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		<title>Cientro Tescano-Valonês</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.230.95: /* Wahlen 2008 und Zentrumsunion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Cientro Cristiano Democrático''' (kurz '''CCD''', deutsch ''Christlich-Demokratisches Zentrum'') ist eine 2003 gegründete christdemokratische Zentrumspartei in [[Sagradien]]. Gründer und langjähriger Vorsitzender war der katholische Gewerkschafter [[Francisco Valderrano]]. Das CCD gehörte 2006-2008 der [[Viererkoalition]] von Ministerpräsident [[Miguel Ánibal Luisanto]] an, seither steht die Partei in Opposition zu dessen [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]] und bildet zusammen mit der sozialliberalen [[UDC]] das Zentrumsbündnis [[Cientro Uníu]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des CCD liegen im christlich-sozialen Arbeitnehmerflügel der katholisch-konservativen [[PP-CSD|Volkspartei]] (PP-CSD) sowie in der traditionell ihr nahestehenden katholischen Gewerkschaft [[CSLC]]. Nachdem die konservative PP-CSD 1998 in die Opposition zur rot-grünen Regierung [[Julio De la Costa|De la Costa]] gegangen war, hatte es innerhalb der Partei Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Parteiflügeln gegeben, in dessen Verlauf der linke Arbeitnehmerflügel immer stärker an den Rand der öffentlichen Debatten gedrängt worden war. Da die Gewerkschaft CSLC dem von der Regierung De la Costa eingeführten &amp;quot;Nationalen Rat der Arbeit&amp;quot; positiv gegenüberstand, hatte sie sich in der PP-CSD zunehmend isoliert. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] kam es mit der Wahl [[Miguel Ánibal Luisanto]]s zum neuen Parteivorsitzenden im Herbst 2002 zu einem Umbruch in der Partei, der sich in einer Hinwendung zu einer dezidiert neoliberalen Wirtschaftspolitik äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage des langjährigen Arbeitsminister [[Umberto Salas]] gegen Luisanto und dessen Rückzug aus der nationalen Politik waren die Christlich-Sozialen in der Partei auf einen Schlag heimatlos geworden. Hinzu kam der Vorwurf führender Parteilinker, die christlich-sozialen Kandidaten seien systemarisch majorisiert worden und in der Partei unerwünscht. Einem Aufruf des Luisanto-Gegners [[Carles Vídrio]] folgend, verließen in der Folge zahlreiche Mitglieder des christdemokratischen Flügels die Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung 2003 === &lt;br /&gt;
Die Veröffentlich eines wirtschaftspolitischen Thesenpapiers durch den Parteivorstand der Volkspartei im Frühjahr 2003, in der weitgehende Sozialeinschnitte gefordert wurden, führte schließlich dazu, dass das Tischtuch zwischen Luisanto und den Christlich-Sozialen endgültig zerschnitten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er sich bereits zuvor mehrmals negativ gegenüber Luisantos Führungsstil geäußert hatte, erklärte der christdemokratische Senator und Gewerkschafter [[Francisco Valderrano]] seinen Austritt aus der Partei und kündigte wenig später die Gründung einer neuen christlich-sozialen Partei der Mitte an. Im Juli 2003 gründete Valderrano mit Gleichgesinnten das [[Cientro Cristiano Democrático]] (CCD). Dem Aufruf folgten u.a. 13 Abgeordnete der Volkspartei und Senatoren. Binnen weniger Wochen traten im ganzen Land Regional- und Kommunalpolitiker des linken Volkspartei-Flügels dem CCD bei. In der Region [[Alto Scantia]] wechselte mit dem amtierenden Regionalpräsidenten [[Joaquín Barreno Solei]] eine Mehrheit der Regionalratsgruppe die Partei, prominentester Dissident war der eigentlich dem erzkonservativen Parteiflügel angehörende Ex-Finanzminister António Lamanto Marcos, der sich gegen die von Luisanto geplante Zusammenarbeit mit den [[PSP|Rechtspopulisten]] [[Joán De la Pênia]]s wehrte. Zahlreiche Mitglieder des CCD stammte aus der CSLC, einige auch aus den katholischen Sozialverbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteivorsitzender des neuen CCD wurde Francisco Valderrano, Carles Vídrio wurde zum Nationalen Koordinator ernannt und übernahm zudem die Führung der CCD-Abgeordneten in der Kammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsolidierung bei den Wahlen 2004 und 2005 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 2004]] trat das CCD erstmals eigenständig an und erreichte mit 3,1 Prozent der Stimmen den Einzug mit zwei Mandataren ins Europaparlament. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Kommunalwahlen 2004|Kommunalwahlen]] drang das CCD in einigen Regionen empfindlich ins Wählerreservoir der Konservativen ein und erreichte vor allem in Oberskanten große Zustimmungswerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] zogen christdemokratische Abgeordnete in neun Regionalräte ein, in Oberskanten erreichte das CCD 22 Prozent der Stimmen und 23 Regionalratssitze. Für Aufsehen sorgte die Wahl in der [[Region Semesce]] im Herbst 2005, als das dortige CCD mit vier Sitzen in den Regionalrat einzog und in der Folge eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Konservativen unter Einschluss der Rechtspopulisten einging. Die Entscheidung sicherte dem CCD einen Posten in der Regionalregierung und beendete vorerst Spekulationen über eine Hinwendung des CCD zur politischen Linken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Monaten kam es zu einer Annäherung des CCD an die Konservativen, die sich darum bemühten, vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen im Herbst 2006]] eine allgemeine Wechselstimmung zu erzielen und die bürgerlichen Oppositionsparteien zu einen. Angebote an das CCD, eine Wahlallianz zu bilden, lehnte Valderrano aber ab. Bei den Parlamentswahlen 2006 erreichte das CCD schließlich 3,5 Prozent der Stimmen und zog mit 15 Abgeordneten ins sagradische Unterhaus ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglied der Viererkoalition und der Regierung Luisanto  ===&lt;br /&gt;
Trotz der Differenzen mit dem PP-CSD und der Distanz gegenüber De la Pênias PSP trat das CCD nach der Wahl ins neue Mitte-Rechts-[[Kabinett Luisanto|Kabinett Luisanto I]] ein und gehörte zu dessen [[Viererkoalition]], welche die [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Minderheitsregierung unter [[Julio De la Costa]] ablöste. Valderrano wurde im Kabinett [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeitsminister]], [[Joán Scavell]] [[Ministerium für Familie, Jugend und Sport|Minister für Familie, Jugend und Sport]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Regierungsarbeit kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Zentristen und Rechten. In Umfragen rutschte das CCD deutlich unter drei Prozent ab und übersprang die Marke fortan nicht mehr, zudem mehrte sich die parteiinterne Kritik an der Regierungsbeteiligung. Parteiintern bildeten sich immer deutlicher zwei Fraktionen heraus, die bereits zuvor in Widerstreit gestanden hatten: Die eher rechte Strömung, zu denen etwa die konservativen ''Renunionitas'' um [[Clemente Arzano]] gehörten, arbeiteten auf eine Mitte-Rechts-Politik hin und verfolgten teilweise auch das mittel- bis langfristige Ziel einer Wiedervereinigung mit der Volkspartei. Dagegen strebte die Gruppe der''Centristas'' die Etablierung des CCD als unabhängige Kraft im Zentrum der Parteienlandschaft an und verfolgte das Ziel einer Politik jenseits der Kategorien links und rechts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruppe von Zentristen um [[Armanda Colesán]] verließ die Partei im Sommer 2007 und schloss sich der neu gegründeten oppositionellen [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC) von Ex-Agrarminister [[Traiano Atániez]] an, doch blieben die Zentristen nur vorübergehend geschwächt. Der Bruch der oberskantischen PP-CSD/CCD-Regierung im Herbst 2007 und die Wahl [[Joaquín Barreno Solei]]s zum neuen Regionalpräsidenten im Januar 2008 mithilfe der Sozialisten wurde allgemein als Indiz für einen Linksschwenk der Partei und einen Machtgewinn der Zentristen angesehen und mehrte die Gerüchte um ein Ausscheiden des CCD aus der Koalition, zumal sich [[ASUL]]-Chef [[Santiago Diaz de Velozo]] offensiv um die Gunst der Zentrumsfraktionen bemühte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzungen zwischen den europafreundlichen Kräften der Koalition, zu denen auch das CCD zählte, und der PSP um den EU-Reformvertrag führte im Frühjahr 2008 schließlich zum Ende der Viererkoalition. Nach dem Austritt der PSP aus dem Kabinett Luisanto und der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen im Frühjahr 2008 kam es zu einer parteiinternen Auseinandersetzung um den künftigen Weg der Zentrumspartei, die bei Neuwahlen kaum Chancen auf einen Einzug in die Kammer aus eigener Kraft hatte. Das Angebot Miguel Ánibal Luisantos an das CCD, wieder zur Mutterpartei zurückzukehren, und die gleichzeitigen Verhandlungen der Parteiführung um Valderrano und Carles Vídrio um ein zentristisches Bündnis mit den oppositionellen Zentrumsdemokraten Traiano Atániez’ (UDC) führten schließlich zur Parteispaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlen 2008 und Zentrumsunion === &lt;br /&gt;
Im Mai 2008 verließen Valderrano und Regionalminister Carles Aquila das Kabinett Luisanto und gingen damit wenige Wochen vor den Kammerwahlen in die Opposition. Gleichzeitig kündigte Valderrano an, bei den vorgezogenen Kammerwahlen in einem gemeinsamen Zentrumsbündnis mit der UDC anzutreten. Dagegen wandt sich die konservative Gruppe um [[Clemente Arzano]], die sich als [[Reunión de la Convergência Social Democrática]] (RCSD) vom CCD abspaltete und in der Koalition Luisantos verblieb. &lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen im Sommer 2008]] kandidierten Arzano und die RCSD auf der offenen Liste des PP-CSD und kehrten danach in die PP-CSD zurück. Das neue Zentrumsbündnis aus CCD und UDC erhielt zusammen 4,5 Prozent der Stimmen und blieb nach den Wahlen in der Opposition zur [[Kabinett Luisanto III|neuen Minderheitsregierung Luisanto]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Kammerwahlen und der Wahl Valderranos zum Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer kam es in der Partei zu einem Wechsel in der Parteispitze. Valderrano bleibt zwar weiterhin Parteipräsident, gab die Füherschaft der Partei aber an den neuen Parteisekretär Carles Vídrio ab. Die Spaltung der Partei und die Rückkehr der Konservativen in die Volkspartei änderte die Machtverhältnisse im CCD und stärkte vor allem die Progressiven in der Partei sowie jene Kräfte, die eine von der Linken und Rechten unabhängige Partei der Mitte bilden wollen und eine Politik des Ausgleichs anstreben. Damit rückte die Partei auch inhaltlich enger an die UDC von Traiano Atániez. Persönlichkeiten beider Parteien sprachen von einer dauerhaften Zusammenarbeit der Kräfte des Zentrums und beschrieben die Perspektive einer gemeinsamen Zentrumspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung nach 2008 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regional-]], [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Europawahlen 2009|Europawahlen]] des Jahres 2009 wiederholten CCD und UDC die Zusammenarbeit und kooperierten weitestgehend. Dabei konzentrierte sich das UDC vor allem auf die traditionell liberalen Hochburgen im Süden Sagradiens, während die Christdemokraten erneut in Oberskanten erfolgreich waren und dort mit 29 Sitzen sogar zur stärksten Kraft aufstiegen. Durch die Kooperation mit den Zentrumsdemokraten konnte das CCD in neun von zwölf zu Regionen ins Parlament einziehen. In Oberskaten führen die Christdemokraten eine Koalition mit den Konservativen an, in [[Sur Pinia]] und [[Liez-Corar]] regieren sie als deren Junior-Partner. In der [[Region Semesce]] wurde die Zentrumsunion mit sechs Regionalratsabgeordneten zum Zünglein an der Waage zwischen den beiden politischen Blöcken. Da sie sich weder dazu bereit fanden, eine Koalition mit den Kommunisten, noch eine unter Einschluss der PSP zu unterstützen, führten sie eine Koalitionskrise bei und erzwangen Neuwahlen, die im Sommer 2010 jedoch zu einer Schwächung des Zentrums und zu einem Sieg der Linken führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Europawahlen entfielen auf die gemeinsame Liste ''Cientro Uníu per l'Europa'' 6,2 Prozent der Stimmen. Während sich die beiden Abgeordneten der UDC der liberalen ALDE-Fraktion anschlossen, blieben die Abgeordneten des CCD der Fraktion der Europäischen Volkspartei treu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Francisco Valderrano kandidierte als gemeinsamer Kandidat von CCD und UDC bei den Präsidentschaftswahlen 2009 und erhielt eine Zustimmung von 13 Prozent der Wähler. Damit landete auf Platz 3 und kam nicht in die Stichwahl. Dennoch wurde seine Kandidatur als großer Erfolg der Zentrumsparteien gewertet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Das CCD ist wie die [[PP-CSD]] Mitglied der Europäischen Volkspartei und der Christdemokratischen Internationale (CDI). Seine Mitglieder sind eng mit den katholischen Gewerkschaften ([[CSLC]]) verbunden. Seit 2004 besteht als parteinahe Jugendorganisation die [[Juventú Cristiana Democrática]] (JCD), die sich in Konkurrenz zur [[Partido Popular Jovén|Jungen Volkspartei]] (PPJ) gegründet hat und auf Hochschulebene ebenso wie diese mit der [[Federación de Estudiantes Cristianoes]] (FEC) zusammenarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführung ==&lt;br /&gt;
Führer der Partei war nach ihrer Gründung 2003 der Parteivorsitzende [[Francisco Valderrano]], [[Carles Vídrio]] kümmerte sich als Nationaler Koordinator um die organisatorische Arbeit des Parteiaufbaus. Nach der Kammerwahl 2008 übernahm er das neu geschaffene Amt des Nationalen Sekretärs, während Valderrano als Präsident nurmehr repräsentative Aufgaben übernahm und den Posten 2009 an [[Joaquín Barreno Solei]] abgab. &lt;br /&gt;
* Parteipräsident: [[Francisco Valderrano]] (2003-2009), [[Joaquín Barreno Solei]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Vizepräsident: [[Joaquín Barreno Solei]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Nationaler Sekretär: [[Carles Vídrio]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
* Nationaler Koordinator: [[Carles Vídrio]] (2003-2006), [[Armanda Colesán]] (2006), [[Clemente Arzano]] (2007-2008)&lt;br /&gt;
* Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer: [[Carles Vídrio]] (2006-2008, seit 2008 neben [[UDC]]-Chef [[Traiano Atániez]])&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.230.95</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Popular_-_Converg%C3%AAncia_Social_Democr%C3%A1tica&amp;diff=2057</id>
		<title>Partido Popular - Convergência Social Democrática</title>
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		<updated>2011-01-21T18:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.230.95: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Popular - Convergência Social Democrática''' (kurz '''PP-CSD''', deutsch ''Volkspartei - Sozialdemokratische Konvergenz''), oft nur als '''Partido Popular''' bezeichnet, ist eine konservativ-christdemokratische Partei in [[Sagradien]] und die größte Mitte-Rechts-Partei des Landes. Derzeit stellt sie mit Parteichef [[Miguel Ánibal Luisanto]] und seinem Vorgänger [[Roberto Vidéas Braga]] den Ministerpräsidenten und den Staatspräsidenten des Landes. Bekannte Parteivorsitzende der Vergangenheit waren [[Paulo Luciaro]], [[Santo Moya]] oder [[Josep Otero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PP-CSD wurde 1952 unter dem Namen '''Convergência Social Democrática''' gegründet und ging aus der christdemokratischen [[Partido de Cientro Cristiano|Christlichen Zentrumspartei]] (PCC) und dem von ihr dominierten Wahlbündnis ''Convergência'' hervor, das anlässlich der [[Senatswahlen 1949]] und der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1952]] gebildet worden war. Nach einer Fusion mit der liberalen [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL) im Jahr 1965 nahm sie ihren heutigen Namen an. In der Öffentlichkeit wird sie aber meist kurz als ''Volkspartei'' bezeichnet und tritt meist auch nur unter diesem Namen (jedoch mit dem Kürzel PP-CSD) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PP-CSD vesteht sich heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Trotz ihres Namens hat sie jedoch keine klassisch sozialdemokratischen Wurzeln und vertritt auch keine sozialdemokratische Politik. Das Begriffspaar ''Social Democrática'' ist stattdessen als Bekenntnis zum Sozialstaat und zur demokratischen Grundordnung zu verstehen. Die PP-CSD ist Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerliche Parteien nach dem Zweiten Weltkrieg === &lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des autoritär-faschistischen [[Álamo-Regimes]] und dem Ende des von der katholisch-klerikalen [[Comunión Nacional]] beherrschten Ständestaats bildeten sich in Sagradien mehrere Parteien, die sich als bürgerliche Sammlungsbewegungen verstanden. Aus Reihen katholischer Widerstandskämpfer, früherer Aktivisten der christdemokratischen [[Partido Democrático Popular]] (PDP) und in Opposition zum Álamo-Regime stehender Menschen wurde im Januar 1944 unter der Führung von [[Ariel de la Roya]] und [[Paulo Luciaro]] die [[Partido de Cientro Cristiano]] (PCC) gegründet, die sich als christdemokratische Partei verstand und vornehmlich Katholiken ansprach, sich aber klar zur parlamentarischen Demokratie bekannte und die Ständestaatskonzepte der &amp;quot;alten&amp;quot; katholischen Rechten ablehnte. Daneben gründeten sich mehrere konservative und liberale bürgerliche Parteien, welche die Zugehörigkeit zu einer sich als christlich verstehenden Konfessionspartei ablehnten und sich in die Tradition der bürgerlich-liberalen nicht-konfessionellen Parteien der Zweiten Republik stellten. Zahlreiche dieser Parteien sammelten sich 1944/45 unter der Führung von [[Daniel La Ponte]] im [[Movimiento Popular Democrático]], das zunächst als Wahlbündnis und später als Partei organisiert war. Schließlich versuchte die katholisch-konservative [[Unión Nacional Popular]] (UNP) an die Tradition der [[Volksunion]] der Zweiten Republik anzuknüpften und die früheren Anhänger des Regimes mit der neuen Demokratie zu versöhnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung]], bei der die Christdemokraten stärkste Kraft im bürgerlichen Lager geworden waren, übernahmen diese bald die Führung in der jungen Republik, bildeten mit [[PCS|Kommunisten]], [[PS|Sozialisten]] und [[Partido Radical|Radikaldemokraten]] die so genannte [[Demokratische Koalition]] und gehörten allen Regierungen der Vierziger Jahre an. Vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs und nach dem Bruch zuerst mit den Kommunisten und dann auch mit den Sozialisten bemühte sich die PCC unter Paulo Luciaro seit 1948 intensiver, neben den Liberalkonservativen des MPD auch die bis dahin am rechten Rand isolierte UNP einzubinden. Im Gegenzug verließen zahlreiche sozialistisch eingestellte linke Christdemokraten die Partei und die Anhänger der Marktwirtschaft setzten sich in der PCC durch. Im Januar 1949 bildete Paulo Luciaro schließlich die so genannte [[Regierung der Nationalen Konvergenz]] als reines Mitte-Rechts-Kabinett, dem erstmals auch Vertreter der durch Spaltungen und Wahlniederlagen gebeutelten UNP angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlbündnis Convergência Social i Democrática und Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Vor den [[Senatswahlen 1949]] verständigten sich PCC, MPD und UNP darauf, in zahlreichen Wahlkreisen jeweils Kandidaten einer der Parteien zu unterstützen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand schließlich vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1952]] das Wahlbündnis Convergência Social i Democrática. Für die Christdemokraten stellte es den Versuch dar, erstmals auch im Lager der nicht-konfessionellen Wähler zu punkten und den Traum einer großen bürgerlichen Sammlungsbewegung zu verwirklichen. Während die Christdemokraten das Wahlbündnis deutlich dominierten und mit Paulo Luciaro den Spitzenkandidaten stellten, war es vor allem für die UNP, aber auch für das zunehmend Zerfallserscheinungen ausgesetzte MPD ein letzter Versuch, sich als parlamentarische Kraft mit eigenem Einfluss zu behaupten und gleichzeitig ein Abwehrbündnis gegen die in der Volksfront zusammengeschlossenen Kräfte der sozialistisch-kommunistischen Linken zu bilden. Neben PCC, MPD und UNP wurde das Bündnis auch von der agrarisch-konservativen [[Federación Nacional Campesana]] unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste der Convergência erhielt bei den Kammerwahlen 36,1 Prozent der Stimmen und wurde mit deutlichem Abstand größte Kraft im Parlament. Gemäß der Wahlvereinbarungen bildeten die Parteien eine gemeinsame Fraktion und traten in ein neues anti-kommunistisches und pro-westliches Kabinett unter Paulo Luciaro ein, das sich neben den Parteien der Konvergenz in der so genannten [[Zentrumskoalition]] auch auf die [[PSD|Sozialdemokraten]] [[Santo de la Ilpa]]s sowie mehrere liberale Parteien stützte. Trotz der Erfolge des Bündnisses führte die enge Anlehnung der Mitgliedsparteien an die Linie des Christdemokraten Paulo Luciaro zu einer Beschleunigung der Zerfallserscheinungen von MPD und UNP, aus denen sich bald wieder liberale und nationalistische Parteien lösten, die den Kurs Luciaros ablehnten. Um einen völligen Zerfall des Bündnisses zu verhindern, strebte Luciaro seit 1951 offen die Überführung der Convergência in eine politische Partei an. Nachdem die [[Senatswahlen 1952]], bei der es auch zu einzlenen Kampfkandidaturen innerhalb des CSD gekommen war, gezeigt hatten, dass die Bewerber der kleineren Parteien des Bündnisses deutlich schlechtere Wahlchancen hatten, als die christdemokratischen Kandidaten, beschlossen die Delegierten auf dem Kongress der Convergência 1952 in [[Malesc]] im November 1952 unter großer Fürsprache von Luciaro und PCC-Ikone De la Roya, aber auch auf Empfehlung von MPD-Parteichef [[Oscar Manuel Corrado]] und UNP-Chef [[Fernando Nergüín]] hin die Gründung des CSD als politische Partei. Erster Parteipräsident wurde Ariel De la Roya, der zudem zum Kandidaten des CSD für die [[Präsidentschaftswahlen 1954]] nominiert wurde. Die eigentliche Macht lag in der Hand des Exekutivausschusses, an dessen Spitze der Präsident des Exekutivausschusses stand (Presidente de la Junta Executiva). Die Tatsache, dass dieses Amt mit [[Ánibal Demartín]] ein enger Vertrauter Luciaros ausfüllte, zeigt die Machtstellung an, die Luciaro von Beginn an in der neuen Partei zukam. Daneben waren die Stellvertretenden Parteichefs in wichtigen Positionen. Da aber weder Oscar Corrado, noch Fernando Nergüín nach 1952 im Kabinett vertreten waren, fehlte ihnen der Zugang zum eigentlichen Machtzentrum, das sich innerhalb der Ministerriege der CSD unter Führung Luciaros konstituierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die CSD unter der Führung Paulo Luciaros ===&lt;br /&gt;
Paulo Luciaro prägte wie kein anderer das Profil der Partei in den Fünfziger Jahren. Als erfolgreicher Wahlkämpfer und mit der Rolle des Ministerpräsidenten ausgestattet, trat Luciaro von Beginn an als Chef der Partei auf, ehe er 1954 auch offiziell das Amt des Parteivorsitzenden übernahm. Die Convergência wurde so zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. Da sich weder die eigentlichen Führungspersönlichkeiten, noch das neue Parteiprogramm wesentlich von der der [[PCC]] unterschieden und die neue Partei vor allem auf die gut ausgebauten Organisationsstrukturen der Christdemokratischen Vorgängerpartei zurückgriff, statt völlig neue aufzubauen, kann die CSD in gewissem Sinn als Fortsetzung der Christlichen Zentrumspartei verstanden werden, die jedoch zunehmend auch säkulare Kreise erreichte, auf diese Weise ein Stück weit aus dem katholischen Milieu ausbrach und zur modernen Catch-All-Party wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die CSD der Anfangsjahre setzte in Tradition zur PCC auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Zudem vertrat Luciaro ein stark europafreundliches Profil, für das auch PSD-Außenminister [[Santo De la Ilpa]] sowie innerhalb der CSD Kabinettschef [[Roberto Helguerra]] standen. Prägende Wirtschaftspolitiker der CSD waren neben Corrado v.a. dessen Nachfolger als Finanzminister, [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das erste Grundsatzprogramm der CSD aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die CSD 42 Prozent der Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie die nächstgrößere Partei (PCS mit 16,9 Prozent) auf sich vereinen konnte. Nachdem Luciaro 1950 die Bildung einer Zentrumskoalition mit den Sozialdemokraten de la Ilpas durchgesetzt hatte, kam es nach der Entmachtung de la Ilpas in seiner Partei und dem Austritt der PSD aus der Koalition im Jahr 1955 zur Bildung einer neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition ===&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit im Álamo-Regime und seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale, einst UP-Mitglied und Beamter im Kirchenministerium der CN-Diktatur, war erst 1949 als Verwaltungsbeamter in die PCC eingetreten und konnte diesen rasch als Karrieresprungbrett nutzen. 1949 wurde er Staatssekretär, 1950 Minister für Inneres und 1954 erstmals Abgeordneter sowie Finanzminister. Innerhalb des PCC hatte er bereits zum rechten konservativen Flügel gehört. Favale besaß große Sympathien in der Parlamentsfraktion der CSD und schaffte es darüber hinaus 1958, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1960 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Das Exekutivkomitee unter Führung von Nêu Regríguez legte sich schließlich auf Favale als Nachfolger fest, der sowohl Luciaros Wunschkandidaten Sánchez als auch Fraktionschef [[Martín Ánibal Costa]] hinter sich lassen konnte. Die Koalition mit der UDS wurde fortgesetzt, auch wenn das Klima zwischen dem konservativen und bisweilen autoritär auftretenden Favale und den zunehmend selbstbewussten Liberalen gespannt war. Favale aber schaffte es in der Folge nicht, die Parteiführung zu übernehmen. Nach dem Wechsel Nêu Regríguez’ ins Kabinett wurde mit [[Carles Toquero]] ein Anhänger Costas an die Spitze des Exekutivkomitees gewählt, [[Daniel Marella]], der nationale Geschäftsführer der Partei, galt als Anhänger von Sánchez und neuer Fraktionschef wurde mit Ex-Außenminister [[Carles María Ortega]] ein relativer Newcomer, der keine Bindungen zu Favale aufwies. Schließlich folgte Luciaro als Parteivorsitzender der CSD 1961 nicht Favale, sondern [[Ortega]] nach, der wegen seiner parteipolitischen Unerfahrenheit eher als schwacher Vorsitzender eingeschätzt wurde. Es wurde allgemein erwartet, dass das Machtzentrum auch weiterhin im Kabinett liegen sollte, jedoch zeigte sich Ortega als Fraktions- und Parteichef in einer günstigen Lage, die er auszunutzen verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die CSD, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, dem die Basis in der Partei fehlte und der vor allem von den potenziellen Koalitionspartnern abgelehnt wurde und erfolgreichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung sowohl mit Sozialisten als auch mit Radikaldemokraten - eine der Parteien wurde für ein Bündnis gebraucht - im Wege zu stehen schien. In einem oft als Putsch gegen Favale bezeichneten Zug verbündeten sich Parteichef Ortega und Ánibal Costa und drängten Favale auf einen Verzicht auf die Regierungsführung. Stattdessen nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der CSD-Führung zu ihrem Bruch bei. Während Costa nach wie vor ein Parteiamt fehlte und Parteichef Ortega dem Kabinett fern blieb, fungierte Favale als Finanzminister, befand sich in Dauer-Streit mit dem sozialistischen Wirtschaftsminister [[Ricardo Moreno]] und wartete auf seine Chance, die Macht in Partei und Regierung zurückzuerobern. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der CSD ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die CSD mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 30 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die CSD einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Seither nannte sich das CSD „Volkspartei“ und benutzte das Kürzel PP-CSD. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PP-CSD eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PP-CSD klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PP-CSD und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der CSD und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 33 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PP-CSD damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger ===&lt;br /&gt;
Neuer Parteivorsitzender der PP-CSD wurde noch im Spätherbst 1970 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]], der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Im Gegensatz zu dem bisweilen europaskeptischen Favale stand Ellévez für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PP-CSD zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Santo de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Bauminister [[Santo Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst hilflos und artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PP-CSD gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PP-CSD unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semess klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Santo de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag nach den Wahlen 1974 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur Santo de la Nadas gegen Márcio Ellévez Perón. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef, ehe er wenig später auch den Vorsitzend der CSD-Kammergruppe übernahm und sich deutlich als neuen Parteichef darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Koalition durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren der Fraktionsvize [[Santo Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semesker Regionalverband anführte. Zudem kam nach seinem Ausscheiden als Nationalbankpräsident 1977 [[Alfonso García Guivares]] dazu, der in der Partei als Aushängeschild einer rechten Wirtschaftspolitik galt und im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] überraschend als Schattenminister für Wirtschaft und Finanzen auftrat. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung ===&lt;br /&gt;
Aus den Neuwahlen im Jahr 1979, nach dem absehbaren Bruch der ASUL/UDS-Koalition notwendig geworden, ging die PP-CSD mit Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister und Nationalbankchef Alfonso García Guivares als Wirtschaftsexperte als Sieger hervor und Nada drängte auf die schnelle Bildung einer Großen Koalition, da die favorisierte CSD/UDS-Koalition keine Mehrheit vorzuzeigen hatte und die Gefahr einer neuerlichen sozialistischen Zusammenarbeit mit den Kommunisten drohte. Die Verhandlungen endeten für die Volkspartei schließlich erfolgreich und ermöglichten ihr nach neun Jahren in der Opposition wieder die Rückkehr in nationale Regierungsverantwortung. Santo De la Nada wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Wirtschafts- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während die Sozialisten das Finanz- und das Sozialressort übernahmen. Santo Moya wurde neuer Chef der Parlamentsfraktion und damit zusammen mit seinem sozialistischen Counterpart [[Stefano Nacoma]] einer der organisatorischen Schlüsselspieler der Koalition. Die Große Koalition sollte v.a. die Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit treffen, die Finanzen konsolidieren und den zunehmenden Terror bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern wirkten sich aber auch zunehmend negativ auf die innerparteiliche Stellung De la Nadas aus, der immer mehr unter Druck geriet, zumal Moya bald die Fraktion unter Kontrolle hatte und weitgehende Forderungen stellen konnte. Nach der Wahl Alfonso Guivares’ zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1982 erbte Santo Moya seinen Posten im Wirtschaftsministerium und gelangte damit auf eine neue Schlüsselposition. Er trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch der Haushaltsplan für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Nachdem sich die Sozialisten im Juli 1982 entschlossen hatten, gegen die Haushaltsvorlage der Regierung zu stimmen und es daraufhin zur Demission der ASUL-Minister kam, übernahm Moya zudem das Finanzministerium und war der neue starke Mann im Kabinett. De la Nada, entschlossen, die ASUL zu einem Misstrauensvotum gegen ihn zu zwingen und diese so als Schuldige darzustellen, ließ es zum Äußersten kommen. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Kommunisten und Sozialisten gegen das [[Kabinett De la Nada II|Rumpfkabinett De la Nada]] löste Präsident Guivares die Abgeordnetenkammer auf und setzte vorgezogene Neuwahlen zum frühest-möglichen Termin an. Moya reagierte blitzschnell und nutzte seine Kontakte in der Fraktion, um sich selbst als Spitzenkandidat ins Gespräch zu bringen, woraufhin Nada kapitulierte und seinerseits auf eine Kandidatur verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Santo Emilio Moya als Spitzenkandidat siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982| vorgezogenen Neuwahlen]] deutlich gegen die Linke und erreichten fast 40 Prozent der Stimmen. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte damit die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete die 12-jährige Regierungsbeteiligung der Sozialisten. Moya wurde zum neuen Ministerpräsidenten ernannt und wenig später auch zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit begann die Ära der neokonservativen bzw. neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Sagradien für über ein Jahrzehnt dominieren sollte. Zudem wurde der dem linken Parteiflügel angehörige Generalsekretär [[Umberto Salas]] durch [[Daniel Rodrigo Costa]] abgelöst, der wenig eigene Machtfülle entwickelte und vor allem dem Parteichef Moya zuarbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 stürzte die [[Guivares-Affäre]] um Verwicklungen des Staatspräsidenten in Geschäfte des organisierten Verbrechens das Land in die größte politische Krise der Nachkriegszeit. Auch aktive Politiker aus der zweiten Reihe der PP-CSD wurden in Verbindung mit dem so genannten „Guivares-Kartell“ gebracht und die Partei durchlebte eine der größten Krisen ihres Parteibestehens. Der Präsident musste seinen Rücktritt erklären. Bei den Wahlen zu seiner Nachfolge verzichtete die PP-CSD erstmals auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützte den UDS-Kandidaten [[Carles Domínguez]]. Die Wahl konnte allerdings der Sozialist Felipe López für sich entscheiden, während der rechtsradikale Kandidat [[Paulo Alfonso Cavallo]] vom Fehlen des Volkspartei-Kandidaten und dem Vertrauensverlust in die politische Klasse profitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Moya schaffte es nicht, durch eine schnelle Aufklärung der Guivares-Affäre Ruhe in die politische Landschaft zu bringen. Stattdessen wurde in der Folgezeit große Kritik an Moyas Regierung geübt und die Umfragewerte schnellten in den Keller. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Perín-Tulinesa]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alto Scantia]] und [[Alconía]] CSD-geführte Regierungen ablösen konnte. Die Niederlagen führten zu einer Führungskrise in der Partei und zunehmender Kritik an Parteichef Moya. Nach einer Kabinettsumbildung gehörten Innenminister [[Carles Holiérez]] und Justizminister [[Carles Zapato]] nicht mehr der Regierung an, die wegen ihrer Ermittlungen in der Guivares-Affäre ins Dauerfeuer der Opposition und der Medien geraten waren und zudem beim liberalen Koalitionspartner für Unmut gesorgt hatten. Auch das Krisenmanagement nach dem Tschernobyl-Unglück verlief eher unglücklich. Erst zwei Monate nach dem Reaktorunfall reagierte Moya, indem er ein eigenes Umweltministerium einrichtete. Der Unfall führte zu einem schlagartigen Anstieg der Umfragewerte für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition 1986-1990 ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] endeten schließlich in einer deutlichen Niederlage der liberal-konservativen Regierungskoalition. Die CSD verlor rund 6 Prozentpunkte gegenüber 1982 und kam nur noch auf 34 Prozent der Stimmen, während die Sozialisten unter ihrem eher wirtschaftsfreundlichen Spitzenkandidaten Donado Ricardes knapp 36 Prozent der Stimmen erreichten und wieder stärkste Kraft wurden. Nach schwierigen Verhandlungen entschlossen sich ASUL und UDS zur Neuauflage der rot-blauen Koalition aus dem Jahr 1977, womit die Hoffnungen der PP-CSD auf eine Große Koalition zunichte gemacht wurden. Die Konservativen musste nach sieben Jahren Regierungsführung wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was folgte, war ein erbitterter Machtkampf in der PP-CSD. Der Wirtschaftsflügel hatte seine spätestens 1982 gewonnene unangefochtene Machtstellung bereits seit den Wahlniederlagen 1984 und 1985 verloren. Jedoch gelang es auch dem linken Parteiflügel unter Sozialminister [[Umberto Salas]] nicht, die Macht in der Partei zu übernehmen. Beide entgegengesetzten Strömungen blockierten sich in der Opposition. Im Jahr 1987 wurde Moya schließlich als Parteichef abgelöst, nachdem die Kritik an seiner Führung nochmals gewachsen war. Zum Nachfolger wurde mit [[Santiago Montoya]] ein Kompromisskandidat gewählt, dessen vorrangige Aufgabe es sein sollte, zusammen mit dem neuen Generalsekretär [[Alberto Forlán]] die zerstrittenen Flügel wieder einander anzunähern. Besonders die nachhaltige Schwächung des Wirtschaftsflügels wurde als längerfristiges Problem angesehen, da die Differenzen zwischen den beiden Koalitionspartnern auf diesem Feld eine potenzielle Möglichkeit für die Opposition bot, sich hier zu profilieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: [[Ariel De la Roya]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1970: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1982: [[Santo De la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* Seit 2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekretäre des Exekutivausschusses ===&lt;br /&gt;
* 1952-1958: [[Ánibal Demartín]]&lt;br /&gt;
* 1958-1960: [[Martín Nêu Regríguez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1964-1969: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Oscar Garrizo]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Santiago Lamenta]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Rodrigo Costa]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Alberto Forlán]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 1990-1993: [[Santiago Ollér]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: [[Carles de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Oscar Toledo Meçares]]&lt;br /&gt;
* 2008-2010: [[Névito Ramos Iliega]] und (stellvertretend) [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
* Seit 2010: [[Daniel Montxerent]] und [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CSD-Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1960: [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1965: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1965-1967: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1967-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Santo de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Romano Éstevez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* Seit 2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Partido Popular - Convergência Social Democrática</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.230.95: /* Rückkehr in die Regierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Popular - Convergência Social Democrática''' (kurz '''PP-CSD''', deutsch ''Volkspartei - Sozialdemokratische Konvergenz''), oft nur als '''Partido Popular''' bezeichnet, ist eine konservativ-christdemokratische Partei in [[Sagradien]] und die größte Mitte-Rechts-Partei des Landes. Derzeit stellt sie mit Parteichef [[Miguel Ánibal Luisanto]] und seinem Vorgänger [[Roberto Vidéas Braga]] den Ministerpräsidenten und den Staatspräsidenten des Landes. Bekannte Parteivorsitzende der Vergangenheit waren [[Paulo Luciaro]], [[Santo Moya]] oder [[Josep Otero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PP-CSD wurde 1952 unter dem Namen '''Convergência Social Democrática''' gegründet und ging aus der christdemokratischen [[Partido de Cientro Cristiano|Christlichen Zentrumspartei]] (PCC) und dem von ihr dominierten Wahlbündnis ''Convergência'' hervor, das anlässlich der [[Senatswahlen 1949]] und der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1952]] gebildet worden war. Nach einer Fusion mit der liberalen [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL) im Jahr 1965 nahm sie ihren heutigen Namen an. In der Öffentlichkeit wird sie aber meist kurz als ''Volkspartei'' bezeichnet und tritt meist auch nur unter diesem Namen (jedoch mit dem Kürzel PP-CSD) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PP-CSD vesteht sich heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Trotz ihres Namens hat sie jedoch keine klassisch sozialdemokratischen Wurzeln und vertritt auch keine sozialdemokratische Politik. Das Begriffspaar ''Social Democrática'' ist stattdessen als Bekenntnis zum Sozialstaat und zur demokratischen Grundordnung zu verstehen. Die PP-CSD ist Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerliche Parteien nach dem Zweiten Weltkrieg === &lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des autoritär-faschistischen [[Álamo-Regimes]] und dem Ende des von der katholisch-klerikalen [[Comunión Nacional]] beherrschten Ständestaats bildeten sich in Sagradien mehrere Parteien, die sich als bürgerliche Sammlungsbewegungen verstanden. Aus Reihen katholischer Widerstandskämpfer, früherer Aktivisten der christdemokratischen [[Partido Democrático Popular]] (PDP) und in Opposition zum Álamo-Regime stehender Menschen wurde im Januar 1944 unter der Führung von [[Ariel de la Roya]] und [[Paulo Luciaro]] die [[Partido de Cientro Cristiano]] (PCC) gegründet, die sich als christdemokratische Partei verstand und vornehmlich Katholiken ansprach, sich aber klar zur parlamentarischen Demokratie bekannte und die Ständestaatskonzepte der &amp;quot;alten&amp;quot; katholischen Rechten ablehnte. Daneben gründeten sich mehrere konservative und liberale bürgerliche Parteien, welche die Zugehörigkeit zu einer sich als christlich verstehenden Konfessionspartei ablehnten und sich in die Tradition der bürgerlich-liberalen nicht-konfessionellen Parteien der Zweiten Republik stellten. Zahlreiche dieser Parteien sammelten sich 1944/45 unter der Führung von [[Daniel La Ponte]] im [[Movimiento Popular Democrático]], das zunächst als Wahlbündnis und später als Partei organisiert war. Schließlich versuchte die katholisch-konservative [[Unión Nacional Popular]] (UNP) an die Tradition der [[Volksunion]] der Zweiten Republik anzuknüpften und die früheren Anhänger des Regimes mit der neuen Demokratie zu versöhnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung]], bei der die Christdemokraten stärkste Kraft im bürgerlichen Lager geworden waren, übernahmen diese bald die Führung in der jungen Republik, bildeten mit [[PCS|Kommunisten]], [[PS|Sozialisten]] und [[Partido Radical|Radikaldemokraten]] die so genannte [[Demokratische Koalition]] und gehörten allen Regierungen der Vierziger Jahre an. Vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs und nach dem Bruch zuerst mit den Kommunisten und dann auch mit den Sozialisten bemühte sich die PCC unter Paulo Luciaro seit 1948 intensiver, neben den Liberalkonservativen des MPD auch die bis dahin am rechten Rand isolierte UNP einzubinden. Im Gegenzug verließen zahlreiche sozialistisch eingestellte linke Christdemokraten die Partei und die Anhänger der Marktwirtschaft setzten sich in der PCC durch. Im Januar 1949 bildete Paulo Luciaro schließlich die so genannte [[Regierung der Nationalen Konvergenz]] als reines Mitte-Rechts-Kabinett, dem erstmals auch Vertreter der durch Spaltungen und Wahlniederlagen gebeutelten UNP angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlbündnis Convergência Social i Democrática und Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Vor den [[Senatswahlen 1949]] verständigten sich PCC, MPD und UNP darauf, in zahlreichen Wahlkreisen jeweils Kandidaten einer der Parteien zu unterstützen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand schließlich vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1952]] das Wahlbündnis Convergência Social i Democrática. Für die Christdemokraten stellte es den Versuch dar, erstmals auch im Lager der nicht-konfessionellen Wähler zu punkten und den Traum einer großen bürgerlichen Sammlungsbewegung zu verwirklichen. Während die Christdemokraten das Wahlbündnis deutlich dominierten und mit Paulo Luciaro den Spitzenkandidaten stellten, war es vor allem für die UNP, aber auch für das zunehmend Zerfallserscheinungen ausgesetzte MPD ein letzter Versuch, sich als parlamentarische Kraft mit eigenem Einfluss zu behaupten und gleichzeitig ein Abwehrbündnis gegen die in der Volksfront zusammengeschlossenen Kräfte der sozialistisch-kommunistischen Linken zu bilden. Neben PCC, MPD und UNP wurde das Bündnis auch von der agrarisch-konservativen [[Federación Nacional Campesana]] unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste der Convergência erhielt bei den Kammerwahlen 36,1 Prozent der Stimmen und wurde mit deutlichem Abstand größte Kraft im Parlament. Gemäß der Wahlvereinbarungen bildeten die Parteien eine gemeinsame Fraktion und traten in ein neues anti-kommunistisches und pro-westliches Kabinett unter Paulo Luciaro ein, das sich neben den Parteien der Konvergenz in der so genannten [[Zentrumskoalition]] auch auf die [[PSD|Sozialdemokraten]] [[Santo de la Ilpa]]s sowie mehrere liberale Parteien stützte. Trotz der Erfolge des Bündnisses führte die enge Anlehnung der Mitgliedsparteien an die Linie des Christdemokraten Paulo Luciaro zu einer Beschleunigung der Zerfallserscheinungen von MPD und UNP, aus denen sich bald wieder liberale und nationalistische Parteien lösten, die den Kurs Luciaros ablehnten. Um einen völligen Zerfall des Bündnisses zu verhindern, strebte Luciaro seit 1951 offen die Überführung der Convergência in eine politische Partei an. Nachdem die [[Senatswahlen 1952]], bei der es auch zu einzlenen Kampfkandidaturen innerhalb des CSD gekommen war, gezeigt hatten, dass die Bewerber der kleineren Parteien des Bündnisses deutlich schlechtere Wahlchancen hatten, als die christdemokratischen Kandidaten, beschlossen die Delegierten auf dem Kongress der Convergência 1952 in [[Malesc]] im November 1952 unter großer Fürsprache von Luciaro und PCC-Ikone De la Roya, aber auch auf Empfehlung von MPD-Parteichef [[Oscar Manuel Corrado]] und UNP-Chef [[Fernando Nergüín]] hin die Gründung des CSD als politische Partei. Erster Parteipräsident wurde Ariel De la Roya, der zudem zum Kandidaten des CSD für die [[Präsidentschaftswahlen 1954]] nominiert wurde. Die eigentliche Macht lag in der Hand des Exekutivausschusses, an dessen Spitze der Präsident des Exekutivausschusses stand (Presidente de la Junta Executiva). Die Tatsache, dass dieses Amt mit [[Ánibal Demartín]] ein enger Vertrauter Luciaros ausfüllte, zeigt die Machtstellung an, die Luciaro von Beginn an in der neuen Partei zukam. Daneben waren die Stellvertretenden Parteichefs in wichtigen Positionen. Da aber weder Oscar Corrado, noch Fernando Nergüín nach 1952 im Kabinett vertreten waren, fehlte ihnen der Zugang zum eigentlichen Machtzentrum, das sich innerhalb der Ministerriege der CSD unter Führung Luciaros konstituierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die CSD unter der Führung Paulo Luciaros ===&lt;br /&gt;
Paulo Luciaro prägte wie kein anderer das Profil der Partei in den Fünfziger Jahren. Als erfolgreicher Wahlkämpfer und mit der Rolle des Ministerpräsidenten ausgestattet, trat Luciaro von Beginn an als Chef der Partei auf, ehe er 1954 auch offiziell das Amt des Parteivorsitzenden übernahm. Die Convergência wurde so zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. Da sich weder die eigentlichen Führungspersönlichkeiten, noch das neue Parteiprogramm wesentlich von der der [[PCC]] unterschieden und die neue Partei vor allem auf die gut ausgebauten Organisationsstrukturen der Christdemokratischen Vorgängerpartei zurückgriff, statt völlig neue aufzubauen, kann die CSD in gewissem Sinn als Fortsetzung der Christlichen Zentrumspartei verstanden werden, die jedoch zunehmend auch säkulare Kreise erreichte, auf diese Weise ein Stück weit aus dem katholischen Milieu ausbrach und zur modernen Catch-All-Party wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die CSD der Anfangsjahre setzte in Tradition zur PCC auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Zudem vertrat Luciaro ein stark europafreundliches Profil, für das auch PSD-Außenminister [[Santo De la Ilpa]] sowie innerhalb der CSD Kabinettschef [[Roberto Helguerra]] standen. Prägende Wirtschaftspolitiker der CSD waren neben Corrado v.a. dessen Nachfolger als Finanzminister, [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das erste Grundsatzprogramm der CSD aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die CSD 42 Prozent der Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie die nächstgrößere Partei (PCS mit 16,9 Prozent) auf sich vereinen konnte. Nachdem Luciaro 1950 die Bildung einer Zentrumskoalition mit den Sozialdemokraten de la Ilpas durchgesetzt hatte, kam es nach der Entmachtung de la Ilpas in seiner Partei und dem Austritt der PSD aus der Koalition im Jahr 1955 zur Bildung einer neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition ===&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit im Álamo-Regime und seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale, einst UP-Mitglied und Beamter im Kirchenministerium der CN-Diktatur, war erst 1949 als Verwaltungsbeamter in die PCC eingetreten und konnte diesen rasch als Karrieresprungbrett nutzen. 1949 wurde er Staatssekretär, 1950 Minister für Inneres und 1954 erstmals Abgeordneter sowie Finanzminister. Innerhalb des PCC hatte er bereits zum rechten konservativen Flügel gehört. Favale besaß große Sympathien in der Parlamentsfraktion der CSD und schaffte es darüber hinaus 1958, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1960 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Das Exekutivkomitee unter Führung von Nêu Regríguez legte sich schließlich auf Favale als Nachfolger fest, der sowohl Luciaros Wunschkandidaten Sánchez als auch Fraktionschef [[Martín Ánibal Costa]] hinter sich lassen konnte. Die Koalition mit der UDS wurde fortgesetzt, auch wenn das Klima zwischen dem konservativen und bisweilen autoritär auftretenden Favale und den zunehmend selbstbewussten Liberalen gespannt war. Favale aber schaffte es in der Folge nicht, die Parteiführung zu übernehmen. Nach dem Wechsel Nêu Regríguez’ ins Kabinett wurde mit [[Carles Toquero]] ein Anhänger Costas an die Spitze des Exekutivkomitees gewählt, [[Daniel Marella]], der nationale Geschäftsführer der Partei, galt als Anhänger von Sánchez und neuer Fraktionschef wurde mit Ex-Außenminister [[Carles María Ortega]] ein relativer Newcomer, der keine Bindungen zu Favale aufwies. Schließlich folgte Luciaro als Parteivorsitzender der CSD 1961 nicht Favale, sondern [[Ortega]] nach, der wegen seiner parteipolitischen Unerfahrenheit eher als schwacher Vorsitzender eingeschätzt wurde. Es wurde allgemein erwartet, dass das Machtzentrum auch weiterhin im Kabinett liegen sollte, jedoch zeigte sich Ortega als Fraktions- und Parteichef in einer günstigen Lage, die er auszunutzen verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die CSD, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, dem die Basis in der Partei fehlte und der vor allem von den potenziellen Koalitionspartnern abgelehnt wurde und erfolgreichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung sowohl mit Sozialisten als auch mit Radikaldemokraten - eine der Parteien wurde für ein Bündnis gebraucht - im Wege zu stehen schien. In einem oft als Putsch gegen Favale bezeichneten Zug verbündeten sich Parteichef Ortega und Ánibal Costa und drängten Favale auf einen Verzicht auf die Regierungsführung. Stattdessen nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der CSD-Führung zu ihrem Bruch bei. Während Costa nach wie vor ein Parteiamt fehlte und Parteichef Ortega dem Kabinett fern blieb, fungierte Favale als Finanzminister, befand sich in Dauer-Streit mit dem sozialistischen Wirtschaftsminister [[Ricardo Moreno]] und wartete auf seine Chance, die Macht in Partei und Regierung zurückzuerobern. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der CSD ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die CSD mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 30 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die CSD einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Seither nannte sich das CSD „Volkspartei“ und benutzte das Kürzel PP-CSD. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PP-CSD eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PP-CSD klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PP-CSD und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der CSD und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 33 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PP-CSD damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger ===&lt;br /&gt;
Neuer Parteivorsitzender der PP-CSD wurde noch im Spätherbst 1970 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]], der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Im Gegensatz zu dem bisweilen europaskeptischen Favale stand Ellévez für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PP-CSD zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Santo de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Bauminister [[Santo Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst hilflos und artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PP-CSD gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PP-CSD unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semess klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Santo de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag nach den Wahlen 1974 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur Santo de la Nadas gegen Márcio Ellévez Perón. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef, ehe er wenig später auch den Vorsitzend der CSD-Kammergruppe übernahm und sich deutlich als neuen Parteichef darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Koalition durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren der Fraktionsvize [[Santo Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semesker Regionalverband anführte. Zudem kam nach seinem Ausscheiden als Nationalbankpräsident 1977 [[Alfonso García Guivares]] dazu, der in der Partei als Aushängeschild einer rechten Wirtschaftspolitik galt und im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] überraschend als Schattenminister für Wirtschaft und Finanzen auftrat. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung ===&lt;br /&gt;
Aus den Neuwahlen im Jahr 1979, nach dem absehbaren Bruch der ASUL/UDS-Koalition notwendig geworden, ging die PP-CSD mit Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister und Nationalbankchef Alfonso García Guivares als Wirtschaftsexperte als Sieger hervor und Nada drängte auf die schnelle Bildung einer Großen Koalition, da die favorisierte CSD/UDS-Koalition keine Mehrheit vorzuzeigen hatte und die Gefahr einer neuerlichen sozialistischen Zusammenarbeit mit den Kommunisten drohte. Die Verhandlungen endeten für die Volkspartei schließlich erfolgreich und ermöglichten ihr nach neun Jahren in der Opposition wieder die Rückkehr in nationale Regierungsverantwortung. Santo De la Nada wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Wirtschafts- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während die Sozialisten das Finanz- und das Sozialressort übernahmen. Santo Moya wurde neuer Chef der Parlamentsfraktion und damit zusammen mit seinem sozialistischen Counterpart [[Stefano Nacoma]] einer der organisatorischen Schlüsselspieler der Koalition. Die Große Koalition sollte v.a. die Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit treffen, die Finanzen konsolidieren und den zunehmenden Terror bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern wirkten sich aber auch zunehmend negativ auf die innerparteiliche Stellung De la Nadas aus, der immer mehr unter Druck geriet, zumal Moya bald die Fraktion unter Kontrolle hatte und weitgehende Forderungen stellen konnte. Nach der Wahl Alfonso Guivares’ zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1982 erbte Santo Moya seinen Posten im Wirtschaftsministerium und gelangte damit auf eine neue Schlüsselposition. Er trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch der Haushaltsplan für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Nachdem sich die Sozialisten im Juli 1982 entschlossen hatten, gegen die Haushaltsvorlage der Regierung zu stimmen und es daraufhin zur Demission der ASUL-Minister kam, übernahm Moya zudem das Finanzministerium und war der neue starke Mann im Kabinett. De la Nada, entschlossen, die ASUL zu einem Misstrauensvotum gegen ihn zu zwingen und diese so als Schuldige darzustellen, ließ es zum Äußersten kommen. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Kommunisten und Sozialisten gegen das [[Kabinett De la Nada II|Rumpfkabinett De la Nada]] löste Präsident Guivares die Abgeordnetenkammer auf und setzte vorgezogene Neuwahlen zum frühest-möglichen Termin an. Moya reagierte blitzschnell und nutzte seine Kontakte in der Fraktion, um sich selbst als Spitzenkandidat ins Gespräch zu bringen, woraufhin Nada kapitulierte und seinerseits auf eine Kandidatur verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Santo Emilio Moya als Spitzenkandidat siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982| vorgezogenen Neuwahlen]] deutlich gegen die Linke und erreichten fast 40 Prozent der Stimmen. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte damit die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete die 12-jährige Regierungsbeteiligung der Sozialisten. Moya wurde zum neuen Ministerpräsidenten ernannt und wenig später auch zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit begann die Ära der neokonservativen bzw. neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Sagradien für über ein Jahrzehnt dominieren sollte. Zudem wurde der dem linken Parteiflügel angehörige Generalsekretär [[Umberto Salas]] durch [[Daniel Rodrigo Costa]] abgelöst, der wenig eigene Machtfülle entwickelte und vor allem dem Parteichef Moya zuarbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 stürzte die [[Guivares-Affäre]] um Verwicklungen des Staatspräsidenten in Geschäfte des organisierten Verbrechens das Land in die größte politische Krise der Nachkriegszeit. Auch aktive Politiker aus der zweiten Reihe der PP-CSD wurden in Verbindung mit dem so genannten „Guivares-Kartell“ gebracht und die Partei durchlebte eine der größten Krisen ihres Parteibestehens. Der Präsident musste seinen Rücktritt erklären. Bei den Wahlen zu seiner Nachfolge verzichtete die PP-CSD erstmals auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützte den UDS-Kandidaten [[Carles Domínguez]]. Die Wahl konnte allerdings der Sozialist Felipe López für sich entscheiden, während der rechtsradikale Kandidat [[Paulo Alfonso Cavallo]] vom Fehlen des Volkspartei-Kandidaten und dem Vertrauensverlust in die politische Klasse profitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Moya schaffte es nicht, durch eine schnelle Aufklärung der Guivares-Affäre Ruhe in die politische Landschaft zu bringen. Stattdessen wurde in der Folgezeit große Kritik an Moyas Regierung geübt und die Umfragewerte schnellten in den Keller. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Perín-Tulinesa]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alto Scantia]] und [[Alconía]] CSD-geführte Regierungen ablösen konnte. Die Niederlagen führten zu einer Führungskrise in der Partei und zunehmender Kritik an Parteichef Moya. Nach einer Kabinettsumbildung gehörten Innenminister [[Carles Holiérez]] und Justizminister [[Carles Zapato]] nicht mehr der Regierung an, die wegen ihrer Ermittlungen in der Guivares-Affäre ins Dauerfeuer der Opposition und der Medien geraten waren und zudem beim liberalen Koalitionspartner für Unmut gesorgt hatten. Auch das Krisenmanagement nach dem Tschernobyl-Unglück verlief eher unglücklich. Erst zwei Monate nach dem Reaktorunfall reagierte Moya, indem er ein eigenes Umweltministerium einrichtete. Der Unfall führte zu einem schlagartigen Anstieg der Umfragewerte für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition 1986-1990 ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] endeten schließlich in einer deutlichen Niederlage der liberal-konservativen Regierungskoalition. Die CSD verlor rund 6 Prozentpunkte gegenüber 1982 und kam nur noch auf 34 Prozent der Stimmen, während die Sozialisten unter ihrem eher wirtschaftsfreundlichen Spitzenkandidaten Donado Ricardes knapp 36 Prozent der Stimmen erreichten und wieder stärkste Kraft wurden. Nach schwierigen Verhandlungen entschlossen sich ASUL und UDS zur Neuauflage der rot-blauen Koalition aus dem Jahr 1977, womit die Hoffnungen der PP-CSD auf eine Große Koalition zunichte gemacht wurden. Die Konservativen musste nach sieben Jahren Regierungsführung wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was folgte, war ein erbitterter Machtkampf in der PP-CSD. Der Wirtschaftsflügel hatte seine spätestens 1982 gewonnene unangefochtene Machtstellung bereits seit den Wahlniederlagen 1984 und 1985 verloren. Jedoch gelang es auch dem linken Parteiflügel unter Sozialminister [[Umberto Salas]] nicht, die Macht in der Partei zu übernehmen. Beide entgegengesetzten Strömungen blockierten sich in der Opposition. Im Jahr 1987 wurde Moya schließlich als Parteichef abgelöst, nachdem die Kritik an seiner Führung nochmals gewachsen war. Zum Nachfolger wurde mit [[Santiago Montoya]] ein Kompromisskandidat gewählt, dessen vorrangige Aufgabe es sein sollte, zusammen mit dem neuen Generalsekretär [[Alberto Forlán]] die zerstrittenen Flügel wieder einander anzunähern. Besonders die nachhaltige Schwächung des Wirtschaftsflügels wurde als längerfristiges Problem angesehen, da die Differenzen zwischen den beiden Koalitionspartnern auf diesem Feld eine potenzielle Möglichkeit für die Opposition bot, sich hier zu profilieren.&lt;/div&gt;</summary>
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