASUL-Generalsekretär Grande die Möglichkeit angedeutet hatte, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] zu verzichten, kam es in der Sozialistischen Partei zu Diskussionen um die Spitzenkandidatur. Schnell wurde klar, dass sich [[Paulo Satyres Blanco]] zum zweiten Mal nach 1992 um die Führungsposition in der Partei bewerben würde. Als mögliche Gegenkandidaten wurden Persönlichkeiten wie [[Iano Norriez]] und [[Miquel Chamot]] gehandelt, doch drängte sich keiner außer dem populären De la Costa als natürlicher Kandidat der Anti-Satyres-Fraktion auf. Um Satyres zu verhindern wurde letzterer schließlich auch von einem großen Teil des rechten Parteiflügels unterstützt. Grande Illega enthielt sich zwar, seine Anhängerschaft und andere Teile der Parteimitte sprachen sich aber mehrheitlich für De la Costa aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande offiziell seinen Verzicht auf die Parteiführung bekanntgegeben hatte, erklärten erwartungsgemäß Satyres und - nach der Absage von Norriez und Chamot - De la Costa ihre Kandidatur für die von Grande Illega organisierte Urwahl zwischen De la Costa und Paulo Satyres, in der sich De la Costa deutlich durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Parteikongress in Tulis im Mai 1997 trat der frisch gekürte Spitzenkandidat – noch dazu mit Heimrecht ausgestattet – als großer Star der Partei auf. Mit einer schwungvollen, rhetorisch glänzenden und vielgelobten Rede beschwor er den Politikwechsel im Land und setzte die Zeichen für einen spannenden Lagerwahlkampf. Gegen den Parteirechten [[Óliver Braga]] wurde De la Costa mit deutlicher Mehrheit von über 80 Prozent zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt. Nachdem er sich mit Satyres geeinigt hatte, wurde dieser Vizegeneralsekretär. Die vom Parteivorstand eingebrachten und verabschiedeten [[Declaraciones pel Cânviu]] aktualisierten die [[Proposiciones de l'Artir|''Proposiciones'']] von l’Artir aus dem Jahr 1991 vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen und orientierten sich bereits stark an de la Costas Konzept der ''Sinistra Progresista''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Satyres und unter Federführung seines Wahlkampfleiters Lorenzo Dimas Ferrera entwickelte De la Costa in der Folge aufbauend auf den Tulineser Deklarationen das Konzept des [[Novo Progresismo]], der an die Grundlagen der ''Sinistra Progresista'' anknüpfte. Besonderer Wert wurde auf sozial und ökologisch verträgliche Wirtschafts- und vor allem auf liberale Gesellschaftsreformen gelegt. Wichtige Teile des Konzepts wurden später vom spanischen Sozialistenführer Zapatero als ''Nueva Via'' aufgegriffen und brachten diesem 2004 einen Sieg ein. Das Projekt ''Progressive Linke'' knüpfte bewusst an die Gesellschaftsreformen der Linksregierung [[Joán Caval]]s in den Siebzigern an und verband es mit dem Verzicht auf Sozialisierungen und übermäßige Umverteilung, wie er bereits in früheren [[Coalición Viola|„violetten“ Koalitionen]] mit der bürgerlichen [[UDS]] praktiziert worden war. In wesentlichen Bereichen stellte es ein postmaterialistisches Programm dar und präsentierte die Sozialisten als Partei der Neuen Linken, indem es die Gleichberechtigung der Geschlechter, Minderheitenschutz vor allem für ethnische und sexuelle Gruppierungen, Ausweitung der Entwicklungshilfe und Unterstützung für sozial Schwache betonte. Damit zeigte es die ASUL als Gegenpol zur vermeintlich gestrigen Politik der Koalitionsparteien. Als Vater des Programms gilt neben De la Costa auch dessen damaliger Wahlkampfleiter [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der später EU-Kommissar und [[Finanzminister]] werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft 1999-2002 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli12.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nach seinem eindrucksvollen Wahlsieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen im November 1998]]. bei denen die Sozialisten mit über 38 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis bei nationalen Wahlen seit Joán Cavals [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Wahlsieg 1970]] feiern konnten, wurde De la Costa von Präsident [[Oscar Santián de Montoy]] im Januar 1999 zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger des Konservativen [[Josep Carles Otero]] ernannt. De la Costa bildete zusammen mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] um [[Franca Ferrero-Berástiz]] und [[Carles Etxeberría]] den ersten [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Ministerrat in Sagradien, der als Minderheitsregierung aber von der Unterstützung der [[PCS|kommunistisch]] geführten [[Unitá de la Sinistra|Linken]] im Parlament abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machte sich daran, die sagradische Gesellschaft zu modernisieren. Dabei wurden ihre Reformen wie das neue Asyl- und Einwanderungsgesetz, die Einführung der gesetzlich geschützten Lebenspartnerschaft CSS (&amp;quot;Contràu Civil de Solidaritá&amp;quot;) für hetero- und homosexuelle Paare sowie die Annahme eines neuen Autonomiestatuts für [[Aziz]], das der Inselgruppe erweiterte Selbstverwaltungsrechte zugestand, von der parlamentarischen Rechten energisch bekämpft. Das neue Statut, das von der seit Frühjahr 1999 in [[Santiago d'Aziz|Santiago]] regierenden Koalition aus [[PSA|Sozialisten]], gemäßigten bürgerlichen [[FALS|Nationalisten]] und anderen Mitte-Links-Gruppierungen ausgehandelt worden war und 2001 in Kraft trat, war Teil einer umfassenden neuen ordnungspolitischen Strategie, mit der die rot-grüne Regierung angetreten war, und die als [[Estàu Plural]] neue devolutionäre Modelle einzuführen suchte. In diesem Rahmen reformierte die Regierung De la Costa das gesamte sagradische Regionalrecht und gestand den Regionen zusätzliche Autonomierechte zu. Auch die von der Regierung de la Costa bereits 1999 durchgesetzte Aussetzung der Wehrpflicht und ihre endgültige Abschaffung nach den Wahlen 2002 wurden von der parlamentarischen Rechten abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftspolitik senkte die Regierung de la Costa die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern, erweiterte das Bildungsangebot, flexibilisierte die Arbeitszeiten und weitete zudem die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit aus. Um die Arbeitslosigkeit zu senken, wurde zudem ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor eingeführt. Auch in anderen Bereichen führte die Regierung Liberalisierungen und Marktöffnungen herbei, u.a. bei den Ladenöffnungszeiten, bei der Personenbeförderung durch Taxis und im Zugverkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Maßnahmen konnte die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung einer Klima-Abgabe sollten das ökologische Profil der Wirtschaftspolitik stärken. Der unter der Vorgängerregierung in einigen Branchen ausgesetzte Mindestlohn wurde wieder flächendeckend eingeführt. Die von Teilen der Parteirechten geforderte umfangreiche Sozialstaatsreform blieb in De la Costas erster Amtsperiode jedoch aus. Damit unterschied sich die Politik der Regierung De la Costa wahrnehmbar von den Dritten Wegen der britischen New Labour oder der deutsche Sozialdemokratie seit Ende der Neunziger Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch beteiligte sich das sagradische Militär 1999 gegen den Widerstand großer Teile der eigenen Koalition und gegen die Ablehnung durch die Linke, jedoch mit Zustimmung der bürgerlichen Opposition am Kosovo-Krieg der NATO gegen Jugoslawien. Die in weiten Teile eher sozialliberal anmutende Politik De la Costas, seine klare pro-europäische Haltung sowie die Beteiligung Sagradiens am Kosovo-Krieg und anderen Auslandseinsätzen führte in der Folge zu heftigen Spannungen zwischen den dominierenden pragmatischen Reformkräften der Regierung und der Parteilinken, die 2000 im Rücktritt [[Paulo Satyres]]’ als [[Wirtschaftsminister]] und Parteivize, seinem Austritt aus der ASUL und der Gründung der konkurrierenden linksnationalen [[Partíu Republicano Socialista|Republikanischen Sozialistischen Partei]] unter Führung Satyres’ gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Jahr 2000 in Duerez befand sich Julio de la Costa auf dem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht. Das verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Grundsatzprogramm von Duerez]], das erste vollständig neue Programm seit dem [[Manifesto de Semesta|Semestiner Programm]] 1977 und das dritte Parteiprogramm der ASUL seit [[Manifesto de Lemez|Lemez 1962]] verankerte den Kurs der Partei unter de la Costa unter dem Schlagwort des ''Progreso Social'' auch programmatisch und ideologisch und sollte die Partei fit für das kommende Jahrtausend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie vor ihm [[Joán Caval]] sammelte De la Costa eine Reihe junger Politiker um sich herum, die er zu seinem inneren Zirkel machte. Dazu gehörte zunächst in führender Position der Wirtschaftsfachmann [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der seit 1994 an der Seite De la Costas in der Fraktion arbeitete und 1998 sein [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef]] wurde. 1999 schickte De la Costa seinen wichtigsten Vertrauten als EU-Kommissar nach Brüssel und holte ihn 2004 als Superminister für [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaft und Finanzen]] in sein Kabinett zurück. Daneben gehörten zum engeren Führungszirkel um De la Costa auch der langjährige Vertraute [[Santo Guerrero]], die Parteikoordinatorin [[Nina Álamo Gomes]] sowie [[Piero Dulce Rodríguez]], der von 2000 bis 2005 als [[Präsidentschaftsminister]] fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft 2002-2006 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach zwischenzeitlichen Umfragetiefs im Herbst 2000 und Frühjahr 2001 erreichte De la Costas Koalition nicht zuletzt nach heftigen inneren Auseinandersetzungen im [[PPC]] pünktlich zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] wieder beste Umfragewerte, sodass das Mitte-Links-Wahlbündnis aus Sozialisten und Grünen bei den Parlamentswahlen seine relative Mehrheit behaupten und sogar ausbauen konnte. Die Koalition konnte mithilfe der Linken fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2003 von der amerikanischen Regierung unter George W. Bush eingeleitete Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein wurde von De la Costa und seiner rot-grünen Koalition deutlich abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Reformelan der ersten vier Jahre der ökosozialistischen Regierung folgten in De la Costas zweiter Amtszeit zunehmend wirtschaftliche, strukturelle und vor allem finanzielle Probleme, die den Sozialisten sinkende Umfragewerte und Mitgliederzahlen sowie eine Reihe von Wahlniederlagen bei den [[Senatswahlen 2003]] sowie den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]] einbrachten. Parteiintern kam es immer stärker zu Gegensätzen zwischen den Linken und den rechten Reformern, die unterschiedliche Sozialstaatsvorstellungen vertraten. Zudem wuchs das staatliche Defizit stark an. Nicht nur die bürgerliche Opposition, sondern auch Vertreter des rechten Reformflügels forderten nun eine strengere Haushaltspolitik, öffentliche Einsparungen und die Streichung von Sozialhilfe-Geldern. Nachdem im Spätsommer 2005 die Verwicklung von De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] in illegale Immobiliengeschäfte bekannt geworden war ([[Carnival-Affäre]]), kam es in der Koalition zu einer ernsthaften Krise, die in einer vernichtenden Niederlage bei [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im August 2005]] gipfelte. Der Druck auf den seit Monaten in der Kritik stehenden De la Costa wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem De la Costa bereits zuvor mehrmals angedeutet hatte, nicht länger als acht Jahre regieren zu wollen, erklärte er kurz nach den Regionalwahlen seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der Sozialisten und seinen Verzicht auf die neuerliche Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]], blieb aber bis auf weiteres Ministerpräsident und kündigte eine umfassende Kabinettsumbildung, die zweite binnen 14 Monaten, an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der ASUL sowie Spitzenkandidat für die anstehenden Parlamentswahlen wurde [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich in einer Urabstimmung gegen den Parteilinken [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gehörte zum eher rechten Parteiflügel, der sich für Arbeitsmarktreformen und angesichts des steigenden Staatsdefizits für Haushaltseinsparungen aussprach. De la Costa kündigte für die Zeit nach 2006 seinen Rückzug aus der Politik an und bewarb sich nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten großen Reformen der Regierung De la Costa gehört die 2005 beschlossene vollständige Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Dies wurde auf die Agenda gesetzt, nachdem es 1999 zwar gelungen war, mit dem Zivilpakt CCS eine staatlich geförderte gegenseitige Fürsorgepflicht und Steueranreize für hetero- wie für homosexuelle Paare als Alternative zu einer vollständigen Ehe durchzusetzen, nicht aber ein Adoptionsrecht sowie die vollständige steuerliche Gleichstellung von Homosexuellen zu erreichen. Dies wurde schließlich mit dem zum 1. Januar 2006 in Kraft tretenden Gesetz zur Öffnung der Ehe nachgeholt, mit dem Sagradien als erst viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten unter Spitzenkandidat Diaz de Velozo bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] schied De la Costa im November 2006 aus dem Amt. Nachfolger wurde der [[PPC|Volkspartei]]-Vorsitzende [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Mit einer Amtszeit von acht Jahren ist er nach [[Joán Caval]] der am zweitlängsten amtierende sozialistische Regierungschef Sagradiens und der sagradische Ministerpräsident mit der drittlängsten Amtszeit insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl 2006 zog sich De la Costa aus der aktiven Politik zurück und kehrte in seinen Beruf als Anwalt zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2007 meldete er sich der Öffentlichkeit zurück, als er sich mit einem großen öffentlichen Aufruf in der Wochenzeitung [[Il Tiempo]] für eine Wiederaufnahme der Bemühungen um die Ratifikation einer EU-Verfassung aussprach und die EU-Politik der [[Viererkoalition|Mitte-Rechts-Regierung]] [[Kabinett Luisanto I|Luisanto]] erstmals heftig kritisierte. Kurz darauf erschien De la Costas lange erwartetes Buch unter dem Titel ''L'Europa d'Avenir.'', in dem De la Costa nicht nur von einer Krise der EU sprach und stärkere Bemühungen um die europäische Integration forderte, sondern auch vor dem gesamt-euroäischen Phänomen der „internen Aushöhlung“ durch europaskeptische Regierungen in Polen, Tschechien und besonders auch in Sagradien warnte, wo seit 2006 die rechtspopulistische [[PSP]] des umstrittenen [[Joán De la Pênia]] indirekt an der Regierungsmehrheit beteiligt war. Als Abrechnung mit seiner eigenen Partei oder dem politischen Gegner wollte De la Costa sein Buch aber nicht verstanden wissen, sondern als „rationale und ehrliche Einschätzung der politischen Konstellationen in Europa und der Welt des frühen 21. Jahrhunderts, gerade aus Sicht eines ehemaligen Handelnden“. Aufsehen erregten auch die Kaptitel über die Gefahren der Klimaveränderungen, die zwar in seinem Buch nicht den Hauptplatz einnehmen, aber in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion stark rezipiert wurden. Von Kritikern und unabhängigen Beobachtern wurden die ehrlichen und in der Tat auch selbstkritischen Ausführungen des ehemaligen Premierministers weitgehend gelobt, während der politische Gegner das Buch als „Keule gegen den Erfolg des Regierungsbündnisses“ (PPC-Fraktionschef [[Máximo Ulieta]]) verurteilte. An den Kassen war De la Costas Werk ein Verkaufsschlager und stand wochenlang auf dem Ersten Platz der Bestsellerlisten. Auch der Feuilleton lobte das Werk und hob den anspruchsvollen Stil De la Costas hervor. In der Folge gab De la Costa eine Reihe von Fernsehinterviews, in denen er eine Rückkehr in die nationale Politik in absehbarer Zeit ausschloss und sich hinter seinen Nachfolger im Parteiamt Diaz de Velozo stellte, dessen Verhältnis zu De la Costa als angespannt gilt. Er warnte aber seine Partei davor, sich in selbstreferenziellen Gefechten aufzureiben, während die Rechte das freiheitliche Sagradien durch eine auf Angst und Ausgrenzung setzende Politik unterminiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 übernahm De la Costa von UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon die Aufgabe eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Sudan. Seine Hauptaufgabe bestand dabei in der Überwachung der UN-Friedensmission im Süden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaukasuskonflikt des Jahres 2008 sprach sich De la Costa für eine differenziertere Analyse aus und warnte davor, in Denkmuster des Kalten Kriegs zurückzufallen. Der Westen könne internationale Politik nicht jahrelang gegen die Interessen Moskaus führen und sich dann wundern, dass Russland versucht, seine Interessensphäre zu schützen. Den Vorwurf der äußeren Linken, die von De la Costa als Regierungschef mitgetragene gewaltsame und völkerrechtswidrige Kosovo-Politik der NATO und der EU seien eine der Ursachen für das Vorgehen Russlands, wies De la Costa zurück und nannte dieses Argument einen Vorwand für die Durchsetzung eigener machtpolitischer Interessen, welche freilich auch Teile des westlichen Bündnisses im Kaukasus hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Interviews und Wahlkampfveranstaltungen attackierte De la Costa seinen Amtsnachfolger [[Miquel Ánibal Luisanto]] und dessen Regierung heftig. Der Ministerpräsident habe in Sagradien einen von gewissen Schlüsselmedien abgesicherten Populismus etabliert, der sich fortschrittlich und liberal geriere, in Wirklichkeit aber lediglich wirtschaftsliberal, nationalistisch und reaktionär gesinnt sei. Der so genannte ''Luisantismo'', den der Premier nun als ''Popularismo'' verkaufe, sei damit nichts anderes, als eine politisch korrekte und mehrheitsfähige Variante des rechtspopulistischen ''Delapenismo'', der die sagradische Rechte seit Jahren unterminiert habe. Die Auseinandersetzung zwischen Luisantisten und Delapenisten seien Scheingefechte, die sich in dem Moment auflösen würden, in dem die beiden Parteien wieder zur gemeinsamen Machtübernahme  aufeinander angewiesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] lobte De la Costa den gescheiterten Parteichef Diaz de Velozo doppeldeutig für dessen raschen Rückzug aus der Parteiführung, der Platz für einen schnellen Neuanfang gemacht habe. Aus dem Wettbewerb um die Nachfolge Diaz de Velozos hielt er sich gänzlich heraus und gab auch für die ihm nahestehenden [[Julistas]] keine Wahlempfehlung ab. Nach dem Sieg [[Mercé Serrat Cabarell]]s bei den im November abgehaltenen Primaries wurde bekannt, dass De la Costa dieser zukünftig als strategischer Berater zur Vefügung stehen werde. Eine eigene Kandidatur für den Parteivorstand lehnte er aber ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 unterstützte De la Costa die Gründung der so genannten Spinelli-Gruppe, die einen gesellschaftlichen und akademischen Diskurs über eine weitere Föderalisierung der Europäischen Union voranzutreiben sucht. Weitere Unterstützer sind Guy Verhofstadt, Jacques Delors, Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Mario Monti sowie auf sagradischer Seite der ehemalige sagradische Außenminister [[Hernán Ferrero Perón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
De la Costa gilt als äußerst geistreicher und rhetorisch beflissener Redner. Besonderes internationales Ansehen konnte er sich neben seinen jüngsten Beiträgen zum Klimaschutz als Förderer der Europäischen Integration erwerben. Vor allem sein Engagement für die gescheiterte Europäische Verfassung trug ihm den Ruf eines überzeugten Europäers ein. De la Costa gilt als ausgesprochen polyglott. Neben Sagradisch, Englisch und Französisch spricht er auch diverse andere romanische Sprachen sowie ein wenig Mandarin. &lt;br /&gt;
Noch immer stellt De la Costas Corrente mit seinen zahlreichen Sympathisanten eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der sozialistischen Asul dar. Zu den einflussreichsten „Julistas“ werden derzeit der Semestiner Bürgermeister und ehemalige Minister [[Piero Dulce]], die [[Sur-Pinial|südpinische]] Regionalsekretärin [[Ana Voçares]], die langjährige Koordinatorin der Asul [[Nina Álamo Gomes]] sowie Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt. Der Corrente De la Costas steht für eine gesellschaftsliberale Ausrichtung, eine ökologisch-nachhaltige Energiepolitik ohne Atomstrom, eine pragmatische und dezidiert proeuropäische Außenpolitik sowie moderate Wirtschafts- und Sozialreformen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete sich selbst als „Julista“ und gilt als enger persönlicher Freund De la Costas. Bei den spanischen Parlamentswahlen 2008 stand De la Costa seinem Freund Zapatero als politischer Berater zur Seite und trat bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen auf. Julio De la Costa ist Mitglied im Club of Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Julio De la Costa war seit 1982 mit der Tulineser Journalistin ''Estrela Ferrera Els'' verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter, ''Grâcia María'' (*1984) und ''Teresa Sónsoles'' (*1987). De la Costa und Ferrera Els leben seit 1995 getrennt und sind seit 1997 geschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2012 war Julio De la Costa offiziell mit der 20 Jahre jüngeren sozialistischen Politikerin [[Ana Voçares]] liiert. Voçares war von 2002 bis 2004 als Staatssekretärin im Erziehungsministerium beschäftigt. Nach einer Kabinettsumbildung 2004 wurde sie für die Öffentlichkeit überraschend nicht mehr für ein Regierungsamt berücksichtigt. Erst wenige Monate später wurde die Beziehung zwischen De la Costa und Voçares bekannt. Im Jahr 2006 kam eine gemeinsame Tochter namens ''Isabel'' auf die Welt. 2012 gaben De la Costa und Voçares schließlich ihre Trennung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas Bruder ist der bekannte Tulineser Mathematikprofessor ''Joán Arcélio De la Costa''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costa bezeichnet sich selbst als „skeptischen Agnostiker“ und war der erste Ministerpräsident des Landes, der den Amtseid ohne religiöse Beteuerung abgelegt hat, wofür er Kritik von Seiten der katholischen PPC-Opposition einstecken musste. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wurden eigenen Angaben zufolge dennoch „liberal-katholisch, aber säkular“ erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: stellvertretender Bürgermeister von [[Tulis]] und Beigeordneter Stadtrat für Tourismus und Umwelt (seit 1987 auch für Handel zuständig)&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Regierungspräsident der Region [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]])&lt;br /&gt;
* seit 2009: stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Mitglied des Stadtrats von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Mitglied des Regionalrats von [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1999-2008: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Comtàid-Perín|De la Costa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50342</id>
		<title>Joán Caval</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50342"/>
		<updated>2019-11-11T21:11:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Berlinguer1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1924 in [[Semest]], †21.12.1984) war ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer Politiker]]. Er war von 1969 bis zu seinem Tod Generalsekretär der sagradischen [[ASUL|Sozialisten Allianz (ASUL)]] und von 1970 bis 1979 [[sagradischer Ministerpräsident]]. Er prägte fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt bis heute als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie und als einer der bedeutendsten sagradischen Politiker des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahren in der Kommunalpolitik von [[Semest]] wurde Caval 1964 Minister im Kabinett von [[Iacovo Del Pérez]], zunächst [[Erziehungsminister|für Erziehung]] und 1966 [[Justizminister|für Justiz]]. Nach seiner Wahl zum Generalsekretär der Sozialisten und seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg bei der Parlamentswahl 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Von 1976 bis zu seinem Tod amtierte Caval zudem als Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, seit 1980 war er zudem Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 vereinbarte er eine Große Koalition unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]] und gehörte dessen Regierung ein Jahr lang als [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval kam 1984 gemeinsam mit seinem Chauffeur bei einem Autounfall ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1924 in Semest geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. In jungen Jahren gehörte er zu den Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1942 machte Caval sein Abitur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg wurde Caval Soldat und kämpfte an der Front in Nordsagradien gegen die Wehrmacht. Nach seiner Entlassung 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in [[Semest]] ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. Dazwischen unternahm er längere Studienreisen nach Paris und Stockholm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1952 bis 1956 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1953 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, kehrte 1954 aber bereits nach [[Semest]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Semestiner Kommunalpolitik ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für die ASUL in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1956 wurde er zudem in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und wurde nach den [[Kommunalwahlen 1960]] unter Bürgermeister [[Paulo Centavo]] zum Vizebürgermeister ernannt. In der Folge stieg er zu einem der bekannteren Vertreter einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker auf, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
In der [[Kabinett Del Pérez I|Regierung]] von [[Iacovo Del Pérez]] wurde Joán Caval 1964 zum sagradischen [[Erziehungsminister]] berufen. In diesem Amt leitete er umfangreiche Bildungsreformen ein, die vor allem sozialen Unterschieden beim Bildungszugang entgegentreten sollte und die höhere Bildung auch für Arbeiterkinder sowie für Frauen öffnen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Kabinett Del Pérez II|Kabinettsumbildung]] wurde Caval 1966 sagradischer [[Justizminister]]. Auch in diesem Amt trat er für Reformen ein, die das sagradische Strafrecht modernisieren sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semest brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des mächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen [[Marcelo Bérgamo]] und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma weiterhin in der Schlüsselpositionen eines stellvertretenden Generalsekretärs verbleiben sollte. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie [[Paulo Centavo]] oder [[Francisco Fernandez]] ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Caval.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit [[Iacovo Del Pérez]] als Außenminister, [[Carles Domínguez-Arrás]] als Finanz- und Wirtschaftsminister sowie [[Stefano Nacoma]] als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Piero Cellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung waren mit Cavals „Jungs“ besetzt: [[Andrés Colón]] als Nationaler Koordinator und [[David Cabarel]] als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär [[Stefano Nacoma]], Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Piero Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabel Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch hielt Caval am traditionellen Kurs Sagradiens im westlichen Bündnis fest. Er bemühte sich aber stärker als vorherige Regierungen um ein gutes Verhältnis zu den Staaten des kommunistischen Ostens. Die unter der Regierung von [[Iacovo Del Pérez]] aufgenommene Dreistaatenpolitik mit [[Mikolinien]] und [[Sancristo]] wurde unter Cavals Ministerpräsidentschaft fortgeführt und mündete 1972 in die Gründung des [[Blaumeerrat]]s und die Einrichtung gemeinsamer Gremien der drei Staaten. Im Laufe der Jahre entwickelte Caval zudem enge Beziehungen zum mikolinischen Staatsminister [[Joann Christén]]. Er unterstützte zudem die Aufnahme Mikoliniens in die Europäische Gemeinschaft, die 1973 erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Sandro De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch gelange es Caval, einen Pakt mit dem [[UDS|liberalen]] Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] auszuhandeln, der der Mitte-Links-Regierung eine Mehrheit sicherte. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval aber in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere formelle Koalitionsverhandlungen mit den Liberalen vorschlugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der Regierung, die nun vor allem von einer Zusammenarbeit mit den Liberalen abhängig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1978]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweite wurden. Alle Versuche Cavals, eine neue Mehrheit durch Zusammenarbeit mit der liberalen [[UDS]] zu bilden, scheiterten. Stattdessen einigte sich Cavals bisheriger Koalitionspartner, die [[Radikaldemokraten]] mit [[PPC]] und [[UDS]] auf ein gemeinsames Programm und erklärte seine Unterstützung für eine konservativ-liberale Minderheitsregierung. Der bisherige Oppositionsführer [[Sandro de la Nada]] wurde daraufhin zum neuen Ministerpräsidenten berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit mehr als acht Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war. Als erster sagradischer Ministerpräsident distanzierte sich Caval, nur eine Dekade nach Ende der Dekolonisierung, von der Kolonialpolitik seines Landes in vorangegangenen Jahrzehnten und proklamierte eine &amp;quot;Politik der Versöhnung und Wiedergutmachung&amp;quot; gegenüber den früheren Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Nach mehr als acht Jahren an der Regierungsspitze kehrte Caval Anfang 1979 in die Funktion des Oppositionsführers zurück. Gleichzeitig konzentrierte er sich in der Folge auf seine internationalen Kontakte und suchte sich weiterhin als global agierender Friedenspolitiker zu positionieren. Neben dem Amt des Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationale, an deren Spitze er eng mit Willy Brandt und Olof Palme zusammenarbeitete, übernahm Caval 1980 die Führung des Bundes Sozialdemokratischer Parteien in der Europäischen Gemeinschaft und setzte sich für eine Wiederbelebung des stagnierenden europäischen Integrationsprozesses ein. Auf internationaler Bühne trat Caval vor allem für Abrüstung und einen Ausgleich mit den Staaten der Dritten Welt ein. Er wurde zu einem der globalen Ikonen der Postkolonialismus-Bewegung, die sich in Sagradien vor allem für freundschaftliche Beziehungen der ehemaligen Kolonialmacht zu seinen früheren Kolonien in Amerika, Asien und Afrika einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition ===&lt;br /&gt;
Die Mitte-Rechts-Regierung unter [[Sandro de la Nada]] kämpfte erfolglos gegen die anhaltende Wirtschaftskrise in Sagradien, die als Folge der zweiten Ölkrise begonnen hatte und sich in den Jahren 1980 und 1981 deutlich verschärfte. Mit wirtschaftlicher Stagnation, steigender Arbeitslosigkeit und einer hohen Inflation erinnerte sie stark an die Krise Mitte der Siebziger Jahre und zeigte strukturelle Probleme der sagradischen Wirtschaft auf. Die von der Regierung angewandten wirtschaftspolitischen Mittel, die zwischen alten keynesianischen Rezepten und einer rigiden Haushaltspolitik schwankten, konnten die Krise nicht in den Griff bekommen. Allerdings versprachen auch die Sozialisten Cavals keine dezidierte Alternative zur erfolglosen Regierungspolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Regierungskrise im Frühjahr/Sommer 1981, in der Mitte-Rechts-Koalition zerbrach, die großen Parteien aber aufgrund eigener Probleme vor vorgezogenen Neuwahlen zurückschreckten, führten schließlich zu einem Pakt zwischen den verfeindeten politischen Lagern. Nach längeren Verhandlungen unter Vermittlung des Staatspräsidenten [[Iacovo Del Pérez]], der auf einen nationalen Krisenkonsens drängte, einigten sich [[Sandro de la Nada]] und Joán Caval als Führer der beiden großen Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung der nationalen Solidarität. Cavals ließ dabei Nada den Vortritt als Regierungschef und begnügte sich selbst mit den Ämtern eines Vizeministerpräsidenten und Außenministers. Im Gegenzug gaben die Konservativen das Finanzministerium an die Sozialisten ab. Mit [[Donado Ricardes]] besetzte der profilierteste Finanzpolitiker der Sozialisten dieses Amt, sein Vorgänger [[Alfonso Guivares]] wechselte ins Wirtschaftsressort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der Großen Koalition einigte sich auf ein umfangreiches Notmaßnahmenpaket mit Konjunkturmaßnahmen bei gleichzeitigen harten Einschnitten im Haushalt. Gleichzeitig erzielte der sozialistische Arbeitsminister [[Andrés Colón]] eine Einigung mit Arbeitnehmern und Gewerkschaften auf ein gemeinsames Lohnpaket, zog sich aber nach Auseinandersetzungen mit der Industrieseite und mit dem Koalitionspartner Ende 1981 aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Die Große Koalition erreichte mittelfristig eine deutliche Besserung der wirtschaftlichen Daten, rieb sich aber schnell zwischen den widerstreitenden Konzepten des linken ASUL-Flügels unter [[Andrés Colón]] und dem wirtschaftsliberalen Flügel der Volkspartei unter [[Emilio Moya]] auf. Nach längeren Auseinandersetzungen um ein neuerliches wirtschaftliches Reformpaket im Sommer 1982, in deren Verlauf Joán Caval heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen gegen die Koalitionspolitik aushalten musste, sprach sich die Parteiführung der ASUL schließlich für einen Austritt aus der Koalition aus, nachdem es zuvor zu einer gezielten Provokation der PPC-Fraktion unter [[Emilio Moya]] gekommen war. Nachdem die ASUL-Minister im Juli 1982 – wenige Monate vor Ende der regulären Legislaturperiode – die Regierung verlassen hatten, wurde die [[Parlamentswahl 1982]] auf Oktober vorgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem politischen Putsch des Wirtschaftsflügels der Volkspartei gegen Regierungschef [[Sandro de la Nada]] und der Wahl [[Emilio Moya]]s zum Regierungschef sollte es schließlich nach Planung der Sozialisten zu einem offenen Showdown zwischen der wirtschaftsliberalen und neokonservativen PPC unter Emilio Moya und der ASUL unter Caval kommen, die sich als Hüterin des sagradischen Wohlfahrtsstaats präsentierte. Der deutlich polarisierte Wahlkampf ging als einer der schärfsten und angriffslustigsten in die sagradische Geschichte ein, obwohl beide Parteien kurz zuvor noch gemeinsam am Regierungstisch gesessen hatten. Am Ende konnte sich Moyas &amp;quot;Wendeprogramm&amp;quot; knapp gegen Cavals defensiveres Programm der Verteidigung des Wohlfahrtsstaats durchsetzen. Die Sozialisten wurden erneut nur Zweiter hinter der Volkspartei, die dank des starken Ergebnisses der UDS künftig eine Mehrheitsregierung der rechten Mitte anführen konnten. Caval wurde erneut Oppositionsführer - mit der erklärten Ansage, den drohenden neoliberalen Kahlschlag bis zuletzt zu bekämpfen. Dabei suchte Caval, zugleich vom linken Parteiflügel dazu gedrängt, den Schulterschluss mit den Gewerkschaften ebenso wie mit der starken Friedensbewegung. In der Wirtschaftspolitik allerdings verzichtete Caval auf ein radikales Linksprogramm, wie es von [[Andrés Colón]] und anderen vertreten wurde, sondern suchte auch die Parteirechte und die liberalen Reformer um [[Donado Ricardes]] einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Zum Jahresende 1984 galt Caval wieder als starker Mann in seiner Partei und als Favorit für die kommende [[Parlamentswahl 1986]] gegen den zwischenzeitig äußerst unpopulären Ministerpräsidenten [[Emilio Moya]]. In dieser Zeit entdeckte Caval auch seine Leidenschaft für die Umweltpolitik und begann, im Kampf gegen die sagradischen Grünen, deren Themen zu besetzen, um eine weitere Spaltung der Linken zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer öffentlichen Weihnachtsfeier seiner Partei am 21. Dezember 1984, die unter dem Thema des Friedens und der Abrüstung stand, wurde Caval zusammen mit seinem Chauffeur in seinem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt und starb wenige Stunden später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Sein Fahrer war noch am Unfallort verstorben.Die Umstände des Unfalltods wurden nie restlos geklärt. Bis heute ranken sich Legenden um einen Mordanschlag auf den Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Trauergottesdienst waren zahlreiche Vertreter internationaler Regierungen anwesend, um Caval als verdienten Staatsmann und Vorkämpfer für Frieden und Gerechtigkeit zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ASUL hinterließ Caval ein Vakuum, das zu einem langen Machtkampf zwischen der Parteilinken um Cavals langjährigen &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Andrés Colón]] und seine Verbündeten wie [[Francisco Montero Vidal]] und den Rechten um [[Iano Norriez]] und [[Donado Ricardes]] führte. Der unter der Führung Colóns eingeschlagene Weg einer deutlichen Linksverschiebung mit einem &amp;quot;neosozialistischen&amp;quot; Alternativprogramm führte bei der [[Parlamentswahl 1986]] zu einer deutlichen Niederlage der Sozialisten. Der von Colóns Nachfolger [[Donado Ricardes]] wiederum eingeschlagene Reformweg berief sich gleichfalls auf Cavals politische Ideen und dessen Programm der nationalen Solidarität, das die Politik der Großen Koalition geprägt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der ASUL versuchten auch danach immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Victor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliches ===&lt;br /&gt;
Joán Caval war zweimal verheiratet. Die 1943 geschlossene Ehe mit der deutschstämmigen Exiljüdin Hilda Kubichek hielt nur kurze Zeit und wurde 1944 wieder geschieden. seit 1955 war Caval mit der französisch-amerikanischen Malerin Jeanne Ambroise verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne und eine Tochter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval litt zeit seines Lebens unter wiederkehrenden Depressionen. In mehreren Phasen seiner Regierungszeit musste er vor der Öffentlichkeit geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vizebürgermeister von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
* 1966-1967: [[Justizminister]] im [[Kabinett Del Pérez II]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]])&lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: zugleich kommissarischer [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Caval]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50341</id>
		<title>Joán Caval</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50341"/>
		<updated>2019-11-11T21:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Berlinguer1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1924 in [[Semest]], †21.12.1984) war ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer Politiker]]. Er war von 1969 bis zu seinem Tod Generalsekretär der sagradischen [[ASUL|Sozialisten Allianz (ASUL)]] und von 1970 bis 1979 [[sagradischer Ministerpräsident]]. Er prägte fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt bis heute als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie und als einer der bedeutendsten sagradischen Politiker des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahren in der Kommunalpolitik von [[Semest]] wurde Caval 1964 Minister im Kabinett von [[Iacovo Del Pérez]], zunächst [[Erziehungsminister|für Erziehung]] und 1966 [[Justizminister|für Justiz]]. Nach seiner Wahl zum Generalsekretär der Sozialisten und seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg bei der Parlamentswahl 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft wird auch als so genanntes &amp;quot;rotes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Von 1976 bis zu seinem Tod amtierte Caval zudem als Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, seit 1980 war er zudem Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 vereinbarte er eine Große Koalition unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]] und gehörte dessen Regierung ein Jahr lang als [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval kam 1984 gemeinsam mit seinem Chauffeur bei einem Autounfall ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1924 in Semest geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. In jungen Jahren gehörte er zu den Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1942 machte Caval sein Abitur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg wurde Caval Soldat und kämpfte an der Front in Nordsagradien gegen die Wehrmacht. Nach seiner Entlassung 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in [[Semest]] ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. Dazwischen unternahm er längere Studienreisen nach Paris und Stockholm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1952 bis 1956 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1953 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, kehrte 1954 aber bereits nach [[Semest]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Semestiner Kommunalpolitik ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für die ASUL in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1956 wurde er zudem in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und wurde nach den [[Kommunalwahlen 1960]] unter Bürgermeister [[Paulo Centavo]] zum Vizebürgermeister ernannt. In der Folge stieg er zu einem der bekannteren Vertreter einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker auf, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
In der [[Kabinett Del Pérez I|Regierung]] von [[Iacovo Del Pérez]] wurde Joán Caval 1964 zum sagradischen [[Erziehungsminister]] berufen. In diesem Amt leitete er umfangreiche Bildungsreformen ein, die vor allem sozialen Unterschieden beim Bildungszugang entgegentreten sollte und die höhere Bildung auch für Arbeiterkinder sowie für Frauen öffnen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Kabinett Del Pérez II|Kabinettsumbildung]] wurde Caval 1966 sagradischer [[Justizminister]]. Auch in diesem Amt trat er für Reformen ein, die das sagradische Strafrecht modernisieren sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semest brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des mächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen [[Marcelo Bérgamo]] und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma weiterhin in der Schlüsselpositionen eines stellvertretenden Generalsekretärs verbleiben sollte. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie [[Paulo Centavo]] oder [[Francisco Fernandez]] ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Caval.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit [[Iacovo Del Pérez]] als Außenminister, [[Carles Domínguez-Arrás]] als Finanz- und Wirtschaftsminister sowie [[Stefano Nacoma]] als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Piero Cellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung waren mit Cavals „Jungs“ besetzt: [[Andrés Colón]] als Nationaler Koordinator und [[David Cabarel]] als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär [[Stefano Nacoma]], Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Piero Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabel Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch hielt Caval am traditionellen Kurs Sagradiens im westlichen Bündnis fest. Er bemühte sich aber stärker als vorherige Regierungen um ein gutes Verhältnis zu den Staaten des kommunistischen Ostens. Die unter der Regierung von [[Iacovo Del Pérez]] aufgenommene Dreistaatenpolitik mit [[Mikolinien]] und [[Sancristo]] wurde unter Cavals Ministerpräsidentschaft fortgeführt und mündete 1972 in die Gründung des [[Blaumeerrat]]s und die Einrichtung gemeinsamer Gremien der drei Staaten. Im Laufe der Jahre entwickelte Caval zudem enge Beziehungen zum mikolinischen Staatsminister [[Joann Christén]]. Er unterstützte zudem die Aufnahme Mikoliniens in die Europäische Gemeinschaft, die 1973 erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Sandro De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch gelange es Caval, einen Pakt mit dem [[UDS|liberalen]] Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] auszuhandeln, der der Mitte-Links-Regierung eine Mehrheit sicherte. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval aber in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere formelle Koalitionsverhandlungen mit den Liberalen vorschlugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der Regierung, die nun vor allem von einer Zusammenarbeit mit den Liberalen abhängig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1978]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweite wurden. Alle Versuche Cavals, eine neue Mehrheit durch Zusammenarbeit mit der liberalen [[UDS]] zu bilden, scheiterten. Stattdessen einigte sich Cavals bisheriger Koalitionspartner, die [[Radikaldemokraten]] mit [[PPC]] und [[UDS]] auf ein gemeinsames Programm und erklärte seine Unterstützung für eine konservativ-liberale Minderheitsregierung. Der bisherige Oppositionsführer [[Sandro de la Nada]] wurde daraufhin zum neuen Ministerpräsidenten berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit mehr als acht Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war. Als erster sagradischer Ministerpräsident distanzierte sich Caval, nur eine Dekade nach Ende der Dekolonisierung, von der Kolonialpolitik seines Landes in vorangegangenen Jahrzehnten und proklamierte eine &amp;quot;Politik der Versöhnung und Wiedergutmachung&amp;quot; gegenüber den früheren Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Nach mehr als acht Jahren an der Regierungsspitze kehrte Caval Anfang 1979 in die Funktion des Oppositionsführers zurück. Gleichzeitig konzentrierte er sich in der Folge auf seine internationalen Kontakte und suchte sich weiterhin als global agierender Friedenspolitiker zu positionieren. Neben dem Amt des Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationale, an deren Spitze er eng mit Willy Brandt und Olof Palme zusammenarbeitete, übernahm Caval 1980 die Führung des Bundes Sozialdemokratischer Parteien in der Europäischen Gemeinschaft und setzte sich für eine Wiederbelebung des stagnierenden europäischen Integrationsprozesses ein. Auf internationaler Bühne trat Caval vor allem für Abrüstung und einen Ausgleich mit den Staaten der Dritten Welt ein. Er wurde zu einem der globalen Ikonen der Postkolonialismus-Bewegung, die sich in Sagradien vor allem für freundschaftliche Beziehungen der ehemaligen Kolonialmacht zu seinen früheren Kolonien in Amerika, Asien und Afrika einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition ===&lt;br /&gt;
Die Mitte-Rechts-Regierung unter [[Sandro de la Nada]] kämpfte erfolglos gegen die anhaltende Wirtschaftskrise in Sagradien, die als Folge der zweiten Ölkrise begonnen hatte und sich in den Jahren 1980 und 1981 deutlich verschärfte. Mit wirtschaftlicher Stagnation, steigender Arbeitslosigkeit und einer hohen Inflation erinnerte sie stark an die Krise Mitte der Siebziger Jahre und zeigte strukturelle Probleme der sagradischen Wirtschaft auf. Die von der Regierung angewandten wirtschaftspolitischen Mittel, die zwischen alten keynesianischen Rezepten und einer rigiden Haushaltspolitik schwankten, konnten die Krise nicht in den Griff bekommen. Allerdings versprachen auch die Sozialisten Cavals keine dezidierte Alternative zur erfolglosen Regierungspolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Regierungskrise im Frühjahr/Sommer 1981, in der Mitte-Rechts-Koalition zerbrach, die großen Parteien aber aufgrund eigener Probleme vor vorgezogenen Neuwahlen zurückschreckten, führten schließlich zu einem Pakt zwischen den verfeindeten politischen Lagern. Nach längeren Verhandlungen unter Vermittlung des Staatspräsidenten [[Iacovo Del Pérez]], der auf einen nationalen Krisenkonsens drängte, einigten sich [[Sandro de la Nada]] und Joán Caval als Führer der beiden großen Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung der nationalen Solidarität. Cavals ließ dabei Nada den Vortritt als Regierungschef und begnügte sich selbst mit den Ämtern eines Vizeministerpräsidenten und Außenministers. Im Gegenzug gaben die Konservativen das Finanzministerium an die Sozialisten ab. Mit [[Donado Ricardes]] besetzte der profilierteste Finanzpolitiker der Sozialisten dieses Amt, sein Vorgänger [[Alfonso Guivares]] wechselte ins Wirtschaftsressort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der Großen Koalition einigte sich auf ein umfangreiches Notmaßnahmenpaket mit Konjunkturmaßnahmen bei gleichzeitigen harten Einschnitten im Haushalt. Gleichzeitig erzielte der sozialistische Arbeitsminister [[Andrés Colón]] eine Einigung mit Arbeitnehmern und Gewerkschaften auf ein gemeinsames Lohnpaket, zog sich aber nach Auseinandersetzungen mit der Industrieseite und mit dem Koalitionspartner Ende 1981 aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Die Große Koalition erreichte mittelfristig eine deutliche Besserung der wirtschaftlichen Daten, rieb sich aber schnell zwischen den widerstreitenden Konzepten des linken ASUL-Flügels unter [[Andrés Colón]] und dem wirtschaftsliberalen Flügel der Volkspartei unter [[Emilio Moya]] auf. Nach längeren Auseinandersetzungen um ein neuerliches wirtschaftliches Reformpaket im Sommer 1982, in deren Verlauf Joán Caval heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen gegen die Koalitionspolitik aushalten musste, sprach sich die Parteiführung der ASUL schließlich für einen Austritt aus der Koalition aus, nachdem es zuvor zu einer gezielten Provokation der PPC-Fraktion unter [[Emilio Moya]] gekommen war. Nachdem die ASUL-Minister im Juli 1982 – wenige Monate vor Ende der regulären Legislaturperiode – die Regierung verlassen hatten, wurde die [[Parlamentswahl 1982]] auf Oktober vorgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem politischen Putsch des Wirtschaftsflügels der Volkspartei gegen Regierungschef [[Sandro de la Nada]] und der Wahl [[Emilio Moya]]s zum Regierungschef sollte es schließlich nach Planung der Sozialisten zu einem offenen Showdown zwischen der wirtschaftsliberalen und neokonservativen PPC unter Emilio Moya und der ASUL unter Caval kommen, die sich als Hüterin des sagradischen Wohlfahrtsstaats präsentierte. Der deutlich polarisierte Wahlkampf ging als einer der schärfsten und angriffslustigsten in die sagradische Geschichte ein, obwohl beide Parteien kurz zuvor noch gemeinsam am Regierungstisch gesessen hatten. Am Ende konnte sich Moyas &amp;quot;Wendeprogramm&amp;quot; knapp gegen Cavals defensiveres Programm der Verteidigung des Wohlfahrtsstaats durchsetzen. Die Sozialisten wurden erneut nur Zweiter hinter der Volkspartei, die dank des starken Ergebnisses der UDS künftig eine Mehrheitsregierung der rechten Mitte anführen konnten. Caval wurde erneut Oppositionsführer - mit der erklärten Ansage, den drohenden neoliberalen Kahlschlag bis zuletzt zu bekämpfen. Dabei suchte Caval, zugleich vom linken Parteiflügel dazu gedrängt, den Schulterschluss mit den Gewerkschaften ebenso wie mit der starken Friedensbewegung. In der Wirtschaftspolitik allerdings verzichtete Caval auf ein radikales Linksprogramm, wie es von [[Andrés Colón]] und anderen vertreten wurde, sondern suchte auch die Parteirechte und die liberalen Reformer um [[Donado Ricardes]] einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Zum Jahresende 1984 galt Caval wieder als starker Mann in seiner Partei und als Favorit für die kommende [[Parlamentswahl 1986]] gegen den zwischenzeitig äußerst unpopulären Ministerpräsidenten [[Emilio Moya]]. In dieser Zeit entdeckte Caval auch seine Leidenschaft für die Umweltpolitik und begann, im Kampf gegen die sagradischen Grünen, deren Themen zu besetzen, um eine weitere Spaltung der Linken zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer öffentlichen Weihnachtsfeier seiner Partei am 21. Dezember 1984, die unter dem Thema des Friedens und der Abrüstung stand, wurde Caval zusammen mit seinem Chauffeur in seinem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt und starb wenige Stunden später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Sein Fahrer war noch am Unfallort verstorben.Die Umstände des Unfalltods wurden nie restlos geklärt. Bis heute ranken sich Legenden um einen Mordanschlag auf den Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Trauergottesdienst waren zahlreiche Vertreter internationaler Regierungen anwesend, um Caval als verdienten Staatsmann und Vorkämpfer für Frieden und Gerechtigkeit zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ASUL hinterließ Caval ein Vakuum, das zu einem langen Machtkampf zwischen der Parteilinken um Cavals langjährigen &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Andrés Colón]] und seine Verbündeten wie [[Francisco Montero Vidal]] und den Rechten um [[Iano Norriez]] und [[Donado Ricardes]] führte. Der unter der Führung Colóns eingeschlagene Weg einer deutlichen Linksverschiebung mit einem &amp;quot;neosozialistischen&amp;quot; Alternativprogramm führte bei der [[Parlamentswahl 1986]] zu einer deutlichen Niederlage der Sozialisten. Der von Colóns Nachfolger [[Donado Ricardes]] wiederum eingeschlagene Reformweg berief sich gleichfalls auf Cavals politische Ideen und dessen Programm der nationalen Solidarität, das die Politik der Großen Koalition geprägt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der ASUL versuchten auch danach immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Victor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliches ===&lt;br /&gt;
Joán Caval war zweimal verheiratet. Die 1943 geschlossene Ehe mit der deutschstämmigen Exiljüdin Hilda Kubichek hielt nur kurze Zeit und wurde 1944 wieder geschieden. seit 1955 war Caval mit der französisch-amerikanischen Malerin Jeanne Ambroise verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne und eine Tochter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval litt zeit seines Lebens unter wiederkehrenden Depressionen. In mehreren Phasen seiner Regierungszeit musste er vor der Öffentlichkeit geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vizebürgermeister von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
* 1966-1967: [[Justizminister]] im [[Kabinett Del Pérez II]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]])&lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: zugleich kommissarischer [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Caval]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50340</id>
		<title>Joán Caval</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=50340"/>
		<updated>2019-11-11T21:08:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.68.70.187: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Berlinguer1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1924 in [[Semest]], †21.12.1984) war ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer Politiker]]. Er war von 1969 bis zu seinem Tod Generalsekretär der sagradischen [[ASUL|Sozialisten Allianz (ASUL)]] und von 1970 bis 1979 [[sagradischer Ministerpräsident]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahren in der Kommunalpolitik von [[Semest]] wurde Caval 1964 Minister im Kabinett von [[Iacovo Del Pérez]], zunächst [[Erziehungsminister|für Erziehung]] und 1966 [[Justizminister|für Justiz]]. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er von 1969 bis zu seinem Tod vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt bis heute als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft wird auch als so genanntes &amp;quot;rotes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Von 1976 bis zu seinem Tod amtierte Caval zudem als Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, seit 1980 war er zudem Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 vereinbarte er eine Große Koalition unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]] und gehörte dessen Regierung ein Jahr lang als [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval kam 1984 gemeinsam mit seinem Chauffeur bei einem Autounfall ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1924 in Semest geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. In jungen Jahren gehörte er zu den Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1942 machte Caval sein Abitur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg wurde Caval Soldat und kämpfte an der Front in Nordsagradien gegen die Wehrmacht. Nach seiner Entlassung 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in [[Semest]] ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. Dazwischen unternahm er längere Studienreisen nach Paris und Stockholm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1952 bis 1956 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1953 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, kehrte 1954 aber bereits nach [[Semest]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Semestiner Kommunalpolitik ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für die ASUL in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1956 wurde er zudem in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und wurde nach den [[Kommunalwahlen 1960]] unter Bürgermeister [[Paulo Centavo]] zum Vizebürgermeister ernannt. In der Folge stieg er zu einem der bekannteren Vertreter einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker auf, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
In der [[Kabinett Del Pérez I|Regierung]] von [[Iacovo Del Pérez]] wurde Joán Caval 1964 zum sagradischen [[Erziehungsminister]] berufen. In diesem Amt leitete er umfangreiche Bildungsreformen ein, die vor allem sozialen Unterschieden beim Bildungszugang entgegentreten sollte und die höhere Bildung auch für Arbeiterkinder sowie für Frauen öffnen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Kabinett Del Pérez II|Kabinettsumbildung]] wurde Caval 1966 sagradischer [[Justizminister]]. Auch in diesem Amt trat er für Reformen ein, die das sagradische Strafrecht modernisieren sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semest brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des mächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen [[Marcelo Bérgamo]] und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma weiterhin in der Schlüsselpositionen eines stellvertretenden Generalsekretärs verbleiben sollte. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie [[Paulo Centavo]] oder [[Francisco Fernandez]] ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Caval.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit [[Iacovo Del Pérez]] als Außenminister, [[Carles Domínguez-Arrás]] als Finanz- und Wirtschaftsminister sowie [[Stefano Nacoma]] als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Piero Cellar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung waren mit Cavals „Jungs“ besetzt: [[Andrés Colón]] als Nationaler Koordinator und [[David Cabarel]] als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär [[Stefano Nacoma]], Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Piero Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabel Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch hielt Caval am traditionellen Kurs Sagradiens im westlichen Bündnis fest. Er bemühte sich aber stärker als vorherige Regierungen um ein gutes Verhältnis zu den Staaten des kommunistischen Ostens. Die unter der Regierung von [[Iacovo Del Pérez]] aufgenommene Dreistaatenpolitik mit [[Mikolinien]] und [[Sancristo]] wurde unter Cavals Ministerpräsidentschaft fortgeführt und mündete 1972 in die Gründung des [[Blaumeerrat]]s und die Einrichtung gemeinsamer Gremien der drei Staaten. Im Laufe der Jahre entwickelte Caval zudem enge Beziehungen zum mikolinischen Staatsminister [[Joann Christén]]. Er unterstützte zudem die Aufnahme Mikoliniens in die Europäische Gemeinschaft, die 1973 erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Sandro De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch gelange es Caval, einen Pakt mit dem [[UDS|liberalen]] Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] auszuhandeln, der der Mitte-Links-Regierung eine Mehrheit sicherte. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval aber in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere formelle Koalitionsverhandlungen mit den Liberalen vorschlugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der Regierung, die nun vor allem von einer Zusammenarbeit mit den Liberalen abhängig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1978]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweite wurden. Alle Versuche Cavals, eine neue Mehrheit durch Zusammenarbeit mit der liberalen [[UDS]] zu bilden, scheiterten. Stattdessen einigte sich Cavals bisheriger Koalitionspartner, die [[Radikaldemokraten]] mit [[PPC]] und [[UDS]] auf ein gemeinsames Programm und erklärte seine Unterstützung für eine konservativ-liberale Minderheitsregierung. Der bisherige Oppositionsführer [[Sandro de la Nada]] wurde daraufhin zum neuen Ministerpräsidenten berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit mehr als acht Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war. Als erster sagradischer Ministerpräsident distanzierte sich Caval, nur eine Dekade nach Ende der Dekolonisierung, von der Kolonialpolitik seines Landes in vorangegangenen Jahrzehnten und proklamierte eine &amp;quot;Politik der Versöhnung und Wiedergutmachung&amp;quot; gegenüber den früheren Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Nach mehr als acht Jahren an der Regierungsspitze kehrte Caval Anfang 1979 in die Funktion des Oppositionsführers zurück. Gleichzeitig konzentrierte er sich in der Folge auf seine internationalen Kontakte und suchte sich weiterhin als global agierender Friedenspolitiker zu positionieren. Neben dem Amt des Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationale, an deren Spitze er eng mit Willy Brandt und Olof Palme zusammenarbeitete, übernahm Caval 1980 die Führung des Bundes Sozialdemokratischer Parteien in der Europäischen Gemeinschaft und setzte sich für eine Wiederbelebung des stagnierenden europäischen Integrationsprozesses ein. Auf internationaler Bühne trat Caval vor allem für Abrüstung und einen Ausgleich mit den Staaten der Dritten Welt ein. Er wurde zu einem der globalen Ikonen der Postkolonialismus-Bewegung, die sich in Sagradien vor allem für freundschaftliche Beziehungen der ehemaligen Kolonialmacht zu seinen früheren Kolonien in Amerika, Asien und Afrika einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition ===&lt;br /&gt;
Die Mitte-Rechts-Regierung unter [[Sandro de la Nada]] kämpfte erfolglos gegen die anhaltende Wirtschaftskrise in Sagradien, die als Folge der zweiten Ölkrise begonnen hatte und sich in den Jahren 1980 und 1981 deutlich verschärfte. Mit wirtschaftlicher Stagnation, steigender Arbeitslosigkeit und einer hohen Inflation erinnerte sie stark an die Krise Mitte der Siebziger Jahre und zeigte strukturelle Probleme der sagradischen Wirtschaft auf. Die von der Regierung angewandten wirtschaftspolitischen Mittel, die zwischen alten keynesianischen Rezepten und einer rigiden Haushaltspolitik schwankten, konnten die Krise nicht in den Griff bekommen. Allerdings versprachen auch die Sozialisten Cavals keine dezidierte Alternative zur erfolglosen Regierungspolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Regierungskrise im Frühjahr/Sommer 1981, in der Mitte-Rechts-Koalition zerbrach, die großen Parteien aber aufgrund eigener Probleme vor vorgezogenen Neuwahlen zurückschreckten, führten schließlich zu einem Pakt zwischen den verfeindeten politischen Lagern. Nach längeren Verhandlungen unter Vermittlung des Staatspräsidenten [[Iacovo Del Pérez]], der auf einen nationalen Krisenkonsens drängte, einigten sich [[Sandro de la Nada]] und Joán Caval als Führer der beiden großen Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung der nationalen Solidarität. Cavals ließ dabei Nada den Vortritt als Regierungschef und begnügte sich selbst mit den Ämtern eines Vizeministerpräsidenten und Außenministers. Im Gegenzug gaben die Konservativen das Finanzministerium an die Sozialisten ab. Mit [[Donado Ricardes]] besetzte der profilierteste Finanzpolitiker der Sozialisten dieses Amt, sein Vorgänger [[Alfonso Guivares]] wechselte ins Wirtschaftsressort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der Großen Koalition einigte sich auf ein umfangreiches Notmaßnahmenpaket mit Konjunkturmaßnahmen bei gleichzeitigen harten Einschnitten im Haushalt. Gleichzeitig erzielte der sozialistische Arbeitsminister [[Andrés Colón]] eine Einigung mit Arbeitnehmern und Gewerkschaften auf ein gemeinsames Lohnpaket, zog sich aber nach Auseinandersetzungen mit der Industrieseite und mit dem Koalitionspartner Ende 1981 aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Die Große Koalition erreichte mittelfristig eine deutliche Besserung der wirtschaftlichen Daten, rieb sich aber schnell zwischen den widerstreitenden Konzepten des linken ASUL-Flügels unter [[Andrés Colón]] und dem wirtschaftsliberalen Flügel der Volkspartei unter [[Emilio Moya]] auf. Nach längeren Auseinandersetzungen um ein neuerliches wirtschaftliches Reformpaket im Sommer 1982, in deren Verlauf Joán Caval heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen gegen die Koalitionspolitik aushalten musste, sprach sich die Parteiführung der ASUL schließlich für einen Austritt aus der Koalition aus, nachdem es zuvor zu einer gezielten Provokation der PPC-Fraktion unter [[Emilio Moya]] gekommen war. Nachdem die ASUL-Minister im Juli 1982 – wenige Monate vor Ende der regulären Legislaturperiode – die Regierung verlassen hatten, wurde die [[Parlamentswahl 1982]] auf Oktober vorgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem politischen Putsch des Wirtschaftsflügels der Volkspartei gegen Regierungschef [[Sandro de la Nada]] und der Wahl [[Emilio Moya]]s zum Regierungschef sollte es schließlich nach Planung der Sozialisten zu einem offenen Showdown zwischen der wirtschaftsliberalen und neokonservativen PPC unter Emilio Moya und der ASUL unter Caval kommen, die sich als Hüterin des sagradischen Wohlfahrtsstaats präsentierte. Der deutlich polarisierte Wahlkampf ging als einer der schärfsten und angriffslustigsten in die sagradische Geschichte ein, obwohl beide Parteien kurz zuvor noch gemeinsam am Regierungstisch gesessen hatten. Am Ende konnte sich Moyas &amp;quot;Wendeprogramm&amp;quot; knapp gegen Cavals defensiveres Programm der Verteidigung des Wohlfahrtsstaats durchsetzen. Die Sozialisten wurden erneut nur Zweiter hinter der Volkspartei, die dank des starken Ergebnisses der UDS künftig eine Mehrheitsregierung der rechten Mitte anführen konnten. Caval wurde erneut Oppositionsführer - mit der erklärten Ansage, den drohenden neoliberalen Kahlschlag bis zuletzt zu bekämpfen. Dabei suchte Caval, zugleich vom linken Parteiflügel dazu gedrängt, den Schulterschluss mit den Gewerkschaften ebenso wie mit der starken Friedensbewegung. In der Wirtschaftspolitik allerdings verzichtete Caval auf ein radikales Linksprogramm, wie es von [[Andrés Colón]] und anderen vertreten wurde, sondern suchte auch die Parteirechte und die liberalen Reformer um [[Donado Ricardes]] einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Zum Jahresende 1984 galt Caval wieder als starker Mann in seiner Partei und als Favorit für die kommende [[Parlamentswahl 1986]] gegen den zwischenzeitig äußerst unpopulären Ministerpräsidenten [[Emilio Moya]]. In dieser Zeit entdeckte Caval auch seine Leidenschaft für die Umweltpolitik und begann, im Kampf gegen die sagradischen Grünen, deren Themen zu besetzen, um eine weitere Spaltung der Linken zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer öffentlichen Weihnachtsfeier seiner Partei am 21. Dezember 1984, die unter dem Thema des Friedens und der Abrüstung stand, wurde Caval zusammen mit seinem Chauffeur in seinem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt und starb wenige Stunden später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Sein Fahrer war noch am Unfallort verstorben.Die Umstände des Unfalltods wurden nie restlos geklärt. Bis heute ranken sich Legenden um einen Mordanschlag auf den Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Trauergottesdienst waren zahlreiche Vertreter internationaler Regierungen anwesend, um Caval als verdienten Staatsmann und Vorkämpfer für Frieden und Gerechtigkeit zu ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ASUL hinterließ Caval ein Vakuum, das zu einem langen Machtkampf zwischen der Parteilinken um Cavals langjährigen &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Andrés Colón]] und seine Verbündeten wie [[Francisco Montero Vidal]] und den Rechten um [[Iano Norriez]] und [[Donado Ricardes]] führte. Der unter der Führung Colóns eingeschlagene Weg einer deutlichen Linksverschiebung mit einem &amp;quot;neosozialistischen&amp;quot; Alternativprogramm führte bei der [[Parlamentswahl 1986]] zu einer deutlichen Niederlage der Sozialisten. Der von Colóns Nachfolger [[Donado Ricardes]] wiederum eingeschlagene Reformweg berief sich gleichfalls auf Cavals politische Ideen und dessen Programm der nationalen Solidarität, das die Politik der Großen Koalition geprägt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der ASUL versuchten auch danach immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Victor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliches ===&lt;br /&gt;
Joán Caval war zweimal verheiratet. Die 1943 geschlossene Ehe mit der deutschstämmigen Exiljüdin Hilda Kubichek hielt nur kurze Zeit und wurde 1944 wieder geschieden. seit 1955 war Caval mit der französisch-amerikanischen Malerin Jeanne Ambroise verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne und eine Tochter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval litt zeit seines Lebens unter wiederkehrenden Depressionen. In mehreren Phasen seiner Regierungszeit musste er vor der Öffentlichkeit geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vizebürgermeister von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
* 1966-1967: [[Justizminister]] im [[Kabinett Del Pérez II]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]])&lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: zugleich kommissarischer [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Außenminister]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Caval]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.68.70.187</name></author>
		
	</entry>
</feed>