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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Mikolinien</title>
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		<updated>2015-11-27T21:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Königreich Mikolinien''' ([[Mikolinische Sprache|mikol.]] '''Règne de Micolinas''', wörtlich ''Königreich der Mikolinien'') ist eine bundesstaatliche parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist [[Servette]].  Mit einer Fläche von 334.000 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 29 Millionen gehört Mikolinien zu den zehn größten Staaten Europas. Seit 1973 ist der frühere EFTA-Staat Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist Mikolinien ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat, in dem die historischen Regionen [[Peruzien]] und [[Golen]] eigene Landesteile bilden. Zum Staatsgebiet des Königreichs gehören neben den Provinzen Mikoliniens auch die ''Entitats Especials'' ([[Nerva]] und [[Lerça]]) im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] im Nordatlantik, die einen weitreichenden Autonomiestatus besitzen und kein Teil der EU sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursprung des heutigen mikolinischen Staates gilt die Unterzeichnung der [[Nantheser Konvention]] am 2. August 1386, in der sich die mikolinischen Stände unter der Führung [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Intereas]] gegen die sagradische Krone verbündeten und den [[Mikolinische Revolutionskrieg|Mikolinischen Revolutionskrieg]] begannen. In Erinnerung an dieses Ereignis wird am 2. August der mikolinische Nationalfeiertag begangen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Mikolinien ist eine Halbinsel in Westeuropa und der westliche Teil der größeren [[Konsettenhalbinsel]]. Das Land grenzt im Osten an [[Sagradien]] und [[Sancristo]] sowie ans [[Blaues Meer|Blaue]] und ans [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]]. Ansonsten ist das Land ganz vom Atlantischen Ozean umgeben. Die größten vorgelagerten Inseln sind [[Feiroa]] und [[Saloa]]. Im Nordatlantik befinden sich die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]], die zum Staatsgebiet Mikoliniens gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mikolinische Halbinsel kann in drei Landschaften geteilt werden. [[Perucía]], [[Soria]] und [[Westligre]] mit dem [[Alberisches Tiefland|Alberischen Tiefland]], dem [[Sorisches Plateau|Sorischen Plateau]] sowie dem [[Hochland von Perucía]] im Norden; die [[Litische Konsetten|Litischen]] und [[Murische Konsetten|Murischen]] [[Konsetten]] sowie die angrenzende [[Nordmikolinische Gebirgskette]] in der Mitte sowie die [[Correrische Tiefebene|Correrische]], die [[Lukische Tiefebene|Lukische]] und die [[Eraltiefebene]] rund um das [[Südmikolinisches Massiv|Südmikolinische Massiv]] im Süden des Landes. Höchster Berg des Landes sowie höchster Gipfel der Konsetten sowie der Konsettenhalbinsel ist der 3690 Meter hohe [[Mont Durasq]] in den [[Hochkonsetten]].&lt;br /&gt;
Der Staat Mikolinien verfügt über eine Fläche von ca. 334.000 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner und Besiedlung ==&lt;br /&gt;
Mit einer Einwohnerzahl von ca. 35 Millionen ist Mikolinien nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Sagradien, Italien, Spanien und Polen das achtgrößte Land der Europäischen Union. Die bevölkerungsreichsten Gebiete Mikoliniens liegen im Südwesten des Landes mit der dicht besiedelten Eraltiefebene, den Metropolregionen [[Servette]], [[Saséia]] und [[Nanthés]] sowie den südpiranischen Industriegebieten. Zudem existieren größere Ballungsräume um die Städte [[Albero]],[[Luenas]] und [[Alagua]]. Die montanischen Gebirgsregionen sowie die peruzinischen Lande im Norden der Halbinsel sind dagegen sehr dünn besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist [[Servette]]. Die Stadt gehört mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten der EU. Zweigrößte Stadt des Landes und zugleich Metropole des peruzinischen Nordens ist [[Albero]] mit einer Einwohnerzahl von knapp einer Million. Danach folgen [[Macedi]] (450.000), [[Nanthés]] (390.000), [[Luenas]] (340.000), [[Saséia]] (320.000), [[Plato]] (290.000) und [[Alagua]] (285.000). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Größte Städte Mikoliniens: &lt;br /&gt;
* 1. [[Servette]] (1.8 Millionen Einwohner)&lt;br /&gt;
* 2. [[Albero]] (990.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 3. [[Macedi]] (450.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 4. [[Nanthés]] (390.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 5. [[Luenas]] (340.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 6. [[Saséia]] (320.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 7. [[Plato]] (290.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 8. [[Alagua]] (285.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 9. [[Cania]] (231.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 10. [[Léias]] (205.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
=== Amtssprachen ===&lt;br /&gt;
Im gesamten Staatsgebiet des Königreichs Mikolinien gilt die [[Mikolinische Sprache]] als Amtssprache. Daneben ist das [[Peruzinische Sprache|Peruzinische]] regionale Amtssprache in den nördlichen Provinzen des Landes, namentlich [[Oberperuzien]], [[Niederperuzien]], [[Nordperuzien-Westligre]] sowie in [[Soria]]. In der Provinz [[Golen]] gilt das [[Golische Sprache|Golische]] als regionale Amtssprache. Auf den [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] wird neben Mikolinisch die keltische [[Avinische Sprache]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Sprachen ===&lt;br /&gt;
Daneben gibt es verschiedene Minderheitensprachen wie [[Sagradische Sprache|Sagradisch]], [[Blaumeerromanische Sprachen|Blaumeerromanisch]] und [[Litische Sprache|Litisch]], die unter besonderem Schutz stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
siehe ausführlich: [[Geschichte Mikoliniens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike war die [[mikolinische Halbinsel]] von verschiedenen [[Sagrer|sagrischen]] und keltischen Stämmen besiedelt. Unter Augustus und seinen Nachfolgern wurde ein großer Teil der Halbinsel von den Römern erobert, die die [[Provincia Micolina]] einrichteten und sie nach dem Stamm der [[Mikoläer]] benannten. Der oskanische Norden blieb aber unabhängig. Im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. fielen verschiedene Stämme auf der Halbinsel ein und errichteten unabhängige Reiche, darunter die [[Skanten]], [[Golen]] und [[Herkanden]]. Im Süden der Halbinsel etablierten sich fünf [[Herkanden|herkandische Kleinkönigreiche]], ehe der Herkandenfürst [[Franzerich der Große]] (661-693) in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts ein südliches Großreich bis zur [[Voraneiy]] schuf und zum trinitarischen Glauben übertrat. Er gilt bis heute als Begründer der mikolinischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 9. Jahrhundert errichteten skandinavische [[Perutinger]] im Norden der Halbinsel ein eigenes Königreich, im Süden zerfiel das Reich Franzerichs des Großen seit 804 in verschiedene Kleinreiche ([[Drei-Mikolinien]]), die 998 von [[Ludiga der Große|Ludiga dem Großen]]  (998-1049) aus dem [[Haus Lonea]] wieder vereint und konsolidiert wurden. Nach dessen Tod begannen erneute Wirren. Im 12. Jahrhundert verlor das mikolinische Königreich zuerst den [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erfolgekrieg 1101-1112]] und danach den [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg]] gegen [[Sagradien]]. Im Innern kam es zu Aufständen des Hauses Salua, die 1167 in bürgerkriegsähnlichen Zuständen resultierten ([[Temp de Sang]]). Erst 1214 konnte sich das [[Haus Salua]] dauerhaft als Königshaus etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Sergi I.|Serge dem Weisen]] (1315-1354) aus dem [[Haus Redanior]] wurden erstmals die Kronen Mikoliniens, Peruziens, Golens und Sagradiens in Personalunion vereint ([[Union von Alagua]]), das Machtzentrum verlagerte sich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aber nach Sagradien. Gegen die Herrschaft [[Gabriel I.|Gabriels I.]] verbündete sich der mikolinische Hochadel 1386 in der [[Nantheser Konvention]] unter Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]]. Nach dem erfolgreichen [[Mikolinischer Unabhängigkeitskrieg|Mikolinischen Unabhängigskeitskrieg]] (1386-1390) begründeter dieser als [[Karl V. von Mikolinien]] das [[Haus Interea|Königshaus Interea]], ehe sein Sohn [[Karl VI. von Mikolinien|Karl VI.]] im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] die Union Mikoliniens mit der peruzinischen Krone sichern konnte. Die mikolinische Krone blieb aber schwach. Im Zuge der [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] im 15. Jahrhundert fielen große Teile der Südküste an das sagradische [[Haus Sántori]], seit Mitte des 16. Jahrhunderts führte der Vormarsch der protestantischen [[Uleistenbewegung]] im Norden zu Religionskriegen, die erst im [[Edikt von Plato]] (1584) ein Ende fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert setzte ein allmählicher Machtgewinn der mikolinischen Krone und eine Konsolidierung des Staatsgebiets ein. Nach dem erfolglosen [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen Sagradien (1620-1624) gewann Mikolinien im [[Erster Azumarischer Krieg|Ersten Azumarischen Krieg]] (1657-1669) strategische Vorteile gegenüber Sagradien, das seine Vorherrschaft im Blaumeerraum einbüßte. Nach dem erbenlosen Tod [[Karl IX. von Mikolinien|Karls IX.]] regierte seit 1670 in Mikolinien das [[Haus Albero]]. Die Könige aus dem Haus Albero setzten die sogenannte [[Restitutionspolitik]] fort, die auf eine Vertreibung sagradischer Einflüsse auf der mikolinischen Halbinseln hinauslief. Diese Politik erlebte schließlich unter [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] einen Höhepunkt, der das [[Herzogtum Servette]] am Ende des [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Kriegs]] 1711 wieder ins mikolinische Königreich einverleiben konnte. Nach Kriegen gegen das napoleonische Frankreich und gegen dessen sagradischen Verbündeten sicherte sich Mikolinien auf dem Wiener Kongress 1815 schließlich den Besitz [[Westligrien]]s und [[Golen]]s (ohne den Ostteil). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert erlebte Mikolinien unter liberaler Vorherrschaft einen Industrialisierungs-, Zentralisierungs- und Demokratisierungsprozess, die sich gegenseitig überlagerten und zu neuen Spannungen führte. Das Staatsgebiet konnte in zwei [[Golenkriege]]n gegen Sagradien abgesichert werden. Unter [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]] erhielt Mikolinien 1856 eine liberale Verfassung, die [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|1879]] weiter demokratisiert wurde. Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) fanden Wirtschafts- und Sozialreformen statt. Zudem wurde 1906 das allgemeine Männerwahlrecht eingeführt. 1917 trat Mikolinien auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannungen zwischen Zentralmacht und einer erstarkten Unabhängigkeitsbewegung in Golen führte in den 1920er Jahren zu dauerhaften Kämpfen zwischen golischen Separatisten, golischen Loyalisten und mikolinischer Staatsmacht, die seit 1934 Formen eines [[Golischer Bürgerkrieg|offenen Bürgerkriegs]] annahmen. Nach dem Tod des langjährigen Staatsministers [[Pier Ulisse]] von der konservativ-liberalen [[Nationale Koalition|Nationalkoalition]] weitete sich die Golenkrise in den 1940er Jahren zu einer gesamtmikolinischen Staatskrise, aus der nach der [[Maikrise 1948]] die Auflösung der Nationalkoalition und eine umfangreiche [[Mikolinische Verfassungsrevision 1948|Verfassungsrevision]] resultierte. Aus dem mikolinischen Zentralstaat wurde nun eine föderale Monarchie aus parlamentarischer Grundlage, der Bürgerkrieg in Golen wurde endgültig beendet. Offene Grenzkonflikte mit Sagradien konnten in den [[Golenverträge]]n 1955 endgültig ausgeräumt werden, 1972 gründeten beide Nationen den [[Blaumeer]]]rat, 1973 trat das bisherige EFTA-Mitglied Mikolinien wie zuvor Sagradien den Europäischen Gemeinschaften bei. 1999/2002 führte Mikolinien den Euro ein, der die [[Mikolinische Libra]] als gesetzliches Zahlungsmittel ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
Das Königreich Mikolinien (''Règne de Micolinas'') ist gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1856 (in der revidierten Form von 1948) eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Der [[König von Mikolinien|König]] ist Repräsentant der Monarchie und der Nationalen Einheit. In der Verfassung wird er nur als König von Mikolinien (''Rè de Micolinas'') bezeichnet, im Protokoll benutzt er aber u.a. die Titel ''Rè de Micolinas, Perucía i Gólica''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formell ist der König zudem Oberster Inhaber der Exekutive. Diese wird de facto vom [[Mikolinische Regierung|Staatsministerium]] (''Ministère d’Estat'') gebildet, das aus dem [[Staatsminister]] (''Ministre d’Estat'') und den Fachministern (''Ministres'') besteht und vom König ernannt wird. Dem König ist ein [[Mikolinischer Staatsrat|Staatsrat]] (''Consile d’Estat'') als Beratungsorgan beigegeben, der aus Mitgliedern des königlichen Hauses, ehemaligen Richtern, Beamten und Politikern besteht, die vom König ernannt werden. Mitglieder des Rates können vom König delegiert werden und in dessen Namen den Kabinettssitzungen beiwohnen. Zudem müssen Gesetze vor deren Inkrafttreten vom Staatsrat diskutiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legislative besteht aus einem [[Mikolinisches Parlament|Zweikammerparlament]] (''Parlament Micoline''). Der [[Mikolinischer Senat|Senat]] (''Senat Reial'') besteht aus 91 Mitgliedern, die durch Verhältniswahl von den Provinzparlamenten delegiert werden. Die [[Mikolinische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Camra-Deputate'') mit 351 Mitgliedern wird direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, wobei eine Sperrklausel von 4% der Stimmen auf regionaler Ebene zur Anwendung kommt. Die Legislaturperiode der beiden Kammern dauert vier Jahre. Beide Kammern können vom König vorzeitig, jedoch nur gemeinsam aufgelöst werden. Sie können sich durch Mehrheitsbeschluss auch selbst auflösen. Das Staatsministerium bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer und kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der höchste Gerichtshof ist der ''[[Cort Suprème de Micolinas]]''. Daneben existiert ein oberster Verwaltungsgerichtshof (''Cort Suprème de Administratió'').Zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung ist ein Ombudsmann tätig, der als Defensor Cívic bezeichnet wird und vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikolinien erfüllt einige Kriterien einer Konsens-Demokratie nach dem Konzept von A. Lijphart. Dazu gehören der föderale Staatsaufbau, das nahezu unbeschränkte Verhältniswahlrecht bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer, die bikamerale Legislative sowie die feste Verfassung. Die meist aus mehreren Parteien zusammengesetzte Exekutive richtet sich in ihrer Zusammensetzung zudem nach einer inoffziellen Quote, um die nationalen Minderheiten und Regionen einzubeziehen. So gibt es ungeschriebene Quoten für Golen und Peruziner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Mikolinisches Parteiensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikolinien war über viele Jahrzehnte hinweg von einem Fünfparteiensystem geprägt. Stärkste und zeitweise dominante Partei war die christdemokratische [[Cèntre Democrat de Micolina|Zentrumspartei]] (CDM), die mit der etwa gleich großen sozialdemokratischen [[Partit Socialiste Lavorator|Arbeispartei]] (PSL) konkurrierte. Wichtiger Bündnispartner der Christdemokraten war dabei lange Zeit die liberale [[Partit Democrat Libral|PDL]]. Sowohl die [[Partit Comuniste de Micolina|Kommunisten]] auf der Linken als auch die nationalistische [[Partit National Libral|PNL]] auf der Rechten waren weitgehend von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Erst mit der Spaltung der Liberalen 1979 und der Etablierung der konservativ-liberalen [[Unió Popolar Democrat|UPD]] sowie dem Auftreten der [[Liste Vert|Grünen]] hat sich dieses Bild verändert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf nationaler Ebene existieren derzeit drei größere Parteien: Die christdemokratische Zentrumspartei [[CDM]], die sozialistische Arbeitspartei [[PSL]] sowie die rechtsliberale Volksunion [[UPD]]. Daneben ist eine Reihe kleinerer Parteien wie die [[Liste Vert|Grüne Liste]], die [[PCM|Kommunistische Partei Mikoliniens]], die linksliberale [[Democratia Libral]] und die rechtsgerichtete [[PNL-PLM]] von Bedeutung. In [[Golen]] dominieren mit der zentristischen [[Pùble Gools|Volkspartei]] und der sozialdemokratischen [[Gools Natiò|Nationalpartei]] zwei starke nationalistische Parteien, während als Regionalpartei des peruzinischen Nordens der [[Bloq Perucín]] eine Rolle spielt. Zudem besteht in [[Litica-Paes Montane]] auf provinzialer und kommunaler Ebene die agrarische [[Partit Montane]]. Auf den [[Avinische Inseln|Avinen]] konkurrieren mit der linksnationalistischen [[Anibynnòl Avvynn|Unabhängigkeitspartei]] und der liberal-unionistischen [[Blàedh Kevryadh Avynn|Koalitionspartei]] zwei regionale Parteien der linken und der rechten Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist das Königreich Mikolinien ein Bundesstaat, der aus 17 formal weitgehend gleichberechtigten ''Provinzen'' besteht. Den historisch und kulturell eigenständigen Gebieten [[Peruzien]] und [[Golen]] wird in der Verfassung zudem der Status distinkter ''Landesteile'' (&amp;quot;innerhalb des vereinigten Königreichs&amp;quot;) zuerkannt, womit einige weitergehende Vollmachten verbunden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsebenen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=2 | Staat&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 2&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 3&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 2&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Mikolinien&lt;br /&gt;
| rowspan=2| MC&lt;br /&gt;
| Landesteil  &lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Provinzen (''Provinças'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=2| ERAs (''Entitats Regionals Administratifs'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| 48&lt;br /&gt;
| rowspan=2|&lt;br /&gt;
| rowspan=2|&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Kommunen (''Comunas'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Regionen &lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provinzen ===&lt;br /&gt;
Die 17 Provinzen Mikoliniens sind: &lt;br /&gt;
* [[Alto Conte]] (''Oberkont''), Hauptstadt: [[Mont Sinicia]]&lt;br /&gt;
* [[Alto Perucía]] (''Oberperuzien''), Hauptstadt: [[Alessa]]&lt;br /&gt;
* [[Baiso Perucía]] (''Niederperuzien''), Hauptstadt: [[Albero]]&lt;br /&gt;
* [[Conte-Tinagua]] (''Kont-Tinagua''), Hauptstadt: [[Tinagua]]&lt;br /&gt;
* [[Correra]], Hauptstadt: [[Marbore]]&lt;br /&gt;
* [[Fanata]], Hauptstadt: [[Saseia]]&lt;br /&gt;
* [[Feiroa]], Hauptstadt: [[Feiroa-Citat]]&lt;br /&gt;
* [[Golica]] ([[golisch|gol.]] ''Gŏole'', ''Golen''), Hauptstadt: [[Alagua]] (gol. ''Elaque'')&lt;br /&gt;
* [[Litica-Paes Montane]] (''Litien-Bergland''), Hauptstadt: [[Cania]]&lt;br /&gt;
* [[Lonea]], Hauptstadt: [[Luenas]]&lt;br /&gt;
* [[Lucia]] (''Lukien''), Hauptstadt: [[Macedi]]&lt;br /&gt;
* [[Nort Perucía - Ligre Ovest]] (''Nordperuzien-Westligre''), Hauptstadt: [[Luagua]]&lt;br /&gt;
* [[Piranía]] (''Piranien''), Hauptstadt: [[Nanthés]]&lt;br /&gt;
* [[Saloa]] (''Salua''), Hauptstadt: [[Sant Roque]]&lt;br /&gt;
* [[Servette-Capital]] (''Hauptstadtregion Servette''), Hauptstadt: [[Servette]]&lt;br /&gt;
* [[Soria]], Hauptstadt: [[Santa Maria de Soria]]&lt;br /&gt;
* [[Voraneiy]], Hauptstadt: [[Santéi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinzen sind wiederum in verschiedene [[Mikolinische Bezirke|Verwaltungsbezirke]] unterteilt, die je nach Region unterschiedlich benannt sind (''Kantone'', ''Distrikte'', ''Viguers''). Die höchste Verwaltungseinheit unterhalb der Provinzen wird amtlich als [[Regionale Verwaltungs-Einheit]] (''Entitat Regional Administratif'', ERA) bezeichnet. Die ERAs sind weitestgehend mit den alten zentralstaatlichen Verwaltungsbezirken identisch und in einigen Regionen lediglich statistischer Natur. Die Provinzen [[Salua]], [[Feiroa]], [[Servette-Capital]] und [[Soria]] sind mit der entsprechenden ''ERA'' identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Regionen gehören zum Königreich Mikolinien als ''Entitates Especials'' die beiden ''Zwillingsinseln'' [[Nerva und  Lerça]] im [[Blaues Meer|Blauen Meer]]. Diese gehören keiner Region an, sondern unterstehen direkt der Krone. Sie genießen eigene Autonomierechte, sind aber kein gleichberechtigtes Subjekt der Föderation. Die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] im Nordatlantik besitzen seit 2000 den Status eines komplett selbstverwalteten Gemeinwesens unter der Krone Mikoliniens, dessen lediglich auswärtigen und militärischen Angelegenheiten vom Königreich Mikolinien wahrgenommen werden. Versuche Golens, einen ähnlichen Status zu erreichen, sind bisher fehlgeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Föderalismus in Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Die mikolinische Monarchie war bis 1948 als Einheitsstaat verfasst, doch gab es bereits seit den 1920er Jahren Versuche, dem nach stärkerer Selbständigkeit strebenden [[Golen]] begrenzte Autonomie zuzugestehen. Antriebskraft war die [[Golische Unabhängigkeitsbewegung]], die zur Erreichung eines eigenständigen Golischen Staates seit den 1930er Jahren schließlich einen offenen [[Golischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] anführte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg in Golen, verbunden mit Regional- und Autonomiebewegungen in anderen Teilen des Landes, vor allem in [[Peruzien]] und [[Litica]], führte 1948 schließlich zur Föderalisierung des Landes. Mit der Verfassungsrevision dieses Jahres wurde die die bis dahin unitarische Monarchie als Bundesstaat definiert und erhob die bereits vorher bestehenden [[Mikolinische Provinzen|Provinzen]] zu Gliedstaaten mit eigenem Statut, eigenen Institutionen und eigenen Vollmachten. Als historische &amp;quot;Landesteile&amp;quot; wurden Golen und Peruzinern einige Vorrechte eingeräumt, die im Falle Golens die [[Golen|gleichnamige Provinz]], im Fall Peruziens die perutinischen Provinzen gemeinsam ausüben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besteht Mikolinien aus 17 Provinzen als Gliedstaaten. Obwohl Mikolinien als föderale Monarchie verfasst ist, gibt es auch zentralstaatliche Elemente. Es gibt keinen Mechanismus für einen Austritt einer Provinz aus der Union, dagegen kann de jure der König, de facto aber die Zentralregierung in Servette, eine Provinzregierung suspendieren, wenn sie gegen die gemeinsame Verfassung des Königreichs verstößt. Der mikolinische Föderalismus wird daher auch als schwacher Föderalismus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit gab es Versuche, die Provinzen des [[Perucía|peruzinischen]] Nordens zu einer ''Großprovinz Perucía'' zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht gegen die einwohner- und wirtschaftsstarken Regionen des Südens zu bilden und die Ausübung der gemeinsamen Aufgaben zu erleichtern. Dies konnte bisher allerdings nicht durchgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben sich die Provinzen [[Soria]], [[Oberperucía|Ober-]] und [[Niederperucia]] sowie [[Nordperucia-Westligre]] 1993 offiziell zur [[Peruzinische Gemeinschaft|Peruzinischen Gemeinschaft]] (''Comunitat Perucina'', peruz. ''Comuntait Perucín'') zusammengeschlossen, die als [[Interprovinziale Gemeinschaften|interprovinziale Gemeinschaft]] (''Comunitats Inter-Provinçals'') gemeinsame politische Maßnahmen koordiniert, vor allem die laut Verfassung dem Landesteil Peruzien zukommenden Sonderrechte. Darunter fallen vor allem die Kultur- und gemeinsame Steuerspolitik. Als gemeinsame Organe bestehen der ''Peruzinische Rat'' (''Consile Perucine'', peruz. ''Consell Perucín''), der aus delegierten Mitgliedern der Provinzialparlamente besteht, sowie der ''Gemeinsame Ausschuss'' (''Comisió Coniunta'', peruz. ''Comisiò Coxunt''), bestehend aus Präsidenten und Fachministern der Provinzen. Jedoch nehmen nicht alle Provinzen, v.a. Nordperucia-Westligre, in gleichem Umfang an der gemeinsamen Politik teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es in [[Golen]] und in geringerem Ausmaß auch im peruzinischen Norden Bestrebungen, den bisherigen Föderalismus in eine Konföderation gleichberechtigter Staaten Golen und Mikolinien (und gegebenenfalls Perucia) umzuwandeln und die Zuständigkeit der Zentralregierung in Servette für die anderen Landesteile stark einzuschränken bzw. gänzlich abzuschaffen. Diese Lösung wird vor allem von den golischen Nationalisten der [[Gŏols Natiò]] und teilweise auch von der [[Pùble Gŏols|Golischen Volkspartei (Pùble Gŏols)]] angestrebt und ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Königreich der Bürger und Nationen“, das die seit 2008 amtierende golische Regierung [[Senterrsi]] in Anknüpfung an bereits zuvor mit der Volkspartei ausgehandelten Strategien zu ihrem Regierungsprogramm gemacht hat. Die gesamtstaatlich operierenden Parteien lehnen die Umwandlung der Föderation in eine Konföderation jedoch mehrheitlich ab, ebenso wie golische Republikaner, die sich für einen vollständigen Austritt Golens aus der Monarchie aussprechen. Innerhalb der Sozialistischen Partei besteht hier Dissens zwischen der Golischen [[PSG]] und der gesamtmikolinischen [[PSL]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 gab es bisher erst zwei Änderungen an der föderalen Gebietsgestaltung des Königreichs. Der Bezirk [[Soria]] gehörte nach 1948 zur Provinz [[Niederperucía]] und wurde erst im Jahr 1991 aus der Region ausgegliedert und als eigene Provinz konstituiert. Der [[Bezirk Servette]] war nach 1948 ein bundesunmittelbares Gebiet und erhielt erst im Jahr 1982 den Status als gleichberechtigte Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Mikoliniens&amp;diff=24644</id>
		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2015-11-27T21:02:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Restitutionskriege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Mikolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Tiskier]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschließlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der mikolinischen Halbinsel, die als [[Provincia Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Mikoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden mikolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Mikolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Mikolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmikolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Mikoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher mikolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Mikoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in NordMikolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Mikoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem mikolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in NordMikolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das mikolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Mikolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Mikolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Mikolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmikolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Mikolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Mikolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Mikolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Mikolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der mikolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Mikolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Mikolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der mikolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Mikolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Mikolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der mikolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Mikolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Mikolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Mikoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Mikolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermikolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Mikolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmikolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Mikolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des mikolinischen Königs [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmikolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in SüdMikolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Mikolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die mikolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Mikolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Mikolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Mikolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Mikolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Mikolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten mikolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die mikolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den mikolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den mikolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimikolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Mikoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die mikolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im mikolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des mikolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Mikolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der mikolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die mikolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die mikolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Mikolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miquel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miquels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Mikolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf mikolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Mikolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Mikolinien in den Schlachten von Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die mikolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der mikolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Mikoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als mikolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Mikolinien fiel. Damit hatte das Königreich Mikolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die mikolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches mikolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der mikolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die mikolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Mikolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Mikolinien und Sagradien, den Mikolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Mikolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der mikolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Mikolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter I.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uleistenbewegung ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmikolinien war die Position Mikoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Mikoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die mikolinischen Könige [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Mikolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmikolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Mikolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmikolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Mikolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Mikolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Mikolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Mikoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Mikolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Mikolinien]], Schwester des mikolinischen Herrschers [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Erster Asumarischer Krieg|Ersten Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Mikolinien auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Mikolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem mikolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Mikolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-mikolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten mikolinischen Krone ein. Eine Nachfolgekrise im [[Großherzogtum Servette]] nach dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V. von Servette]] 1701 nutzte König [[Georg I. von Mikolinien]] 1703 zu einem neuerlichen Versuch, den Süden der Halbinsel zu erobern. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] 1703-1710 gelang Mikolinien schließlich der langersehnte Erfolg über Sagradien. Mit dem [[Frieden von Cresq 1711]] und der Union von 1711 kehrten die [[Herzogtum Servette|Servettinischen Lande]] wieder ins mikolinische Königreich zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Dritter Asumarischer Krieg|erneuten Krieg 1718-1720]] sicherte sich Mikolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749 wurde schließlich der mikolinische Hof aus dem [[Piraneia|piranischen]] [[Nanthés]] in die südliche Metropole [[Servette]] verlegt, das traditionell als Hauptstadt Mikoliniens angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische und Golische Kriege === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Mikolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der anti-napoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Mikolinien und Sagradien. Den mikolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der mikolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der mikolinische König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Mikoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen besiegen. Schließlich erreichte Mikolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich [[Cuentez]] und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil [[Golen]]s sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Verisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Mikolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Mikolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Mikolinien im [[Frieden von Diegue]] 1829 die dauerhafte Angliederung des allergrößten Teils der golischen Gebiete an das mikolinische Königreich durchsetzen konnte. Lediglich [[Ambristal und Celiso]] sowie [[Guillard]] blieben sagradisch, [[Sancristo]] blieb souveränes Fürstentum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und Demokratisierung ===&lt;br /&gt;
Anders als im Nachbarland [[Sagradien]] brachen in Mikolinien im europäischen Revolutionsjahr 1848 keine nennenswerten Unruhen aus, doch setzte auch hier allmählich eine liberale Bewegung zugunsten einer weiteren Demokratisierung des Landes ein. Königin [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]], seit 1852 als   Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Mikolinien]] und [[Michael IV. von Mikolinien|Michael IV.]] Königin, erließ schließlich 1856 eine vergleichsweise [[Mikolinische Verfassung von 1856|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt, auch wenn der König noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein eine relativ einflussreiche Stellung behielt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das mikolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Mikolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlerfolg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Mikolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, das durch Staatsliberale, Konservative, Radikaldemokraten und auch einen Teil der Sozialisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ära der Nationalen Koalition ===&lt;br /&gt;
Der breite Konsens der Kriegskoalition hielt nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht stand. Der Versuch der Sozialisten im Jahr 1919, durch Generalstreiks politische und soziale Reformen und die Einführugn einer sozialistischen Republik durchzusetzen, scheiterte bereits nach wenigen Tagen an der inneren Zerstrittenheit der politischen Arbeiterbewegung, die sich wenig später in einen [[PSL|sozialistischen]] und einen die [[PCM|kommunistischen Flügel]] spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erfolglose Erhebung der systemfeindlichen Sozialisten schweißte ihre Gegner im bürgerlichen Lager zusammen, die sich zu einem breiten antimarxistischen Bündnis zusammenfanden. Die gleichzeitigen separatistischen Bestrebungen in [[Golen]] verstärkten die Tendenzen der bürgerlich-nationalen Parteien in Servette zur Abschottung gegenüber Sozialisten und Separatisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolglosen Versuch des Radikaldemokraten [[Francis Clesqerel]] im Jahr 1925, Sozialisten und Liberale hinter einer Reformregierung zu vereinen, scheiterte bereits nach kurzer Zeit, da sich König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]], ein erklärter Gegner der marxistischen Linken, weigerte, ein &amp;quot;rotes&amp;quot; Kabinett zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der erneuten Amtsübernahme des Staatsministeriums durch den Liberalen [[Osvalt Camur]] begann die Ära der [[Nationale Koalition|Nationalen Koalition]], einer auf Dauer angelegten Zusammenarbeit der früheren Hauptkonkurrenten, der rechtsliberalen [[PdEL|Staatspartei]] und der katholisch-konservativen [[PDM|Rechtspartei]]. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1929|Mikolinischen Parlamentswahl 1929]] bildeten die Kräfte der Nationalen Koalition ein Wahlkartell gegen die Parteien der Linken und konnten einen deutlichen Sieg davon tragen. In der Folge wurde [[Pier Ulisse]] zum Staatsminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulisses Regierung der Nationalen Koalition stand unter dem Motto der Abwehr von Marxismus und Bolschewismus, des nationalen Zusammenhalts gegen die Tendenzen des Separatismus und Regionalismus und des Erhalts der mikolinischen Krone gegen republikanische Strömungen. Die Nationale Koalition wurde zu einem dauerhaften Bündnis verfestigt, das die folgenden Parlamentswahlen bis einschließlich 1945 allesamt für sich entscheiden konnte, in dem konsequent Wahlbündnisse gegen linke Bewerber geschlossen wurden. Nachdem im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre die populistische Bauernpartei [[LNPP]] einige Erfolge hatte feiern können, wurde sie kurzerhand in die Nationale Koalition eingebunden. Dasselbe geschah zeitweise auch mit der wichtigsten Oppositionspartei [[PSL]], die 1934 in die Regierung aufgenommen wurde, was zu einer Parteispaltung führte. Leitmotto der Nationalen Koalition wurde &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot;, das zugleich als entschiedene Ablehnung jeder separatistischer Bewegungen zu verstehen war. Daneben zeichnete sich die Koalition durch einen ausgeprägten Antikommunismus aus, der 1939 schließlich im Verbot der [[PCM|Kommunistischen Partei Mikoliniens]] gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golenkonflikt 1934-1948 ===&lt;br /&gt;
Prägend für die Zeit Ulisses wurden die politischen Krisen und gewaltsamen Auseinandersetzungen in [[Golen]]. Dort hatte sich eine starke separatistische Bewegung gebildet, die in der [[Front Libretait Gools]] (FLG) einen paramilitärischen Arm ausbildete und das Regionalstatut von 1922, das den golischen Provinzen begrenzte Autonomie zusicherte, nicht anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Servettiner Zentralregierung unter Pier Ulisse ging gegen die Unabhängigkeitsbewegung mit harter Hand vor. Beim sogenannten Schwarzen Samstag 1934 kam es zu schweren Gefechten zwischen golischen Kämpfern und staatlicher Polizei, woraufhin der Kriegszustand über Golen verhängt wurde. Damit begann der Golenaufstand, der zunehmend zum Bürgerkrieg zwischen staatlichen Einheiten und separatistischen Aufständischen eskalierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das harte Vorgehen der mikolinischen Nationalregierung in Golen kam es schließlich auch zu einer schweren außenpolitischen Krise mit dem Nachbarn [[Sagradien]], das zunehmend Flüchtlinge aufnahm. Die 1936 ins Amt gewählte linke [[Volksfront]]-Regierung in [[Semess]] weigerte sich, golische Flüchtlinge an Mikolinien aufzuliefern, sodass ihr von mikolinischer Seite vorgeworfen wurde, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1936]] besetzten schließlich mit der Begründung, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, mikolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der mikolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Mikolinien wieder aus Sagradien zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmend eskalierende Lage in Golen wurde 1937 mit einem Waffenstillstand vorerst befriedet, nachdem die golischen Kämpfer zunehmend geschwächt worden waren. Die Regierung in [[Servette]] erkannte die provisorische Regierung Golens unter Führung von [[Filip Cŏrpas]] als Verhandlungspartner an und sicherte begrenzte Autonomie zu, sofern es gelänge, die Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Der Ausnahmezustand wurde daraufhin aufgehoben, doch verweigerte ein radikaler Teil der Unabhängigkeitsbewegung Cŏrpas die Gefolgschaft, sodass der Bürgerkrieg mit regelmäßigen Terroranschlägen der FLG de facto anhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Piel-Ferrer-Plan 1945 ===  &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Mikolinien bis zum Ende der Kampfhandlungen neutral. Staatsminister [[Pier Ulisse]] starb 1942 nach dreizehn Jahren im Amt des Regierungschefs an einem Herzinfarkt und wurde durch seinen bisherigen Stellvertreter [[Noribert Ferrer]] ersetzt, der die Nationale Koalition fortsetzte. Bei der [[Parlamentswahl 1945]] verlor die Koalition erstmals überhaupt ihre Mehrheit in der mikolinischen Abgeordnetenkammer zugunsten der oppositionellen [[PSL|Sozialisten]], [[PCM|Kommunisten]] und [[LNPP|Agrarier]]. In der Folge sah sich die weiterhin amtierende Regierung unter Noribert Ferrer gezwungen, Kompromisse mit der Opposition zu suchen. Vor allem eine Annäherung an die Sozialisten und die [[LNPP]] wurde nun anvisiert. Zugleich wurde die [[PCM|Kommunistische Partei]] – auch auf internationalen Druck hin – wieder zugelassen. 1946 erließ die Regierung schließlich ein neues Autonomiestatut für Golen, das die Selbstverwaltungsrechte deutlich ausweitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeleitet wurde die Annäherung zwischen Regierung und Opposition in Servette im Juni 1945 mit dem sogenannten [[Piel-Ferrer-Plan]], einer in einem heimlichen Gespräch zwischen Sozialistenführer [[Antoni Piel]] und Regierungschef [[Noribert Ferrer]] getroffenen Übereinkunft, die das anhaltende Golenproblem dauerhaft lösen sollte. Zentraler Inhalt des Übereinkommens war die schrittweise Föderalisierung Mikoliniens. Im Dezember 1945 stimmte das mikolinische Parlament schließlich für die Errichtung autonomer Regionen mit eigenen Parlamenten und Regierungen. Der damit eingeleitete Prozess sollte nicht nur den separatistischen Strömungen in Golen das Wasser abgraben, sondern auch regionalistischen bzw. antizentralistischen Tendenzen im [[Perucia|peruzinischen Norden]] oder in den links geprägten Industrierevieren des Westens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maikrise 1948 ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu einer erneuten schweren Krise, als mehrere [[Golen|golische]] Separatisten getötet wurden. Nach Zusammenstößen mit der mikolinischen Streitmacht riefen Anhänger eines freien Golens schließlich erneut zum Aufstand auf und die Gewalt begann von neuem. Ferrer reagierte mit harter Hand und suchte die Aufstände niederzuschlagen. Die Autonomie wurde wieder aufgehoben und das Kriegsrecht über die Region verhängt. Der Föderalisierungsprozess war damit ernsthaft in Gefahr. Binnen kurzer Zeit weitete sich der Aufstand daher auf andere Regionen des Landes aus, nicht nur in Golen, sondern auch in in [[Perucia]] und [[Litien]] drohten nun bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor diesem Hintergrund kippte die Stimmung auch in den südlichen und mittleren Regionen deutlich gegen die Regierung. In [[Servette]] und anderen Großstädten versammelten sich Bürger, die ein Ende der Gewalt und einen Rücktritt der Regierung Ferrer forderten. Bald folgten Forderungen, der König solle abdanken und das Land schnell in eine Bundesrepublik umgewandelt werden. Zum Symbol des stark pazifistisch geprägten Volksaufstandes wurde die Narzisse, sodass schnell von der [[Narzissenbewegung]] gesprochen wurde. Sozialisten und Kommunisten stellten sich an die Spitze der Bewegung und riefen zum Generalstreik auf, aber auch führende Kirchenvertreter und Liberale zeigten ihre Sympathien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich nach wenigen Tagen auch hohe Militärs weigerten, weiter Gewalt anzuwenden und für eine Verhandlungslösung plädierten, trat die [[Regierung Noribert Ferrer]] geschlossen zurück. König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]] sah sich gezwungen, den Führer der Sozialisten, [[Antoni Piel]] zum Regierungschef zu ernennen, der u.a. einen kommunistischen Minister und einige Parteilose, aber auch Vertreter der bisherigen Regierungsparteien, ernannte und unmittelbare Waffenstillstandsverhandlungen in Golen einleitete. Piel kündigte an, die geplante Föderalisierung Mikoliniens schnell umzusetzen und Golen damit umfassende Autonomierechte zukommen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gingen die Proteste weiter und richteten sich nun vor allem gegen den König, der schließlich am 25. Mai öffentlich zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Mikolinien|Karl XIII.]] abdankte. Piel weigerte sich in dieser Situation, entgegen den Forderungen eigener Parteianhänger, die Republik zu proklamieren und gab damit dem jungen König die Gelegenheit, sich öffentlich zu erklären. Dieser stellte sich, nach einigem Zögern, in einer vielbeachteten Rede vollständig hinter das Programm der Regierung und kündigte an, jede neue Verfassung anzuerkennen, die das mikolinische Volk sich durch seine frei gewählten Vertreter geben werde. Damit gelang es ihm, die Monarchie zu retten. Die Aufstände flachten rasch ab und die Krise war noch im Juni weitgehend ausgestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1948 und Verfassungsrevision === &lt;br /&gt;
Bei den [[Mikolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 1948]] wurden die Parteien der bisherigen Nationalen Koalition vernichtend geschlagen. Stärkste Kraft wurden die [[PSL|Sozialisten]] [[Antoni Piel]]s, gefolgt von [[PCM|Kommunisten]] und den zersplitterten bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crest]] wurde daraufhin eine Konsensregierung gebildet, die im Parlament von den [[PSL|Sozialisten]] sowie von den zwei Parteien unterstützt wurde, die aus der Konkursmasse der geschlagenen Nationalen Koalition hervorgingen: den [[CDM|Christdemokraten]] und den [[PDL|Liberalen]]. Noch im Dezember 1948 verabschiedete das neue Parlament eine umfassende Verfassungsrevision, die Mikolinien offiziell in einen Bundesstaat umwandelte und nach Volksabstimmung am 30. Dezember 1948 in Kraft trat. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde darin weitgehende kulturelle Autonomie garantiert. Der König behielt zwar offiziell zahlreiche Vollmachten, wurde in einigen Bereichen aber doch ausdrücklich an die Zustimmung des Parlaments gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der regulären [[Parlamentswahl 1949]] ging überraschend nicht die [[PSL|Sozialisten]], sondern die christdemokratische [[CDM]], im Wesentlichen eine Nachfolgeorganisation der aufgelösten [[PDM|Rechtspartei]], als stärkste Partei hervor. Der Wahlsieger [[Armand Mikael Carpol]] führte daraufhin eine Konsensregierung der Zentrumsdemokraten mit der [[PSL|Sozialsitischen Partei]] und der agrarisch-liberalen [[PNL]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung hielt an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Mikolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Mikolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Mikoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der mikolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Mikolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Mikolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Mikolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 gehörte Mikolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer Mitte-Links-Regierung PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. In der Folge einigten sich die drei Regierungsparteien unter anderem auf einen außenpolitischen Richtungswechsel zugunsten einer Annäherung an die westeuropäische Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Cosellu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Mikolinien]] und dem [[Fürstentum Sancristo]]. Nur ein Jahr später trat Mikolinien zusammen mit Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Gemeinschaft bei und schied damit aus der EFTA aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit den 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den mikolinischen Grünen, unter deren Ägide Mikolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL, die bis 2010 amtierte und daraufhin von einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter Einschluss der [[Liste Vert|Grünen Liste]] unter dem Sozialisten [[Joann Clement]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2015-11-27T21:01:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Restitutionskriege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Mikolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Tiskier]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschließlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der mikolinischen Halbinsel, die als [[Provincia Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Mikoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden mikolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Mikolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Mikolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmikolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Mikoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher mikolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Mikoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in NordMikolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Mikoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem mikolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in NordMikolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das mikolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Mikolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Mikolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Mikolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmikolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Mikolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Mikolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Mikolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Mikolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der mikolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Mikolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Mikolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der mikolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Mikolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Mikolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der mikolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Mikolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Mikolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Mikoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Mikolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermikolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Mikolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmikolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Mikolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des mikolinischen Königs [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmikolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in SüdMikolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Mikolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die mikolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Mikolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Mikolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Mikolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Mikolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Mikolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten mikolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die mikolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den mikolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den mikolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimikolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Mikoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die mikolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im mikolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des mikolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Mikolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der mikolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die mikolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die mikolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Mikolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miquel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miquels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Mikolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf mikolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Mikolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Mikolinien in den Schlachten von Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die mikolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der mikolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Mikoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als mikolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Mikolinien fiel. Damit hatte das Königreich Mikolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die mikolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches mikolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der mikolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die mikolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Mikolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Mikolinien und Sagradien, den Mikolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Mikolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der mikolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Mikolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter I.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uleistenbewegung ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmikolinien war die Position Mikoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Mikoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die mikolinischen Könige [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Mikolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmikolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Mikolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmikolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Mikolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Mikolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Mikolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Mikoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Mikolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Mikolinien]], Schwester des mikolinischen Herrschers [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Erster Asumarischer Krieg|Ersten Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Mikolinien auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Mikolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem mikolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Mikolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-mikolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten mikolinischen Krone ein. Eine Nachfolgekrise im [[Großherzogtum Servette]] nach dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V. von Servette]] 1701 nutzte König [[Georg I. von Mikolinien]] 1703 zu einem neuerlichen Versuch, den Süden der Halbinsel zu erobern. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] 1703-1710 gelang Mikolinien schließlich der langersehnte Erfolg über Sagradien. Mit dem [[Frieden von Cresq 1711]] und der Union von 1711 kehrten die [[Herzogtum Servette|Servettinischen Lande]] wieder ins mikolinische Königreich zurück. Kurz darauf wurde Servette auch zur Hauptstadt Mikoliniens bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Dritter Asumarischer Krieg|erneuten Krieg 1718-1720]] sicherte sich Mikolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische und Golische Kriege === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Mikolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der anti-napoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Mikolinien und Sagradien. Den mikolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der mikolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der mikolinische König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Mikoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen besiegen. Schließlich erreichte Mikolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich [[Cuentez]] und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil [[Golen]]s sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Verisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Mikolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Mikolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Mikolinien im [[Frieden von Diegue]] 1829 die dauerhafte Angliederung des allergrößten Teils der golischen Gebiete an das mikolinische Königreich durchsetzen konnte. Lediglich [[Ambristal und Celiso]] sowie [[Guillard]] blieben sagradisch, [[Sancristo]] blieb souveränes Fürstentum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und Demokratisierung ===&lt;br /&gt;
Anders als im Nachbarland [[Sagradien]] brachen in Mikolinien im europäischen Revolutionsjahr 1848 keine nennenswerten Unruhen aus, doch setzte auch hier allmählich eine liberale Bewegung zugunsten einer weiteren Demokratisierung des Landes ein. Königin [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]], seit 1852 als   Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Mikolinien]] und [[Michael IV. von Mikolinien|Michael IV.]] Königin, erließ schließlich 1856 eine vergleichsweise [[Mikolinische Verfassung von 1856|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt, auch wenn der König noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein eine relativ einflussreiche Stellung behielt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das mikolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Mikolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlerfolg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Mikolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, das durch Staatsliberale, Konservative, Radikaldemokraten und auch einen Teil der Sozialisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ära der Nationalen Koalition ===&lt;br /&gt;
Der breite Konsens der Kriegskoalition hielt nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht stand. Der Versuch der Sozialisten im Jahr 1919, durch Generalstreiks politische und soziale Reformen und die Einführugn einer sozialistischen Republik durchzusetzen, scheiterte bereits nach wenigen Tagen an der inneren Zerstrittenheit der politischen Arbeiterbewegung, die sich wenig später in einen [[PSL|sozialistischen]] und einen die [[PCM|kommunistischen Flügel]] spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erfolglose Erhebung der systemfeindlichen Sozialisten schweißte ihre Gegner im bürgerlichen Lager zusammen, die sich zu einem breiten antimarxistischen Bündnis zusammenfanden. Die gleichzeitigen separatistischen Bestrebungen in [[Golen]] verstärkten die Tendenzen der bürgerlich-nationalen Parteien in Servette zur Abschottung gegenüber Sozialisten und Separatisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolglosen Versuch des Radikaldemokraten [[Francis Clesqerel]] im Jahr 1925, Sozialisten und Liberale hinter einer Reformregierung zu vereinen, scheiterte bereits nach kurzer Zeit, da sich König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]], ein erklärter Gegner der marxistischen Linken, weigerte, ein &amp;quot;rotes&amp;quot; Kabinett zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der erneuten Amtsübernahme des Staatsministeriums durch den Liberalen [[Osvalt Camur]] begann die Ära der [[Nationale Koalition|Nationalen Koalition]], einer auf Dauer angelegten Zusammenarbeit der früheren Hauptkonkurrenten, der rechtsliberalen [[PdEL|Staatspartei]] und der katholisch-konservativen [[PDM|Rechtspartei]]. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1929|Mikolinischen Parlamentswahl 1929]] bildeten die Kräfte der Nationalen Koalition ein Wahlkartell gegen die Parteien der Linken und konnten einen deutlichen Sieg davon tragen. In der Folge wurde [[Pier Ulisse]] zum Staatsminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulisses Regierung der Nationalen Koalition stand unter dem Motto der Abwehr von Marxismus und Bolschewismus, des nationalen Zusammenhalts gegen die Tendenzen des Separatismus und Regionalismus und des Erhalts der mikolinischen Krone gegen republikanische Strömungen. Die Nationale Koalition wurde zu einem dauerhaften Bündnis verfestigt, das die folgenden Parlamentswahlen bis einschließlich 1945 allesamt für sich entscheiden konnte, in dem konsequent Wahlbündnisse gegen linke Bewerber geschlossen wurden. Nachdem im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre die populistische Bauernpartei [[LNPP]] einige Erfolge hatte feiern können, wurde sie kurzerhand in die Nationale Koalition eingebunden. Dasselbe geschah zeitweise auch mit der wichtigsten Oppositionspartei [[PSL]], die 1934 in die Regierung aufgenommen wurde, was zu einer Parteispaltung führte. Leitmotto der Nationalen Koalition wurde &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot;, das zugleich als entschiedene Ablehnung jeder separatistischer Bewegungen zu verstehen war. Daneben zeichnete sich die Koalition durch einen ausgeprägten Antikommunismus aus, der 1939 schließlich im Verbot der [[PCM|Kommunistischen Partei Mikoliniens]] gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golenkonflikt 1934-1948 ===&lt;br /&gt;
Prägend für die Zeit Ulisses wurden die politischen Krisen und gewaltsamen Auseinandersetzungen in [[Golen]]. Dort hatte sich eine starke separatistische Bewegung gebildet, die in der [[Front Libretait Gools]] (FLG) einen paramilitärischen Arm ausbildete und das Regionalstatut von 1922, das den golischen Provinzen begrenzte Autonomie zusicherte, nicht anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Servettiner Zentralregierung unter Pier Ulisse ging gegen die Unabhängigkeitsbewegung mit harter Hand vor. Beim sogenannten Schwarzen Samstag 1934 kam es zu schweren Gefechten zwischen golischen Kämpfern und staatlicher Polizei, woraufhin der Kriegszustand über Golen verhängt wurde. Damit begann der Golenaufstand, der zunehmend zum Bürgerkrieg zwischen staatlichen Einheiten und separatistischen Aufständischen eskalierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das harte Vorgehen der mikolinischen Nationalregierung in Golen kam es schließlich auch zu einer schweren außenpolitischen Krise mit dem Nachbarn [[Sagradien]], das zunehmend Flüchtlinge aufnahm. Die 1936 ins Amt gewählte linke [[Volksfront]]-Regierung in [[Semess]] weigerte sich, golische Flüchtlinge an Mikolinien aufzuliefern, sodass ihr von mikolinischer Seite vorgeworfen wurde, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1936]] besetzten schließlich mit der Begründung, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, mikolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der mikolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Mikolinien wieder aus Sagradien zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmend eskalierende Lage in Golen wurde 1937 mit einem Waffenstillstand vorerst befriedet, nachdem die golischen Kämpfer zunehmend geschwächt worden waren. Die Regierung in [[Servette]] erkannte die provisorische Regierung Golens unter Führung von [[Filip Cŏrpas]] als Verhandlungspartner an und sicherte begrenzte Autonomie zu, sofern es gelänge, die Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Der Ausnahmezustand wurde daraufhin aufgehoben, doch verweigerte ein radikaler Teil der Unabhängigkeitsbewegung Cŏrpas die Gefolgschaft, sodass der Bürgerkrieg mit regelmäßigen Terroranschlägen der FLG de facto anhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Piel-Ferrer-Plan 1945 ===  &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Mikolinien bis zum Ende der Kampfhandlungen neutral. Staatsminister [[Pier Ulisse]] starb 1942 nach dreizehn Jahren im Amt des Regierungschefs an einem Herzinfarkt und wurde durch seinen bisherigen Stellvertreter [[Noribert Ferrer]] ersetzt, der die Nationale Koalition fortsetzte. Bei der [[Parlamentswahl 1945]] verlor die Koalition erstmals überhaupt ihre Mehrheit in der mikolinischen Abgeordnetenkammer zugunsten der oppositionellen [[PSL|Sozialisten]], [[PCM|Kommunisten]] und [[LNPP|Agrarier]]. In der Folge sah sich die weiterhin amtierende Regierung unter Noribert Ferrer gezwungen, Kompromisse mit der Opposition zu suchen. Vor allem eine Annäherung an die Sozialisten und die [[LNPP]] wurde nun anvisiert. Zugleich wurde die [[PCM|Kommunistische Partei]] – auch auf internationalen Druck hin – wieder zugelassen. 1946 erließ die Regierung schließlich ein neues Autonomiestatut für Golen, das die Selbstverwaltungsrechte deutlich ausweitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeleitet wurde die Annäherung zwischen Regierung und Opposition in Servette im Juni 1945 mit dem sogenannten [[Piel-Ferrer-Plan]], einer in einem heimlichen Gespräch zwischen Sozialistenführer [[Antoni Piel]] und Regierungschef [[Noribert Ferrer]] getroffenen Übereinkunft, die das anhaltende Golenproblem dauerhaft lösen sollte. Zentraler Inhalt des Übereinkommens war die schrittweise Föderalisierung Mikoliniens. Im Dezember 1945 stimmte das mikolinische Parlament schließlich für die Errichtung autonomer Regionen mit eigenen Parlamenten und Regierungen. Der damit eingeleitete Prozess sollte nicht nur den separatistischen Strömungen in Golen das Wasser abgraben, sondern auch regionalistischen bzw. antizentralistischen Tendenzen im [[Perucia|peruzinischen Norden]] oder in den links geprägten Industrierevieren des Westens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maikrise 1948 ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu einer erneuten schweren Krise, als mehrere [[Golen|golische]] Separatisten getötet wurden. Nach Zusammenstößen mit der mikolinischen Streitmacht riefen Anhänger eines freien Golens schließlich erneut zum Aufstand auf und die Gewalt begann von neuem. Ferrer reagierte mit harter Hand und suchte die Aufstände niederzuschlagen. Die Autonomie wurde wieder aufgehoben und das Kriegsrecht über die Region verhängt. Der Föderalisierungsprozess war damit ernsthaft in Gefahr. Binnen kurzer Zeit weitete sich der Aufstand daher auf andere Regionen des Landes aus, nicht nur in Golen, sondern auch in in [[Perucia]] und [[Litien]] drohten nun bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor diesem Hintergrund kippte die Stimmung auch in den südlichen und mittleren Regionen deutlich gegen die Regierung. In [[Servette]] und anderen Großstädten versammelten sich Bürger, die ein Ende der Gewalt und einen Rücktritt der Regierung Ferrer forderten. Bald folgten Forderungen, der König solle abdanken und das Land schnell in eine Bundesrepublik umgewandelt werden. Zum Symbol des stark pazifistisch geprägten Volksaufstandes wurde die Narzisse, sodass schnell von der [[Narzissenbewegung]] gesprochen wurde. Sozialisten und Kommunisten stellten sich an die Spitze der Bewegung und riefen zum Generalstreik auf, aber auch führende Kirchenvertreter und Liberale zeigten ihre Sympathien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich nach wenigen Tagen auch hohe Militärs weigerten, weiter Gewalt anzuwenden und für eine Verhandlungslösung plädierten, trat die [[Regierung Noribert Ferrer]] geschlossen zurück. König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]] sah sich gezwungen, den Führer der Sozialisten, [[Antoni Piel]] zum Regierungschef zu ernennen, der u.a. einen kommunistischen Minister und einige Parteilose, aber auch Vertreter der bisherigen Regierungsparteien, ernannte und unmittelbare Waffenstillstandsverhandlungen in Golen einleitete. Piel kündigte an, die geplante Föderalisierung Mikoliniens schnell umzusetzen und Golen damit umfassende Autonomierechte zukommen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gingen die Proteste weiter und richteten sich nun vor allem gegen den König, der schließlich am 25. Mai öffentlich zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Mikolinien|Karl XIII.]] abdankte. Piel weigerte sich in dieser Situation, entgegen den Forderungen eigener Parteianhänger, die Republik zu proklamieren und gab damit dem jungen König die Gelegenheit, sich öffentlich zu erklären. Dieser stellte sich, nach einigem Zögern, in einer vielbeachteten Rede vollständig hinter das Programm der Regierung und kündigte an, jede neue Verfassung anzuerkennen, die das mikolinische Volk sich durch seine frei gewählten Vertreter geben werde. Damit gelang es ihm, die Monarchie zu retten. Die Aufstände flachten rasch ab und die Krise war noch im Juni weitgehend ausgestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1948 und Verfassungsrevision === &lt;br /&gt;
Bei den [[Mikolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 1948]] wurden die Parteien der bisherigen Nationalen Koalition vernichtend geschlagen. Stärkste Kraft wurden die [[PSL|Sozialisten]] [[Antoni Piel]]s, gefolgt von [[PCM|Kommunisten]] und den zersplitterten bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crest]] wurde daraufhin eine Konsensregierung gebildet, die im Parlament von den [[PSL|Sozialisten]] sowie von den zwei Parteien unterstützt wurde, die aus der Konkursmasse der geschlagenen Nationalen Koalition hervorgingen: den [[CDM|Christdemokraten]] und den [[PDL|Liberalen]]. Noch im Dezember 1948 verabschiedete das neue Parlament eine umfassende Verfassungsrevision, die Mikolinien offiziell in einen Bundesstaat umwandelte und nach Volksabstimmung am 30. Dezember 1948 in Kraft trat. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde darin weitgehende kulturelle Autonomie garantiert. Der König behielt zwar offiziell zahlreiche Vollmachten, wurde in einigen Bereichen aber doch ausdrücklich an die Zustimmung des Parlaments gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der regulären [[Parlamentswahl 1949]] ging überraschend nicht die [[PSL|Sozialisten]], sondern die christdemokratische [[CDM]], im Wesentlichen eine Nachfolgeorganisation der aufgelösten [[PDM|Rechtspartei]], als stärkste Partei hervor. Der Wahlsieger [[Armand Mikael Carpol]] führte daraufhin eine Konsensregierung der Zentrumsdemokraten mit der [[PSL|Sozialsitischen Partei]] und der agrarisch-liberalen [[PNL]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung hielt an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Mikolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Mikolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Mikoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der mikolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Mikolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Mikolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Mikolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 gehörte Mikolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer Mitte-Links-Regierung PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. In der Folge einigten sich die drei Regierungsparteien unter anderem auf einen außenpolitischen Richtungswechsel zugunsten einer Annäherung an die westeuropäische Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Cosellu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Mikolinien]] und dem [[Fürstentum Sancristo]]. Nur ein Jahr später trat Mikolinien zusammen mit Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Gemeinschaft bei und schied damit aus der EFTA aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit den 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den mikolinischen Grünen, unter deren Ägide Mikolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL, die bis 2010 amtierte und daraufhin von einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter Einschluss der [[Liste Vert|Grünen Liste]] unter dem Sozialisten [[Joann Clement]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2015-11-27T20:59:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Restitutionskriege im 18. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Mikolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Tiskier]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschließlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der mikolinischen Halbinsel, die als [[Provincia Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Mikoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden mikolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Mikolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Mikolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmikolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Mikoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher mikolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Mikoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in NordMikolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Mikoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem mikolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in NordMikolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das mikolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Mikolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Mikolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Mikolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmikolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Mikolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Mikolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Mikolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Mikolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der mikolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Mikolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Mikolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der mikolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Mikolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Mikolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der mikolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Mikolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Mikolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Mikoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Mikolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermikolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Mikolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmikolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Mikolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des mikolinischen Königs [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmikolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in SüdMikolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Mikolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die mikolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Mikolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Mikolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Mikolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Mikolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Mikolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten mikolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die mikolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den mikolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den mikolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimikolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Mikoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die mikolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im mikolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des mikolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Mikolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der mikolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die mikolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die mikolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Mikolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miquel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miquels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Mikolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf mikolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Mikolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Mikolinien in den Schlachten von Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die mikolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der mikolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Mikoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als mikolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Mikolinien fiel. Damit hatte das Königreich Mikolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die mikolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches mikolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der mikolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die mikolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Mikolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Mikolinien und Sagradien, den Mikolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Mikolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der mikolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Mikolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter I.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uleistenbewegung ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmikolinien war die Position Mikoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Mikoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die mikolinischen Könige [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Mikolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmikolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Mikolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmikolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Mikolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Mikolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Mikolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer mit dem Dauerrivalen und zur Großmacht aufgestiegenen Sagradien konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer klaren Niederlage Mikoliniens und der verbündeten Engländer. Nach dem gescheiterten Kriegsabenteuer versuchte Mikolinien zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Heiratsweg eine machtpolitische Stärkung gegenüber Sagradien zu erhalten und übte eine gewisse Zeit Einfluss auf die sagradische Hofpolitik aus, ohne damit aber territoriale Gewinne erzielen zu können. Nachdem [[Katharina von Mikolinien]], Schwester des mikolinischen Herrschers [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]] (1624-1670) und Mutter des sagradischen Königs [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Erster Asumarischer Krieg|Ersten Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge Karls IX., der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Mikolinien auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Mikolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem mikolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Mikolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-mikolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten mikolinischen Krone ein. Eine Nachfolgekrise im [[Großherzogtum Servette]] nach dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V. von Servette]] 1701 nutzte König [[Georg I. von Mikolinien]] 1703 zu einem neuerlichen Versuch, den Süden der Halbinsel zu erobern. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] 1703-1710 gelang Mikolinien schließlich der langersehnte Erfolg über Sagradien. Mit dem [[Frieden von Cresq 1711]] und der Union von 1711 kehrten die [[Herzogtum Servette|Servettinischen Lande]] wieder ins mikolinische Königreich zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Dritter Asumarischer Krieg|erneuten Krieg 1718-1720]] sicherte sich Mikolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in mikolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Mikolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Mikolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Mikolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Mikolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den mikolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische und Golische Kriege === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Mikolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der anti-napoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Mikolinien und Sagradien. Den mikolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der mikolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der mikolinische König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Mikoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen besiegen. Schließlich erreichte Mikolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich [[Cuentez]] und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil [[Golen]]s sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Verisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Mikolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Mikolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Mikolinien im [[Frieden von Diegue]] 1829 die dauerhafte Angliederung des allergrößten Teils der golischen Gebiete an das mikolinische Königreich durchsetzen konnte. Lediglich [[Ambristal und Celiso]] sowie [[Guillard]] blieben sagradisch, [[Sancristo]] blieb souveränes Fürstentum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und Demokratisierung ===&lt;br /&gt;
Anders als im Nachbarland [[Sagradien]] brachen in Mikolinien im europäischen Revolutionsjahr 1848 keine nennenswerten Unruhen aus, doch setzte auch hier allmählich eine liberale Bewegung zugunsten einer weiteren Demokratisierung des Landes ein. Königin [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]], seit 1852 als   Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Mikolinien]] und [[Michael IV. von Mikolinien|Michael IV.]] Königin, erließ schließlich 1856 eine vergleichsweise [[Mikolinische Verfassung von 1856|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt, auch wenn der König noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein eine relativ einflussreiche Stellung behielt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das mikolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Mikolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlerfolg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Mikolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, das durch Staatsliberale, Konservative, Radikaldemokraten und auch einen Teil der Sozialisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ära der Nationalen Koalition ===&lt;br /&gt;
Der breite Konsens der Kriegskoalition hielt nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht stand. Der Versuch der Sozialisten im Jahr 1919, durch Generalstreiks politische und soziale Reformen und die Einführugn einer sozialistischen Republik durchzusetzen, scheiterte bereits nach wenigen Tagen an der inneren Zerstrittenheit der politischen Arbeiterbewegung, die sich wenig später in einen [[PSL|sozialistischen]] und einen die [[PCM|kommunistischen Flügel]] spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erfolglose Erhebung der systemfeindlichen Sozialisten schweißte ihre Gegner im bürgerlichen Lager zusammen, die sich zu einem breiten antimarxistischen Bündnis zusammenfanden. Die gleichzeitigen separatistischen Bestrebungen in [[Golen]] verstärkten die Tendenzen der bürgerlich-nationalen Parteien in Servette zur Abschottung gegenüber Sozialisten und Separatisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolglosen Versuch des Radikaldemokraten [[Francis Clesqerel]] im Jahr 1925, Sozialisten und Liberale hinter einer Reformregierung zu vereinen, scheiterte bereits nach kurzer Zeit, da sich König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]], ein erklärter Gegner der marxistischen Linken, weigerte, ein &amp;quot;rotes&amp;quot; Kabinett zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der erneuten Amtsübernahme des Staatsministeriums durch den Liberalen [[Osvalt Camur]] begann die Ära der [[Nationale Koalition|Nationalen Koalition]], einer auf Dauer angelegten Zusammenarbeit der früheren Hauptkonkurrenten, der rechtsliberalen [[PdEL|Staatspartei]] und der katholisch-konservativen [[PDM|Rechtspartei]]. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1929|Mikolinischen Parlamentswahl 1929]] bildeten die Kräfte der Nationalen Koalition ein Wahlkartell gegen die Parteien der Linken und konnten einen deutlichen Sieg davon tragen. In der Folge wurde [[Pier Ulisse]] zum Staatsminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulisses Regierung der Nationalen Koalition stand unter dem Motto der Abwehr von Marxismus und Bolschewismus, des nationalen Zusammenhalts gegen die Tendenzen des Separatismus und Regionalismus und des Erhalts der mikolinischen Krone gegen republikanische Strömungen. Die Nationale Koalition wurde zu einem dauerhaften Bündnis verfestigt, das die folgenden Parlamentswahlen bis einschließlich 1945 allesamt für sich entscheiden konnte, in dem konsequent Wahlbündnisse gegen linke Bewerber geschlossen wurden. Nachdem im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre die populistische Bauernpartei [[LNPP]] einige Erfolge hatte feiern können, wurde sie kurzerhand in die Nationale Koalition eingebunden. Dasselbe geschah zeitweise auch mit der wichtigsten Oppositionspartei [[PSL]], die 1934 in die Regierung aufgenommen wurde, was zu einer Parteispaltung führte. Leitmotto der Nationalen Koalition wurde &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot;, das zugleich als entschiedene Ablehnung jeder separatistischer Bewegungen zu verstehen war. Daneben zeichnete sich die Koalition durch einen ausgeprägten Antikommunismus aus, der 1939 schließlich im Verbot der [[PCM|Kommunistischen Partei Mikoliniens]] gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golenkonflikt 1934-1948 ===&lt;br /&gt;
Prägend für die Zeit Ulisses wurden die politischen Krisen und gewaltsamen Auseinandersetzungen in [[Golen]]. Dort hatte sich eine starke separatistische Bewegung gebildet, die in der [[Front Libretait Gools]] (FLG) einen paramilitärischen Arm ausbildete und das Regionalstatut von 1922, das den golischen Provinzen begrenzte Autonomie zusicherte, nicht anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Servettiner Zentralregierung unter Pier Ulisse ging gegen die Unabhängigkeitsbewegung mit harter Hand vor. Beim sogenannten Schwarzen Samstag 1934 kam es zu schweren Gefechten zwischen golischen Kämpfern und staatlicher Polizei, woraufhin der Kriegszustand über Golen verhängt wurde. Damit begann der Golenaufstand, der zunehmend zum Bürgerkrieg zwischen staatlichen Einheiten und separatistischen Aufständischen eskalierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das harte Vorgehen der mikolinischen Nationalregierung in Golen kam es schließlich auch zu einer schweren außenpolitischen Krise mit dem Nachbarn [[Sagradien]], das zunehmend Flüchtlinge aufnahm. Die 1936 ins Amt gewählte linke [[Volksfront]]-Regierung in [[Semess]] weigerte sich, golische Flüchtlinge an Mikolinien aufzuliefern, sodass ihr von mikolinischer Seite vorgeworfen wurde, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1936]] besetzten schließlich mit der Begründung, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, mikolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der mikolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Mikolinien wieder aus Sagradien zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmend eskalierende Lage in Golen wurde 1937 mit einem Waffenstillstand vorerst befriedet, nachdem die golischen Kämpfer zunehmend geschwächt worden waren. Die Regierung in [[Servette]] erkannte die provisorische Regierung Golens unter Führung von [[Filip Cŏrpas]] als Verhandlungspartner an und sicherte begrenzte Autonomie zu, sofern es gelänge, die Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Der Ausnahmezustand wurde daraufhin aufgehoben, doch verweigerte ein radikaler Teil der Unabhängigkeitsbewegung Cŏrpas die Gefolgschaft, sodass der Bürgerkrieg mit regelmäßigen Terroranschlägen der FLG de facto anhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Piel-Ferrer-Plan 1945 ===  &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Mikolinien bis zum Ende der Kampfhandlungen neutral. Staatsminister [[Pier Ulisse]] starb 1942 nach dreizehn Jahren im Amt des Regierungschefs an einem Herzinfarkt und wurde durch seinen bisherigen Stellvertreter [[Noribert Ferrer]] ersetzt, der die Nationale Koalition fortsetzte. Bei der [[Parlamentswahl 1945]] verlor die Koalition erstmals überhaupt ihre Mehrheit in der mikolinischen Abgeordnetenkammer zugunsten der oppositionellen [[PSL|Sozialisten]], [[PCM|Kommunisten]] und [[LNPP|Agrarier]]. In der Folge sah sich die weiterhin amtierende Regierung unter Noribert Ferrer gezwungen, Kompromisse mit der Opposition zu suchen. Vor allem eine Annäherung an die Sozialisten und die [[LNPP]] wurde nun anvisiert. Zugleich wurde die [[PCM|Kommunistische Partei]] – auch auf internationalen Druck hin – wieder zugelassen. 1946 erließ die Regierung schließlich ein neues Autonomiestatut für Golen, das die Selbstverwaltungsrechte deutlich ausweitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeleitet wurde die Annäherung zwischen Regierung und Opposition in Servette im Juni 1945 mit dem sogenannten [[Piel-Ferrer-Plan]], einer in einem heimlichen Gespräch zwischen Sozialistenführer [[Antoni Piel]] und Regierungschef [[Noribert Ferrer]] getroffenen Übereinkunft, die das anhaltende Golenproblem dauerhaft lösen sollte. Zentraler Inhalt des Übereinkommens war die schrittweise Föderalisierung Mikoliniens. Im Dezember 1945 stimmte das mikolinische Parlament schließlich für die Errichtung autonomer Regionen mit eigenen Parlamenten und Regierungen. Der damit eingeleitete Prozess sollte nicht nur den separatistischen Strömungen in Golen das Wasser abgraben, sondern auch regionalistischen bzw. antizentralistischen Tendenzen im [[Perucia|peruzinischen Norden]] oder in den links geprägten Industrierevieren des Westens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maikrise 1948 ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu einer erneuten schweren Krise, als mehrere [[Golen|golische]] Separatisten getötet wurden. Nach Zusammenstößen mit der mikolinischen Streitmacht riefen Anhänger eines freien Golens schließlich erneut zum Aufstand auf und die Gewalt begann von neuem. Ferrer reagierte mit harter Hand und suchte die Aufstände niederzuschlagen. Die Autonomie wurde wieder aufgehoben und das Kriegsrecht über die Region verhängt. Der Föderalisierungsprozess war damit ernsthaft in Gefahr. Binnen kurzer Zeit weitete sich der Aufstand daher auf andere Regionen des Landes aus, nicht nur in Golen, sondern auch in in [[Perucia]] und [[Litien]] drohten nun bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor diesem Hintergrund kippte die Stimmung auch in den südlichen und mittleren Regionen deutlich gegen die Regierung. In [[Servette]] und anderen Großstädten versammelten sich Bürger, die ein Ende der Gewalt und einen Rücktritt der Regierung Ferrer forderten. Bald folgten Forderungen, der König solle abdanken und das Land schnell in eine Bundesrepublik umgewandelt werden. Zum Symbol des stark pazifistisch geprägten Volksaufstandes wurde die Narzisse, sodass schnell von der [[Narzissenbewegung]] gesprochen wurde. Sozialisten und Kommunisten stellten sich an die Spitze der Bewegung und riefen zum Generalstreik auf, aber auch führende Kirchenvertreter und Liberale zeigten ihre Sympathien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich nach wenigen Tagen auch hohe Militärs weigerten, weiter Gewalt anzuwenden und für eine Verhandlungslösung plädierten, trat die [[Regierung Noribert Ferrer]] geschlossen zurück. König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]] sah sich gezwungen, den Führer der Sozialisten, [[Antoni Piel]] zum Regierungschef zu ernennen, der u.a. einen kommunistischen Minister und einige Parteilose, aber auch Vertreter der bisherigen Regierungsparteien, ernannte und unmittelbare Waffenstillstandsverhandlungen in Golen einleitete. Piel kündigte an, die geplante Föderalisierung Mikoliniens schnell umzusetzen und Golen damit umfassende Autonomierechte zukommen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gingen die Proteste weiter und richteten sich nun vor allem gegen den König, der schließlich am 25. Mai öffentlich zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Mikolinien|Karl XIII.]] abdankte. Piel weigerte sich in dieser Situation, entgegen den Forderungen eigener Parteianhänger, die Republik zu proklamieren und gab damit dem jungen König die Gelegenheit, sich öffentlich zu erklären. Dieser stellte sich, nach einigem Zögern, in einer vielbeachteten Rede vollständig hinter das Programm der Regierung und kündigte an, jede neue Verfassung anzuerkennen, die das mikolinische Volk sich durch seine frei gewählten Vertreter geben werde. Damit gelang es ihm, die Monarchie zu retten. Die Aufstände flachten rasch ab und die Krise war noch im Juni weitgehend ausgestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1948 und Verfassungsrevision === &lt;br /&gt;
Bei den [[Mikolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 1948]] wurden die Parteien der bisherigen Nationalen Koalition vernichtend geschlagen. Stärkste Kraft wurden die [[PSL|Sozialisten]] [[Antoni Piel]]s, gefolgt von [[PCM|Kommunisten]] und den zersplitterten bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crest]] wurde daraufhin eine Konsensregierung gebildet, die im Parlament von den [[PSL|Sozialisten]] sowie von den zwei Parteien unterstützt wurde, die aus der Konkursmasse der geschlagenen Nationalen Koalition hervorgingen: den [[CDM|Christdemokraten]] und den [[PDL|Liberalen]]. Noch im Dezember 1948 verabschiedete das neue Parlament eine umfassende Verfassungsrevision, die Mikolinien offiziell in einen Bundesstaat umwandelte und nach Volksabstimmung am 30. Dezember 1948 in Kraft trat. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde darin weitgehende kulturelle Autonomie garantiert. Der König behielt zwar offiziell zahlreiche Vollmachten, wurde in einigen Bereichen aber doch ausdrücklich an die Zustimmung des Parlaments gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der regulären [[Parlamentswahl 1949]] ging überraschend nicht die [[PSL|Sozialisten]], sondern die christdemokratische [[CDM]], im Wesentlichen eine Nachfolgeorganisation der aufgelösten [[PDM|Rechtspartei]], als stärkste Partei hervor. Der Wahlsieger [[Armand Mikael Carpol]] führte daraufhin eine Konsensregierung der Zentrumsdemokraten mit der [[PSL|Sozialsitischen Partei]] und der agrarisch-liberalen [[PNL]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung hielt an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Mikolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Mikolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Mikoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der mikolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Mikolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Mikolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Mikolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 gehörte Mikolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer Mitte-Links-Regierung PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. In der Folge einigten sich die drei Regierungsparteien unter anderem auf einen außenpolitischen Richtungswechsel zugunsten einer Annäherung an die westeuropäische Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Cosellu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Mikolinien]] und dem [[Fürstentum Sancristo]]. Nur ein Jahr später trat Mikolinien zusammen mit Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Gemeinschaft bei und schied damit aus der EFTA aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit den 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den mikolinischen Grünen, unter deren Ägide Mikolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL, die bis 2010 amtierte und daraufhin von einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter Einschluss der [[Liste Vert|Grünen Liste]] unter dem Sozialisten [[Joann Clement]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Mikoliniens&amp;diff=24641</id>
		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2015-11-27T20:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Von der Uleistenbewegung zum Frieden von Villagua */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Mikolinien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Tiskier]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschließlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche Provinz [[Haescia et Litica]] mit der Hauptstadt [[Villagua|Aquae]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der mikolinischen Halbinsel, die als [[Provincia Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Mikoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]], [[Oskanier]] sowie der [[Faläer]] und [[Vellier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Nanthés|Nantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden mikolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Haescia et Litica]] die Diözese Micolina und teilte Mikolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Mikolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmikolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Mikoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher mikolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Mikoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in NordMikolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Mikoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem mikolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in NordMikolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das mikolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Mikolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II. von Mikolinien|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Mikolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmikolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Mikolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Mikolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Mikolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien zwischen Ludiga dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Mikolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigas, wurde von großen Teilen der mikolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Mikolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Mikolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der mikolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Mikolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Mikolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der mikolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Mikolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Mikolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Mikoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Mikolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermikolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Mikolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmikolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Mikolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des mikolinischen Königs [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmikolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in SüdMikolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Mikolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die mikolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Mikolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Mikolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Mikolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Mikolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Mikolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten mikolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Mikolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die mikolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den mikolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den mikolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimikolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Mikoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die mikolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im mikolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des mikolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Mikolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der mikolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die mikolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die mikolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Ziel war es, freie Hand für die geplante Inbesitznahme [[Perucía]]s zu erhalten. Dort verbündete sich in der [[Alberenser Union]] eine der konkurrierenden Adelsparteien mit Mikolinien und bot Karl die verwaiste Krone an, woraufhin er in Perucía einfiel. Nachdem Miquel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erkannte Karl die Nachfolge Miquels nicht an und proklamierte sich selbst zum König von Perucía, womit er den Verzicht von 1390 de facto widerrief. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Mikolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf mikolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Mikolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Mikolinien in den Schlachten von Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die mikolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der mikolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Mikoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als mikolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Mikolinien fiel. Damit hatte das Königreich Mikolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die mikolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches mikolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der mikolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die mikolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Mikolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Mikolinien und Sagradien, den Mikolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Mikolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der mikolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Mikolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter I.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uleistenbewegung ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmikolinien war die Position Mikoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Mikoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die mikolinischen Könige [[Achim II. von Mikolinien|Aquim II.]] (1501-1542) und [[Karl VII. von Mikolinien|Karl VII.]] (1542-1571) um die innere Konsolidierung des Königtums, mussten teilweise aber schwere innere Konflikte meistern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Könige des späteren 15. Jahrhunderts hatten von [[Nanthés]] aus eine zunehmende Zentralisierungspolitik zulasten der Eigenständigkeit der peruzinischen Stände betrieben. Konflikte mit der noch immer starken Unabhängigkeitspartei im Norden mehrten sich. Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmikolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. In seinem Erfolg verbanden sich die nationalen mit neuen religiösen Gegensätzen, da der Reformator vor allem im peruzinischen Hoch- und Niederadel Anhänger fand. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Mikolinien|Karl VIII.]] (1571-151578) wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmikolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Mikolinien|Albert I.]] (1578-1624) aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Mikolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restitutionskriege im 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Mikolinien in der langen Regierungszeit Karls IX., sein hauptsächliches Ziel, die Vertreibung Sagradiens von der eigenen Halbinsel, nicht durchsetzen konnte, so kehrte der Friede von Villagua doch die machtpolitischen Vorzeichen im sagradisch-mikolinischen Verhältnis um und leitete längerfristig den Abstieg der Großmacht Sagradien und den allmählichen Aufstieg der konsolidierten mikolinischen Krone ein. Im Bündnis mit England gelang es Mikolinien im Spanischen Erbfolgekrieg, weitere wichtige Schritte gegen Sagradien zu unternehmen. Anders als im Asumarischen Krieg unter Karl IX. brachten die Kampfhandlungen gegen Sagradien unter [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1686-1714) auch territoriale Gewinne, die &amp;quot;Restitutionspolitik&amp;quot; der mikolinischen Monarchie mit dem Ziel der Einigung der gesamten Halbinsel unter mikolinischer Herrschaft zeichnete erstmals Erfolge. Im [[Friede von Cresq 1712]] sicherte sich Mikolinien den Besitz der strategisch wichtigen Insel [[Feiroa]] vor der Küste [[Servette]]s sowie einige Festungen in [[Lukien]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge rangen die Könige [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] (1714-1719) und [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) mit Frankreich um den entscheidenden Einfluss auf das destabilisierte Sagradien und suchte von den inneren Wirren in Sagradien territoriale Vorteile herauszuschlagen. Georg II. unterstützte im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] die aufständische Adelskoalition. Im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-1720|Sagradisch-Mikolinischen Krieg von 1718-1720]] sowie den folgenden Auseinandersetzungen im Jahr 1722/23 sicherte sich Mikolinien vom geschwächten Sagradien große Teile [[Südkont]]s, besetzte Teile Lukiens und setzte in der Folge die favorisierte [[Maria I.]] auf dem sagradischen Thron gegen den von Frankreich unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] durch. Mit Marias Ehemann [[Johann III. Franz]] von Sagradien wurden 1736 im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern niedergelegt. U.a. gingen die bereits besetzten Gebiete Lukiens fest in mikolinische Hand über. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen beiden Ländern blieb jedoch bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlöschen des [[Haus Santori|Hauses Santori-Servette]] in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Mikolinien]] (1719-1760) abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte, da das mit Mikolinien verbündete England eine neuerliche große Auseinandersetzung am Westrand Europas im Angesicht eines sich abzeichnenden Großkonflikts um die österreichische Erbfolge zu meiden versuchte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. seine Schwägerin Maria und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Politik Karls X. im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] 1755-1760 brachte Mikolinien das lange erstrebte Ziel ein. Während Frankreich den Servettiner Regenten [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] als künftigen König favorisierte und ihn gegen die regierende [[Maria II. Franziska]] durchzusetzen suchte, verbündete sich Mikolinien mit Maria II. und rückte nach dem Tod Marias von Servette gegen den regierenden Louis-Gabriel de Vienne in den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]] vor. Der erfolgreiche Krieg versetzte Mikolinien 1757 in die Lage, aus einer Position der Stärke heraus das Einvernehmen mit Frankreich zu suchen. Im [[Vertrag von Tinagua 1757]] und im endgültigen [[Friede von Tinagua|Friedensschluss von 1760]] wurde der Vienne-Herrscher nach seinem Erfolg gegen Maria II. als König von Sagradien anerkannt, musste seinerseits aber auf Servette und die gesamten Lande verzichten. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den mikolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische und Golische Kriege === &lt;br /&gt;
Während der Napoleonischen Kriege ging Mikolinien im Bündnis mit Großbritannien auf klaren Konfrontationskurs zu Frankreich und schloss sich der anti-napoleonischen Allianz an. Der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805 führte schließlich zum erneuten Krieg zwischen Mikolinien und Sagradien. Den mikolinischen Truppen gelang es dabei in den Folgejahren, mit Hilfe Großbritanniens alle französisch-sagradischen Invasionsversuche abzuwehren und im Gegenzug die angestrebte Reunion der mikolinischen Halbinsel erfolgreich abzuschließen. Der Inbesitznahme [[Westligrien]]s, [[Tinagua]]s sowie [[Plato]]s folgte die erfolgreiche Besetzung [[Cuentez]]' sowie [[Golen]]s. Zugleich unterstützte der mikolinische König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] seit 1808 aktiv die antinapoleonische Bewegung innerhalb des mit Frankreich verbündeten Sagradien. Im [[Winterkrieg 1812/1813]] konnten die Heere Mikoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen besiegen. Schließlich erreichte Mikolinien auf dem Wiener Kongress die Bestätigung des Besitzes aller eroberten Gebiete. Lediglich [[Cuentez]] und der noch nicht in Besitz genommene Ostteil [[Golen]]s sollten bei Sagradien verbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen liberalen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um unter dem Vorwand der Restauration auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Verisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Mikolinien bestätigen, widerrief den Vertrag aber 1819 und versuchte in zwei [[Golenkriege]]n, das gesamte golische Gebiet sowie die zu Beginn des Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete in Mikolinien für die sagradische Krone zurückzuerobern. Nach zwei wechselvollen Kriegen musste Sagradien seinen Anspruch aufgeben, sodass Mikolinien im [[Frieden von Diegue]] 1829 die dauerhafte Angliederung des allergrößten Teils der golischen Gebiete an das mikolinische Königreich durchsetzen konnte. Lediglich [[Ambristal und Celiso]] sowie [[Guillard]] blieben sagradisch, [[Sancristo]] blieb souveränes Fürstentum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und Demokratisierung ===&lt;br /&gt;
Anders als im Nachbarland [[Sagradien]] brachen in Mikolinien im europäischen Revolutionsjahr 1848 keine nennenswerten Unruhen aus, doch setzte auch hier allmählich eine liberale Bewegung zugunsten einer weiteren Demokratisierung des Landes ein. Königin [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]], seit 1852 als   Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Mikolinien]] und [[Michael IV. von Mikolinien|Michael IV.]] Königin, erließ schließlich 1856 eine vergleichsweise [[Mikolinische Verfassung von 1856|liberale Verfassung]], die die traditionelle Ständeversammlung durch ein Zweikammerparlament ersetzte, von der aber nur die Zweite Kammer per Zensuswahl demokratisch legitimiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der durch die liberale Partei durchgesetzten [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde die Stellung der Kammern gegenüber der Exekutive und die der Zweiten gegenüber der Ersten Kammer gestärkt, auch wenn der König noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein eine relativ einflussreiche Stellung behielt. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das mikolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Mikolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) wurde gegen den Willen der konservativen Rechten eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisieren sollten. Dazu gehörte die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts im Jahr 1906. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlerfolg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden, sich aber gegen die Beteiligung am parlamentarischen Regierungssystem aussprachen. Nachdem Mikolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, das durch Staatsliberale, Konservative, Radikaldemokraten und auch einen Teil der Sozialisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ära der Nationalen Koalition ===&lt;br /&gt;
Der breite Konsens der Kriegskoalition hielt nach Kriegsende den zunehmenden sozialen Problemen des Landes nicht stand. Der Versuch der Sozialisten im Jahr 1919, durch Generalstreiks politische und soziale Reformen und die Einführugn einer sozialistischen Republik durchzusetzen, scheiterte bereits nach wenigen Tagen an der inneren Zerstrittenheit der politischen Arbeiterbewegung, die sich wenig später in einen [[PSL|sozialistischen]] und einen die [[PCM|kommunistischen Flügel]] spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erfolglose Erhebung der systemfeindlichen Sozialisten schweißte ihre Gegner im bürgerlichen Lager zusammen, die sich zu einem breiten antimarxistischen Bündnis zusammenfanden. Die gleichzeitigen separatistischen Bestrebungen in [[Golen]] verstärkten die Tendenzen der bürgerlich-nationalen Parteien in Servette zur Abschottung gegenüber Sozialisten und Separatisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolglosen Versuch des Radikaldemokraten [[Francis Clesqerel]] im Jahr 1925, Sozialisten und Liberale hinter einer Reformregierung zu vereinen, scheiterte bereits nach kurzer Zeit, da sich König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]], ein erklärter Gegner der marxistischen Linken, weigerte, ein &amp;quot;rotes&amp;quot; Kabinett zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der erneuten Amtsübernahme des Staatsministeriums durch den Liberalen [[Osvalt Camur]] begann die Ära der [[Nationale Koalition|Nationalen Koalition]], einer auf Dauer angelegten Zusammenarbeit der früheren Hauptkonkurrenten, der rechtsliberalen [[PdEL|Staatspartei]] und der katholisch-konservativen [[PDM|Rechtspartei]]. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1929|Mikolinischen Parlamentswahl 1929]] bildeten die Kräfte der Nationalen Koalition ein Wahlkartell gegen die Parteien der Linken und konnten einen deutlichen Sieg davon tragen. In der Folge wurde [[Pier Ulisse]] zum Staatsminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulisses Regierung der Nationalen Koalition stand unter dem Motto der Abwehr von Marxismus und Bolschewismus, des nationalen Zusammenhalts gegen die Tendenzen des Separatismus und Regionalismus und des Erhalts der mikolinischen Krone gegen republikanische Strömungen. Die Nationale Koalition wurde zu einem dauerhaften Bündnis verfestigt, das die folgenden Parlamentswahlen bis einschließlich 1945 allesamt für sich entscheiden konnte, in dem konsequent Wahlbündnisse gegen linke Bewerber geschlossen wurden. Nachdem im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre die populistische Bauernpartei [[LNPP]] einige Erfolge hatte feiern können, wurde sie kurzerhand in die Nationale Koalition eingebunden. Dasselbe geschah zeitweise auch mit der wichtigsten Oppositionspartei [[PSL]], die 1934 in die Regierung aufgenommen wurde, was zu einer Parteispaltung führte. Leitmotto der Nationalen Koalition wurde &amp;quot;König, Volk, einiges Vaterland&amp;quot;, das zugleich als entschiedene Ablehnung jeder separatistischer Bewegungen zu verstehen war. Daneben zeichnete sich die Koalition durch einen ausgeprägten Antikommunismus aus, der 1939 schließlich im Verbot der [[PCM|Kommunistischen Partei Mikoliniens]] gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golenkonflikt 1934-1948 ===&lt;br /&gt;
Prägend für die Zeit Ulisses wurden die politischen Krisen und gewaltsamen Auseinandersetzungen in [[Golen]]. Dort hatte sich eine starke separatistische Bewegung gebildet, die in der [[Front Libretait Gools]] (FLG) einen paramilitärischen Arm ausbildete und das Regionalstatut von 1922, das den golischen Provinzen begrenzte Autonomie zusicherte, nicht anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Servettiner Zentralregierung unter Pier Ulisse ging gegen die Unabhängigkeitsbewegung mit harter Hand vor. Beim sogenannten Schwarzen Samstag 1934 kam es zu schweren Gefechten zwischen golischen Kämpfern und staatlicher Polizei, woraufhin der Kriegszustand über Golen verhängt wurde. Damit begann der Golenaufstand, der zunehmend zum Bürgerkrieg zwischen staatlichen Einheiten und separatistischen Aufständischen eskalierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das harte Vorgehen der mikolinischen Nationalregierung in Golen kam es schließlich auch zu einer schweren außenpolitischen Krise mit dem Nachbarn [[Sagradien]], das zunehmend Flüchtlinge aufnahm. Die 1936 ins Amt gewählte linke [[Volksfront]]-Regierung in [[Semess]] weigerte sich, golische Flüchtlinge an Mikolinien aufzuliefern, sodass ihr von mikolinischer Seite vorgeworfen wurde, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. In der folgenden [[Golenkrise 1936]] besetzten schließlich mit der Begründung, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, mikolinische Truppen das sagradische [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der mikolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Mikolinien wieder aus Sagradien zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmend eskalierende Lage in Golen wurde 1937 mit einem Waffenstillstand vorerst befriedet, nachdem die golischen Kämpfer zunehmend geschwächt worden waren. Die Regierung in [[Servette]] erkannte die provisorische Regierung Golens unter Führung von [[Filip Cŏrpas]] als Verhandlungspartner an und sicherte begrenzte Autonomie zu, sofern es gelänge, die Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Der Ausnahmezustand wurde daraufhin aufgehoben, doch verweigerte ein radikaler Teil der Unabhängigkeitsbewegung Cŏrpas die Gefolgschaft, sodass der Bürgerkrieg mit regelmäßigen Terroranschlägen der FLG de facto anhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Piel-Ferrer-Plan 1945 ===  &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Mikolinien bis zum Ende der Kampfhandlungen neutral. Staatsminister [[Pier Ulisse]] starb 1942 nach dreizehn Jahren im Amt des Regierungschefs an einem Herzinfarkt und wurde durch seinen bisherigen Stellvertreter [[Noribert Ferrer]] ersetzt, der die Nationale Koalition fortsetzte. Bei der [[Parlamentswahl 1945]] verlor die Koalition erstmals überhaupt ihre Mehrheit in der mikolinischen Abgeordnetenkammer zugunsten der oppositionellen [[PSL|Sozialisten]], [[PCM|Kommunisten]] und [[LNPP|Agrarier]]. In der Folge sah sich die weiterhin amtierende Regierung unter Noribert Ferrer gezwungen, Kompromisse mit der Opposition zu suchen. Vor allem eine Annäherung an die Sozialisten und die [[LNPP]] wurde nun anvisiert. Zugleich wurde die [[PCM|Kommunistische Partei]] – auch auf internationalen Druck hin – wieder zugelassen. 1946 erließ die Regierung schließlich ein neues Autonomiestatut für Golen, das die Selbstverwaltungsrechte deutlich ausweitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeleitet wurde die Annäherung zwischen Regierung und Opposition in Servette im Juni 1945 mit dem sogenannten [[Piel-Ferrer-Plan]], einer in einem heimlichen Gespräch zwischen Sozialistenführer [[Antoni Piel]] und Regierungschef [[Noribert Ferrer]] getroffenen Übereinkunft, die das anhaltende Golenproblem dauerhaft lösen sollte. Zentraler Inhalt des Übereinkommens war die schrittweise Föderalisierung Mikoliniens. Im Dezember 1945 stimmte das mikolinische Parlament schließlich für die Errichtung autonomer Regionen mit eigenen Parlamenten und Regierungen. Der damit eingeleitete Prozess sollte nicht nur den separatistischen Strömungen in Golen das Wasser abgraben, sondern auch regionalistischen bzw. antizentralistischen Tendenzen im [[Perucia|peruzinischen Norden]] oder in den links geprägten Industrierevieren des Westens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maikrise 1948 ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1948 kam es schließlich zu einer erneuten schweren Krise, als mehrere [[Golen|golische]] Separatisten getötet wurden. Nach Zusammenstößen mit der mikolinischen Streitmacht riefen Anhänger eines freien Golens schließlich erneut zum Aufstand auf und die Gewalt begann von neuem. Ferrer reagierte mit harter Hand und suchte die Aufstände niederzuschlagen. Die Autonomie wurde wieder aufgehoben und das Kriegsrecht über die Region verhängt. Der Föderalisierungsprozess war damit ernsthaft in Gefahr. Binnen kurzer Zeit weitete sich der Aufstand daher auf andere Regionen des Landes aus, nicht nur in Golen, sondern auch in in [[Perucia]] und [[Litien]] drohten nun bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor diesem Hintergrund kippte die Stimmung auch in den südlichen und mittleren Regionen deutlich gegen die Regierung. In [[Servette]] und anderen Großstädten versammelten sich Bürger, die ein Ende der Gewalt und einen Rücktritt der Regierung Ferrer forderten. Bald folgten Forderungen, der König solle abdanken und das Land schnell in eine Bundesrepublik umgewandelt werden. Zum Symbol des stark pazifistisch geprägten Volksaufstandes wurde die Narzisse, sodass schnell von der [[Narzissenbewegung]] gesprochen wurde. Sozialisten und Kommunisten stellten sich an die Spitze der Bewegung und riefen zum Generalstreik auf, aber auch führende Kirchenvertreter und Liberale zeigten ihre Sympathien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich nach wenigen Tagen auch hohe Militärs weigerten, weiter Gewalt anzuwenden und für eine Verhandlungslösung plädierten, trat die [[Regierung Noribert Ferrer]] geschlossen zurück. König [[Karl XII. von Mikolinien|Karl XII.]] sah sich gezwungen, den Führer der Sozialisten, [[Antoni Piel]] zum Regierungschef zu ernennen, der u.a. einen kommunistischen Minister und einige Parteilose, aber auch Vertreter der bisherigen Regierungsparteien, ernannte und unmittelbare Waffenstillstandsverhandlungen in Golen einleitete. Piel kündigte an, die geplante Föderalisierung Mikoliniens schnell umzusetzen und Golen damit umfassende Autonomierechte zukommen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gingen die Proteste weiter und richteten sich nun vor allem gegen den König, der schließlich am 25. Mai öffentlich zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Mikolinien|Karl XIII.]] abdankte. Piel weigerte sich in dieser Situation, entgegen den Forderungen eigener Parteianhänger, die Republik zu proklamieren und gab damit dem jungen König die Gelegenheit, sich öffentlich zu erklären. Dieser stellte sich, nach einigem Zögern, in einer vielbeachteten Rede vollständig hinter das Programm der Regierung und kündigte an, jede neue Verfassung anzuerkennen, die das mikolinische Volk sich durch seine frei gewählten Vertreter geben werde. Damit gelang es ihm, die Monarchie zu retten. Die Aufstände flachten rasch ab und die Krise war noch im Juni weitgehend ausgestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1948 und Verfassungsrevision === &lt;br /&gt;
Bei den [[Mikolinische Parlamentswahl 1948|vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 1948]] wurden die Parteien der bisherigen Nationalen Koalition vernichtend geschlagen. Stärkste Kraft wurden die [[PSL|Sozialisten]] [[Antoni Piel]]s, gefolgt von [[PCM|Kommunisten]] und den zersplitterten bürgerlichen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crest]] wurde daraufhin eine Konsensregierung gebildet, die im Parlament von den [[PSL|Sozialisten]] sowie von den zwei Parteien unterstützt wurde, die aus der Konkursmasse der geschlagenen Nationalen Koalition hervorgingen: den [[CDM|Christdemokraten]] und den [[PDL|Liberalen]]. Noch im Dezember 1948 verabschiedete das neue Parlament eine umfassende Verfassungsrevision, die Mikolinien offiziell in einen Bundesstaat umwandelte und nach Volksabstimmung am 30. Dezember 1948 in Kraft trat. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde darin weitgehende kulturelle Autonomie garantiert. Der König behielt zwar offiziell zahlreiche Vollmachten, wurde in einigen Bereichen aber doch ausdrücklich an die Zustimmung des Parlaments gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der regulären [[Parlamentswahl 1949]] ging überraschend nicht die [[PSL|Sozialisten]], sondern die christdemokratische [[CDM]], im Wesentlichen eine Nachfolgeorganisation der aufgelösten [[PDM|Rechtspartei]], als stärkste Partei hervor. Der Wahlsieger [[Armand Mikael Carpol]] führte daraufhin eine Konsensregierung der Zentrumsdemokraten mit der [[PSL|Sozialsitischen Partei]] und der agrarisch-liberalen [[PNL]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung hielt an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Mikolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Mikolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Mikoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der mikolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell. Die Spannungen zwischen Sagradien und Mikolinien wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Mikolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Mikolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikolinien auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 gehörte Mikolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer Mitte-Links-Regierung PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. In der Folge einigten sich die drei Regierungsparteien unter anderem auf einen außenpolitischen Richtungswechsel zugunsten einer Annäherung an die westeuropäische Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Cosellu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Mikolinien]] und dem [[Fürstentum Sancristo]]. Nur ein Jahr später trat Mikolinien zusammen mit Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Gemeinschaft bei und schied damit aus der EFTA aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit den 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den mikolinischen Grünen, unter deren Ägide Mikolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL, die bis 2010 amtierte und daraufhin von einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter Einschluss der [[Liste Vert|Grünen Liste]] unter dem Sozialisten [[Joann Clement]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=24640</id>
		<title>Danadier II.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=24640"/>
		<updated>2015-11-27T20:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Danadier II.''' (von Sagradien) (*1682; †1732) war [[König von Sagradien]] (1698-1721). Seine verschwenderische und autoritäre Politik, seine außenpolitischen Misserfolge und der daraus erwachsende Konflikt mit den Ständen führte das Land in einen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], in dessen Folge er den Großteil seiner Macht verlor und schließlich durch die Stände für abgesetzt erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Luis Danadier Gabriel María Jâcque Agostino de Santori-Valier wurde 1682 in [[Semest]] als Sohn des sagradischen Infanten [[Gabriel Agosto|Gabriel August]] und dessen Frau Marie Josephine de Bourbon, einer Tochter Ludwigs XIV. von Frankreich, geboren. Sein Großvater väterlicherseits war König [[Gabriel VII.]] (1651-1698), sein Großvater mütterlicherseits Ludwig XIV. Als Sohn des Infanten von Sagradien wuchs Danadier am Hof seines Großvaters in Semest auf und wurde mit dem Ziel erzogen, dereinst seinem Vater als Monarch zu folgen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wird als kalt beschrieben, zog dieser doch angeblich seinen zweitältesten Sohn [[Philipp Karl von Viça|Filipe Carles]] (*1685) als Lieblingssohn vor. Jedoch folgte Danadier nach dem Tod seines Vaters 1695 als Kronprinz und [[Prinz von Sarmay]] nach. Als sein Großvater 1698 starb, war Danadier gerade einmal sechzehn Jahre alt und folgte als Jugendlicher auf den Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 – Danadier war gerade 17 Jahre alt - wurde er mit der ebenso alten Wittelsbacherprinzessin Maria Anna von Bayern verheiratet. Aus der Ehe ging 1710 mit dem Prinzen [[Joán Danadier]] ein Sohn hervor, der aber 1719 starb. Außerdem gebahr Maria Anna dem Santori-Prinzen mehrere Töchter, u.a. die älteste Tochter Isabela (1701-1722), spätere Ehefrau des Großherzogen [[Ludwig Philipp II. von Servette]] sowie die jüngere Tochter [[Maria I. Louise|María Luísa]] (1702-1735), die später den [[Fürst von Cuentez|Prinzen von Cuentez]] [[Johann III.]] heiratete und als Maria I. selbst den sagradischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsbeginn und Aufstände ===&lt;br /&gt;
Von Beginn seiner Regierungszeit an versuchte Danadier die von seinem Vater gepflegte Herrschaftsform eines starken Königtums mit absolutistischem Anspruch fortzusetzen und diesen im Glanz der Repräsentation zu übertreffen. Sein großes und unerreichtes Vorbild war dafür in besonderem Maße sein Großvater König Ludwig XIV. von Frankreich, dem er als sagradischer „Sonnenkönig“ nacheifern wollte. Dafür kam bereits früh die spöttische Bezeichnung des „Schattenkönigs“ (''Rei d’Ombra'') auf. Danadier übernahm von seinem Großvater eine bereits extrem angespannte Staatskasse, die er mit seiner gesteigerten Repräsentation vollends ruinierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außenpolitisch handelte Danadier unglücklich. Weder im Spanischen Erbfolgekrieg, noch im zeitgleich stattfindenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] von 1703 konnte Sagradien Erfolge verzeichnen. Im Gegenteil verschlang der Krieg gegen Mikolinien nicht nur Unsummen, sondern führte auch zu schweren Niederlagen, die letztlich zum Einflussverlust in Mikolinien führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion bildete sich im Hochadel zunehmend Widerstand gegen die Politik des Königs. Dessen leitender Minister [[Santiago de Corvón Graf von Casterley]], bemühte sich vergebens, den Haushalt zu sanieren. Als Danadier Pläne zum Bau eines Lustschlosses in [[Colegial]] nach dem Vorbild von Versailles umsetzen wollte und dafür die allgemeinen Steuern anhob, trat Casterley im Jahr 1708 zurück. Es folgte im Juli ein [[Juli-Aufstand 1708|Aufstand]] der hungernden Stadtbevölkerung in [[Semest]], die blutig unterdrückt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Cresq 1711]] musste Sagradien schließlich endgültig auf alle Ansprüche auf das [[Großherzogtum Servette]] verzichten, das wieder der mikolinischen Monarchie eingegliedert wurde. Ein neuerlicher innersagradischer [[September-Aufstand 1711|Aufstand im September 1711]], der sich schnell auf das gesamte Land ausweitere und teilweise von der Adelsopposition gefördert wurde, zwang den König erstmals seit 1632 die [[Generalstände]] einzuberufen. Dort bildete sich eine breite Koalition kritischer Adliger, die sich hinter dem [[Herzog von Sesín]], [[José de Santori Herzog von Sesín|José de Santori-Sesín]], versammelten und ein Ende der kostspieligen Bauprogramme forderten. Darüber hinaus verweigerten die Stände im Jahr 1713 weitere Kriegskredite, woraufhin Danadier die Versammlung auflöste, um zu seinem absoluten Regime zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortes von Tulis und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Auflösung flohen zahlreiche Oppositionelle ins benachbarte [[Königreich von Cuentez]], wo sie sich unter den Schutz von [[Johann III.]] von Cuentez stellten und die oppositionellen [[Cortes de Tulis]] einberiefen. Führende Männer waren der Herzog von Sesín und der [[Herzog von Scantia]]. Danadier – offiziell noch immer im Krieg mit dem cuentezischen Nachbarn – erklärte Sesin und seine Anhänger zu Hochverrätern und enthob sie ihren Ämtern. Nachdem Danadier im Frieden von Utrecht 1713 die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, erklärten die Cortes von Tulis den König für abgesetzt und und beriefen sich dabei auf den Eid, den der König geleistet hatte und in dem er versprochen hatte, nur zum Nutzen der sagradischen Nation zu handeln. Die Tulinesischer Stände stellten ein eigenes Heer zu Verfügung, das auf [[Semest]] losmarschierte. Mit der [[Schlacht bei Tantallas 1713]] zwischen königlichen Truppen und Anhängern Sesíns begann der Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der König stützte sich auf seine alten Anhänger aus dem Norden des Landes sowie auf das Haus Bourbon und seine französischen Kontakte. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern Santori-Sesín, [[Piacón]] und [[Haus Todesce|Todesce]]. Nachdem der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 holte Danadier Casterley zurück und machte ihn zu seinem leitenden Minister. Nachdem dieser 1717 versucht hatte, gegen den Willen Danadiers einen Waffenstillstand und Kompromissfrieden mit José de Sesín auszuhandeln, wurde er entlassen, festgesetzt und wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.  Nach der Übernahme des Oberbefehls der koalitionären Truppen durch [[Filipe de Piacón]] im Jahr 1717 geriet der König immer mehr unter Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ende der Kämpfe ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 stand Danadier II. vor einer endgültigen Niederlage und bemühte sich um ein Übereinkommen mit den Ständen. Er berief eine neue Generalständeversammlung ein und akzeptierte ein Generalkomitee der Stände als faktisches Kontrollorgan. Seine Unterschrift unter das Codex Magnum Libertatum der Stände 1719 diskreditierte ihn endgültig auch bei der ultraroyalistischen Partei unter Führung seines Bruders [[Philipp Karl von Viça]], zumal das ständische Sagradien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg gegen Mikolinien]] erneut keine Gebietsgewinne erreichen konnte. Nach neuerlichen Aufständen der Royalisten wurde Danadier 1720 zusammen mit seiner Familie im Plazarenya-Palast festgesetzt, den Winter über regierte er als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. Gleichzeitig übernahm Philipp Karl von Viça de facto die Führung der königlichen Familie, während Danadier zunehmend unter Depressionen litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich zuspitzende Situation führte schließlich im Februar 1720 zur Aufgabe Danadiers, seiner Flucht nach Frankreich und der von dort aus bekannt gegebenen Abdankung zugunsten seines radikaleren Bruders [[Philipp Karl von Viça]]. Nach Bekanntwerden der Abdankung erklärten die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König rückwirkend für abgesetzt und erkannten die Thronfolge seines Bruders nicht an, ohne aber eine andere Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu bestimmen. Damit begann das Interregnum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=24639</id>
		<title>Danadier II.</title>
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		<updated>2015-11-27T20:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Tod und Ende der Kämpfe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Danadier II.''' (von Sagradien) (*1682; †1732) war [[König von Sagradien]] (1698-1721). Seine verschwenderische und autoritäre Politik, seine außenpolitischen Misserfolge und der daraus erwachsende Konflikt mit den Ständen führte das Land in einen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], in dessen Folge er den Großteil seiner Macht verlor und schließlich durch die Stände für abgesetzt erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Luis Danadier Gabriel María Jâcque Agostino de Santori-Valier wurde 1682 in [[Semess]] als Sohn des sagradischen Infanten [[Gabriel Agosto|Gabriel August]] und dessen Frau Marie Josephine de Bourbon, einer Tochter Ludwigs XIV. von Frankreich, geboren. Sein Großvater väterlicherseits war König [[Gabriel VII.]] (1651-1698), sein Großvater mütterlicherseits Ludwig XIV. Als Sohn des Infanten von Sagradien wuchs Danadier am Hof seines Großvaters in Semess auf und wurde mit dem Ziel erzogen, dereinst seinem Vater als Monarch zu folgen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wird als kalt beschrieben, zog dieser doch angeblich seinen zweitältesten Sohn [[Philipp Karl von Viça|Filipe Carles]] (*1685) als Lieblingssohn vor. Jedoch folgte Danadier nach dem Tod seines Vaters 1695 als Kronprinz und [[Prinz von Sarmay]] nach. Als sein Großvater 1698 starb, war Danadier gerade einmal sechzehn Jahre alt und folgte als Jugendlicher auf den Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 – Danadier war gerade 17 Jahre alt - wurde er mit der ebenso alten Wittelsbacherprinzessin Maria Anna von Bayern verheiratet. Aus der Ehe ging 1710 mit dem Prinzen [[Joán Danadier]] ein Sohn hervor, der aber 1719 starb. Außerdem gebahr Maria Anna dem Santori-Prinzen mehrere Töchter, u.a. die älteste Tochter Isabela (1701-1722), spätere Ehefrau des Großherzogen [[Ludwig Philipp II. von Servette]] sowie die jüngere Tochter [[Maria I. Louise|María Luísa]] (1702-1735), die später den [[Fürst von Cuentez|Prinzen von Cuentez]] [[Johann III.]] heiratete und als Maria I. selbst den sagradischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsbeginn und Aufstände ===&lt;br /&gt;
Von Beginn seiner Regierungszeit an versuchte Danadier die von seinem Vater gepflegte Herrschaftsform eines starken Königtums mit absolutistischem Anspruch fortzusetzen und diesen im Glanz der Repräsentation zu übertreffen. Sein großes und unerreichtes Vorbild war dafür in besonderem Maße sein Großvater König Ludwig XIV. von Frankreich, dem er als sagradischer „Sonnenkönig“ nacheifern wollte. Dafür kam bereits früh die spöttische Bezeichnung des „Schattenkönigs“ (''Rei d’Ombra'') auf. Danadier übernahm von seinem Großvater eine bereits extrem angespannte Staatskasse, die er mit seiner gesteigerten Repräsentation vollends ruinierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außenpolitisch handelte Danadier unglücklich. Weder im Spanischen Erbfolgekrieg, noch im zeitgleich stattfindenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] von 1703 konnte Sagradien Erfolge verzeichnen. Im Gegenteil verschlang der Krieg gegen Mikolinien nicht nur Unsummen, sondern führte auch zu schweren Niederlagen, die letztlich zum Einflussverlust in Mikolinien führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion bildete sich im Hochadel zunehmend Widerstand gegen die Politik des Königs. Dessen leitender Minister [[Santiago de Corvón Graf von Casterley]], bemühte sich vergebens, den Haushalt zu sanieren. Als Danadier Pläne zum Bau eines Lustschlosses in [[Colegial]] nach dem Vorbild von Versailles umsetzen wollte und dafür die allgemeinen Steuern anhob, trat Casterley im Jahr 1708 zurück. Es folgte im Juli ein [[Juli-Aufstand 1708|Aufstand]] der hungernden Stadtbevölkerung in [[Semess]], die blutig unterdrückt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Cresq 1711]] musste Sagradien schließlich endgültig auf alle Ansprüche auf das [[Großherzogtum Servette]] verzichten, das wieder der mikolinischen Monarchie eingegliedert wurde. Ein neuerlicher innersagradischer [[September-Aufstand 1711|Aufstand im September 1711]], der sich schnell auf das gesamte Land ausweitere und teilweise von der Adelsopposition gefördert wurde, zwang den König erstmals seit 1632 die [[Generalstände]] einzuberufen. Dort bildete sich eine breite Koalition kritischer Adliger, die sich hinter dem [[Herzog von Sesín]], [[José de Santori Herzog von Sesín|José de Santori-Sesín]], versammelten und ein Ende der kostspieligen Bauprogramme forderten. Darüber hinaus verweigerten die Stände im Jahr 1713 weitere Kriegskredite, woraufhin Danadier die Versammlung auflöste, um zu seinem absoluten Regime zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortes von Tulis und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Auflösung flohen zahlreiche Oppositionelle ins benachbarte [[Königreich von Cuentez]], wo sie sich unter den Schutz von [[Johann III.]] von Cuentez stellten und die oppositionellen [[Cortes de Tulis]] einberiefen. Führende Männer waren der Herzog von Sesín und der [[Herzog von Scantia]]. Danadier – offiziell noch immer im Krieg mit dem cuentezischen Nachbarn – erklärte Sesin und seine Anhänger zu Hochverrätern und enthob sie ihren Ämtern. Nachdem Danadier im Frieden von Utrecht 1713 die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, erklärten die Cortes von Tulis den König für abgesetzt und und beriefen sich dabei auf den Eid, den der König geleistet hatte und in dem er versprochen hatte, nur zum Nutzen der sagradischen Nation zu handeln. Die Tulinesischer Stände stellten ein eigenes Heer zu Verfügung, das auf [[Semess]] losmarschierte. Mit der [[Schlacht bei Tantallas 1713]] zwischen königlichen Truppen und Anhängern Sesíns begann der Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der König stützte sich auf seine alten Anhänger aus dem Norden des Landes sowie auf das Haus Bourbon und seine französischen Kontakte. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern Santori-Sesín, [[Piacón]] und [[Haus Todesce|Todesce]]. Nachdem der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 holte Danadier Casterley zurück und machte ihn zu seinem leitenden Minister. Nachdem dieser 1717 versucht hatte, gegen den Willen Danadiers einen Waffenstillstand und Kompromissfrieden mit José de Sesín auszuhandeln, wurde er entlassen, festgesetzt und wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.  Nach der Übernahme des Oberbefehls der koalitionären Truppen durch [[Filipe de Piacón]] im Jahr 1717 geriet der König immer mehr unter Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ende der Kämpfe ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 stand Danadier II. vor einer endgültigen Niederlage und bemühte sich um ein Übereinkommen mit den Ständen. Er berief eine neue Generalständeversammlung ein und akzeptierte ein Generalkomitee der Stände als faktisches Kontrollorgan. Seine Unterschrift unter das Codex Magnum Libertatum der Stände 1719 diskreditierte ihn endgültig auch bei der ultraroyalistischen Partei unter Führung seines Bruders [[Philipp Karl von Viça]], zumal das ständische Sagradien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg gegen Mikolinien]] erneut keine Gebietsgewinne erreichen konnte. Nach neuerlichen Aufständen der Royalisten wurde Danadier 1720 zusammen mit seiner Familie im Plazarenya-Palast festgesetzt, den Winter über regierte er als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. Gleichzeitig übernahm Philipp Karl von Viça de facto die Führung der königlichen Familie, während Danadier zunehmend unter Depressionen litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich zuspitzende Situation führte schließlich im Februar 1720 zur Aufgabe Danadiers, seiner Flucht nach Frankreich und der von dort aus bekannt gegebenen Abdankung zugunsten seines radikaleren Bruders [[Philipp Karl von Viça]]. Nach Bekanntwerden der Abdankung erklärten die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König rückwirkend für abgesetzt und erkannten die Thronfolge seines Bruders nicht an, ohne aber eine andere Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu bestimmen. Damit begann das Interregnum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=24638</id>
		<title>Danadier II.</title>
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		<updated>2015-11-27T20:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Herrschaftsbeginn und Aufstände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Danadier II.''' (von Sagradien) (*1682; †1732) war [[König von Sagradien]] (1698-1721). Seine verschwenderische und autoritäre Politik, seine außenpolitischen Misserfolge und der daraus erwachsende Konflikt mit den Ständen führte das Land in einen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], in dessen Folge er den Großteil seiner Macht verlor und schließlich durch die Stände für abgesetzt erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Luis Danadier Gabriel María Jâcque Agostino de Santori-Valier wurde 1682 in [[Semess]] als Sohn des sagradischen Infanten [[Gabriel Agosto|Gabriel August]] und dessen Frau Marie Josephine de Bourbon, einer Tochter Ludwigs XIV. von Frankreich, geboren. Sein Großvater väterlicherseits war König [[Gabriel VII.]] (1651-1698), sein Großvater mütterlicherseits Ludwig XIV. Als Sohn des Infanten von Sagradien wuchs Danadier am Hof seines Großvaters in Semess auf und wurde mit dem Ziel erzogen, dereinst seinem Vater als Monarch zu folgen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wird als kalt beschrieben, zog dieser doch angeblich seinen zweitältesten Sohn [[Philipp Karl von Viça|Filipe Carles]] (*1685) als Lieblingssohn vor. Jedoch folgte Danadier nach dem Tod seines Vaters 1695 als Kronprinz und [[Prinz von Sarmay]] nach. Als sein Großvater 1698 starb, war Danadier gerade einmal sechzehn Jahre alt und folgte als Jugendlicher auf den Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 – Danadier war gerade 17 Jahre alt - wurde er mit der ebenso alten Wittelsbacherprinzessin Maria Anna von Bayern verheiratet. Aus der Ehe ging 1710 mit dem Prinzen [[Joán Danadier]] ein Sohn hervor, der aber 1719 starb. Außerdem gebahr Maria Anna dem Santori-Prinzen mehrere Töchter, u.a. die älteste Tochter Isabela (1701-1722), spätere Ehefrau des Großherzogen [[Ludwig Philipp II. von Servette]] sowie die jüngere Tochter [[Maria I. Louise|María Luísa]] (1702-1735), die später den [[Fürst von Cuentez|Prinzen von Cuentez]] [[Johann III.]] heiratete und als Maria I. selbst den sagradischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsbeginn und Aufstände ===&lt;br /&gt;
Von Beginn seiner Regierungszeit an versuchte Danadier die von seinem Vater gepflegte Herrschaftsform eines starken Königtums mit absolutistischem Anspruch fortzusetzen und diesen im Glanz der Repräsentation zu übertreffen. Sein großes und unerreichtes Vorbild war dafür in besonderem Maße sein Großvater König Ludwig XIV. von Frankreich, dem er als sagradischer „Sonnenkönig“ nacheifern wollte. Dafür kam bereits früh die spöttische Bezeichnung des „Schattenkönigs“ (''Rei d’Ombra'') auf. Danadier übernahm von seinem Großvater eine bereits extrem angespannte Staatskasse, die er mit seiner gesteigerten Repräsentation vollends ruinierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außenpolitisch handelte Danadier unglücklich. Weder im Spanischen Erbfolgekrieg, noch im zeitgleich stattfindenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] von 1703 konnte Sagradien Erfolge verzeichnen. Im Gegenteil verschlang der Krieg gegen Mikolinien nicht nur Unsummen, sondern führte auch zu schweren Niederlagen, die letztlich zum Einflussverlust in Mikolinien führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion bildete sich im Hochadel zunehmend Widerstand gegen die Politik des Königs. Dessen leitender Minister [[Santiago de Corvón Graf von Casterley]], bemühte sich vergebens, den Haushalt zu sanieren. Als Danadier Pläne zum Bau eines Lustschlosses in [[Colegial]] nach dem Vorbild von Versailles umsetzen wollte und dafür die allgemeinen Steuern anhob, trat Casterley im Jahr 1708 zurück. Es folgte im Juli ein [[Juli-Aufstand 1708|Aufstand]] der hungernden Stadtbevölkerung in [[Semess]], die blutig unterdrückt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Cresq 1711]] musste Sagradien schließlich endgültig auf alle Ansprüche auf das [[Großherzogtum Servette]] verzichten, das wieder der mikolinischen Monarchie eingegliedert wurde. Ein neuerlicher innersagradischer [[September-Aufstand 1711|Aufstand im September 1711]], der sich schnell auf das gesamte Land ausweitere und teilweise von der Adelsopposition gefördert wurde, zwang den König erstmals seit 1632 die [[Generalstände]] einzuberufen. Dort bildete sich eine breite Koalition kritischer Adliger, die sich hinter dem [[Herzog von Sesín]], [[José de Santori Herzog von Sesín|José de Santori-Sesín]], versammelten und ein Ende der kostspieligen Bauprogramme forderten. Darüber hinaus verweigerten die Stände im Jahr 1713 weitere Kriegskredite, woraufhin Danadier die Versammlung auflöste, um zu seinem absoluten Regime zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortes von Tulis und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Auflösung flohen zahlreiche Oppositionelle ins benachbarte [[Königreich von Cuentez]], wo sie sich unter den Schutz von [[Johann III.]] von Cuentez stellten und die oppositionellen [[Cortes de Tulis]] einberiefen. Führende Männer waren der Herzog von Sesín und der [[Herzog von Scantia]]. Danadier – offiziell noch immer im Krieg mit dem cuentezischen Nachbarn – erklärte Sesin und seine Anhänger zu Hochverrätern und enthob sie ihren Ämtern. Nachdem Danadier im Frieden von Utrecht 1713 die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, erklärten die Cortes von Tulis den König für abgesetzt und und beriefen sich dabei auf den Eid, den der König geleistet hatte und in dem er versprochen hatte, nur zum Nutzen der sagradischen Nation zu handeln. Die Tulinesischer Stände stellten ein eigenes Heer zu Verfügung, das auf [[Semess]] losmarschierte. Mit der [[Schlacht bei Tantallas 1713]] zwischen königlichen Truppen und Anhängern Sesíns begann der Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der König stützte sich auf seine alten Anhänger aus dem Norden des Landes sowie auf das Haus Bourbon und seine französischen Kontakte. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern Santori-Sesín, [[Piacón]] und [[Haus Todesce|Todesce]]. Nachdem der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 holte Danadier Casterley zurück und machte ihn zu seinem leitenden Minister. Nachdem dieser 1717 versucht hatte, gegen den Willen Danadiers einen Waffenstillstand und Kompromissfrieden mit José de Sesín auszuhandeln, wurde er entlassen, festgesetzt und wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.  Nach der Übernahme des Oberbefehls der koalitionären Truppen durch [[Filipe de Piacón]] im Jahr 1717 geriet der König immer mehr unter Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ende der Kämpfe ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 stand Danadier II. vor einer endgültigen Niederlage und bemühte sich um ein Übereinkommen mit den Ständen. Er berief eine neue Generalständeversammlung ein und akzeptierte ein Generalkomitee der Stände als faktisches Kontrollorgan. Seine Unterschrift unter das Codex Magnum Libertatum der Stände 1719 diskreditierte ihn endgültig auch bei der ultraroyalistischen Partei unter Führung seines Bruders [[Philipp Karl von Viça]], zumal das ständische Sagradien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg gegen Mikolinien]] Gebietsverluste hinnehmen musste. Nach neuerlichen Aufständen der Royalisten wurde Danadier 1720 zusammen mit seiner Familie im Plazarenya-Palast festgesetzt, den Winter über regierte er als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. Gleichzeitig übernahm Philipp Karl von Viça de facto die Führung der königlichen Familie, während Danadier zunehmend unter Depressionen litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich zuspitzende Situation führte schließlich im Februar 1720 zur Aufgabe Danadiers, seiner Flucht nach Frankreich und der von dort aus bekannt gegebenen Abdankung zugunsten seines radikaleren Bruders [[Philipp Karl von Viça]]. Nach Bekanntwerden der Abdankung erklärten die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König rückwirkend für abgesetzt und erkannten die Thronfolge seines Bruders nicht an, ohne aber eine andere Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu bestimmen. Damit begann das Interregnum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=24637</id>
		<title>Danadier II.</title>
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		<updated>2015-11-27T20:47:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Kronprinz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Danadier II.''' (von Sagradien) (*1682; †1732) war [[König von Sagradien]] (1698-1721). Seine verschwenderische und autoritäre Politik, seine außenpolitischen Misserfolge und der daraus erwachsende Konflikt mit den Ständen führte das Land in einen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], in dessen Folge er den Großteil seiner Macht verlor und schließlich durch die Stände für abgesetzt erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Luis Danadier Gabriel María Jâcque Agostino de Santori-Valier wurde 1682 in [[Semess]] als Sohn des sagradischen Infanten [[Gabriel Agosto|Gabriel August]] und dessen Frau Marie Josephine de Bourbon, einer Tochter Ludwigs XIV. von Frankreich, geboren. Sein Großvater väterlicherseits war König [[Gabriel VII.]] (1651-1698), sein Großvater mütterlicherseits Ludwig XIV. Als Sohn des Infanten von Sagradien wuchs Danadier am Hof seines Großvaters in Semess auf und wurde mit dem Ziel erzogen, dereinst seinem Vater als Monarch zu folgen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wird als kalt beschrieben, zog dieser doch angeblich seinen zweitältesten Sohn [[Philipp Karl von Viça|Filipe Carles]] (*1685) als Lieblingssohn vor. Jedoch folgte Danadier nach dem Tod seines Vaters 1695 als Kronprinz und [[Prinz von Sarmay]] nach. Als sein Großvater 1698 starb, war Danadier gerade einmal sechzehn Jahre alt und folgte als Jugendlicher auf den Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 – Danadier war gerade 17 Jahre alt - wurde er mit der ebenso alten Wittelsbacherprinzessin Maria Anna von Bayern verheiratet. Aus der Ehe ging 1710 mit dem Prinzen [[Joán Danadier]] ein Sohn hervor, der aber 1719 starb. Außerdem gebahr Maria Anna dem Santori-Prinzen mehrere Töchter, u.a. die älteste Tochter Isabela (1701-1722), spätere Ehefrau des Großherzogen [[Ludwig Philipp II. von Servette]] sowie die jüngere Tochter [[Maria I. Louise|María Luísa]] (1702-1735), die später den [[Fürst von Cuentez|Prinzen von Cuentez]] [[Johann III.]] heiratete und als Maria I. selbst den sagradischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsbeginn und Aufstände ===&lt;br /&gt;
Von Beginn seiner Regierungszeit an versuchte Danadier die von seinem Vater gepflegte Herrschaftsform eines starken Königtums mit absolutistischem Anspruch fortzusetzen und diesen im Glanz der Repräsentation zu übertreffen. Sein großes und unerreichtes Vorbild war dafür in besonderem Maße sein Großvater König Ludwig XIV. von Frankreich, dem er als sagradischer „Sonnenkönig“ nacheifern wollte. Dafür kam bereits früh die spöttische Bezeichnung des „Schattenkönigs“ (''Rei d’Ombra'') auf. Danadier übernahm von seinem Großvater eine bereits extrem angespannte Staatskasse, die er mit seiner gesteigerten Repräsentation vollends ruinierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außenpolitisch handelte Danadier wenig glücklich. Im spanischen Thronstreit ergriff er schnell Partei für Frankreich und beteiligte sich auf dessen Seite am folgenden Erbfolgekrieg. Weil Sagradien nur wenig Chancen auf Gebietsgewinne hatte und die Kämpfe weitere Unsummen verschlangen, bildete sich im Hochadel, besonders im Süden des Landes, zunehmend Widerstand gegen die Politik des Königs. Dessen leitender Minister [[Santiago de Corvón Graf von Casterley]], bemühte sich vergebens, den Haushalt zu sanieren. Als Danadier Pläne zum Bau eines Lustschlosses in [[Colegial]] nach dem Vorbild von Versailles umsetzen wollte und dafür die allgemeinen Steuern anhob, trat Casterley im Jahr 1708 zurück. Es folgte im Juli ein [[Juli-Aufstand 1708|Aufstand]] der hungernden Stadtbevölkerung in [[Semess]], die blutig unterdrückt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neuerlicher [[September-Aufstand 1711|Aufstand im September 1711]], der sich schnell auf das gesamte Land ausweitere und teilweise von der Adelsopposition gefördert wurde, zwang den König erstmals seit 1632 die [[Generalstände]] einzuberufen. Dort bildete sich eine breite Koalition kritischer Adliger, die sich hinter dem [[Herzog von Sesín]], [[José de Santori Herzog von Sesín|José de Santori-Sesín]], versammelten und ein Ende der kostspieligen Bauprogramme forderten. Darüber hinaus verweigerten die Stände im Jahr 1713 weitere Kriegskredite, woraufhin Danadier die Versammlung auflöste, um zu seinem absoluten Regime zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortes von Tulis und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Auflösung flohen zahlreiche Oppositionelle ins benachbarte [[Königreich von Cuentez]], wo sie sich unter den Schutz von [[Johann III.]] von Cuentez stellten und die oppositionellen [[Cortes de Tulis]] einberiefen. Führende Männer waren der Herzog von Sesín und der [[Herzog von Scantia]]. Danadier – offiziell noch immer im Krieg mit dem cuentezischen Nachbarn – erklärte Sesin und seine Anhänger zu Hochverrätern und enthob sie ihren Ämtern. Nachdem Danadier im Frieden von Utrecht 1713 die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, erklärten die Cortes von Tulis den König für abgesetzt und und beriefen sich dabei auf den Eid, den der König geleistet hatte und in dem er versprochen hatte, nur zum Nutzen der sagradischen Nation zu handeln. Die Tulinesischer Stände stellten ein eigenes Heer zu Verfügung, das auf [[Semess]] losmarschierte. Mit der [[Schlacht bei Tantallas 1713]] zwischen königlichen Truppen und Anhängern Sesíns begann der Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der König stützte sich auf seine alten Anhänger aus dem Norden des Landes sowie auf das Haus Bourbon und seine französischen Kontakte. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern Santori-Sesín, [[Piacón]] und [[Haus Todesce|Todesce]]. Nachdem der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 holte Danadier Casterley zurück und machte ihn zu seinem leitenden Minister. Nachdem dieser 1717 versucht hatte, gegen den Willen Danadiers einen Waffenstillstand und Kompromissfrieden mit José de Sesín auszuhandeln, wurde er entlassen, festgesetzt und wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.  Nach der Übernahme des Oberbefehls der koalitionären Truppen durch [[Filipe de Piacón]] im Jahr 1717 geriet der König immer mehr unter Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ende der Kämpfe ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 stand Danadier II. vor einer endgültigen Niederlage und bemühte sich um ein Übereinkommen mit den Ständen. Er berief eine neue Generalständeversammlung ein und akzeptierte ein Generalkomitee der Stände als faktisches Kontrollorgan. Seine Unterschrift unter das Codex Magnum Libertatum der Stände 1719 diskreditierte ihn endgültig auch bei der ultraroyalistischen Partei unter Führung seines Bruders [[Philipp Karl von Viça]], zumal das ständische Sagradien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg gegen Mikolinien]] Gebietsverluste hinnehmen musste. Nach neuerlichen Aufständen der Royalisten wurde Danadier 1720 zusammen mit seiner Familie im Plazarenya-Palast festgesetzt, den Winter über regierte er als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. Gleichzeitig übernahm Philipp Karl von Viça de facto die Führung der königlichen Familie, während Danadier zunehmend unter Depressionen litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich zuspitzende Situation führte schließlich im Februar 1720 zur Aufgabe Danadiers, seiner Flucht nach Frankreich und der von dort aus bekannt gegebenen Abdankung zugunsten seines radikaleren Bruders [[Philipp Karl von Viça]]. Nach Bekanntwerden der Abdankung erklärten die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König rückwirkend für abgesetzt und erkannten die Thronfolge seines Bruders nicht an, ohne aber eine andere Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu bestimmen. Damit begann das Interregnum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=24636</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2015-11-27T20:44:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Folge der Bürgerkriege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708/1713 und 1725 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Dazu kamen auswärtige Einmischungen von Seiten Frankreichs und Mikoliniens. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionáriœs''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der ständisch-oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den ''[[Juliaufstand 1708]]'' und den ''[[Septemberaufstand 1711]]'') sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semest|Semestiner]] Republikanern infolge des ''[[Maiaufstand 1721|Maiaufstands 1721]]'' (auch als ''Zweiter Bürgerkrieg'' bezeichnet) sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten (''Dritter'' und ''Vierter Bürgerkrieg'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes Generales d'Estadœs'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg und der zeitgleiche [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] gegen [[Mikolinien]] führten zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semest|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Cresq 1711]] musste Sagradien endgültig auf das [[Großherzogtum Servette]] verzichten. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedere Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Mikolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Er versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen. Nachdem König [[Georg I. von Mikolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige Fürst [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem ständischen Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnelle Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder Don Piero Joán mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pieros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der Koalitionstruppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Die Entscheidung des mikolinischen Königs [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]], dem sagradischen König offiziell den Krieg zu erklären und mit Truppen in die sagradischen Besitzungen auf der mikolinischen Halbinsel vorzudringen, beschleunigte die Willensbildung bei Ständen und König, die Konflikte niederzulegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 leitete die im Vergleich zum Ständeheer deutlich schwächere Königspartei schließlich Waffenstillstandsverhandlungen ein, die im August zur Einigung führten. Danadier musste einer Wiedereinberufung der Generalständeversammlung zustimmen und sich unter Kontrolle einer Generalabordnung (''Delegación General'') der Stände stellen lassen. Der Bürgerkrieg war damit vorerst jedoch nicht beendet, da es in der Folge wiederholt zu royalistischen Aufständen kam. Dennoch demonstrierten König und Stände in der Folge die Wiederherstellung ihrer concordia und beschworen die gemeinsame Verantwortung vor Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Ständeregiments (''regimen d'estadœs'') ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1718 kam die neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Sommer und Herbst 1719 auf insgesamt drei Teile einer neuen Ordnung, die als ''[[Codices Magni Libertatum]]'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König entließ zunächst parallel zu den Beratungen der Stände eigene Dekrete über das künftige Zusammenwirken von Ständen und König, die jedoch von den Generalständen als unzureichend zurückgewiesen wurden. Im Dezember 1719 musste Danadier schließlich auf weiteren Druck der Stände hin erklären, die Codices Magni von König und Ständen künftig einhalten zu wollen. Dabei behielt er sich zwei einzelne Abweichungen vor, dennoch reagierte die ultraroyalistische Partei empört auf das Entgegenkommen des Königs gegenüber den Ständen. Vor allem Danadiers Bruder Herzog [[Philipp Karl von Viça]] profilierte sich nun als radikaler Gegenpart zum konzessionsbereiten König. Bald wurden Gerüchte gestreut, der König sei aus Krankheitsgründen unzurechnungsfähig und zum willenlosen Werkzeug der gottlosen Adelspartei verkommen. Tatsächlich zeigte Danadier in der Folge zunehmend Anzeichen von Depressionen und schien die Gerüchte damit zu bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eskalation und Königsabsetzung ===&lt;br /&gt;
Trotz des Waffenstillstands und der Übereinkunft zwischen König und Ständen ging der Krieg mit Mikolinien weiter. Nach wechselvollen Kämpfen musste das sagradische Ständeregiment im Herbst 1720 schließlich einen für Sagradien nachteiligen Frieden akzeptieren. Größere Teile [[Südkont]]s mussten an Mikolinien abgetreten werden. Der Friedensschluss verstärkte die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Ständeregiment, das durch Versorgungsprobleme und Hungersnöte ohnehin an Popularität verloren hatte und vornehmlich als Interessenvertretung des Hochadels wahrgenommen wurde. Damit verbunden waren interne Parteikämpfe innerhalb der Stände und Interessengegensätze vor allem zwischen hochadligen und hochklerikalen Gruppen einerseits und den niederadligen und bürgerlichen Schichten andererseits. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerliche royalistische Aufstände führten im Winter 1720/21 zu einer deutlichen Radikalisierung sowohl des Ständeregiments als auch der royalistischen Gegner. Deutliches Zeichen dafür war die Ermordung des jüngsten Königsbruders Prinz Peter von Sagradien. Die anti-ständische Propaganda der Royalisten schadete aber vor allem dem gesundheitlich angeschlagenen König selbst, der unter Konspirationsverdacht und mit seiner gesamten Familie unter Hausarrest gestellt wurde, womit er endgültig die Kontrolle über das Geschehen verlor. Der Versuch der ultra-royalistischen Partei um den Königsbruder [[Philipp Karl von Viça]], das Ständeregiment Ende Januar durch einen Staatsstreich zu überwinden, indem er von seinem Bruder als Nachfolger und Regent eingesetzt werden sollte, schlug fehl. Der König kam weiteren Sanktionen zuvor und floh außer Landes. Von Frankreich aus dekretierte er seine Abdankung und ernannte, wie von diesem verlangt, seinen Bruder zum Nachfolger, der de facto bereits zuvor die dynastische Führung des königlichen Hauses übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Generalstände erkannten dieses Dekret jedoch nicht an, da es den Codices Magni widersprach, und erklärten im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König für abgesetzt. Die bereits zerstrittenen Parteien in den Ständen konnten sich jedoch nicht auf eine Nachfolgeregelung einigen. Die Legitimisten hielten trotz des versuchten Putschversuchs und seiner antiständischen Propaganda an einem grundsätzlichen Thronfolgerecht Philipp Karls von Viça fest und setzten sich für Verhandlungen mit diesem ein, womit auch auch die Hoffnung auf eine Mäßigung des zunehmend radikalisierten Ständeregiments durch das königliche Gegengewicht verbunden war. Die Mehrheit der Radikalen votierte dagegen für eine andere Lösung, konnte sich unter den potenziellen Nachfolgekandidaten, dem Herzog von Sesin oder einer der beiden Töchter des Königs, nicht entscheiden. Mit der Ernennung einer neuen Generaldelegation mit voller Exekutivgewalt wurde Sagradien de facto eine Republik, wobei aber nur eine kleine radikale Minderheit in den Ständen diese Staatsform tatsächlich bevorzugte. An der Spitze des Staates stand der [[José de Sesín|Herzog von Sesin]] als Generalvikar der Stände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die ständische und die radikale Republik ===&lt;br /&gt;
Während ergebnissoffene Verhandlungen mit Prinz Philipp Karl über eine mögliche Regierung aufgenommen wurden, ohne dass dieser bereits als König anerkannt worden wäre, kam es im Land zunehmend zu Widerständen gegen das ständische Regiment unter Führung des Herzogs von Sesin und seines mächtigen Sekretärs Graf [[Luis Ambrôsio de Bonavilla]]. Die Spaltung der Stände in Hochadel und Radikale wurde immer deutlicher, eine Zusammenarbeit kaum noch möglich. Nachdem ein Putschversuch der Radikalen gegen die Regierung Bonavillas gescheitert war, ging die mächtige Adelspartei hart gegen die Verschwörer vor. Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun vor allem gegen den in den Ständen führenden Hochadel richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die Ständeherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]], versuchte Bonavillas und des Herzogs von Sesin habhaft zu werden und tötete mehrere Leibwachen des Regenten. Der Herzog konnte entkommen und floh nach [[Noyar]], die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten, wo sie sich aber endgültig zerstritt und spaltete. Die Partei der Radikalen unter der Führung des Kleinadligen [[Simón Bernord]] rief nun offiziell die Republik aus, erklärte die regierende Generaldelegation der Stände für abgesetzt und übernahm mit einem Heer aus freiwilligen Baronen, Bürgern und Bauern die Herrschaft in Semest. Die geschockten Generalstände bzw. das was von ihnen übrig geblieben war, aktivierten das stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] gegen die Usurpatoren in der Hauptstadt. Damit war der Bürgerkrieg endgültig von neuem entfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Semest übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstand von Semest aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semest unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Die Ermordung des Herzogs von Sesin am 24. Juli 1721 markierte  den Höhepunkt der Gewalt. Royalisten und ehemalige Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semest, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722-24 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magni festzusetzen. Diese wurden im September 1722 in einem neuerlichen Codex Magnum für verbindlich erklärt. Nach der Ermordung des Herzogs von Sesin scheiterte die Partei des Prinzen [[Philipp Karl von Viça]], des Bruders Danadiers II., mit dem Versuch einer Restauration des Sántori-Königtums unter Führung Philipp Karls. Unterstützt wurde Philipp Karl, der offenbar auch zu einer neuerlichen kriegerischen Konfrontation bereit war, von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Ein Königtum Philipp Karls in Nachfolge seines Bruders wurde von Seiten der Stände in jedem Fall an eine Zustimmung zu den Codices Magni gebunden. Dem stellte sich Philipp Karl entgegen, der seine Verhandlungsposition durch militärische Erfolge zu verbessern versuchte und schließlich im Sommer 1722 mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Stände wandten sich an Prinz [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]], der im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres aufstieg. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte das Heer Johanns seinen Gegner Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen vorentscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls erlitt dadurch einen schweren Rückschlag, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Zwar gingen die Kämpfe noch weiter, im Sommer 1724 war die Erhebung der Philippkarlisten aber beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prinzipat und Königtum Marias I. und Johanns III. === &lt;br /&gt;
Das Bündnis der Stände mit der Partei des Prinzen von Cuentez und der gemeinsame Sieg gegen die Philippkarlisten ebnete den Weg für die Rückkehr zur Monarchie. Im Juli 1723 kam es in [[Semest]] zur Hochzeit Johann Franz' mit [[Maria I.|Marie Luise von Santori]], der Tochter [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Beide wurden nun als ''Prinz und Prinzessin von Sagradien'' tituliert und Johann Franz nahm in der Folge eine Schlüsselstellung in der Republik ein, indem er de facto an die Spitze des Staatsrats trat. Die folgenden Monate werden daher auch als ''Prinzipat'' bezeichnet, in der die Ständeversammlung gemeinsam mit dem Prinzenpaar regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen und dem endgültigen Sieg gegen die Philippkarlisten kam es Ende 1724 schließlich zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und Fürst [[Maximilian II. von Cuentez]]. Als Grundbedingung musste Johann Franz zusammen mit seiner künftigen Ehefrau die Codices Magni bestätigen und beschwören, konnte in den Detail-Regelungen aber eine deutlich stärkere Stellung des Monarchen(paares) gegenüber den Ständen durchsetzen, als diesen lieb war. Am 30. Januar 1725 schworen [[Maria I.]] und [[Johann III.]] vor der Städteversammlung, die Codices Magni zu beachten, woraufhin sie am 5. Februar 1725 im traditionellen [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt wurden. Damit hatte das Königreich Sagradien nach vierjährigem republikanischem Intermezzo (''Cuartênio Republicano'') und insgesamt mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg wieder ein allseits akzeptiertes Herrscherpaar, das nach allgemeiner Vorstellung künftig gemeinsam mit den Ständen regieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Philippkarlisten, durch militärische Operationen von Frankreich aus, vor allem aber durch loyalistische Aufstände eine absolutistische Restauration durchzusetzen, scheiterten, zogen sich aber noch bis 1735 hin. Vor allem der Tod Luis Gabriels, des einzigen Sohnes Philipp Karls von Viça, im Jahr 1728 schwächte die Philippkarlisten, denen der dynastische Nachfolger fehlte. Letztmals versuchte Philipp Karls Schwiegersohn [[Heinrich von Vallador]] nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] 1735 einen groß angelegten Aufstand, der jedoch niedergeschlagen werden konnte. Sein Versuch, Gegner Johanns III. auf seine Seite zu ziehen, scheiterte weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=24635</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708/1713 und 1725 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Dazu kamen auswärtige Einmischungen von Seiten Frankreichs und Mikoliniens. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionáriœs''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der ständisch-oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den ''[[Juliaufstand 1708]]'' und den ''[[Septemberaufstand 1711]]'') sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semest|Semestiner]] Republikanern infolge des ''[[Maiaufstand 1721|Maiaufstands 1721]]'' (auch als ''Zweiter Bürgerkrieg'' bezeichnet) sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten (''Dritter'' und ''Vierter Bürgerkrieg'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes Generales d'Estadœs'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg und der zeitgleiche [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] gegen [[Mikolinien]] führten zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semest|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Cresq 1711]] musste Sagradien endgültig auf das [[Großherzogtum Servette]] verzichten. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedere Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Mikolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Er versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen. Nachdem König [[Georg I. von Mikolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige Fürst [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem ständischen Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnelle Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder Don Piero Joán mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pieros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der Koalitionstruppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Die Entscheidung des mikolinischen Königs [[Georg II. von Mikolinien|Georg II.]], dem sagradischen König offiziell den Krieg zu erklären und mit Truppen in die sagradischen Besitzungen auf der mikolinischen Halbinsel vorzudringen, beschleunigte die Willensbildung bei Ständen und König, die Konflikte niederzulegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 leitete die im Vergleich zum Ständeheer deutlich schwächere Königspartei schließlich Waffenstillstandsverhandlungen ein, die im August zur Einigung führten. Danadier musste einer Wiedereinberufung der Generalständeversammlung zustimmen und sich unter Kontrolle einer Generalabordnung (''Delegación General'') der Stände stellen lassen. Der Bürgerkrieg war damit vorerst jedoch nicht beendet, da es in der Folge wiederholt zu royalistischen Aufständen kam. Dennoch demonstrierten König und Stände in der Folge die Wiederherstellung ihrer concordia und beschworen die gemeinsame Verantwortung vor Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Ständeregiments (''regimen d'estadœs'') ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1718 kam die neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Sommer und Herbst 1719 auf insgesamt drei Teile einer neuen Ordnung, die als ''[[Codices Magni Libertatum]]'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König entließ zunächst parallel zu den Beratungen der Stände eigene Dekrete über das künftige Zusammenwirken von Ständen und König, die jedoch von den Generalständen als unzureichend zurückgewiesen wurden. Im Dezember 1719 musste Danadier schließlich auf weiteren Druck der Stände hin erklären, die Codices Magni von König und Ständen künftig einhalten zu wollen. Dabei behielt er sich zwei einzelne Abweichungen vor, dennoch reagierte die ultraroyalistische Partei empört auf das Entgegenkommen des Königs gegenüber den Ständen. Vor allem Danadiers Bruder Herzog [[Philipp Karl von Viça]] profilierte sich nun als radikaler Gegenpart zum konzessionsbereiten König. Bald wurden Gerüchte gestreut, der König sei aus Krankheitsgründen unzurechnungsfähig und zum willenlosen Werkzeug der gottlosen Adelspartei verkommen. Tatsächlich zeigte Danadier in der Folge zunehmend Anzeichen von Depressionen und schien die Gerüchte damit zu bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eskalation und Königsabsetzung ===&lt;br /&gt;
Trotz des Waffenstillstands und der Übereinkunft zwischen König und Ständen ging der Krieg mit Mikolinien weiter. Nach wechselvollen Kämpfen musste das sagradische Ständeregiment im Herbst 1720 schließlich einen für Sagradien nachteiligen Frieden akzeptieren. Größere Teile [[Südkont]]s mussten an Mikolinien abgetreten werden. Der Friedensschluss verstärkte die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Ständeregiment, das durch Versorgungsprobleme und Hungersnöte ohnehin an Popularität verloren hatte und vornehmlich als Interessenvertretung des Hochadels wahrgenommen wurde. Damit verbunden waren interne Parteikämpfe innerhalb der Stände und Interessengegensätze vor allem zwischen hochadligen und hochklerikalen Gruppen einerseits und den niederadligen und bürgerlichen Schichten andererseits. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerliche royalistische Aufstände führten im Winter 1720/21 zu einer deutlichen Radikalisierung sowohl des Ständeregiments als auch der royalistischen Gegner. Deutliches Zeichen dafür war die Ermordung des jüngsten Königsbruders Prinz Peter von Sagradien. Die anti-ständische Propaganda der Royalisten schadete aber vor allem dem gesundheitlich angeschlagenen König selbst, der unter Konspirationsverdacht und mit seiner gesamten Familie unter Hausarrest gestellt wurde, womit er endgültig die Kontrolle über das Geschehen verlor. Der Versuch der ultra-royalistischen Partei um den Königsbruder [[Philipp Karl von Viça]], das Ständeregiment Ende Januar durch einen Staatsstreich zu überwinden, indem er von seinem Bruder als Nachfolger und Regent eingesetzt werden sollte, schlug fehl. Der König kam weiteren Sanktionen zuvor und floh außer Landes. Von Frankreich aus dekretierte er seine Abdankung und ernannte, wie von diesem verlangt, seinen Bruder zum Nachfolger, der de facto bereits zuvor die dynastische Führung des königlichen Hauses übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Generalstände erkannten dieses Dekret jedoch nicht an, da es den Codices Magni widersprach, und erklärten im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] den König für abgesetzt. Die bereits zerstrittenen Parteien in den Ständen konnten sich jedoch nicht auf eine Nachfolgeregelung einigen. Die Legitimisten hielten trotz des versuchten Putschversuchs und seiner antiständischen Propaganda an einem grundsätzlichen Thronfolgerecht Philipp Karls von Viça fest und setzten sich für Verhandlungen mit diesem ein, womit auch auch die Hoffnung auf eine Mäßigung des zunehmend radikalisierten Ständeregiments durch das königliche Gegengewicht verbunden war. Die Mehrheit der Radikalen votierte dagegen für eine andere Lösung, konnte sich unter den potenziellen Nachfolgekandidaten, dem Herzog von Sesin oder einer der beiden Töchter des Königs, nicht entscheiden. Mit der Ernennung einer neuen Generaldelegation mit voller Exekutivgewalt wurde Sagradien de facto eine Republik, wobei aber nur eine kleine radikale Minderheit in den Ständen diese Staatsform tatsächlich bevorzugte. An der Spitze des Staates stand der [[José de Sesín|Herzog von Sesin]] als Generalvikar der Stände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die ständische und die radikale Republik ===&lt;br /&gt;
Während ergebnissoffene Verhandlungen mit Prinz Philipp Karl über eine mögliche Regierung aufgenommen wurden, ohne dass dieser bereits als König anerkannt worden wäre, kam es im Land zunehmend zu Widerständen gegen das ständische Regiment unter Führung des Herzogs von Sesin und seines mächtigen Sekretärs Graf [[Luis Ambrôsio de Bonavilla]]. Die Spaltung der Stände in Hochadel und Radikale wurde immer deutlicher, eine Zusammenarbeit kaum noch möglich. Nachdem ein Putschversuch der Radikalen gegen die Regierung Bonavillas gescheitert war, ging die mächtige Adelspartei hart gegen die Verschwörer vor. Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun vor allem gegen den in den Ständen führenden Hochadel richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die Ständeherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]], versuchte Bonavillas und des Herzogs von Sesin habhaft zu werden und tötete mehrere Leibwachen des Regenten. Der Herzog konnte entkommen und floh nach [[Noyar]], die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten, wo sie sich aber endgültig zerstritt und spaltete. Die Partei der Radikalen unter der Führung des Kleinadligen [[Simón Bernord]] rief nun offiziell die Republik aus, erklärte die regierende Generaldelegation der Stände für abgesetzt und übernahm mit einem Heer aus freiwilligen Baronen, Bürgern und Bauern die Herrschaft in Semest. Die geschockten Generalstände bzw. das was von ihnen übrig geblieben war, aktivierten das stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] gegen die Usurpatoren in der Hauptstadt. Damit war der Bürgerkrieg endgültig von neuem entfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Semest übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstand von Semest aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semest unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Die Ermordung des Herzogs von Sesin am 24. Juli 1721 markierte  den Höhepunkt der Gewalt. Royalisten und ehemalige Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semest, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722-24 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magni festzusetzen. Diese wurden im September 1722 in einem neuerlichen Codex Magnum für verbindlich erklärt. Nach der Ermordung des Herzogs von Sesin scheiterte die Partei des Prinzen [[Philipp Karl von Viça]], des Bruders Danadiers II., mit dem Versuch einer Restauration des Sántori-Königtums unter Führung Philipp Karls. Unterstützt wurde Philipp Karl, der offenbar auch zu einer neuerlichen kriegerischen Konfrontation bereit war, von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Ein Königtum Philipp Karls in Nachfolge seines Bruders wurde von Seiten der Stände in jedem Fall an eine Zustimmung zu den Codices Magni gebunden. Dem stellte sich Philipp Karl entgegen, der seine Verhandlungsposition durch militärische Erfolge zu verbessern versuchte und schließlich im Sommer 1722 mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Stände wandten sich an Prinz [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]], der im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres aufstieg. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte das Heer Johanns seinen Gegner Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen vorentscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls erlitt dadurch einen schweren Rückschlag, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Zwar gingen die Kämpfe noch weiter, im Sommer 1724 war die Erhebung der Philippkarlisten aber beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prinzipat und Königtum Marias I. und Johanns III. === &lt;br /&gt;
Das Bündnis der Stände mit der Partei des Prinzen von Cuentez und der gemeinsame Sieg gegen die Philippkarlisten ebnete den Weg für die Rückkehr zur Monarchie. Im Juli 1723 kam es in [[Semest]] zur Hochzeit Johann Franz' mit [[Maria I.|Marie Luise von Santori]], der Tochter [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Beide wurden nun als ''Prinz und Prinzessin von Sagradien'' tituliert und Johann Franz nahm in der Folge eine Schlüsselstellung in der Republik ein, indem er de facto an die Spitze des Staatsrats trat. Die folgenden Monate werden daher auch als ''Prinzipat'' bezeichnet, in der die Ständeversammlung gemeinsam mit dem Prinzenpaar regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen und dem endgültigen Sieg gegen die Philippkarlisten kam es Ende 1724 schließlich zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und Fürst [[Maximilian II. von Cuentez]]. Als Grundbedingung musste Johann Franz zusammen mit seiner künftigen Ehefrau die Codices Magni bestätigen und beschwören, konnte in den Detail-Regelungen aber eine deutlich stärkere Stellung des Monarchen(paares) gegenüber den Ständen durchsetzen, als diesen lieb war. Am 30. Januar 1725 schworen [[Maria I.]] und [[Johann III.]] vor der Städteversammlung, die Codices Magni zu beachten, woraufhin sie am 5. Februar 1725 im traditionellen [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt wurden. Damit hatte das Königreich Sagradien nach vierjährigem republikanischem Intermezzo (''Cuartênio Republicano'') und insgesamt mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg wieder ein allseits akzeptiertes Herrscherpaar, das nach allgemeiner Vorstellung künftig gemeinsam mit den Ständen regieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Philippkarlisten, durch militärische Operationen von Frankreich aus, vor allem aber durch loyalistische Aufstände eine absolutistische Restauration durchzusetzen, scheiterten, zogen sich aber noch bis 1735 hin. Vor allem der Tod Luis Gabriels, des einzigen Sohnes Philipp Karls von Viça, im Jahr 1728 schwächte die Philippkarlisten, denen der dynastische Nachfolger fehlte. Letztmals versuchte Philipp Karls Schwiegersohn [[Heinrich von Vallador]] nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] 1735 einen groß angelegten Aufstand, der jedoch niedergeschlagen werden konnte. Sein Versuch, Gegner Johanns III. auf seine Seite zu ziehen, scheiterte weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folge der Bürgerkriege ===&lt;br /&gt;
Der aus den Bürgerkriegen hervorgegangene Thronkonflikt blieb jedoch bestehen, zumal Philipp Karl kurz vor seinem Tod 1740 seine Herrschaftsansprüche auf den Sohn seiner Schwester, [[Louis-Gabriel de Vienne]] übertrug, der diese schließlich 14 Jahre später nach dem Tod [[David II.|Davids II.]] gegen Johanns und Marias Tochter [[Maria II.]] geltend machte. Der in der Folge ausgetragene [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradische Erbfolgekrieg]] kann daher als Folgekonflikt der Bürgerkriege von 1713-1725 verstanden werden, in dem erneut auch das Verhältnis der sagradischen Stände zum Königtum zur Diskussion gestellt wurde, letztlich aber in einem wieder erstarkten Königtum unter den Königen der [[Vienne]]-Dynastie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Saloanische_Lande&amp;diff=24634</id>
		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2015-11-27T20:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] (1396-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Frieden von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V.]] im Jahr 1701 starb die servettinische Linie der Santori in männlicher Linie aus, woraufhin König [[Georg I. von Mikolinien]] erneut Anspruch auf die südlichen Lande erhob. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] (1703-1710) gelang es ihm, seine Ansprüche durchzusetzen. Mit der Union von 1711 kehrte Servette endgültig wieder in den mikolinischen Staatsverbund zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Sergi I.|Sergi von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mit Abstand mächtigsten Herren des Reichs, bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten sie aber nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeitskrieg  von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich Karl VI. von Interea unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb. Trotz der Nachfolgewirren ging Servette aus dem Fünfzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildete nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhn [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Jakob III.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Jakob III.|Jakobs III.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Michael III.|Miquel de Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Philipp VII. Jakob]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] 1701 führte schließlich zur erneuten militärischen Auseinandersetzung und führte das Ende der servettinischen Eigenstaatlichkeit herbei. Da Karl ohne männlichen Erben starb, erhob der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] erneut Anspruch auf die Lande und begann einen Krieg gegen die erst 15-jährige Großherzogin [[Maria I. von Servette|Maria]], die Tochter Karls V., die von Sagradien unterstützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Mikoliniens im folgenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Blaumeerkrieg]] 1703-1710 führte schließlich dazu, dass Sagradien im [[Frieden von Cresq 1711]] alle Ansprüche auf die servettinischen Lande aufgeben und der Wiedereingliederung der Lande in die mikolinische Monarchie zustimmen musste. Neuer Grogherzog wurde nun in Peronalunion der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1718 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1749 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter I.]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter I.]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David I&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Philipp VII. Jakob|Philipp III. Jakob]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Albero]]''' (''Union mit [[Mikolinien]]'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Fürstin von Valier]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Valier&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori]], Witwe von [[Miquel de Valier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Jakob IV.|Jakobs IV.]], Halbbruder [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| [[Michael III.|Miquel de Santori, Fürst von Valier]] (1499-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Enkel Miquel de Valiers, Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Michael III.|Michaels III.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Michael III.|Michaels III.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Philipp VII. Jakob]]s'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Michaels III.&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<title>Geschichte Sagradiens</title>
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		<updated>2015-11-27T20:39:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Sagradien im 18. Jahrhundert: Bürgerkrieg und Ständemacht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Sagradien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Altertum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagrische Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ersten Zeugnisse einer [[Sagrer|sagrischen]] Frühkultur stammen aus dem 14. Jahrhundert v.Chr.; die ersten indogermanischen Völkerwanderungsstämme aus Osteuropa ließen sich in [[Sagradien]] und [[Mikolinien]] im 12. Jahrhundert v. Chr. nieder und vermischten sich rasch mit der Urbevölkerung. Den Römern waren diese Stämme später als 'Sagrer' (''Sagri'') bekannt, wobei grob zwischen süd- und mittelsagrsichen sowie asumarischen Stammesgruppen unterschieden werden kann. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. drangen keltische Stämme aus Gallien auf die Halbinsel vor und siedelten besonders im Norden und Nordosten der sagradischen Halbinsel. Dabei kam es auch oft zu Verschmelzungen mit einheimischen sagrischen Stämmen, sodass man häufig von einer ''[[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur'' spricht. Im Süden entwickelte sich eine ausgeprägte sagrische Kultur. Besonders der [[Blaumeerraum]] wurde zu einem Zentrum sagrischer Siedlungen mit den [[Piäer]]n (lat. Piaei) und [[Sisinen]] (lat. Sisini) als wichtigste Stämme an der östlichen und [[Mikoläer]]n (lat. Micolaei) als dominierende Stammesgruppe an der westlichen Blaumeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung Sagradiens durch die Römer und römische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Bereits Iulius Caesar eroberte in den gallischen Kriegen seit 59 v.Chr. Teile Nordostsagradiens, indem er zunächst die gallischen Stämme der [[Vikier]] und [[Amorier]] unterwarf. Im Jahr 54 v. Chr. riefen die [[Saloer]] Caesar zur Hilfe gegen die keltischen [[Cabeser]] und [[Liener]], die zu dieser Zeit nach Süden und Westen drängten und damit die Saloer bedrohten. Caesar nutzte die Gelegenheit, um den keltischen Norden der Halbinsel zu erobern und als Provincia [[Sagradia Citerior]] dem römischen Herrschaftsbereich einzugliedern. Zu dieser Zeit unterhielt Rom zu einigen sagrischen Stämmen, besonders zu den [[Aider]]n an der Südküste der Halbinsel freundschaftliche Verhältnisse und betrieb regen Handel mit ihnen. Unter Augustus wurde die Eroberung Sagradiens durch die Römer fortgesetzt. Nachdem zunächst die Streitigkeiten der sagrischen Stämme untereinander und mit den Sagrokelten, die den Römern weniger feindlich gegenüberstanden, weitergeführt worden waren, schlossen verschiedene sagrische Stämme ein Bündnis, welches aber auch die Invasion der römischen Legionen nicht aufhalten konnte. Augustus selbst eroberte im Jahr 25/24 v.Chr. ganz Sagradien, konsolidierte die Herrschaft im Gebiet bis zum [[Saidel|Fluvius Saidelius]] und [[Bordêu|Fluvius Bordeus]] und gründete die Provinz [[Sagradia Ulterior]]. Rom trennte damit erstmals die beiden Teile der Halbinsel in ein römisches Sagradien östlich von [[Blaumeer]] und [[Konsetten]] und ein Gebiet westlich dieser natürlichen Grenzen, das erst unter Kaiser Claudius im 43 als [[Provincia Micolina]] unter römische Herrschaft kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 18 v. Chr. trat der römische Statthalter beider Sagradien, Q. [[Valerius Tullianus Sagradianus]], mehrere Feldzüge gegen eine sagrische Allianz aus Aidern, Micoläern und Sisinen an, die mit der Eroberung Sagradiens endeten. Augustus teilte daraufhin im Jahr 14 v. Chr. die Sagradia Ulterior in eine kaiserliche Provincia [[Sisinia]] mit der Hauptstadt [[Tules|Tulisium]] (das heutige Tulis) und eine senatorische [[Provincia Belacionensis]] mit der Hauptstadt [[Belaçón|Belacio]] (das heutige Belaçón) auf. Ein letzter großer [[Sagreraufstand|sagrischer Aufstand]] unter dem aidischen Feldherrn [[Asilië]] endete für Rom verlustreich, konnte von Tullianus aber im Jahr 8 v. Chr. niedergeschlagen werden. Ihr Anführer Asilië wurde später als sagradischer Nationalheld verehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kelten wurden sehr schnell assimiliert, aber auch die Sagrer nahmen nach den anfänglichen Widerständen  in den folgenden Jahrhunderten die Herrschaft und Kultur Roms an, sodass eine sagro-römische Mischkultur entstand. Mit den großen Städten [[Gerón|Geronia]], [[Noyar|Noviogarum]], [[Duerez|Colonia Duerensis]] und [[Tulis|Tulisium]] entstanden neue Zentren der römischen Kultur in Sagradien. Aus dem auf der Halbinsel gesprochenen Vulgärlatein entwickelten sich allmählich die [[Sagradische Sprache|sagradischen Dialekte]] und die gesamte [[Sagroromanisch|sagroromanische Sprachgruppe]]. Nach der diokletianischen Verwaltungsreform wurden die drei Sagradien einer eigenen [[Dioecesis Sagradiae]] eingegliedert und die [[Provincia Geroniensis]] (seit 27 v. Chr. Name der Sagradia Citerior) in die Provinzen [[Ligria]], [[Sagradia Ostiniensis]] und [[Sagradia Nogarensis]] unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Germanen und Zerfall der römischen Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts drangen mit den [[Alkonen]] und [[Herkanden]] von der iberischen Halbinsel aus germanische Stämme auf das Gebiet des römischen Sagradiens vor und gründeten frühe Reiche, von denen das Alkonenreich im Süden zum ersten germanischen Staat in Sagradien wurde. Die Herkanden wurden wiederum zur Mitte des Jahrhunderts von den einfallenden [[Skanten]] nach SüdMikolinien verdrängt, zwischen 450 und 480 folgten die [[Golen]], die sich an der Nordküste des Blaumeers ansiedelten. Die fast 500-jährige unumschränkte Herrschaft Roms auf der Halbinsel endete 462, als der letzte römische Statthalter in Tulis getötet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Reich der Skanten, die den gesamten Norden Sagradiens und Mikoliniens besiedelten, zerfiel bald in kleinere Stammesgruppen. Als 476 der letzte weströmische Kaiser abdankte, erstreckte sich die germanische Herrschaft schon fast über ganz Sagradien. Die Stämme verschmolzen relativ rasch mit der romanischen Bevölkerung, wobei die Germanen nicht selten die Führungsschicht bildeten. Die lange Zeit florierenden Städte erlebten einen Niedergang und wurden zum Teil schwer verwüstet. Nachdem die arianischen Skanten bereits im im frühen 6. Jahrhundert die lateinisch-trinitarische Religion der romanischen Bevölkerungsmehrheit angenommen hatten, ließ sich mit dem Alkonenkönig [[Berrakred I.]] der letzte arianische Herrscher Sagradiens katholisch taufen. Auch die vulgärlateinische Sprache der Bevölkerung wurde bald von den germanischen Eliten in allen Reichsteilen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der muslimischen Numerer in Alconía ===&lt;br /&gt;
In einem alkonischen Erbstreit zu Hilfe gerufen, fielen zur Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus im Süden Sagradiens muslimische Mauren aus Spanien ein, die in Sagradien den Namen [[Numerer]] erhielten. Diese konnten rasch das gesamte Gebiet der Alkonen erobern und besiegten 757 den letzten Alkonenkönig [[Rikkrik]] (Regrigo). Sie errichteten das zunächst vom Kalifat in Damaskus abhängige [[Emirat von Duerez]] (arabisch: Dohraz), das sein Herrschaftsgebiet im Laufe der folgenden Jahre bis kurz vor [[Tulis]] und [[Óstino]] ausbauen konnte und die verschiedenen alkonisch-romanischen Bevölkerungsgruppen aufnahm. Die muslimischen Numerer verhielten sich gegenüber der christlichen Bevölkerung weitgehend tolerant und verzichteten auf eine Zwangsislamisierung. Während der Herrschaftsjahre der arabischen Emire blühten im Süden Kultur und Handelswesen, wovon auch die christlichen Königreiche im Norden profitierten, die die Herrschaft nach kurzer Zeit der Kriege akzeptierten und rege Handelsbeziehungen mit den Numerern aufnahmen. Die Städte gewannen wieder an Bedeutung. Unter der Herrschaft der Numerer in Südsagradien wurden u.a. die Städte [[Lemez|Al Hamaz (Lemez)]] und [[Nalcaz|Ain Al Qaz (Nalcaz)]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roderich der Große und der Aufstieg des Skantenreiches ===&lt;br /&gt;
Im Skantenreich konnte der Adlige [[Segila]] sich um 753 als [[König der Mittelskanten]] etablieren und die dortige [[Orsoniden]]dynastie beerben. Seinem seit 761 regierenden Sohn [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] gelang es 763 die streitenden Großen seines Reichs unter seiner Führung gegen die arabische Bedrohung zu vereinen. 763 besiegte sein Heer bei [[Tarravillas]] die anstürmenden Numerer, was zusammen mit dem Sieg Karl Martells bei Tours und Portiers als Ende der muslimischen Expansion in Westeuropa angesehen wird. Nach der Schlacht bei Tarravillas zerfiel die Allianz jedoch wieder. Die Reichsteile Scantias, seit Jahrzehnten bereits ohne gemeinsame Herrschaft, bekundeten wieder ihre Eigenständigkeit. In mehreren Kriegszügen gelang es Rodrigo jedoch, zunächst den mächtigen [[Lojandía|lohandischen]] und dann die [[Ligre (Landschaft)|ligrischen]] und [[Westligre|westligrischen]] Provinzfürsten zu besiegen und zentralskantische, lohandische und ligrische Reichsteile wieder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Er schuf eine straffe Verwaltungsstruktur und führte Scantia dadurch zu einer kulturellen und politischen Blüte. In Kriegen gegen [[Golen]], [[Bretonen]] und [[Herkanden]] sowie gegen die zurückweichenden [[Numerer]] eroberte er neue Gebiete für das Skantenreich. Bei seinem Tod 797 erstreckte sich das Reich Roderichs auf beiden Seiten des [[Ligrisches Meer|Ligrischen Meers]] von [[Albero]] bis in die [[Bretagne]] und von [[Perin]] bis an die sagradische und mikolinische Nordküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise des Skantenreichs und Gründung des Königreichs Sarmay ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Roderichs des Großen zerfiel dessen Reich wieder unter den Söhnen Roderichs. Der [[Vertrag von Disiés]] bewirkte 799 die Teilung Scantias. Der älteste Sohn [[Barungar]] erhielt den Westen des Reichs mit dem gesamten Norden Mikoliniens, Teilen [[Litien]]s und Gebieten nördlich und sülich des [[Ligre]], sein jüngerer Bruder [[Albreth der Kluge]] den Osten mit [[Lojandía]], der [[Mesa]] und den [[Amoria|amorischen]] Grenzgebieten, jedoch konnte er das umstrittene [[Mittelskanten|Zentralscantia]] zwischen Ligre und [[Konsetten]] weitgehend unter seine Herrschaft bringen. Der jüngste Sohn [[Ferrigo]] erhob 808 ebenfalls Anspruch auf die Königswürde, was zum Bruderkrieg führte. Im [[Vertrag von Torell]] 812 einigte man sich auf eine Dreiteilung aufkosten Albreths, der die südlichen Teile seines Gebiets an Ferrigo abgeben musste. Die Thronstreitigkeiten im Skantenreich schufen an der numerisch-skantischen Grenze zu einem Machtvakuum, in das der Provinzfürst [[Dián von Sarmay]] stieß, der im Kampf gegen die Numerer mehrere angrenzende Gebiete erobern und sich vom Skantenreich weitgehend unabhängig machen konnte. Nach dem Tod Ferrigos nahm Dián von Sarmay 818 den Königstitel an und übernahm die Kontrolle über die südlichen Reichsgebiete, namentlich [[Sagonte]], Teile [[Sesín]]s, [[Croer]] und [[Óstino]]. Auch die als Markgrafschaften eingerichteten [[Asumarische Grafschaften|Gebiete am Blaumeer]] konnten bald eine erhebliche Eigenständigkeit vom Skantenreich erhalten. Die sich seit dem späten 8. Jahrhundert ständig wiederholenden Angriffe norwegischer Wikinger auf das sagradische und nordmikolinische Festland schwächte die Skanten zunehmend. Mit der Gründung eines eigenen nordischen Reichs an der Nordküste Mikoliniens, dem sogenannten [[Perutinger]]reich, wurden die Skanten weitgehend aus NordMikolinien verdrängt. Nach dem Tod König Barungars 825 trat Albreth der Kluge die Alleinherrschaft im Rest des Skantenreichs an und beendete vorerst die Zeit der inneren Schwäche, jedoch konnte er [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Perucía|Perucía]] nicht zurückerobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aerich der Große und der Beginn der ''sagradischen Reconquista'' ===&lt;br /&gt;
Bereits seit Beginn des 9. Jahrhunderts machten sich im westlichen Teil des Numererreichs Auflösungserscheinungen breit. Die alkonischen Eliten beugten sich nur ungern unter die arabische Herrschaft und bereiteten der Zentralmacht Duerez' mit mehreren Rebellionen große Schwierigkeiten. 852 machte sich der westalkonische Fürst [[Berrigo von Liez und Corar|Berrigo]] zum [[Königreich Liez-Corar|Dux Alconum]] und sagte sich von der muslimischen Oberhoheit des Emirats von Duerez los. In mehreren Kriegen konnte er seine Herrschaft konsolidieren, doch zerfiel sie wieder unter seinen streitenden Söhnen [[Aerich der Große|Arrigo]] und [[Regrigo von Liez und Corar|Regrigo]]. Nachdem sich Arrigo 859 durchgesetzt hatte, nahm er die Kriege seines Vaters wieder auf und eroberte [[Oller]] und [[Sur Pinia|Südpin]]. Danach wandte er sich gegen Sarmay und eroberte Teile Sesíns. 877 erreichte er die Auslieferung der Alkonenkrone durch die Numerer, 878 wurde sein Reich endgültig auch von Sarmay anerkannt. Jedoch zerfiel es nach seinem Tod 882 wieder unter seinen Söhnen [[Arrigo II. von Liez und Corar|Arrigo II.]] und [[Fildrigo von Liez und Corar|Fildrigo]], Südsesín musste wieder an Sarmay abgegeben werden. Erst [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigo III.]] (898-915) erreichte wieder ein vergleichbar machtvolles Königtum wie Arrigo der Große. Er konnte von den zahlreichen Teilungen und Thronstreitigkeiten in Sarmay profitieren, indem er Einfluss auf die mächtigen Provinzfürsten im Sarmayenreich ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin der Eroberer und die Gründung des Reiches ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Dián III. von Sarmay|Dians III. von Sarmay]] im Jahr 878 kam es zu Thronstreitigkeiten im Königreich Sarmay zwischen dessen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die 882 zugunsten einer Reichsteilung entschieden wurden. Die permanente Schwäche Sarmays suchten sowohl Skanten als auch Alkonen in der Folgezeit für sich auszunutzen. Mit der Übernahme der skantischen Alleinherrschaft 897 begann [[Martin I. der Eroberer|Martin I. von Scantia]] (König seit 892) eine aggressive Machtpolitik. Er verheiratete seinen Sohn [[Philipp der Große|Philipp]] mit seiner Nichte, Prinzessin [[Lara von Liez]], der Tochter König [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigos III.]] Nachdem dieser 912 gestorben war, ohne einen männlichen Thronfolger zu hinterlassen, erhob Martin I. als Schwiegervater der ältesten Tochter Arrigos Anspruch auf den alkonischen Thron. Gleichzeitig übernahm ein Neffe Arrigos III. als [[Arrigo IV. von Liez und Corar|Arrigo IV.]] die Herrschaft im christlichen Süden. Martin entschloss sich daraufhin zu einem Feldzug nach Süden. Das 907 unter [[Armondo II. von Sarmay|Armondo II.]] wiedervereinigte Sarmaienreich, wurde 915 geschlagen und musste die Oberherrschaft Martins anerkennen ([[Vertrag von Tantallas]]). Mit sarmayischen Truppen führte dieser seine Eroberungskriege seit 916 gegen den alconischen König Arrigo IV. fort. Martin nannte sich nun „Rex Sagradiae“ und besiegte 922 in der [[Schlacht von Pergía]] auch endgültig Arrigo IV. Im [[Vertrag von Vesaey]] 923 mussten Sarmay und Arrigo IV. offiziell die Herrschaft Martins des Eroberers über den gesamten christlich beherrschten Teil der sagradischen Halbinsel anerkennen. Damit gilt er als erster [[Königreich Sagradien|König des gesamten christlichen Sagradiens]], auch wenn der Südosten noch immer in arabischer Hand blieb. Martin ernannte 930 seinen Sohn Philipp zum Mitherrscher, um seine Dynastie zu konsolidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Hochmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philipp der Große und die Zeit der Konsolidierung ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Martins I. kam es zu neuen Kriegen in Sagradien. Martins Sohn und Nachfolger [[Philipp I. der Große]] (933-969) konnte sich erst nach mehreren Kriegen wieder die Macht über ganz Sagradien sichern. Nach der [[Schlacht von Tantallas]] 938 war Philipp wieder allgemein anerkannt. 939 wurde Philipp im [[Noyarenser Dom]] zum König von Sagradien gesalbt. 942 erließ Philipp mit dem [[Codex Magnus]] ein einheitliches Recht für seinen gesamten Herrschaftsbereich. Im Innern baute Filipe die Infrastruktur aus, setzte die Erbmonarchie in der männlichen Linie durch, um zukünftige Erbteilungen zu verhindern, förderte Kunst, Wissenschaft und Literatur sowie den Bau von Königspfalzen, Klöstern und Kirchen und stärkte die Macht des Königs im Laufe seiner Regierungszeit noch mehr. Nach Außen setzte er die Eroberungskriege seines Vaters fort und zerschlug das Emirat von Duerez, übrig blieb nur das kleine numerische [[Königreich Malesc]]. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 969 überließ er seinem Sohn und Nachfolger [[Albreth IV.]] dem Barmherzigen (969-980) eine gesicherte Königsherrschaft. Im 10. Jahrhundert entwickelte sich auch die Region zwischen [[Pin]] und [[Lieno]] zum Zentrum des Reiches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Zentralmacht und Kämpfe um die Krone ===&lt;br /&gt;
Albreth IV., der sich besonders als Städtegründer (u.a. von [[Semess]]) hervortat, nahm die Grenzkriege seines Vorgängers gegen [[Perutinger]] und [[Golen]] wieder auf und konnte die Bretonen 971 endgültig befrieden. Im Innern aber zeigte er sich nicht in der Lage, die aufstrebende Macht der Herzöge einzudämmern, die nach Albreths Tod auch die Erbthronfolge anfochten. [[Martin II.]] der Gute (980-994), Bruder Albreths, musste nach Kämpfen gegen [[Arrigo von Bordez]] 984 den Reichsherzögen erweiterte Rechte zugestehen, band diese jedoch durch geschickte Heiratspolitik ans Reich. In der [[Bulle von Malesc]] setzte er 992 eine lehensrechtliche Bindung der Untervasallen an den König durch und verminderte dadurch die Chance der Herzöge zu bewaffneten Aufständen gegen die Zentralgewalt. [[Philipp II. der Katholische]] (996-1019) erreichte 999 mit der Eroberung von Malesc den Abschluss der [[Numererkriege]], die später auch als ''sagradische Reconquista'' bezeichnet wurden. Unter seinen Nachfolgern [[Philipp III.]] (1019-1042) und [[Roderich III.]] dem Kurzen (1042-1069) begann der rasche Machtverfall der skantischen Könige im sagradischen Regnum und der Adel wurde zunehmend stärker. Während sich Filipe III. und Rodrigo III. immer wieder mit den Machtansprüchen [[Don Joán]]s, des Bruders Filipes III., (1026-1029 Gegenkönig Filipes, 1042-1048 Regentschaft für Rodrigo, Ermordung Rodrigos 1069, 1069-1071 Kanzler [[Martin III.|Martins III.]]) auseinandersetzen mussten, wurde dieser 1072 von seinem Neffen, König [[Martin III.]] dem Frommen (1069-1078), hingerichtet. Martin tat sich besonders als Förderer des Klostertums hervor und verbrachte große Zeit in den Klöstern [[Martinez]], [[Meném]] und [[Casterley]] (daher auch der Spitzname „Mönch mit Krone“). Die Regierungsgeschäfte überließ er weitgehend den Erzbischöfen [[António de Martinez]] und [[Carles von Noyar]]. Im [[Edikt von Meném]] von 1075 wurden die letzten Moslems christianisiert oder gewaltsam aus dem Land vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien unter den ersten Diannidenkönigen ===&lt;br /&gt;
Im Kampf um die Nachfolge Martins III. kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, in denen sich [[Johann I. von Cliêce]] (1078-1094), [[Herzog von Alconía]] und Schwager Martins III., mithilfe der Kirche gegen [[Rodrigo I. Herzog von Scantia|Rodrigo I. dem Langen von Scantia]], den mächtigsten der Vasallen, durchsetzen konnte. Der Dualismus zwischen dem neuen Königshaus der [[Dianniden]] und den skantischen Herzögen aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]] sollte sich aber noch lange hinziehen. Johann unterstützte zunächst im Investiturstreit Papst Gregor gegen den deutschen Kaiser Heinrich IV. und erneuerte die Schutzverträge mit dem Kirchenstaat, fiel später jedoch selbst in Streit mit dem Reformpapsttum und stand seit 1091 unter Kirchenbann. Herzog [[Martin der Kühne von Scantia]] nutzte dies, um wiederum einen Krieg gegen Johann zu beginnen, in dem Johann 1094 ermordet wurde. Sein Sohn und legitimer Nachfolger [[Johann II.]] der Löwe (1094-1121) musste den Krieg gegen Martin den Kühnen von Scantia fortführen. Nach Johanns Sieg 1095 wurde Martin festgenommen. Johann II. nahm 1096-1099 auf dem Ersten Kreuzzug teil und versöhnte sich dadurch wieder mit Rom. Martin von Scantia aber nutzte die Gelegenheit, um sich zu befreien und die Herrschaft an sich zu reißen. Als Johann 1100 zurückkehrte, kam es zur zwischenzeitlichen Versöhnung zwischen Martin dem Kühnen und König Johann II. Martin kehrte nach Scantia zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten peruzinischen Königs [[Jouan I. von Perucía|Jouan dem Kurzen]], der nur eine Tochter zurückließ, erhob Martin der Kühne für seine dritte Frau [[Berta von Perucía]] Anspruch auf die Krone des nordmikolinischen Reiches. Dafür startete er eigenmächtig einen Feldzug nach Perucía und ließ sich 1101 in [[Alessa]] zum König ausrufen. Mit dem [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Ersten peruzinischen Erbfolgekrieg]] 1101-1112 begründete Martin der Kühne das mächtige [[Lusonidenreich|lusonidische Reich]] um die Krone Perucías und die Ländereien der skantischen Herzöge in Sagradien. Dennoch half Johanns große Reichsreform von 1102, die Macht der Herzöge einzudämmen. Sein Sohn [[Antonio I.]] der Starke (1121-1132) musste seine Herrschaft gegen keine Gegenkönige mehr sichern und konnte das Diannidenkönigtum behaupten und sichern, führte allerdings mehrere erfolglose Kriege mit Frankreich um die Erweiterung der sagradischen Besitzungen in der Bretagne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lusonidenkriege und Eroberung Golens und Perucías  ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonios I., der ohne männlichen Erben blieb, wurde sein Schwiegersohn [[Jakob I.|Jakob von Sacâu]] (Jakob I. der Kühne, 1132-1165) König, der die Kriege gegen die Lusoniden wieder aufnehmen musste. Es gelang ihm aber nicht, die Macht der Skanten zu brechen. Nach dem Tod [[Armont III. von Golen|Armonts III. von Golen]] erhob Jakob als Schwiegervater einer Tochter Armonts Anspruch auf die Krone, ebenso wie der mikolinische König, was zum Krieg beider Mächte um Golen führte, in dem Jakob 1165 fiel, den sein Sohn [[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) aber erfolgreich zuende führen konnte und daraufhin als erster König Golen mit Sagradien vereinigte. Gabriel Juvans gelang danach ein Durchbruch im Machtkampf mit den Lusonidenherrschern, die Gabriels Oberherrschaft in Sagradien anerkennen und den Großteil ihrer Besitzungen in Sagradien inklusive des Herzogtums Scantia abtreten mussten. Gabriel, seineszeichens ein großer Förderer von Kunst und Kultur, baute zudem das Kirchensystem aus, stärkte die Königsgewalt und nahm am Dritten Kreuzzug teil. Er gilt als bedeutendster sagradischer König des Hochmittelalters und wurde 1537 heilig gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel II.]] (1201-1220) führte Krieg gegen den abtrünnigen [[Südbund]] (Liez, Corar, Sur Pinia) und zwang ihn unter die Krone. Unter [[Philipp IV. Hermes]] (1233-1261) endete nach dem Tod [[Martin Posthumus]]’ 1249 die Herrschaft der Lusoniden in Perucía und [[Philipp der Schweigsame]] von Redanior setzte sich mithilfe des sagradischen Königs gegen den unehelichen Sohn Martins, [[Renart von Soria]] durch, der in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 vernichtend geschlagen wurde. Philipp von Redanior wurde König von Perucía und erkannte die Oberherrschaft Sagradiens über sein Territorium an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Spätmittelalter ==&lt;br /&gt;
=== Redanior-Königtum und Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod König [[Philipp V.|Philipps V. des Klugen]] (1261-1264), der 1263 erstmals die Stände einberief, um seine Nachfolge zu regeln, gelangte mit seinem zwölfjährigen Neffen König [[Martin IV. Felix]] (1264-1289) das [[Haus Redanior]] auf den sagradischen Thron, der 1275 die Herrschaft über Perucía mit der sagradischen Krone vereinte. Seine Nachfolger [[Robert I.]] (1289-1292) und [[Philipp VI.]] der Gerechte (1292-1301) mussten 1290-1313 [[Peruzinische Aufstände|Aufstände der Peruzinischen Stände]] niederschlagen, die sich im [[Bund von Alessa]] gegen die sagradische Herrschaft vereint hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Sergius I.|Serge I.]] von Gerón bestieg das Haus Redanior 1315 in einer jüngeren Linie den mikolinischen Thron, während in Sagradien seit 1301 Serges Onkel [[Jakob II.]] (1301-1320) herrschte, der 1301 seinen Neffen [[Martin V.]] den Wahnsinnigen (1301) entmachtet hatte. Als dieser 1320 jedoch starb, wurde Serge I. von Mikolinien nächster Anwärter auf den Thron. Gegen den in Mikolinien weilenden Monarchen usurpierte in Sagradien jedoch [[Danadier I.]] (1320-1321) von Scola den Thron und ließ sich von den Ständen anerkennen, die eine Union mit Mikolinien fürchteten. Als Serge im Jahr 1321 in Sagradien einfiel, um seinen legitimen Thronanspruch durchzusetzen, besiegte und tötete er jedoch Danadier in der [[Schlacht bei Alágua]] und bestieg als Sergius I. (1321-1354, der Große) selbst den Thron. Er vereinte damit als erster König die mikolinische und die sagradische Krone unter seiner Herrschaft und beendete die seit Jahrhunderten herrschenden Kriege ([[Pax Sergiana]]). Innenpolitisch gelang es ihm die Macht des Herrschers in beiden Reichsteilen zu stärken und die Doppelmonarchie zu einer wirtschaftlichen und politischen Hochblüte zu bringen. Er führte in beiden Teilreichen zentrale Rechnungshöfe ein, erhöhte die Steuern und zog das Vermögen des mächtigen, 1345 verbotenen [[Fallenserordens]] in SüdMikolinien ein. Ihm folgten [[Sergius II.]] (1354-1378) und [[Gabriel IV.]] (1378-1395) nach, welcher 1386/1387 in einem [[Mikolinische Revolution|Aufstand]] gegen seine sagrophile Herrschaft die mikolinische Krone an [[Charl de Interea]] verlor und ohne Erben blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fünfzigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Gabriels kam es zwischen den potenziellen Thronfolgern [[Michael I.|Miquel de Vesaey]] und [[Joseph I.|José de Óstino]] zum „[[Krieg der Herzöge]]“, aus dem mit mikolinischer Unterstützung ([[Vertrag von Nantés]]) José de Óstino als Sieger hervorging, der nach Gabriels Tod 1395 als Joseph III. (1395-1396) den Thron bestieg. Er wurde allerdings bereits 1396 von seinem Gegenkönig Michael I. de Vesaey (1396-1421) bei [[Xenópolis]] besiegt und ins [[Kloster Martiniac]] verbannt, während [[Charl VI. von Mikolinien]] in Perucía einfiel und den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Mikolinien auslöste. Von der [[Alberenser Union]] als König von Perucía anerkannt, hielt er als Schwager Johanns von Ostino an dessen Königtum fest und bestritt die Legitimität Miquel de Vesaeys. Zwischenzeitig erhob Karl sogar als Schwager des 1398 verstorbenen José selbst Anspruch auf den sagradischen Thron und berief sich auf die Bulle von Servette und die darin festgelegte Unteilbarkeit des Reiches. In dem ein halbes Jahrhundert andauernden Krieg kämpften seit 1398 die unabhängige [[Tulinesische Republik]] sowie zeitweise auch [[Servettinische Lande|Servette]] auf sagradischer Seite, während sich Mikolinien mit den Häusern [[Haus Óstino|Ostino]] und [[Haus Esqués|Esqués]] verbündete. In Perucía wurde der Kampf der mikolinisch-freundlichen Union mit den Anti-Karlisten in Form eines blutigen Bürgerkriegs ausgefochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen schweren Niederlagen Sagradiens (Abfall [[Álbero]]s und [[Montana]]s 1409, offener Aufstand in [[Westligre]] 1417, Belagerung [[Gerón]]s 1420) übernahm 1420 der königliche Prinz [[Don António]], zweiter Sohn Miquels I., den Oberbefehl über die sagradischen Heere. Nach dem Tod Miquels I. in der [[Schlacht von Valés]] konnte Don António Siege bei Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] feiern und dadurch einen mikolinischen Sieg vereiteln. Er starb 1424 an einer Lungenentzündung. König [[Michael II.]] (1421-1457) gelang es mit der Unterstützung tulinesischer Truppen unter [[Luis Filipe von Santori]] und besonders mithilfe der tulinesischen Flotte unter Conte [[David von Santori]], Mikolinien empfindliche Niederlagen zuzusetzen. So schlug er in einer sagradischen Offensive seit 1427 das mikolinische Heer bei [[Cania]] und konnte 1431 die Stadt [[Bosa]] erfolgreich verteidigen. Nach dem endgültigen Abfall [[Conte]]s im Jahr 1432 konnten beide Seiten keine entscheidenden Siege mehr verbuchen, sodass die Kämpfe 1439 weitgehend eingestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Großmacht Sagradien unter den Santori ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zur Großmacht ===&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensschluss zwischen [[Mikolinien]] und [[Sagradien]] im [[Friede von Tesqué|Frieden von Tesqué 1443]], in welchem die endgültige Trennung beider Kronen vorgeschrieben und die Grenzen vereinbart wurden, die in groben Zügen bis heute gültig sind (so genannte ‚[[Medéolinie]]’), hinterließ [[Michael II.]] eine gefestigte Krone, wobei sich der Verlust des ständigen Unruheherds [[Perucía]] an Mikolinien langfristig zugunsten der königlichen Macht auswirkte. Mit dem Tod Miquels II. 1457 starb das [[Haus Vesaey]] aus und die Königskrone fiel an das tulinesische Regentenhaus [[Santori]]. Für den bei Amtsantritt erst acht-jährigen Thronfolger [[Jakob III.]] (1457-1491), Enkel von Miquel I., herrschte bis 1468 sein Vater [[Conte von Tulis|Conte]] [[David de Santori]], Herzog von Golen. Dieser baute die Hausmacht der Santori aus und verknüpfte die Stärke Sagradiens eng mit der der Santori und dem [[Comitat Tulis]]. Sein Sohn Jakob eroberte 1475 das abtrünnige Tulis und verleibte die Comitat-Republik endgültig dem Königreich ein. In drei [[Servettinische Kriege|Kriegen gegen Mikolinien]] (1477-1479, 1492-1497, 1505/06), konnte sich Sagradien das [[Servettinische Lande|Servettinische Erbe]] in Südmikolinien sichern und etablierte so seine Herrschaft im Süden und Osten der mikolinischen Halbinsel. Außerdem wurde das seit 1494 mikolinisch besetzte [[Golen]] bis 1499 zurückerobert und als sagradisches Kronland verteidigt. Diese Entwicklung des Machtgewinns nahm unter König [[Jakob IV.]] (1491-1502) ihren weiteren Lauf. Thronfolgeauseinandersetzungen innerhalb des Hauses Santori, die 1502 zwischen [[Peter I.]] (1502-1509) und seiner Nichte [[Catarina de Sántori]] zur gewaltsamen Eskalation führten ([[Lilienkriege]]), wurden 1509 mit dem Regierungsantritt [[David I.|Davids I.]] (1509-1543) beigelegt, der zum politisch wichtigsten Monarchen Sagradiens im 16. Jahrhundert wurde und das so genannte &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; in der sagradischen Geschichte einleutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancekönigtum und Weltmachtpolitik ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Sagradien zur europäischen Großmacht aufgestiegen und das Königshaus Santori verfügte als Resultat geschickter Heiratspolitik über Herrschaftsgebiete in Mikolinien, den Niederlanden und in Norditalien. Die Besitzungen in Flandern musste David I. 1519-1524 gegen die Habsburger verteidigen, ebenso wie das portugiesische Erbe, das ihm nach dem Tod Manuels I. 1521 durch die Ehe mit dessen Tochter [[Luisa von Portugal]] zufiel ([[Sagradisch-Portugiesische Union]]). Nach dem Sieg über die Habsburger vereinte David als erster und einziger Monarch die Kronen Sagradiens und Portugals und herrschte über ein Weltreich mit hegemonialem Anspruch in Europa. Zu den portugiesischen Kolonialbesitzungen kamen neue unter sagradischer Flagge eroberte Gebiete in Übersee, vor allem in Afrika und Amerika, die den Entdeckungen der Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]] und [[Joán Caballes]] (eigentlich Giovanni Caballi) zu verdanken waren und die teilweise auf dem von tulinesischen Seefahrern bereits im 15. Jahrhundert gegründete Handelsnetz mit Afrika aufbauten. Während in Afrika und Asien vor allem Handelsstützpunkte gegründet wurden, errichtete Sagradien in Nord- und Südamerika als Flächenkolonien die Vizekönigreiche [[Nova Sagradia]] und [[Guiana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben förderte David Kunst, Kultur, Handel und Wissenschaft. Nachdem bereits Jakob III. italienische Künstler und Gelehrte an seinen Hof geholt hatte, darunter die Humanisten [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Franziskus Aurelianus]], wurde der Königshof in [[Tulis]] unter David I. zum Hauptknotenpunkt der westeuropäischen Renaissancekultur. Er setzte sich mit der [[Reformatio Davidi]] für eine Reform der katholischen Kirche ein, begründete die von Rom weitgehend unabhängige [[Sagrikanismus|&amp;quot;sagrikanische&amp;quot; Nationalkirche]] und betätigte sich als Kunstmäzen. Das Zeitalter Davids I. markiert daher zugleich die größte politische Blüte der sagradischen Geschichte als auch den Beginn des so genannten „[[Gran'Etá|Großen Zeitalters]]“ (&amp;quot;la Gran'Etá&amp;quot;) der sagradischen Geschichte, das bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts andauern sollte und wegweisende Werke der Malerei, Bildhauerei, Architektur und Literatur hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monarchen des Goldenen Jahrhunderts: Von Johanna I. bis Gabriel V. ===&lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 führte zur Teilung des Weltreichs zwischen Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) und Davids Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann dem Frommen]]. Johanna und ihr Ehemann [[Michael III.]] (1543-1552) erhielten das [[Königreich Sagradien]] samt Überseebesitz, das [[Comitat Tulis]] und die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]], Johann erbte Portugal und das zugehörige Kolonialreich der iberischen Seefahrernation. Die Santori teilten sich damit wieder in zwei Familienzweige. Unter Johanna I. wurde das mittelsagradische [[Semess]] zur dauerhaften Königsresidenz und zur Hauptstadt des Landes ausgebaut. Der 1552 in Tulis ausgebrochene [[Josephitenaufstand]] gegen die Union mit Sagradien wurde 1556 endgültig niedergeschlagen. Das Aussterben der portugiesischen Linie des Hauses im Jahr 1578 führte 1580 schließlich zum [[Portugiesischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg um Portugal]], in dem die Santori das Land an die spanischen Habsburger verloren. Dennoch konnte Sagradien seine Hegemonie über die Konsettenhalbinsel aufrechterhalten. Das Kolonialreich in Übersee wurde überdies weiter ausgebaut und erreichte im frühen 17. Jahrhundert eine Blütephase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation führte erst in ihrer calvinistischen Form und auch nur in Teilen Sagradiens, vornehmlich im Nordosten zu Resonanz und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Reihe von religiösen Konflikten, die eng mit politischen Auseinandersetzungen und Machtfragen verbunden waren. Nachdem Königin Johanna und - unter dem Einfluss seiner protestantisch erzogenen Frau [[Luise von Bourbon]] - ihr Sohn und Nachfolger [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) eine auf religiöse Toleranz zielende Politik betrieben und damit starke Konflikte mit der ultrakatholischen Partei provoziert hatten, setzte der seit den 1580er Jahren amtierende leitende Minister [[Joán María de Belavís]] die Gegenreformation in Sagradien zu einem Erfolg. König [[Gabriel V.]] (1591-1640), der einen prächtigen Hof hielt und als großer Förderer der Künste galt, setzte nach dem Tode Belavis’ 1602 dessen Zentralisierungs- und Machtpolitik im Inneren fort und restaurierte zudem durch geschickte Haushalts- und Wirtschaftspolitik (Ansätze eines merkantilistischen Wirtschaftssystems) die durch königliche Repräsentation und militärischen Auseinandersetzungen angeschlagenen Staatsfinanzen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] 1620-1624 gegen den Nachbarn [[Mikolinien]] erreichte Sagradien noch einmal eine Bestätigung seiner Besitztümer auf der mikolinischen Halbinsel. Gabriels Tod im Jahr 1640 wird allgemein als Schlusspunkt der politischen Blütephase Sagradiens und als Auftakt zu einem lang anhaltenden Niedergang angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Großmacht ===&lt;br /&gt;
Die elfjährige Regierungszeit [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]] (1640-1651) war von Hofintrigen und Fremdeinflüssen geprägt (u.a. durch seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Regentin Mikoliniens, später von verschiedenen Mätressen wie [[Antonia de Casterley]] oder [[Francisca de Simonis]]) und gilt als Wendepunkt in der sagradischen Geschichte. Sagradiens unglückliche Intervention im Dreißigjährigen Krieg und der für das Königreich enttäuschende Westfälische Frieden von 1648, markieren den relativen Abstieg und den Anfang vom Ende der sagradischen Großmachtstellung in Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten wechselnde außenpolitische Erfolge und Misserfolge. Zwar konnte der Besitz Golens im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] von 1657-1669 gegen Mikolinien gesichert werden, die Unterstützung Ludwigs XIV. bei dessen Krieg gegen Holland und der zeitgleich geführte [[Spanisch-Sagradischer Seekrieg|Spanisch-Sagradische Seekrieg]] führten zu einer Schwächung Sagradiens und zu einem Verlust mehrerer Kolonien in Übersee. Auch die Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg, in dem Sagradien nun gegen Ludwig XIV. kämpfte, brachte nicht die erwünschten Erfolge, welche die Großmachtstellung Sagradiens wiederhergestellt hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch vermochte es [[Gabriel VII.]] (1654-1698) jedoch mit Hilfe seines Ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] die Macht des Königs zu konsolidieren und punktuell zu stärken, auch wenn er den Einfluss der Stände nicht gänzlich zurückdrängen konnte. Obgleich die Macht der sagradischen Krone im Innern unter Gabriel VII. nochmals einen Höhepunkt erlebte, legte v.a. die ausschweifende Repräsentationspolitik und die kostspielige Hofhaltung des Königs im neu erbauten Schloss Bernabêu, die nach dem Ableben jenes besonnenen Staatsmannes und Kardinals keinerlei Eindämmung mehr fand, die Grundsteine für den Staatsbankrott und die sich daraus ergebende Krise des frühen 18. Jahrhunderts. Auch barg das gesteigerte Machstreben der Santori-Valier-Dynastie des späten 17. Jahrhunderts den Grundstein für die harten Auseinandersetzungen mit den Ständen um die Rolle von Krone, Adel und Ständen im sagradischen Gemeinwesen, die unter seinen Nachfolgern zum Krieg führen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 18. Jahrhundert: Bürgerkrieg und Ständemacht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstände und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Trotz des offensichtlichen Geldmangels und der zerrütteten Haushaltslage verstärkte der absolutistisch gesinnte König [[Danadier II.]] (1698-1721), spöttisch der ‚Schattenkönig’ genannt in Anlehnung an sein großes Vorbild Ludwig XIV. von Frankreich, die höfische Repräsentation noch mehr und provozierte die Gegnerschaft sowohl des aus zahlreichen Machtpositionen gedrängten Adels als auch des Volkes. Er versuchte, die aufkeimende Opposition im Hochadel durch eine autokratische Führung zu unterdrücken. Die finanziellen und sozialen Missstände führten seit 1708 zu einer ernsten politischen Krise und zu zwei größeren Aufständen ([[Aufstand von 1708|1708]] und [[Aufstand von 1711|1711]]), die blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verheerende Niederlage Sagradiens im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] von 1703-1710 führte schließlich nicht nur zum Verlust [[Großherzogtum Servette|Servettes]] an [[Mikolinien]], sondern verschärfte auch die innersagradische Krise. Die Auflösung der [[Generalstände|Ständeversammlung]], die dem König weitere Kriegskredite verweigert hatte, sowie die für Sagradien problematischen Friedensschlüsse von Cresq 1711 und von Utrecht 1713, in denen die Santori-Monarchie [[Feiroa]] und einige Festungen in [[Lukien]] an Mikolinien und die Hafenstadt [[La Cripón]] sowie die Insel [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, führten schließlich 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] (Sagradischer Koalitionskrieg), in dem eine ständische Adelskoalition ([[Coalicionarioes]]) unter Führung der Herzöge von [[Sesín]] und [[Alconía]] gegen die königlichen Truppen und die kronloyalen Adelshäuser ([[Reales]]) kämpfte. Die Gefangennahme Danadiers II. 1718 und der Übergang zu einer gemeinsamen Regierung aus Ständen und König unter dem Regime der [[Codices Magni Libertatum]] führten nur zu einem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen, diese wurden vielmehr 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen fortgeführt. Außerdem suchte Mikolinien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg von 1718-20]] Südkont, Westligrien und Lukien einzunehmen. Der [[Friede von Guillard]] 1720 beendete schließlich die Kampfhandlungen und bedeutete den Verlust großer Teile Südkonts an Mikolinien, während der Großteil Lukiens jedoch gehalten werden konnte. Die soziale Notlage und die ständigen Unruhen führten zu einer hohen Verunsicherung der Bevölkerung sowie zu einer Radikalisierung der Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interregnum und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Infolge royalistischer Aufstände und Umsturzversuche floh König Danadier II. im Februar 1721, übergab seine Thronrechte an seinen Bruder [[Philipp Karl von Viça]] und wurde schließlich durch die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] für abgesetzt erklärt. Die folgende absolute Ständeherrschaft wirkte als Katalysator der Parteikämpfe und der Unzufriedenheit in den niederen Schichten. Die [[Sturm auf den Plazarenya|Erstürmung des Plazarenya-Palasts]] am 23. Mai 1721 gab schließlich das Signal für den radikalen [[Maiaufstand 1721]], in dessen Folge der niederadlige [[Simón Bernord]] die [[Erste Sagradische Republik]] ausrief und an der Spitze eines regierenden [[Rat der Sieben|Rates der Sieben]] die Macht in der Haupstadt sowie im Umland von Semess übernahm. Im Juni 1721 kam es einigen Großstädten zur Gründung von radikalen bürgerlichen Tochterräten, im Juli folgte der Ausbruch eines großen [[Bauernaufstand 1721|Bauernaufstandes]], der den ganzen Süden des Landes in Anarchie versetzte. Erst im Herbst 1721 konnte ein gemeinsames Heer aus Royalisten und ständischen Koalitionstruppen die Hauptstadt einnehmen und die Herrschaft Bernords beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut zusammengetretenen Generalstände stellten neue verfassungsähnliche Gesetze auf, die das Land wieder dezentralisieren und den Einfluss der Cortes vermehren sollten. Im Herbst 1722 stellte Danadiers jüngerer Bruder [[Philipp Karl von Viça]], der sich selbst als legitimen König sah, in Frankreich ein Heer zusammen, fiel in der [[Bretagne]] ein und konnte bis nach [[Lojandía]] vordringen, ehe er von einem Ständeheer unter Führung des Prinzen [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] zurückgeschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Ständekönigtum&amp;quot; Marias I. und Johanns III. ===&lt;br /&gt;
In der Folge stieg Johann Franz zum mächtigen Prinzen auf, nachdem er [[Maria I.|Maria Luisa von Santori]], eine Tochter Danadiers II., geheiratet hatte. Nach dem sogenannten ''Prinzipat'' Johanns und Marias wurden beide Anfang 1725 als [[Maria I.]] (1725-1735) und [[Johann III.]] (1725-1749) zu Königin und König erhoben. Das Paar bestieg gemeinsam den Thron, musste aber seine Treue auf die [[Codices Magni]] schwören, die zum neuen Grundgesetz der Monarchie werden sollten. Damit hatte Sagradien nach vierjährigem Interregnum wieder ein Monarchenpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. Johann Franz und Maria regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie, wobei im Laufe der Regentschaft die Macht des Königs gegenüber der der Stände wieder zunehmend ausgebaut werden konnte. Außenpolitisch lehnten sich Johann und Maria enger an England an. Unter ihrer Regentschaft blühten v.a. die Kultur und Philosophie der Aufklärung, die von Frankreich und England nach Sagradien gebracht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Marias I. 1735 regierte Johann III. unter Zustimmung der Stände alleine weiter. Der [[Akt von Vierna]] erklärte schließlich die Herrscherwürden des Königreichs Sagradien und des Fürstentums Cuentez für unteilbar. Nach dem Eintritt Sagradiens in den Österreichischen Erbfolgekrieg kam es zum offenen Krieg mit Frankreich, das sich auf Kosten Sagradiens Gebietsgewinne erhofft. Diese Hoffnungen blieben freilich unerfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradischer Erbfolgekrieg und Beginn der Vienne-Dynastie in Sagradien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Johanns III. 1749 wurde sein minderjähriger Sohn [[David II.]] (1749-1754) König, starb aber bereits mit neun Jahren. Mit dem Aussterben der Sántori in der männlichen Linie, geriet das Land in eine ernste Nachfolgekrise. Die Regierung seiner Schwester [[Maria II. Franziska]] (1754-1757) und ihres Mannes [[Anton II.|António Ramón de Piacón]] führte zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] (1756-1760) gegen den Kandidaten Frankreichs [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]], der schließlich seit 1757 als [[Gabriel VIII.]] (1757-1792) regierte und die Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne-Könige]] begründete. Mit dem [[Friede von Alagua]] 1760 endete die Großmachtstellung Sagradiens endgültig und Sagradien verlor nicht nur die Servettinischen Lande, sondern auch die Grafschaft Plato mit ganz Lukien an Mikolinien.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von seinem leitenden Minister, Graf [[Armand de Calogny]] (1759-1765), unterstützt, machte sich Gabriel zum Ziel, die Herrschaft der Krone wieder zu stärken und die Macht der Stände in ihre vorrepublikanischen Schranken zu verweisen. Nachdem er noch bei Antritt seiner Regentschaft die Codices Magni bestätigt hatte, setzte er sie 1765 in der [[Lex Generalis]] teilweise wieder außer Kraft und dämmte damit die Macht der Generalstände deutlich ein. Außenpolitisch kehrte der Monarch dem Anglismus Lukanischer Prägung den Rücken und lehnte sich wieder mehr an das absolutistische Frankreich an. Als erster europäischer Staat erkannte Sagradien unter Gabriel VIII. die Unabhängigkeit der 13 Kolonien Neuenglands an und unterstützte diese seit 1779 an der Seite Frankreichs im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Unter Gabriels Sohn und Nachfolger [[Joseph Ludwig I.]] (1792-1797) und seinem Ersten Minister [[Frederic de Calzac]] beteiligte sich Sagradien seit 1792 an den Koalitionskriegen gegen das republikanische Frankreich. In den Kriegen ging die [[Bretagne|Westbretagne]] sowie der Nordteil [[Amoria]]s, wo zuvor die [[Amorische Republik]] ausgerufen worden war, an Frankreich verloren, das die neuen Departements [[Lesker]], [[Kérec]], [[Haut-Ligre]] und [[Côte du Cripon]] der Französischen Republik anschloss. Die kurzlebige [[Ligrische Republik]] am Unterlauf des Ligre konnte dagegen niedergeschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Kriege und Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Regierungzeit Joseph Ludwigs folgte ihm 1797 sein erst siebenjähriger Enkel [[Gabriel IX.]] als König nach, für den sein Onkel [[Joseph Ludwig II.|Karl Joseph Ludwig von Alconía]] die Regentschaft ausübte. Nach verlorenem Krieg gegen das napoleonische Frankreich zwang der Kaiser der Franzosen im Herbst 1805 den Regenten zur Abdankung. Unter Gabriels Mutter Marie Luise von Parma wurden in der Folge liberale Reformen durchgeführt, jedoch war Sagradien politisch von Napoléon abhängig, der weiterhin Besatzungstruppen in Sagradien hielt. Gabriel IX., seit 1808 selbst regierend, lehnte sich noch stärker an Frankreich an, ließ eine Verfassung ausarbeiten und heiratete 1810 Napoleons Nichte [[Julie Bonaparte]]. Seine unpopuläre Herrschaft endete 1812 in seiner Ermordung, woraufhin es zur [[Winterkrise 1812/13]] kam, in deren Folge es zu einer französischen Invasion in Sagradien kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die französische Intervention regte sich schnell Widerstand in Sagradien, der von Mikolinien und Großbritannien unterstützt wurde. Ein sagradisch-mikolinisch-britisches Heer siegte 1813 schließlich bei [[Colón]] gegen Napoléon. Julie Bonaparte musste zusammen mit den napoleonischen Truppen das Land verlassen, der frühere Regent kehrte nach Sagradien zurück und bestieg als [[Joseph Ludwig II.]] den sagradischen Thron. Dieser erkannte die von den [[Cortes von Diegue]] ausgearbeitete liberale [[Verfassung von 1812]] nicht an und machte sich an eine absolutistisch gesinnte Restauration des Königtums der vornapoleonischen Ära ([[Cuartêniu Absoluta]]). Als Folge daraus formierte sich ein neuerlicher Widerstand im sagradischen Adel und im Bürgertum und es kam zur liberalen [[Novemberrevolution 1817]], in deren Folge José Luis II. die liberale [[Novemberverfassung]] erlassen musste, die sich weitgehend am Entwurf der Cortes orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration und Revolution ===&lt;br /&gt;
Auf dem Wiener Kongress musste Sagradien auf die gesamten Gebiete auf der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]] sowie auf den größten Teil Golens verzichten. Damit endete die seit Gründung der sagradischen Königreiche im Frühmittelalter anhaltende sagradische Präsenz jenseits der [[Konsetten]]. 1817 besetzte Mikolinien zudem die noch bei Sagradien verbliebenen Gebiete, woraufhin König [[Joseph Ludwig II.]] in zwei großen Golenkriegen ([[Erster Golenkrieg (1819-1825)|1819-1825]] u. [[Zweiter Golenkrieg (1827-1829)|1827-1829]]) versuchte, die verlorenen Gebiete in Golen und Mikolinien zurückzuerobern. Im [[Frieden von Diegue 1829]] musste Sagradien schließlich einer Teilung Golens zustimmen. Innenpolitisch versuchte Joseph Ludwig den Ausgleich zwischen den zerstrittenen ultrakonservativen und liberalen Kräften zu erreichen, begann seit Mitte der Zwanziger Jahre aber unter Druck der ultraroyalistischen Kräfte, die Novemberverfassung von 1817 und die Rechte des Parlamentes kontinuierlich einzuschränken. Nach seinem Tod 1829 wurde sein Bruder [[Emil I. Johann]] von Viena (1829-1849) König. Emilio – überzeugter Parteigänger der ultrakonservativen Partei - regierte reaktionär und antiliberal, indem er die von seinem Vorgänger oktroyierte Verfassung zunehmend beschnitt ([[Emilianische Restauration]]). Die Folgen der Wirtschaftskrise der Jahre 1846/1847, in der zahlreiche Bauern und Arbeiter an den Rand des Existenzverlustes gerieten, und die strikte Weigerung des Königs zu sozialen und politischen Reformen führten im April 1848 zu einer Reihe heftiger von Arbeitern und Bürgern getragener Aufstände ([[Aprilrevolte]]) gegen die restaurative Politik des Königs und seines reaktionären Kronkanzlers, des [[Fernando Conte de Lesta|Grafen von Lesta]], die aber zunächst erfolglos blieb. Erst als die Lage im Jahr 1849 erneut eskalierte, dankte Emilio Joán ab und übergab die Regentschaft an seinen Sohn [[Lucién I.]] (1849-1871), der die die &amp;quot;[[Decada del Terror]]&amp;quot; beendete und umfangreiche liberale Reformen einleitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Era Liberal&amp;quot; und Montevilismus ===&lt;br /&gt;
Infolge der Aprilrevolution und nach dem überragenden Wahlerfolg der liberalen [[Konstitutionalisten]] bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1855|Wahlen 1855]] setzte König Lucién den liberalkonservativen Realpolitiker [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 u. 1861-1873) als Kronkanzler ein, nahm ab 1862 aus Krankheitsgründen fast gar nicht mehr aktiv an den Staatsgeschäften teil und stand seit 1867 unter der Regentschaft seines jüngeren Bruders Prinz [[Philipp Emilian]]. Unter der Regierung Montevil festigte sich Sagradiens konstitutionelle Monarchie und es begann die so genannte „[[Era Liberal|Liberale Ära]]“, auch „Epoche des Montivilismus“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch vertrat der Regierungschef einen konservativen Kurs, der auf der internationalen Isolierung Frankreichs beruhte und im gewonnenen [[Sagro-Französischer Krieg|Sagro-Französischen Krieg]] (1860/61) seinen Ausdruck fand. Die Konfrontation mit Napoleon III. wurde durch Anlehnung an England und Mikolinien ausgeglichen. Innenpolitisch konnte Montevil zahlreiche liberale Reformen durchsetzen. Er revolutionierte das Heereswesen sowie das Bildungssystem, führte neue Steuergesetze ein und drängte den Einfluss der katholischen Kirche zurück. Getragen wurde die Regierung durch die säkular-konstitutionelle [[Partíu Liberal|Liberale Partei]] im Parlament, während konservativ-katholische Kreise der Regierung kritisch gegenüberstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Luciéns im Jahr 1871 geriet Montevil immer mehr in Gegensatz zum neuen reaktionär eingestellten König [[Philipp VIII.]] (1871-1891). Mit der Demission Montevils 1873 endete die &amp;quot;liberale Ära&amp;quot; in Sagradien und wurde durch eine Phase konservativer Vorherrschaft ersetzt, in der die angeschobene konstitutionelle Entwicklung angehalten und umgekehrt werden sollte. Nacheinander versuchten mehrere konservative Regierungen, die Reformen der Ära Montevil zu revidieren. Zwar hielt sich der König weitestgehend an die Verfassung, schwächte diese aber, indem er Regierungen seines Vertrauens ernannte, immer wieder sein verfassungsmäßiges Vetorecht in wichtigen Reformgesetzesvorhaben einlegte oder das Parlament durch vorzeitige Auflösung zu disziplinieren suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders energisch verfolgte der Monarch eine auf Machtgewinn ausgerichtete Kolonialpolitik und führte das [[Sagradisches Kolonialreich|sagradische Kolonialreich]] zu einem Höhepunkt. Der 1884 erworbenen Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]] (heute teil Somalias) folgten 1886 [[Ríu Ogué]] (das heutige [[Oguana]]) und 1887 [[Sagradisch-Ostafrika]] (das heutige Rovuma). Da die kolonialen Abenteuer aber nur schleppend vorangingen, geriet der Monarch nicht nur in Gegensatz zu den Antikolonialisten, sondern auch mit Teilen der nationalistischen Rechten, die eine noch intensivere Kolonialpolitik forderten. Wirtschaftspolitisch zielte Philipp gegen den Willen der Liberalen auf neue protektionistische Maßnahmen ab, um die einheimische Wirtschaft zu stärken. Gegen die aufstrebende Arbeiterbewegung wurde das Versammlungsrecht beschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Monarchie zur Republik ===&lt;br /&gt;
Obwohl durch das Zensuswahlrecht und praktische Benachteiligungen weitgehend aus dem Parlament verdrängt, wuchs in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die radikale [[Republikanische Partei]] [[Santo Cripón de la Moya]]s zu einer dynamischen Gegenkraft des monarchischen Autoritarismus voran, zumal sich die gemäßigt-liberalen Konstitutionalisten als unfähig erwiesen, dem königlichen Revisionismus Einhalt zu gebieten. Vielmehr musste die liberale Parlamentsmehrheit seit der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1884|Parlamentswahl 1884]] zunehmend Rückschläge einstecken, wie vor allem in der [[Verfassungskrise 1887/88]], in der der König offen gegen die bestehende Verfassung verstieß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch des Königs und seines leitenden Ministers, des [[Gustavo Conte de Montxerent|Grafen von Montxerent]], die Macht des Parlament vollends zu beschneiden, führte 1890 schließlich vor dem Hintergrund einer seit mehreren Monaten schwelenden schweren Wirtschaftskrise im Land zur Eskalation. Als Handwerker und Arbeiter gegen die vom König erzwungene Schließung von Nationalwerkstätten und Kürzung der Sozialleistungen auf die Barrikaden gingen, brachen in den letzten Dezembertagen 1890 zunächst in Semess, bald dann landesweite Aufstände gegen die amtierende Regierung aus. Mitgetragen wurden die Aufstände bald auch vom Bürgertum und teilweise sogar vom Adel, der eine Revolution als letzten Ausweg aus der politischen Bedeutungslosigkeit sah.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anhaltenden Auseinandersetzungen im Januar sahen die Gegner des Königs die Stunde gekommen, den ungeliebten Monarchen loszuwerden. Aus Furcht vor einer sozialen Revolution schlossen sich Liberale, Republikaner und einige Konservative zu einer antimonarchischen Koalition zusammen. In der so genannten [[Januarrevolution 1891]] erklärte die bürgerliche Abgeordnetenkammer in einer Sondersitzung mit deutlicher Mehrheit die amtierende Regierung für abgesetzt und setzte eigenmächtig eine provisorische Regierung ein. Neuwahlen zu einer &amp;quot;Nationalversammlung&amp;quot; wurden erstmals nach dem allgemeinen Männerwahlrecht abgehalten und endeten in einem deutlichen Sieg der revolutionären Kräfte. Noch in der Wahlnacht erklärte König [[Philipp VIII.]] seine Abdankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien in der Ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Zweite Sagradische Republik]], [[Geschichte der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach Abdankung des Königs verweigerte das Parlament die Anerkennung des Thronfolgers und erklärte sich in der [[Juni-Proklamation 1891]] zum Vertreter des Souveräns. Zwar existierte keine klare Mehrheit für die Republik, die von einer Mehrheit angestrebte parlamentarische Monarchie scheiterte aber an der Obstruktionshaltung der radikalen Monarchisten. Das provisorische [[Novemberstatut 1891]] kam bereits ganz ohne königliche Befugnisse aus und besiegelte de facto den Übergang zur Republik. Offiziell ausgerufen wurde diese jedoch erst per Parlamentsbeschluss vom 2. Januar 1893, nachdem alle Verhandlungen mit dem früheren Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] gescheitert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politik der Republik basierte auf einer Allianz der linksliberalen Radikalen mit einem Teil der reformfreudigen bürgerlichen Eliten und auf dem Ziel, eine soziale Radikalisierung der Revolution zu verhindern und die sozialrevolutionären Aufstände des [[Semestiner Revolutionsrat]]es gegen die sich abzeichnende bürgerliche Republik niederzuschlagen. Mit fast diktatorischen Vollmachten ausgestattet, schlug der Kriegsminister [[Luis María del Castos]] die Aufstände nieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1893 in Kraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassunggesetze]] sahen das allgemeine Mehrheitswahlrecht für Männer sowie eine starke Stellung des Einkammerparlaments vor, dem der Präsident und die Minister verantwortlich sein sollten. Zum ersten Präsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wählte die Nationalversammlung den liberalen Abgeordneten [[Luis Cavaller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Einführung der Republik zerfiel die republikanisch-liberale Parlamentskoalition bald in mehrere Teile. Die republikanische Bewegung wurde dadurch geschwächt. Dennoch erreichten die Republikaner bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] eine Mehrheit. &lt;br /&gt;
Eine politische Krise im Jahr 1894 führte schließlich zu einer konservativen Verfassungsrevision. Die [[Januarrevisionen 1895]] stärkten die Macht des Staatspräsidenten, der künftig das Parlament auflösen konnte und sah die Einführung einer zweiten, nicht direkt gewählten Parlamentskammer, dem so genannten [[Rat der Republik]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärkste Kraft wurden bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] die gemäßigt-republikanischen [[Moderatas]], während die [[Partíu Radical|Radicales]] in die Opposition gingen. Ein letztlich gescheiterter antirepublikanischer [[Putsch von 1898|Putschversuch im Jahr 1898]] führte rasch zu einer Wiederannäherung der republikanischen Linken, die sich daran machten, die Republik durch Reformen abzusichern. Nach dem Sieg der Radikalen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] führte die streng laizistische Politik der liberal-radikalen [[Kabinett Salgado I|Koalitionsregierung Salgado]] zu einem Erstarken und Zusammenrücken der politischen Rechten und zu einer Allianz der rechten katholischen Monarchisten mit den gemäßigten, eher konservativen Republikanern, die sich gegen den radikalen Laizismus der Linken aussprachen und die Polarisierung im „[[Schulkrieg]]“ nutzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der Rechtskoalition und Präsidentschaft Cardinal ===&lt;br /&gt;
Die neue Republik setzte in der Außenpolitik weitgehend auf eine Fortsetzung der imperialistischen Kolonialpolitik der alten Monarchie, wenn diese auch innerhalb der Radikalen Partei zunehmend kritisch betrachtet wurde. Im Innern setzte die radikal-liberale Regierung Salgado auf die klare Trennung von Staat und Kirche, verbot die Konfessionsschulen und schaffte den Religionsunterricht ab. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] kam es zu einem deutlichen Sieg der als „[[Koalition der Moral]]“ vereinigten Rechten, in der jetzt die konservativen Republikaner unter Führung von [[Miquel Fernando Luisanto]] sowie die monarchistischen [[Partíu Nacional Renovador|Nacional Renovadores]] um [[Daniel Lafontán]] gemeinsam Regierungsverantwortung übernahmen. Erstmals stützten nun auch Monarchisten eine republikanische Regierung, die der Republik mehr als ablehnend gegenüberstanden, eine Rückkehr zur Monarchie aber gegen die rechten Republikaner nicht durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vornehmliches Ziel der Rechtskoalition war es, die Reformen der Linken rückgängig zu machen. Die Konfessionsschulen wurden wiedereingeführt, die Klöster gestärkt und der Einfluss der katholischen Kirche enorm ausgebaut. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke gefahren, in der sich Sagradien zunehmend isolierte. 1905 schied mit [[Luis Cavaller]] der erste [[Präsident der Republik]] aus dem Amt, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Zum Nachfolger wählte die rechte Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Damit saß ein äußerst konservativer Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik eher reserviert gegenüberstand, eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich aber ebenso ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen im Jahr 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich zerfiel. Präsident Cardinal löste daraufhin erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen gingen jedoch die [[Aliança Republicana|Liberalen]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom &amp;quot;Bloco de Sinistra&amp;quot; zum &amp;quot;Bloco Nacional&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1912, wenige Monate vor Ende seines ersten Septennats, starb Präsident [[Joán Cardinal]], Nachfolger wurde der Liberale [[Francisco Berlioz]], unter dessen Präsidentschaft es zu mehreren Kooperationsregierungen der liberalen [[Aliança Republicana]] und der katholischen [[Volksaktion]] kam. Diese konnten auch bei den [[Parlamentswahlen 1913]] die meisten bzw. zweitmeisten Mandate gewinnen, obwohl die [[PS|Sozialistische Partei]] nach Stimmen zur größten Partei aufgestiegen war. Damit entstand ein System von vier etwa gleich starken Lagern, wobei sich nun Katholiken und Liberale einerseits, Radikale und Sozialisten andererseits entlang der sozioökonomischen Konfliktlinie gruppierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu einer Wahlrechtsreform, sodass bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]] erstmals das Prinzip der Verhältniswahl zur Anwendung kam. Aus den Wahlen gingen schließlich die [[PS|Sozialisten]] als deutlich stärkste Kraft hervor und wurden erstmals an einer Regierung unter Führung des [[Partíu Radical]] beteiligt, woraufhin sich der linke Flügel des PS abspaltete, aus dem 1920 die [[Sagradische Kommunistische Partei]] (PCS) hervorging. Die Regierung des so genannten [[Linksblock]]s griff letztmals das alte Projekt der Linken auf, den kirchlichen Einfluss im Staat auf ein Minimum zu reduzieren, und verabschiedete ein umfangreiches Laizismus-Gesetz, konzentrierte sich vornehmlich aber auf soziale Reformen. Daneben gelten die Einführung des Frauenwahlrechts und die Einbindung der reformsozialistischen Arbeiterbewegung in die Republik als wegweisende Leistungen der Linksregierung, der es 1919 überdies gelang, mit [[Carles Simón López-Iregui]] erstmals einen Vertreter des [[Partíu Radical]] zum Staatspräsidenten zu wählen. Nach einer Verleumdungskampagne rechtsgerichteter Kreise trat López-Iregui bereits nach mehreren Monaten im Amt als erster Präsident der Republik vorzeitig zurück. Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]], der sich für eine Stärkung des Präsidentenamtes einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien offiziell neutral, unterstützte aber ähnlich wie Norwegen und andere neutrale Staaten die Alliierten, mit denen das Land enge Wirtschaftsverbindungen unterhielt. Die sagradische Wirtschaft wurde durch den Krieg negativ beeinflusst, was zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten führte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahlen 1921]] verlor der linke Block seine parlamentarische Mehrheit, konnte aber gleichwohl eine Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien verhindern. Im Angesichts der bolschewistischen Bedrohung wurde nun eine große Mitte-Links-Koalition unter [[António Diaz]] gebildet, in der erstmals Sozialisten und Rechtsliberale zusammenarbeiteten. Mit [[Santiago Laval]] wurde 1924 zudem erstmals ein Mitglied des [[Partíu Socialista]] zum Regierungschef ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach acht Jahren linker Vorherrschaft endeten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Parlamentswahlen 1925]] mit einer relativen Stärkung der Mitte-Rechts-Parteien. Erstmals ging die katholische [[Volksunion]] als stärkste Einzelpartei aus den Wahlen hervor und bildete eine Koalition mit den [[AR|Liberalen]]. In der Folge kam es zu einem Machtkampf zwischen der rechten Parlamentsmehrheit und dem linkstendierenden Präsidenten [[Cristoval Sánchez]]. Bis zuletzt weigerte sich Sánchez daher auch, den katholischen Mehrheitsführer [[Estefán Gaeta]] zum Ministerpräsidenten zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolger Sánchez wurde 1927 mit [[Domênco Scalfín]] erstmals ein Vertreter des politischen Katholizismus in den [[Plazarenya]]-Palast gewählt, der sofort seinen Parteifreund Gaeta mit der Regierungsführung beauftragte. Bei den [[Parlamentswahlen 1929]] ging schließlich der katholische [[Bloco Nacional]] unter Führung von [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] als klarer Sieger hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach Jahren der wirtschaftlichen Stabilität und eines enormen Rationalisierungsschubs in der Wirtschaft, welche aber ein strukturelles Reformdefizit verschleierten, stürzte die Weltwirtschaftskrise von 1929 auch Sagradien in Turbulenzen, gegen die die Mitte-Rechts-Regierungen mit austeritäts- und deflationspolitischen Maßnahmen keine geeigneten Mittel fanden. Binnen weniger Monate schnellte die Arbeitslosigkeit in die Höhe und verschärfte die wirtschaftliche, soziale und haushaltspolitische Krise des Landes. In der Folge kam es zu einer Phase politischer Instabilität und Polarisierung und zu einer Stärkung der politischen Ränder, allen voran des [[Partíu Comunista Sagradês]], der faschistischen [[Frente Fraternal]] sowie anderer Ableger der antidemokratischen [[Truppistenbewegung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig mehrten sich aber auch in den großen Parteien die Stimmen, die für umfassende Veränderungen des politisch-sozialen Systems eintraten. Während innerhalb des [[Partíu Socialista]] die Vertreter marxistischer Positionen an Gewicht gewannen, zeigten sich innerhalb der katholischen Rechten zunehmend weite Kreise skeptisch gegenüber dem parlamentarischen System und seinen instabilen Regierungen und plädierten für eine Stärkung der Autorität des Präsidenten, eine Ausweitung der exekutiven Vollmachten sowie korporatistische Elemente in der Verfassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schwere politische Krise erlebte die Republik [[Herbstkrise 1934|im Herbst 1934]]. Nachdem es zur Ermordnung des Kommunistenführes [[Lorenzo Sabal]] und zur Festnahme einer Reihe von Verdächtigen aus dem Kreis der rechtsextremen [[División Negra]] gekommen war, organisierten die Faschisten unter [[León Francês]] Straßenproteste und forderten die Übergabe der Regierungsgewalt, woraufhin es zum Einsatz bewaffneter Truppen kam. In der Folge bildete der parteilose [[Sergio Rafael Dini]] eine unabhängige Konsensregierung bildete, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Unter Dini besserte sich auch die ökonomische Lage und wurden erstmals auch Elemente einer keynesianischen Wirtschaftspolitik umgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefahr von Rechts und das unentschlossene Vorgehen der regierenden Mitte-Rechts-Parteien gegen die Faschisten führte zu einer Annäherung der zerstrittenen Linksparteien. Aus den [[Parlamentswahl 1936|Parlamentswahlen 1936]] ging schließlich eine neu formierte linke [[Volksfront]] aus Kommunisten, Sozialisten und Radikaldemokraten als Sieger hervor, woraufhin Mehrheitsführer [[Santiago Laval]] als erster Sozialist zum Staatsoberhaupt gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Volksfrontregierung mit kommunistischer und bürgerlicher Beteiligung wurde gebildet, die zahlreiche Sozial- und Wirtschaftsreformen einleitete, aber heftigen innen- und außenpolitischen Widerständen entgegentreten musste. Innenpolitisch setzte die Regierung den umfassenden Ausbau des zuvor nur rudimentär bestehenden sagradischen Wohlfahrtsstaates durch, weitere die Arbeitslosenhilfe zur Arbeitslosenversicherung aus und verfolgte eine Politik des deficit spending zur Belebung der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Golischer Bürgerkrieg|Golischen Bürgerkriegs]] kam es 1935/36 zu starken Spannungen zwischen Sagradien und [[Mikolinien]] ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen zeitweise sagradische Gebiete an der sagradisch-mikolinischen Grenze besetzten und einen offiziell bis 1955 anhaltenden Grenzkonflikt auslösten, der nur durch energische internationale Vermittlung eingedämmt werden konnte. Nach dieser außenpolitischen Herausforderung kam es immer wieder zu Attacken der Rechten gegen die Linksregierung, die schließlich Ende 1937 aber über innere Gegensätze stürzte. Nach der Ermordung [[Santiago Laval]]s 1938 wurde der Liberale [[Luciano Capón]] Staatspräsident, neuer Ministerpräsident wurde der Katholik [[Manuel Álamo Igualde]], der dem autoritär-katholischen Flügel zugerechnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Die Regierung unter [[Manuel Álamo]] reihte sich international unter den Unterstützern der Appeasement-Politik gegenüber Deutschland ein und suchte eine Gewalteskalation zu verhindern. Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges blieb Sagradien zunächst neutral und suchte eine Verständigung mit allen Kriegsparteien. Mit dem erfolgreichen Frankreichfeldzug der deutschen Wehrmacht stieg in Sagradien jedoch die Angst vor einem deutschen Angriff schlagartig und steigerte sich zu einer weitverbreiteten Bereitschaft, Vorbereitungen zu treffen und sich hinter der Regierung Álamo zu sammeln. Dieser propagierte im Juni 1940 die [[Nationale Kommunion]] als Programm der Loyalität zum sagradischen Staat, ein Programm, das den nationalen Zusammenhalt bestärken und auch Republikgegner ansprechen sollte, am antisozialistischen Kurs der Regierung aber keinen Zweifel ließ. Mit dem Ermächtigungsgesetz vom Juni und den [[Augustrevisionen 1940]], die durchaus in der Kontinuität der konservativen Verfassungsvorstellungen der frühen Dreißiger Jahre standen und vor allem die Exekutive stärken sollten, schlug Sagradien unter Álamos Regierung der Nationalen Kommunion eine zunehmend autoritäre Richtung ein. Bürgerrechte wurden teilweise suspendiert, die kommunistische Linke wie die faschistische Rechte verboten, die Sozialistische Partei und ihre Organe behindert und das Parlament gegenüber der Exekutive vorübergehend entmachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anhaltendem Krieg nahm jedoch in Sagradien die Stimmung zugunsten eines Kriegseintritts und zulasten der Regierungsmaßnahmen zu, zumal Deutschland immer mehr Entgegenkommen Sagradiens forderte und sagradische Schiffe angriff. Gleichzeitig verlor Álamos Regierung der Nationalen Kommunion an Zuspruch und er selbst an Autorität innerhalb der politischen Rechten, zumal es ihm nicht gelang, einen breiten nationalen Konsens herzustellen. Seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]] im Dezember 1941 folgte der Eintritt Sagradiens auf alliierter Seite in den Zweiten Weltkrieg. Unter dem parteilosen Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] wurden auch die Oppositionsparteien wieder in eine breite Kriegskoalition aufgenommen und damit in den nationalen Konsens integriert. Im Nordosten Sagradiens kam es zunächst zu einer deutschen Besatzung unter der Marionetten[[regierung von Fidelfe]], gegen die sich die kommunistisch und sozialistisch geführte [[Resistença Sagradêsa]] organisierte. Die Niederlage Deutschlands und der Sieg der mit den Alliierten verbündeten sagradischen Truppen und der Partisanenkämpfer führten 1944 zum endgültigen Ende der Besatzung und zum Gegenschlag unter Beteiligung Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Dritten Republik und christdemokratische Ära ===&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkriegs, der für Sagradien mit dem Sieg über die deutsche Gefahr endete, gelang es endlich, nach den harten Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahren, ein Klima des nationalen Konsenses über die politischen Lager hinweg zu etablieren, der auch nach Kriegsende anhielt. Der neue Konsens stützte sich auf eine Ablehnung der polarisierenden Maßnahmen der Álamo-Regierung, die Hoffnung auf eine Überwindung der Lagerkämpfe und auf eine Neugründung des demokratischen Gemeinwesens im Licht des nationalen Triumphs. Die Kommunistische Partei, deren Anhänger wesentlich im Krieg aktiv gewesen waren, wurde wieder zugelassen und erstmals überhaupt sogar in die Regierung eingebunden. Aus der katholischen [[Volksunion]] ging unter dem Einfluss der christlich-sozialen &amp;quot;Convergência&amp;quot;-Bewegung um [[Fernando de la Roya]] und [[Paulo Luciaro]] im Jahr 1945 die [[PPC]] als neue christdemokratische Sammlungspartei hervor, während diverse liberale Gruppierungen sich in einem neuen Wahlbündnis zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals seit 1938 kam es im Sommer 1945 zu [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahlen]], aus denen die Parteien der konsensualen [[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]] als Sieger hervorgingen. Als eine der ersten Maßnahmen beschloss die neue Nationalversammlung die Ausarbeitung einer neuen [[Verfassung der Dritten Republik|parlamentarisch-demokratischen Verfassung]], die den Verfassungskämpfen der Vorkriegsjahre endgültig ein Ende setzen sollte und schließlich nach einem erfolgreichen Referendum am 20. Juli 1946 in Kraft trat. Sagradien blieb damit eine parlamentarische Republik, doch sollte der Präsident künftig direkt gewählt werden. Außerdem wurden erstmals plebiszitäre Elemente in der Verfassung verankert. Statt der diskreditierten Beschneidung des Parlamentarismus durch exekutive Sondervollmachten und eine korporatistische Zweite Kammer wagte Sagradien nun mehr Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Präsidenten der Republik [[Sergio Rafael Dini]] und der 1949 erstmals direkt gewählte Radikaldemokrat [[David Pizarro Cortez]] prägten das Amt durch eine zurückhaltende Amtsführung. Zum starken Mann entwickelte sich dagegen der seit 1949 als Ministerpräsident amtierende Christdemokrat [[Paulo Luciaro]], der gemeinsam mit den Sozialdemokraten unter [[Santo De la Ilpa]], seit 1954 im Bündnis mit den Liberalen, wesentlich die Nachkriegspolitik bestimmte und die Westintegration des Landes durchsetzte. 1945 war Sagradien Gründungsmitglied der UN und 1949 der NATO und führte auch in den Folgejahren den europäischen Einigungsprozess mit an (u.a. Gründungsmitglied der EWG). Außerdem leitete Luciaro die Aussöhnung mit Mikolinien ein, die 1955 in den [[Golische Verträge|Verträgen von Alagua und Pexace]] gipfelte und den Verzicht Sagradiens auf [[Golen]] sowie Mikoliniens auf [[Cuentez]] festschrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu diesen Entwicklungen in Europa entließ Sagradien bis 1960 den Großteil seiner früheren Kolonien in die volle Unabhängigkeit, nachdem bereits 1946 die Selbstverwaltung aller Kolonien in die sagradische Verfassung aufgenommen worden war und damit den Weg zur Unabhängigkeit ebnete. Katalysator der Entwicklung war ein blutiger Aufstand auf den [[Joannianen]] im Jahr 1947, der 1948 mit dem Verzicht Sagradiens auf die frühere Kolonie beendet wurde. In den 1950er Jahren folgten die meisten afrikanischen Kolonien Sagradiens, zurück blieben fast ausschließlich kleinere Inselgebiete mit geringen Bevölkerungszahlen, die in den meisten Fällen freiwillig in der Sagradischen Republik verblieben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch einigte sich die Konsenskoalition der ersten Nachkriegsjahre auf einen umfassenden Ausbau des Sozialstaats und die Beförderung einer staatlich mitgelenkten Marktwirtschaft. Darauf aufbauend erlebte Sagradien seit Mitte der Fünfziger Jahre ein Wirtschaftsboom, der zugleich den Wohlstand im Land förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistische Vorherrschaft und gesellschaftliche Liberalisierung ===&lt;br /&gt;
Die christdemokratische [[Volkspartei]] blieb bis zur [[Parlamentswahl 1963]] durchgängig stärkste Kraft und stellte mit [[Paulo Luciaro]], [[Carles Angel Favale]] und [[Martín Ánibal Costa]] von 1949-1964 ununterbrochen den Regierungschef. Während die Kommunistische Partei nach anfänglichen Erfolgen 1945/46 zu einer Mittelpartei abrutschte, etablierte sich die 1947 gegründete sozialdemokratische [[ASUL]] nach ihrem Gang in die Opposition 1953 als größte Oppositionspartei. Sie verfolgte trotz eines traditionell-marxistischen Programms weitgehend gemäßigte Positionen und kehrte 1962 zunächst als Juniorpartner der Christdemokraten, nach ihrem Wahlsieg 1963 mit [[António Santiago]] als Chef einer sozialistisch-liberalen Koalition in die Regierung zurück. Nach dem frühen Tod Santiagos folgte sein Parteifreund [[Iacovo Del Pérez]], der sein Amt aber 1967 wieder an den Christdemokraten Favale abgeben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära christdemokratischer Dominanz endete schließlich endgültig mit dem Sturz Favales und dem überraschend deutlichen Sieg der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1970|Schlüsselwahl 1970]]. Zuvor hatte auch Sagradien 1968 das Aufbegehren einer jungen Generation, vor allem Studenten gegen die konservative Gesellschaft und ihre überholten Wertvorstellungen erlebt. Der junge sozialistische Wahlsieger [[Joán Caval]] versprach dagegen gesellschaftliche Reformen und verkörperte einen sozialen und demokratischen Aufbrauch. Erstmals regierten die Sozialisten alleine und mit indirekter Unterstützung der Kommunistischen Partei, die unter ihrem Generalsekretär [[Dián Aliureto Chabonet]] einen gemäßigt-eurokommunistischen Kurs einschlug. Anstelle umfangreicher Verstaatlichungen, wie von den Kommunisten gefordert, strebte Caval jedoch danach, die sozialstaatliche Sicherung auszubauen und die Rechte der Arbeitnehmer innerhalb der marktwirtschaftlichen Ordnung zu stärken. Dieser Kontinuitätslinie wurden umfangreiche gesellschaftliche Liberalisierungen, etwa in Fragen der Frauenrechte und des Schwangerschaftsabbruchs, durchgesetzt. Joán Caval konnte zudem u.a. die unter Iacovo Del Pérez 1965 begonnenen [[Dreistaatengespräche]] zwischen Mikolinien, Sagradien und Sancristo in eine organisierte Zusammenarbeit innerhalb des [[Blaumeerrat]]es überführen, der 1972 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die liberalen Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten nacheinander drei Kammerwahlen hatten gewinnen können, verlor die Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Parlamentswahl 1979]] ihre Stellung als größte Partei wieder an die Christdemokraten unter [[Sandro de la Nada]], blieb aber aufgrund eines parlamentarischen Patts zusammen mit der Volkspartei in der Regierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Scheitern der Großen Koalition im Jahr 1982 erreichte das konservativ-liberale Bündnis unter [[Joán Emilio Moya]] ([[PPC]]) und [[Lorenzo Estrubal]] ([[UDS]]) einen klaren Sieg über die politische Linke und bildete erstmals seit 1970 wieder eine Mitte-Rechts-Regierung, in der Moya Ministerpräsident, Estrubal Außenminister wurde. Bereits zuvor war es gelungen, den als wirtschaftsnah geltenden Minister und früheren Nationalbank-Präsidenten [[Alfonso María Guivares]] im Amt des Staatspräsidenten durchzusetzen, der den zehn Jahre lang amtierenden Sozialisten [[Iacovo Del Pérez]] ablöste. Die Regierung Moya leitete schließlich unmittelbar eine Politik der umfangreichen wirtschaftspolitischen Liberalisierung ein und der sozialpolitischen Einsparungen ein, die zwar wirtschaftliche Erfolge vorweisen konnte, aber zu sozialen Protesten führte und einen weiteren Anstieg der seit den späten 1970er Jahren wachsenden Arbeitslosigkeit nicht verhindern konnte. Dennoch gelang es, im politischen Diskurs eine liberale Hegemonie zu etablieren, sodass schließlich auch die sozialistisch-liberale Regierung unter [[Donado Ricardes]] (1986-1990) im Wesentlichen an diesem Kurs festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überschattet wurden die liberalen Achtziger Jahre jedoch durch einige politische Affären, die das Image Sagradiens als korruptionsfreies Land ernsthaft gefährdeten. Bereits 1984 zwang ein Korruptionsskandal den Staatspräsidenten [[Alfonso María Guivares]] als erstes Staatsoberhaupt der Dritten Republik zum vorzeitigen Rücktritt. In der Folge wurden auch führende Politiker der Regierungsparteien sowie einzelne Abgeordnete der Opposition in den Skandal verwickelt. Die anhaltenden Enthüllungen und Ermittlungen beförderten nicht nur die Niederlage der Christdemokraten bei der [[Parlamentswahl 1986]], sondern führten schließlich auch zu einer Verurteilung Moyas wegen Mitwisserschaft in der Korruptionsaffäre. Während die Sozialisten von der [[Guivares-Affäre]] schließlich profitiert hatten, kam es nur kurze Zeit später zu einer Parteispendenaffäre, die nach mehreren Jahren 1992 schließlich in ihrer ganzen Tragweite bekannt wurde und zum Rücktritt des gesamten Parteivorstands führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1990er und 2000er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die seit 1986 in Koalition mit [[PRD]] und [[UDS]] regierenden [[ASUL|Sozialisten]] verloren schließlich die [[Parlamentswahl 1990]] deutlich gegen die unter [[Josep Carles Otero]] wieder erstarkte [[Volkspartei]]. Unter dessen bürgerlicher Koalitionsregierung beteiligte sich Sagradien 1991 mit eigenen Truppen am Zweiten Golfkrieg gegen den Irak, nachdem bereits Ricardes 1990 entgegen ablehnender Stimmen in den eigenen Reihen seine Unterstützung der anti-irakischen Koalition zugesagt hatte. Außerdem setzte Otero die bereits unter Moya eingeleitete und unter dem Sozialisten Ricardes grundsätzlich fortgeführte Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik fort und bemühte sich auf Europäischer Ebene um eine Intensivierung der Europäischen Zusammenarbeit. Es gelang ihm schließlich, in Sagradien eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung für das wiederbelebte Integrationsprojekt zu gewinnen und die Gegner des Vertrags von Maastricht und einer gemeinsamen europäischen Währung in der Opposition wie in der eigenen Partei zu überspielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch verloren Oteros Christdemokraten aufgrund wirtschaftlicher Probleme und einer äußerst unpopulären Sozialpolitik die [[Parlamentswahl 1998]] deutlich gegen die Opposition unter dem sozialistischen Spitzenkandidaten [[Julio de la Costa]]. Dieser bildete nach seinem deutlichen Wahlsieg erstmals eine Koalitionsregierung mit den sagradischen [[Grüne]]n und knüpfte vor allem mit einer gesellschaftlichsliberalen Reformpolitik an die sozialistischen Erfolge der 1970er Jahre an. In den rot-grünen Jahren reformierte Sagradien sein Einwanderungs- und Staatsbürgerschaftsrecht, führte die in den 1960er Jahren begonnene Politik der Devolution zugunsten starker regionaler Selbstverwaltungsrechte fort und führte als vierter Staat in Europa die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein. Zugleich beschloss die Regierung den Ausstieg Sagradiens aus der Atom-Energie und führte eine ökologische Steuerreform durch. In wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Fragen suchte De la Costa eine Mischung aus neokeynesianischen und neueren, angebotsorientierten Politikrezepten sowie Ansätze einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durchzusetzen. In der Europapolitik knüpfte auch die Regierung De la Costa an die integrationsfreundliche Linie der Vorgängerregierungen an und setzte sich aktiv, wenn auch weniger erfolgreich als sein Vorgänger für eine Intensivierung der europäischen Integration ein. Außerdem beteiligte sich Sagradien 1999 am NATO-Einsatz im Kosovo und 2003 an der Operation Enduring Freedom in Afghanistan. Dagegen gehörte Sagradien im Zusammenhang mit dem amerikanischen Irak-Krieg 2003 zu den Skeptikern und verweigerte eine Beteiligung der sagradischen Streitkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung De la Costa aufgrund schlechter wirtschaftlicher Zahlen seit 2003 zunehmend an Zustimmung in der Bevölkerung wie an Reformdynamik verloren hatte, endete die [[Parlamentswahl 2006]] schließlich mit einem deutlichen Sieg für die oppositionellen Mitte-Rechts-Parteien unter Führung des Christdemokraten [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Die fortan regierende Minderheitskoalition aus [[PPC]] und [[UDS]] stützte sich im Parlament erstmals auf die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]] unter [[Joán De la Pênia]], die mit europa- und einwanderungskritischen Parolen erstmals 1994 in die Abgeordnetenkammer eingezogen war und seither stetig an Zustimmung in der Bevölkerung gewann. Entsprechend leitete Luisanto einen konservativen Politikwechsel ein, verschärfte die Einwanderungsbestimmungen und die Vorkehrungen für die innere Sicherheit. Gleichzeitig kürzte die neue Regierung die Sozialleistungen und setzte flexiblere Mindestlohnregelungen durch. Die Frist für den Atomausstieg wurde zudem verlängert. Entgegen mancher Befürchtungen wurden jedoch weitere zentrale Reformen der Vorgängerregierungen zur gesellschaftlichen Gleichstellung nicht zurückgenommen, zudem rückte Luisanto während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von früheren radikal-neoliberalen Positionen ab und führte eher moderate Reformen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=24632</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Mikolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Mikolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1386-1390 [[Mikolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Mikolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Mikolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Mikolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Mikolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Erster Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] (bis 1660 unterstützt durch England) und [[Mikolinien]] (unterstützt durch Spanien)&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1703-1710 [[Zweiter Asumarischer Krieg]]: Wiedereingliederung des [[Großherzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] ins [[Königreich Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1713-1725 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1725 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1724 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1718-1720 [[Dritter Asumarischer Krieg]]&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;br /&gt;
* 1792-1795 Erster Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1795: Krieg gegen die [[Amorische Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1799-1802 Zweiter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1803-1806 Dritter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1806-1807 Vierter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1808-1813 [[Konsettenkrieg]] Sagradiens und Frankreichs gegen [[Mikolinien]] und Großbritannien&lt;br /&gt;
* 1809 Fünfter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1812 Teilnahme Sagradiens am napoleonischen Russlandfeldzug&lt;br /&gt;
* 1812-1813 [[Winterkrise]] und [[Sagradischer Befreiungskrieg]] gegen Napoléon I.&lt;br /&gt;
* 1815 Siebter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1817 [[Novemberrevolution]] und Mikolinische Intervention in [[Ostgolen]]&lt;br /&gt;
* 1819-1825 [[Erster Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1827-1829 [[Zweiter Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1848 [[Aprilrevolte]] und [[Winteraufstände]], Niederschlagung der [[Asumarische Republik|Asumarischen Republik]] in [[Tulis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* 18. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Mikolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Mikolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1386-1390 [[Mikolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Mikolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Mikolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Mikolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Mikolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] (bis 1660 unterstützt durch England) und [[Mikolinien]] (unterstützt durch Spanien)&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1703-1710 [[Zweiter Asumarischer Krieg]]: Wiedereingliederung des [[Großherzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] ins [[Königreich Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1713-1725 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1725 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1724 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1718-1720 [[Dritter Asumarischer Krieg]]&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;br /&gt;
* 1792-1795 Erster Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1795: Krieg gegen die [[Amorische Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1799-1802 Zweiter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1803-1806 Dritter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1806-1807 Vierter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1808-1813 [[Konsettenkrieg]] Sagradiens und Frankreichs gegen [[Mikolinien]] und Großbritannien&lt;br /&gt;
* 1809 Fünfter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1812 Teilnahme Sagradiens am napoleonischen Russlandfeldzug&lt;br /&gt;
* 1812-1813 [[Winterkrise]] und [[Sagradischer Befreiungskrieg]] gegen Napoléon I.&lt;br /&gt;
* 1815 Siebter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1817 [[Novemberrevolution]] und Mikolinische Intervention in [[Ostgolen]]&lt;br /&gt;
* 1819-1825 [[Erster Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1827-1829 [[Zweiter Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1848 [[Aprilrevolte]] und [[Winteraufstände]], Niederschlagung der [[Asumarische Republik|Asumarischen Republik]] in [[Tulis]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2015-11-27T20:32:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] (1396-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Frieden von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V.]] im Jahr 1701 starb die servettinische Linie der Santori in männlicher Linie aus, woraufhin König [[Georg I. von Mikolinien]] erneut Anspruch auf die südlichen Lande erhob. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] (1703-1710) gelang es ihm, seine Ansprüche durchzusetzen. Mit der Union von 1711 kehrte Servette endgültig wieder in den mikolinischen Staatsverbund zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Sergi I.|Sergi von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mit Abstand mächtigsten Herren des Reichs, bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten sie aber nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeitskrieg  von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich Karl VI. von Interea unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb. Trotz der Nachfolgewirren ging Servette aus dem Fünfzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildete nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhn [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Jakob III.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Jakob III.|Jakobs III.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Michael III.|Miquel de Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Philipp VII. Jakob]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] 1701 führte schließlich zur erneuten militärischen Auseinandersetzung und führte das Ende der servettinischen Eigenstaatlichkeit herbei. Da Karl ohne männlichen Erben starb, erhob der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] erneut Anspruch auf die Lande und begann einen Krieg gegen die erst 15-jährige Großherzogin [[Maria I. von Servette|Maria]], die Tochter Karls V., die von Sagradien unterstützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Mikoliniens im folgenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Blaumeerkrieg]] 1703-1710 führte schließlich dazu, dass Sagradien im [[Frieden von Macedi]] von 1711 alle Ansprüche auf die servettinischen Lande aufgeben und der Wiedereingliederung der Lande in die mikolinische Monarchie zustimmen musste. Neuer Grogherzog wurde nun in Peronalunion der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1718 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1749 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter I.]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter I.]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David I&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Philipp VII. Jakob|Philipp III. Jakob]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Albero]]''' (''Union mit [[Mikolinien]]'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Fürstin von Valier]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Valier&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori]], Witwe von [[Miquel de Valier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Jakob IV.|Jakobs IV.]], Halbbruder [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| [[Michael III.|Miquel de Santori, Fürst von Valier]] (1499-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Enkel Miquel de Valiers, Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Michael III.|Michaels III.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Michael III.|Michaels III.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Philipp VII. Jakob]]s'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Michaels III.&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Saloanische_Lande&amp;diff=24629</id>
		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2015-11-27T20:17:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] (1396-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Friede von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mit dem Tod des Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl VI. Ferdinand]] im Jahr 1737 die Linie Santori-Servette im Mannesstam aussstarb, kam es zum [[Servettinischer Erbfolgekrieg 1737-1739|Servettinischen Erbfolgekrieg von 1737-1739]] zwischen [[Karl X. von Mikolinien]] und der Schwester des gestorbenen Großherzogs [[Maria I. von Servette]] und ihrem Mann [[Louis-Gabriel de Vienne]], der 1739 im [[Nantheser Ausgleich]] endete, in dem Karl X. die Nachfolge Marias anerkennen musste. Doch bereits wenige Jahre später fiel das Großherzogtum im Rahmen des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieges]] und dem [[Friede von Tinagua]] 1760 endgültig an Mikolinien. Nach der Vereinigung der beiden Staatsgebiete hörte das Großherzogtum schließlich nach knapp 300 Jahren faktischer Unabhängigkeit von Mikolinien auf zu bestehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Sergi I.|Sergi von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mit Abstand mächtigsten Herren des Reichs, bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten sie aber nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeitskrieg  von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich Karl VI. von Interea unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb. Trotz der Nachfolgewirren ging Servette aus dem Fünfzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildete nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhn [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Jakob III.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Jakob III.|Jakobs III.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Michael III.|Miquel de Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Philipp VII. Jakob]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]] 1734 stürzte das regierende Haus in eine dynastische Krise. Da der kinderlose und darüber hinaus als unfähig geltende Sohn und Nachfolger [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]] keine Aussicht auf eigene Erben hatte, zeichnete sich eine Auseinandersetzung zwischen seinen beiden erbberechtigten Schwestern [[Maria I. von Servette|Maria]] und Antonia ab bzw. ihren Ehemännern [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und König [[Karl X. von Mikolinien]] ab, die schließlich nach dem Tod Karl Ferdinands 1737 im [[Servettinischer Erbfolgekrieg|Servettinischen Erbfolgekrieg]] eintrat. Die spanisch-französisch-viennische Allianz siegte schließlich und Karl X. musste im [[Nantheser Ausgleich 1739]] die Nachfolge Marias anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Die Geburt eines Sohnes und männlichen Erben namens [[Joseph Ludwig I.|Joseph Ludwig]] im Folgejahr machte die Hoffnungen Mikoliniens zunächst zunichte, der Ausbruch des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekriegs]] 1755, in dem Louis-Gabriel de Vienne Anspruch auf die sagradische Krone erhob, und der kurz danach eingetretene Tod Marias von Servette änderte aber die Lage. Obwohl Gabriel de Vienne, bisher Mitregent seiner Frau, zugunsten seines 15-jährigen Sohnes auf die Großherzogswürde verzichtete, erkannte Karl X. die Bestimmungen des Friedens von Villagua, der die Trennung der sagradischen und servettinischen Herrschaft vorsah, als verletzt an, widerrief seine Nantheser Zustimmung zur männlichen Erbfolge im Süden und eroberte Servette handstrichartig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vertrag von Tinagua 1757, der einem vorläufigen Waffenstillstand zwischen Sagradien und Mikolinien gleichkam, musste Gabriel die Regentschaft Karls X. in Servette anerkennen, von dem er im Gegenzug als Herrscher in Sagradien akzeptiert wurde. Ausgeklammert blieben jedoch die nominellen Thron- und Herrschaftsrechte im Großherzogtum sowie die Frage der sagradischen Besitzungen in [[Lukien]] und [[Südkont]]. Der [[Akt von Saseia]] Karls X. vom 2. Januar 1759, der das Großherzogtum auf ewig zum integralen Bestandteil des mikolinischen Königreichs erklärte, wurde von Gabriel VIII. von Sagradien zunächst nicht anerkannt, der jedoch im folgenden [[Friede von Tinagua]] 1760 schließlich der Inkorporierung Servettes in die mikolinische Krone zustimmen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1760 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit und 91-jähriger staatsrechtlicher Souveränität hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1772 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter I.]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter I.]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David I&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Philipp VII. Jakob|Philipp III. Jakob]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Albero]]''' (''Union mit [[Mikolinien]]'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Fürstin von Valier]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Valier&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori]], Witwe von [[Miquel de Valier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Jakob IV.|Jakobs IV.]], Halbbruder [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| [[Michael III.|Miquel de Santori, Fürst von Valier]] (1499-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Enkel Miquel de Valiers, Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Michael III.|Michaels III.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Michael III.|Michaels III.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Philipp VII. Jakob]]s'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Michaels III.&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Saloanische_Lande&amp;diff=24628</id>
		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2015-11-27T20:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] (1396-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Friede von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mit dem Tod des Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl VI. Ferdinand]] im Jahr 1737 die Linie Santori-Servette im Mannesstam aussstarb, kam es zum [[Servettinischer Erbfolgekrieg 1737-1739|Servettinischen Erbfolgekrieg von 1737-1739]] zwischen [[Karl X. von Mikolinien]] und der Schwester des gestorbenen Großherzogs [[Maria I. von Servette]] und ihrem Mann [[Louis-Gabriel de Vienne]], der 1739 im [[Nantheser Ausgleich]] endete, in dem Karl X. die Nachfolge Marias anerkennen musste. Doch bereits wenige Jahre später fiel das Großherzogtum im Rahmen des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieges]] und dem [[Friede von Tinagua]] 1760 endgültig an Mikolinien. Nach der Vereinigung der beiden Staatsgebiete hörte das Großherzogtum schließlich nach knapp 300 Jahren faktischer Unabhängigkeit von Mikolinien auf zu bestehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Sergi I.|Sergi von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mit Abstand mächtigsten Herren des Reichs, bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten sie aber nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeitskrieg  von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich Karl VI. von Interea unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb. Trotz der Nachfolgewirren ging Servette aus dem Fünfzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildete nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhn [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Jakob III.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Jakob III.|Jakobs III.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Michael III.|Miquel de Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Philipp VII. Jakob]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]] 1734 stürzte das regierende Haus in eine dynastische Krise. Da der kinderlose und darüber hinaus als unfähig geltende Sohn und Nachfolger [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]] keine Aussicht auf eigene Erben hatte, zeichnete sich eine Auseinandersetzung zwischen seinen beiden erbberechtigten Schwestern [[Maria I. von Servette|Maria]] und Antonia ab bzw. ihren Ehemännern [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und König [[Karl X. von Mikolinien]] ab, die schließlich nach dem Tod Karl Ferdinands 1737 im [[Servettinischer Erbfolgekrieg|Servettinischen Erbfolgekrieg]] eintrat. Die spanisch-französisch-viennische Allianz siegte schließlich und Karl X. musste im [[Nantheser Ausgleich 1739]] die Nachfolge Marias anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Die Geburt eines Sohnes und männlichen Erben namens [[Joseph Ludwig I.|Joseph Ludwig]] im Folgejahr machte die Hoffnungen Mikoliniens zunächst zunichte, der Ausbruch des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekriegs]] 1755, in dem Louis-Gabriel de Vienne Anspruch auf die sagradische Krone erhob, und der kurz danach eingetretene Tod Marias von Servette änderte aber die Lage. Obwohl Gabriel de Vienne, bisher Mitregent seiner Frau, zugunsten seines 15-jährigen Sohnes auf die Großherzogswürde verzichtete, erkannte Karl X. die Bestimmungen des Friedens von Villagua, der die Trennung der sagradischen und servettinischen Herrschaft vorsah, als verletzt an, widerrief seine Nantheser Zustimmung zur männlichen Erbfolge im Süden und eroberte Servette handstrichartig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vertrag von Tinagua 1757, der einem vorläufigen Waffenstillstand zwischen Sagradien und Mikolinien gleichkam, musste Gabriel die Regentschaft Karls X. in Servette anerkennen, von dem er im Gegenzug als Herrscher in Sagradien akzeptiert wurde. Ausgeklammert blieben jedoch die nominellen Thron- und Herrschaftsrechte im Großherzogtum sowie die Frage der sagradischen Besitzungen in [[Lukien]] und [[Südkont]]. Der [[Akt von Saseia]] Karls X. vom 2. Januar 1759, der das Großherzogtum auf ewig zum integralen Bestandteil des mikolinischen Königreichs erklärte, wurde von Gabriel VIII. von Sagradien zunächst nicht anerkannt, der jedoch im folgenden [[Friede von Tinagua]] 1760 schließlich der Inkorporierung Servettes in die mikolinische Krone zustimmen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1760 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit und 91-jähriger staatsrechtlicher Souveränität hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1772 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
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| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
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| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
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| Linie Santori&lt;br /&gt;
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| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter I.]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter I.]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David I&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Philipp VII. Jakob|Philipp III. Jakob]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
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| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
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| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Haus Albero]]&lt;br /&gt;
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| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Fürstin von Valier]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Valier&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori]], Witwe von [[Miquel de Valier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Jakob IV.|Jakobs IV.]], Halbbruder [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| [[Michael III.|Miquel de Santori, Fürst von Valier]] (1499-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Enkel Miquel de Valiers, Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Michael III.|Michaels III.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Michael III.|Michaels III.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Philipp VII. Jakob]]s'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Michaels III.&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Saloanische_Lande&amp;diff=24627</id>
		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2015-11-27T20:15:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] (1396-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Friede von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mit dem Tod des Großherzogs [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl VI. Ferdinand]] im Jahr 1737 die Linie Santori-Servette im Mannesstam aussstarb, kam es zum [[Servettinischer Erbfolgekrieg 1737-1739|Servettinischen Erbfolgekrieg von 1737-1739]] zwischen [[Karl X. von Mikolinien]] und der Schwester des gestorbenen Großherzogs [[Maria I. von Servette]] und ihrem Mann [[Louis-Gabriel de Vienne]], der 1739 im [[Nantheser Ausgleich]] endete, in dem Karl X. die Nachfolge Marias anerkennen musste. Doch bereits wenige Jahre später fiel das Großherzogtum im Rahmen des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieges]] und dem [[Friede von Tinagua]] 1760 endgültig an Mikolinien. Nach der Vereinigung der beiden Staatsgebiete hörte das Großherzogtum schließlich nach knapp 300 Jahren faktischer Unabhängigkeit von Mikolinien auf zu bestehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Sergi I.|Sergi von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mit Abstand mächtigsten Herren des Reichs, bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten sie aber nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeitskrieg  von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich Karl VI. von Interea unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb. Trotz der Nachfolgewirren ging Servette aus dem Fünfzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildete nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhn [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Jakob III.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Jakob III.|Jakobs III.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Michael III.|Miquel de Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Philipp VII. Jakob]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]] 1734 stürzte das regierende Haus in eine dynastische Krise. Da der kinderlose und darüber hinaus als unfähig geltende Sohn und Nachfolger [[Karl VI. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]] keine Aussicht auf eigene Erben hatte, zeichnete sich eine Auseinandersetzung zwischen seinen beiden erbberechtigten Schwestern [[Maria I. von Servette|Maria]] und Antonia ab bzw. ihren Ehemännern [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und König [[Karl X. von Mikolinien]] ab, die schließlich nach dem Tod Karl Ferdinands 1737 im [[Servettinischer Erbfolgekrieg|Servettinischen Erbfolgekrieg]] eintrat. Die spanisch-französisch-viennische Allianz siegte schließlich und Karl X. musste im [[Nantheser Ausgleich 1739]] die Nachfolge Marias anerkennen, erhielt aber für den Fall der Kinderlosigkeit Marias das Erbrecht im Herzogtum, im Falle einer weiblichen Nachfolge die Option auf eine Verlobung mit dem eigenen Thronfolger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Die Geburt eines Sohnes und männlichen Erben namens [[Joseph Ludwig I.|Joseph Ludwig]] im Folgejahr machte die Hoffnungen Mikoliniens zunächst zunichte, der Ausbruch des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekriegs]] 1755, in dem Louis-Gabriel de Vienne Anspruch auf die sagradische Krone erhob, und der kurz danach eingetretene Tod Marias von Servette änderte aber die Lage. Obwohl Gabriel de Vienne, bisher Mitregent seiner Frau, zugunsten seines 15-jährigen Sohnes auf die Großherzogswürde verzichtete, erkannte Karl X. die Bestimmungen des Friedens von Villagua, der die Trennung der sagradischen und servettinischen Herrschaft vorsah, als verletzt an, widerrief seine Nantheser Zustimmung zur männlichen Erbfolge im Süden und eroberte Servette handstrichartig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vertrag von Tinagua 1757, der einem vorläufigen Waffenstillstand zwischen Sagradien und Mikolinien gleichkam, musste Gabriel die Regentschaft Karls X. in Servette anerkennen, von dem er im Gegenzug als Herrscher in Sagradien akzeptiert wurde. Ausgeklammert blieben jedoch die nominellen Thron- und Herrschaftsrechte im Großherzogtum sowie die Frage der sagradischen Besitzungen in [[Lukien]] und [[Südkont]]. Der [[Akt von Saseia]] Karls X. vom 2. Januar 1759, der das Großherzogtum auf ewig zum integralen Bestandteil des mikolinischen Königreichs erklärte, wurde von Gabriel VIII. von Sagradien zunächst nicht anerkannt, der jedoch im folgenden [[Friede von Tinagua]] 1760 schließlich der Inkorporierung Servettes in die mikolinische Krone zustimmen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1760 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit und 91-jähriger staatsrechtlicher Souveränität hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1772 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter I.]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter I.]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David I&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Philipp VII. Jakob|Philipp III. Jakob]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Fürstin von Valier]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Valier&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori]], Witwe von [[Miquel de Valier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Jakob IV.|Jakobs IV.]], Halbbruder [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1525&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| [[Michael III.|Miquel de Santori, Fürst von Valier]] (1499-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Enkel Miquel de Valiers, Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]] und [[Michael III.|Michaels III.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1540&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Michael III.|Michaels III.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Philipp VII. Jakob]]s'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Michaels III.&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Codices_Magna&amp;diff=24610</id>
		<title>Codices Magna</title>
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		<updated>2015-11-27T18:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Codices Magna Libertatum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=24609</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2015-11-27T15:53:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Mikolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen ''Siebenjährigen Krieg'' bildete. Mit dem Tod [[Maria I. von Servette|Marias I. von Servette]] und dem Angriff [[Karl X. von Mikolinien|Karls X. von Mikolinien]] auf das [[Großherzogtum Servette]] vermischte sich der Thronkonflikt in Sagradien zudem mit der seit dem [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] ungelösten Frage des Status der Servettinischen Lande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Mikolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. Mikolinien dagegen konnte sich den Besitz Servettes sichern und die Jahrhunderte lang angestrebte Wiedervereinigung des Königreichs mit dem reichen Süden der Halbinsel entscheidend vorantreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und dem Sturz König [[Danadier II.|Danadiers II.]] in der Revolution von 1721 war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1724 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem mikolinischen König [[Karl X. von Mikolinien|Karl X.]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich versuchte, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Mikolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum Mikolinisch-servettinischen Konflikt auf der Mikolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Mikolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Mikolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Mikolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Mikoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Mikolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Mikolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Mikolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Mikolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Mikolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Mikolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Mikolinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=24608</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2015-11-27T14:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* 18. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Mikolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Mikolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1386-1390 [[Mikolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Mikolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Mikolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Mikolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Mikolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Mikolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] (bis 1660 unterstützt durch England) und [[Mikolinien]] (unterstützt durch Spanien)&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1725 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1725 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1724 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1718-1720 [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-1720]]&lt;br /&gt;
* 1737-1739 [[Servettinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;br /&gt;
* 1792-1795 Erster Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1795: Krieg gegen die [[Amorische Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* 1799-1802 Zweiter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1803-1806 Dritter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1806-1807 Vierter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1808-1813 [[Konsettenkrieg]] Sagradiens und Frankreichs gegen [[Mikolinien]] und Großbritannien&lt;br /&gt;
* 1809 Fünfter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten Napoléons I.&lt;br /&gt;
* 1812 Teilnahme Sagradiens am napoleonischen Russlandfeldzug&lt;br /&gt;
* 1812-1813 [[Winterkrise]] und [[Sagradischer Befreiungskrieg]] gegen Napoléon I.&lt;br /&gt;
* 1815 Siebter Koalitionskrieg, Teilnahme Sagradiens auf Seiten der Koalition&lt;br /&gt;
* 1817 [[Novemberrevolution]] und Mikolinische Intervention in [[Ostgolen]]&lt;br /&gt;
* 1819-1825 [[Erster Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1827-1829 [[Zweiter Golenkrieg]] gegen [[Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* 1848 [[Aprilrevolte]] und [[Winteraufstände]], Niederschlagung der [[Asumarische Republik|Asumarischen Republik]] in [[Tulis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Erster_Asumarischer_Krieg&amp;diff=24607</id>
		<title>Erster Asumarischer Krieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Erster_Asumarischer_Krieg&amp;diff=24607"/>
		<updated>2015-11-27T11:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Mikolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um die Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Mikolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der mikolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Mikolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Mikolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Mikolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Mikolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Mikolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Mikolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die mikolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Mikolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Mikolinien einging. Im Gegenzug machte Mikolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des mikolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der mikolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimikolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Mikoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Mikolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Mikolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Mikolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der mikolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Mikolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Mikolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Mikolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Mikoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen jedoch noch weiter und wurden erst 1670 beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Mikoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmikoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Mikolinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Erster_Asumarischer_Krieg&amp;diff=24606</id>
		<title>Erster Asumarischer Krieg</title>
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		<updated>2015-11-27T11:38:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Mikolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Mikolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der mikolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Mikolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Mikolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Mikolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Mikolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Mikolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Mikolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die mikolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Mikolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Mikolinien einging. Im Gegenzug machte Mikolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des mikolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der mikolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimikolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Mikoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Mikolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Mikolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Mikolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der mikolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Mikolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Mikolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Mikolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Mikoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen jedoch noch weiter und wurden erst 1670 beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Mikoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmikoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Mikolinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philipp_IX._Ludwig&amp;diff=24605</id>
		<title>Philipp IX. Ludwig</title>
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		<updated>2015-11-27T06:03:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: /* Servettinischer Erbfolgekrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VIII.''' (von Sagradien) (*1715, †1792) war Graf von Macôn, (als Mitregent seiner Frau [[Maria I. von Servette]]) [[Großherzog von Servette]] (1737-1755) sowie [[König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez]] (1757-1792) und [[Herzog von Vienne]] (1760-1792). Als sagradischer Monarch war er der erste König aus dem [[Haus Vienne]] und Begründer der sagradischen Königsdynastie der Vienne. Gabriel beanspruchte als Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] nach dem Tod [[Johann III.|Johanns III.]] aus dem [[Haus Santori]] die sagradische Krone und gewann er im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg von 1756-1760]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Louis-Gabriel François Philippe de Bourbon duc de Vienne wurde 1712 als Sohn [[Antoine de Bourbon]]s, Herzog von Vienne und als Antonio I. Herzog von Mantua, und dessen zweiter Ehefrau Ana María de Sántori, Schwester der sagradischen Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]] in Versailles geboren. Er stammt aus dem [[Haus Vienne]], einer Nebenlinie der französischen Bourbonen. Sein Vater Antoine de Bourbon-Vienne wurde 1708 als Sohn Maria Francesca de Gonzagas souveräner Herzog von Mantua und heiratete daraufhin die Santori-Prinzessin Ana María. Louis-Gabriels Urgroßvater mütterlicherseits war damit [[Gabriel VII.]] von Sagradien. Danadier II. und Peter II., der letzte König vor der [[Aufstand vom 23. Mai 1721|Revolution von 1721]], waren seine Onkel, [[Maria I.]] von Sagradien seine Cousine ersten Grades. Gabriels älterer Bruder [[Luigi III. von Mantua|Louis Joseph]] aus der ersten Ehe seines Vaters folgte diesem 1725 (als ''Luigi III.'') als Herzog von Mantua nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinischer Erbfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
Zunächst trug Louis-Gabriel den Titel eines Grafen von Mâcon. Nach der Hochzeit mit seiner ersten Frau Marie Josephine d'Orléans im Alter von 17 Jahren erhielt Louis-Gabriel de Bourbon den Titel eines Prinzen von Mantua. Das Eheglück weilte jedoch nur kurz, bereits 1731 starb Marie-Josephine bei der Geburt eines Sohnes, der ebenfalls die ersten 12 Monate nicht überlebte. 1732 heiratete Gabriel schließlich in zweiter Ehe die erst 16-jährige Santorier-Prinzessin [[Maria I. von Servette|Maria von Servette]], Tochter des regierenden Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1734 kam Gabriels ältester Sohn [[Gabriel X.|Gabriel Henri Alexandre Antoine]] zur Welt, ein Jahr später [[Joseph Ludwig I.|Joseph Louis Philippe François]]. Im gleichen Jahr starb Ludwig Philipp II. und Marias Bruder [[Karl VI. Ferdinand]] bestieg den Thron in Servette. Da er jedoch bis dahin kinderlos war, zeichnete sich eine Thronfolge Marias ab, sollte Karl Ferdinand keine Kinder mehr bekommen. Bereits zu dieser Zeit rüstete König [[Karl X. von Micolinien]], der selbst mit Marias jüngerer Schwester Antonia verheiratet war, für einen möglichen Krieg, da er vorhatte, sich die Servettinischen Lande einzuverleiben. Der beschriebene Fall trat mit dem Tod Karl Ferdinands im Jahr 1737 tatsächlich ein und Gabriels Ehefrau bestieg als Maria I. selbst den Thron in Servette. Gabriel wurde damit Mitregent in Servette, doch erkannte Karl X. die Nachfolge erwartungsgemäß nicht an und machte für seine Frau Antonia eigene Ansprüche geltend, wodurch es zum Krieg kam, in dem sich das von Frankreich und Spanien unterstützte Paar Maria/Louis-Gabriel vorerst durchsetzen konnte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. Maria I. von Servette als Großherzogin anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradischer Erbfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
In der Folge zeichnete sich jedoch in Sagradien ein neuerlicher Erbfolgekrieg ab. Nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] von Sagradien 1735 hatten die dortigen Stände ihren Ehemann [[Johann III.|Johann Franz]] als alleine regierenden König anerkannt. Da dieser jedoch ohne männlichen Erben war, versuchte er seine Tochter [[Maria II.|Maria Franziska]] und ihren Mann [[Anton II.|António de Piacone]] als Thronfolger durchzusetzen. Da sich Johann III. aber im Österreichischen Erbfolgekrieg seit 1740 in der antifranzösischen Allianz befand, erkannte Frankreich, die Nachfolgeregelung Johanns III. nicht an und machte für Louis-Gabriel und seine Frau Maria von Servette Ansprüche auf das Erbe der Santori geltend, die von Maria selbst, aber auch von Louis-Gabriel als Nachkomme Gabriels VII. stammten. Mit dem Tod König Johanns 1749 und dem seines minderjährigen Sohnes und Nachfolgers [[David II.]] 1754 sowie der folgenden Erhebung Marias und Antons durch die sagradischen Stände im Jahr 1754/55 wurde der Streit aktuell und Frankreich erhob Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König und damit zum Gegenspieler der als anti-französisch bekannten Maria II. Franziska und Anton II. Ramón, die sich u.a. mit Micolinien gegen Servette verbündeten. Nach dem Ausbruch des Kriegs 1756 marschierte Karl X. von Micolinien mit einem Heer in Servette ein und widerrief die Nantheser Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]], Teil des Siebenjährigen Kriegs, standen sich nun erneut Frankreich und Österreich als Unterstützer der Bewerbung Louis-Gabriels und Großbritannien sowie Micolinien als Unterstützer [[Anton II.|António Ramón di Piacones]] gegenüber. Karl X. hoffte damit, seine Ansprüche auf Servette erneuern zu können. Als Louis-Gabriels Frau Maria von Servette 1755 selbst starb, stärkte dies die Ansprüche Micoliniens auf Servette, welche von Maria II. und Anton II. vertraglich bestätigt wurden. Um die im [[Nantheser Ausgleich]] erneuerten Bestimmungen des [[Friede von Villagua|Friedensvertrags von Villagua]] aus dem Jahr 1669 einzuhalten, nach denen die sagradische und die servettinische Herrschaft getrennt ausgeübt werden sollten, dennoch einzuhalten, ließ Gabriel seinen 15-jährigen Sohn [[Joseph Ludwig I.|Joseph Ludwig]] zum Großherzog erklären, verlor die Herrschaft über Servette aber de facto an Karl X., der die Stadt und große Teile des Herrschaftsgebietes einnehmen konnte und sich selbst zum Großherzog erklärte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg um Sagradien konnte sich Frankreich aber bald durchsetzen, dem es gelang, König Anton II. in der [[Schlacht von Cavalla]] zu besiegen und die Absetzung Marias II. als Königin durchzusetzen. Diese hatte durch Affären und Intrigen am Hof zuvor bereits die Unterstützung großer Teile des sagradischen Klerus und Hochadels verloren. In geheimen Verhandlungen mit den sagradischen [[Generalstände]]n sicherte Louis-Gabriel nun zu, den Eid auf die [[Codices Magna]], das Staatsgrundgesetz seit 1722/23, zu leisten und damit die Macht der Stände anzuerkennen, was bereits für seine Vorgänger Johann III. und Anton II. unumgänglich gewesen war. Die Stände erkannten Louis-Gabriel und seine 1755 gestorbene Frau Maria posthum als Erben der Santori-Dynastie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er in Sagradien durchschlagende Erfolge verzeichnete, verlor Gabriel in seiner Abwesenheit den gesamten Süden Micoliniens an Karl X., demgegenüber er, um zumindest die zum sagradischen Königreich gehörenden Teile der Halbinsel, namentlich [[Lukien]] und [[Südkont]] zu halten, im Vertrag von Tinagua 1757 auf die Herrschaft (dem Wortlaut nach aber nicht aber die Thronrechte) im Großherzogtum Servette verzichtete, während Karl X. ebenfalls die Herrschaft Gabriels (nicht dessen Thronrechte) in Sagradien anerkannte. Dies hielt freilich beide Parteien nicht ab, die Kämpfe auch in der Folge wiederaufzunehmen. Gabriels vage Hoffnung auf eine Wiedereroberung Servettes mussten aber in der Folge aufgegben werden. Nach weiteren Kriegsjahren kam es 1760 schließlich im [[Friede von Tinagua]] zum französisch-micolinischen Ausgleich, in dem Micolinien die Herrschaft Gabriels VIII. als König von Sagradien anerkennen musste. Im Gegenzug mussten Gabriel sowie sein Sohn Joseph Ludwig endgültig auf das Großherzogtum verzichten, das an Micolinien fiel, welches das Gebiet wieder in sein eigenes Territorium inkorporierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum ===&lt;br /&gt;
Mit seiner Thronbesteigung im Jahr 1757 begründete Louis-Gabriel de Bourbon-Vienne als Gabriel VIII. das sagradische Königtum der Dynastie Bourbon-Vienne. Der tulinesische Reichsteil verweigerte aber seine Zustimmung und revoltierte gegen den Herrscher, der erst um 1762 die Kontrolle über das aufständische und mit Micolinien verbündete Tulis zu gewinnen vermochte. Gabriel VIII. regierte in Sagradien, ohne jedoch die Landessprache zu verstehen. Dennoch gelang es ihm in seiner Regierungszeit, sein Königtum zu konsolidieren, die Macht der Generalstände einzudämmen und die Thronfolge des Hauses Vienne gegen alle Widerstände zu sichern. Besonders Gabriels leitender Minister, der Franzose [[Alphonse de Calogny]], arbeitete energisch daran, die Macht der Stände einzuschränken und eine absolute Monarchie nach französischem Vorbild zu installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lex Generalis und absolutistische Innenpolitik ===&lt;br /&gt;
In der [[Lex Generalis]] von 1765 wurden die Bestimmungen der Codices Magna zwar nicht aufgehoben, aber in einem königsfreundlichen Sinn neu interpretiert. Statt des Rechts, den neuen König frei auszurufen und den Eid zu verlangen, konnten die Stände fortan nur noch den von Gottes Gnaden und Abstammung thronberechtigten König bestätigen und auch nur noch den Eid auf die Privilegien verlangen. Erst zehn Jahre nach ihrem Inkrafttreten wurde die Lex Generalis 1765 von einer kleinen Ständeversammlung bestätigt. Damit wurde auch das [[Fürstentum Cuentez]] in den sagradischen Staat inkorporiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig zu seiner auf einen Ausbau der monarchischen Gewalt ausgerichteten Politik gegenüber den Ständen versuchte auch die Macht der katholischen Kirche in Sagradien einzudämmen und zeigte sich von den Ideen der Aufklärung inspiriert. Er gilt daher als Vorzeigepolitiker eines aufgeklärten Absolutismus in Sagradien, auch wenn die Bezeichnung als absolutistischer Herrscher mittlerweile in der Forschung umstritten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenpolitik ===&lt;br /&gt;
Außenpolitisch setzte Gabriel VIII. zunächst entgegen der Erwartungen keine radikale Kursänderung durch, schwenkte jedoch mit der Zeit auf ein Bündnis mit Frankreich und Spanien ein, womit er letztlich doch mit der pro-englischen und pro-micolinischen Politik seiner Vorgänger brach. Als Hauptgegner wurde nun vielmehr England betrachtet, von dem man die 1713 verlorenen Stützpunkte an der Keltischen See zurückverlangte. Im [[Friede von San Docién|Separatfrieden von San Docién]] mit Großbritannien musste Sagradien 1761 den Verlust einiger Kolonien in Amerika hinnehmen, [[Cereza]] und [[La Cripón]] blieben zunächst britisch, sodass der Gegensatz mit Großbritannien eine Fortsetzung fand. Im Jahr 1779 griff Sagradien auf Seiten der Kolonisten in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 machte Gabriel den Piemontesen [[Gian Antonio Nivelli]] (Jean Antoine Nivelli) zu seinem leitenden Minister (bis 1787). Unter Nivelli beteiligte sich Sagradien aktiv am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und unterstützte zusammen mit Frankreich, Spanien und den Niederlanden die 13 Kolonien gegen das englische Mutterland. Im Frieden von Paris von 1783 sicherte sich Sagradien Fischereirechte in Nordamerika sowie den Besitz mehrerer strategisch bedeutender Karibikinseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Gabriel VIII. starb im Jahr 1792 im hohen Alter von fast 77 Jahren. Nachfolger auf dem Thron wurde sein Sohn [[Joseph Ludwig I.]] (*1740). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.71.73</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philipp_IX._Ludwig&amp;diff=24604</id>
		<title>Philipp IX. Ludwig</title>
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		<updated>2015-11-27T06:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.71.73: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VIII.''' (von Sagradien) (*1715, †1792) war Graf von Macôn, (als Mitregent seiner Frau [[Maria I. von Servette]]) [[Großherzog von Servette]] (1737-1755) sowie [[König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez]] (1757-1792) und [[Herzog von Vienne]] (1760-1792). Als sagradischer Monarch war er der erste König aus dem [[Haus Vienne]] und Begründer der sagradischen Königsdynastie der Vienne. Gabriel beanspruchte als Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] nach dem Tod [[Johann III.|Johanns III.]] aus dem [[Haus Santori]] die sagradische Krone und gewann er im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg von 1756-1760]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Louis-Gabriel François Philippe de Bourbon duc de Vienne wurde 1712 als Sohn [[Antoine de Bourbon]]s, Herzog von Vienne und als Antonio I. Herzog von Mantua, und dessen zweiter Ehefrau Ana María de Sántori, Schwester der sagradischen Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]] in Versailles geboren. Er stammt aus dem [[Haus Vienne]], einer Nebenlinie der französischen Bourbonen. Sein Vater Antoine de Bourbon-Vienne wurde 1708 als Sohn Maria Francesca de Gonzagas souveräner Herzog von Mantua und heiratete daraufhin die Santori-Prinzessin Ana María. Louis-Gabriels Urgroßvater mütterlicherseits war damit [[Gabriel VII.]] von Sagradien. Danadier II. und Peter II., der letzte König vor der [[Aufstand vom 23. Mai 1721|Revolution von 1721]], waren seine Onkel, [[Maria I.]] von Sagradien seine Cousine ersten Grades. Gabriels älterer Bruder [[Luigi III. von Mantua|Louis Joseph]] aus der ersten Ehe seines Vaters folgte diesem 1725 (als ''Luigi III.'') als Herzog von Mantua nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinischer Erbfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
Zunächst trug Louis-Gabriel den Titel eines Grafen von Mâcon. Nach der Hochzeit mit seiner ersten Frau Marie Josephine d'Orléans im Alter von 17 Jahren erhielt Louis-Gabriel de Bourbon den Titel eines Prinzen von Mantua. Das Eheglück weilte jedoch nur kurz, bereits 1731 starb Isabella bei der Geburt eines Sohnes, der ebenfalls die ersten 12 Monate nicht überlebte. 1732 heiratete Gabriel schließlich in zweiter Ehe die erst 16-jährige Santorier-Prinzessin [[Maria I. von Servette|Maria von Servette]], Tochter des regierenden Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1734 kam Gabriels ältester Sohn [[Gabriel X.|Gabriel Henri Alexandre Antoine]] zur Welt, ein Jahr später [[Joseph Ludwig I.|Joseph Louis Philippe François]]. Im gleichen Jahr starb Ludwig Philipp II. und Marias Bruder [[Karl VI. Ferdinand]] bestieg den Thron in Servette. Da er jedoch bis dahin kinderlos war, zeichnete sich eine Thronfolge Marias ab, sollte Karl Ferdinand keine Kinder mehr bekommen. Bereits zu dieser Zeit rüstete König [[Karl X. von Micolinien]], der selbst mit Marias jüngerer Schwester Antonia verheiratet war, für einen möglichen Krieg, da er vorhatte, sich die Servettinischen Lande einzuverleiben. Der beschriebene Fall trat mit dem Tod Karl Ferdinands im Jahr 1737 tatsächlich ein und Gabriels Ehefrau bestieg als Maria I. selbst den Thron in Servette. Gabriel wurde damit Mitregent in Servette, doch erkannte Karl X. die Nachfolge erwartungsgemäß nicht an und machte für seine Frau Antonia eigene Ansprüche geltend, wodurch es zum Krieg kam, in dem sich das von Frankreich und Spanien unterstützte Paar Maria/Louis-Gabriel vorerst durchsetzen konnte. Im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. Maria I. von Servette als Großherzogin anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradischer Erbfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
In der Folge zeichnete sich jedoch in Sagradien ein neuerlicher Erbfolgekrieg ab. Nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] von Sagradien 1735 hatten die dortigen Stände ihren Ehemann [[Johann III.|Johann Franz]] als alleine regierenden König anerkannt. Da dieser jedoch ohne männlichen Erben war, versuchte er seine Tochter [[Maria II.|Maria Franziska]] und ihren Mann [[Anton II.|António de Piacone]] als Thronfolger durchzusetzen. Da sich Johann III. aber im Österreichischen Erbfolgekrieg seit 1740 in der antifranzösischen Allianz befand, erkannte Frankreich, die Nachfolgeregelung Johanns III. nicht an und machte für Louis-Gabriel und seine Frau Maria von Servette Ansprüche auf das Erbe der Santori geltend, die von Maria selbst, aber auch von Louis-Gabriel als Nachkomme Gabriels VII. stammten. Mit dem Tod König Johanns 1749 und dem seines minderjährigen Sohnes und Nachfolgers [[David II.]] 1754 sowie der folgenden Erhebung Marias und Antons durch die sagradischen Stände im Jahr 1754/55 wurde der Streit aktuell und Frankreich erhob Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König und damit zum Gegenspieler der als anti-französisch bekannten Maria II. Franziska und Anton II. Ramón, die sich u.a. mit Micolinien gegen Servette verbündeten. Nach dem Ausbruch des Kriegs 1756 marschierte Karl X. von Micolinien mit einem Heer in Servette ein und widerrief die Nantheser Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]], Teil des Siebenjährigen Kriegs, standen sich nun erneut Frankreich und Österreich als Unterstützer der Bewerbung Louis-Gabriels und Großbritannien sowie Micolinien als Unterstützer [[Anton II.|António Ramón di Piacones]] gegenüber. Karl X. hoffte damit, seine Ansprüche auf Servette erneuern zu können. Als Louis-Gabriels Frau Maria von Servette 1755 selbst starb, stärkte dies die Ansprüche Micoliniens auf Servette, welche von Maria II. und Anton II. vertraglich bestätigt wurden. Um die im [[Nantheser Ausgleich]] erneuerten Bestimmungen des [[Friede von Villagua|Friedensvertrags von Villagua]] aus dem Jahr 1669 einzuhalten, nach denen die sagradische und die servettinische Herrschaft getrennt ausgeübt werden sollten, dennoch einzuhalten, ließ Gabriel seinen 15-jährigen Sohn [[Joseph Ludwig I.|Joseph Ludwig]] zum Großherzog erklären, verlor die Herrschaft über Servette aber de facto an Karl X., der die Stadt und große Teile des Herrschaftsgebietes einnehmen konnte und sich selbst zum Großherzog erklärte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg um Sagradien konnte sich Frankreich aber bald durchsetzen, dem es gelang, König Anton II. in der [[Schlacht von Cavalla]] zu besiegen und die Absetzung Marias II. als Königin durchzusetzen. Diese hatte durch Affären und Intrigen am Hof zuvor bereits die Unterstützung großer Teile des sagradischen Klerus und Hochadels verloren. In geheimen Verhandlungen mit den sagradischen [[Generalstände]]n sicherte Louis-Gabriel nun zu, den Eid auf die [[Codices Magna]], das Staatsgrundgesetz seit 1722/23, zu leisten und damit die Macht der Stände anzuerkennen, was bereits für seine Vorgänger Johann III. und Anton II. unumgänglich gewesen war. Die Stände erkannten Louis-Gabriel und seine 1755 gestorbene Frau Maria posthum als Erben der Santori-Dynastie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er in Sagradien durchschlagende Erfolge verzeichnete, verlor Gabriel in seiner Abwesenheit den gesamten Süden Micoliniens an Karl X., demgegenüber er, um zumindest die zum sagradischen Königreich gehörenden Teile der Halbinsel, namentlich [[Lukien]] und [[Südkont]] zu halten, im Vertrag von Tinagua 1757 auf die Herrschaft (dem Wortlaut nach aber nicht aber die Thronrechte) im Großherzogtum Servette verzichtete, während Karl X. ebenfalls die Herrschaft Gabriels (nicht dessen Thronrechte) in Sagradien anerkannte. Dies hielt freilich beide Parteien nicht ab, die Kämpfe auch in der Folge wiederaufzunehmen. Gabriels vage Hoffnung auf eine Wiedereroberung Servettes mussten aber in der Folge aufgegben werden. Nach weiteren Kriegsjahren kam es 1760 schließlich im [[Friede von Tinagua]] zum französisch-micolinischen Ausgleich, in dem Micolinien die Herrschaft Gabriels VIII. als König von Sagradien anerkennen musste. Im Gegenzug mussten Gabriel sowie sein Sohn Joseph Ludwig endgültig auf das Großherzogtum verzichten, das an Micolinien fiel, welches das Gebiet wieder in sein eigenes Territorium inkorporierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum ===&lt;br /&gt;
Mit seiner Thronbesteigung im Jahr 1757 begründete Louis-Gabriel de Bourbon-Vienne als Gabriel VIII. das sagradische Königtum der Dynastie Bourbon-Vienne. Der tulinesische Reichsteil verweigerte aber seine Zustimmung und revoltierte gegen den Herrscher, der erst um 1762 die Kontrolle über das aufständische und mit Micolinien verbündete Tulis zu gewinnen vermochte. Gabriel VIII. regierte in Sagradien, ohne jedoch die Landessprache zu verstehen. Dennoch gelang es ihm in seiner Regierungszeit, sein Königtum zu konsolidieren, die Macht der Generalstände einzudämmen und die Thronfolge des Hauses Vienne gegen alle Widerstände zu sichern. Besonders Gabriels leitender Minister, der Franzose [[Alphonse de Calogny]], arbeitete energisch daran, die Macht der Stände einzuschränken und eine absolute Monarchie nach französischem Vorbild zu installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lex Generalis und absolutistische Innenpolitik ===&lt;br /&gt;
In der [[Lex Generalis]] von 1765 wurden die Bestimmungen der Codices Magna zwar nicht aufgehoben, aber in einem königsfreundlichen Sinn neu interpretiert. Statt des Rechts, den neuen König frei auszurufen und den Eid zu verlangen, konnten die Stände fortan nur noch den von Gottes Gnaden und Abstammung thronberechtigten König bestätigen und auch nur noch den Eid auf die Privilegien verlangen. Erst zehn Jahre nach ihrem Inkrafttreten wurde die Lex Generalis 1765 von einer kleinen Ständeversammlung bestätigt. Damit wurde auch das [[Fürstentum Cuentez]] in den sagradischen Staat inkorporiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig zu seiner auf einen Ausbau der monarchischen Gewalt ausgerichteten Politik gegenüber den Ständen versuchte auch die Macht der katholischen Kirche in Sagradien einzudämmen und zeigte sich von den Ideen der Aufklärung inspiriert. Er gilt daher als Vorzeigepolitiker eines aufgeklärten Absolutismus in Sagradien, auch wenn die Bezeichnung als absolutistischer Herrscher mittlerweile in der Forschung umstritten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenpolitik ===&lt;br /&gt;
Außenpolitisch setzte Gabriel VIII. zunächst entgegen der Erwartungen keine radikale Kursänderung durch, schwenkte jedoch mit der Zeit auf ein Bündnis mit Frankreich und Spanien ein, womit er letztlich doch mit der pro-englischen und pro-micolinischen Politik seiner Vorgänger brach. Als Hauptgegner wurde nun vielmehr England betrachtet, von dem man die 1713 verlorenen Stützpunkte an der Keltischen See zurückverlangte. Im [[Friede von San Docién|Separatfrieden von San Docién]] mit Großbritannien musste Sagradien 1761 den Verlust einiger Kolonien in Amerika hinnehmen, [[Cereza]] und [[La Cripón]] blieben zunächst britisch, sodass der Gegensatz mit Großbritannien eine Fortsetzung fand. Im Jahr 1779 griff Sagradien auf Seiten der Kolonisten in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 machte Gabriel den Piemontesen [[Gian Antonio Nivelli]] (Jean Antoine Nivelli) zu seinem leitenden Minister (bis 1787). Unter Nivelli beteiligte sich Sagradien aktiv am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und unterstützte zusammen mit Frankreich, Spanien und den Niederlanden die 13 Kolonien gegen das englische Mutterland. Im Frieden von Paris von 1783 sicherte sich Sagradien Fischereirechte in Nordamerika sowie den Besitz mehrerer strategisch bedeutender Karibikinseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Gabriel VIII. starb im Jahr 1792 im hohen Alter von fast 77 Jahren. Nachfolger auf dem Thron wurde sein Sohn [[Joseph Ludwig I.]] (*1740). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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