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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Joán dels Vigues, Conte de Biniar</title>
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		<updated>2017-12-01T22:20:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:VespasianoGonzaga.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán António de las Vegas i Sancristo, Conte de Biniar''' (*1489, †1554) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Feldherr, Staatsmann, [[Graf von Biniar]] und [[Herzog von Bordez]] (1513-1554). Als Sohn von [[Carles de Biniar]] und enger Vertrauter König [[David I.|Davids I.]] war er unter anderem Feldherr im Krieg um Portugal (1521-1524), [[Vizekönig von Portugal]] (1525-1529) sowie Statthalter Davids in den [[Saloanischen Landen]] (1529-1536). Er gilt als einer der herausragenden militärischen und diplomatischen Diener der sagradischen Krone im 16. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herkunft und Jugend ====&lt;br /&gt;
Joán António de las Vegas war der Sohn von Graf [[Carles de Biniar]] und dessen erster Frau Isabel de Sancristo, einer Vertreterin der illegitimen Linie Sántori-Sancristo des sagradischen Königshauses. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er gemeinsam mit [[David I.|Prinz David von Sántori]] am Hof des sagradischen Königs [[Philipp VII.]] und genoss dieselbe Ausbildung wie der Prinz. In den sogenannten Lilienkriegen um das Erbe Philipps VII. stand Joáns Vater auf Seite der legitimen Königin [[Katharina I.]] und unterstützte diese in ihrem Kampf gegen [[Peter von Sagradien]]. Spätestens seit 1507 unterhielt die Titularkönigin eine Affäre mit ihrem Günstling Carles von Biniar, 1510 kam es zur heimlichen Hochzeit der beiden, womit Joán und David Stiefbrüder wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Abdankung Peters von Sagradien im Jahr 1509 wurde Katharinas Sohn [[David I.|David]] neuer König und Joáns Vater [[Carles de Biniar]] stieg zum leitenden Minister auf. Auch der junge Joán António trat nun in den Dienst seines Jugendfreundes und nunmaligen Königs. Eine ernste Belastung erfuhr diese Beziehung 1512 nach der sogannten ''Biniar-Affäre'', die den Grafen stürzte und ihn des Hochverrats gegen den König beschuldigte. Trotz einem Vater-Sohn-ähnlichen Verhältnis zwischen Carles de Biniar und dem König und trotz dessen Freundschaft mit Carles' Sohn Joán António ließ David seinen Stiefvater zunächst verhaften und anschließend hinrichten. Dennoch blieb Joán António, der zeitweise selbst um sein Leben fürchten musste, im Dienst des Königs und wurde für seine Treue wenig später mit der Hand von Davids Schwester Eleonore von Sagradien belohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Statthalterschaften ====&lt;br /&gt;
Für seinen Stiefbruder und Schwager zog Joán António in mehrere Kriege und war nach dem Tod Manuels I. von Portugal 1521 als Generalleutnant der sagradischen Truppen an der Invasion Portugals durch sagradische Truppen beteiligt, die für David I. den verwaisten portugiesischen Thron erobern sollte. Nach der erfolgreichen Inbesitznahme Portugals wurde Joán António schließlich 1525 zum [[Vizekönig von Portugal|Vizekönig Davids in Portugal]] berufen. Dieses Amt übte er bis 1529 aus, ehe er anstelle von Davids minderjährigem Sohn [[Don Andrés Piero]] zum Statthalter in den [[Saloanischen Landen]] bestellt wurde. Auch nachdem Andrés Piero für mündig erklärt worden war und die Regentschaft in seinen Herzogtümern selbst übernahm, blieb Joán de Biniar zunächst als Berater in Macedi, ehe er nach dem Tod Andrés Pieros 1534 erneut das Amt übernahm.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Minister ====&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Sagradien 1536 wurde Joán de Biniar Mitglied des königlichen Rates und einer der wichtigsten Minister des Königs. In dieser Funktion verblieb er auch unter Davids Nachfolgerinn [[Johanna I.]] bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1554.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Ostino]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Feldherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Statthalter der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Vizekönig von Portugal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>81.157.221.16</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=38260</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2017-12-01T22:15:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] (1534-1543) und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1506-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Filipe de las Marcas]], Sohn Joán Prudentes und Enkel [[David de Sántori]]s. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und Urenkel Alfons' V. von Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Davids Vater Filipe mit Philipp VI. und Philipp VII. zerstritten war, wurde David auf Fürsprache seiner Tante Katharina von Habsburg hin am Hof seines Onkels Philipp in Tulis erzogen, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Filipe de las Marcas für seine Frau Catarina den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Salua]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. In der entscheidenden Schlacht konnte Piero sich durchsetzen. Seinen zu dieser Zeit noch in Sagradien weilenden Neffen David ließ Piero gefangen nehmen und zusammen mit seiner Tante Katharina von Habsburg, der Witwe Philipps VII., in die Niederlande bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend im Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
David wuchs daher in der Folge in Gent auf, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte daraufhin ein [[Lilienkriege|Bürgerkrieg]] zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten ''Saloanœs'', und den Anhängern Catarinas und Philipps, den ''Marquenses'', die von wenigen Adligen um den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] unterstützt wurden. Nach dem Tod von Philipp de las Marcas im Jahr 1506 versuchte David im Frühjahr 1507 nach Tulis zurückzukehren, um in Nachfolge seines verstorbenen Vaters sein Erbe als [[Conte von Tulis]] anzunehmen. Er wurde aber zunächst nicht in die Stadt gelassen und konnte Tulis erst nach längerer Belagerung einnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde er im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Biniar erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Es galt daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidatin kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Danach emanzipierte sich David endlich auch von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit Königin Katharina führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem Stiefvater. Nachdem diesem vorgeworfen worden war, eigene Ambitionen auf den Thron zu hegen und sich durch die Hochzeit mit Katharina zum König machen zu wollen, wurde er 1512 des Hochverrats angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zu seiner Mutter litt darunter nachhaltig. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Auch wehrte er Versuche ab, seine Mutter des Ehebruchs zu beschuldigen. Er verbat ihr aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien und hielt sie nach 1512 de facto als Gefangene. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa d'Avís ===&lt;br /&gt;
Die Suche nach einer geeigneten Gattin endete 1512 mit der Hochzeit Davids I. mit seiner Cousine Luisa d'Avis, der ältesten Tochter von Davids Onkel Manuel I. von Portugal. Die Ehe war vor allem taktischer Natur und sollte die von seiner Großmutter Beatrice d'Avis stammenden Ansprüche Davids auf die portugiesische Krone stärken, sollte die Dynastie Avis aussterben. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Mit Luísa (*1518, †1536), [[Johanna I.|Joána María]] (*1520) und Filipe (*1522, †1523) gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter und ein Sohn hinzu, der jedoch nur ein Jahr alt wurde. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Salua]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein illegitimer Vetter [[Don Miquel de Sántori]], danach bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Dom Joãos, des einzigen noch lebenden Sohns Manuels I. von Portugal, im Jahr 1519 wurde der portugiesische Erbfall immer wahrscheinlicher. Als Urenkel Alfons' V. von Portugal und Ehemann Luisas d'Avis, die nun zur Erbin der portugiesischen Krone geworden war, besaß David die besten Aussichten auf eine Nachfolge Manuels. Verhandlungen zwischen beiden, die eine Nachfolgeregelung zugunsten Davids herbeiführen sollten, kamen aber zu keinem offiziellen Abschluss mehr, da Manuel I. schon 1521 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David I. von Sagradien erhob nun sofort für sich und seine Frau Anspruch auf das Erbe Manuels. Es folgte ein mehrere Jahre dauernder Thronfolgekrieg in Portugal, in dem Sagradien schließlich unter der Führung seines Kommandanten [[Joán de Biniar]] siegen konnte. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]], der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes [[Don Manuel de Sántori|Don Manuel]] im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Avis: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]] &lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1520, †1578), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1568) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1527)&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an: &lt;br /&gt;
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)&lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=38259</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
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		<updated>2017-12-01T22:08:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: /* Ende der Eigenstaatlichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:WappenComitatTulis.jpg|thumb|100px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Comitat von Tulis''' (lat. ''Comitatus Audax Tulinensis'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Comtàid de Tùles'', [[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Contàu de Tules'', seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein mittelalterlicher Staat im Blaumeerraum mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich im 8. Jahrhundert als [[Skanten|skantische]] [[Asumarische Markgrafschaften|Markgrafschaft]] entstanden, gelang es den Grafen aus dem Haus [[Gaulo]] im Bündnis mit dem sich herausbildenden Adel, sich im 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und durch Expansionen und Koloniegründungen zur wichtigen Seemacht aufzusteigen. Nach dem legendären Grafen [[Corrado Gaulo]], genannt ''il Âudaço'', wurde der Inhaber der Grafenwürde auch als ''Comes Audax'' bezeichnet, die Grafschaft auch als '''Comitatus Audax'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machtkämpfe zwischen den Contes und dem Adel und Nachfolgekämpfe nach dem Aussterben der Gaulos im Jahr 1180 führten schließlich zur Etablierung einer Wahlmonarchie unter Vorherrschaft der ''Nobiltá'', die um 1201 faktisch ein Adelsregiment etablieren konnte. Für knapp anderthalb Jahrhunderte bildete das Comitat eine Adelsrepublik, die schon zeitgenössisch als '''Tulinesische Republik''' (lat. ''Res Publica Tulinensis'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichnet wurde. Nacheinander besetzten die konkurrierenden Adelshäuser der [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] das Grafenamt, während die aristokratische ''Generalitaid de Bonhomes'' die eigentliche Regierung bildete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem Aussterben der Callas, anhaltenden bürgerkriegsähnlichen Machtkämpfen zwischen den verbliebenen Häusern und dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder über Bord geworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime, das zum Kern der stetig expandierenen frühneuzeitlichen '''Santori-Monarchie''' werden sollte. Seit Fürst-Graf [[António de Sántori]] (Conte 1390-1416) waren die Contes von Tulis aus dem Haus Sántori zugleich ''Fürsten von Valier'' und ''Grafen von Perin'' und besaßen umfangreiche Besitztümer an der Blaumeerküste, die über die eigentlichen Herrschaftsgebiete des Comitats hinausreichten. Antónios Sohn [[David de Sántori]] (Conte 1421-1468) erwarb zudem den Titel eines [[Herzog von Golen|Herzogs von Golen]] und führte die tulinesische Macht auf einen vorläufigen Höhepunkt. Mit der Thronbesteigung seines Sohnes [[Philipp VI.]] als [[König von Sagrdien]] 1457 verbanden sich die Geschicke des Comitats de facto mit denen des Königreichs, auch wenn Audakwürde und Königswürde bis 1509 getrennt blieben. Mit der seit [[David I.]] 1509 bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. De jure blieb der Staat jedoch bis ins 18. Jahrhundert hinein als selbständige Einheit bestehen und bildete in den Anfangsjahrzehnten das Zentrum der neuen Gesamtmonarchie. Mit der Verlagerung der Hauptstadt nach [[Semest]] unter [[Johanna I.]] aber geriet das Comitat endgültig zum Nebenland der sagradischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''[[Conte von Tulis|Contes von Tulis]]'' waren seit dem späten 14. Jahrhundert zugleich ''Fürsten von Valier'', ''Grafen von Perin'', ''Contes'' (Markgrafen) von ''Belavís'', ''Cordês'', ''Barregat'' und ''Siedéa'', ''Grafen von Plato'' und ''Kont'' (Südkont) sowie ''Herren von Villagua'' und ''Sántori''. 1449 kam offiziell der Titel eines ''Herzogs von Golen'' dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roduich der Große|Roduich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, wurden die Grafen aus dem Geschlecht der [[Gaulo]] im 10. und 11. Jahrhundert de facto zu unabhängigen Territorialherren. Sie belehnten eigenmächtig Untergebene und Günstlinge mit Ämtern und Ländereien und banden einen adligen Kreis um sich. Aus diesem adligen Beraterkreis des Conte begann sich ein ständiges Gremium von ''Maiores'' und ''Nobiles'' herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. Die im Cosèllu vertretenen Familien bildeten die Adelsschicht der so genannten ''Nobiltá'', die schon bald nach römischer Tradition von ihren Landsitzen in die Stadt zogen und dort einen ''Senat'' bildeten, der zunehmend nach politischer Mitsprache strebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion und Imperiumsbildung ===&lt;br /&gt;
Außenpolitisch konnten die Grafen aus dem Geschlecht der Gaulo große territoriale Gewinne verzeichnen. Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Mikolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der mikolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 teilweise erobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Entwicklungen hin zum republikanischen Adelsregime ===&lt;br /&gt;
Die absolute Herrschaft der Contes in der Stadt Tulis geriet bald in Konflikt mit der sich zunehmend emanzipierenden Nobiltá. Höhepunkt dieser Entwicklung waren die Auseinandersetzungen Mitte des 11. Jahrhunderts um die Nachfolge [[Erresi II. Gaulo]]s, der zwei minderjährige Söhne hinterlassen hatte. Die im Senat versammelten Nobiles wählten daraufhin gegen die Machtansprüche der Gaulo-Familie den Adligen [[Josefe Cornell]] zum Regenten und setzten die regelmäßige Einberufung der Senatsversammlung durch, was einen wichtigen Schritt hin zum Adelsdominat darstellte. Die anhaltenden Machtkämpfte zwischen den Adelsparteien und den zunehmend schwachen Gaulo-Contes führte 1167/68 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III. Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung eines oligarchisch-patrizischen Regiments unter den so genannten ''Maleducas'', die eine Gewaltherrschaft errichteten. Vorausgegangen waren heftige Kämpfe zwischen verschiedenen Adelsparteien um das Verhältnis zur sagradischen Krone, die eine Wiedereinsetzung Erresi Gaulos forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feinde der Maleducas wurden aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedereinsetzung Erresi Gaulos, die nach Streit mit dem königlichen Vikar erst 1173 erfolgte, brachte keine langfristige Befriedung der Lage. Mit Tod Erresis und dem Aussterben der Gaulo-Dynastie im Jahr 1180 folgte eine Reihe blutiger Auseinandersetzungen um die Nachfolge. Die Nobiles wählten mit [[Sergi Callas]] einen Schwiegersohn des letzten Conte aus der Nobiltá zum neuen Grafen, der aber nicht überall anerkannt wurde und sich gegen auswärtige Ansprüche wehren musste. [[Laurenç d'Elaque]], Markgraf von Golen aus dem [[Haus Alagua]] und vom sagradischen König mit der Herrschaft über Tulis belehnt, eroberte 1186 die Stadt und machte sich selbst zum Conte, konnte sich die Unterstützung des Adels aber nicht sichern. Die zweimalige Vertreibung [[Carle d'Elaque]]s aus der Stadt in den Jahren 1195 und 1199 führte schließlich zum Durchbruch des Adelsregiments. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaft des Demagogen [[Zito del Varge]] in Tulis, der sich als Nachkomme der Gaulo ausgab, wurde vom Adel niedergeschlagen. Die Senatsnobilität erklärte das Comitat 1201 zur Republik (''Res Publica Tulinensis''), sich selbst zum wahlberechtigten Gremium und wählte [[Lorenzo Callas]], den Sohn Sergis, zum neuen Conte. Die Regierung sollte dieser gemeinsam mit einem vom Senat gewählten Gremium von Beamten, den so genannten ''Bonhomes'', ausüben. Nach Lorenzos Tod 1229 übernahm [[Jofré Cornell]] als Regent die Führung der Amtsgeschäfte für Lorenzos minderjährigen Neffen [[Marcaulo Callas]] und wurde 1240 schließlich selbst zum neuen Conte gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Jofré Cornells zum Conte, die eine weitere Dynastiebildung der [[Callas]] verhinderte, konnte sich keine Familie dauerhaft an der Spitze des Comitats etablieren. Für etwa ein Jahrhundert bildete Tulis eine Wahlmonarchie mit stark republikanischen Elementen. Als potenzielle Familien mit Audakenwürde galten fortan die [[Cornell]], [[Callas]] und die [[Machiês]], die sich allesamt auf das Erbe der Gaulo beriefen und sich in den folgenden Jahrzehnten in unregelmäßigen Abständen im Amt des Conte abwechselten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Mikolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Mikoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Mikolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 durch [[Jofré Cornell]] stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 13. Jahrhunderts war die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte. Im Senat waren die wichtigsten Adelsfamilien der Grafschaft vertreten. Für das tägliche Regierungsgeschäft delegierte er jedoch die ''Generalitaid de Bonhomes'', die als Beratergremium des Conte und de facto als Mitregierung fungierte. Neben dem Senat als engerem Rat wurde in unregelmäßigen Abständen die größere Ständeversammlung der [[Cortes del Comtàid]] einberufen, in der auch Bürgerliche und Städtevertreter vertreten waren. Die Cortes bestimmten über Vertretung im Senat, konnten die Generalitaid austauschen, umbesetzen oder neu wählen und bestätigten den Conte, der den Ständen umfangreiche Privilegien zugestehen musste. Da sich sowohl der Adel als auch das Bürgertum in Tulis konzentrierten, trug die Republik wesentliche Züge eines Stadtstaates. Die Vorherrschaft der Adelsfamilien, die um das Amt des Conte und die Vertretung in der Generalitaid konkurrierten, machte die Republik zum Adelsstaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Unter den schwachen Callas-Grafen [[Arcélio Callas]] und [[Lorenzo II. Callas]] dominierten die Cornell und die Machiês bereits das Geschehen und konkurrierten um die wichtisten Ämter in der Generalität. Das Aussterben der Callas 1280 und die sich radikalisierenden Machtkämpfe zwischen den Cornell und Machiês um die Audakenwürde führten Ende des 13. Jahrhunderts zu einer anhaltenden Krise. Die Doppelwahl von 1280 zwischen [[Selle Machiês]] und [[Francès Cornell]] stürzte die Republik in einen Bürgerkrieg, der fast 30 Jahre lang andauerte. Die politischen Kämpfe und die ständigen Umbesetzungen des Senats durch die Machthaber der verfeindeten Häuser schwächten das Ansehen des Senats als Leitungsgremium des Comitats deutlich. Hinzu kamen anhaltende Auseinandersetzungen mit den [[Markgraf von Golen|golischen Markgrafen]] und [[Fürst von Perin|perinischen Fürsten]] um die Vorherrschaft im nördlichen Blaumeer, die das gesamte 14. Jahrhundert prägten und die Stellung des Comitats als mächtigste de-facto unabhängige Macht im Blauen Meer gefährdeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das von den ausgestorbenen Callas hinterlassene Vakuum stieß die bis dahin vor allem in Perin ansässige Adelsfamilie der [[Haus Santori|Sántori]], die in der Folge zur mächtigsten Familie im Comitat wurde und vor allem durch ihre militärische Stärke im Kampf gegen Perin und Golen und die Unterstützung in Reihen der Geistlichkeit eine quasi-dynastische Herrschaft ausüben konnten. Angefangen mit der Wahl [[Arcélio I. de Sántori]]s, der die letzte Callas-Tochter geheiratet hatte, zum Audakengrafen im Jahr 1309, traten die aus Perin stammenden Santori das Erbe der Callas an. Seit [[Julio de Santori]] 1346 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte-Âudaço und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Enkel [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Santori-Comitat als Blaumeer-Macht ===&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]], zu dem die Ehe des Grafen, seit 1398 als sagradischer Lehnsträger [[Fürst von Valier]] und [[Graf von Perin]], mit der sagradischen Königstochter [[Isabel de Vesaey]] gehörte. Im Namen der sagradischen Krone eroberten tulinesische Truppen unter [[António de Santori]] große Teile Golens gegen den mit Micolinien verbündeten Markgrafen [[Ludwig von Golen]] und nahmen es in Besitz. Mit den Eroberungen des Sechzigjährigen Krieges wandelte sich die adlig-patrizisch dominierte Handelsrepublik endgültig zur feudalen Territorialmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem letzten Aufbäumen der republikanischen Adelseliten gegen die Herrschaft der Santori kam es nach Antónios Tod im Jahr 1416. Die Unruhen nutzte schließlich Antónios Bruder [[Kardinalerzbischof Julio de Sántori]] zum Putsch gegen seinen jungen Neffen [[David de Sántori]], dessen Wahl zum Conte sabotiert wurde. An seiner Stelle machte der Kardinal seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber der eigentliche Machthaber in der Stadt. Der nur knapp einem Mordanschlag entflohene David de Sántori organisierte dagegen die Militärmacht seines Vaters, wich aber einem Konflikt in Tulis aus und versuchte, die Santori-Erwerbungen in Golen zu sichern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchenfreundliche Herrschaft des Kardinals in Tulis führte 1421/22 schließlich zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte David de Sántori die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori restauriert werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun wie sein Vater eine monarchische Stellung ein und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabel de Vesaey die Jüngere|Isabel]], der einzigen Tochter [[Philipp V.|Philipps V.]], der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Sechzigjährigen Krieges erreichte David de Santori die Einsetzung seines Sohnes [[Philipp VI.|Filipe de Sántori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Nach seinem Tod folgte ihm sein ältester Sohn [[Joán Prudente|Joán de Sántori, genannt ''Joán Prudente'']], als Audakgraf in Tulis nach, womit Comitat und Königreich zunächst getrennt blieben. Dennoch geriet das Comitat in der Folge in den Sog des sagradischen Königtums, was zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Linien des Hauses führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Eigenstaatlichkeit ===&lt;br /&gt;
Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der Santori zu lösen, endete schließlich 1475 in der gewaltsamen Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge von den Sántori regiert wurde. Joán Prudentes Söhne [[Joán II de Sántori|Joán Erresi]] und [[Filipe de las Marcas]] wurden nun nacheinander erbliche Herrscher des Comitats im fürstlichen Rang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod des sagradischen Königs [[Philipp VII.]] stritten die tulinesischen Herrscher um dessen Erbe und konnten mit [[David I.]] seit 1509 schließlich auch auf dem sagradischen Thron regieren. Mit der beginnenden Personalunion zwischen Audaken- und Königtum ging das Comitat allmählich im sagradischen Gesamtstaat auf. Die tulinesischen Cortes und die Regierungsämter blieben zunächst als eigenständige Institutionen bestehen. Zudem bildete Tulis unter [[David I.]] das Zentrum der Gesamtmonarchie. Mit der Verlegung des Königssitzes nach [[Semest]] aber unter Königin [[Johanna I.]] geriet das Comitat zum Nebenland und wurde in der Folge von Statthaltern des Königs regiert. Nach dem Thronwechsel vom [[Haus Sántori]] zum [[Haus Vienne]] im Jahr 1757 rebellierten die Stände von Tulis und versuchten, ihre alte Unabhängigkeit wiederzuerlangen, wurden aber besiegt. Als Folge schaffte der neue König [[Gabriel VIII.]] nach 1762 die tulinesischen Institutionen ab und zentralisierte das Königreich endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Contes und Statthalter ==&lt;br /&gt;
=== Liste der Contes von Tulis ===&lt;br /&gt;
[[Conte von Tulis|Liste der Contes von Tulis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Tulis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| Statthalter (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Tulis bekannt als&lt;br /&gt;
| Haus&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Danadier I.|Danadiers I.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1570&lt;br /&gt;
| 1585&lt;br /&gt;
| [[Karl I. von Cuentez|Karl I. von Exeveste, Fürst von Cuentez]] (1539-1585)&lt;br /&gt;
| Don Carles d'Exeveste&lt;br /&gt;
| [[Haus Exeveste]]&lt;br /&gt;
| Ehemann Eleonores von Santori&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1585&lt;br /&gt;
| 1610&lt;br /&gt;
| [[Eleonore von Cuentez|Eleonore von Santori, Fürstin von Cuentez]] (1538-1610)&lt;br /&gt;
| Dona Leonor de Cuentez&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori]]&lt;br /&gt;
| Tochter [[David I.|Davids I.]], Halbschwester [[Johanna I.|Johannas I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Gabriel V.|Gabriels V.]] und [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1610&lt;br /&gt;
| 1621&lt;br /&gt;
| [[Luise von Santori|Luise von Santori-Sessin]] (1572-1621)&lt;br /&gt;
| Dona Luísa de Santori&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori]]&lt;br /&gt;
| Enkelin [[Johanna I.|Johannas I.]] und Tochter [[Heinrich August von Sessin|Heinrich Augusts von Sessin]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1621&lt;br /&gt;
| 1654&lt;br /&gt;
| [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian &amp;quot;der Prächtige&amp;quot; von Santori, Fürst von Cuentez]] (1597-1654)&lt;br /&gt;
| Don Maximilián il Magnífico&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori|Haus Santori-Cuentez]]&lt;br /&gt;
| Enkel Karls und Eleonores von Cuentez sowie Johannas I. von Sagradien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Sesin|Ludwig Philipp II. &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, Herzog von Sesin]] (1620-1698)&lt;br /&gt;
| Don Luis Filipe il Bê-Amàu&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori|Haus Santori-Sesin]]&lt;br /&gt;
| Neffe [[Gabriel V. von Sagradien|Gabriels V. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>81.157.221.16</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=38258</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
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		<updated>2017-12-01T22:07:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: /* Ende der Eigenstaatlichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:WappenComitatTulis.jpg|thumb|100px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Comitat von Tulis''' (lat. ''Comitatus Audax Tulinensis'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Comtàid de Tùles'', [[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Contàu de Tules'', seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein mittelalterlicher Staat im Blaumeerraum mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich im 8. Jahrhundert als [[Skanten|skantische]] [[Asumarische Markgrafschaften|Markgrafschaft]] entstanden, gelang es den Grafen aus dem Haus [[Gaulo]] im Bündnis mit dem sich herausbildenden Adel, sich im 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und durch Expansionen und Koloniegründungen zur wichtigen Seemacht aufzusteigen. Nach dem legendären Grafen [[Corrado Gaulo]], genannt ''il Âudaço'', wurde der Inhaber der Grafenwürde auch als ''Comes Audax'' bezeichnet, die Grafschaft auch als '''Comitatus Audax'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machtkämpfe zwischen den Contes und dem Adel und Nachfolgekämpfe nach dem Aussterben der Gaulos im Jahr 1180 führten schließlich zur Etablierung einer Wahlmonarchie unter Vorherrschaft der ''Nobiltá'', die um 1201 faktisch ein Adelsregiment etablieren konnte. Für knapp anderthalb Jahrhunderte bildete das Comitat eine Adelsrepublik, die schon zeitgenössisch als '''Tulinesische Republik''' (lat. ''Res Publica Tulinensis'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichnet wurde. Nacheinander besetzten die konkurrierenden Adelshäuser der [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] das Grafenamt, während die aristokratische ''Generalitaid de Bonhomes'' die eigentliche Regierung bildete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem Aussterben der Callas, anhaltenden bürgerkriegsähnlichen Machtkämpfen zwischen den verbliebenen Häusern und dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder über Bord geworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime, das zum Kern der stetig expandierenen frühneuzeitlichen '''Santori-Monarchie''' werden sollte. Seit Fürst-Graf [[António de Sántori]] (Conte 1390-1416) waren die Contes von Tulis aus dem Haus Sántori zugleich ''Fürsten von Valier'' und ''Grafen von Perin'' und besaßen umfangreiche Besitztümer an der Blaumeerküste, die über die eigentlichen Herrschaftsgebiete des Comitats hinausreichten. Antónios Sohn [[David de Sántori]] (Conte 1421-1468) erwarb zudem den Titel eines [[Herzog von Golen|Herzogs von Golen]] und führte die tulinesische Macht auf einen vorläufigen Höhepunkt. Mit der Thronbesteigung seines Sohnes [[Philipp VI.]] als [[König von Sagrdien]] 1457 verbanden sich die Geschicke des Comitats de facto mit denen des Königreichs, auch wenn Audakwürde und Königswürde bis 1509 getrennt blieben. Mit der seit [[David I.]] 1509 bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. De jure blieb der Staat jedoch bis ins 18. Jahrhundert hinein als selbständige Einheit bestehen und bildete in den Anfangsjahrzehnten das Zentrum der neuen Gesamtmonarchie. Mit der Verlagerung der Hauptstadt nach [[Semest]] unter [[Johanna I.]] aber geriet das Comitat endgültig zum Nebenland der sagradischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''[[Conte von Tulis|Contes von Tulis]]'' waren seit dem späten 14. Jahrhundert zugleich ''Fürsten von Valier'', ''Grafen von Perin'', ''Contes'' (Markgrafen) von ''Belavís'', ''Cordês'', ''Barregat'' und ''Siedéa'', ''Grafen von Plato'' und ''Kont'' (Südkont) sowie ''Herren von Villagua'' und ''Sántori''. 1449 kam offiziell der Titel eines ''Herzogs von Golen'' dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roduich der Große|Roduich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, wurden die Grafen aus dem Geschlecht der [[Gaulo]] im 10. und 11. Jahrhundert de facto zu unabhängigen Territorialherren. Sie belehnten eigenmächtig Untergebene und Günstlinge mit Ämtern und Ländereien und banden einen adligen Kreis um sich. Aus diesem adligen Beraterkreis des Conte begann sich ein ständiges Gremium von ''Maiores'' und ''Nobiles'' herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. Die im Cosèllu vertretenen Familien bildeten die Adelsschicht der so genannten ''Nobiltá'', die schon bald nach römischer Tradition von ihren Landsitzen in die Stadt zogen und dort einen ''Senat'' bildeten, der zunehmend nach politischer Mitsprache strebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion und Imperiumsbildung ===&lt;br /&gt;
Außenpolitisch konnten die Grafen aus dem Geschlecht der Gaulo große territoriale Gewinne verzeichnen. Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Mikolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der mikolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 teilweise erobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Entwicklungen hin zum republikanischen Adelsregime ===&lt;br /&gt;
Die absolute Herrschaft der Contes in der Stadt Tulis geriet bald in Konflikt mit der sich zunehmend emanzipierenden Nobiltá. Höhepunkt dieser Entwicklung waren die Auseinandersetzungen Mitte des 11. Jahrhunderts um die Nachfolge [[Erresi II. Gaulo]]s, der zwei minderjährige Söhne hinterlassen hatte. Die im Senat versammelten Nobiles wählten daraufhin gegen die Machtansprüche der Gaulo-Familie den Adligen [[Josefe Cornell]] zum Regenten und setzten die regelmäßige Einberufung der Senatsversammlung durch, was einen wichtigen Schritt hin zum Adelsdominat darstellte. Die anhaltenden Machtkämpfte zwischen den Adelsparteien und den zunehmend schwachen Gaulo-Contes führte 1167/68 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III. Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung eines oligarchisch-patrizischen Regiments unter den so genannten ''Maleducas'', die eine Gewaltherrschaft errichteten. Vorausgegangen waren heftige Kämpfe zwischen verschiedenen Adelsparteien um das Verhältnis zur sagradischen Krone, die eine Wiedereinsetzung Erresi Gaulos forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feinde der Maleducas wurden aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedereinsetzung Erresi Gaulos, die nach Streit mit dem königlichen Vikar erst 1173 erfolgte, brachte keine langfristige Befriedung der Lage. Mit Tod Erresis und dem Aussterben der Gaulo-Dynastie im Jahr 1180 folgte eine Reihe blutiger Auseinandersetzungen um die Nachfolge. Die Nobiles wählten mit [[Sergi Callas]] einen Schwiegersohn des letzten Conte aus der Nobiltá zum neuen Grafen, der aber nicht überall anerkannt wurde und sich gegen auswärtige Ansprüche wehren musste. [[Laurenç d'Elaque]], Markgraf von Golen aus dem [[Haus Alagua]] und vom sagradischen König mit der Herrschaft über Tulis belehnt, eroberte 1186 die Stadt und machte sich selbst zum Conte, konnte sich die Unterstützung des Adels aber nicht sichern. Die zweimalige Vertreibung [[Carle d'Elaque]]s aus der Stadt in den Jahren 1195 und 1199 führte schließlich zum Durchbruch des Adelsregiments. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaft des Demagogen [[Zito del Varge]] in Tulis, der sich als Nachkomme der Gaulo ausgab, wurde vom Adel niedergeschlagen. Die Senatsnobilität erklärte das Comitat 1201 zur Republik (''Res Publica Tulinensis''), sich selbst zum wahlberechtigten Gremium und wählte [[Lorenzo Callas]], den Sohn Sergis, zum neuen Conte. Die Regierung sollte dieser gemeinsam mit einem vom Senat gewählten Gremium von Beamten, den so genannten ''Bonhomes'', ausüben. Nach Lorenzos Tod 1229 übernahm [[Jofré Cornell]] als Regent die Führung der Amtsgeschäfte für Lorenzos minderjährigen Neffen [[Marcaulo Callas]] und wurde 1240 schließlich selbst zum neuen Conte gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Jofré Cornells zum Conte, die eine weitere Dynastiebildung der [[Callas]] verhinderte, konnte sich keine Familie dauerhaft an der Spitze des Comitats etablieren. Für etwa ein Jahrhundert bildete Tulis eine Wahlmonarchie mit stark republikanischen Elementen. Als potenzielle Familien mit Audakenwürde galten fortan die [[Cornell]], [[Callas]] und die [[Machiês]], die sich allesamt auf das Erbe der Gaulo beriefen und sich in den folgenden Jahrzehnten in unregelmäßigen Abständen im Amt des Conte abwechselten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Mikolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Mikoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Mikolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 durch [[Jofré Cornell]] stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 13. Jahrhunderts war die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte. Im Senat waren die wichtigsten Adelsfamilien der Grafschaft vertreten. Für das tägliche Regierungsgeschäft delegierte er jedoch die ''Generalitaid de Bonhomes'', die als Beratergremium des Conte und de facto als Mitregierung fungierte. Neben dem Senat als engerem Rat wurde in unregelmäßigen Abständen die größere Ständeversammlung der [[Cortes del Comtàid]] einberufen, in der auch Bürgerliche und Städtevertreter vertreten waren. Die Cortes bestimmten über Vertretung im Senat, konnten die Generalitaid austauschen, umbesetzen oder neu wählen und bestätigten den Conte, der den Ständen umfangreiche Privilegien zugestehen musste. Da sich sowohl der Adel als auch das Bürgertum in Tulis konzentrierten, trug die Republik wesentliche Züge eines Stadtstaates. Die Vorherrschaft der Adelsfamilien, die um das Amt des Conte und die Vertretung in der Generalitaid konkurrierten, machte die Republik zum Adelsstaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Unter den schwachen Callas-Grafen [[Arcélio Callas]] und [[Lorenzo II. Callas]] dominierten die Cornell und die Machiês bereits das Geschehen und konkurrierten um die wichtisten Ämter in der Generalität. Das Aussterben der Callas 1280 und die sich radikalisierenden Machtkämpfe zwischen den Cornell und Machiês um die Audakenwürde führten Ende des 13. Jahrhunderts zu einer anhaltenden Krise. Die Doppelwahl von 1280 zwischen [[Selle Machiês]] und [[Francès Cornell]] stürzte die Republik in einen Bürgerkrieg, der fast 30 Jahre lang andauerte. Die politischen Kämpfe und die ständigen Umbesetzungen des Senats durch die Machthaber der verfeindeten Häuser schwächten das Ansehen des Senats als Leitungsgremium des Comitats deutlich. Hinzu kamen anhaltende Auseinandersetzungen mit den [[Markgraf von Golen|golischen Markgrafen]] und [[Fürst von Perin|perinischen Fürsten]] um die Vorherrschaft im nördlichen Blaumeer, die das gesamte 14. Jahrhundert prägten und die Stellung des Comitats als mächtigste de-facto unabhängige Macht im Blauen Meer gefährdeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das von den ausgestorbenen Callas hinterlassene Vakuum stieß die bis dahin vor allem in Perin ansässige Adelsfamilie der [[Haus Santori|Sántori]], die in der Folge zur mächtigsten Familie im Comitat wurde und vor allem durch ihre militärische Stärke im Kampf gegen Perin und Golen und die Unterstützung in Reihen der Geistlichkeit eine quasi-dynastische Herrschaft ausüben konnten. Angefangen mit der Wahl [[Arcélio I. de Sántori]]s, der die letzte Callas-Tochter geheiratet hatte, zum Audakengrafen im Jahr 1309, traten die aus Perin stammenden Santori das Erbe der Callas an. Seit [[Julio de Santori]] 1346 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte-Âudaço und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Enkel [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Santori-Comitat als Blaumeer-Macht ===&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]], zu dem die Ehe des Grafen, seit 1398 als sagradischer Lehnsträger [[Fürst von Valier]] und [[Graf von Perin]], mit der sagradischen Königstochter [[Isabel de Vesaey]] gehörte. Im Namen der sagradischen Krone eroberten tulinesische Truppen unter [[António de Santori]] große Teile Golens gegen den mit Micolinien verbündeten Markgrafen [[Ludwig von Golen]] und nahmen es in Besitz. Mit den Eroberungen des Sechzigjährigen Krieges wandelte sich die adlig-patrizisch dominierte Handelsrepublik endgültig zur feudalen Territorialmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem letzten Aufbäumen der republikanischen Adelseliten gegen die Herrschaft der Santori kam es nach Antónios Tod im Jahr 1416. Die Unruhen nutzte schließlich Antónios Bruder [[Kardinalerzbischof Julio de Sántori]] zum Putsch gegen seinen jungen Neffen [[David de Sántori]], dessen Wahl zum Conte sabotiert wurde. An seiner Stelle machte der Kardinal seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber der eigentliche Machthaber in der Stadt. Der nur knapp einem Mordanschlag entflohene David de Sántori organisierte dagegen die Militärmacht seines Vaters, wich aber einem Konflikt in Tulis aus und versuchte, die Santori-Erwerbungen in Golen zu sichern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchenfreundliche Herrschaft des Kardinals in Tulis führte 1421/22 schließlich zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte David de Sántori die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori restauriert werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun wie sein Vater eine monarchische Stellung ein und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabel de Vesaey die Jüngere|Isabel]], der einzigen Tochter [[Philipp V.|Philipps V.]], der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Sechzigjährigen Krieges erreichte David de Santori die Einsetzung seines Sohnes [[Philipp VI.|Filipe de Sántori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Nach seinem Tod folgte ihm sein ältester Sohn [[Joán Prudente|Joán de Sántori, genannt ''Joán Prudente'']], als Audakgraf in Tulis nach, womit Comitat und Königreich zunächst getrennt blieben. Dennoch geriet das Comitat in der Folge in den Sog des sagradischen Königtums, was zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Linien des Hauses führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Eigenstaatlichkeit ===&lt;br /&gt;
Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der Santori zu lösen, endete schließlich 1475 in der gewaltsamen Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge von den Sántori regiert wurde. Joán Prudentes Söhne [[Joán II de Sántori|Joán Erresi]] und [[Filipe de las Marcas]] wurden nun nacheinander erbliche Herrscher des Comitats im fürstlichen Rang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod des sagradischen Königs [[Philipp VII.]] stritten die tulinesischen Herrscher um dessen Erbe und konnten mit [[David I.]] seit 1509 schließlich auch auf dem sagradischen Thron regieren. Mit der beginnenden Personalunion zwischen Audaken- und Königtum ging das Comitat allmählich im sagradischen Gesamtstaat auf. Die tulinesischen Cortes und die Regierungsämter blieben zunächst als eigenständige Institutionen bestehen. Zudem bildete Tulis unter [[David I.]] das Zentrum der Gesamtmonarchie. Mit der Verlegung des Königssitzes nach [[Semest]] aber unter Königin [[Johanna I.]] geriet das Comitat zum Nebenland und wurde in der Folge von Statthaltern des Königs regiert. Nach dem Thronwechsel vom [[Haus Sántori]] zum [[Haus Vienna]] im Jahr 1757 rebellierten die Stände von Tulis und versuchten, ihre alte Unabhängigkeit wiederzuerlangen, wurden aber besiegt. Als Folge schaffte der neue König [[Gabriel VIII.]] nach 1762 die tulinesischen Institutionen ab und zentralisierte das Königreich endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Contes und Statthalter ==&lt;br /&gt;
=== Liste der Contes von Tulis ===&lt;br /&gt;
[[Conte von Tulis|Liste der Contes von Tulis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Tulis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| Statthalter (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Tulis bekannt als&lt;br /&gt;
| Haus&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Danadier I.|Danadiers I.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1570&lt;br /&gt;
| 1585&lt;br /&gt;
| [[Karl I. von Cuentez|Karl I. von Exeveste, Fürst von Cuentez]] (1539-1585)&lt;br /&gt;
| Don Carles d'Exeveste&lt;br /&gt;
| [[Haus Exeveste]]&lt;br /&gt;
| Ehemann Eleonores von Santori&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1585&lt;br /&gt;
| 1610&lt;br /&gt;
| [[Eleonore von Cuentez|Eleonore von Santori, Fürstin von Cuentez]] (1538-1610)&lt;br /&gt;
| Dona Leonor de Cuentez&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori]]&lt;br /&gt;
| Tochter [[David I.|Davids I.]], Halbschwester [[Johanna I.|Johannas I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Gabriel V.|Gabriels V.]] und [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1610&lt;br /&gt;
| 1621&lt;br /&gt;
| [[Luise von Santori|Luise von Santori-Sessin]] (1572-1621)&lt;br /&gt;
| Dona Luísa de Santori&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori]]&lt;br /&gt;
| Enkelin [[Johanna I.|Johannas I.]] und Tochter [[Heinrich August von Sessin|Heinrich Augusts von Sessin]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1621&lt;br /&gt;
| 1654&lt;br /&gt;
| [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian &amp;quot;der Prächtige&amp;quot; von Santori, Fürst von Cuentez]] (1597-1654)&lt;br /&gt;
| Don Maximilián il Magnífico&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori|Haus Santori-Cuentez]]&lt;br /&gt;
| Enkel Karls und Eleonores von Cuentez sowie Johannas I. von Sagradien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=5|'''Statthalter [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]]'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Sesin|Ludwig Philipp II. &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, Herzog von Sesin]] (1620-1698)&lt;br /&gt;
| Don Luis Filipe il Bê-Amàu&lt;br /&gt;
| [[Haus Santori|Haus Santori-Sesin]]&lt;br /&gt;
| Neffe [[Gabriel V. von Sagradien|Gabriels V. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>81.157.221.16</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_de_Santori&amp;diff=38257</id>
		<title>António de Santori</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;#REDIRECT [[António de Sántori]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2017-12-01T22:05:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;81.157.221.16: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] (1534-1543) und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1506-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Filipe de las Marcas]], Sohn Joán Prudentes und Enkel [[David de Sántori]]s. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und Urenkel Alfons' V. von Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Davids Vater Filipe mit Philipp VI. und Philipp VII. zerstritten war, wurde David auf Fürsprache seiner Tante Katharina von Habsburg hin am Hof seines Onkels Philipp in Tulis erzogen, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Filipe de las Marcas für seine Frau Catarina den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Salua]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. In der entscheidenden Schlacht konnte Piero sich durchsetzen. Seinen zu dieser Zeit noch in Sagradien weilenden Neffen David ließ Piero gefangen nehmen und zusammen mit seiner Tante Katharina von Habsburg, der Witwe Philipps VII., in die Niederlande bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend im Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
David wuchs daher in der Folge in Gent auf, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte daraufhin ein [[Lilienkriege|Bürgerkrieg]] zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten ''Saloanœs'', und den Anhängern Catarinas und Philipps, den ''Marquenses'', die von wenigen Adligen um den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] unterstützt wurden. Nach dem Tod von Philipp de las Marcas im Jahr 1506 versuchte David im Frühjahr 1507 nach Tulis zurückzukehren, um in Nachfolge seines verstorbenen Vaters sein Erbe als [[Conte von Tulis]] anzunehmen. Er wurde aber zunächst nicht in die Stadt gelassen und konnte Tulis erst nach längerer Belagerung einnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde er im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Biniar erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Es galt daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidatin kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Danach emanzipierte sich David endlich auch von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit Königin Katharina führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem Stiefvater. Nachdem diesem vorgeworfen worden war, eigene Ambitionen auf den Thron zu hegen und sich durch die Hochzeit mit Katharina zum König machen zu wollen, wurde er 1512 des Hochverrats angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zu seiner Mutter litt darunter nachhaltig. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Auch wehrte er Versuche ab, seine Mutter des Ehebruchs zu beschuldigen. Er verbat ihr aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien und hielt sie nach 1512 de facto als Gefangene. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa d'Avís ===&lt;br /&gt;
Die Suche nach einer geeigneten Gattin endete 1512 mit der Hochzeit Davids I. mit seiner Cousine Luisa d'Avis, der ältesten Tochter von Davids Onkel Manuel I. von Portugal. Die Ehe war vor allem taktischer Natur und sollte die von seiner Großmutter Beatrice d'Avis stammenden Ansprüche Davids auf die portugiesische Krone stärken, sollte die Dynastie Avis aussterben. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Mit Luísa (*1518, †1536), [[Johanna I.|Joána María]] (*1520) und Filipe (*1522, †1523) gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter und ein Sohn hinzu, der jedoch nur ein Jahr alt wurde. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Salua]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein illegitimer Vetter [[Don Miquel de Sántori]], danach bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Flemish School Portrait of a Gentleman in Armour.jpg|thumb|200px|David I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Dom Joãos, des einzigen noch lebenden Sohns Manuels I. von Portugal, im Jahr 1519 wurde der portugiesische Erbfall immer wahrscheinlicher. Als Urenkel Alfons' V. von Portugal und Ehemann Luisas d'Avis, die nun zur Erbin der portugiesischen Krone geworden war, besaß David die besten Aussichten auf eine Nachfolge Manuels. Verhandlungen zwischen beiden, die eine Nachfolgeregelung zugunsten Davids herbeiführen sollten, kamen aber zu keinem offiziellen Abschluss mehr, da Manuel I. schon 1521 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David I. von Sagradien erhob nun sofort für sich und seine Frau Anspruch auf das Erbe Manuels. Es folgte ein mehrere Jahre dauernder Thronfolgekrieg in Portugal, in dem Sagradien schließlich unter der Führung seines Kommandanten [[Joán de Biniar]] siegen konnte. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]], der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes [[Don Manuel de Sántori|Don Manuel]] im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Avis: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]] &lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1520, †1578), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1568) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1527)&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an: &lt;br /&gt;
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)&lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>81.157.221.16</name></author>
		
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		<title>Conte von Tulis</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| Conte (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 865?&lt;br /&gt;
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| [[Dianus Margiste]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Maximus von Fornat]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 896&lt;br /&gt;
| 927&lt;br /&gt;
| Grafenwürde unbekannt&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Gaulo]]-Dynastie''' &amp;lt;small&amp;gt;(10.-12. Jahrhundert)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 927&lt;br /&gt;
| 956&lt;br /&gt;
| [[Corrado I Gaulo de Plasencia]], genannt ''il Âudaço''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 956&lt;br /&gt;
| 970&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 970&lt;br /&gt;
| 974&lt;br /&gt;
| [[António I Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 975&lt;br /&gt;
| 982&lt;br /&gt;
| [[Márcolo Longo de Leste]]&lt;br /&gt;
| Usurpator&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 982&lt;br /&gt;
| 998&lt;br /&gt;
| [[Corrado II Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 998&lt;br /&gt;
| 1024&lt;br /&gt;
| [[António III Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1024&lt;br /&gt;
| 1042&lt;br /&gt;
| [[Josefe I Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1042&lt;br /&gt;
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| [[Erresi I Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1047&lt;br /&gt;
| 1076&lt;br /&gt;
| [[Erresi II Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1076''&lt;br /&gt;
| ''1090''&lt;br /&gt;
| ''[[Josefe Cornell]]''&lt;br /&gt;
| ''Regent für die minderjährigen Corrado und António Gaulo''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1076&lt;br /&gt;
| 1102&lt;br /&gt;
| [[Corrado III Gaulo]]&lt;br /&gt;
| de facto bis 1090 Regentschaft [[Josefe Cornell]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| ''1076''&lt;br /&gt;
| ''1082''&lt;br /&gt;
| ''[[António II Gaulo]]''&lt;br /&gt;
| ''de iure zusammen mit seinem Bruder, minderjährig gestorben''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1102&lt;br /&gt;
| 1134&lt;br /&gt;
| [[Corrado IV Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1134&lt;br /&gt;
| 1038&lt;br /&gt;
| [[Corralín Gaulo d'Estràu]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1038&lt;br /&gt;
| 1060&lt;br /&gt;
| [[Corrado V Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1160&lt;br /&gt;
| 1167&lt;br /&gt;
| [[Erresi III Gaulo]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1168''&lt;br /&gt;
| ''1170''&lt;br /&gt;
| ''Erste Herrschaft der [[Maleducas]] (kein Conte gewählt)''&lt;br /&gt;
| ''1170 Einnahme der Stadt durch [[Gabriel Juvans]]''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1170''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ''[[Gabriel Juvans]]''&lt;br /&gt;
| ''zum Stadtherren akklamiert''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1170''&lt;br /&gt;
| ''1173''&lt;br /&gt;
| ''[[Stephan von Cuentra]]''&lt;br /&gt;
| ''von Gabriel Juvans als Statthalter eingesetzt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCFF99&lt;br /&gt;
| 1173&lt;br /&gt;
| 1180&lt;br /&gt;
| [[Erresi III. Gaulo]], erneut&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| 1180&lt;br /&gt;
| 1186&lt;br /&gt;
| [[Sergi I. Callas]]&lt;br /&gt;
| durch Laurenç d'Elaque vertrieben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCCCCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|'''Golische Fremdherrschaft'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCCCCC&lt;br /&gt;
| 1186&lt;br /&gt;
| 1199&lt;br /&gt;
| [[Laurenç d'Elaque]] von Golen&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCCCCC&lt;br /&gt;
| ''1193''&lt;br /&gt;
| ''1195''&lt;br /&gt;
| ''[[Carle d'Elaque]]''&lt;br /&gt;
| ''Gouverneur''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1195''&lt;br /&gt;
| ''1196''&lt;br /&gt;
| ''Zweite Herrschaft der [[Maleducas]] (gegen Elaque)''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CCCCCC&lt;br /&gt;
| ''1196''&lt;br /&gt;
| ''1199''&lt;br /&gt;
| ''[[Carle d'Elaque]], erneut''&lt;br /&gt;
| ''Gouverneur''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1199&lt;br /&gt;
| 1201&lt;br /&gt;
| ''[[Zito del Varge]]''&lt;br /&gt;
| ''Regente''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|'''Republik''' &amp;lt;small&amp;gt;(13./14. Jahrhundert)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| 1201&lt;br /&gt;
| 1229&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo I Callas]]&lt;br /&gt;
| gewählter Conte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1235&lt;br /&gt;
| 1240&lt;br /&gt;
| [[Sebastián de Cordês]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| 1235&lt;br /&gt;
| 1240&lt;br /&gt;
| [[Marcaulo Callas]]&lt;br /&gt;
| unter Regentschaft [[Jofré Cornell]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1240&lt;br /&gt;
| 1255&lt;br /&gt;
| [[Jofré Cornell]]&lt;br /&gt;
| seit 1229 schon ''Regente-Âudaço''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| 1255&lt;br /&gt;
| 1272&lt;br /&gt;
| [[Arcélio Callas]]&lt;br /&gt;
| Neffe von Marcaulo Callas&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| 1272&lt;br /&gt;
| 1280&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo II Callas]]&lt;br /&gt;
| Bruder von Arcélio Callas&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1280&lt;br /&gt;
| 1284&lt;br /&gt;
| [[Selle Machiês]]&lt;br /&gt;
| abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1284&lt;br /&gt;
| 1286&lt;br /&gt;
| [[Francès Cornell]]&lt;br /&gt;
| seit 1280 Gegengraf, getötet&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1286&lt;br /&gt;
| 1295&lt;br /&gt;
| [[Selle Machiês]], erneut&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1295&lt;br /&gt;
| 1309&lt;br /&gt;
| [[Corrado Machiês]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1309&lt;br /&gt;
| 1324&lt;br /&gt;
| [[Arcélio I de Sántori]] (1262-1324), genannt ''der Alte'' (il Vellu)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1324&lt;br /&gt;
| 1337&lt;br /&gt;
| [[Sebastián Machiês]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1337&lt;br /&gt;
| 1340&lt;br /&gt;
| [[Joán Francès Machiês]]&lt;br /&gt;
| Sohn Sebastián Machiês'&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1340&lt;br /&gt;
| 1342&lt;br /&gt;
| [[Arcélio Cornell]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1342''&lt;br /&gt;
| ''1343''&lt;br /&gt;
| ''[[Francès de Perín]]''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1343&lt;br /&gt;
| 1346&lt;br /&gt;
| [[Arcélio Cornell]], erneut&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Sántori]]-Dynastie'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1346&lt;br /&gt;
| 1370&lt;br /&gt;
| [[Júlio de Sántori]] (1309-1370)&lt;br /&gt;
| Neffe Arcelios I., bereits seit 1343 Regent&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1359''&lt;br /&gt;
| ''1366''&lt;br /&gt;
| ''[[Francès de Sántori]] (1338-1366)''&lt;br /&gt;
| ''ältester Sohn Júlios, Mitregent seines Vaters''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1370&lt;br /&gt;
| 1389&lt;br /&gt;
| [[Arcélio II de Sántori]] (1342-1389)&lt;br /&gt;
| jüngerer Sohn Júlios&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1389''&lt;br /&gt;
| ''1390''&lt;br /&gt;
| ''[[Lorenzo Cornell]]''&lt;br /&gt;
| ''Gegenconte''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1390&lt;br /&gt;
| 1416&lt;br /&gt;
| [[António de Sántori]], genannt ''il Fiero'' (1365-1416)&lt;br /&gt;
| Sohn Francès'&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1416''&lt;br /&gt;
| ''1417''&lt;br /&gt;
| ''[[Kardinal Júlio de Sántori]]'' (1368-1432)'', de facto&lt;br /&gt;
| ''Sohn Francès', de-facto-Machthaber bis 1422''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1417&lt;br /&gt;
| 1422&lt;br /&gt;
| [[Piero Símplice|Piero ''Símplice'' de Sántori]] (1395-1422)&lt;br /&gt;
| illegitimer Sohn Júlios, Neffe Antonios, ermordet&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| ''1422''&lt;br /&gt;
| ''1423''&lt;br /&gt;
| ''Herrschaft der [[Cuatro Terribles]]''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1423&lt;br /&gt;
| 1468&lt;br /&gt;
| [[David de Santori|David de Sántori]] (1399-1468), genannt ''il Gran'Sántori''&lt;br /&gt;
| Sohn Antonios, Regent von Sagradien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1468&lt;br /&gt;
| 1475&lt;br /&gt;
| [[Joán Prudente|Joán ''Prudente'' de Sántori]] (1430-1475)&lt;br /&gt;
| Sohn Davids aus erster Ehe&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| ''1475''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ''[[Carles Zavarri]]''&lt;br /&gt;
| ''Gegenconte, gestürzt''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1475&lt;br /&gt;
| 1498&lt;br /&gt;
| [[Joán II de Sántori|Joán ''Erresi'' de Sántori]] (1460-1498)&lt;br /&gt;
| Sohn Joán Prudentes&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1498&lt;br /&gt;
| 1506&lt;br /&gt;
| [[Filipe de las Marcas|Filipe ''de las Marcas'' de Sántori]] (1465-1506)&lt;br /&gt;
| Sohn Joán Prudentes, proklamiert, aber nicht gewählt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1506&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.|David II de Sántori]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| Enkel Santiagos I., als David I. König von Sagradien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1552&lt;br /&gt;
| [[Philipp von Valier|Filipe II de Sántori]] (1515-1552)&lt;br /&gt;
| Enkel Filipe de las Marcas, Urenkel Joán Prudentes&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1552&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Danadier I.|Danadier de Sántori]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Sohn Filipe de Sántoris&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1552''&lt;br /&gt;
| ''1559''&lt;br /&gt;
| ''[[Joseph der Schöne|José il Bêl]] (1517-1559)''&lt;br /&gt;
| ''Sohn Filipe de las Marcas''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Adelstitel]]&lt;/div&gt;</summary>
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