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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Joán De la Pênia</title>
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		<updated>2019-12-20T20:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: /* Maastricht-Kampagne und Machtübernahme im PSP (1992-1994) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:DuranLLeida2.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán María De la Pênia''' (*12. Juni 1954 in [[Sagrera]], [[Lojandía]]) in ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker und langjähriges Führungsmitglied des rechtspopulistischen [[Partíu Social Popular]]. De la Pênia gründete 1988 die Kommunalpartei [[Iniciativa per Samartiega]] und schloss sich wenig später der [[PSP]] an. Von 1992 bis 2015 bestimmte er mit kurzen Unterbrechungen die Geschicke seiner Partei, zunächst bis 2007 als Parteivorsitzender und danach von 2009 bis 2015 als Sprecher der PSP-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Seit Dezember 2015 ist er ''Ehrenvorsitzender'' der PSP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner nationalen Karriere war De la Pênia insgesamt 22 Jahre lang Mitglied im Stadtrat von [[Samartiega]] in [[Lojandía]] und fungierte von 2004 bis 2010 als Bürgermeister der Stadt. Seit 1994 gehört er zudem der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und amtiert seit 2017 als Präsident des Verteidigungsausschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stationen der politischen Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Beruf und politische Anfänge (bis 1992) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida0001.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] De la Pênia studierte bis 1980 in [[Laquines]] und [[Artir]] Soziologie, Geschichte und Publizistik. Als Student war De la Pênia Mitglied der konservativen [[PPC]]. Nach seinem Studium arbeitete De la Pênia als Journalist und Soziologe in verschiedenen Funktionen, ehe er sich seit 1988 in der Kommunalpolitik seines Wohnorts [[Samartiega]] in [[Lojandía]] engagierte. Hier gehörte er zu den Initiatoren der Bürgerbewegung [[Iniciativa per Samartiega]] (IxS), die sich als klassische kommunale Protestbewegung gegen die hohe Kriminalität in der Stadt und den Filz der etablierten Stadtratsparteien einsetzte. Bei der [[Kommunalwahl 1988]] gelang es De la Pênia im Alter von 34 Jahren, in den Stadtrat von Samartiega einzuziehen, wo er das Amt eines beigeordneten Stadtrats übernahm.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 trat De la Pênia der kurz zuvor gegründeten [[Partíu Social Popular]] bei. Erster Vorsitzender war [[Lucién Riva-Marcês]], der in den Sechziger Jahren zur [[António Blanxard Rovira|blanxardistischen]] [[MFP]] gehört hatte. De la Pênia wurde Sekretär der jungen Partei, Chefredakteur des Parteiblatts [[la Nova Força]] und rechte Hand Riva-Marcês’, den er auf einem Kongress zur Zukunft der politischen Bürgerbewegungen in Sagradien kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich baute De la Pênia den lojandinischen Regionalverband der Partei auf, dessen erster Vorsitzender er wurde. Als solcher entwickelte De la Pênia das Konzept der PSP als Anti-Parteien-Partei und „Bürgerbewegung“ (Movimiento Citadano), die sich vornehmlich gegen das politische Establishment, die Bevormundung durch den Parteienstaat und durch den drohenden europäischen Megastaat wehren müsse. De la Pênia erkannte, dass die sagradische Rechte vor allem mit einem Imageproblem kämpfe, inhaltlich dagegen weite Felder bedienen könne, wenn eine populistische und flexible Strategie an die Stelle einer traditionellen dogmatischen Rechtsstrategie treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maastricht-Kampagne und Machtübernahme im PSP (1992-1994) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 1992]] trat De la Pênia als Bürgermeisterkandidat der &amp;quot;Iniciativa per Samartiega&amp;quot; in seiner Heimatstadt an, verpasste aber sein Ziel, zum Bürgermeister gewählt zu werden. Er blieb stattdessen beigeordneter Stadtrat, konzentrierte sich danach aber eindeutig auf die nationale Politik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anhaltenden internen Querelen und Affären um [[Lucién Riva-Marcês]] wagte De la Pênia im November 1992 den Putsch gegen seinen einstigen politischen Ziehvater und drängte diesen erfolgreich zum Rücktritt als Parteichef des [[PSP]]. Kurz darauf übernahm De la Pênia das Amt des Parteivorsitzenden. Er versprach, die Partei von Grund auf zu sanieren und sie zu einer offenen Platform für die Bürger umzugestalten. Zukünftig sollte die PSP Teil und Sprachrohr der Gesellschaft und &amp;quot;Stimme der schweigenden Mehrheit&amp;quot; sein, die unter den Steuerlasten der Staatsbürokratie, den Pressionen der Europäischen Union, der Korruption des Parteienstaats, dem Verfall der sagradischen Kultur und der Bedrohung durch kriminelle Immigranten leide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei war zu dieser Zeit finanziell angeschlagen und zerstritten und drohte, eine der vielen erfolglosen Rechtsparteien seit den Siebziger Jahren zu bleiben. De la Pênia versprach nun, die Partei von ihrem verstaubten Image als rückständige Radikalenvereinigung zu befreien und eine „rechte Politik für das 21. Jahrhundert“ zu formulieren. Er wollte sich nicht mit dem Einzug ins Parlament begnügen, sondern strebte einen Sturz des sagradischen Blocksystems an, in dem die alten Großen schon seit Jahrzehnten Politik gegen das Wohl des Landes und gegen die nationale Wählerschaft betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithilfe einer Reihe von Großspendern gelang es De la Pênia in den Folgemonaten, gemeinsam mit dem früheren [[PPC]]-Minister [[Oscar Aguersuari]] eine gegen die EU gerichtete überparteiliche „Bürgerbewegung“ zu initiieren, in der die PSP eine Schlüsselstellung einnehmen sollte und so eine Führungsrolle über das Protestpotenzial der Republik gewinnen sollte. Sein Engagement für das [[Movimiento Citadano contro Maastricht]] (MCM) verschaffte De la Pênia landesweite Aufmerksamkeit. Für mehrere Monate war die Bürgerbewegung in allen Medien vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] schaffte De la Pênia erfolgreich den Sprung in den Regionalrat von [[Lojandía]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia begann schnell, die Partei von Grund auf zu sanieren. Er verabschiedete sich von alten systemfeindlichen Parolen, wie sie einige Anhänger der Partei aus dem rechtsextremen Umfeld verwendeten, und stellte die PSP auf einen verfassungsmäßigen Boden. In einer wenig beachteten Rede erklärte er „die Wiedererrichtung der korrumpierten Demokratie“ zum Ziel. Damit wandelte er die PSP in der Selbststilisierung von der Anti-System-Partei zum Retter des angeblich von den „etablierten Parteien“ pervertierten demokratischen Systems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias Konzept bedeutete eine Absage an klassische rechtsextreme Positionen und eine Hinwendung zu einer rechtspopulistischen Politik nach dem Vorbild der FPÖ in Österreich oder des Vlaams Blok in den Niederlanden. Auch Anleihen beim nordeuropäischen Steuer-Populismus der dortigen so genannten Fortschrifttsparteien sind zu finden, indem De la Pênia eine radikale Abschaltung der Steuererhöhungsspirale und eine Einstellung überflüssiger „Bürokratie-Subventionen“ versprach. Zudem lehnte sich De la Pênia an die Politik von [[António Blanxard Rovira]] an, der als „Sprecher des kleinen Mannes“ und „Verteidiger des Mittelstands“ umgedeutet wurde. De la Pênia wird daher auch gelegentlich als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet, er selbst hat sich als Bewunderer Blanxards bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia argumentierte, weder der linke noch der bürgerliche Teil des Establishments hätten in den vergangenen Jahren eine Politik für das Volk betrieben. Besonders die wachsende Arbeitslosigkeit, der europafreundliche Kurs der konservativen [[Kabinett Otero I|Regierung Otero]] und der emfpundene Reformstau eröffneten De la Pênia Zugang zu bürgerlichen Wählern. Auf der anderen Seite profitierte er mit seinem populistischen Kurs von Transformationsprozessen in der Linken und Krisen des [[PCS]] und drang in traditionelle Arbeitermilieus ein. Seine guten Kontakte zu bestimmten Teilen von Wirtschaft und Medien verstand er geschickt einzusetzen, um seiner Partei eine breitere gesellschaftliche Basis zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die äußere Rechte Sagradiens für ihre rückwärtsgewandte Nationalstaatspolitik bisher eher belächelt worden war, machte sich De la Pênia nun immer wieder Feinde durch reichlich umstrittene fremdenfeindliche Äußerungen und Kampagnen, wie z.B. der Flugblattkampagne „Sagradien gegen kriminelle Ausländer“ 1996, die mit rassistischen Bildsymbolen und einer „Schwarzer-Mann-Symbolik“ bebilderte und für die er sich mehrmals vor der Justiz verantworten musste. Für ähnliche als rassistisch kritisierte Äußerungen wurde er 1997 von einem Semestiner Gericht zu einer Geldbuße verurteilt, allerdings nicht wegen Volksverhetzung, sondern wegen Verleumdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglied des Parlaments (1994-2004) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 1994 mit [[Europawahlen 1994|Europa-]], [[Senatswahlen 1994|Senats-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen]] bestätigten den Kurs De la Pênias und brachten der Partei den Durchbruch. Sowohl nach Brüssel als auch nach Semest konnte die Partei nun Abgeordnete entsenden. Bei der [[Europawahl 1994]] trat De la Pênia als Zweiter der souveränistischen Liste [[Movimiento per Sagradia]] (MpS) an, die von [[Oscar Aguersuari]] angeführt wurde, und wurde ins Europaparlament gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Monate später führte er die PSP als Spitzenkandidat bei der [[Parlamentswahl 1994]] zu einem neuerlichen Wahlerfolg. Mit 3,9 Prozent der Stimmen zog erstmals seit 1974 wieder eine Partei rechts der [[PPC]] in die Kammer ein. De la Pênia selbst gab nun sein Amt im Europaparlament nach wenigen Monaten zugunsten des Abgeordnetenmandats in der Kammer auf. Dort übernahm er auch die Führung seiner Parlamentsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfolge wiederholten sich bei den [[Kommunalwahlen 1996]]. Landesweit konnte die rechte Protestpartei mehr als sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In De la Pênias Heimatstadt [[Samartiega]] erreichte die ''Lista De la Pênia'' aus PSP und den Resten der &amp;quot;Iniciativa per Samartiega“ mehr als 20 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl des Bürgermeisters scheiterte De la Pênia aber gegen den Kandidaten der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] musste sich De la Pênia abermals vor Gericht rechtfertigen, da man ihm vorwarf, Beziehungen zum Kriminalamt im politischen Wahlkampf ausgespielt zu haben. Der Prozess scheiterte an einem Verfahrensfehler. De la Pênia instrumentalisierte den Prozess im Wahlkampf und schilderte ihn als Versuch der etablierten Parteien, die neue „soziale Volksbewegung“ aus dem Parlament zu halten, um das eigene Machtkartell zu schützen. Der Prozess half sogar dabei, den spektakulären und von großem Medienecho begleiteten Wahlkampf des PSP noch wirksamer zu gestalten. Unter De la Pênias Führerschaft steigerte die PSP ihren Stimmenanteil auf 6,9 Prozent und etablierte sich auf diese Weise im Parlament, wo sich die Partei in Abgrenzung zu den bisher regierenden europafreundlichen bürgerlichen [[PPC]] und [[UDS]] zum &amp;quot;parlamentarischen Arm des Volkes&amp;quot; erklärte und einen radikalen Oppositionskurs gegen die neue [[rot-grüne|Coalición Eco-Socialista]] Reformregierung unter [[Julio De la Costa]] und [[Carles Etxeberría]] fuhr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahl 1999]] bestätigte den Erfolgstrend der Partei, die mit 7,6 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer überregionalen Wahl feiern konnte und fortan sieben Abgeordnete nach Brüssel und Straßburg entsenden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annäherung an die Konservativen (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach diesem Erfolg war De la Pênia auf einem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht angekommen, die er in den vergangenen Jahren völlig auf seine Person ausgerichtet hatte. In der Öffentlichkeit wurde der Erfolg der PSP allein als Verdienst De la Pênias betrachtet, die Partei so eng mit dessen Person und Image verknüpft, dass die Medien von der PSP als „Delapenistas“ sprachen. In der Folge säubert er die eigene Partei von verbliebenen einflussreichen Gegnern und besetzte die wichtigen Parteiposten mit seinen Gefolgsleuten. Gleichzeitig söhnte er sich mit Marcês wieder aus und brachte ihn auf seine Linie. Es gelang  De la Pênia, sich in der Öffentlichkeit zu etablieren und den Spagat zwischen erfolgreicher populistischer Provokation und nötiger Seriosität zu vollziehen, indem er mithilfe einiger Industriegrößen wichtige Kontakte zur bürgerlichen Elite des Landes knüpfte und sich als anpackender Stadtvater präsentierte. Er kürzte die Ausgaben für Integrationsprojekte, erhöhte die Polizeipräsenz, ging hart gegen Kriminelle und Obdachlose vor und erhöhte im Gegenzug die öffentlichen Ausgaben für ansässige Arbeitslose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten Jahren befand sich De la Pênia auf einem Höhepunkt medialer Aufmerksamkeit, die er geschickt für sein „Sozialpopulares Projekt“ nutzte. Nach großen Zugewinnen bei den [[Regionalwahlen 2001]] schaffte De la Pênia im September 2002 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Parlamentswahl]] mit 9,2 Prozent der Stimmen einen deutlichen Stimmenzuwachs und machte die PSP zur drittstärksten Kraft im sagradischen Parlament vor den [[Verdes|Grünen]] und den [[UDS|Liberalen]]. Die Zuwächse der im Ausland als rechtsextrem wahrgenommenen Populisten bei gleichzeitiger Erdrutschniederlage der etablierten bürgerlichen Rechten wurde im Ausland als Zeichen für eine voranschreitende Polarisierung der politischen Landschaft in Sagradien wahrgenommen. Der klare Sieg der regierenden Mitte-Links-Allianz aber täuschte über das wachsende Potenzial der Rechten im Land hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurze Zeit nach der Wahl erklärten Vertraute De la Pênias angesichts der engen Mehrheitsverhältnisse in der Kammer erstmals, dass im Falle vorgezogener Neuwahlen auch eine Rechtsallianz mit den Konservativen für die PSP denkbar wäre, um die rot-grüne „Linksregierung“ zu stürzen. Die Vorschläge, von De la Pênia sofort wieder durch die Forderung eines radikalen Politikwechsels im Land relativiert, wurden von der PPC verhalten aufgenommen, stießen aber auf Zustimmung in konservativen Parteikreisen. Seither war De la Pênia verstärkt darum bemüht, seiner Partei ein seriöseres Image zu verleihen. Mit der Inkorporierung kleiner rechtsökologischer und christlich-sozialer Gruppen schärfte De la Pênia 2003 das vermeintlich plurale und gemäßigte Bild der Partei in der Öffentlichkeit. De la Pênias Strategie der maximalen Abgrenzung von den bürgerlichen Parteien wich nun der Aussicht auf eine gemeinsame Regierung. Hintergrund war der beobachtete Machtwechsel innerhalb der krisengeschüttelten PPC von den christdemokratisch und proeuropäisch gesinnten Zentristen hin zum konservativen Parteiflügel unter dem neuen Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto]], der eine Diskussion über ein zukünftiges Bündnis mit  den Rechten entfachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die öffentliche Provokation gegen Europa und die etablierten Parteien trat nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 stärker in den Hintergrund und der islamistische Terror und die innere Sicherheit wurden stärker in den Vordergrund der PSP-Kampagnen gestellt. Dabei zeigte sich De la Pênia als entschlossener Gegner des radikalen Islam und stilisierte sich zum Wahrer der christlich-abendländischen Tradition und des freiheitlichen Rechtsstaats. Europapolitisch wurde die Ablehnung der integrierten EU gelockert und durch das Ziel einer umfangreichen EU-Reform zugunsten der Souveränität der Mitgliedsstaaten ersetzt. Nachdem die PSP bis zuletzt gegen die Ost-Erweiterung der Europäischen Union gekämpft hatte, folgerte sie aus dem erfolgten Beitritt der osteuropäischen Staaten im Jahr 2004, eine erweiterte Union könne nur funktionieren, wenn die Einzelstaaten wieder mehr Kompetenzen erlangten und die unsichtbare Brüsseler Bürokratie an Einfluss verliere. Die Aufnahme weiterer Länder, vor allem der Türkei, wurde weiterhin abgelehnt. Außerdem müsse der sagradische Markt vor Billig-Arbeitskräften aus Osteuropa geschützt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nach dem 11. September auftretenden Konflikt um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten stellte sich De la Pênia klar hinter die Amerikaner und erklärte seinerseits, den Krieg gegen den radikalen Islam und den Terrorismus an allen Fronten zu unterstützen. Auch die israelische Politik gegenüber den Palästinensern hieß De la Pênia gut und stellte sich demonstrativ hinter den jüdischen Staat. Besonders seine Israel-Reise des Jahres 2004 und sein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel und zum gemeinsamen christlich-jüdischen Erbe sorgten für große Aufregung, nachdem De la Pênia zuvor immer wieder Verbindungen zu Holocaust-Leugnern und antisemitischen rechtsextremen Gruppen nachgesagt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Bürgermeister von Samartiega (2004) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunalwahlen des Jahres 2004]] trat De la Pênia an seinem Wohnort [[Samartiega]] in [[Lojandía]] als Bürgermeisterkandidat an und führte seine formell unabhängige Wahlliste ''Samartiega de Citadanœs'' zu einem knappen Wahlsieg. Als Kandidat der stärksten Kraft im Kommunalparlament erhielt De la Pênia bei der anschließenden Bürgermeisterwahl die Unterstützung auch der konservativen Volkspartei und wurde zum Bürgermeister gewählt. In der Folge stützte er sich hauptsächlich auf eine Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien im Stadtrat. In der Öffentlichkeit wurde der Pakt zwischen De la Pênia und den Konservativen als Vorlauf für ein ähnliches Bündnis in Semest gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutlichen Gewinnen bei [[Europawahlen 2004]], bei denen die Partei an die 10 Prozent-Marke heranreichte und erneut drittstärkste Kraft wurde, konnte sie auch bei den [[Regionalwahlen 2005]] und den [[Senatswahlen 2006]] noch einmal zulegen. Seit 2004 arbeitete die Partei punktuell mit den Konservativen zusammen und unterstützte in der Region [[Sesín]] eine bürgerliche Minderheitsregierung. Vor den [[Regionalwahlen 2005]] wurden erstmals auch formelle Regierungsbündnisse auf regionaler Ebene nicht ausgeschlossen. Schließlich gelangte die PSP in fünf Regionen in eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und bildete Mitte-Rechts-Regierungen in [[Armoria]], [[Bordez]], [[Oller]], [[Comtàid-Perín]] und der [[Region Semestina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil der parlamentarischen Mehrheit (2006 ff.) ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] wurde in der Öffentlichkeit rege die Mitte-Rechts-Alternative als Gegenmodell zu [[Coalición Eco-Socialista|Rot-Grün]] bzw. einer nicht ausgeschlossenen Rot-Grün-Rot-Variante unter Einschluss der äußeren Linken diskutiert. Führende konservative Politiker brachten dabei die Kooperation mit der PSP aktiv ins Spiel und sprachen davon, eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten verhindern zu wollen. Zudem übernahmen vor dem Hintergrund der anhaltenden Wahlerfolge der Rechten auch PPC und UDS teilweise Positionen De la Pênias und sprachen sich für einen harten Staat und eine konsequentere Politik in Verbrechensbekämpfung, Anti-Terror-Kampf sowie der illegalen Einwanderung aus. Linksliberale Beobachter bewerteten den Wahlkampf als „Sieg der Delapenisten bereits vor der Wahl“ und bezeichneten De la Pênia als „Agenda-Setter“ einer verunsicherten Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem harten Lagerwahlkampf zwischen der Linken und der Rechten und großer medialer Aufmerksamkeit für De la Pênias Partei, die als Zünglein an der Waage angesehen wurde, musste das Ergebnis von 8,9 Prozent regelrecht enttäuschen. De la Pênia ließ derartige Interpretationen aber gar nicht erst zu und feierte sich als Sieger über die Linke. Die Sozialpopulare Bewegung sei als dritte Kraft etabliert und habe den Wechsel herbeigeführt. Gemeinsam könnten die Kräfte der Mitte und der Rechten nun die überfällige Reformpolitik zum Wohle des Landes starten. Bereits in der Wahlnacht wurde klar, dass auch der konservative Wahlsieger Luisanto eine Minderheitsregierung der rechten Mitte unter Tolerierung durch De la Pênias Partei einer Großen Koalition vorziehen würde. Die folgenden Gespräche über eine parlamentarische Kooperation wurden Ende November erfolgreich abgeschlossen. In der Öffentlichkeit wurde von einem ''Pakt Luisanto-De la Pênia'' gesprochen, der die Republik nachhaltig verändern würde. Schwierigkeiten gab es lediglich bei der Vereidigung durch Präsident [[António Grande Illega]], der aus seiner Abneigung gegenüber der Allianz keinen Hehl machte und der Koalition ein Bekenntnis zu Demokratie, Bürgerrechten und Gleichberechtigung auch der ausländischen Mitbürger abrang. Die Bildung der Mitte-Rechts-Koalition unter indirekter Beteiligung der äußeren Rechten im Parlament führten zu heftigen Protesten und Demonstrationen von Linken in ganz Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mehrheitsbeschaffer der Regierung in einer taktischen Schlüsselposition setzte De la Pênia eine Verschärfung des Einwanderungs- und Ausländerrechts durch, das zu heftigen Kämpfen mit dem linken [[UDS]]-Flügel und Teilen der [[PPC]] führten. Die vier Abweichler der UDS, die dem neuen Regelwerk ihre Zusage verweigerten, wurden von Fraktionschef [[Domênco Laravil]] harsch als „vier Evangelisten“ verspottet. Auch im Bereich der inneren Sicherheit zog die Regierung mit verschärften Sicherheitsgesetzen Kritik auf sich, die vor allem von Bürgerrechtlern und Datenschützern als Beginn des Überwachungsstaats verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Probleme und parteiinterne Auseinandersetzungen (2007-2009) ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2007 gab De la Pênia überraschend bekannt, auf dem nächsten Parteitag der PSP nicht mehr als Parteipräsident kandidieren zu wollen, stattdessen wolle er sich auf seine Aufgabe in der Kommunalpolitik konzentrieren, die seine ganze Energie verlange. Zuvor hatte De la Pênia einen Hörsturz erlitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolgerin im Parteivorsitz schlug De la Pênia seine eigene Schwägerin [[Eleonora Sarabal]] vor. Nach der öffentlichen Bekanntgabe dieser Nominierung verzichtete der als &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; De la Pênia geltende Fraktionssprecher [[Domênco Laravil]] auf eine eigene Kandidatur. Nach öffentlicher Darstellung sollten Laravil und Sarabal künftig eine &amp;quot;Doppelspitze&amp;quot; bilden: Während Sarabal als Europa-Abgeordnete die Parteiorganisation führte, sollte Laravil die eigentliche Führung der PSP-Gruppe in der Abgeordnetenkammer zukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat entwickelte sich Laravil durch eine enorme Medienpräsenz und eine geschickte interne Führungsstrategie schnell zum landesweit bekannten Gesicht der Sozialpopularen. Dazu trugen auch mehrere Operationen bei, denen sich De la Pênias im Winter 2007/2008 unterziehen musste. Zunehmend wurde nun von einem gespannten Verhältnis zwischen Laravil und dem Duo Sarabal/De la Pênia gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In De la Pênias Abwesenheit kam es 2008 zu Gesprächen zwischen der Fraktionsführung um Laravil und den Konservativen über eine Änderung der europapolitischen Haltung der Partei. Obwohl unklar ist, ob De la Pênia nicht in die Gespräche eingeweiht war, stellte dieser sich bald gegen die Fraktionsführung. In einem Interview, mit dem er sich auf der politischen Bühne zurückmeldete, drängte De la Pênia - nach dem gescheiterten EU-Referendum in Irland über den Vertrag von Lissabon - auf ein sagradisches Referendum und warb für eine Ablehnung des Vertragswerks. Dies kam einem deutlichen Machtwort gegen die kompromissbereite Linie seiner Partei gleich, die er als &amp;quot;Kniefall vor Luisanto&amp;quot; bezeichnete. Wenn Luisanto aber einen solchen Kniefall erwarte, müsse er aufpassen, morgen nicht sein Amt zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview schlug ein wie eine Bombe und provozierte Widerspruch in den eigenen Reihen. Laravil, der zuvor öffentlich von vertrauensvollen und zuversichtlichen Verhandlungen mit den Konservativen gesprochen hatte und die Beziehungen zur Volkspartei torpediert sah, fühlte sich bloßgestellt. Er widersprach De la Pênia öffentlich und provozierte damit den offenen Bruch mit dem langjährigen Parteivorsitzenden. Zögerlich stellten sich einige Abgeordnete hinter den Fraktionschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia fürchtete eine Untergrabung seiner Autorität, sah den Widerspruch als Kriegsansage und mobilisierte seine Truppen zum Machtkampf mit Laravil. Auf dem Parteitag in Noyar war De la Pênia aus Gesundheitsgründen nicht anwesend, ließ sich aber durch Vertraute wie [[Fernando Castro]] vertreten, der in seiner Rede die Linie De la Pênias vertrat und schwere persönliche Vorwürfe gegen Laravil erhob. In einem Votum des Parteitags setzte sich die Linie De la Pênias schließlich durch, was mit einem harten Kurs gegen den Vertrag von Lissabon und die Europapolitik der Regierung Luisanto einherging. Laravil zog daraufhin die Konsequenzen und legte seine Ämter nieder. Er stimmte als einziger [[PSP]]-Abgeordneter für den EU-Reformvertrag und verließ daraufhin seine Fraktion, die er zuvor mehrere Jahre lang geleitet hatte. Ihm folgten zwei weitere Abgeordnete, die ihren Austritt aus der PSP erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Partei dagegen blieben die Parteiaustritte überschaubar, weil es De la Pênia gelang, die Gruppe um Laravil als Abspaltler und Opportunisten bloßzustellen, die die Ideale der Partei und den Wählerauftrag verraten hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgezogene Parlamentswahl 2009 ===&lt;br /&gt;
Nachdem Luisanto einer Volksabstimmung trotz Unterstützung aus der eigenen Partei eine Absage erteilt hatte, beschloss die PSP, gegen den Vertrag von Lissabon zu stimmen. Nachdem Luisanto die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag im Parlament durchgesetzt hatte, erklärte er das Zusammenarbeit mit De la Pênia &amp;quot;auf Eis gelegt&amp;quot;, konnte sich de facto aber weiterhin in wichtigen Fragen auf die PSP-Stimmen im Parlament stützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] kandidierte De la Pênia wie bereits 1993 und 1997 als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion Lojandía. Hier holte die Partei mit über 19 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis für seine Partei, was als Zeichen gedeutet wurde, dass die Parteikrise überstanden war. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in Laquines wurde jedoch aufgrund des schwachen PPC-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung unter [[Francisca Mendes del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als Teilsieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kam es schließlich zu einer neuerlichen Koalitionskrise, nachdem ein weiterer Abgeordneter der PPC die Fraktion verließ und die die Rechtsallianz damit ihre Mehrheit endgültig einbüßte. Nachdem er eine wichtige Haushaltsabstimmung im Parlament verloren hatte, bat Luisanto Präsident [[António Grande Illega]] um Auflösung des Abgeordnetenhauses, woraufhin dieser [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Neuwahlen im November 2009]] ansetzte. Bis dahin sollte die bestehende Regierung im Amt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias EU-kritischer Kurs, der nun gefahren wurde, zeigte schnell Erfolge. Nachdem die Partei vor dem Koalitionsbruch in einem Umfragetief gesteckt hatte, konnte sie nun mit ihren Kernthemen und einem populistischen Konzept nach alter Gewohnheit wieder punkten und demoskopisch zulegen. Vor diesem Hintergrund kann De la Pênias Coup als Notbremse angesehen werden, die er zog, um das Image der Partei als Anti-EU-Partei zu wahren und die Partei als nationale Gegenkraft zur neoliberalen Achse PPC-UDS zu positionieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Chaos der letzten Wochen versuchte die PSP im Wahlkampf wieder Geschlossenheit zu demonstrieren. Auf dem Parteitag in [[Joanaz]] wurde der De-la-Pênia-Kurs nochmals von einer breiten Mehrheit der Partei abgesegnet. De la Pênia wurde abermals zum Spitzenkandidaten der Partei gewählt und damit als Parteiführer bestätigt. Im Wahlkampf war „Kojak“, wie De la Pênia aufgrund seiner Glatze auch genannt wird, wieder omnipräsent und machte keinen Hehl daraus, wieder der starke Mann in der Partei zu sein. Mit dem Slogan ''Unser Sagradien'' wiederholte er alte fremdenfeindliche Anklänge und machte besonders gegen die islamische Minderheit im Land mobil. Als Wahlziel nannte die PSP, durch ein starkes Ergebnis der Rechten eine Mehrheit für den Linksblock zu verhindern. Eine Neuauflage der Koalition mit den bisherigen Partnern wurde zwar nicht ausgeschlossen, jedoch wurden ein europapolitischer Kurswechsel sowie ein „sozialeres Profil“ als Voraussetzungen genannt. Der Populismus De la Pênias war wieder ganz oben. De la Pênia und Parteichefin Sarabal, die für das Konzept der „Sozialen Rechten“ steht, distanzierten sich von der „unsozialen“ Politik Luisantos, priesen aber eigene Verdienste im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Ausländerpolitik. De la Pênia präsentierte sich anwesend genug, um alte Anhänger zu mobilisieren, aber zurückhaltend genug, um den Skandal um seine Person im Hintergrund zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die populistische Propaganda der Delapenisten zeigte sich wieder einmal erfolgreich. Trotz der leicht zu durchschauenden Kehrtwende ging die Strategie vollends auf. Hatte die Partei im Frühjahr 2007 noch bei 10 Prozent in Umfragen, im Januar 2008 jedoch unter sieben Prozent gelegen, so erreichte die PSP nun bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahl im November 2009]] mit knapp 11 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Gleichzeitig verfehlte Premier Luisantos Volkspartei zusammen mit der UDS die absolute Mehrheit deutlich und blieb damit auf eine Kooperation mit De la Pênia angewiesen, wollte er eine Große Koalition mit den [[ASUL|Sozialisten]] vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia als Fraktionsführer (2009-2015) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2013.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kündigten Sarabal und De la Pênia an, für eine Neuauflage mit der Rechten gewisse Hindernisse auszumachen, schlossen eine neue Zusammenarbeit aber nicht aus und zeigten sich zu Gesprächen bereit. Schließlich einigten sich De la Pênia und Luisanto auf eine erneute Kooperation der PSP mit der Minderheitsregierung aus PPC und UDS. Damit verzichteten De la Pênia und die Rechten erneut auf eine formale Regierungsbeteiligung und mögliche Ministerämter, sicherten sich aber eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der bürgerlichen Koalition und konnten weiterhin formell als Opposition auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen übernahm Joán De la Pênia die Führung der Kammergruppe seiner Partei und trat von seinem Bürgermeisteramt zurück. Damit erhielt die PSP auch organisatorisch eine Doppelspitze De la Pênia/Sarabal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum kam es zu anhaltenden Schwierigkeiten innerhalb der Koalition und der Partei, da De la Pênia zwar seine Zustimmung zu den diversen Rettungspaketen für angeschlagene Mitgliedsstaaten der Gemeinschaftswährung verweigerte, seine grundsätzliche Unterstützung für die Mitte-Rechts-Regierung aber aufrecht erhielt. Heftige Töne gegen den Euro und für einen Austritt Sagradiens aus der Gemeinschaftswährung, wie De la Pênia sie im [[Parlamentswahl 2013|Parlamentswahlkampf 2013]] anschlug, wirkten vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig und kosteten die Partei deutlich an Stimmen. Bei der Wahl, bei der De la Pênia seine Partei erneut als Spitzenkandidat anführte, mussten die Sozialpopularen erstmals deutliche Verluste verschmerzen und brachen nach sechs Jahren als Teil der Regierungsmehrheit von über 10 auf nur noch 6,9 Prozent der Stimmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug auf die Ehrenpräsidentschaft (seit 2015) ===&lt;br /&gt;
Trotz der Stimmenverluste bei der [[Parlamentswahl 2013]] wurde De la Pênia im Amt des Sprechers seiner Parlamentsgruppe und damit ''de facto'' als Politischer Führer der PSP bestätigt. Es mehrten sich aber die Zeichen eines baldigen Wechsels an der Parteispitze. Im Sommer 2015 gab De la Pênia schließlich seinen bevorstehenden Rückzug aus der Führung der Partei bekannt. Zur Wunschnachfolgerin designierte er die bisherige Generalsekretärin der Partei [[Marijol Catalán]]. Kurz darauf kündigte auch die bisherige Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] an, auf dem Parteitag der PSP im Dezember 2015 nicht mehr für das nominell höchste Parteiamt kandidieren zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2015 gab De la Pênia die Führung der PSP-Parlamentsgruppe an [[Marijol Catalán]] ab. Auf dem folgenden Parteitag im Dezember wurde Catalán zudem zur neuen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidatin der Partei für die [[Parlamentswahl 2017]] gewählt. De la Pênia erhielt stattdessen das neugeschaffene Amt eines ''Ehrenpräsidenten'' der Partei mit dem Recht, weiterhin an Sitzungen des Parteivorstands teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1988-2010: Mitglied des Stadtrats von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1997: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* seit 1994: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-2004: Beigeordneter Stadtrat in [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 2004-2010: Bürgermeister der Stadt [[Samartiega]] &lt;br /&gt;
* seit 2017: Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-2004: Fraktionssprecher der [[IxS]]/[[PSP]]-Fraktion im Stadtrat von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Nationaler Parteisekretär der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1991-2004: Vorsitzender des [[PSP]]-Regionalverbandes [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1992-2007: Parteivorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1994-2004: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 2009-2015: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* seit 2015: Ehrenvorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Pênia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PSP-Politiker|De la Pênia]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_De_la_P%C3%AAnia&amp;diff=51199</id>
		<title>Joán De la Pênia</title>
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		<updated>2019-12-20T19:59:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:DuranLLeida2.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán María De la Pênia''' (*12. Juni 1954 in [[Sagrera]], [[Lojandía]]) in ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker und langjähriges Führungsmitglied des rechtspopulistischen [[Partíu Social Popular]]. De la Pênia gründete 1988 die Kommunalpartei [[Iniciativa per Samartiega]] und schloss sich wenig später der [[PSP]] an. Von 1992 bis 2015 bestimmte er mit kurzen Unterbrechungen die Geschicke seiner Partei, zunächst bis 2007 als Parteivorsitzender und danach von 2009 bis 2015 als Sprecher der PSP-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Seit Dezember 2015 ist er ''Ehrenvorsitzender'' der PSP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner nationalen Karriere war De la Pênia insgesamt 22 Jahre lang Mitglied im Stadtrat von [[Samartiega]] in [[Lojandía]] und fungierte von 2004 bis 2010 als Bürgermeister der Stadt. Seit 1994 gehört er zudem der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und amtiert seit 2017 als Präsident des Verteidigungsausschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stationen der politischen Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Beruf und politische Anfänge (bis 1992) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida0001.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] De la Pênia studierte bis 1980 in [[Laquines]] und [[Artir]] Soziologie, Geschichte und Publizistik. Als Student war De la Pênia Mitglied der konservativen [[PPC]]. Nach seinem Studium arbeitete De la Pênia als Journalist und Soziologe in verschiedenen Funktionen, ehe er sich seit 1988 in der Kommunalpolitik seines Wohnorts [[Samartiega]] in [[Lojandía]] engagierte. Hier gehörte er zu den Initiatoren der Bürgerbewegung [[Iniciativa per Samartiega]] (IxS), die sich als klassische kommunale Protestbewegung gegen die hohe Kriminalität in der Stadt und den Filz der etablierten Stadtratsparteien einsetzte. Bei der [[Kommunalwahl 1988]] gelang es De la Pênia im Alter von 34 Jahren, in den Stadtrat von Samartiega einzuziehen, wo er das Amt eines beigeordneten Stadtrats übernahm.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 trat De la Pênia der kurz zuvor gegründeten [[Partíu Social Popular]] bei. Erster Vorsitzender war [[Lucién Riva-Marcês]], der in den Sechziger Jahren zur [[António Blanxard Rovira|blanxardistischen]] [[MFP]] gehört hatte. De la Pênia wurde Sekretär der jungen Partei, Chefredakteur des Parteiblatts [[la Nova Força]] und rechte Hand Riva-Marcês’, den er auf einem Kongress zur Zukunft der politischen Bürgerbewegungen in Sagradien kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich baute De la Pênia den lojandinischen Regionalverband der Partei auf, dessen erster Vorsitzender er wurde. Als solcher entwickelte De la Pênia das Konzept der PSP als Anti-Parteien-Partei und „Bürgerbewegung“ (Movimiento Citadano), die sich vornehmlich gegen das politische Establishment, die Bevormundung durch den Parteienstaat und durch den drohenden europäischen Megastaat wehren müsse. De la Pênia erkannte, dass die sagradische Rechte vor allem mit einem Imageproblem kämpfe, inhaltlich dagegen weite Felder bedienen könne, wenn eine populistische und flexible Strategie an die Stelle einer traditionellen dogmatischen Rechtsstrategie treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maastricht-Kampagne und Machtübernahme im PSP (1992-1994) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida0002.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 1992]] trat De la Pênia als Bürgermeisterkandidat der &amp;quot;Iniciativa per Samartiega&amp;quot; in seiner Heimatstadt an, verpasste aber sein Ziel, zum Bürgermeister gewählt zu werden. Er blieb stattdessen beigeordneter Stadtrat, konzentrierte sich danach aber eindeutig auf die nationale Politik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anhaltenden internen Querelen und Affären um [[Lucién Riva-Marcês]] wagte De la Pênia im November 1992 den Putsch gegen seinen einstigen politischen Ziehvater und drängte diesen erfolgreich zum Rücktritt als Parteichef des [[PSP]]. Kurz darauf übernahm De la Pênia das Amt des Parteivorsitzenden. Er versprach, die Partei von Grund auf zu sanieren und sie zu einer offenen Platform für die Bürger umzugestalten. Zukünftig sollte die PSP Teil und Sprachrohr der Gesellschaft und &amp;quot;Stimme der schweigenden Mehrheit&amp;quot; sein, die unter den Steuerlasten der Staatsbürokratie, den Pressionen der Europäischen Union, der Korruption des Parteienstaats, dem Verfall der sagradischen Kultur und der Bedrohung durch kriminelle Immigranten leide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei war zu dieser Zeit finanziell angeschlagen und zerstritten und drohte, eine der vielen erfolglosen Rechtsparteien seit den Siebziger Jahren zu bleiben. De la Pênia versprach nun, die Partei von ihrem verstaubten Image als rückständige Radikalenvereinigung zu befreien und eine „rechte Politik für das 21. Jahrhundert“ zu formulieren. Er wollte sich nicht mit dem Einzug ins Parlament begnügen, sondern strebte einen Sturz des sagradischen Blocksystems an, in dem die alten Großen schon seit Jahrzehnten Politik gegen das Wohl des Landes und gegen die nationale Wählerschaft betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithilfe einer Reihe von Großspendern gelang es De la Pênia in den Folgemonaten, gemeinsam mit dem früheren [[PPC]]-Minister [[Oscar Aguersuari]] eine gegen die EU gerichtete überparteiliche „Bürgerbewegung“ zu initiieren, in der die PSP eine Schlüsselstellung einnehmen sollte und so eine Führungsrolle über das Protestpotenzial der Republik gewinnen sollte. Sein Engagement für das [[Movimiento Citadano contro Maastricht]] (MCM) verschaffte De la Pênia landesweite Aufmerksamkeit. Für mehrere Monate war die Bürgerbewegung in allen Medien vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] schaffte De la Pênia erfolgreich den Sprung in den Regionalrat von [[Lojandía]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia begann schnell, die Partei von Grund auf zu sanieren. Er verabschiedete sich von alten systemfeindlichen Parolen, wie sie einige Anhänger der Partei aus dem rechtsextremen Umfeld verwendeten, und stellte die PSP auf einen verfassungsmäßigen Boden. In einer wenig beachteten Rede erklärte er „die Wiedererrichtung der korrumpierten Demokratie“ zum Ziel. Damit wandelte er die PSP in der Selbststilisierung von der Anti-System-Partei zum Retter des angeblich von den „etablierten Parteien“ pervertierten demokratischen Systems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias Konzept bedeutete eine Absage an klassische rechtsextreme Positionen und eine Hinwendung zu einer rechtspopulistischen Politik nach dem Vorbild der FPÖ in Österreich oder des Vlaams Blok in den Niederlanden. Auch Anleihen beim nordeuropäischen Steuer-Populismus der dortigen so genannten Fortschrifttsparteien sind zu finden, indem De la Pênia eine radikale Abschaltung der Steuererhöhungsspirale und eine Einstellung überflüssiger „Bürokratie-Subventionen“ versprach. Zudem lehnte sich De la Pênia an die Politik von [[António Blanxard Rovira]] an, der als „Sprecher des kleinen Mannes“ und „Verteidiger des Mittelstands“ umgedeutet wurde. De la Pênia wird daher auch gelegentlich als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet, er selbst hat sich als Bewunderer Blanxards bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia argumentierte, weder der linke noch der bürgerliche Teil des Establishments hätten in den vergangenen Jahren eine Politik für das Volk betrieben. Besonders die wachsende Arbeitslosigkeit, der europafreundliche Kurs der konservativen [[Kabinett Otero I|Regierung Otero]] und der emfpundene Reformstau eröffneten De la Pênia Zugang zu bürgerlichen Wählern. Auf der anderen Seite profitierte er mit seinem populistischen Kurs von Transformationsprozessen in der Linken und Krisen des [[PCS]] und drang in traditionelle Arbeitermilieus ein. Seine guten Kontakte zu bestimmten Teilen von Wirtschaft und Medien verstand er geschickt einzusetzen, um seiner Partei eine breitere gesellschaftliche Basis zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die äußere Rechte Sagradiens für ihre rückwärtsgewandte Nationalstaatspolitik bisher eher belächelt worden war, machte sich De la Pênia nun immer wieder Feinde durch reichlich umstrittene fremdenfeindliche Äußerungen und Kampagnen, wie z.B. der Flugblattkampagne „Sagradien gegen kriminelle Ausländer“ 1996, die mit rassistischen Bildsymbolen und einer „Schwarzer-Mann-Symbolik“ bebilderte und für die er sich mehrmals vor der Justiz verantworten musste. Für ähnliche als rassistisch kritisierte Äußerungen wurde er 1997 von einem Semestiner Gericht zu einer Geldbuße verurteilt, allerdings nicht wegen Volksverhetzung, sondern wegen Verleumdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglied des Parlaments (1994-2004) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 1994 mit [[Europawahlen 1994|Europa-]], [[Senatswahlen 1994|Senats-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen]] bestätigten den Kurs De la Pênias und brachten der Partei den Durchbruch. Sowohl nach Brüssel als auch nach Semest konnte die Partei nun Abgeordnete entsenden. Bei der [[Europawahl 1994]] trat De la Pênia als Zweiter der souveränistischen Liste [[Movimiento per Sagradia]] (MpS) an, die von [[Oscar Aguersuari]] angeführt wurde, und wurde ins Europaparlament gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Monate später führte er die PSP als Spitzenkandidat bei der [[Parlamentswahl 1994]] zu einem neuerlichen Wahlerfolg. Mit 3,9 Prozent der Stimmen zog erstmals seit 1974 wieder eine Partei rechts der [[PPC]] in die Kammer ein. De la Pênia selbst gab nun sein Amt im Europaparlament nach wenigen Monaten zugunsten des Abgeordnetenmandats in der Kammer auf. Dort übernahm er auch die Führung seiner Parlamentsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfolge wiederholten sich bei den [[Kommunalwahlen 1996]]. Landesweit konnte die rechte Protestpartei mehr als sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In De la Pênias Heimatstadt [[Samartiega]] erreichte die ''Lista De la Pênia'' aus PSP und den Resten der &amp;quot;Iniciativa per Samartiega“ mehr als 20 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl des Bürgermeisters scheiterte De la Pênia aber gegen den Kandidaten der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] musste sich De la Pênia abermals vor Gericht rechtfertigen, da man ihm vorwarf, Beziehungen zum Kriminalamt im politischen Wahlkampf ausgespielt zu haben. Der Prozess scheiterte an einem Verfahrensfehler. De la Pênia instrumentalisierte den Prozess im Wahlkampf und schilderte ihn als Versuch der etablierten Parteien, die neue „soziale Volksbewegung“ aus dem Parlament zu halten, um das eigene Machtkartell zu schützen. Der Prozess half sogar dabei, den spektakulären und von großem Medienecho begleiteten Wahlkampf des PSP noch wirksamer zu gestalten. Unter De la Pênias Führerschaft steigerte die PSP ihren Stimmenanteil auf 6,9 Prozent und etablierte sich auf diese Weise im Parlament, wo sich die Partei in Abgrenzung zu den bisher regierenden europafreundlichen bürgerlichen [[PPC]] und [[UDS]] zum &amp;quot;parlamentarischen Arm des Volkes&amp;quot; erklärte und einen radikalen Oppositionskurs gegen die neue [[rot-grüne|Coalición Eco-Socialista]] Reformregierung unter [[Julio De la Costa]] und [[Carles Etxeberría]] fuhr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahl 1999]] bestätigte den Erfolgstrend der Partei, die mit 7,6 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer überregionalen Wahl feiern konnte und fortan sieben Abgeordnete nach Brüssel und Straßburg entsenden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annäherung an die Konservativen (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach diesem Erfolg war De la Pênia auf einem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht angekommen, die er in den vergangenen Jahren völlig auf seine Person ausgerichtet hatte. In der Öffentlichkeit wurde der Erfolg der PSP allein als Verdienst De la Pênias betrachtet, die Partei so eng mit dessen Person und Image verknüpft, dass die Medien von der PSP als „Delapenistas“ sprachen. In der Folge säubert er die eigene Partei von verbliebenen einflussreichen Gegnern und besetzte die wichtigen Parteiposten mit seinen Gefolgsleuten. Gleichzeitig söhnte er sich mit Marcês wieder aus und brachte ihn auf seine Linie. Es gelang  De la Pênia, sich in der Öffentlichkeit zu etablieren und den Spagat zwischen erfolgreicher populistischer Provokation und nötiger Seriosität zu vollziehen, indem er mithilfe einiger Industriegrößen wichtige Kontakte zur bürgerlichen Elite des Landes knüpfte und sich als anpackender Stadtvater präsentierte. Er kürzte die Ausgaben für Integrationsprojekte, erhöhte die Polizeipräsenz, ging hart gegen Kriminelle und Obdachlose vor und erhöhte im Gegenzug die öffentlichen Ausgaben für ansässige Arbeitslose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten Jahren befand sich De la Pênia auf einem Höhepunkt medialer Aufmerksamkeit, die er geschickt für sein „Sozialpopulares Projekt“ nutzte. Nach großen Zugewinnen bei den [[Regionalwahlen 2001]] schaffte De la Pênia im September 2002 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Parlamentswahl]] mit 9,2 Prozent der Stimmen einen deutlichen Stimmenzuwachs und machte die PSP zur drittstärksten Kraft im sagradischen Parlament vor den [[Verdes|Grünen]] und den [[UDS|Liberalen]]. Die Zuwächse der im Ausland als rechtsextrem wahrgenommenen Populisten bei gleichzeitiger Erdrutschniederlage der etablierten bürgerlichen Rechten wurde im Ausland als Zeichen für eine voranschreitende Polarisierung der politischen Landschaft in Sagradien wahrgenommen. Der klare Sieg der regierenden Mitte-Links-Allianz aber täuschte über das wachsende Potenzial der Rechten im Land hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurze Zeit nach der Wahl erklärten Vertraute De la Pênias angesichts der engen Mehrheitsverhältnisse in der Kammer erstmals, dass im Falle vorgezogener Neuwahlen auch eine Rechtsallianz mit den Konservativen für die PSP denkbar wäre, um die rot-grüne „Linksregierung“ zu stürzen. Die Vorschläge, von De la Pênia sofort wieder durch die Forderung eines radikalen Politikwechsels im Land relativiert, wurden von der PPC verhalten aufgenommen, stießen aber auf Zustimmung in konservativen Parteikreisen. Seither war De la Pênia verstärkt darum bemüht, seiner Partei ein seriöseres Image zu verleihen. Mit der Inkorporierung kleiner rechtsökologischer und christlich-sozialer Gruppen schärfte De la Pênia 2003 das vermeintlich plurale und gemäßigte Bild der Partei in der Öffentlichkeit. De la Pênias Strategie der maximalen Abgrenzung von den bürgerlichen Parteien wich nun der Aussicht auf eine gemeinsame Regierung. Hintergrund war der beobachtete Machtwechsel innerhalb der krisengeschüttelten PPC von den christdemokratisch und proeuropäisch gesinnten Zentristen hin zum konservativen Parteiflügel unter dem neuen Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto]], der eine Diskussion über ein zukünftiges Bündnis mit  den Rechten entfachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die öffentliche Provokation gegen Europa und die etablierten Parteien trat nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 stärker in den Hintergrund und der islamistische Terror und die innere Sicherheit wurden stärker in den Vordergrund der PSP-Kampagnen gestellt. Dabei zeigte sich De la Pênia als entschlossener Gegner des radikalen Islam und stilisierte sich zum Wahrer der christlich-abendländischen Tradition und des freiheitlichen Rechtsstaats. Europapolitisch wurde die Ablehnung der integrierten EU gelockert und durch das Ziel einer umfangreichen EU-Reform zugunsten der Souveränität der Mitgliedsstaaten ersetzt. Nachdem die PSP bis zuletzt gegen die Ost-Erweiterung der Europäischen Union gekämpft hatte, folgerte sie aus dem erfolgten Beitritt der osteuropäischen Staaten im Jahr 2004, eine erweiterte Union könne nur funktionieren, wenn die Einzelstaaten wieder mehr Kompetenzen erlangten und die unsichtbare Brüsseler Bürokratie an Einfluss verliere. Die Aufnahme weiterer Länder, vor allem der Türkei, wurde weiterhin abgelehnt. Außerdem müsse der sagradische Markt vor Billig-Arbeitskräften aus Osteuropa geschützt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nach dem 11. September auftretenden Konflikt um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten stellte sich De la Pênia klar hinter die Amerikaner und erklärte seinerseits, den Krieg gegen den radikalen Islam und den Terrorismus an allen Fronten zu unterstützen. Auch die israelische Politik gegenüber den Palästinensern hieß De la Pênia gut und stellte sich demonstrativ hinter den jüdischen Staat. Besonders seine Israel-Reise des Jahres 2004 und sein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel und zum gemeinsamen christlich-jüdischen Erbe sorgten für große Aufregung, nachdem De la Pênia zuvor immer wieder Verbindungen zu Holocaust-Leugnern und antisemitischen rechtsextremen Gruppen nachgesagt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Bürgermeister von Samartiega (2004) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunalwahlen des Jahres 2004]] trat De la Pênia an seinem Wohnort [[Samartiega]] in [[Lojandía]] als Bürgermeisterkandidat an und führte seine formell unabhängige Wahlliste ''Samartiega de Citadanœs'' zu einem knappen Wahlsieg. Als Kandidat der stärksten Kraft im Kommunalparlament erhielt De la Pênia bei der anschließenden Bürgermeisterwahl die Unterstützung auch der konservativen Volkspartei und wurde zum Bürgermeister gewählt. In der Folge stützte er sich hauptsächlich auf eine Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien im Stadtrat. In der Öffentlichkeit wurde der Pakt zwischen De la Pênia und den Konservativen als Vorlauf für ein ähnliches Bündnis in Semest gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutlichen Gewinnen bei [[Europawahlen 2004]], bei denen die Partei an die 10 Prozent-Marke heranreichte und erneut drittstärkste Kraft wurde, konnte sie auch bei den [[Regionalwahlen 2005]] und den [[Senatswahlen 2006]] noch einmal zulegen. Seit 2004 arbeitete die Partei punktuell mit den Konservativen zusammen und unterstützte in der Region [[Sesín]] eine bürgerliche Minderheitsregierung. Vor den [[Regionalwahlen 2005]] wurden erstmals auch formelle Regierungsbündnisse auf regionaler Ebene nicht ausgeschlossen. Schließlich gelangte die PSP in fünf Regionen in eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und bildete Mitte-Rechts-Regierungen in [[Armoria]], [[Bordez]], [[Oller]], [[Comtàid-Perín]] und der [[Region Semestina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil der parlamentarischen Mehrheit (2006 ff.) ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] wurde in der Öffentlichkeit rege die Mitte-Rechts-Alternative als Gegenmodell zu [[Coalición Eco-Socialista|Rot-Grün]] bzw. einer nicht ausgeschlossenen Rot-Grün-Rot-Variante unter Einschluss der äußeren Linken diskutiert. Führende konservative Politiker brachten dabei die Kooperation mit der PSP aktiv ins Spiel und sprachen davon, eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten verhindern zu wollen. Zudem übernahmen vor dem Hintergrund der anhaltenden Wahlerfolge der Rechten auch PPC und UDS teilweise Positionen De la Pênias und sprachen sich für einen harten Staat und eine konsequentere Politik in Verbrechensbekämpfung, Anti-Terror-Kampf sowie der illegalen Einwanderung aus. Linksliberale Beobachter bewerteten den Wahlkampf als „Sieg der Delapenisten bereits vor der Wahl“ und bezeichneten De la Pênia als „Agenda-Setter“ einer verunsicherten Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem harten Lagerwahlkampf zwischen der Linken und der Rechten und großer medialer Aufmerksamkeit für De la Pênias Partei, die als Zünglein an der Waage angesehen wurde, musste das Ergebnis von 8,9 Prozent regelrecht enttäuschen. De la Pênia ließ derartige Interpretationen aber gar nicht erst zu und feierte sich als Sieger über die Linke. Die Sozialpopulare Bewegung sei als dritte Kraft etabliert und habe den Wechsel herbeigeführt. Gemeinsam könnten die Kräfte der Mitte und der Rechten nun die überfällige Reformpolitik zum Wohle des Landes starten. Bereits in der Wahlnacht wurde klar, dass auch der konservative Wahlsieger Luisanto eine Minderheitsregierung der rechten Mitte unter Tolerierung durch De la Pênias Partei einer Großen Koalition vorziehen würde. Die folgenden Gespräche über eine parlamentarische Kooperation wurden Ende November erfolgreich abgeschlossen. In der Öffentlichkeit wurde von einem ''Pakt Luisanto-De la Pênia'' gesprochen, der die Republik nachhaltig verändern würde. Schwierigkeiten gab es lediglich bei der Vereidigung durch Präsident [[António Grande Illega]], der aus seiner Abneigung gegenüber der Allianz keinen Hehl machte und der Koalition ein Bekenntnis zu Demokratie, Bürgerrechten und Gleichberechtigung auch der ausländischen Mitbürger abrang. Die Bildung der Mitte-Rechts-Koalition unter indirekter Beteiligung der äußeren Rechten im Parlament führten zu heftigen Protesten und Demonstrationen von Linken in ganz Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mehrheitsbeschaffer der Regierung in einer taktischen Schlüsselposition setzte De la Pênia eine Verschärfung des Einwanderungs- und Ausländerrechts durch, das zu heftigen Kämpfen mit dem linken [[UDS]]-Flügel und Teilen der [[PPC]] führten. Die vier Abweichler der UDS, die dem neuen Regelwerk ihre Zusage verweigerten, wurden von Fraktionschef [[Domênco Laravil]] harsch als „vier Evangelisten“ verspottet. Auch im Bereich der inneren Sicherheit zog die Regierung mit verschärften Sicherheitsgesetzen Kritik auf sich, die vor allem von Bürgerrechtlern und Datenschützern als Beginn des Überwachungsstaats verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Probleme und parteiinterne Auseinandersetzungen (2007-2009) ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2007 gab De la Pênia überraschend bekannt, auf dem nächsten Parteitag der PSP nicht mehr als Parteipräsident kandidieren zu wollen, stattdessen wolle er sich auf seine Aufgabe in der Kommunalpolitik konzentrieren, die seine ganze Energie verlange. Zuvor hatte De la Pênia einen Hörsturz erlitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolgerin im Parteivorsitz schlug De la Pênia seine eigene Schwägerin [[Eleonora Sarabal]] vor. Nach der öffentlichen Bekanntgabe dieser Nominierung verzichtete der als &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; De la Pênia geltende Fraktionssprecher [[Domênco Laravil]] auf eine eigene Kandidatur. Nach öffentlicher Darstellung sollten Laravil und Sarabal künftig eine &amp;quot;Doppelspitze&amp;quot; bilden: Während Sarabal als Europa-Abgeordnete die Parteiorganisation führte, sollte Laravil die eigentliche Führung der PSP-Gruppe in der Abgeordnetenkammer zukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat entwickelte sich Laravil durch eine enorme Medienpräsenz und eine geschickte interne Führungsstrategie schnell zum landesweit bekannten Gesicht der Sozialpopularen. Dazu trugen auch mehrere Operationen bei, denen sich De la Pênias im Winter 2007/2008 unterziehen musste. Zunehmend wurde nun von einem gespannten Verhältnis zwischen Laravil und dem Duo Sarabal/De la Pênia gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In De la Pênias Abwesenheit kam es 2008 zu Gesprächen zwischen der Fraktionsführung um Laravil und den Konservativen über eine Änderung der europapolitischen Haltung der Partei. Obwohl unklar ist, ob De la Pênia nicht in die Gespräche eingeweiht war, stellte dieser sich bald gegen die Fraktionsführung. In einem Interview, mit dem er sich auf der politischen Bühne zurückmeldete, drängte De la Pênia - nach dem gescheiterten EU-Referendum in Irland über den Vertrag von Lissabon - auf ein sagradisches Referendum und warb für eine Ablehnung des Vertragswerks. Dies kam einem deutlichen Machtwort gegen die kompromissbereite Linie seiner Partei gleich, die er als &amp;quot;Kniefall vor Luisanto&amp;quot; bezeichnete. Wenn Luisanto aber einen solchen Kniefall erwarte, müsse er aufpassen, morgen nicht sein Amt zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview schlug ein wie eine Bombe und provozierte Widerspruch in den eigenen Reihen. Laravil, der zuvor öffentlich von vertrauensvollen und zuversichtlichen Verhandlungen mit den Konservativen gesprochen hatte und die Beziehungen zur Volkspartei torpediert sah, fühlte sich bloßgestellt. Er widersprach De la Pênia öffentlich und provozierte damit den offenen Bruch mit dem langjährigen Parteivorsitzenden. Zögerlich stellten sich einige Abgeordnete hinter den Fraktionschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia fürchtete eine Untergrabung seiner Autorität, sah den Widerspruch als Kriegsansage und mobilisierte seine Truppen zum Machtkampf mit Laravil. Auf dem Parteitag in Noyar war De la Pênia aus Gesundheitsgründen nicht anwesend, ließ sich aber durch Vertraute wie [[Fernando Castro]] vertreten, der in seiner Rede die Linie De la Pênias vertrat und schwere persönliche Vorwürfe gegen Laravil erhob. In einem Votum des Parteitags setzte sich die Linie De la Pênias schließlich durch, was mit einem harten Kurs gegen den Vertrag von Lissabon und die Europapolitik der Regierung Luisanto einherging. Laravil zog daraufhin die Konsequenzen und legte seine Ämter nieder. Er stimmte als einziger [[PSP]]-Abgeordneter für den EU-Reformvertrag und verließ daraufhin seine Fraktion, die er zuvor mehrere Jahre lang geleitet hatte. Ihm folgten zwei weitere Abgeordnete, die ihren Austritt aus der PSP erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Partei dagegen blieben die Parteiaustritte überschaubar, weil es De la Pênia gelang, die Gruppe um Laravil als Abspaltler und Opportunisten bloßzustellen, die die Ideale der Partei und den Wählerauftrag verraten hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgezogene Parlamentswahl 2009 ===&lt;br /&gt;
Nachdem Luisanto einer Volksabstimmung trotz Unterstützung aus der eigenen Partei eine Absage erteilt hatte, beschloss die PSP, gegen den Vertrag von Lissabon zu stimmen. Nachdem Luisanto die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag im Parlament durchgesetzt hatte, erklärte er das Zusammenarbeit mit De la Pênia &amp;quot;auf Eis gelegt&amp;quot;, konnte sich de facto aber weiterhin in wichtigen Fragen auf die PSP-Stimmen im Parlament stützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] kandidierte De la Pênia wie bereits 1993 und 1997 als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion Lojandía. Hier holte die Partei mit über 19 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis für seine Partei, was als Zeichen gedeutet wurde, dass die Parteikrise überstanden war. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in Laquines wurde jedoch aufgrund des schwachen PPC-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung unter [[Francisca Mendes del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als Teilsieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kam es schließlich zu einer neuerlichen Koalitionskrise, nachdem ein weiterer Abgeordneter der PPC die Fraktion verließ und die die Rechtsallianz damit ihre Mehrheit endgültig einbüßte. Nachdem er eine wichtige Haushaltsabstimmung im Parlament verloren hatte, bat Luisanto Präsident [[António Grande Illega]] um Auflösung des Abgeordnetenhauses, woraufhin dieser [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Neuwahlen im November 2009]] ansetzte. Bis dahin sollte die bestehende Regierung im Amt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias EU-kritischer Kurs, der nun gefahren wurde, zeigte schnell Erfolge. Nachdem die Partei vor dem Koalitionsbruch in einem Umfragetief gesteckt hatte, konnte sie nun mit ihren Kernthemen und einem populistischen Konzept nach alter Gewohnheit wieder punkten und demoskopisch zulegen. Vor diesem Hintergrund kann De la Pênias Coup als Notbremse angesehen werden, die er zog, um das Image der Partei als Anti-EU-Partei zu wahren und die Partei als nationale Gegenkraft zur neoliberalen Achse PPC-UDS zu positionieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Chaos der letzten Wochen versuchte die PSP im Wahlkampf wieder Geschlossenheit zu demonstrieren. Auf dem Parteitag in [[Joanaz]] wurde der De-la-Pênia-Kurs nochmals von einer breiten Mehrheit der Partei abgesegnet. De la Pênia wurde abermals zum Spitzenkandidaten der Partei gewählt und damit als Parteiführer bestätigt. Im Wahlkampf war „Kojak“, wie De la Pênia aufgrund seiner Glatze auch genannt wird, wieder omnipräsent und machte keinen Hehl daraus, wieder der starke Mann in der Partei zu sein. Mit dem Slogan ''Unser Sagradien'' wiederholte er alte fremdenfeindliche Anklänge und machte besonders gegen die islamische Minderheit im Land mobil. Als Wahlziel nannte die PSP, durch ein starkes Ergebnis der Rechten eine Mehrheit für den Linksblock zu verhindern. Eine Neuauflage der Koalition mit den bisherigen Partnern wurde zwar nicht ausgeschlossen, jedoch wurden ein europapolitischer Kurswechsel sowie ein „sozialeres Profil“ als Voraussetzungen genannt. Der Populismus De la Pênias war wieder ganz oben. De la Pênia und Parteichefin Sarabal, die für das Konzept der „Sozialen Rechten“ steht, distanzierten sich von der „unsozialen“ Politik Luisantos, priesen aber eigene Verdienste im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Ausländerpolitik. De la Pênia präsentierte sich anwesend genug, um alte Anhänger zu mobilisieren, aber zurückhaltend genug, um den Skandal um seine Person im Hintergrund zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die populistische Propaganda der Delapenisten zeigte sich wieder einmal erfolgreich. Trotz der leicht zu durchschauenden Kehrtwende ging die Strategie vollends auf. Hatte die Partei im Frühjahr 2007 noch bei 10 Prozent in Umfragen, im Januar 2008 jedoch unter sieben Prozent gelegen, so erreichte die PSP nun bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahl im November 2009]] mit knapp 11 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Gleichzeitig verfehlte Premier Luisantos Volkspartei zusammen mit der UDS die absolute Mehrheit deutlich und blieb damit auf eine Kooperation mit De la Pênia angewiesen, wollte er eine Große Koalition mit den [[ASUL|Sozialisten]] vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia als Fraktionsführer (2009-2015) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2013.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kündigten Sarabal und De la Pênia an, für eine Neuauflage mit der Rechten gewisse Hindernisse auszumachen, schlossen eine neue Zusammenarbeit aber nicht aus und zeigten sich zu Gesprächen bereit. Schließlich einigten sich De la Pênia und Luisanto auf eine erneute Kooperation der PSP mit der Minderheitsregierung aus PPC und UDS. Damit verzichteten De la Pênia und die Rechten erneut auf eine formale Regierungsbeteiligung und mögliche Ministerämter, sicherten sich aber eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der bürgerlichen Koalition und konnten weiterhin formell als Opposition auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen übernahm Joán De la Pênia die Führung der Kammergruppe seiner Partei und trat von seinem Bürgermeisteramt zurück. Damit erhielt die PSP auch organisatorisch eine Doppelspitze De la Pênia/Sarabal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum kam es zu anhaltenden Schwierigkeiten innerhalb der Koalition und der Partei, da De la Pênia zwar seine Zustimmung zu den diversen Rettungspaketen für angeschlagene Mitgliedsstaaten der Gemeinschaftswährung verweigerte, seine grundsätzliche Unterstützung für die Mitte-Rechts-Regierung aber aufrecht erhielt. Heftige Töne gegen den Euro und für einen Austritt Sagradiens aus der Gemeinschaftswährung, wie De la Pênia sie im [[Parlamentswahl 2013|Parlamentswahlkampf 2013]] anschlug, wirkten vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig und kosteten die Partei deutlich an Stimmen. Bei der Wahl, bei der De la Pênia seine Partei erneut als Spitzenkandidat anführte, mussten die Sozialpopularen erstmals deutliche Verluste verschmerzen und brachen nach sechs Jahren als Teil der Regierungsmehrheit von über 10 auf nur noch 6,9 Prozent der Stimmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug auf die Ehrenpräsidentschaft (seit 2015) ===&lt;br /&gt;
Trotz der Stimmenverluste bei der [[Parlamentswahl 2013]] wurde De la Pênia im Amt des Sprechers seiner Parlamentsgruppe und damit ''de facto'' als Politischer Führer der PSP bestätigt. Es mehrten sich aber die Zeichen eines baldigen Wechsels an der Parteispitze. Im Sommer 2015 gab De la Pênia schließlich seinen bevorstehenden Rückzug aus der Führung der Partei bekannt. Zur Wunschnachfolgerin designierte er die bisherige Generalsekretärin der Partei [[Marijol Catalán]]. Kurz darauf kündigte auch die bisherige Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] an, auf dem Parteitag der PSP im Dezember 2015 nicht mehr für das nominell höchste Parteiamt kandidieren zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2015 gab De la Pênia die Führung der PSP-Parlamentsgruppe an [[Marijol Catalán]] ab. Auf dem folgenden Parteitag im Dezember wurde Catalán zudem zur neuen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidatin der Partei für die [[Parlamentswahl 2017]] gewählt. De la Pênia erhielt stattdessen das neugeschaffene Amt eines ''Ehrenpräsidenten'' der Partei mit dem Recht, weiterhin an Sitzungen des Parteivorstands teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1988-2010: Mitglied des Stadtrats von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1997: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* seit 1994: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-2004: Beigeordneter Stadtrat in [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 2004-2010: Bürgermeister der Stadt [[Samartiega]] &lt;br /&gt;
* seit 2017: Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-2004: Fraktionssprecher der [[IxS]]/[[PSP]]-Fraktion im Stadtrat von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Nationaler Parteisekretär der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1991-2004: Vorsitzender des [[PSP]]-Regionalverbandes [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1992-2007: Parteivorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1994-2004: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 2009-2015: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* seit 2015: Ehrenvorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Pênia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PSP-Politiker|De la Pênia]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Social_Popular&amp;diff=51198</id>
		<title>Partíu Social Popular</title>
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		<updated>2019-12-20T19:58:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: /* Zusammenarbeit mit der ersten Regierung Luisanto (2006-2009) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Partíu Social Popular'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PSP-Logo3.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Generalsekretär'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Franco Sabadera]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1989&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Jugendorganisation'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Força Jovén]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Zeitung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[La Nova Força]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Academía Social Popular]]&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''International'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Europapartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''EP-Fraktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Identität und Demokratie &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| blau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Soziale Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Partíu Social Popular''', kurz '''PSP''') ist eine nationalkonservative Partei in [[Sagradien]]. Die Partei bezeichnet sich selbst als konservativ, patriotisch sowie EU-skeptisch und wird von Beobachtern als rechtspopulistisch, nationalistisch und islamfeindlich eingestuft. Seit 1994 ist sie mit Vertretern in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] sowie im Europäischen Parlament vertreten und stellt zur Zeit Beigeordnete Räte in mehreren sagradischen Regionalparlamenten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 gegründet, erlebte die PSP ihren politischen Aufstieg unter ihrem langjährigen Partei- und Fraktionsvorsitzenden [[Joán de la Pênia]], der die Partei seit Mitte der neunziger Jahre zu zahlreichen Wahlerfolgen führen und sie im Parteiensystem der Sagradischen Republik etablieren konnte. Seit dem Rückzug de la Pênias von der Fraktionsspitze im Jahr 2015 wird die Partei von [[Marijol Catalán]] angeführt, die seit Oktober 2015 als Sprecherin der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer und seit Dezember 2015 als Parteivorsitzende fungiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung von Marijol Catalán erreichte die PSP bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 16,4 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis in der Parteigeschichte. Bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahl 2019]] fiel die Partei auf 10,2 Prozent zurück, blieb aber drittstärkste Kraft im Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Gründung und Startprobleme (1989-1992) ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der Sozialen Volkspartei gehen auf die [[António Álvaro Blanxard Rovira|Blanxardistische]] Bewegung der Sechziger Jahre zurück. Die beiden Gründer der PSP, [[Lucién Riva-Marcês]] - als einfaches Mitglied - und [[León Franco]] - als Parlamentsabgeordneter - gehörten in ihren jungen Jahren beide der blanxardistischen [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] (MFP) an. Diese konnte als kleinbürgerliche Protestpartei in den Sechziger Jahren große Erfolge feiern, schied nach dem Rückzug ihres Parteigründers aber 1970 aus dem Parlament und löste sich 1980 auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach versuchten zahlreiche Epigonenbewegungen, das Erbe der MFP als rechte Protestpartei anzutreten, darunter die offen neofaschistisch und fremdenfeindlich auftretende [[Soziale Volksunion]] (UPOS), der León Franco eine Zeit lang angehörte und die in den Achtziger Jahren einzelne Erfolge auf kommunaler und regionaler Ebene feiern konnte. Dagegen war Riva-Marcês bereits in den Siebziger Jahren aus der MFP aus- und der konservativen [[PPC|Volkspartei]] beigetreten, für die er einige Jahre im Stadtrat von [[Biniar]] saß, die ihn aber aufgrund fremdenfeindlicher Äußerungen im Jahr 1982 aus ihren Reihen ausschloss. Danach gründete er eine Firma, die ihm das Startkapital für eine eigene Parteigründung einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franco, der gescheiterte Rechtsextremist, und Marcês, der ausgeschlossene Rechtskonservative, verbündeten sich schließlich und gründeten im Jahr 1989 gemeinsam den Partíu Social Popular als eine von vielen kleinen Parteien rechts der konservativen PPC, die das Ziel hatten, sich politisch zu etablieren. Die Partei verstand sich zu Beginn als konservative Erneuerungsbewegung und kann der radikalen Rechten zugerechnet werden. Ihre Mitglieder der ersten Stunde stammten hauptsächlich aus rechtskonservativen bis ultrarechten Milieus, die meisten Führungsmitglieder hatten vorher jedoch entweder dem rechten Flügel einer der bürgerlichen Parteien angehört oder aber sich nicht in der Politik betätigt. Lediglich die direkten Anhänger Francos können als offen rechtsextremistisch eingestuft werden, jedoch kam es bereits nach wenigen Monaten zum Bruch zwischen den beiden Parteigründern. Als sich Franco offensiv darum bemühte, Anhänger der verbotenen rechtsradikalen [[Frente de la Fraternitá Nova|Neuen Bruderschaftsfront]] (FFN) für die Partei zu gewinnen und die PSP als offen rechtsextreme und systemfeindliche Partei zu positionieren, wurde er von Marcês entmachtet und schließlich mit seinen Anhängern ausgeschlossen. Seitdem gerierte sich die Partei unter der Führung Marcês' als konservative Partei und versuchte sich - zumindest vordergründig - von extrem rechten Gruppen zu distanzieren. Aufgrund finanzieller Probleme nahm die junge Partei in den ersten Jahren ihres Bestehens an keiner Wahl auf überkommunaler Ebene teil. Einen ersten Achtungserfolg konnte die PSP bei den [[Kommunalwahlen 1992]] feiern, wo man in einigen Hochburgen wie [[Laquines]] ins Rathaus einziehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia, Maastricht-Kampagne und der Einzug in die Parlamente (1992-2000) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida1987.jpg|thumb|200px|[[Joán de la Pênia]], 1992]]&lt;br /&gt;
Der Erfolg kam aber erst nach einem Führungswechsel innerhalb der Parteispitze. Nach anhaltenden Quereln und Affären um Parteigründer [[Lucién Riva-Marcês]] drängte im November 1992 mit [[Joán De la Pênia]] ein junger Politiker an die Spitze der Partei, der bereits zuvor als Generalsekretär erfolgreich die Kampagnen der Partei organisiert und ihr den Weg zu ersten Erfolgen geebnet hatte. Mit De la Pênia gab sich die Partei ein radikalpopulistisches Auftreten und verabschiedete sich von offen systemfeindlichen und rechtsextremen Positionen. Stattdessen suchte die Partei neue Themen in der Europa- und in der Einwanderungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der ersten großen Vorhaben De la Pênias war ein Bündnis mit dem früheren [[PPC]]-Abgeordneten und Minister [[Oscar Aguersuari]], mit dem die Partei gemeinsam eine Kampagne gegen den Maastrichter Vertrag initiierte. Mit dem &amp;quot;Kampf gegen Maastricht&amp;quot; etablierte sich die PSP als dezidierte Anti-EU-Partei und erhielt große mediale Aufmerksamkeit. Zudem machte die Partei mit öffentlichkeitswirksamen Propagandamaßnahmen gegen die zunehmende Einwanderung vor allem aus den Balkanstaaten auf sich aufmerksam. De la Pênia nutzte geschickt europaskeptische und xenophobe Tendenzen in der Bevölkerung und lenkte die Aufmerksamkeit der Partei weg von Fragen des politischen Systems hin zu sozialen und gesellschaftlichen Streitfragen wie Immigrations-, Arbeitsmarkt und Kulturpolitik. Außerdem wurde durch Kooperation mit kommunalen Bürgerrechtsbewegungen ein stabiles Netzwerk von Protestbewegungen gegen die etablierten Parteien aufgebaut, das den PSP-Vorsitzenden unterstützte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ergebnis dieser Politik schaffte die PSP mit De la Pênia als Zugpferd zunächst bei der [[Europawahl 1994]] und anschließend bei der [[Parlamentswahl 1994]] den Sprung ins Parlament. Der Erfolg der Rechtspopulisten veränderte die politische Landschaft Sagradiens nachhaltig. Die Opposition gegen den europafreundlichen und als reformfeindlich gebrandmarkten Kurs der bürgerlichen [[Kabinett Otero III|Regierung Otero]] sowie die Gegnerschaft zu den liberalen Gesellschaftsreformen der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machten es De la Pênia nun möglich, mit seiner rechtspopulistischen Strategie weitere Erfolge zu feiern. Es gelang dem Demagogen geschickt, Wähler am rechten Rand und in den unteren sozialen Schichten einzufangen, die sich von den etablierten Parteien der Linken und bürgerlichen Rechten enttäuscht fühlten. Dem Ergebnis von 3,9 Prozent der Stimmen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]] folgte eine Steigerung auf 5,9 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]] und auf 8,2 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|im Jahr 2002]] sowie weitere Erfolge bei Wahlen auf allen Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griff nach kommunaler und nationaler Macht (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
In einer zunehmend verängstigten Gesellschaft infolge der Anschläge des 11. September 2001 traf die antiislamische Propaganda des PSP auf offene Ohren. Der Wahlkampf 2002 stand erstmals ganz im Zeichen der anti-islamischen Mobilmachung, indem die PSP Verbindungen vom internationalen Terror zur in Sagradien lebenden muslimischen Minderheit zog und vor einer Radikalisierung der islamischen Minderheit und einer Unterwanderung der demokratischen Gesellschaft warnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der für die Partei erfolgreichen Wahl stiegen zudem die Schnittmengen mit der unter ihrem Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto]] nach rechts gerückten konservativen [[PPC]]. Während Luisantos Vorgänger als PPC-Parteichef [[Roberto Vidéas]] noch jede Zusammenarbeit mit den Rechten ausgeschlossen hatte, ließ Luisanto erkennen, dass er an einer Zusammenarbeit in begrenztem Rahmen bereit sei und vertrat in einwanderungs- und integrationspolitischen Fragen ebenfalls Hardliner-Positionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wurden mehrere PSP-Politiker des rechten Flügels aufgrund von Verbindungen zu rechtsradikalen Vereinen aus der Partei ausgeschlossen, darunter der [[Ceundâlia|ceundalische]] Regionalratsabgeordnete [[Franco Mauro]], der in der Folge mit anderen Abweichlern und Kritikern De la Pênias das nationalistische [[Movimiento La Flama]] gründete, das sich später mit der [[Partíu Nacional|Nationalpartei]] zum [[Partíu Nacional La Flama]] vereinigte. Im Frühjahr 2003 ging zudem die vorher bei diversen Wahlen erfolglos operierende katholisch-konservative [[Unión Social-Cristiano]] (USC) in der Partei auf, wenig später folgte die konservativ-ökologische [[Alternativa Democrática Ecologista]] (ADE). Beide Kleinparteien festigten die Stellung der PSP im rechtskonservativen Spektrum. Den Vorwurf, de la Pênia habe seine antidemokratische und ausländerfeindliche Haltung nur in ein neues medienwirksames Gewand gekleidet, wies die Partei energisch zurück und betonte die Stellung des PSP als rechtsdemokratische Alternative zu den etablierten Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen neuen Höhenflug erlebte die PSP im Wahljahr 2004. Sowohl bei den Kommunalwahlen, als auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Europawahlen 2004|Europawahlen]] konnten die Sozialpopularen zulegen und erreichten landesweit über zehn Prozent der Stimmen. Mithilfe bürgerlicher Kräfte gelang es Parteichef [[Joán De la Pênia]], an seinem Wohnort in [[Samartiega]] zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahl 2005]] öffnete sich die Partei endgültig den bürgerlichen Parteien und bot sich erstmals offen als Koalitionspartner von [[UDS|Liberalen]] und [[PPC|Konservativen]] an. In fünf Regionen kam die Partei in eine Schlüsselstellung als möglicher Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und wurde an regionalen Regierungen beteiligt. Damit wurde die Partei salonfähig und auch auf nationaler Ebene nicht mehr länger isoliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenarbeit mit der ersten Regierung Luisanto (2006-2009) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Logo-2004.jpg|thumb|100px|PSP-Logo 2004-2014]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], bei der die PSP erneut an Stimmenanteilen zulegte und mit 8,7% der Stimmen zur drittstärksten Kraft wurde, erneuerte die Partei ihr Gesprächsangebot an Wahlgewinner Luisanto und sprach sich für eine Abwahl der Sozialisten aus der Regierung aus. In der Folge fanden erstmals offizielle Gespräche zwischen Vertretern der Mitte-Rechts-Parteien [[PPC]] und [[UDS]] mit Vertretern der Sozialpopularen über eine mögliche gemeinsame Regierungsmehrheit zustande. Im Ergebnis stellten beide Seiten offiziell Übereinstimmungen und Unterschiede fest, PSP-Chef [[Joán De la Pênia]] betonte aber, dass seine Partei davon absehe, einem Regierungschef [[Miquel Ánibal Luisanto]] das Misstrauen auszusprechen, womit die Grundlage für den Einzug des Wahlsiegers Luisanto in den [[Palâciu Valier]] gelegt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PSP gehörte in der Folge wiederholt zur parlamentarischen Basis der Minderheitsregierung Luisanto, die sich auf wechselnde Mehrheiten stützte, sich in der Innenpolitik aber wiederholt an die PSP wandt. De la Pênia konnte so erheblichen Einfluss auf die Regierungsarbeit gewinnen. So konnte die PSP beispielsweise ein verschärftes Einwanderungsgesetz durchsetzen. Außerdem unterstützte die Partei die von der Regierung Luisanto verschärfte staatliche Überwachung unter dem Schlagwort der inneren Sicherheit. Dagegen kam es zu Gegensätzen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, in der die PSP den Kurs der Konservativen und Liberalen als zu marktliberal kritisierte und auf höhere Investitionen ins Sozialsystem drängte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre unklare Haltung zur Regierung Luisanto führte nun auch häufiger zu Streitigkeiten innerhalb der Partei und zwischen einer eher moderaten und kompromissbereiten und einer eher radikalpopulistisch auftretenden Strömung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug De la Pênias und &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Parteitag (2007-2008) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:LaurenceRossignol2.jpg|thumb|150px|[[Eleonora Sarabal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund gesundheitlicher Probleme zog sich De la Pênia auf dem Parteitag der Sozialpopularen im März 2007 überraschend vom Parteivorsitz zurück und übergab das höchste Parteiamt an seine enge Vertraute und Schwägerin [[Eleonora Sarabal]], die gemeinhin als Statthalterin De la Pênias angesehen wurde. Da sie aber nicht selbst Mitglied der Abgeordnetenkammer war, sollte sie de facto eine Doppelspitze mit dem Fraktionssprecher [[Domênco Laravil]] bilden, der nun in eine Schlüsselposition rückte. Indessen konnten sich aber neue Gesichter einen Namen machen und parteiintern an Einfluss gewinnen. Damit intern der sogenannte &amp;quot;Kompromissflügel&amp;quot; um Fraktionschef [[Domênco Laravil]] an Gewicht, der daran arbeitete, die Partei als verlässlichen Partner der Regierung zu präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] feierte die PSP einen großen Erfolg und wurde klar drittstärkste Kraft im Land. Auch [[Joán De la Pênia]] wurde in [[Samartiega]] im Bürgermeisteramt bestätigt. Es gelang den Sozialpopularen aber nicht, diese Erfolge dauerhaft zu sichern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:AngelAcebes0.jpg|thumb|150px|[[Domênco Laravil]]]]&lt;br /&gt;
Ein Streit zwischen den ''Populistas'' und dem Mitte-Rechts-Flügel der ''Neoliberales'' um die Europapolitik der Partei entwickelte sich schließlich zum Machtkampf innerhalb der PSP. Auslöser war das irische Referendum am 12. Juni 2008, bei dem der Vertrag von Lissabon von einer Mehrheit abgelehnt wurde. Im folgenden Wahlkampf zu den [[Kommunalwahlen 2008]] setzte die PSP auf eine Ablehnung des Vertrags und wurde mit diesem Rezept klar drittstärkste Kraft im Land. Dennoch kam es in der Folge zu Verhandlungen der Fraktionsführung um [[Domênco Laravil]] mit der Regierung Luisanto, in deren Folge Laravil eine mögliche Zustimmung zum Vertrag von Lissabon erwog. Völlig überraschend meldete sich nun der erkrankte De la Pênia nach Monaten wieder auf der politischen Bühne zurück und sprach im sogenannten &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview in der Zeitung [[Jornal de la Sera]] ein Machtwort gegen die Laravil-Linie. Erneut forderte er ein sagradisches Referendum und versprach eine Ablehnung des Vertrags durch seine Partei. Einen &amp;quot;Kniefall&amp;quot; vor der Regierung und den EU-Bürokraten könne und werde es nicht geben. Zugleich übte De la Pênia scharfe Kritik an der Fraktionsführung und forderte eine härtere Linie der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der PSP polarisierte das &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview zwischen Anhängern De la Pênias und Anhängern Laravils, der sich pikiert zeigte und von einer &amp;quot;Einzelmeinung des ehemaligen Vorsitzenden&amp;quot; sprach. Der damit offensichtliche Machtkampf führte auf dem Parteitag in Noyar eine Woche später zur offenen Konfrontation zwischen Laravil und De la Pênia, der selbst nicht auf dem Parteitag erschien, aber de facto durch seinen Vertrauten [[Fernando Castro]] vertreten wurde. In einer hitzigen Rede wiederholte Castro die Vorwürfe De la Pênias gegen Laravil und forderte diesen zum Rückzug auf. Nachdem der Parteitag eine Resolution gegen die Europapolitik der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen hatte, erklärte Laravil noch am Abend des Parteitags seinen Rücktritt vom Amt des Fraktionsvorsitzenden und deutete darüber hinaus seinen Austritt aus der Partei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später trat Laravil mit zwei Vertrauten aus der Fraktion aus und verließ auch die Partei. Sein &amp;quot;[[Movimiento Democrâcia i Libertá]]&amp;quot; (D/L) konnte sich aber nicht behaupten und ging wenig später im konservativen [[PPC]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuwahlen und erneute Tolerierung (2009-2013) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLLeida2.jpg|thumb|150px|[[Joán De la Pênia]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Laravils kehrte [[Joán De la Pênia]] Anfang 2009 wieder gesundet in die aktive Politik zurück und kandidierte bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion [[Lojandía]]. Hier holte die Partei mit rund 20 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis und konnte 21 Regionalratssitze erobern. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in [[Laquines]] wurde jedoch aufgrund des schwachen [[PPC]]-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung in Laquines unter [[Francisca Mendes del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als erneuten Sieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen. Sein Engagement wurde aber landesweit als erfolgreiches Comeback angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 2009|Europawahlen im Sommer 2009]] erreichte die PSP mit einem erneut europakritischen Wahlkampf und Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] als Spitzenkandidatin 10,9 Prozent der Stimmen und verbesserte sich damit gegenüber 2004 um einen weiteren Prozentpunkt. Im Brüsseler und Straßburger Parlament saßen die Abgeordneten der Partei zukünftig nicht mehr in der aufgelösten nationalkonservativen UEN-Fraktion, sondern zusammen mit dänischen und italienischen Rechtspopulisten sowie britischen EU-Gegnern in der neuen europaskeptischen EFD-Gruppe. Mit neun bzw. seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon zehn EU-Parlamentariern stellte die PSP die zweitgrößte nationale Delegation in der Gruppe nach der britischen UK Independence Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 büßte die Mitte-Rechts-Allianz durch Austritte aus der Koalition und Gründung der oppositionellen [[UDC]] endgültig ihre Mehrheit ein. Dies führte schließlich zu vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Parlamentswahlen im Herbst 2009]]. Für die Wahlen kehrte De la Pênia endgültig in die Führung der Partei zurück und trat erneut als Spitzenkandidat an. Mit ihm an der Spitze gelang es der PSP, sich trotz der häufigen Kooperation mit der Regierung als oppositionelle Kraft darzustellen. Mit 10,2 Prozent der Stimmen erreichte die Partei ihr bis dato bestes Ergebnis bei einer Kammerwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlage 2013 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2013.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Nach mehr als fünf Jahren enger Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung Luisanto geriet der PSP im Jahr vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] in ein anhaltendes Umfragetief. Auf dem dominierenden Feld der Europapolitik spielten die Rechtspopulisten kaum eine Rolle. Zwar versagten sie Präsident Luisanto mehrmals die Zustimmung oder enthielten sich bei wichtigen Abstimmungen, dieser erhielt aber punktuelle Unterstützung aus dem oppositionellen Mitte-Links-Lager, bei anderen Voten kam es zu politischen Deals zwischen Konservativen und Rechten, die bei der Wählerschaft der PSP umstritten waren. Vor allem aber überschattete das Thema Europa- und Fiskalpolitik über Monate hinweg die anderen politischen Themen und verdrängten vor allem die PSP-Themen Integration und Einwanderung aus dem politischen Fokus. Wenige Monate vor der Wahl versuchte die PSP daher nach Jahren europapolitischer Kompromisse, sich durch einen harten europapolitischen Kurs abzusetzen und die Regierung Luisanto so unter Druck zu setzen. Weder werde es mit der PSP neue Kredite für Griechenland geben, noch unterstütze die Partei weitere europäische Integrationsschritte hin zu einer Fiskalunion. Die Mitte-Rechts-Allianz war daher bereits vor der Wahl 2013 de facto zerbrochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als 2009, als ein ähnlicher Streit im Mitte-Rechts-Lager noch zu einem PSP-Sieg geführt hatte, machte sich die erneute Wende der PSP dieses Mal nicht den Wahlurnen bezahlt. Die Partei verlor bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] gegenüber 2009 fast zwei Prozentpunkte und landete mit nur noch 8,6 Prozent der Stimmen auf dem vierten Rang der Parteien, deutlich hinter den [[Verdes|sagradischen Grünen]]. Erstmals überhaupt hatte die Partei bei nationalen Wahlen im Vergleich zum vorherigen Wahlgang an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedererstarken und Führungswechsel ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Logo.jpg|thumb|150px|Partei-Logo 2014-2019]]&lt;br /&gt;
In Opposition zur Mitte-Links-Regierung von [[Mercé Serrat Cabarell]] gelang es der PSP im Jahr 2014, sich schnell von der Niederlage bei der Parlamentswahl zu erholen und wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Dabei profitierte die Partei zunächst vor allem von der europäischen Schuldenkrise, in der es vor allem um neue Darlehen für Griechenland, aber auch um die generelle Zukunft der Union ging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Europawahl 2014|Europawahl am 25. Mai 2014]] verbesserte die Partei ihr [[Europawahl 2009|zweistelliges Ergebnis aus dem Jahr 2009]] noch einmal deutlich, wurde wieder drittstärkste Kraft und erreichte mit 17,0 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis bei einer überregionalen Wahl überhaupt. Die Abgeordneten der PSP im Europäischen Parlament wurden in die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) aufgenommen, denen auch die britischen Konservativen, die polnische PiS sowie die Rechtspopulisten Dänemarks und Finnlands angehörten. In Sagradien galt der Fraktionswechsel von der EFD zur ECR als Prestigeerfolg für die Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 2015]] trat Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] als Kandidatin der Sozialpopularen an. Mit 18,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang konnte sie das beste Ergebnis einer PSP-Kandidatin bei einer Präsidentschaftswahl feiern, verpasste aber den zweiten Wahlgang knapp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2015 kündigten [[Joán De la Pênia]] und [[Eleonora Sarabal]] ihren baldigen Rückzug aus der Führung der Sozialpopularen an und präsentierten die bisherige Generalsekretärin der Partei [[Marijol Catalán]] als Wunschnachfolgerin. Als Grund nannte De la Pênia, einen Generationswechsel an der Spitze der Partei herbeiführen zu wollen. Dafür übergab er im Oktober 2015 sein Amt als Sprecher der [[PSP]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an Catalán, die auf dem folgenden Parteitag in im Dezember 2015 schließlich zur neuen Parteivorsitzenden der PSP und zugleich zur Spitzenkandidatin der Partei für die [[Parlamentswahl 2017]] gewählt wurde. [[Joán De la Pênia]] wurde ins neu geschaffene Amt eines ''Ehrenpräsidenten'' der Partei gewählt, gab aber an, sich künftig nicht mehr um die operative Führung der Partei kümmern zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der neuen Parteichefin konnte die Partei ihren Wiederaufstieg fortsetzen. Nach dem islamistischen Terroranschlag von Paris im Januar 2015 profitierte die Partei von einer verbreiteten Furcht vor religiös motivierten Anschlägen auch in Sagradien und setzte vermehrt auf das Thema Islam. In der seit Sommer 2015 akuten europäischen Flüchtlingskrise kritisierte die Partei die [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung Serrat Cabarell]] scharf für ihre vermeintlich zu liberale Haltung. Stattdessen forderte sie eine sofortige Ausweisung aller unrechtmäßig im Land befindlichen Asylbewerber, eine Schließung der Grenze zu Frankreich und eine strenge Überprüfung der Flüchtlinge auf islamistische Verbindungen sowie auf Krankheiten und Infektionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Regionalwahlen in [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016|Ceundâlia]], [[Regionalwahl in Sesín 2016|Sesín]] und [[Regionalwahl in Tescano-Valoní 2016|Tescano-Valoní]] am 26. Juni 2016 erreichte die PSP einen durschlagenden Erfolg. Mit 25,3 Prozent der Stimmen bei der [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016|Regionalwahl in Ceundâlia]] erreichten die Sozialpopularen das beste Ergebnis der Parteigeschichte und wurden erstmals stärkste Kraft auf regionaler Ebene. Sie bildeten daraufhin eine Mitte-Rechts-Koalition mit den [[PPC|Konservativen]], verzichteten aber auf das Amt des Regierungspräsidenten. Auch bei den zeitgleich abgehaltenen [[Kommunalwahlen 2016]] konnte die Partei ihr Ergebnis verbessern und sich deutlich als drittstärkste Kraft im Land behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlerfolg 2017 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei im Jahr 2016 in Umfragen mehrmals auf 20 Prozent der Stimmen gekommen war, gingen die Umfragewerte im Jahr 2017 wieder leicht zurück. Dennoch gelang es der PSP mit ihrer Spitzenkandidatin [[Marijol Catalán]], bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl im November 2017]] mit 16,4 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis bei einer nationalen Wahl zu erzielen. Gegenüber der Wahl 2013 konnte die PSP damit ihr Stimmergebnis verdoppeln und mit einer Rekordzahl von 86 Abgeordneten in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] einziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge bot Parteichefin Marijol Catalán der [[PPC|konservativen PPC]] und den [[Liberale]]n eine gemeinsame Regierungskoalition an, was aber von den Liberalen abgelehnt wurde. Auch die Möglichkeit einer PPC/PSP-Minderheitsregierung wurde erwogen, fand aber keine Unterstützung unter den bürgerlichen Parteien der Mitte. Nach längeren Gesprächen mit der PPC unter [[Manuel Ramœs Iliega]] kündigte Catalán an, in der Opposition zu bleiben, gegenüber der [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] von [[Manuel Ramœs Iliega]] aber eine &amp;quot;kritisch-konstruktive Haltung&amp;quot; einnehmen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2019.jpg|thumb|150px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]]&lt;br /&gt;
In zwei Jahren der konservativ-liberalen [[Kabinett Ramoes Iliega I|Regierung Ramœs Iliega I]] unterstützte die PSP zahlreiche Gesetzesinitiativen der Minderheitskoalition, darunter ein Islamgesetz und mehrere Initiativen für eine restriktivere Migrationspolitik. Nachdem sich die PSP aber bei der Abstimmung über das Haushaltsgesetz für das Jahr 2019 noch enthalten hatte, kündigte sie nach längeren Verhandlungen im Herbst 2019 an, gegen den Haushalt für das Jahr 2020 zu stimmen, und löste damit eine Regierungskrise aus, die schließlich zur Auflösung der Kammer und zu [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahlen]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einbußen bei der Parlamentswahl 2019 ===&lt;br /&gt;
Anders als noch zwei Jahre zuvor, gelang es der PSP im Wahlkampf zur [[Parlamentswahl 2019|Kammerwahl im Dezember 2019]] deutlich weniger gut, eigene Themen zu setzen. Während die Migrations- und Integrationspolitik bei der Wahl eine ebenso geringe Rolle spielte wie die Europapolitik, konnte die PSP bei den dominanten Themen Umwelt, Klima und Finanzen keine deutlichen Akzente setzen. Im Ergebnis verlor die Partei gegenüber dem Wahlgang 2017 deutlich an Prozentpunkten und landete nur noch bei 10,2 Prozent der Stimmen, blieb damit aber drittstärkste Kraft im Parlament. Da sich die regierende [[PPC]]/[[LIB]]-Koalition aber mit [[Radikale]]n und [[Grünen]] auf einen Haushalt für das Jahr 2020 und auf einige weitere gemeinsame Gesetzesprojekte einigte, gehörte die PSP wieder der Opposition an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Innen- und Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Soziale Volkspartei sieht sich laut Parteiprogramm als soziale, patriotische und konservative Partei der demokratischen Rechten und setzt sich insbesondere für die Familie, die Bewahrung der &amp;quot;sagradischen Identität&amp;quot; und den Kampf gegen Kriminalität und illegale Einwanderung, für eine „wirklich soziale“ Marktwirtschaft sowie die Erhaltung des Zentralstaates und damit der staatlichen Integrität des Landes ein. Sie wird von Gegnern und zahlreichen Wissenschaftlern als rechtspopulistisch eingestuft und weist zudem fremden- und islamfeindliche Tendenzen auf. Zudem ist sie die am stärksten europakritisch auftretende Partei in Sagradien. Ein wesentlicher Programmpunkt der Partei ist der Kampf gegen den politischen Islam und eine islamische Überfremdung Sagradiens. Gesellschaftspolitisch weist die Partei starke sozialkonservative Positionen auf. Obwohl sie sich als säkulare Partei versteht und in der Vergangenheit auch nicht vor Polemik gegenüber den katholisch orientierten Christdemokraten zurückschreckte, orientiert sich die Partei stark an konservativen religiösen Positionen und beschwört das christlich-abendländische Erbe Sagradiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch begann die PSP in den neunziger Jahren als Vertreterin wirtschaftsliberaler Positionen und befürwortete Privatisierungen, niedrigere Steuern und weniger staatliche Intervention, verband dies aber von Beginn an mit einem Bekenntnis zum sagradischen Sozialstaat, der durch Einwanderung in die Sozialsysteme bedroht sei. In den vergangenen Jahren hat sich die Partei von &amp;quot;neoliberalen&amp;quot; Forderungen entfernt und vertritt heute eine Mischung aus liberalen, protektionistischen und sozialpopulistischen Positionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Politikinhalte der PSP sind: &lt;br /&gt;
* Reduzierung der Einwanderung durch strengere Regeln&lt;br /&gt;
* Opposition gegen eine angeblich fortschreitende Islamisierung des Landes&lt;br /&gt;
* Verbot von Minaretten, der Burka und des öffentlich getragenen Kopftuchs&lt;br /&gt;
* für eine Assimilierung von Immigranten in die Mehrheitsgesellschaft&lt;br /&gt;
* strengere Strafen besonders für Sexual- und Gewaltstraftaten&lt;br /&gt;
* strengere Antiterrormaßnahmen&lt;br /&gt;
* Förderung lokaler Bürgerwehren zur Entlastung der Polizeikräfte&lt;br /&gt;
* gegen ein staatliche Förderung homo- und transsexueller Lebensentwürfe&lt;br /&gt;
* gegen Abtreibung, Sterbehilfe und embryonale Stammzellenforschung &lt;br /&gt;
* Stärkung der Familien durch Familiengelder und Steuerbegünstigungen&lt;br /&gt;
* Garantie der Rentengerechtigkeit &lt;br /&gt;
* Erhalt des Sozialstaats bei gleichzeitigen strengeren Kontrollen gegen seine Ausbeutung&lt;br /&gt;
* Lockerung des Rauchverbots&lt;br /&gt;
* Einstellung staatlicher Subventionen für erneuerbare Energien und Opposition gegen CO2-Steuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Der PSP gilt seit ihrer Entstehung als eurokritische Partei und lehnte die Europäischen Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza als Beschränkung der sagradischen Souveränität zugunsten eines zentralistischen und undemokratischen Brüsseler ''Superstaats'' ab. Auch die Aufgabe der nationalen Währung [[Denar]] durch die Einführung des Euro sowie die Erweiterung der EU durch Aufnahme süd- und osteuropäischer Staaten wurde von der PSP stark kritisiert. Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei lehnt die PSP wegen der unterschiedlichen kulturellen Prägung ab. Im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung 2004 und 2007 wurde der Partei vorgeworfen, Ängste vor kriminellen Ausländern zu schüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit ihrer Zusammenarbeit mit der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] kam es jedoch zu einer schrittweisen Annäherung an die Mainstream-Parteien und in diesem Zusammenhang zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Europapolitik. Zwar lehnte die PSP den Vertrag von Lissabon ab und stimmte im Parlament dagegen, trotzdem revidierte die Partei ihre Haltung zu Europa schrittweise und stützte die Regierung Luisanto trotz heftiger Kritik an ihrem europapolitischen Kurs, vor allem in der Eurokrise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Programm zur [[Europawahl 2014]] bekennen sich die Volkssozialen zur &amp;quot;Idee eines vereinten Europa&amp;quot;, lehnen aber das aktuelle Institutionengefüge der EU ab, da es den sagradischen Bürger zugunsten süd- und osteuropäischer Mitgliedsstaaten benachteilige und die &amp;quot;demokratischen Freiheiten des sagradischen Volkes&amp;quot; beschränke. Stattdessen strebt die PSP ein gemeinsames Europa als &amp;quot;freiwilligen Zusammenschluss souveräner Staaten&amp;quot; an. Die europäische Freizügigkeit will die Partei durch die Wiedererrichtung von Grenzkontrollen einschränken. Der Euro &amp;quot;in seiner heutigen Form&amp;quot; könne keine Zukunft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Außen- und Sicherheitspolitik strebt die PSP eine deutliche Aufstockung des Militärbudgets, umfangreichere Rüstungsinvestitionen und ein hartes Vorgehen gegen den globalen Terrorismus an. Die außenpolitischen Positionen der Partei sind aber wenig profiliert und von Veränderungen und Inkonsistenzen geprägt. Zwar unterstützt die Partei die NATO-Mitgliedschaft Sagradiens, kritisiert aber die NATO-Mitgliedschaft der Türkei. Auch setzt sich die Partei für ein freundschaftliches Verhältnis zu Russland ein und fordert die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland nach der Annexion der Krim im Jahr 2014. Die Anerkennung des Kosovo als unabhängigen Staat lehnte die Partei ab und unterstützte die territoriale Integrität Serbiens. In der Nahostpolitik sieht sich die PSP als Freund Israels und bezeichnet die palästinensischen Institutionen als Terrororganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wähler der PSP ==&lt;br /&gt;
Zu den Wählern der PSP gehören heute neben nationalkonservativen Teilen des Bürgertums auch globalisierungs- und kapitalismuskritische Kreise und ehemalige Wähler der sagradischen [[PCS|Kommunisten]] und [[ASUL|Sozialisten]]. Ein beträchtlicher Teil der jüngsten Erfolge gehen auf die Stimmen von „Protestwählern“ zurück, die von De la Pênias populistischen Abgrenzungsstrategien gegenüber dem politischen Establishment angesprochen werden. Dies scheint der Partei sogar noch zu gelingen, nachdem sie 2006 direkte und seit 2008 indirekte Regierungsverantwortung übernommen hat und seit Jahren in diversen Regionen mitregiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wähleruntersuchungen zeigen, dass De la Pênia und seine Partei besonders hohe Zustimmungswerte bei den so genannten Modernisierungsverlierern erzielen, d.h. Arbeitslosen, Arbeitern, einfachen Angestellten und Beamten im einfachen Dienst, die eine eher niedrige formale Bildung und niedriges Einkommen aufweisen. Damit konkurriert die Rechte stark mit den Parteien der Linken, auch wenn die Rechten-Wähler in der kulturell-gesellschaftlichen Dimension im Gegensatz zu den Linken stehen und klar einen autoritär-konservativen Kurs verfolgen. In der politischen Diskussion wurde De la Pênia häufig mit dem in den Sechziger Jahren als Populist erfolgreichen [[António Blanxard Rovira]] verglichen und auch als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationale und internationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation des PSP, früher als [[Jovenes Accionistas]] (JA) bekannt, wurde Ende der Neunziger Jahre teilweise von Rechtsextremisten unterwandert und infolge dessen aus der Partei ausgeschlossen. Der 2000 gegründete neue Jugendverband [[Força Jovén]] ist direkt der Partei unterstellt. Traditionell einflussreich sind zudem die an Hochschulen tätigen [[Círculœs Accionistas de Estudiantes Sagradés]] (CADES). Als parteinahe Bildungseinrichtung besteht seit 2001 die [[Academía Social Popular]] (ASP). Der Partei steht der kleinere Gewerkschaftsbund [[Unión Nacional de Lavoradores]] (UNL) nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäisches Parlament ===&lt;br /&gt;
In den Legislaturperioden 1999-2004 und 2004-2009 gehörten die Europaabgeordneten der PSP mehrheitlich der europaskeptischen Fraktion ''Union für ein Europa der Nationen'' (UEN) an, doch trat 2006 ein MEP der Partei der neu gegründeten ultrarechten ITS-Fraktion bei, ein weiterer Abgeordneter firmierte als fraktionslos. 2009 gehörte die PSP zusammen mit Lega Nord, der Dänischen Volkspartei und der britischen UKIP zu den Gründungsmitgliedern der europakritischen Fraktion EFD (''Europa der Freiheit und der Demokratie'') im Europaparlament. 2011 wurde die MELD als Europapartei begründet, deren Mitglied die PSP bis zur Auflösung der Europapartei im Jahr 2015 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Europawahl 2014]] lehnte der PSP entgegen den Wünschen der eigenen Jugendorganisation und trotz Sympathien aus den eigenen Reihen eine Teilnahme am geplanten europäischen Rechtsbündnis des französischen Front National und der niederländischen Partij voor de Vrijheid ab. Nach der Europawahl verließ der PSP überraschend die EFD-Fraktion und schloss sich der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) der britischen Tories an, wo auch die rechtspopulistische &amp;quot;Dänische Volkspartei&amp;quot;, die &amp;quot;Alternative für Deutschland&amp;quot; und die Partei der &amp;quot;Wahren Finnen&amp;quot; Platz fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen der PSP ==&lt;br /&gt;
==== Ehrenpräsident ====&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteivorsitzende ====&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Lucién Riva-Marcês]]&lt;br /&gt;
* 1992-2007: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* 2007-2015: [[Eleonora Sarabal]] &lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteisekretäre &amp;lt;small&amp;gt;(1991-1992)&amp;lt;/small&amp;gt;, Generaldelegierte &amp;lt;small&amp;gt;(1992-1996)&amp;lt;/small&amp;gt; und Generalsekretäre &amp;lt;small&amp;gt;(seit 1996)&amp;lt;/small&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
* 1991-1992: [[Joán De la Pênia]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Aliureto Torrent]] (Generaldelegierter)&lt;br /&gt;
* 1996-1997: [[Mário Belardo]] (Generalsekretär)&lt;br /&gt;
* 1997-2002: [[Domênco Laravil]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[Eleonora Sarabal]]&lt;br /&gt;
* 2007-2009: [[Andrea Cantena]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Eugênio Marxal]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Franco Sabadera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1994-2004: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* 2004-2008: [[Domênco Laravil]]&lt;br /&gt;
* 2008-2009: [[Fernando Castro]]&lt;br /&gt;
* 2009-2015: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die PSP bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Wahlen zur Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
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| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PSP&lt;br /&gt;
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| 0 / 511&lt;br /&gt;
| [[Lucién Riva-Marcês]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|2009]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2017|2017]]&lt;br /&gt;
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=== Wahlen zum Europäischen Parlament ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
| Fraktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| [[Movimiento per la Sagradia|MpS]]&lt;br /&gt;
| 6,5&lt;br /&gt;
| 4 / 64&lt;br /&gt;
| [[Oscar Aguersuari]] ([[Partíu Republicano de la Libertá|PRL]])&lt;br /&gt;
| EN / I-EN&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Europawahl 1999|1999]]&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2004|2004]]&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2014|2014]]&lt;br /&gt;
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| [[Julen Amoreta]]&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2019|2019]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| PSP&lt;br /&gt;
| 13,7 %&lt;br /&gt;
| 8 / 54&lt;br /&gt;
| [[Julen Amoreta]]&lt;br /&gt;
| ID&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Social_Popular&amp;diff=51186</id>
		<title>Partíu Social Popular</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Social_Popular&amp;diff=51186"/>
		<updated>2019-12-20T18:18:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: /* Einbußen bei der Parlamentswahl 2019 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Partíu Social Popular'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PSP-Logo3.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Marijol Catalán]] &lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ehrenpräsident'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Jugendorganisation'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Zeitung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[La Nova Força]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Think Tank'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Academía Social Popular]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Sagr. Nationalismus&amp;lt;br&amp;gt;Nationalkonservatismus&amp;lt;br&amp;gt;Rechtspopulismus&amp;lt;br&amp;gt;Euroskeptizismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Rechts&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''International'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Europapartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''EP-Fraktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Identität und Demokratie &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| blau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Soziale Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Partíu Social Popular''', kurz '''PSP''') ist eine nationalkonservative Partei in [[Sagradien]]. Die Partei bezeichnet sich selbst als konservativ, patriotisch sowie EU-skeptisch und wird von Beobachtern als rechtspopulistisch, nationalistisch und islamfeindlich eingestuft. Seit 1994 ist sie mit Vertretern in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] sowie im Europäischen Parlament vertreten und stellt zur Zeit Beigeordnete Räte in mehreren sagradischen Regionalparlamenten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 gegründet, erlebte die PSP ihren politischen Aufstieg unter ihrem langjährigen Partei- und Fraktionsvorsitzenden [[Joán de la Pênia]], der die Partei seit Mitte der neunziger Jahre zu zahlreichen Wahlerfolgen führen und sie im Parteiensystem der Sagradischen Republik etablieren konnte. Seit dem Rückzug de la Pênias von der Fraktionsspitze im Jahr 2015 wird die Partei von [[Marijol Catalán]] angeführt, die seit Oktober 2015 als Sprecherin der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer und seit Dezember 2015 als Parteivorsitzende fungiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung von Marijol Catalán erreichte die PSP bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 16,4 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis in der Parteigeschichte. Bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahl 2019]] fiel die Partei auf 10,2 Prozent zurück, blieb aber drittstärkste Kraft im Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Gründung und Startprobleme (1989-1992) ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der Sozialen Volkspartei gehen auf die [[António Álvaro Blanxard Rovira|Blanxardistische]] Bewegung der Sechziger Jahre zurück. Die beiden Gründer der PSP, [[Lucién Riva-Marcês]] - als einfaches Mitglied - und [[León Franco]] - als Parlamentsabgeordneter - gehörten in ihren jungen Jahren beide der blanxardistischen [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] (MFP) an. Diese konnte als kleinbürgerliche Protestpartei in den Sechziger Jahren große Erfolge feiern, schied nach dem Rückzug ihres Parteigründers aber 1970 aus dem Parlament und löste sich 1980 auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach versuchten zahlreiche Epigonenbewegungen, das Erbe der MFP als rechte Protestpartei anzutreten, darunter die offen neofaschistisch und fremdenfeindlich auftretende [[Soziale Volksunion]] (UPOS), der León Franco eine Zeit lang angehörte und die in den Achtziger Jahren einzelne Erfolge auf kommunaler und regionaler Ebene feiern konnte. Dagegen war Riva-Marcês bereits in den Siebziger Jahren aus der MFP aus- und der konservativen [[PPC|Volkspartei]] beigetreten, für die er einige Jahre im Stadtrat von [[Biniar]] saß, die ihn aber aufgrund fremdenfeindlicher Äußerungen im Jahr 1982 aus ihren Reihen ausschloss. Danach gründete er eine Firma, die ihm das Startkapital für eine eigene Parteigründung einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franco, der gescheiterte Rechtsextremist, und Marcês, der ausgeschlossene Rechtskonservative, verbündeten sich schließlich und gründeten im Jahr 1989 gemeinsam den Partíu Social Popular als eine von vielen kleinen Parteien rechts der konservativen PPC, die das Ziel hatten, sich politisch zu etablieren. Die Partei verstand sich zu Beginn als konservative Erneuerungsbewegung und kann der radikalen Rechten zugerechnet werden. Ihre Mitglieder der ersten Stunde stammten hauptsächlich aus rechtskonservativen bis ultrarechten Milieus, die meisten Führungsmitglieder hatten vorher jedoch entweder dem rechten Flügel einer der bürgerlichen Parteien angehört oder aber sich nicht in der Politik betätigt. Lediglich die direkten Anhänger Francos können als offen rechtsextremistisch eingestuft werden, jedoch kam es bereits nach wenigen Monaten zum Bruch zwischen den beiden Parteigründern. Als sich Franco offensiv darum bemühte, Anhänger der verbotenen rechtsradikalen [[Frente de la Fraternitá Nova|Neuen Bruderschaftsfront]] (FFN) für die Partei zu gewinnen und die PSP als offen rechtsextreme und systemfeindliche Partei zu positionieren, wurde er von Marcês entmachtet und schließlich mit seinen Anhängern ausgeschlossen. Seitdem gerierte sich die Partei unter der Führung Marcês' als konservative Partei und versuchte sich - zumindest vordergründig - von extrem rechten Gruppen zu distanzieren. Aufgrund finanzieller Probleme nahm die junge Partei in den ersten Jahren ihres Bestehens an keiner Wahl auf überkommunaler Ebene teil. Einen ersten Achtungserfolg konnte die PSP bei den [[Kommunalwahlen 1992]] feiern, wo man in einigen Hochburgen wie [[Laquines]] ins Rathaus einziehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia, Maastricht-Kampagne und der Einzug in die Parlamente (1992-2000) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida1987.jpg|thumb|[[Joán de la Pênia]], 1992]]&lt;br /&gt;
Der Erfolg kam aber erst nach einem Führungswechsel innerhalb der Parteispitze. Nach anhaltenden Quereln und Affären um Parteigründer [[Lucién Riva-Marcês]] drängte im November 1992 mit [[Joán De la Pênia]] ein junger Politiker an die Spitze der Partei, der bereits zuvor als Generalsekretär erfolgreich die Kampagnen der Partei organisiert und ihr den Weg zu ersten Erfolgen geebnet hatte. Mit De la Pênia gab sich die Partei ein radikalpopulistisches Auftreten und verabschiedete sich von offen systemfeindlichen und rechtsextremen Positionen. Stattdessen suchte die Partei neue Themen in der Europa- und in der Einwanderungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der ersten großen Vorhaben De la Pênias war ein Bündnis mit dem früheren [[PPC]]-Abgeordneten und Minister [[Oscar Aguersuari]], mit dem die Partei gemeinsam eine Kampagne gegen den Maastrichter Vertrag initiierte. Mit dem &amp;quot;Kampf gegen Maastricht&amp;quot; etablierte sich die PSP als dezidierte Anti-EU-Partei und erhielt große mediale Aufmerksamkeit. Zudem machte die Partei mit öffentlichkeitswirksamen Propagandamaßnahmen gegen die zunehmende Einwanderung vor allem aus den Balkanstaaten auf sich aufmerksam. De la Pênia nutzte geschickt europaskeptische und xenophobe Tendenzen in der Bevölkerung und lenkte die Aufmerksamkeit der Partei weg von Fragen des politischen Systems hin zu sozialen und gesellschaftlichen Streitfragen wie Immigrations-, Arbeitsmarkt und Kulturpolitik. Außerdem wurde durch Kooperation mit kommunalen Bürgerrechtsbewegungen ein stabiles Netzwerk von Protestbewegungen gegen die etablierten Parteien aufgebaut, das den PSP-Vorsitzenden unterstützte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ergebnis dieser Politik schaffte die PSP mit De la Pênia als Zugpferd zunächst bei der [[Europawahl 1994]] und anschließend bei der [[Parlamentswahl 1994]] den Sprung ins Parlament. Der Erfolg der Rechtspopulisten veränderte die politische Landschaft Sagradiens nachhaltig. Die Opposition gegen den europafreundlichen und als reformfeindlich gebrandmarkten Kurs der bürgerlichen [[Kabinett Otero III|Regierung Otero]] sowie die Gegnerschaft zu den liberalen Gesellschaftsreformen der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machten es De la Pênia nun möglich, mit seiner rechtspopulistischen Strategie weitere Erfolge zu feiern. Es gelang dem Demagogen geschickt, Wähler am rechten Rand und in den unteren sozialen Schichten einzufangen, die sich von den etablierten Parteien der Linken und bürgerlichen Rechten enttäuscht fühlten. Dem Ergebnis von 3,9 Prozent der Stimmen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]] folgte eine Steigerung auf 5,9 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]] und auf 8,2 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|im Jahr 2002]] sowie weitere Erfolge bei Wahlen auf allen Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griff nach kommunaler und nationaler Macht (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
In einer zunehmend verängstigten Gesellschaft infolge der Anschläge des 11. September 2001 traf die antiislamische Propaganda des PSP auf offene Ohren. Der Wahlkampf 2002 stand erstmals ganz im Zeichen der anti-islamischen Mobilmachung, indem die PSP Verbindungen vom internationalen Terror zur in Sagradien lebenden muslimischen Minderheit zog und vor einer Radikalisierung der islamischen Minderheit und einer Unterwanderung der demokratischen Gesellschaft warnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der für die Partei erfolgreichen Wahl stiegen zudem die Schnittmengen mit der unter ihrem Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto]] nach rechts gerückten konservativen [[PPC]]. Während Luisantos Vorgänger als PPC-Parteichef [[Roberto Vidéas]] noch jede Zusammenarbeit mit den Rechten ausgeschlossen hatte, ließ Luisanto erkennen, dass er an einer Zusammenarbeit in begrenztem Rahmen bereit sei und vertrat in einwanderungs- und integrationspolitischen Fragen ebenfalls Hardliner-Positionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wurden mehrere PSP-Politiker des rechten Flügels aufgrund von Verbindungen zu rechtsradikalen Vereinen aus der Partei ausgeschlossen, darunter der [[Ceundâlia|ceundalische]] Regionalratsabgeordnete [[Franco Mauro]], der in der Folge mit anderen Abweichlern und Kritikern De la Pênias das nationalistische [[Movimiento La Flama]] gründete, das sich später mit der [[Partíu Nacional|Nationalpartei]] zum [[Partíu Nacional La Flama]] vereinigte. Im Frühjahr 2003 ging zudem die vorher bei diversen Wahlen erfolglos operierende katholisch-konservative [[Unión Social-Cristiano]] (USC) in der Partei auf, wenig später folgte die konservativ-ökologische [[Alternativa Democrática Ecologista]] (ADE). Beide Kleinparteien festigten die Stellung der PSP im rechtskonservativen Spektrum. Den Vorwurf, de la Pênia habe seine antidemokratische und ausländerfeindliche Haltung nur in ein neues medienwirksames Gewand gekleidet, wies die Partei energisch zurück und betonte die Stellung des PSP als rechtsdemokratische Alternative zu den etablierten Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen neuen Höhenflug erlebte die PSP im Wahljahr 2004. Sowohl bei den Kommunalwahlen, als auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Europawahlen 2004|Europawahlen]] konnten die Sozialpopularen zulegen und erreichten landesweit über zehn Prozent der Stimmen. Mithilfe bürgerlicher Kräfte gelang es Parteichef [[Joán De la Pênia]], an seinem Wohnort in [[Samartiega]] zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahl 2005]] öffnete sich die Partei endgültig den bürgerlichen Parteien und bot sich erstmals offen als Koalitionspartner von [[UDS|Liberalen]] und [[PPC|Konservativen]] an. In fünf Regionen kam die Partei in eine Schlüsselstellung als möglicher Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und wurde an regionalen Regierungen beteiligt. Damit wurde die Partei salonfähig und auch auf nationaler Ebene nicht mehr länger isoliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenarbeit mit der ersten Regierung Luisanto (2006-2009) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Logo-2004.jpg|thumb|PSP-Logo 2004-2014]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], bei der die PSP erneut an Stimmenanteilen zulegte und mit 8,7% der Stimmen zur drittstärksten Kraft wurde, erneuerte die Partei ihr Gesprächsangebot an Wahlgewinner Luisanto und sprach sich für eine Abwahl der Sozialisten aus der Regierung aus. In der Folge fanden erstmals offizielle Gespräche zwischen Vertretern der Mitte-Rechts-Parteien [[PPC]] und [[UDS]] mit Vertretern der Sozialpopularen über eine mögliche gemeinsame Regierungsmehrheit zustande. Im Ergebnis stellten beide Seiten offiziell Übereinstimmungen und Unterschiede fest, PSP-Chef [[Joán De la Pênia]] betonte aber, dass seine Partei davon absehe, einem Regierungschef [[Miquel Ánibal Luisanto]] das Misstrauen auszusprechen, womit die Grundlage für den Einzug des Wahlsiegers Luisanto in den [[Palâciu Valier]] gelegt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PSP gehörte in der Folge wiederholt zur parlamentarischen Basis der Minderheitsregierung Luisanto, die sich auf wechselnde Mehrheiten stützte, sich in der Innenpolitik aber wiederholt an die PSP wandt. De la Pênia konnte so erheblichen Einfluss auf die Regierungsarbeit gewinnen. So konnte die PSP beispielsweise ein verschärftes Einwanderungsgesetz durchsetzen. Außerdem unterstützte die Partei die von der Regierung Luisanto verschärfte staatliche Überwachung unter dem Schlagwort der inneren Sicherheit. Dagegen kam es zu Gegensätzen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, in der die PSP den Kurs der Konservativen und Liberalen als zu marktliberal kritisierte und auf höhere Investitionen ins Sozialsystem drängte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre unklare Haltung zur Regierung Luisanto führte nun auch häufiger zu Streitigkeiten innerhalb der Partei und zwischen einer eher moderaten und kompromissbereiten und einer eher radikalpopulistisch auftretenden Strömung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug De la Pênias und &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Parteitag (2007-2008) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:LaurenceRossignol2.jpg|thumb|[[Eleonora Sarabal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund gesundheitlicher Probleme zog sich De la Pênia auf dem Parteitag der Sozialpopularen im März 2007 überraschend vom Parteivorsitz zurück und übergab das höchste Parteiamt an seine enge Vertraute und Schwägerin [[Eleonora Sarabal]], die gemeinhin als Statthalterin De la Pênias angesehen wurde. Da sie aber nicht selbst Mitglied der Abgeordnetenkammer war, sollte sie de facto eine Doppelspitze mit dem Fraktionssprecher [[Domênco Laravil]] bilden, der nun in eine Schlüsselposition rückte. Indessen konnten sich aber neue Gesichter einen Namen machen und parteiintern an Einfluss gewinnen. Damit intern der sogenannte &amp;quot;Kompromissflügel&amp;quot; um Fraktionschef [[Domênco Laravil]] an Gewicht, der daran arbeitete, die Partei als verlässlichen Partner der Regierung zu präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] feierte die PSP einen großen Erfolg und wurde klar drittstärkste Kraft im Land. Auch [[Joán De la Pênia]] wurde in [[Samartiega]] im Bürgermeisteramt bestätigt. Es gelang den Sozialpopularen aber nicht, diese Erfolge dauerhaft zu sichern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:AngelAcebes0.jpg|thumb|[[Domênco Laravil]]]]&lt;br /&gt;
Ein Streit zwischen den ''Populistas'' und dem Mitte-Rechts-Flügel der ''Neoliberales'' um die Europapolitik der Partei entwickelte sich schließlich zum Machtkampf innerhalb der PSP. Auslöser war das irische Referendum am 12. Juni 2008, bei dem der Vertrag von Lissabon von einer Mehrheit abgelehnt wurde. Im folgenden Wahlkampf zu den [[Kommunalwahlen 2008]] setzte die PSP auf eine Ablehnung des Vertrags und wurde mit diesem Rezept klar drittstärkste Kraft im Land. Dennoch kam es in der Folge zu Verhandlungen der Fraktionsführung um [[Domênco Laravil]] mit der Regierung Luisanto, in deren Folge Laravil eine mögliche Zustimmung zum Vertrag von Lissabon erwog. Völlig überraschend meldete sich nun der erkrankte De la Pênia nach Monaten wieder auf der politischen Bühne zurück und sprach im sogenannten &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview in der Zeitung [[Jornal de la Sera]] ein Machtwort gegen die Laravil-Linie. Erneut forderte er ein sagradisches Referendum und versprach eine Ablehnung des Vertrags durch seine Partei. Einen &amp;quot;Kniefall&amp;quot; vor der Regierung und den EU-Bürokraten könne und werde es nicht geben. Zugleich übte De la Pênia scharfe Kritik an der Fraktionsführung und forderte eine härtere Linie der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der PSP polarisierte das &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview zwischen Anhängern De la Pênias und Anhängern Laravils, der sich pikiert zeigte und von einer &amp;quot;Einzelmeinung des ehemaligen Vorsitzenden&amp;quot; sprach. Der damit offensichtliche Machtkampf führte auf dem Parteitag in Noyar eine Woche später zur offenen Konfrontation zwischen Laravil und De la Pênia, der selbst nicht auf dem Parteitag erschien, aber de facto durch seinen Vertrauten [[Fernando Castro]] vertreten wurde. In einer hitzigen Rede wiederholte Castro die Vorwürfe De la Pênias gegen Laravil und forderte diesen zum Rückzug auf. Nachdem der Parteitag eine Resolution gegen die Europapolitik der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen hatte, erklärte Laravil noch am Abend des Parteitags seinen Rücktritt vom Amt des Fraktionsvorsitzenden und deutete darüber hinaus seinen Austritt aus der Partei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später trat Laravil mit zwei Vertrauten aus der Fraktion aus und verließ auch die Partei. Sein &amp;quot;[[Movimiento Democrâcia i Libertá]]&amp;quot; (D/L) konnte sich aber nicht behaupten und ging wenig später im konservativen [[PPC]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuwahlen und erneute Tolerierung (2009-2013) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLLeida2.jpg|thumb|[[Joán De la Pênia]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Laravils kehrte [[Joán De la Pênia]] Anfang 2009 wieder gesundet in die aktive Politik zurück und kandidierte bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion [[Lojandía]]. Hier holte die Partei mit rund 20 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis und konnte 21 Regionalratssitze erobern. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in [[Laquines]] wurde jedoch aufgrund des schwachen [[PPC]]-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung in Laquines unter [[Francisca Mendes del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als erneuten Sieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen. Sein Engagement wurde aber landesweit als erfolgreiches Comeback angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 2009|Europawahlen im Sommer 2009]] erreichte die PSP mit einem erneut europakritischen Wahlkampf und Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] als Spitzenkandidatin 10,9 Prozent der Stimmen und verbesserte sich damit gegenüber 2004 um einen weiteren Prozentpunkt. Im Brüsseler und Straßburger Parlament saßen die Abgeordneten der Partei zukünftig nicht mehr in der aufgelösten nationalkonservativen UEN-Fraktion, sondern zusammen mit dänischen und italienischen Rechtspopulisten sowie britischen EU-Gegnern in der neuen europaskeptischen EFD-Gruppe. Mit neun bzw. seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon zehn EU-Parlamentariern stellte die PSP die zweitgrößte nationale Delegation in der Gruppe nach der britischen UK Independence Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 büßte die Mitte-Rechts-Allianz durch Austritte aus der Koalition und Gründung der oppositionellen [[UDC]] endgültig ihre Mehrheit ein. Dies führte schließlich zu vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Parlamentswahlen im Herbst 2009]]. Für die Wahlen kehrte De la Pênia endgültig in die Führung der Partei zurück und trat erneut als Spitzenkandidat an. Mit ihm an der Spitze gelang es der PSP, sich trotz der häufigen Kooperation mit der Regierung als oppositionelle Kraft darzustellen. Mit 10,2 Prozent der Stimmen erreichte die Partei ihr bis dato bestes Ergebnis bei einer Kammerwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlage 2013 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2013.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Nach mehr als fünf Jahren enger Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung Luisanto geriet der PSP im Jahr vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] in ein anhaltendes Umfragetief. Auf dem dominierenden Feld der Europapolitik spielten die Rechtspopulisten kaum eine Rolle. Zwar versagten sie Präsident Luisanto mehrmals die Zustimmung oder enthielten sich bei wichtigen Abstimmungen, dieser erhielt aber punktuelle Unterstützung aus dem oppositionellen Mitte-Links-Lager, bei anderen Voten kam es zu politischen Deals zwischen Konservativen und Rechten, die bei der Wählerschaft der PSP umstritten waren. Vor allem aber überschattete das Thema Europa- und Fiskalpolitik über Monate hinweg die anderen politischen Themen und verdrängten vor allem die PSP-Themen Integration und Einwanderung aus dem politischen Fokus. Wenige Monate vor der Wahl versuchte die PSP daher nach Jahren europapolitischer Kompromisse, sich durch einen harten europapolitischen Kurs abzusetzen und die Regierung Luisanto so unter Druck zu setzen. Weder werde es mit der PSP neue Kredite für Griechenland geben, noch unterstütze die Partei weitere europäische Integrationsschritte hin zu einer Fiskalunion. Die Mitte-Rechts-Allianz war daher bereits vor der Wahl 2013 de facto zerbrochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als 2009, als ein ähnlicher Streit im Mitte-Rechts-Lager noch zu einem PSP-Sieg geführt hatte, machte sich die erneute Wende der PSP dieses Mal nicht den Wahlurnen bezahlt. Die Partei verlor bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] gegenüber 2009 fast zwei Prozentpunkte und landete mit nur noch 8,6 Prozent der Stimmen auf dem vierten Rang der Parteien, deutlich hinter den [[Verdes|sagradischen Grünen]]. Erstmals überhaupt hatte die Partei bei nationalen Wahlen im Vergleich zum vorherigen Wahlgang an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedererstarken und Führungswechsel ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Logo.jpg|thumb|150px|Partei-Logo 2014-2019]]&lt;br /&gt;
In Opposition zur Mitte-Links-Regierung von [[Mercé Serrat Cabarell]] gelang es der PSP im Jahr 2014, sich schnell von der Niederlage bei der Parlamentswahl zu erholen und wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Dabei profitierte die Partei zunächst vor allem von der europäischen Schuldenkrise, in der es vor allem um neue Darlehen für Griechenland, aber auch um die generelle Zukunft der Union ging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Europawahl 2014|Europawahl am 25. Mai 2014]] verbesserte die Partei ihr [[Europawahl 2009|zweistelliges Ergebnis aus dem Jahr 2009]] noch einmal deutlich, wurde wieder drittstärkste Kraft und erreichte mit 17,0 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis bei einer überregionalen Wahl überhaupt. Die Abgeordneten der PSP im Europäischen Parlament wurden in die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) aufgenommen, denen auch die britischen Konservativen, die polnische PiS sowie die Rechtspopulisten Dänemarks und Finnlands angehörten. In Sagradien galt der Fraktionswechsel von der EFD zur ECR als Prestigeerfolg für die Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 2015]] trat Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] als Kandidatin der Sozialpopularen an. Mit 18,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang konnte sie das beste Ergebnis einer PSP-Kandidatin bei einer Präsidentschaftswahl feiern, verpasste aber den zweiten Wahlgang knapp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2015 kündigten [[Joán De la Pênia]] und [[Eleonora Sarabal]] ihren baldigen Rückzug aus der Führung der Sozialpopularen an und präsentierten die bisherige Generalsekretärin der Partei [[Marijol Catalán]] als Wunschnachfolgerin. Als Grund nannte De la Pênia, einen Generationswechsel an der Spitze der Partei herbeiführen zu wollen. Dafür übergab er im Oktober 2015 sein Amt als Sprecher der [[PSP]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an Catalán, die auf dem folgenden Parteitag in im Dezember 2015 schließlich zur neuen Parteivorsitzenden der PSP und zugleich zur Spitzenkandidatin der Partei für die [[Parlamentswahl 2017]] gewählt wurde. [[Joán De la Pênia]] wurde ins neu geschaffene Amt eines ''Ehrenpräsidenten'' der Partei gewählt, gab aber an, sich künftig nicht mehr um die operative Führung der Partei kümmern zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der neuen Parteichefin konnte die Partei ihren Wiederaufstieg fortsetzen. Nach dem islamistischen Terroranschlag von Paris im Januar 2015 profitierte die Partei von einer verbreiteten Furcht vor religiös motivierten Anschlägen auch in Sagradien und setzte vermehrt auf das Thema Islam. In der seit Sommer 2015 akuten europäischen Flüchtlingskrise kritisierte die Partei die [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung Serrat Cabarell]] scharf für ihre vermeintlich zu liberale Haltung. Stattdessen forderte sie eine sofortige Ausweisung aller unrechtmäßig im Land befindlichen Asylbewerber, eine Schließung der Grenze zu Frankreich und eine strenge Überprüfung der Flüchtlinge auf islamistische Verbindungen sowie auf Krankheiten und Infektionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Regionalwahlen in [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016|Ceundâlia]], [[Regionalwahl in Sesín 2016|Sesín]] und [[Regionalwahl in Tescano-Valoní 2016|Tescano-Valoní]] am 26. Juni 2016 erreichte die PSP einen durschlagenden Erfolg. Mit 25,3 Prozent der Stimmen bei der [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016|Regionalwahl in Ceundâlia]] erreichten die Sozialpopularen das beste Ergebnis der Parteigeschichte und wurden erstmals stärkste Kraft auf regionaler Ebene. Sie bildeten daraufhin eine Mitte-Rechts-Koalition mit den [[PPC|Konservativen]], verzichteten aber auf das Amt des Regierungspräsidenten. Auch bei den zeitgleich abgehaltenen [[Kommunalwahlen 2016]] konnte die Partei ihr Ergebnis verbessern und sich deutlich als drittstärkste Kraft im Land behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlerfolg 2017 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2017.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]]&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei im Jahr 2016 in Umfragen mehrmals auf 20 Prozent der Stimmen gekommen war, gingen die Umfragewerte im Jahr 2017 wieder leicht zurück. Dennoch gelang es der PSP mit ihrer Spitzenkandidatin [[Marijol Catalán]], bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl im November 2017]] mit 16,4 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis bei einer nationalen Wahl zu erzielen. Gegenüber der Wahl 2013 konnte die PSP damit ihr Stimmergebnis verdoppeln und mit einer Rekordzahl von 86 Abgeordneten in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] einziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge bot Parteichefin Marijol Catalán der [[PPC|konservativen PPC]] und den [[Liberale]]n eine gemeinsame Regierungskoalition an, was aber von den Liberalen abgelehnt wurde. Auch die Möglichkeit einer PPC/PSP-Minderheitsregierung wurde erwogen, fand aber keine Unterstützung unter den bürgerlichen Parteien der Mitte. Nach längeren Gesprächen mit der PPC unter [[Manuel Ramœs Iliega]] kündigte Catalán an, in der Opposition zu bleiben, gegenüber der [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] von [[Manuel Ramœs Iliega]] aber eine &amp;quot;kritisch-konstruktive Haltung&amp;quot; einnehmen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Jahren der konservativ-liberalen [[Kabinett Ramoes Iliega I|Regierung Ramœs Iliega I]] unterstützte die PSP zahlreiche Gesetzesinitiativen der Minderheitskoalition, darunter ein Islamgesetz und mehrere Initiativen für eine restriktivere Migrationspolitik. Nachdem sich die PSP aber bei der Abstimmung über das Haushaltsgesetz für das Jahr 2019 noch enthalten hatte, kündigte sie nach längeren Verhandlungen im Herbst 2019 an, gegen den Haushalt für das Jahr 2020 zu stimmen, und löste damit eine Regierungskrise aus, die schließlich zur Auflösung der Kammer und zu [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahlen]] führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einbußen bei der Parlamentswahl 2019 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2019.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]]&lt;br /&gt;
Anders als noch zwei Jahre zuvor, gelang es der PSP im Wahlkampf zur [[Parlamentswahl 2019|Kammerwahl im Dezember 2019]] deutlich weniger gut, eigene Themen zu setzen. Während die Migrations- und Integrationspolitik bei der Wahl eine ebenso geringe Rolle spielte wie die Europapolitik, konnte die PSP bei den dominanten Themen Umwelt, Klima und Finanzen keine deutlichen Akzente setzen. Im Ergebnis verlor die Partei gegenüber dem Wahlgang 2017 deutlich an Prozentpunkten und landete nur noch bei 10,2 Prozent der Stimmen, blieb damit aber drittstärkste Kraft im Parlament. Da sich die regierende [[PPC]]/[[LIB]]-Koalition aber mit [[Radikale]]n und [[Grünen]] auf einen Haushalt für das Jahr 2020 und auf einige weitere gemeinsame Gesetzesprojekte einigte, gehörte die PSP wieder der Opposition an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Innen- und Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Soziale Volkspartei sieht sich laut Parteiprogramm als soziale, patriotische und konservative Partei der demokratischen Rechten und setzt sich insbesondere für die Familie, die Bewahrung der &amp;quot;sagradischen Identität&amp;quot; und den Kampf gegen Kriminalität und illegale Einwanderung, für eine „wirklich soziale“ Marktwirtschaft sowie die Erhaltung des Zentralstaates und damit der staatlichen Integrität des Landes ein. Sie wird von Gegnern und zahlreichen Wissenschaftlern als rechtspopulistisch eingestuft und weist zudem fremden- und islamfeindliche Tendenzen auf. Zudem ist sie die am stärksten europakritisch auftretende Partei in Sagradien. Ein wesentlicher Programmpunkt der Partei ist der Kampf gegen den politischen Islam und eine islamische Überfremdung Sagradiens. Gesellschaftspolitisch weist die Partei starke sozialkonservative Positionen auf. Obwohl sie sich als säkulare Partei versteht und in der Vergangenheit auch nicht vor Polemik gegenüber den katholisch orientierten Christdemokraten zurückschreckte, orientiert sich die Partei stark an konservativen religiösen Positionen und beschwört das christlich-abendländische Erbe Sagradiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitisch begann die PSP in den neunziger Jahren als Vertreterin wirtschaftsliberaler Positionen und befürwortete Privatisierungen, niedrigere Steuern und weniger staatliche Intervention, verband dies aber von Beginn an mit einem Bekenntnis zum sagradischen Sozialstaat, der durch Einwanderung in die Sozialsysteme bedroht sei. In den vergangenen Jahren hat sich die Partei von &amp;quot;neoliberalen&amp;quot; Forderungen entfernt und vertritt heute eine Mischung aus liberalen, protektionistischen und sozialpopulistischen Positionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Politikinhalte der PSP sind: &lt;br /&gt;
* Reduzierung der Einwanderung durch strengere Regeln&lt;br /&gt;
* Opposition gegen eine angeblich fortschreitende Islamisierung des Landes&lt;br /&gt;
* Verbot von Minaretten, der Burka und des öffentlich getragenen Kopftuchs&lt;br /&gt;
* für eine Assimilierung von Immigranten in die Mehrheitsgesellschaft&lt;br /&gt;
* strengere Strafen besonders für Sexual- und Gewaltstraftaten&lt;br /&gt;
* strengere Antiterrormaßnahmen&lt;br /&gt;
* Förderung lokaler Bürgerwehren zur Entlastung der Polizeikräfte&lt;br /&gt;
* gegen ein staatliche Förderung homo- und transsexueller Lebensentwürfe&lt;br /&gt;
* gegen Abtreibung, Sterbehilfe und embryonale Stammzellenforschung &lt;br /&gt;
* Stärkung der Familien durch Familiengelder und Steuerbegünstigungen&lt;br /&gt;
* Garantie der Rentengerechtigkeit &lt;br /&gt;
* Erhalt des Sozialstaats bei gleichzeitigen strengeren Kontrollen gegen seine Ausbeutung&lt;br /&gt;
* Lockerung des Rauchverbots&lt;br /&gt;
* Einstellung staatlicher Subventionen für erneuerbare Energien und Opposition gegen CO2-Steuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Der PSP gilt seit ihrer Entstehung als eurokritische Partei und lehnte die Europäischen Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza als Beschränkung der sagradischen Souveränität zugunsten eines zentralistischen und undemokratischen Brüsseler ''Superstaats'' ab. Auch die Aufgabe der nationalen Währung [[Denar]] durch die Einführung des Euro sowie die Erweiterung der EU durch Aufnahme süd- und osteuropäischer Staaten wurde von der PSP stark kritisiert. Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei lehnt die PSP wegen der unterschiedlichen kulturellen Prägung ab. Im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung 2004 und 2007 wurde der Partei vorgeworfen, Ängste vor kriminellen Ausländern zu schüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit ihrer Zusammenarbeit mit der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] kam es jedoch zu einer schrittweisen Annäherung an die Mainstream-Parteien und in diesem Zusammenhang zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Europapolitik. Zwar lehnte die PSP den Vertrag von Lissabon ab und stimmte im Parlament dagegen, trotzdem revidierte die Partei ihre Haltung zu Europa schrittweise und stützte die Regierung Luisanto trotz heftiger Kritik an ihrem europapolitischen Kurs, vor allem in der Eurokrise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Programm zur [[Europawahl 2014]] bekennen sich die Volkssozialen zur &amp;quot;Idee eines vereinten Europa&amp;quot;, lehnen aber das aktuelle Institutionengefüge der EU ab, da es den sagradischen Bürger zugunsten süd- und osteuropäischer Mitgliedsstaaten benachteilige und die &amp;quot;demokratischen Freiheiten des sagradischen Volkes&amp;quot; beschränke. Stattdessen strebt die PSP ein gemeinsames Europa als &amp;quot;freiwilligen Zusammenschluss souveräner Staaten&amp;quot; an. Die europäische Freizügigkeit will die Partei durch die Wiedererrichtung von Grenzkontrollen einschränken. Der Euro &amp;quot;in seiner heutigen Form&amp;quot; könne keine Zukunft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Außen- und Sicherheitspolitik strebt die PSP eine deutliche Aufstockung des Militärbudgets, umfangreichere Rüstungsinvestitionen und ein hartes Vorgehen gegen den globalen Terrorismus an. Die außenpolitischen Positionen der Partei sind aber wenig profiliert und von Veränderungen und Inkonsistenzen geprägt. Zwar unterstützt die Partei die NATO-Mitgliedschaft Sagradiens, kritisiert aber die NATO-Mitgliedschaft der Türkei. Auch setzt sich die Partei für ein freundschaftliches Verhältnis zu Russland ein und fordert die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland nach der Annexion der Krim im Jahr 2014. Die Anerkennung des Kosovo als unabhängigen Staat lehnte die Partei ab und unterstützte die territoriale Integrität Serbiens. In der Nahostpolitik sieht sich die PSP als Freund Israels und bezeichnet die palästinensischen Institutionen als Terrororganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wähler der PSP ==&lt;br /&gt;
Zu den Wählern der PSP gehören heute neben nationalkonservativen Teilen des Bürgertums auch globalisierungs- und kapitalismuskritische Kreise und ehemalige Wähler der sagradischen [[PCS|Kommunisten]] und [[ASUL|Sozialisten]]. Ein beträchtlicher Teil der jüngsten Erfolge gehen auf die Stimmen von „Protestwählern“ zurück, die von De la Pênias populistischen Abgrenzungsstrategien gegenüber dem politischen Establishment angesprochen werden. Dies scheint der Partei sogar noch zu gelingen, nachdem sie 2006 direkte und seit 2008 indirekte Regierungsverantwortung übernommen hat und seit Jahren in diversen Regionen mitregiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wähleruntersuchungen zeigen, dass De la Pênia und seine Partei besonders hohe Zustimmungswerte bei den so genannten Modernisierungsverlierern erzielen, d.h. Arbeitslosen, Arbeitern, einfachen Angestellten und Beamten im einfachen Dienst, die eine eher niedrige formale Bildung und niedriges Einkommen aufweisen. Damit konkurriert die Rechte stark mit den Parteien der Linken, auch wenn die Rechten-Wähler in der kulturell-gesellschaftlichen Dimension im Gegensatz zu den Linken stehen und klar einen autoritär-konservativen Kurs verfolgen. In der politischen Diskussion wurde De la Pênia häufig mit dem in den Sechziger Jahren als Populist erfolgreichen [[António Blanxard Rovira]] verglichen und auch als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationale und internationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation des PSP, früher als [[Jovenes Accionistas]] (JA) bekannt, wurde Ende der Neunziger Jahre teilweise von Rechtsextremisten unterwandert und infolge dessen aus der Partei ausgeschlossen. Der 2000 gegründete neue Jugendverband [[Força Jovén]] ist direkt der Partei unterstellt. Traditionell einflussreich sind zudem die an Hochschulen tätigen [[Círculœs Accionistas de Estudiantes Sagradés]] (CADES). Als parteinahe Bildungseinrichtung besteht seit 2001 die [[Academía Social Popular]] (ASP). Der Partei steht der kleinere Gewerkschaftsbund [[Unión Nacional de Lavoradores]] (UNL) nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäisches Parlament ===&lt;br /&gt;
In den Legislaturperioden 1999-2004 und 2004-2009 gehörten die Europaabgeordneten der PSP mehrheitlich der europaskeptischen Fraktion ''Union für ein Europa der Nationen'' (UEN) an, doch trat 2006 ein MEP der Partei der neu gegründeten ultrarechten ITS-Fraktion bei, ein weiterer Abgeordneter firmierte als fraktionslos. 2009 gehörte die PSP zusammen mit Lega Nord, der Dänischen Volkspartei und der britischen UKIP zu den Gründungsmitgliedern der europakritischen Fraktion EFD (''Europa der Freiheit und der Demokratie'') im Europaparlament. 2011 wurde die MELD als Europapartei begründet, deren Mitglied die PSP bis zur Auflösung der Europapartei im Jahr 2015 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Europawahl 2014]] lehnte der PSP entgegen den Wünschen der eigenen Jugendorganisation und trotz Sympathien aus den eigenen Reihen eine Teilnahme am geplanten europäischen Rechtsbündnis des französischen Front National und der niederländischen Partij voor de Vrijheid ab. Nach der Europawahl verließ der PSP überraschend die EFD-Fraktion und schloss sich der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) der britischen Tories an, wo auch die rechtspopulistische &amp;quot;Dänische Volkspartei&amp;quot;, die &amp;quot;Alternative für Deutschland&amp;quot; und die Partei der &amp;quot;Wahren Finnen&amp;quot; Platz fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen der PSP ==&lt;br /&gt;
==== Ehrenpräsident ====&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteivorsitzende ====&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Lucién Riva-Marcês]]&lt;br /&gt;
* 1992-2007: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* 2007-2015: [[Eleonora Sarabal]] &lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteisekretäre &amp;lt;small&amp;gt;(1991-1992)&amp;lt;/small&amp;gt;, Generaldelegierte &amp;lt;small&amp;gt;(1992-1996)&amp;lt;/small&amp;gt; und Generalsekretäre &amp;lt;small&amp;gt;(seit 1996)&amp;lt;/small&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
* 1991-1992: [[Joán De la Pênia]] (Parteisekretär)&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Aliureto Torrent]] (Generaldelegierter)&lt;br /&gt;
* 1996-1997: [[Mário Belardo]] (Generalsekretär)&lt;br /&gt;
* 1997-2002: [[Domênco Laravil]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[Eleonora Sarabal]]&lt;br /&gt;
* 2007-2009: [[Andrea Cantena]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Eugênio Marxal]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Franco Sabadera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1994-2004: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* 2004-2008: [[Domênco Laravil]]&lt;br /&gt;
* 2008-2009: [[Fernando Castro]]&lt;br /&gt;
* 2009-2015: [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
* seit 2015: [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die PSP bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Wahlen zur Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PSP&lt;br /&gt;
| 0,8 %&lt;br /&gt;
| 0 / 511&lt;br /&gt;
| [[Lucién Riva-Marcês]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PSP&lt;br /&gt;
| 3,9 %&lt;br /&gt;
| 21 / 511&lt;br /&gt;
| [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PSP&lt;br /&gt;
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| [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Joán De la Pênia]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|2009]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|2013]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2017|2017]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2019|2019]]&lt;br /&gt;
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=== Wahlen zum Europäischen Parlament ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
| Fraktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| [[Movimiento per la Sagradia|MpS]]&lt;br /&gt;
| 6,5&lt;br /&gt;
| 4 / 64&lt;br /&gt;
| [[Oscar Aguersuari]] ([[Partíu Republicano de la Libertá|PRL]])&lt;br /&gt;
| EN / I-EN&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Europawahl 1999|1999]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2004|2004]]&lt;br /&gt;
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| [[Eleonora Sarabal]]&lt;br /&gt;
| EFD&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2014|2014]]&lt;br /&gt;
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| [[Julen Amoreta]]&lt;br /&gt;
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| [[Europawahl 2019|2019]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #185A9C&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PSP&lt;br /&gt;
| 13,7 %&lt;br /&gt;
| 8 / 54&lt;br /&gt;
| [[Julen Amoreta]]&lt;br /&gt;
| ID&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Popular_de_Converg%C3%AAncia&amp;diff=51182</id>
		<title>Partíu Popular de Convergência</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Popular_de_Converg%C3%AAncia&amp;diff=51182"/>
		<updated>2019-12-20T15:04:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: /* Rückkehr in die Regierung (seit 2017) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Partíu Popular de Convergência'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:PPC-Logo1.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteivorsitzender'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Generalsekretär'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Dián Zurruzabal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Stellvertretende Parteivorsitzende'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Francisca Mendes del Ponte]]&amp;lt;br&amp;gt; [[Daniel Ambrôsio]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Clemente Arzano]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1945&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Jugendorganisation'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[PPC Jovén]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Zeitung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Il Pôblu]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Istituto Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''International'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Christlich-Demokratische Internationale &amp;lt;br&amp;gt;Internationale Demokratische Union&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Europapartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Europäische Volkspartei (EVP)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''EP-Fraktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Europäische Volkspartei (EVP)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| dunkelblau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partíu Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine konservative und christdemokratische Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[Daniela Rosenthal-Valdés]] die sagradische [[Präsident der Republik|Staatspräsidentin]] und mit [[Manuel Ramœs Iliega]] den [[Ministerpräsident|Regierungschef]] des Landes. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem [[Paulo Luciaro]], [[Emilio Moya]], [[Josep Carles Otero]] und [[Miquel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne Volkspartei der rechten Mitte, mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteivorsitzender der [[PPC]] ist seit 8. März 2014 der frühere Generalsekretär [[Manuel Ramœs Iliega]], der in diesem Amt auf den langjährigen Parteichef und Ministerpräsidenten [[Miquel Ánibal Luisanto]] folgte. Seit Februar 2018 führt Ramœs als [[sagradischer Ministerpräsident]] eine Minderheitsregierung des PPC mit den [[Liberale]]n an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiprofil ==&lt;br /&gt;
Die sagradische Volkspartei ist die größte und erfolgreichste Partei des Mitte-Rechts-Lagers in Sagradien und vertritt liberalkonservative sowie christdemokratische Positionen. Sie versteht sich selbst als Reformpartei des Zentrums, die der humanistisch-abendländischen Wertetradition, den Zielen einer liberalen Gesellschaft, einer freien und zugleich sozialen Marktwirtschaftsordnung und dem Prinzip gesellschaftlicher Solidarität verpflichtet ist. Sie setzt sich zudem für die Bewahrung der Schöpfung und eine Vertiefung der europäischen Integration ein. Obwohl historisch vor allem von katholischen Politikern begründet, sieht sich die PPC selbst heute als säkulare Partei mit katholischen, konservativen, sozialreformerischen und liberal-republikanischen Wurzeln. Als parteiinterne Integrationsfaktoren fungierten über Jahrzehnte hinweg die einhellige Ablehnung von Kommunismus und Sozialismus sowie das Eintreten für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, für die nationale Integrität Sagradiens und die westlich-europäische Orientierung des Landes im transatlantischen Bündnis und in der Europäischen Gemeinschaft. Europapolitisches Ziel ist dabei eine &amp;quot;vertiefte Union der europäischen Nationen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründungsjahre (1945-1949) ===&lt;br /&gt;
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Januar 1945 mit dem Anspruch, eine überkonfessionelle bürgerliche Sammlungspartei darzustellen. Unmittelbarer Ursprung der Partei die so genannte ''Convergência-Bewegung'', die sich im Zweiten Weltkrieg innerhalb des katholischen Lagers gebildet hatte und die als christliche und demokratische Sammlungsbewegung verstanden werden kann. Der wesentliche Kern der Partei bestand aus katholischen Politikern wie [[Ariel Fernando De la Roya]], [[Amentino Xavier-Castrell]], [[Paulo Manuel Luciaro]], [[Nino Cabal]] oder [[Benito Mello]], die in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] teilweise der katholisch-liberalen [[PDP]] oder aber der katholisch-konservativen [[Volksunion]] (UP) angehört hatten. De la Roya und Cabal gehörte dem christlichen Widerstand gegen die deutschen Besatzer im Nordosten Sagradiens an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren. Gleichzeitig sollte die Spaltung in eine klerikale und eine säkulare Rechte überwunden werden, was freilich erst mit dem Zerfall der rechtsliberalen [[MPD]] in den frühen Fünfziger Jahren erreicht werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volkspartei der Zusammenkunft übernahm die organisatorischen, personellen und finanziellen Ressourcen der aufgelösten [[Volksunion]], deren letzter Parteiführer [[Amentino Xavier-Castrell]] erster Parteivorsitzender wurde. Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt. Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945]] wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte [[Demokratische Koalition]] mit dem [[Partíu Radical]], der [[PS|Sozialistischen Partei]] und den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], welche die erste [[Provisorische Regierung Dini|Provisorische Regierung]] unter [[Sergio Rafael Dini]] stützte. Parteigründer [[Ariel De la Roya]] wurde zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, [[Paulo Luciaro]] und [[Mário Elabal]] vertraten die Partei in der provisorischen Regierung. Die 1946 verabschiedete [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] wurde maßgeblich von Politikern der Volkspartei geprägt. Nachdem Paulo Luciaro 1946 selbst die Führung der provisorischen Regierung übernommen hatte, gewannen die Christdemokraten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|ersten Parlamentswahl 1946]] die relative Mehrheit der Mandate im Senat und stellten mit einem Stimmenanteil von 25 Prozent die nur knapp zweitgrößte Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]]. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro, der nach der Wahl De la Royas zum Senatspräsidenten 1946 zunehmend als Führer der Partei auftrat und ihre Politik maßgeblich steuerte, versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen und nationalkonservativen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das [[Movimiento Socialista Cristiano]], das sich der Linken anschloss. Stattdessen wurde die PPC zum Gravitationszentrum einer neuen antikommunistischen Mitte-Rechts-Allianz aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten, die sich der [[Frente Democrático Popular|Demokratischen Volksfront]] aus Sozialisten und Kommunisten entgegenstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1948-1959) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|[[Paulo Luciaro]], [[Ministerpräsident]] 1948-1959 und Parteivorsitzender 1955-1963]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde PPC-Parteisekretär Paulo Luciaro Ministerpräsident und setzte die Große Koalition mit der [[ASUL]] fort. Mit Luciaro als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs konnte sich die Volkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1949]] mit 32,4 % der Stimmen deutlich als stärkste Kraft im Parlament behaupten. Luciaro führte die Koalition unter Einschluss der [[PRR|Radikalen Partei]] fort, die gemeinsam mit deutlicher Mehrheit eine umfassende Verfassungsreform durchsetzten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Ariel de la Roya bis 1955 Parteipräsident blieb, galt Luciaro als De-facto-Parteiführer und prägte die Politik des Landes entscheidend. Unter Luciaro wurde die PPC zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. Die PPC der Anfangsjahre setzte auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Dazu gehörte auch eine zunehmend deutliche antikommunistische Abgrenzungspolitik von der Kommunistischen Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europapolitik vertrat Luciaro zusammen mit dem sozialistischen Außenminister [[Santo de l'Ilpa]] einen stark integrationsfreundlichen Kurs. Prägende Wirtschaftspolitiker der PPC waren u.a. [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das Grundsatzprogramm der PPC aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die vorgezogene [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die PPC 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Nach dem Bruch der Großen Koalition 1953 führte Luciaro bis zu seinem Rücktritt 1959 eine konservativ-liberale Koalition, die sich als ausgesprochen antimarxistisch und marktfreundlich verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition (1959-1964) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PlakatPPC1962.jpg|thumb|200px|Plakat mit [[Carles Angel Favale]] zur [[Parlamentswahl 1962]]]]&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft.  Favale besaß aber große Sympathien in der Parlamentsfraktion der PPC und schaffte es darüber hinaus 1959, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1959 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Als Nachfolger nominierte das Exekutivkomitee der Partei den konservativen Finanzminister [[Carles Angel Favale]] und entschied sich damit gegen Luciaros Wunschnachfolger [[Dián Jocéntilo Sánchez]]. Luciaro blieb aber Parteivorsitzender und gehörte auch weiterhin zu den mächtigsten Persönlichkeiten in der Partei. Als solcher protegierte er weiterhin Sánchez, der Finanzminister wurde. Zudem rückte [[Martín Ánibal Costa]] als Fraktionssprecher in eine einflussreiche Position. Dem neuen Triumvirat der Partei (Sánchez-Favale-Costa) gelang es nicht, die persönlichen Gegensätze auszuräumen. Zudem belasteten die Spannungen zwischen Luciaro und Favale die Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die PPC, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, der einer zukünftigen Koalition mit den Sozialisten im Weg zu stehen schien. Statt Favale nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Logo-PPC-hist.jpg|thumb|Historisches Parteilogo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der PPC-Führung zu ihrem Bruch bei. Nach dem Tod [[Paulo Luciaro]]s 1963 wurde sein Stellvertreter [[Carles María Ortega]] neuer Parteivorsitzender. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der PPC ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die PPC mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 34,1 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die PPC einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardLawrieTatum.jpg|thumb|200px|[[Carles Favale]], [[Ministerpräsident]] 1959-1962 und 1967-1970 und Parteivorsitzender 1964-1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PPC eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PPC klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PPC und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der PPC und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 35 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PPC damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1979) ===&lt;br /&gt;
Zum neuen Parteivorsitzenden der Volkspartei wurde auf dem Parteitag in [[Nalcaz]] im Februar 1972 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]] gewählt, der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Ellévez stand für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PPC zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um [[Ánibal Costa]], [[Carles Favale]] und [[Luciano González]] verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Sandro de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Wohnungsbauminister [[Emilio Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst glücklos, artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PPC gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semest klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Sandro de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag 1975 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur [[Sandro de la Nada]]s gegen den glücklosen Parteivorsitzenden [[Márcio Ellévez Perón]]. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef und Oppositionsführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Zusammenarbeit durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie [[Umberto Salas]], der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren Finanzexperte [[Alfonso Guivares]], der Fraktionsvize [[Joán Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semestiner Regionalverband anführte. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung und Große Koalition (1978-1982) ===&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1978]] ging die PPC mit [[Sandro de la Nada]] als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsexperten als Sieger hervor. Energisch wirkte Nada auf die Bildung einer Regierung der rechten Mitte hin und sicherte sich für eine Minderheitsregierung aus [[PPC]] und [[UDS]] die parlamentarische Unterstützung der [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sandro De la Nada]] wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Finanz- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während das Wirtschaftsministerium vom [[UDS]]-Vorsitzenden [[Lorenzo Estrubal]] besetzt wurde. Die neue Regierung suchte vor allem in der Wirtschafts- und Finanzpolitik neue Akzente zu setzen. Steuersenkungen sollten einher gehen mit einer rigiden Haushaltspolitik zum Abbau der exorbitant hohen Staatsschulden. Gegen die Inflation setzte die Regierung das Ziel der Geldwertstabilität. Zentrale Probleme der Regierung blieben aber die schwache konjunkturelle Lage und die steigende Arbeitslosigkeit, die auch zu einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben und der Staatsverschuldung führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kam eine zunehmend gesellschaftliche Opposition von Seiten der neuen sozialen Bewegungen. Vor allem die atomfreundliche Energiepolitik sowie die dezidiert westlich-orientierte Außen- und Sicherheitspolitik der Regierung führten zu Konfrontationen mit den kritischen Massen der Anti-Atomkraft- und der erstarkenden Friedensbewegung im Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1981 nahmen auch die Spannungen innerhalb der Regierungskoalition zu, wobei die Spannungslinie zwischen Vertretern einer ausgleichenden Sozialpolitik und denen einer wirtschaftsliberalen Umorientierung mitten durch die Volkspartei verlief, aber auch den Koalitionspartner [[UDS]] irritierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 1981 hatte die Regierung faktisch ihre parlamentarische Mehrheit für ein umfangreiches Reformprogramm verloren, nachdem die oppositionelle [[PRD]] ihre Unterstützung endgültig aufgekündigt hatte. Da sowohl Volkspartei als auch die oppositionellen [[ASUL|Sozialisten]] vorgezogene Neuwahlen scheuten, kam es zu Verhandlungen zwischen den beiden großen Parteien des Landes, die sich zunächst auf ein Notprogramm zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage einigten und anschließend in Verhandlungen zur Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung eintraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1981 einigten sich PPC und ASUL schließlich auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung, in der Nada Ministerpräsident blieb, [[Joán Caval]] Außenminister, [[Donado Ricardes]] Finanzminister und [[Andrés Colón]] Arbeitsminister wurde. Die &amp;quot;Regierung der nationalen Solidarität&amp;quot; einigte sich sofort auf ein umfangreiches Konjunkturpaket bei gleichzeitigen Einschnitten in öffentliche Subventionsprogramme und brachte ein umfangreiches Abkommen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum Abschluss, um das sich die Mitte-Rechts-Regierung zuvor vergeblich bemüht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewisser Erfolge litt die Große Koalition von Beginn an unter atmosphären Spannungen, aber auch unter konkreten politischen Gegensätzen vor allem zwischen dem wirtschaftlichen Reformflügel der Konservativen und dem sozialbewegten linken ASUL-Flügel. Hinzu kam ein zunehmender Autoritätsverlust [[Sandro de la Nada]]s in seiner eigenen Partei, in der es immer weniger gelang, die widerstreitenden Parteiflügel zusammenzuhalten und die Kritik vor allem der Parteirechten an der Regierungspolitik einzuhegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten eines Haushaltsstreits zwischen den Koalitionspartnern im Sommer 1982 beschloss der Parteivorstand der PPC unter dem Druck des mächtigen Fraktionsvorsitzenden [[Emilio Moya]] schließlich, eine wirtschaftspolitische Wende herbeizuführen. Die Partei trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch das von der PPC gegen den sozialistischen Finanzminister Donado Ricardes ins Feld geführte Haushaltskonzept für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Die Forderungen der Konservativen veranlassten die Sozialisten daraufhin, die Regierungskoalition wenige Monate vor dem Ende der Legislaturperiode für beendet zu erklären und aus der [[Kabinett Nada III|Regierung Nada]] auszutreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sandro de la Nada]] regierte fortan mit einem Rumpfkabinett weiter und suchte eine neue Mehrheit für das Ende der Legislaturperiode zu schmieden. Indem er seinen Widersacher [[Emilio Moya]] zum Finanzminister ernannte, suchte er seine Konkurrenten in der Partei in die Kabinettsdisziplin einzubinden, konnte seinen weiteren Machtverfall aber nicht mehr aufhalten. Nachdem Nada eine Vertrauensabstimmung im Parlament klar verloren hatte, stellte Moya im Parteivorstand der Konservativen die innerparteiliche Vertrauensfrage gegen den Parteichef, der daraufhin von seinem Amt als Parteivorsitzender zurücktrat und auf die Spitzenkandidatur bei der kommenden [[Parlamentswahl 1982|Parlamentswahl im Oktober]] verzichtete. Moya wurde schließlich zum Kandidaten der Konservativen und zum amtierenden Parteichef ernannt. Nada blieb damit Regierungschef auf Abruf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Moya (1982-1991) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Sa Carneiro2.jpg|thumb|[[Joán Emilio Moya]], [[Ministerpräsident]] 1982-1990 und Parteivorsitzender 1982-1991]]&lt;br /&gt;
Mit [[Joán Emilio Moya]] als Spitzenkandidat und einem klaren Programm der wirtschafts- und finanzpolitischen Wende siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Neuwahlen im Oktober 1982]] knapp gegen die oppositionellen Sozialisten. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte nun die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya wurde als Nachfolger Nadas zum Ministerpräsidenten berufen und &lt;br /&gt;
bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete endgültig die Ära sozialistisch beeinflusster Politik in Sagradien seit den frühen 1960er Jahren. Bis Ende der 1990er Jahre sollten nun ihrerseits die Christdemokraten und Liberalen das politische Geschehen im Land dominieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung startete mit einem äußerst unpopulären Reformprogramm, das zu zahlreichen Protesten der Opposition führte, die eine Entmantelung des sagradischen Wohlfahrtsstaates fürchteten. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alta-Scantia]] und [[Alconía]] PPC-geführte Regierungen ablösen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zum Wahljahr 1986 jedoch gelang es der Regierung, den Trend umzukehren. Die Reformmaßnahmen begannen Früchte zu tragen, die Wirtschaftsdaten zeigten seit 1985 wieder steil nach oben und die Krise schien pünktlich zur [[Parlamentswahl 1986]] überwunden. Hinzu kam eine sozialistische Opposition, die nach dem Unfalltod [[Joán Caval]]s Ende 1984 weithin zerstritten wirkte und mit einem radikalen Linksprogramm zahlreiche Wähler der Mitte verschreckte. Die [[Parlamentswahl 1986]] endete schließlich in einem furiosen Sieg der [[Volkspartei]], die ihre Mehrheit mit den Liberalen verteidigte und die Sozialisten klar hinter sich ließ. Moya konnte weitere vier Jahre weiterregieren und stand auf dem Zenit seiner Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Periode der Regierung Moya wurde das Reformthema deutlich zurückgefahren. Moya musste zunehmend Rücksicht auf den linken Parteiflügel nehmen, der unter dem Erfolg der Wirtschaftsliberalen in der Partei immer schwächer wurde. Hinzu kamen politische Affären, die größte darunter die [[Guivares-Affäre 1989]], die nicht nur zum Rücktritt von Präsident [[Alfonso Guivares]] führte, sondern auch zu einem Vertrauensverlust in die Arbeit der Mitte-Rechts-Regierung führte, zumal Guivares als energischer Verfechter der wirtschaftspolitischen Wende angesehen worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 1990]] endete schließlich in einem Verlust der Mitte-Rechts-Mehrheit im Parlament, brachte aber keinen klaren Sieger. [[Emilio Moya]] gelang es in dieser Situation nicht, die oppositionellen [[Radikaldemokraten]] zu einem neuerlichen Bündnis zu bewegen. Stattdessen sicherte sich der Sozialist [[Donado Ricardes]] eine wenn auch fragile parlamentarische Mehrheit. Erstmals seit 1979 mussten die Christdemokraten in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Otero (1991-2000) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Trichet1.jpg|thumb|200px|[[Josep Carles Otero]], Parteivorsitzender 1991-2000 und [[Ministerpräsident]] 1992-1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem Verlust der Regierungsmacht mehrten sich Vorwürfe an Parteichef Emilio Moya und andere Mitglieder der Parteiführung, selbst in die [[Guivares-Affäre]] verwickelt zu sein. Auf öffentlichen wie parteiinternen Druck hin musste Moya schließlich 1991 auf die Führung von Partei und Opposition verzichten. Zu seinem Nachfolger wurde auf dem Parteikongress in [[Vierna]] der frühere Finanzminister [[Josep Carles Otero]] gewählt, der als Vertreter der europafreundlichen Parteimitte galt und auch vom linken Parteiflügel der Christdemokraten unterstützt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Krise der Mitte-Links-Koalition und inmitten eines Parteispendenskandals der regierenden [[ASUL|Sozialisten]] gelang es Otero im Herbst 1992 eine neue parlamentarische Mehrheit unter seiner Führung zu organisieren. Die von ihm gebildete [[Kabinett Otero I|Minderheitsregierung]] aus Christdemokraten und Liberalen wurde im Parlament durch die [[Radikaldemokraten]] unterstützt, die zuvor zur Regierungskoalition Donado Ricardes' gehört hatten. Nach nur zwei Jahren kehrten die Christdemokraten damit in die Regierungsverantwortung zurück.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oteros auf einen Ausgleich zwischen den Parteiflügeln gerichtete moderate Reformpolitik wurde auch von unabhängigen Medien gelobt. Die Privatisierungen der Moya-Regierung, die auch der Sozialist Ricardes fortgeführt hatte, wurden erfolgreich abgeschlossen. Zudem brachte Otero seine Partei auf eine klare europafreundliche Linie. Gegen parteiinterne Widerstände des rechten Flügels wurden die Maastricht-Verträge ebenso durchgesetzt wie die Einführung des Euro. Auf dem internationalen Parkett genoss Otero deswegen bald große Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung des Vertrags von Maastricht durch die Volkspartei-geführte Regierung Otero führte 1992 zur Abspaltung des souveränistischen Flügels von der Partei. Bereits seit Ende der Achtziger war ein Teil des rechten Parteiflügels auf Oppositionskurs zur europafreundlichen Politik der Konservativen gegangen. Führer dieser Bewegung war der PPC-Senator [[Oscar Aguersuari]], einstmals Innen-Staatssekretär unter Emilio Moya, der die Partei 1992 verließ und den [[Partíu Republicano de la Libertá]] (PRL) gründete, der in der Folge aber keine durchschlagenden Wahlerfolge verbuchen konnte und seit Ende der Neunziger ohne Aguersuari einen rechtsextremen Kurs einschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahlen 1994]] trat Oteros Mitte-Rechts-Bündnis schließlich gegen den rot-grünen Block unter Führung des Semestiner Bürgermeisters [[António Grande Illega]] an und konnte schließlich einen großen Wahlerfolg feiern. Dank des Misserfolgs der verbündeten [[Radikaldemokraten]], die an der 3-Prozent-Hürde scheiterten, erreichte die PPC/UDS-Regierung eine eigene parlamentarische Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Regierung Otero nach den Wahlen 1994 schaffte es aber nicht mehr, die Reformpolitik der ersten Jahre fortzuführen. Stattdessen kam es nun vermehrt zu Konflikten innerhalb der Regierungskoalition. Forderungen aus den Reihen der UDS und dem wirtschaftsnahen Partei-Flügel nach deutlichen Steuererleichterungen und einer Reform der Gesundheitspolitik stießen auf den erbitterten Widerstand der christlich-sozialen Faktion in der Partei. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit enorm an und erreichte 1997 einen Höhepunkt, während die Staatsverschuldung weiter zunahm. Außerdem stieg in großen Teilen der Bevölkerung die Unzufriedenheit über die konservative Gesellschaftspolitik der bürgerlichen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rapide abnehmende Zustimmung zur Regierung Otero führte 1997 zu einer Niederlage der Volkspartei bei den [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]], wo die PPC von den Sozialisten überholt wurde und die Regierung daraufhin ihre Mehrheit an die linke Opposition verlor. Diese ging danach zu einer Blockadehaltung gegen die Regierungspolitik im Senat über. Dennoch schaffte es die Partei bei den [[Regionalwahlen 1997]], eine Niederlage zu vermeiden. Der Erfolg und sich stabilisierende Umfrageergebnisse auf nationaler Ebene täuschten aber über die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungspolitik hinweg. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] folgte eine klare Niederlage der Mitte-Rechts-Koalition gegen Rot-Grün unter der Führung des jungen charismatischen Premierkandidaten [[Julio de la Costa]] von der Asul, der es schaffte, unzufriedene Wähler der Mitte für die [[Coalición Eco-Socialista|sozialistisch-ökologische Koalition]] zu gewinnen. Sowohl Volkspartei als auch UDS verloren deutlich an Wählerstimmen, wovon auch die [[PSP|Rechtspopulisten]] unter [[Joán De la Pênia]] profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurssuche unter Roberto Vidéas (2000-2002) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PPC-Logo-1998.jpg|thumb|PPC-Logo 1992-2005]]&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zum sofortigen Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC. Nachfolger wurde [[Roberto Vidéas]], der bereits zuvor als Kronprinz Oteros gegolten hatte. Der Wechsel an der Parteispitze bedeutete aber keinen echten Machtwechsel innerhalb der Partei. Stattdessen rückte Otero wieder an die Spitze der Kammerfraktion und die Vertreter der moderat-zentristischen Politik Oteros behielten auch mit Parteichef Vidéas die Macht in der Partei. Dennoch fiel es die Konservativen nach acht Jahren in der Regierung und der klaren Prägung durch Otero schwer, den Wechsel in die Opposition zu vollziehen. Während die liberale Gesellschaftspolitik der rot-grünen Regierung deutlich abgelehnt und energisch bekämpft wurde, verzichtete Vidéas in anderen Bereichen, vornehmlich der Verfassungspolitik, auf eine Fundamentalopposition und handelte mit der Regierung einen Kompromiss zur Reform von Senat und Regionen aus. Eine dringtend notwendige inhaltliche Reform der Partei – besonders auf dem Feld der Familien- und Gesellschaftspolitik - blieb unter diesen Umständen aus. Außerdem verpasste es die neue Parteiführung, mit dem Phänomen De la Pênia und seinem zunehmenden Erfolg in rechten Kreisen klar zu kommen und dessen Höhenflug aufzuhalten. Der Versuch Vidéas', durch Tabuisierung de la Pênias, diesen als Persona non grata zu diffamieren und auf diesem Weg klein zu halten, scheiterte deutlich, zumal prominente Persönlichkeiten der Konservativen mit bestimmten Ideen der Rechten sympathisierten und für eine inhaltliche Annäherung eintraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition wurden die parteiinternen Machtkämpfe alter Tage neu entfacht. Der Wahlerfolg des bisweilen populistisch auftretenden [[Miquel Ánibal Luisanto]] bei der [[Regionalwahl in Bordez 2001]] führte zu einer deutlichen Stärkung des kritischen Parteiflügels. Auf der anderen Seite konnte Videás in der Opposition keine großen Siege verbuchen. Weder die [[Europawahlen 1999]], noch die [[Senatswahlen 2000|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 2000]] führten zu einem Stimmungsumschwung hin zur konservativen Opposition. Auch bei den [[Regionalwahlen 2001]] konnte sich die Linke behaupten. Außerdem ließen die anhaltenden Erfolge der äußeren Rechten das Problem einer eventuellen Zusammenarbeit akut werden, zumal Luisanto als Shootingstar der Partei keinen Hehl daraus machte, über derartige Bündnisse nachzudenken, und damit der Parteiführung große Schwierigkeiten bereitete. Vidéas versuchte erst zu spät, eine Neuausrichtung durchzusetzen. Seine Versuche, die Positionen der Partei in der Gesellschaftspolitik zu modernisieren und sich dadurch ein liberaleres Profil zu geben, wurden von der Partei nicht mitgetragen und vom Parteitag mehrheitlich abgelehnt. Dagegen wurde dem Parteichef auf dem Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik vorgeworfen, kein Konzept zu besitzen, das eine Alternative zur gemäßigten Reformpolitik der Linken darstellte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] brachten das erschreckende Ergebnis einer anhaltend zerstrittenen PPC und einer an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängten UDS. Die rot-grüne Koalition De la Costas wurde trotz Erfolgen für die politischen Ränder im Amt bestätigt. Die PPC verlor unter der Führung von Roberto Vidéas nochmals mehr als 2 Prozentpunkte gegenüber 1998 und landete bei dem schlechtesten Kammerwahlergebnis seit 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Luisanto (seit 2002-2014) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Fini0.jpg|thumb|200px|[[Miquel Ánibal Luisanto]], Parteivorsitzender 2002-2014 und [[Ministerpräsident]] 2006-2013]]&lt;br /&gt;
Nach der erschütternden Niederlage bei den Kammerwahlen kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze. Mit Parteichef Roberto Videas Braga und Fraktionschef Josep Otero, die sich beide aus der aktiven Politik zurückzogen, gaben die beiden bis dahin dominierenden Personen die Führung der Partei ab, was einen offenen Kampf der konkurrierenden Parteiflügel um die Macht in der Partei auslöste. Bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden setzte sich [[Miquel Ánibal Luisanto]] gegen den von der bisherigen Führung favorisierten [[Oscar Rolando Huerón]] und gegen den Vertreter des linken Flügels [[Umberto Salas]] durch. Alle drei hatten in den Neunziger Jahren der Regierung Otero angehört, repräsentierten aber unterschiedliche Strömungen in der Partei. Nachdem im ersten Wahlgang auf dem Parteitag in [[Portofín]] im Dezember 2002 Ánibal Luisanto mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luisanto setzte die Partei gegenüber der [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] auf eine deutlich konfrontativere Oppositionspolitik und nahm eine spürbare neoliberale Wende. Nach einem halben Jahr harter Richtungskämpfe setzte sich der Kurs Luisantos gegen die vom linken Flügel organisierte innerparteiliche Opposition durch und verabschiedete auf dem Parteitag in [[Nocolônies]] im Oktober 2003 ein von wirtschaftsliberalen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen und Deregulierung geprägtes Manifest durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz parteiinterner Diskussionen um die wirtschaftsliberale Ausrichtung befand sich die Partei unter Luisanto auf dem Wiederaufstieg, profitierte von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der zweiten rot-grünen Regierung De la Costas und feierte bei [[Senatswahlen 2003]], [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]], bei den [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] sowie den [[Senatswahlen 2006]] deutliche Siege. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] konnte die Volkspartei schließlich einen Sieg über die bisher regierenden [[ASUL|Sozialisten]] feiern. Parteichef Luisanto wurde von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt und bildete eine Minderheitskoalition aus Volkspartei und [[UDS]], die im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] toleriert wurde. Nachdem die heterogene Mitte-Rechts-Koalition 2009 ihre Mehrheit verloren hatte, ging der PPC unter Luisanto auch bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst 2009]] als klarer Sieger hervor und erneuerte das Regierungsbündnis mit der liberalen UDS unter Tolerierung des PSP, ohne auf die Unterstützung durch das Zentrumsbündnis angewiesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die erste Legislaturperiode der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] vor allem unter innenpolitischen Zeichen gestanden hatte und von heftig polarisierendem Streit um den Einfluss der Rechtspopulisten auf die Ausländer- und Sicherheitspolitik geprägt war, dominierte in der zweiten Periode seit 2009 die Außen- und Wirtschaftspolitik vor dem Hintergrund der Finanz-, Wirtschafts- und europäischen Währungs- und Staatsschuldenkrise. Dabei profilierte sich Luisanto anfangs als energischer &amp;quot;Retter&amp;quot; sagradischer Banken und gab damit frühere wirtschaftsliberale Positionen punktuell auf, ehe er sich seit 2010 einem Spar- und Austeritätskonzept in Anlehnung an die Politik Angela Merkels anlehnte. Dabei kam es vor allem in der Frage des europäischen Rettungsschirms EMS und der Finanzhilfen für überschuldete Staaten der Eurozone zu wiederholten harten Auseinandersetzungen innerhalb des Mitte-Rechts-Bündnisses, die die Regierungsarbeit schwer belasteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition zur Mitte-Links-Regierung Serrat Cabarell (2013-2017) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PPC-Logo.jpg|thumb|200px|Logo 2005-2019]]&lt;br /&gt;
Wiederholte Kurskorrekturen auf Seiten der PPC, widersprüchliche Aussagen zur Zukunft von Euro und Europäischer Union und Unstimmigkeiten innerhalb des eigenen Lagers brachten auch Luisanto seit 2011 vermehrt in die Kritik. Dazu kamen schlechte Umfragewerte im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|Parlamentswahl 2013]]. Trotz einer Aufholjadg im Wahlkampf gelang es ihm aber nicht, die Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien und der PPC bei der Wahl im November 2013 zu verhindern, bei der die sozialistisch angeführte Links-Opposition um ASUL-Spitzenkandidatin [[Mercé Serrat Cabarell]] einen Sieg davon trug. Luisanto wurde daraufhin im Dezember 2013 nach sieben Jahren im Amt des Premierministers durch Serrat Cabarell abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage ließ Luisanto zunächst seine Zukunft als Parteichef offen. Entgegen Spekulationen von Seiten der Presse wurde der für Frühjahr 2014 geplante Parteitag nicht vorgezogen. Erst im Dezember erklärte Luisanto, nicht mehr länger für das Amt des Parteivorsitzenden zur Verfügung zu stehen und sich nach dem Parteitag im März aus der ersten Reihe der Politik zurückzuziehen. De facto übernahm nun Fraktionschef [[Manuel Ramœs Iliega]] die Funktion des Oppositionsführers und gab wenig später auch seine Kandidatur um den Parteivorsitz bekannt, ebenso wie die frühere Arbeitsministerin [[Francisca Mendes del Ponte]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen war in der Partei ein interner Streit um die politische Ausrichtung in der Opposition entbrannt, nachdem eine Gruppe prominenter Vertreter des liberalen Parteiflügels um [[Francisca Mendes del Ponte]], [[Sellesi Cambres Madriaga]] und [[Corrado Ticino]] eine Modernisierung der Partei und eine liberalere Ausrichtung gefordert hatten. Der unter Luisanto eingeschlagene Weg der Erneuerung der Partei müsse konsequent fortgesetzt werden. Konkret wurde gefordert, das von der [[Kabinett Serrat Cabarell|Mitte-Links-Regierung]] anvisierte Projekt einer gesetzlichen Frauenquote für Vorstandsposten in der freien Wirtschaft zu unterstützen. Außerdem müsse die Partei ihre Haltung gegenüber Homosexuellen und Minderheiten überdenken. Vor allem aber sollte die Partei ihre sechsjährige Zusammenarbeit mit der rechten [[PSP]] kritisch aufarbeiten und sich von deren Forderungen stärker distanzieren als zuvor. Mit einem solchen Kurs könne die PPC ihre schwache Stellung in Großstädten verbessern. Dagegen verteidigten Vertreter der Parteirechten, allen voran der frühere Innenminister [[Clemente Arzano]], den bisherigen Kurs der Partei und warfen der Gruppe um Mendes und Cambres Madriaga vor, den Kurs der Linken zu übernehmen, statt christdemokratische Zukunftspolitik zu betreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Volkspartei in [[Nalcaz]] vom 7. bis 9. März 2014 kam es schließlich zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Mit [[Francisca Mendes del Ponte]] und [[Clemente Arzano]] warfen dabei auch die führenden Vertreter der jüngsten Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei ihren Hut in den Ring. Kurz vor dem Parteitag verzichtete jedoch Mendes del Ponte zugunsten des jüngeren [[Manuel Ramœs Iliega]], der eine Erneuerung der Partei einleiten solle. Ramœs Iliega konnte sich schließlich gegen Arzano durchsetzen. Arzano und Mendes del Ponte wurden Stellvertretende Vorsitzende. Als Generalsekretärin wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]] nominiert. Damit konnte der Streit um den Parteikurs vorerst beigelegt werden, indem der neue Vorsitzende eine Arbeitsgruppe unter der Führung der Vizepräsidentin der [[Abgeordnetenkammer]] [[Daniela Rosenthal-Valdés]] einsetzte, um programmatische Vorschläge zu unterbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung Ramœs Iliega musste die Volkspartei deutliche Verluste bei Wahlen auf allen Ebenen hinnehmen und spürte eine deutlich stärkere Konkurrenz durch die rechtspopulistische [[PSP]]. Bei der [[Europawahl 2014]] stürzte die Partei auf weniger als 19 Prozent der Stimmen ab, was Ramoes' Stellung in der eigenen Partei deutlich schwächte. Bei der [[Regionalwahl in Cuentez 2015]] verloren die Konservativen sogar 10 Prozentpunkte und landeten nur auf dem dritten Rang hinter [[ASUL|Sozialisten]] und der liberalen Regionalpartei [[Nòu Cüentiz]]. Dafür gelang es der Partei aber bei der zeitgleich stattfindenden [[Regionalwahl in der Eskada 2015]], die regierenden Sozialisten vom ersten Platz zu verdrängen und die Regierung zu übernehmen. Erstmals bildete der [[PPC]] eine Koalition unter Einschluss der sagradischen [[Grünen]] und erweitere damit ihre strategischen Bündnisoptionen in entscheidender Weise. Bei der [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016]] landete der PPC erstmals hinter der [[PSP]], konnte aber im Bündnis mit den Rechtspopulisten dennoch den Regionalpräsidenten stellen und blieb damit auch nach rechts bündnisfähig. Die prekäre Position der Konservativen spiegelte sich schließlich auch im Wahljahr 2017 wider. Einerseits verlor die Partei bei den [[Regionalwahlen 2017|Regionalwahlen im Januar]] fast überall Stimmen, konnte andererseits aber in zahlreichen Regionen die Regierung übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Programm- und Strategiediskussionen begleiteten den PPC auch in der europäischen Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016, in der die Konservativen zwischen einem Kurs der Abschottung und Forderungen nach einem pragmatischen Liberalismus schwankten. Letztlich setzte sich aber ein Kurs durch, der auf eine schärfere Kontrolle der Grenzen und eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik abzielte. Im Gegenzug konnte der liberale Parteiflügel einen eher pragmatischen Kurs in gesellschaftspolitischen Fragen durchsetzen. Weder die vom rechten Parteiflügel geforderte &amp;quot;Privilegierung der christlichen Ehe zwischen Mann und Frau&amp;quot; noch eine eingeforderte Verschärfung des Abtreibungsparagraphen fanden Eingang in das Programm des PPC zur [[Parlamentswahl 2017]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung (seit 2017) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PPC-Plakat-2017.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]]&lt;br /&gt;
Die PPC-Kampagne zur [[Parlamentswahl 2017]] war geprägt vom Versuch der Konservativen, mit einer harten Einwanderungspolitik und mit scharfer Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Linksparteien zu punkten. Jedoch gelang es nicht, sich als überzeugende Alternative zur regierenden Mitte-Links-Koalition zu präsentieren. Stattdessen musste sich der PPC gegen eine deutlich gestiegene Konkurrenz innerhalb des rechten Lagers behaupten: Während eine reformiert auftretende, mit liberalen Themen punktende [[UDS]] (die sich nun &amp;quot;Liberales&amp;quot; nannte) in der politischen Mitte konkurrierte, trat mit den [[Progresistas]] eine neue europaskeptische und wirtschaftsliberale Partei auf der Rechten an. Vor allem aber die rechtspopulistische [[PSP]] befand sich seit der Migrationskrise auf einem neuen Höhenflug und konnte die PPC in Umfragen zum Teil sogar überholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2017]] endete schließlich mit einem ambivalenten Ergebnis für die Volkspartei. Zwar verloren die Konservativen deutlich an Rückhalt und blieben knapp zweitstärkste Kraft hinter der regierenden [[ASUL]], die Partei konnte aber den PSP klar hinter sich lassen und zudem die Mehrheit der regierenden Linksparteien brechen. Die Folge war eine schwierige Regierungsbildung, in der weder die ASUL noch der PPC zunächst eine eigene Koalitionsmehrheit sichern konnte. Zum Zünglein an der Waage wurde abermals die PSP, die aber für die Liberalen als Koalitionspartner ausschied, nachdem diese im Jahr 2013 eine deutliche Niederlage verschmerzen mussten und dies insbesondere auf bröckelnden Rückhalt in der politischen Mitte zurückgeführt hatten. Nachdem Ministerpräsidentin [[Mercé Serrat]] vergeblich versucht hatte, die Liberalen unter ihrer Parteivorsitzenden [[Beatrice Iniagui]] ins eigene Lager zu ziehen, einigten sich PPC und Liberale auf eine Neuauflage der Minderheitsregierung der Jahre 2006-2013. Ramoes wurde im Februar 2018 zum neuen Ministerpräsidenten ernannt, womit die Volkspartei nach mehr als vier Jahren wieder in die Regierungsverantwortung zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:PPC-Plakat-2019.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]]&lt;br /&gt;
In den folgenden anderthalb Jahren hatte die Minderheitsregierung immer wieder Schwierigkeiten, sich mit der Opposition auf ein gemeinsames Handeln zu verständigen. Während die Koalition bei zahlreichen Gesetzesvorhaben von der rechtspopulistischen [[PSP]] unterstützt wurde, war sie auf einigen zentralen Politikfeldern von der Unterstützung der [[ASUL|Sozialisten]] abhängig. Nachdem sich die Regierung im Herbst 2019 weder mit der PSP noch mit der ASUL auf einen gemeinsamen Haushalt für das Jahr 2020 hatte einigen können, bat Ramœs Iliega Staatspräsidentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] darum, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Nach Gesprächen mit den Oppositionsparteien rief die Präsidentin schließlich [[Parlamentswahl 2019|Neuwahlen für den Dezember 2019]] aus. Aus den Wahlen ging die PPC gestärkt hervor und erreichte 25,6 Prozent der Stimmen. In den folgenden Verhandlungen einigten sich [[Manuel Ramœs Iliega]] und seine Koalitionspartnerin [[Beatrice Iniagui]] schließlich mit oppositionellen [[Radicales|Radikalen]] und [[Grüne]]n, die beide als Gewinner aus der Wahl hervorgegangen waren, auf ein Tolerierungsbündnis. Erstmals arbeitete die Volkspartei damit auf nationaler Ebene mit den sagradischen [[Grüne]]n zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahlergebnisse ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur Nationalversammlung 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 27,9 %&lt;br /&gt;
| 126 / 449&lt;br /&gt;
| [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1949|1949]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 32,4 %&lt;br /&gt;
| 167 / 511&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1953|1953]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 36,9 %&lt;br /&gt;
| 189 / 511&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 42,0 %&lt;br /&gt;
| 216 / 511&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 40,1 %&lt;br /&gt;
| 206 / 511&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 35,2 %&lt;br /&gt;
| 191 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 184 / 511&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partíu Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 190 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partíu Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 194 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partíu Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 181 / 511&lt;br /&gt;
| [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,5 %&lt;br /&gt;
| 181 / 511&lt;br /&gt;
| [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|1978]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 37,1 %&lt;br /&gt;
| 197 / 511&lt;br /&gt;
| [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,4 %&lt;br /&gt;
| 187 / 511&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 37,9 %&lt;br /&gt;
| 201 / 511&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| PPC&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 185 / 511&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| PPC&lt;br /&gt;
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| 210 / 511&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,2 %&lt;br /&gt;
| 178 / 511&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 32,4 %&lt;br /&gt;
| 169 / 511&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 36,0 %&lt;br /&gt;
| 187 / 511&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|2009]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,8 %&lt;br /&gt;
| 187 / 511&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|2013]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 27,6 %&lt;br /&gt;
| 151 / 511&lt;br /&gt;
| [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2017|2017]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 24,0 %&lt;br /&gt;
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| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2019|2019]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 25,6 %&lt;br /&gt;
| 134 / 511&lt;br /&gt;
| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Staatspräsidenten ===&lt;br /&gt;
* [[Fernando de la Roya]], 1955-1965&lt;br /&gt;
* [[Carles María Ortega]], 1965-1970&lt;br /&gt;
* [[Alfonso Guivares]], 1985-1989&lt;br /&gt;
* [[Oscar Santián de Montoy]], 1990-2000&lt;br /&gt;
* [[Roberto Vidéas Braga]], 2010-2015&lt;br /&gt;
* [[Daniela Rosenthal-Valdés]], seit 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidenten ===&lt;br /&gt;
* [[Paulo Luciaro]], 1948-1950, 1950-1959&lt;br /&gt;
* [[Carles Angel Favale]], 1959-1962, 1967-1970&lt;br /&gt;
* [[Martín Ánibal Costa]], 1962-1964&lt;br /&gt;
* [[Sandro de la Nada]], 1979-1982&lt;br /&gt;
* [[Joán Emilio Moya]], 1982-1990&lt;br /&gt;
* [[Josep Carles Otero]], 1992-1999&lt;br /&gt;
* [[Miquel Ánibal Luisanto]], 2006-2013&lt;br /&gt;
* [[Manuel Ramœs Iliega]], seit 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1945-1947: [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
* 1947-1955: [[Fernando De la Roya]]&lt;br /&gt;
* 1955-1963: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1963-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1972: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1972-1975: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1991-2000: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 2002-2014: [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* seit 2014: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekretäre des Exekutivkomitees ===&lt;br /&gt;
* 1945-1948: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1948-1952: [[Benito Mello]]&lt;br /&gt;
* 1952-1959: [[Ánibal Demartín]]&lt;br /&gt;
* 1959-1960: [[Martín Nêu Regríguez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1964-1969: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Oscar Garrizo]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[Santiago Lamenta]]&lt;br /&gt;
* 1975-1979: [[Oscar Santián de Montoy]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Ruis Costa]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
* 1987-1991: [[Alberto Forlán]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 1992-1993: [[Santiago Oller]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: [[Carles de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Oscar Toledo Meçares]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
* 2011-2014: [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
* 2014-2018: [[Sellesi Cambres Madriaga]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Dián Zurruzabal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellvertretende Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: [[Oscar Manuel Corrado]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: [[Luis Enrico de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[José Ivan Soler]]&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1961-1972: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1961-1972: [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
* 1972-1975: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
* 1972-1982: [[Francisco Casano]]&lt;br /&gt;
* 1972-1975: [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1975-1979: [[Marcelo Iudeta]]&lt;br /&gt;
* 1975-1979: [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Dián Aliureto Demirtas]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Gustavo Galler]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: [[Piero Montxerent]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1985-1989: [[Oscar Santián de Montoy]]&lt;br /&gt;
* 1987-1991: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[António Lamanto Marques]]&lt;br /&gt;
* 1991-1998: [[Piera Domello]]&lt;br /&gt;
* 1991-2000: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Francisca Calbán]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Miquel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 2000-2011: [[Denísio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* 2002-2013: [[Martina Guivares Biguer]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
* seit 2014: [[Daniel Ambrôsio]]&lt;br /&gt;
* seit 2014: [[Clemente Arzano]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Santiago Miquel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1959-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1967-1976: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Umberto Gomes]] &lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Romano Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 2002-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* 2012-2018: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Daniel Montxerent]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1948-1950: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Joán Huartín]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Deán José Domingues]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2002-2005: [[Fernando Montalbán]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009: [[Clemente Arzano]]&lt;br /&gt;
* 2009-2018: [[Daniel Montxerent]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Mercé Cospedal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Verbindungen ===&lt;br /&gt;
Als christdemokratische und konservative Partei ist der PPC sowohl Mitglied in der Christdemokratischen Internationale CDI als auch der Internationalen Demokratischen Union (IDU). Auf europäischer Ebene ist die Partei Mitglied der Europäischen Volkspartei und ist mit ihren Europa-Abgeordneten in der EVP-Fraktion vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigungen und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Als Jugendorganisation der Partei fungiert die 1947 gegründete [[Junge PPC]] (PPCJ). Die Partei kooperiert auf Hochschulebene eng mti der nominell unabhängigen [[Federación d'Estudiantes Cristianœs]] (FEC). Als parteiinterne Interessenvertretung der Frauen fungiert die [[Federación de Mulleres Populares]] (FMP). Weitere wichtige Vereinigungen sind die [[Unternehmerunion]] (''Unión d'Empresariales''), der [[Landbund]] (''Convergência Paesana'') und der [[Convergência Social - Unión Popular de Lavoradores|Sozial- und Arbeiterbund]] (''Convergência Social - Unión Popular de Lavoradores'') (CS/UPL).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partei steht zudem der christliche Gewerkschaftsbund [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianœs]] (CSLC) nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Wahl_zur_sagradischen_Abgeordnetenkammer_1939&amp;diff=51178</id>
		<title>Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1939</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Wahl_zur_sagradischen_Abgeordnetenkammer_1939&amp;diff=51178"/>
		<updated>2019-12-20T10:12:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
|'''Spitzenkandidat'''&lt;br /&gt;
! Kurzbez.&lt;br /&gt;
! Stimmant.&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Wahl zur [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]] im April 1938&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Socialista Revolucionário]] (Linkskommunisten)&lt;br /&gt;
| [[Gerardo Mil-Leste]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|PSR-LC&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Comunista Sagradês]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
| [[Narcís Colom]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|PCS&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|57&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Socialista]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
| [[Inácio Monet]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|PS&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|132&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Linke''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''201'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Republicano Radical]] – [[Unión Radical-Socialista]] (Linksliberale)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|PRR-URS&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|27&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #29088A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Democrático Popular]] (Christdemokraten)&lt;br /&gt;
| [[Fernando de la Roya]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|PDP&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|17&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Mitte''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''44'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #0040FF&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente]] (Liberale, [[ARL]], [[PRI]], [[USAC]] u.a.)&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|RI&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|38&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Popular]] (Katholisch-Konservative)&lt;br /&gt;
| [[Manuel Sants-Igualde]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|UP&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|201&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #210B61&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Nacional Cristiana de Paesanœs]] (Agrarier)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|UNCP&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|13&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCCCCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Mitte-Rechts''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''252'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #181907&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Unión Social]] (Faschisten)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|US&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|10&lt;br /&gt;
|-bgcolor=BBBBBB&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Faschistische Rechte''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''10'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''507'''&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Radical_Independiente&amp;diff=51177</id>
		<title>Partíu Radical Independiente</title>
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		<updated>2019-12-20T10:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partíu Radical Independiente''' (kurz '''PRI''', deutsch ''Unabhängige Radikale Partei'') war eine liberale Partei in [[Sagradien]]. Die Partei entstand 1935 durch Abspaltung des rechten Flügels des [[Partíu Republicano Radical]] (PRR), der sich gegen eine Beteiligung der Partei an der gemeinsamen [[Volksfront]] von Radikalen, [[PS|Sozialisten]] und [[PCS|Kommunisten]] aussprach. Der PRI trat erstmals bei der [[Parlamentswahl 1936]] als Teil des unabhängigen Zentrums an, konnte aber nur fünf Parlamentsmandate erzielen. Die Abgeordneten der PRI standen danach in Opposition zur [[Volksfront]]-[[Kabinett Saviola I|Regierung Saviola]], an der der PRR beteiligt war, und verbündeten sich mit der konservativ-liberalen [[Aliança Republicana]] von [[Daniel Laponte]] zu einer gemeinsamen Parlamentsgruppe unter dem Namen [[Reagrupamiento Independiente]] an. Bei der [[Parlamentswahl 1938]] trat das Reagrupamiento als gemeinsames Wahlbündnis unter Führung von [[Daniel Laponte]] an und unterstützte danach die [[Kabinett Sants-Igualde|Rechtsregierung]] von [[Manuel Sants-Igualde]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 schloss sich die PRI-Führung schließlich dem Zentralausschuss für die [[Comunión Nacional]] an, woraufhin die Partei in mehrere Einzelgruppen zerfiel. Vor der [[Parlamentswahl 1945]] kehrte ein Teil der Partei in den Schoß des wiedervereinigten [[Partíu Radical]] zurück und bildete dort mit anderen Gruppen den rechten Parteiflügel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.58.123.61</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Republicanoes_Moderatas&amp;diff=51176</id>
		<title>Republicanoes Moderatas</title>
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		<updated>2019-12-20T08:05:41Z</updated>

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		<title>Republicanoes Moderaras</title>
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		<title>Partíu Republicano Liberal</title>
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		<updated>2019-12-20T07:58:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.58.123.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partíu Republicano Liberal''' (PRL, dt. ''Liberale Republikanische Partei''), auch als '''Partíu Moderata''' bekannt, war eine liberale [[Sagradien|sagradische]] Partei in der frühen [[Zweite Sagradischen Republik|Zweiten Republik]]. Der PRL bildete den gemäßigten (im Gegensatz zum [[Partíu Radical|radikalen]]) Flügel der republikanischen Linken in der [[Nationalversammlung]] und schloss in Namensgebung und politischem Programm an den [[Partíu Liberal]] der konstitutionellen Monarchie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem [[Partíu Radical]] und der [[Unionista|Unionistischen Partei]] bildete die PRL eine der drei großen Honoratiorenparteien der frühen Zweiten Republik, bis es schließlich zum Aufstieg der neuartigen Massenparteien [[Partíu Socialista]] sowie der katholisch-konservativen [[Acción Popular]] kam. Aus dem PRL wiederum sowie Teilen der [[Unionistas]] ging 1908 im Wesentlichen die [[Aliança Republicana]] hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente Vertreter der Partei waren [[José-León Delacrûce]], [[Ricardo Alemà]], [[Francisco Berlioz]], [[Francisco de Brentano]] und [[Damián Carnales]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der Partíu Moderata geht auf den historischen [[Partíu Liberal]] der monarchischen Ära zurück, der sich für liberale und säkulare Reformen zugunsten des Bürgertums eingesetzt hatte. Mit der [[Januarrevolution 1891]] und den folgenden [[Aprilwahlen 1891]] eroberten die Liberalen gemeinsam mit Sozialisten und [[Partíu Radical|Radikalen]] eine Mehrheit in der sagradischen Nationalversammlung und vertraten die Rechte des Parlaments gegenüber dem Monarchen. Nachdem die liberale Mehrheit ein provisorisches Verfassungsstatut erlassen hatte, wurde der moderat-liberale [[Francès de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates gewählt, der wesentlich aus Mitgliedern seiner Partei bestand. Die Moderatas kristallisierten sich in der Folge als Trägergruppe des neuen Regimes heraus und bekämpften die radikaleren Republikaner, die die soziale Revolution weiterführen und die Eigentumsordnung anfechten wollten. Unter Kriegsminister [[Luis María de Castós]], der in der Stadt de facto als Diktator regierte, mussten die Aufstände gewaltsam niedergeschlagen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Moderatas bis dahin kein republikanisches Regime favorisiert hatten, kam es im Jahr 1892 zu einem Wechsel der politischen Vorzeichen. Auf die Weigerung des Thronfolgers [[José Filipe]], die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen, reagierte die liberale Parlamentsmehrheit in Form einer offiziellen Abschaffung der Monarchie. Monarchistische Liberale verließen daraufhin die Mehrheitskoalition, verloren aber schnell an Eigenständigkeit. Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. Der Liberale [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 zum Präsidenten der Republik gewählt und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an. Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] eroberten die republikanischen Kräfte eine deutliche Mehrheit und die Moderatas kristallisierten sich innerhalb der republikanisch-liberalen Mehrheit als größte Fraktion heraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Liberale [[José Delacrûce]] bildete eine Regierung der moderaten Kräfte der republikanischen Linken, die für allmähliche Reformen statt eines radikalen Umbruchs eintrat. In der Folge entwickelten sich jedoch die Streitfragen der Landreform, des Umgangs mit der katholischen Kirche und den monarchischen Eliten zum Sprengsatz der republikanischen Partei in der Nationalversammlung. Hinzu kamen persönliche Differenzen zwischen den beiden wichtigsten Parteiführern der Republikaner José Delacrûce und [[Luciano Tropexas]]. 1894 verließen die radikalen Republikaner die Regierungsmehrheit und gründeten den [[Partíu Radical|Partíu Republicano Radical]], der für rasche Reformen eintrat, zurück blieben die Gemäßigten, die weiterhin die Regierung stellten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moderatas stellten bis 1899 die mit Abstand größte Fraktion in der Abgeordnetenkammer, wurden danach aber vom [[Partíu Radical]] überholt. Der gescheiterte [[Putsch von 1898]] bestärkte die Partei in ihrem reformorientierten Mitte-Links-Kurs, auch wenn die Partei deutlich vorsichtiger auftrat, als die Radikalen. 1899-1903 bildete der PRL eine laizistisch-liberale Koalition mit den Radikalen unter [[Donado Salgado]], welche eine Landreform und die Trennung von Staat und Kirche zum Ziel hatte. Obwohl beide Ziele verfehlt wurden, konnte der PRL mit den Radikalen einige Reformen durchsetzen. Nach einer schweren Niederlage bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Parlamentswahl 1903]] stand die Partei in Opposition zur rechten [[Koalition der Moral|&amp;quot;Regierung der Moral&amp;quot;]] der Unionisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition kam es zum allmählichen Zerfall der Partei, nachdem sich einige Abgeordnete der Regierungsmehrheit angeschlossen hatten und bei den [[Präsidentschaftswahlen 1905]] den Kandidaten der Unionisten unterstützten. Die Spaltung der Unionistischen Partei im Jahr 1907 führte zu einer Umstrukturierung des PRL. Während sich eine linke Fraktion mit Anhängern des alten [[Partíu Progresista]] zum [[Partíu Republicano Progresista]] vereinten, verbündete sich die Mehrheit des PRL mit Mitgliedern der zerfallenden Unionistischen Partei und versuchte die Republikanische Partei in ihrer alten Zusammensetzung wiederherzustellen. Die im Jahr 1908 daraus hervorgegangene [[Aliança Republicana]] knüpfte als liberale Partei mit gemäßigt-säkularem Mitte-Rechts-Profil sowohl personell als auch programmatisch unmittelbar an die PRL an und kann als Nachfolgepartei angesehen werden. Die Allianz bestand - wenn auch mit abnehmendem Erfolg - bis zum Ende der Zweiten Republik und repräsentierte bis dahin die liberal-republikanische Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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