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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=7681</id>
		<title>Partido Radical-Democrático</title>
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		<updated>2012-01-13T23:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Erbe in der D/S */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRD bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Neugründing &amp;quot;Die Radikalen&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=7680</id>
		<title>Partido Radical-Democrático</title>
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		<updated>2012-01-13T23:16:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Bündnisstrategie der Achtziger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRD bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Erbe in der D/S ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Partido Radical-Democrático</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=7679"/>
		<updated>2012-01-13T23:14:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRS bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Erbe in der D/S ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=7678</id>
		<title>Partido Radical-Democrático</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=7678"/>
		<updated>2012-01-13T23:13:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]]. Cavals Sozialisten erreichten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRS bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Erbe in der D/S ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Partido Radical-Democrático</title>
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		<updated>2012-01-13T23:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Ursprung und Gründung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar marxistische Tendenzen zeigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]]. Cavals Sozialisten erreichten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRS bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Erbe in der D/S ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Hern%C3%A1n_Ferrero_Per%C3%B3n&amp;diff=7676</id>
		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<updated>2012-01-13T20:14:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Im Europäischen Parlament */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Bildungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Minister (bis 1998) ===&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Vítor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Oppositionspolitiker (1998-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister (2006-2008) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PP-CSD]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PP-CSD fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Europäischen Parlament (seit 2009) ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ([[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]])&lt;br /&gt;
* 1990-1992: Staatssekretär im [[Außenministerium]] ([[Kabinett Otero I]])&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für auswärtige und europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Bildungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Minister (bis 1998) ===&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Vítor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Oppositionspolitiker (1998-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister (2006-2008) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PP-CSD]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PP-CSD fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Europäischen Parlament ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ([[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]])&lt;br /&gt;
* 1990-1992: Staatssekretär im [[Außenministerium]] ([[Kabinett Otero I]])&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für auswärtige und europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Hern%C3%A1n_Ferrero_Per%C3%B3n&amp;diff=7674</id>
		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<updated>2012-01-13T20:12:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Bildungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Vítor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PP-CSD]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PP-CSD fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ([[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]])&lt;br /&gt;
* 1990-1992: Staatssekretär im [[Außenministerium]] ([[Kabinett Otero I]])&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für auswärtige und europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Hern%C3%A1n_Ferrero_Per%C3%B3n&amp;diff=7673</id>
		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<updated>2012-01-13T20:01:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Bildungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Vítor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PP-CSD]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PP-CSD fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bildungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<updated>2012-01-13T19:58:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Karriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Bildungsminister]] im [[Kabinett Otero III]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Vítor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer Bildungsminister vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PP-CSD]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PP-CSD fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bildungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Iacovo Del Pérez</title>
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		<updated>2012-01-13T19:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Mandate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und 1962 bis 1964 sowie erneut 1967 und von 1970 bis 1972 [[Außenminister]] der Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer [[Ministerpräsident]] (bis 1967) nach, ehe er von 1972 bis 1982 zwei Amtsperioden lang als [[Präsident der Republik]] amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarputsch 1938]] blieb Del Pérez zunächst im Land, wurde 1939 aber wegen oppositioneller Aktivitären inhaftiert Im Jahr 1940 gelang ihm die Flucht nach Frankreich, von wo aus er sofort vor den Nazis weiter nach London floh. Nachdem er 1942 inkognito nach Sagradien zurückgekehrt war, schloss sich Del Pérez bald dem sagradischen Widerstand an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De la Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch De la Ilpas mit der Sozialistischen Partei blieb Del Pérez zunächst im PS. Im Januar 1947 wurde er von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen. Nach dem Austritt seiner Partei aus der Regierung wechselte auch Del Pérez – als grundsätzlicher Anhänger des Westkurses De la Ilpas und überzeugter Antikommunist – zu Ilpas [[PSD]] und verblieb in der Regierung, wo er als Kulturminister sein erstes Ministeramt wahrnahm. Seit 1950 stand Del Pérez als Staatssekretär im Außenministerium erneut an der Seite De la Ilpas. 1952 legte er dieses Amt nieder und wurde Bürgermeister von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt, unterstützte er zunehmend die parteiinterne Opposition gegen Parteichef De la Ilpa, die für eine Wiederannäherung an den alten PS und einen Austritt aus der Regierung Luciaro eintrat. Seit 1953 gehörte er neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]” führender Sozialisten, Sozialdemokraten und Linkskatholiken, das eine Wiedervereinigung in einer neuen Linkspartei vorbereitete. Nach Ilpas Bruch mit dem PSD stieg Del Pérez als stellvertretender Parteisekretär in den engeren Parteivorstand auf. In der Folge setzte er sich auch offen für eine Wiedervereinigung mit dem PS ein und gehörte zum Gründungskomitee der entstehenden [[ASUL]]. Nach der Gründung der Sozialistischen Allianzpartei wurde Del Pérez ins Zentralkomitee und ins Politische Büro der neuen Partei gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]] legte Del Pérez seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten blieb Del Pérez zunächst Außenminister. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1965 nahmen Micolinien, Sagradien und [[San Cristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten. Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez-Méndez zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im Frühjahr 1967. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez kam es zu einem Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung, in deren Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PP-CSD]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um den [[Semess|Semesker]] Bürgermeister [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten Stefano Nacoma setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Stattdessen ging Del Pérez als Kandidat um das Präsidentenamt ins Rennen, musste sich bei den [[Präsidentschaftswahlen 1969|Wahlen 1969]] aber dem konservativen Amtsinhaber [[Carles María Ortega]] geschlagen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum San Cristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
Nach der schweren Erkrankung Präsident Ortegas und seinem Tod im Jahr 1972 kandidierte Del Pérez erneut bei den [[Präsidentschaftswahlen 1972|Präsidentschaftswahlen]]. Er konnte sich gegen [[Martín Ánibal Costa]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1977 aber eine sozialistisch-liberale und 1979 schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Er verurteilte die Apartheid in Südafrika, die Militärdiktaturen in Südamerika und die Intervention der UdSSR in Afghanistan. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêcolo Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1982 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1984 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1949: Unterstaatssekretär und Sprecher des [[Ministerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1949: [[Kulturminister]] im [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Außenminister]] im [[Kabinett Costa]] sowie im [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Ministerpräsident|Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)]]&lt;br /&gt;
* 1967: zugleich [[Außenminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1972-1984: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1945-1952: Stadtrat in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1954-1972: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1997: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1955-1957: Vizesekretär des [[Partido Socialista Democrático]] (PSD)&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=7670</id>
		<title>Iacovo Del Pérez</title>
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		<updated>2012-01-13T19:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Öffentliche Ämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und 1962 bis 1964 sowie erneut 1967 und von 1970 bis 1972 [[Außenminister]] der Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer [[Ministerpräsident]] (bis 1967) nach, ehe er von 1972 bis 1982 zwei Amtsperioden lang als [[Präsident der Republik]] amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarputsch 1938]] blieb Del Pérez zunächst im Land, wurde 1939 aber wegen oppositioneller Aktivitären inhaftiert Im Jahr 1940 gelang ihm die Flucht nach Frankreich, von wo aus er sofort vor den Nazis weiter nach London floh. Nachdem er 1942 inkognito nach Sagradien zurückgekehrt war, schloss sich Del Pérez bald dem sagradischen Widerstand an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De la Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch De la Ilpas mit der Sozialistischen Partei blieb Del Pérez zunächst im PS. Im Januar 1947 wurde er von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen. Nach dem Austritt seiner Partei aus der Regierung wechselte auch Del Pérez – als grundsätzlicher Anhänger des Westkurses De la Ilpas und überzeugter Antikommunist – zu Ilpas [[PSD]] und verblieb in der Regierung, wo er als Kulturminister sein erstes Ministeramt wahrnahm. Seit 1950 stand Del Pérez als Staatssekretär im Außenministerium erneut an der Seite De la Ilpas. 1952 legte er dieses Amt nieder und wurde Bürgermeister von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt, unterstützte er zunehmend die parteiinterne Opposition gegen Parteichef De la Ilpa, die für eine Wiederannäherung an den alten PS und einen Austritt aus der Regierung Luciaro eintrat. Seit 1953 gehörte er neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]” führender Sozialisten, Sozialdemokraten und Linkskatholiken, das eine Wiedervereinigung in einer neuen Linkspartei vorbereitete. Nach Ilpas Bruch mit dem PSD stieg Del Pérez als stellvertretender Parteisekretär in den engeren Parteivorstand auf. In der Folge setzte er sich auch offen für eine Wiedervereinigung mit dem PS ein und gehörte zum Gründungskomitee der entstehenden [[ASUL]]. Nach der Gründung der Sozialistischen Allianzpartei wurde Del Pérez ins Zentralkomitee und ins Politische Büro der neuen Partei gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]] legte Del Pérez seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten blieb Del Pérez zunächst Außenminister. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1965 nahmen Micolinien, Sagradien und [[San Cristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten. Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez-Méndez zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im Frühjahr 1967. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez kam es zu einem Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung, in deren Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PP-CSD]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um den [[Semess|Semesker]] Bürgermeister [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten Stefano Nacoma setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Stattdessen ging Del Pérez als Kandidat um das Präsidentenamt ins Rennen, musste sich bei den [[Präsidentschaftswahlen 1969|Wahlen 1969]] aber dem konservativen Amtsinhaber [[Carles María Ortega]] geschlagen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum San Cristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
Nach der schweren Erkrankung Präsident Ortegas und seinem Tod im Jahr 1972 kandidierte Del Pérez erneut bei den [[Präsidentschaftswahlen 1972|Präsidentschaftswahlen]]. Er konnte sich gegen [[Martín Ánibal Costa]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1977 aber eine sozialistisch-liberale und 1979 schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Er verurteilte die Apartheid in Südafrika, die Militärdiktaturen in Südamerika und die Intervention der UdSSR in Afghanistan. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêcolo Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1982 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1984 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1949: Unterstaatssekretär und Sprecher des [[Ministerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1949: [[Kulturminister]] im [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Außenminister]] im [[Kabinett Costa]] sowie im [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Ministerpräsident|Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)]]&lt;br /&gt;
* 1967: zugleich [[Außenminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1972-1984: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1945-1960: Stadtrat in Tulis&lt;br /&gt;
* 1954-1972: Abgeordneter&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 1984-1997: Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1955-1957: Vizesekretär des [[Partido Socialista Democrático]] (PSD)&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Carles_Sacc%C3%ADn&amp;diff=7669</id>
		<title>Carles Saccín</title>
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		<updated>2012-01-13T18:46:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Politische Positionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Carles Manuel Saccín Laroux''' (*1927 in [[Tulis]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Medienunternehmer und Inhaber der [[Saccinvest Holding SA]], zu der u.a. der Medienkonzern [[Avante SA]] und der Verlag [[Carles Narbón &amp;amp; C]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge im Zeitungsbereich ===&lt;br /&gt;
Saccín Laroux wurde 1927 in Tulis geboren und wuchs wuchs in der [[Álamo]]-Diktatur auf, die ihn, wie er später sagte, stark prägte. Als Jugendlicher sympathisierte er mit den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], später bezeichnete er sich jedoch als Liberaler und vertrat meist linksliberale Positionen. In den Sechziger Jahren gründete Saccín das [[Jornal de Tùles]], das binnen weniger Jahre zu einer der meistgelesenen Publikationen im Blaumeerraum wurde. Sein Verlag [[Editorial de Tùles SRL]] gewann in den Folgejahren eine Schlüsselposition auf dem lokalen Zeitungsmarkt. 1974 übernahm Saccín zusammen mit einigen befreundeten Gesellschaftern den angeschlagenen Traditionsverlag [[Carles Narbón &amp;amp; C]], der u.a. die Tulineser Regionalzeitung [[La Posta]] herausgab, und verschmolz ihn mit seinem Editorial de Tùles. Mit Anteilen an der aufstebenden überregionalen Zeitung [[La Vôce Pública]] und anderen Zeitungsmedien sowie guten Kontakten zu Ministerpräsident [[Joán Caval]] wurde er zu einem der einflussreichsten Verleger Sagradiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante Media ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes gründete Saccín den Tulineser Regionalsender [[Teletùles]], aus dem später [[Mediasat]] wurde, und die [[Avante Media SA]], die in der Folge zum größten private Senderkette Sagradiens aufsteigen sollte. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen [[Televisión Sagradêsa]] sowie der [[TVS-Medien-Gruppe]], dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner [[EOS Film SRL]] ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccinvest die Mehrheitsanteile an der [[Nueve Televisiones SA]], die 2002 mit Avante zur [[Avante Nueve Media SA]] (seit 2010 wieder [[Avante SA]]) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juvantêsa Sport ===&lt;br /&gt;
Saccín Laroux ist ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des Tulineser Klubs [[Juvantêsa Sport]]. Inmitten einer schweren Krise bei Juvantêsa bewarb sich Saccín im Januar 1984 um die Präsidentschaft des Klubs und versprach, ihn wieder zurück in die nationale und internationale Spitze zu führen und finanziell zu sanieren. Bei der Wahl konnte er sich durchsetzen und leitete danach insgesamt 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins als dessen Präsident. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer [[Ole Erik Simonsen]], [[Carles Notero]], [[Ticiano De la Costa]] und [[Joán Restávio]] zur Mannschaft, unter deren Führung die Juvantêsa insgesamt elf [[Premera Liga|nationale Meisterschaften]], vier [[Copa Sagradia|Pokalsiege]] und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Januar 2005 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Juvantêsa Sport Club gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Positionen ===&lt;br /&gt;
Carles Saccín Laroux bezeichnet sich selbst als ''Liberaler'', Weggefährten nennen ihn einen ''Libertären''. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef [[Joán Caval]], als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992]] eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter [[Julio De la Costa]] aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident Juvantêsa Sport]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Avante_Group&amp;diff=7668</id>
		<title>Avante Group</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Avante_Group&amp;diff=7668"/>
		<updated>2012-01-13T18:43:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Avante''' ist der größte private Medienkonzern [[Sagradien]]s. Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Besitz der [[Saccinvest Holding SA]], zu der u.a. auch der Zeitungsverlag [[Carles Narbón &amp;amp; C]] gehört. Das 1982 von [[Carles Saccín]] gegründete Unternehmen spielte in den Achtziger Jahren eine Schlüsselrolle bei der Etablierung des privaten Fernsehens in Sagradien. Mit neuartigen Formaten schaffte es Avante, seine privaten Sender als progressive Alternative zu den eher konservativen Programmen des öffentlich-rechtlichen Runfunks [[TS]] zu positionieren. Größter Marktkonkurrent Avantes ist die [[TVS-Medien-Gruppe]], die sich im Besitz der [[Aseregui-Gruppe]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante Media SA ===&lt;br /&gt;
Avante Media SA war ein früherer [[Sagradien|sagradischer]] Medienkonzern, der 1982, unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes, von [[Carles Saccín]] gegründet wurde und mit dem Sender [[Teletùles]] ins sagradische Fernsehgeschäft einstieg. Aus Teletules ging 1984 der Sender [[Mediasat]] hervor, der Anfang der Neunziger Jahre der größte sagradische Privatsender war. 1993 folgte der Sendestart des Schwestersenders [[Mediasat 2]]. 1987 startete Avante mit dem Sender [[Tele Digital]] den ersten sagradischen Pay-TV-Sender, der 1995 Konkurrenz vom sagradischen Ableger des französischen [[Canal Plus]] bekam. Nach Schwierigkeiten beim Konkurrenten, übernahm Avante 1998 gemeinsam mit der [[Télecom Sagradia]] die Mehrheitsanteile an Canal+ Sagradia und machte den Sender zum Spartenkanal (unter dem Namen [[Tele Plus]]). Im Jahr 2004 kam es zur Zusammenlegung der beiden Bezahlsender unter der neuen Marke [[Avante Plus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante Nueve Media SA ===&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Saccinvest Holding]] die Mehrheit an der [[Nueve Televisiones SA]] mit den Sendern [[Nueve]] und [[CeSat]] übernommen hatte, fusionierten die beiden Unternehmen Avante und Nueve 2002 zum bis dato größten sagradischen Medienkonzern ''Avante Nueve Media SA'' mit den Sendern [[Nueve]], [[CeSat]], [[Mediasat]], [[Mediasat 2]], [[Noticias Nueve]] und [[avante plus]] (seit 2004). Hinzu kam zudem der Musiksender [[via srm]], seineszeichens TV-Ableger des Radiounternehmens [[SRM]]. Nachdem SRM Jahre lang nicht gesendet hatte, startete Avante im Jahr 2010 eine Neuauflage des Radiosenders als interaktives Internet-Radio unter dem Namen [[srm.nu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante SA ===&lt;br /&gt;
Der Konzern kehrte 2010 zum Namen ''Avante'' zurück und gab sich eine neue Corporate Identity (wobei das Symbol des stilisierten ''A9'' beibehalten wurde) und eine neue Konzernstruktur. Die bisherigen Sendergruppen Nueve (mit den Sendern Nueve, CeSat, via srm und TelePro) und Mediasat (Mediasat, Mediasat 2 und telesport) wurden als Einheiten aufgelöst. Nachdem er Jahre lang als Spartensender mit niedrigen Einschaltquoten existiert hatte, erhielt Mediasat 2 im Frühjahr 2011 einen vollständigen Relaunch und wurde unter dem Namen [[Siête]] neugestartet. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass der Sportsender [[telesport]] verkauft wird. Neuer Eigentümer ist das [[TelePartnerConsortium]], an dem u.a. die [[Alverde Télecom]] beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Avante-Konzern gehören die Fernsehsender: &lt;br /&gt;
* [[Nueve]]&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]]&lt;br /&gt;
* [[Siête]] (bis Frühjahr 2011 ''Mediasat 2'')&lt;br /&gt;
* [[CeSat]]&lt;br /&gt;
* [[via srm]]&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
* [[Avante Plus]]&lt;br /&gt;
* [[TelePro]]&lt;br /&gt;
* andere internationale Beteiligungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem folgende Radiosender:&lt;br /&gt;
* [[N-Joy]]&lt;br /&gt;
* [[srm]], [[srm.nu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Medienkonzern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Unternehmen im Saccín-Konzern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Nina_%C3%81lamo_Gomes&amp;diff=7667</id>
		<title>Nina Álamo Gomes</title>
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		<updated>2012-01-13T13:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nina Álamo Gomes''' (*1963 in [[Lamosa]]/[[Amôria]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Journalistin und Politikerin ([[ASUL]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben und Karriere ===&lt;br /&gt;
1963 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Lamosa]] geboren, studierte Nina Álamo Gomes nach dem Abitur Journalistik und Politikwissenschaften und wurde nach einem Volontariat Mitglied der Redaktion beim politischen Wochenmagazin ''[[l'Era]]''. 1995 wechselte sie aus dem Printjournalismus zum Fernsehen und begann ihre Arbeit als Hauptstadtkorrespontin des Privatsenders [[TV Semesce]]. In dieser Zeit wurde sie von [[ASUL]]-Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] als kommunikatives Talent entdeckt und als Beraterin in dessen Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] eingebunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der Sozialisten wurde Álamo Gomes überraschend zur stellvertretenden Sprecherin der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin ernannt. Sie galt bald als enge Vertraute von Ministerpräsident De la Costa, der 1999 auch die Führung der sozialistischen Partei (ASUL) übernahm. Nach dem Rücktritt des Parteikoordinators [[Joán Sebastian Valler]] im Jahr 2000 nominierte Julio De la Costa seine Mitarbeiterin für die Position als Nationale Koordinatorin der Regierungspartei. In dieser Funktion war Álamo Gomes wesentlich am erfolgreichen Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] beteiligt und galt neben Kabinettsminister [[Pietro Dulce Rodríguez]] als Organisatorin der Kampagne. Álamo und Dulce Rodríguez galten bald als wichtige Unterstützer des politischen Mitte-Links-Kurses De la Costas, der großes Gewicht auf eine postmaterialistische Modernisierung der Partei legte. Unter Álamos Koordination wurde auch das 2003 in [[Duerez]] angenommene neue Parteiprogramm der Sozialisten fertig gestellt, das diesen Kurs im Wesentlich zur offiziellen Parteilinie machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Reihe von Wahlniederlagen, u.a. bei den [[Europawahlen 2004]] und den [[Regionalwahlen 2005]], für die auch die Organisation Álamo Gomes' verantwortlich gemacht wurde, geriet die Parteikoordinatorin parteiintern in die Kritik. De la Costa hielt aber an seiner wichtigsten Mitarbeiterin in der Parteiführung fest. Erst infolge des Rückzugs De la Costas aus der Parteiführung im Herbst 2005, verbunden mit dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], schied auch Álamo Gomes aus der Parteiführung aus. Nachfolgerin unter dem neuen Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] wurde [[Mercé Serrat Cabarell]]. Im Rahmen einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung im Oktober 2005]] wurde Álamo Gomes als Nachfolgerin Dulce Rodríguez' zur [[Präsidentschaftsminister]]in der Regierung ernannt. Aus diesem Amt schied sie infolge der Wahlniederlage der Sozialisten im Herbst 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einfache Abgeordnete der Sozialisten übernahm Álamo Gomes die Funktion einer umweltpolitischen Koordinatorin ihrer Fraktion. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde sie Parlamentarische Sekretärin der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. In der ASUL gilt sie nach wie vor als eine exponierte Vertreterin der Strömung der [[Julistas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] trat Álamo Gomes als Kandidatin der Sozialisten für das Amt der Regierungspräsidentin in der Region [[Amôria]] an, unterlag jedoch dem konservativen Amtsinhaber [[António d'Arrêu]] von der [[Volkspartei]]. Sie amtiert aber weiterhin als Regionalsekretärin der ASUL Amôria (seit 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1998-2000: stellvertretender Sprecherin der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Minister der Präsidentschaft|Präsidentschaftsministerin]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Parteikoordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Parlamentarische Sekretärin der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Regionalsekretärin der [[ASUL]] [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Poltiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Nina_%C3%81lamo_Gomes&amp;diff=7666</id>
		<title>Nina Álamo Gomes</title>
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		<updated>2012-01-13T13:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Parteifunktionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nina Álamo Gomes''' (*1963 in [[Lamosa]]/[[Amôria]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Journalistin und Politikerin ([[ASUL]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Lamosa]] geboren, studierte Nina Álamo Gomes nach dem Abitur Journalistik und Politikwissenschaften und wurde nach einem Volontariat Mitglied der Redaktion beim politischen Wochenmagazin ''[[l'Era]]''. 1995 wechselte sie aus dem Printjournalismus zum Fernsehen und begann ihre Arbeit als Hauptstadtkorrespontin des Privatsenders [[TV Semesce]]. In dieser Zeit wurde sie von [[ASUL]]-Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] als kommunikatives Talent entdeckt und als Beraterin in dessen Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] eingebunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der Sozialisten wurde Álamo Gomes überraschend zur stellvertretenden Sprecherin der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin ernannt. Sie galt bald als enge Vertraute von Ministerpräsident De la Costa, der 1999 auch die Führung der sozialistischen Partei (ASUL) übernahm. Nach dem Rücktritt des Parteikoordinators [[Joán Sebastian Valler]] im Jahr 2000 nominierte Julio De la Costa seine Mitarbeiterin für die Position als Nationale Koordinatorin der Regierungspartei. In dieser Funktion war Álamo Gomes wesentlich am erfolgreichen Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] beteiligt und galt neben Kabinettsminister [[Pietro Dulce Rodríguez]] als Organisatorin der Kampagne. Álamo und Dulce Rodríguez galten bald als wichtige Unterstützer des politischen Mitte-Links-Kurses De la Costas, der großes Gewicht auf eine postmaterialistische Modernisierung der Partei legte. Unter Álamos Koordination wurde auch das 2003 in [[Duerez]] angenommene neue Parteiprogramm der Sozialisten fertig gestellt, das diesen Kurs im Wesentlich zur offiziellen Parteilinie machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Reihe von Wahlniederlagen, u.a. bei den [[Europawahlen 2004]] und den [[Regionalwahlen 2005]], für die auch die Organisation Álamo Gomes' verantwortlich gemacht wurde, geriet die Parteikoordinatorin parteiintern in die Kritik. De la Costa hielt aber an seiner wichtigsten Mitarbeiterin in der Parteiführung fest. Erst infolge des Rückzugs De la Costas aus der Parteiführung im Herbst 2005, verbunden mit dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], schied auch Álamo Gomes aus der Parteiführung aus. Nachfolgerin unter dem neuen Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] wurde [[Mercé Serrat Cabarell]]. Im Rahmen einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung im Oktober 2005]] wurde Álamo Gomes als Nachfolgerin Dulce Rodríguez' zur [[Präsidentschaftsminister]]in der Regierung ernannt. Aus diesem Amt schied sie infolge der Wahlniederlage der Sozialisten im Herbst 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einfache Abgeordnete der Sozialisten übernahm Álamo Gomes die Funktion einer umweltpolitischen Koordinatorin ihrer Fraktion. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde sie Parlamentarische Sekretärin der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. In der ASUL gilt sie nach wie vor als eine exponierte Vertreterin der Strömung der [[Julistas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] trat Álamo Gomes als Kandidatin der Sozialisten für das Amt der Regierungspräsidentin in der Region [[Amôria]] an, unterlag jedoch dem konservativen Amtsinhaber [[António d'Arrêu]] von der [[Volkspartei]]. Sie amtiert aber weiterhin als Regionalsekretärin der ASUL Amôria (seit 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1998-2000: stellvertretender Sprecherin der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Minister der Präsidentschaft|Präsidentschaftsministerin]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Parteikoordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Parlamentarische Sekretärin der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Regionalsekretärin der [[ASUL]] [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Poltiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Parteifunktionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nina Álamo Gomes''' (*1963 in [[Lamosa]]/[[Amôria]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Journalistin und Politikerin ([[ASUL]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Lamosa]] geboren, studierte Nina Álamo Gomes nach dem Abitur Journalistik und Politikwissenschaften und wurde nach einem Volontariat Mitglied der Redaktion beim politischen Wochenmagazin ''[[l'Era]]''. 1995 wechselte sie aus dem Printjournalismus zum Fernsehen und begann ihre Arbeit als Hauptstadtkorrespontin des Privatsenders [[TV Semesce]]. In dieser Zeit wurde sie von [[ASUL]]-Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] als kommunikatives Talent entdeckt und als Beraterin in dessen Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] eingebunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der Sozialisten wurde Álamo Gomes überraschend zur stellvertretenden Sprecherin der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin ernannt. Sie galt bald als enge Vertraute von Ministerpräsident De la Costa, der 1999 auch die Führung der sozialistischen Partei (ASUL) übernahm. Nach dem Rücktritt des Parteikoordinators [[Joán Sebastian Valler]] im Jahr 2000 nominierte Julio De la Costa seine Mitarbeiterin für die Position als Nationale Koordinatorin der Regierungspartei. In dieser Funktion war Álamo Gomes wesentlich am erfolgreichen Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] beteiligt und galt neben Kabinettsminister [[Pietro Dulce Rodríguez]] als Organisatorin der Kampagne. Álamo und Dulce Rodríguez galten bald als wichtige Unterstützer des politischen Mitte-Links-Kurses De la Costas, der großes Gewicht auf eine postmaterialistische Modernisierung der Partei legte. Unter Álamos Koordination wurde auch das 2003 in [[Duerez]] angenommene neue Parteiprogramm der Sozialisten fertig gestellt, das diesen Kurs im Wesentlich zur offiziellen Parteilinie machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Reihe von Wahlniederlagen, u.a. bei den [[Europawahlen 2004]] und den [[Regionalwahlen 2005]], für die auch die Organisation Álamo Gomes' verantwortlich gemacht wurde, geriet die Parteikoordinatorin parteiintern in die Kritik. De la Costa hielt aber an seiner wichtigsten Mitarbeiterin in der Parteiführung fest. Erst infolge des Rückzugs De la Costas aus der Parteiführung im Herbst 2005, verbunden mit dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], schied auch Álamo Gomes aus der Parteiführung aus. Nachfolgerin unter dem neuen Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] wurde [[Mercé Serrat Cabarell]]. Im Rahmen einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung im Oktober 2005]] wurde Álamo Gomes als Nachfolgerin Dulce Rodríguez' zur [[Präsidentschaftsminister]]in der Regierung ernannt. Aus diesem Amt schied sie infolge der Wahlniederlage der Sozialisten im Herbst 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einfache Abgeordnete der Sozialisten übernahm Álamo Gomes die Funktion einer umweltpolitischen Koordinatorin ihrer Fraktion. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde sie Parlamentarische Sekretärin der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. In der ASUL gilt sie nach wie vor als eine exponierte Vertreterin der Strömung der [[Julistas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] trat Álamo Gomes als Kandidatin der Sozialisten für das Amt der Regierungspräsidentin in der Region [[Amôria]] an, unterlag jedoch dem konservativen Amtsinhaber [[António d'Arrêu]] von der [[Volkspartei]]. Sie amtiert aber weiterhin als Regionalsekretärin der ASUL Amôria (seit 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1998-2000: stellvertretender Sprecherin der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Minister der Präsidentschaft|Präsidentschaftsministerin]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Parteikoordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Parlamentssekretärin der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Regionalsekretärin der [[ASUL]] [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Poltiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<title>Nina Álamo Gomes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Mandate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nina Álamo Gomes''' (*1963 in [[Lamosa]]/[[Amôria]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Journalistin und Politikerin ([[ASUL]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Lamosa]] geboren, studierte Nina Álamo Gomes nach dem Abitur Journalistik und Politikwissenschaften und wurde nach einem Volontariat Mitglied der Redaktion beim politischen Wochenmagazin ''[[l'Era]]''. 1995 wechselte sie aus dem Printjournalismus zum Fernsehen und begann ihre Arbeit als Hauptstadtkorrespontin des Privatsenders [[TV Semesce]]. In dieser Zeit wurde sie von [[ASUL]]-Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] als kommunikatives Talent entdeckt und als Beraterin in dessen Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] eingebunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der Sozialisten wurde Álamo Gomes überraschend zur stellvertretenden Sprecherin der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin ernannt. Sie galt bald als enge Vertraute von Ministerpräsident De la Costa, der 1999 auch die Führung der sozialistischen Partei (ASUL) übernahm. Nach dem Rücktritt des Parteikoordinators [[Joán Sebastian Valler]] im Jahr 2000 nominierte Julio De la Costa seine Mitarbeiterin für die Position als Nationale Koordinatorin der Regierungspartei. In dieser Funktion war Álamo Gomes wesentlich am erfolgreichen Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] beteiligt und galt neben Kabinettsminister [[Pietro Dulce Rodríguez]] als Organisatorin der Kampagne. Álamo und Dulce Rodríguez galten bald als wichtige Unterstützer des politischen Mitte-Links-Kurses De la Costas, der großes Gewicht auf eine postmaterialistische Modernisierung der Partei legte. Unter Álamos Koordination wurde auch das 2003 in [[Duerez]] angenommene neue Parteiprogramm der Sozialisten fertig gestellt, das diesen Kurs im Wesentlich zur offiziellen Parteilinie machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Reihe von Wahlniederlagen, u.a. bei den [[Europawahlen 2004]] und den [[Regionalwahlen 2005]], für die auch die Organisation Álamo Gomes' verantwortlich gemacht wurde, geriet die Parteikoordinatorin parteiintern in die Kritik. De la Costa hielt aber an seiner wichtigsten Mitarbeiterin in der Parteiführung fest. Erst infolge des Rückzugs De la Costas aus der Parteiführung im Herbst 2005, verbunden mit dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl 2006]], schied auch Álamo Gomes aus der Parteiführung aus. Nachfolgerin unter dem neuen Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] wurde [[Mercé Serrat Cabarell]]. Im Rahmen einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung im Oktober 2005]] wurde Álamo Gomes als Nachfolgerin Dulce Rodríguez' zur [[Präsidentschaftsminister]]in der Regierung ernannt. Aus diesem Amt schied sie infolge der Wahlniederlage der Sozialisten im Herbst 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einfache Abgeordnete der Sozialisten übernahm Álamo Gomes die Funktion einer umweltpolitischen Koordinatorin ihrer Fraktion. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde sie Parlamentarische Sekretärin der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. In der ASUL gilt sie nach wie vor als eine exponierte Vertreterin der Strömung der [[Julistas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] trat Álamo Gomes als Kandidatin der Sozialisten für das Amt der Regierungspräsidentin in der Region [[Amôria]] an, unterlag jedoch dem konservativen Amtsinhaber [[António d'Arrêu]] von der [[Volkspartei]]. Sie amtiert aber weiterhin als Regionalsekretärin der ASUL Amôria (seit 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1998-2000: stellvertretender Sprecherin der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] im Rang einer Unterstaatssekretärin&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Minister der Präsidentschaft|Präsidentschaftsministerin]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* seit 2002: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Amôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Parteikoordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Parlamentssekretärin der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Poltiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_Chabrol&amp;diff=7663</id>
		<title>David Chabrol</title>
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		<updated>2012-01-13T13:01:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David Joaquín Ernesto Chabrol''' (*1977 in [[Guillard]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen Partei [[ASUL]].  Von 2004 bis 2007 amtierter er als Nationaler Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] (JuSo). Seit 2008 ist er Parteisprecher der ASUL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im [[Escada|eskadischen]] [[Guillard]] geborene Chabrol begann seine politische Karriere während seines Studiums der Sozial- und Politikwissenschaften beim sozialistischen Jugendverband [[Juventú Socialista]]. 2001 zum Vizesekretär des nationalen Verbands  gewählt, setzte er sich drei Jahre später bei der Wahl des neuen Nationalen Sekretärs durch und rückte an die Spitze der sozialistischen Nachwuchsorganisation. Als deren Sekretär machte er sich als energischer Vertreter eines radikalen antikapitalistischen Linkskurses und als scharfer Kritiker des ASUL-Generalsekretärs [[Santiago Diaz de Velozo]] (2005-2008) einen Namen. Dieser verhinderte schließlich auch eine Kandidatur Chabrols für die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Semesker Kommunalwahlen 2007 kandidierte Chabrol für die Sozialisten im [[Semess|Semesker]] Stadtteil Leclós, einem alternativen Studentenviertel und wurde in die Versammlung des Stadtteils gewählt. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Juso-Sekretär arbeitete Chabrol mehrere Monate lang als Praktikant in der Stadtverwaltung von [[Semess]] unter dem neuen Bürgermeister [[Pietro Dulce Rodríguez]], für den er auch Reden schrieb. Ende 2007 wurde Chabrol Mitarbeiter im Presseamt der Stadtverwaltung. Ebenfalls im Jahr 2007 gehörte Chabrol mit mehreren Politikern der Linksparteien [[ASUL]], [[Verdes]], [[PCS]] und [[DSS]] zu den Gründern des parteiübergreifenden Mitte-Links-Thinktanks [[Istituto Progreso Solidário]] (IPS). Außerdem schrieb er regelmäßig Artikel für die linkssozialistische Zeitschrift [[DemoS]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] engagierte sich Chabrol bei den parteiinternen Primaries der neuen Parteispitze für die Kandidatin des gemäßigt-linken Flügels [[Mercé Serrat]] und wurde von dieser schließlich in leitender Stellung ins Kampagnenteam berufen. Nach der erfolgreichen Wahl Serrats machte sie den 31-jährigen Chabrol zum neuen Parteisprecher der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Damit gehört Chabrol neben Parteikoordinator [[Joaquín Loubregat]] zu den wichtigsten Vertrauten Serrats im Parteiapparat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 2001-2004: Nationaler Vizesekretär der [[Juventú Socialista]] (JUSO)&lt;br /&gt;
* 2004-2007: Nationaler Sekretär der [[Juventú Socialista]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Parteisprecher der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* seit 2007: Mitglied der Stadtteilversammlung von Semesce-Leclós&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7662</id>
		<title>António Santiago</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7662"/>
		<updated>2012-01-13T10:06:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Parteiämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''José António Santiago''' (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in [[Semess]]) war ein sozialistischer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des [[Partido Socialista]] (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten [[ASUL]]. Von Februar bis Juni 1964 war er [[Ministerpräsident]] [[Sagradien]]s. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Leben und Wirken in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im [[Pescano]], wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die [[Partido Socialista|sagradische Sozialistische Partei]] sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die [[Juventú Socialista|sozialistische Jugendbewegung CSJS]]. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein. Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß in der Folge als politischer Gefangener in Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Erst 1940 wurde er aufgrund seines Gesundheitszustands freigelassen, musste aber die Hauptstadt verlassen. Nachdem er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben hatte entgehen können, ging Santiago 1942 in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen ''Chanal'' und arbeitete eng mit kommunistischen und nicht-sozialistischen Widerstandskämpfern sowie mit dem Sozialisten [[Santo de la Ilpa]] zusammen. Gemeinsam mit [[Santo de la Ilpa]] begründete er den [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) und saß für die Sozialisten seit 1943 im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]]. Stärker als Ilpa hielt Santiago zur Zeit der Reorganisation der sozialistischen Partei auch Kontakt zum Exil-PS unter [[Ricardo Moreno]], den er 1944 zu Vorstandssitzungen des PSLP einlud. In der Folge kam es 1945 zur offiziellen Wiedergründung des PS (zunächst unter dem Namen ''Partido Socialista Unitáriu''). Im neuen Vorstand der Partei bekleidete er den Posten eines Organisationssekretärs. Nachdem er 1945 in die [[Verfassungsgebende Nationalversammlung]] gewählt worden war, gehörte er ab 1946 der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem sich bald in der Partei abzeichnenden Richtungskampf zwischen den ''Frentistas'', die eine Fortführung der Volksfront mit den Kommunisten anstrebten, und den ''Anti-Comunistas'' bezog Santiago lange keine eindeutige Stellung und schlug sich erst spät, kurz vor der Spaltung der Partei im Jahr 1947 auf die Seite Ricardo Morenos und gegen den antikommunistischen Flügel um Ilpa, der daraufhin die Partei verließ und den [[Partido Socialista Democrático]] gründete. Nach der Spaltung stieg Santiago zur unumstrittenen Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Ricardo Moreno auf, zu dem er bald jedoch ein eher gespanntes Verhältnis hatte, da er Moreno vorwarf, sich all zu sehr auf das Bündnis mit den Kommunisten zu stützen und die Unabhängigkeit der Partei zu gefährden. Dennoch unterstützte er Morenos Kurs, kritisierte die Westbindung des Landes, sprach sich für eine atomwaffenfreie Zone in Sagradien ein und kritisierte die westlichen Mächte für ihre kolonialistische und imperalistische Politik. Die auch von Moreno ausgehende Diffamierung der ''Demokratischen Sozialisten'' Ilpas als &amp;quot;Arbeiterverräter&amp;quot; lehnte Santiago jedoch ab, auch wenn er deren Regierungspolitik heftig kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef der Sozialisten ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialistischen Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] ging Santiago zunehmend auf Distanz zur Kommunistischen Partei, die Führungsrolle der UdSSR wollte er nicht anerkennen. An eine rasche Wiederannäherung mit dem PSD, wie von einigen Sozialisten rund um das so genannte [[Mitternachtskartell]] angestrebt, glaubte Santiago zu dieser Zeit aber nicht. Nach der erneuten deutlichen Niederlage der Linksparteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die Sozialisten erstmals hinter die Kommunistische Partei zurückfielen, kam es zu einem Wechsel im Vorsitz der Partei. Generalsekretär [[Ricardo Moreno]] gab sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter António Santiago ab, der die Verbindungen zum PCS in der Folge endgültig kappte und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Ungarn 1956 scharf verurteilte. Außenpolitisch deutete sich bald eine Umorientierung an, in deren Folge die Partei sich zunehmend der pro-westlichen Politik der bürgerlichen Rechten sowie der Sozialdemokraten Ilpas annäherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Santo de la Ilpa]]s kam es auch zu sich intensivierenden Verbindungen zwischen Vertretern der beiden sozialistischen Parteien mit dem Ziel einer baldigen Wiedervereinigung der zunehmend marginalisierten Parteien in einer neuen sozialistischen Mitte-Links-Partei. Nach gemeinsamen Kampagnen bei den [[Kommunalwahlen 1956]] kam es 1957 schließlich in [[Vapaís]] zur Gründung der [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] aus PS, PSD und anderen Mitte-Links-Parteien. Gemeinsam mit PSD-Sekretär [[Márcio Álvarez]] wurde António Santiago zu einem von zwei gleichberechtigten Sekretären der neuen Partei gewählt, die sich vorerst ein nur vorläufiges Wahlprogramm gab. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] trat die ASUL erstmals an und konnte sich gegen die Kommunistische Partei sowie gegen die als Fortsetzung des alten PS gegründete [[Partido Socialista Sagradês]] von [[Luis Bertón]] klar als neue dominante Kraft im linken Spektrum durchsetzen. Auf dem ersten regulären Parteikongress in [[Semess]] 1960, auf dem sich die Partei eine neue Organisationsstruktur gab, wurde Santiago zum alleinigen ''Generalsekretär'' gewählt, Stellvertreter wurde der aus dem PSD stammende [[Iacovo Del Pérez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge unterstützte Santiago die Gruppe der Reformer in der Partei, die wesentlichen Einfluss auf das erste Parteiprogramm von 1962 ([[Manifesto de Lemez]]) erhielt und 1962 für den Eintritt in eine Große Koalition mit der konservativen [[CSD]] unter [[Martín Ánibal Costa]] plädierte. Mit der Verabschiedung des Lemezer Programms und der Bildung einer CSD/ASUL-Regierung wurde die deutliche Oppositionspolitik der Sozialisten gegen die pro-westliche Politik der bürgerlichen Rechten endgültig aufgegeben. Auch die Marktwirtschaft wurde nicht mehr grundsätzlich abgelehnt, stattdessen ihre ''sozialistische Reform'' angestrebt, womit sich die Partei auf einen Dritten Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus begab. In der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] übernahm Santiago kein Amt, stattdessen blieb er als Parteichef außerhalb des Kabinetts und schickte seinen Stellvertreter Del Pérez als Außenminister und Vizepremier in die Regierung. Damit konnte Santiago die Unabhängigkeit der Partei von der ungeliebten Regierungskoalition betonen, was unter anderem dazu beitrug, dass die ASUL nach dem Bruch der Koalition 1963 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordntenkammer 1963]] mit einem Programm des ''Wechsels'' antreten konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidentschaft und Tod ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wahlergebnis von 32,5 Prozent konnte Santiago die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 1963]] zu einem Wahlsieg führen. Um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Konservativen und der Kooperation mit den Kommunisten zu finden, nahm er in der Folge erstmals Gespräche mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]] von [[Carles Méndez]] sowie den linksliberalen [[Partido Radical-Democrático|Radikaldemokraten]] auf. Dabei machte er auch in der Wirtschaftspolitik Zugeständnisse an die Liberalen, die er zuvor gegenüber dem PP-CSD nicht gemacht hatte. Im Februar 1964 wurde Santiago schließlich zum [[Ministerpräsident]]en einer [[Kabinett Santiago|Mitte-Links-Regierung]] aus Sozialisten, Links- und Rechtsliberalen ernannt. Durch Präsident [[Ariel Fernando De la Roya]] wurde Santiago als erster Sozialist seit 1949 zum Regierungschef ernannt. Ziel seiner Regierung war eine ''progressive Reform'' in gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen, ohne jedoch das traditionelle Ziel von Verstaatlichungen der Schlüsselindustrien auf die Agenda zu setzen, welche die Liberalen deutlich ablehnten, die Santiago zuvor aber stets zur Vorbedingung sozialistischer Regierungsbeteiligung gemacht hatte und die auch in der Großen Koalition als Ziele benannt, aber nicht umgesetzt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Politik, die er in seiner ersten Regierungserklärung ankündigte, konnte Santiago kaum mehr etwas umsetzen. Nach nur vier Monaten im Amt verstarb der bereits seit längerer Zeit an Herzproblemen leidende Santiago im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarktes. Sowohl im Parteiamt als auch in der Regierung folgte ihm [[Iacovo Del Pérez]] nach, der die Koalition mit den Liberalen bis zu deren Auseinanderbrechen im Jahr 1967 fortsetzte und 1969 von [[Joán Caval]] als Parteichef abgelöst wurde. António Santiago wurde posthum zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1920-1922: stellvertretender Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend CSJS]]&lt;br /&gt;
* 1930-1935: Organisationssekretär des [[Partido Socialista]] (PS)&lt;br /&gt;
* 1945-1949: Organisationssekretär des [[Partido Socialista|Partido Socialista Unitáriu]] (PSU)&lt;br /&gt;
* 1949-1954: Erster Sekretär (unter dem Generalsekretär) des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1954-1957: Generalsekretär des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1957-1960: Co-Sekretär der [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) zusammen mit [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: alleiniger Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1935-1938: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Mitglied der [[Verfassungsgebende Nationalversammlung|verfassungsgebenden Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1946-1964: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsämter ===&lt;br /&gt;
* 1936-1937: Staatssekretär im [[Erziehungsministerium]] ([[Kabinett Saviola II]])&lt;br /&gt;
* Feb-Jun 1964:  [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Santiago]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7661</id>
		<title>António Santiago</title>
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		<updated>2012-01-13T10:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''José António Santiago''' (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in [[Semess]]) war ein sozialistischer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des [[Partido Socialista]] (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten [[ASUL]]. Von Februar bis Juni 1964 war er [[Ministerpräsident]] [[Sagradien]]s. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Leben und Wirken in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im [[Pescano]], wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die [[Partido Socialista|sagradische Sozialistische Partei]] sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die [[Juventú Socialista|sozialistische Jugendbewegung CSJS]]. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein. Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß in der Folge als politischer Gefangener in Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Erst 1940 wurde er aufgrund seines Gesundheitszustands freigelassen, musste aber die Hauptstadt verlassen. Nachdem er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben hatte entgehen können, ging Santiago 1942 in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen ''Chanal'' und arbeitete eng mit kommunistischen und nicht-sozialistischen Widerstandskämpfern sowie mit dem Sozialisten [[Santo de la Ilpa]] zusammen. Gemeinsam mit [[Santo de la Ilpa]] begründete er den [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) und saß für die Sozialisten seit 1943 im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]]. Stärker als Ilpa hielt Santiago zur Zeit der Reorganisation der sozialistischen Partei auch Kontakt zum Exil-PS unter [[Ricardo Moreno]], den er 1944 zu Vorstandssitzungen des PSLP einlud. In der Folge kam es 1945 zur offiziellen Wiedergründung des PS (zunächst unter dem Namen ''Partido Socialista Unitáriu''). Im neuen Vorstand der Partei bekleidete er den Posten eines Organisationssekretärs. Nachdem er 1945 in die [[Verfassungsgebende Nationalversammlung]] gewählt worden war, gehörte er ab 1946 der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem sich bald in der Partei abzeichnenden Richtungskampf zwischen den ''Frentistas'', die eine Fortführung der Volksfront mit den Kommunisten anstrebten, und den ''Anti-Comunistas'' bezog Santiago lange keine eindeutige Stellung und schlug sich erst spät, kurz vor der Spaltung der Partei im Jahr 1947 auf die Seite Ricardo Morenos und gegen den antikommunistischen Flügel um Ilpa, der daraufhin die Partei verließ und den [[Partido Socialista Democrático]] gründete. Nach der Spaltung stieg Santiago zur unumstrittenen Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Ricardo Moreno auf, zu dem er bald jedoch ein eher gespanntes Verhältnis hatte, da er Moreno vorwarf, sich all zu sehr auf das Bündnis mit den Kommunisten zu stützen und die Unabhängigkeit der Partei zu gefährden. Dennoch unterstützte er Morenos Kurs, kritisierte die Westbindung des Landes, sprach sich für eine atomwaffenfreie Zone in Sagradien ein und kritisierte die westlichen Mächte für ihre kolonialistische und imperalistische Politik. Die auch von Moreno ausgehende Diffamierung der ''Demokratischen Sozialisten'' Ilpas als &amp;quot;Arbeiterverräter&amp;quot; lehnte Santiago jedoch ab, auch wenn er deren Regierungspolitik heftig kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef der Sozialisten ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialistischen Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] ging Santiago zunehmend auf Distanz zur Kommunistischen Partei, die Führungsrolle der UdSSR wollte er nicht anerkennen. An eine rasche Wiederannäherung mit dem PSD, wie von einigen Sozialisten rund um das so genannte [[Mitternachtskartell]] angestrebt, glaubte Santiago zu dieser Zeit aber nicht. Nach der erneuten deutlichen Niederlage der Linksparteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die Sozialisten erstmals hinter die Kommunistische Partei zurückfielen, kam es zu einem Wechsel im Vorsitz der Partei. Generalsekretär [[Ricardo Moreno]] gab sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter António Santiago ab, der die Verbindungen zum PCS in der Folge endgültig kappte und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Ungarn 1956 scharf verurteilte. Außenpolitisch deutete sich bald eine Umorientierung an, in deren Folge die Partei sich zunehmend der pro-westlichen Politik der bürgerlichen Rechten sowie der Sozialdemokraten Ilpas annäherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Santo de la Ilpa]]s kam es auch zu sich intensivierenden Verbindungen zwischen Vertretern der beiden sozialistischen Parteien mit dem Ziel einer baldigen Wiedervereinigung der zunehmend marginalisierten Parteien in einer neuen sozialistischen Mitte-Links-Partei. Nach gemeinsamen Kampagnen bei den [[Kommunalwahlen 1956]] kam es 1957 schließlich in [[Vapaís]] zur Gründung der [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] aus PS, PSD und anderen Mitte-Links-Parteien. Gemeinsam mit PSD-Sekretär [[Márcio Álvarez]] wurde António Santiago zu einem von zwei gleichberechtigten Sekretären der neuen Partei gewählt, die sich vorerst ein nur vorläufiges Wahlprogramm gab. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] trat die ASUL erstmals an und konnte sich gegen die Kommunistische Partei sowie gegen die als Fortsetzung des alten PS gegründete [[Partido Socialista Sagradês]] von [[Luis Bertón]] klar als neue dominante Kraft im linken Spektrum durchsetzen. Auf dem ersten regulären Parteikongress in [[Semess]] 1960, auf dem sich die Partei eine neue Organisationsstruktur gab, wurde Santiago zum alleinigen ''Generalsekretär'' gewählt, Stellvertreter wurde der aus dem PSD stammende [[Iacovo Del Pérez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge unterstützte Santiago die Gruppe der Reformer in der Partei, die wesentlichen Einfluss auf das erste Parteiprogramm von 1962 ([[Manifesto de Lemez]]) erhielt und 1962 für den Eintritt in eine Große Koalition mit der konservativen [[CSD]] unter [[Martín Ánibal Costa]] plädierte. Mit der Verabschiedung des Lemezer Programms und der Bildung einer CSD/ASUL-Regierung wurde die deutliche Oppositionspolitik der Sozialisten gegen die pro-westliche Politik der bürgerlichen Rechten endgültig aufgegeben. Auch die Marktwirtschaft wurde nicht mehr grundsätzlich abgelehnt, stattdessen ihre ''sozialistische Reform'' angestrebt, womit sich die Partei auf einen Dritten Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus begab. In der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] übernahm Santiago kein Amt, stattdessen blieb er als Parteichef außerhalb des Kabinetts und schickte seinen Stellvertreter Del Pérez als Außenminister und Vizepremier in die Regierung. Damit konnte Santiago die Unabhängigkeit der Partei von der ungeliebten Regierungskoalition betonen, was unter anderem dazu beitrug, dass die ASUL nach dem Bruch der Koalition 1963 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordntenkammer 1963]] mit einem Programm des ''Wechsels'' antreten konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidentschaft und Tod ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wahlergebnis von 32,5 Prozent konnte Santiago die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 1963]] zu einem Wahlsieg führen. Um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Konservativen und der Kooperation mit den Kommunisten zu finden, nahm er in der Folge erstmals Gespräche mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]] von [[Carles Méndez]] sowie den linksliberalen [[Partido Radical-Democrático|Radikaldemokraten]] auf. Dabei machte er auch in der Wirtschaftspolitik Zugeständnisse an die Liberalen, die er zuvor gegenüber dem PP-CSD nicht gemacht hatte. Im Februar 1964 wurde Santiago schließlich zum [[Ministerpräsident]]en einer [[Kabinett Santiago|Mitte-Links-Regierung]] aus Sozialisten, Links- und Rechtsliberalen ernannt. Durch Präsident [[Ariel Fernando De la Roya]] wurde Santiago als erster Sozialist seit 1949 zum Regierungschef ernannt. Ziel seiner Regierung war eine ''progressive Reform'' in gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen, ohne jedoch das traditionelle Ziel von Verstaatlichungen der Schlüsselindustrien auf die Agenda zu setzen, welche die Liberalen deutlich ablehnten, die Santiago zuvor aber stets zur Vorbedingung sozialistischer Regierungsbeteiligung gemacht hatte und die auch in der Großen Koalition als Ziele benannt, aber nicht umgesetzt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Politik, die er in seiner ersten Regierungserklärung ankündigte, konnte Santiago kaum mehr etwas umsetzen. Nach nur vier Monaten im Amt verstarb der bereits seit längerer Zeit an Herzproblemen leidende Santiago im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarktes. Sowohl im Parteiamt als auch in der Regierung folgte ihm [[Iacovo Del Pérez]] nach, der die Koalition mit den Liberalen bis zu deren Auseinanderbrechen im Jahr 1967 fortsetzte und 1969 von [[Joán Caval]] als Parteichef abgelöst wurde. António Santiago wurde posthum zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1920-1922: stellvertretender Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend CSJS]]&lt;br /&gt;
* 1925-1929: Büroleiter von [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
* 1930-1935: Organisationssekretär des [[Partido Socialista]] (PS)&lt;br /&gt;
* 1945-1949: Organisationssekretär des [[Partido Socialista|Partido Socialista Unitáriu]] (PSU)&lt;br /&gt;
* 1949-1954: Erster Sekretär (unter dem Generalsekretär) des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1954-1957: Generalsekretär des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1957-1960: Co-Sekretär der [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) zusammen mit [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: alleiniger Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1935-1938: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Mitglied der [[Verfassungsgebende Nationalversammlung|verfassungsgebenden Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1946-1964: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsämter ===&lt;br /&gt;
* 1936-1937: Staatssekretär im [[Erziehungsministerium]] ([[Kabinett Saviola II]])&lt;br /&gt;
* Feb-Jun 1964:  [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Santiago]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7660</id>
		<title>António Santiago</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7660"/>
		<updated>2012-01-13T10:05:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Ministerpräsidentschaft und Tod */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''José António Santiago''' (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in [[Semess]]) war ein sozialistischer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des [[Partido Socialista]] (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten [[ASUL]]. Von Februar bis Juni 1964 war er [[Ministerpräsident]] [[Sagradien]]s. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben und Wirken in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im [[Pescano]], wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die [[Partido Socialista|sagradische Sozialistische Partei]] sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die [[Juventú Socialista|sozialistische Jugendbewegung CSJS]]. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein. Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß in der Folge als politischer Gefangener in Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Erst 1940 wurde er aufgrund seines Gesundheitszustands freigelassen, musste aber die Hauptstadt verlassen. Nachdem er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben hatte entgehen können, ging Santiago 1942 in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen ''Chanal'' und arbeitete eng mit kommunistischen und nicht-sozialistischen Widerstandskämpfern sowie mit dem Sozialisten [[Santo de la Ilpa]] zusammen. Gemeinsam mit [[Santo de la Ilpa]] begründete er den [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) und saß für die Sozialisten seit 1943 im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]]. Stärker als Ilpa hielt Santiago zur Zeit der Reorganisation der sozialistischen Partei auch Kontakt zum Exil-PS unter [[Ricardo Moreno]], den er 1944 zu Vorstandssitzungen des PSLP einlud. In der Folge kam es 1945 zur offiziellen Wiedergründung des PS (zunächst unter dem Namen ''Partido Socialista Unitáriu''). Im neuen Vorstand der Partei bekleidete er den Posten eines Organisationssekretärs. Nachdem er 1945 in die [[Verfassungsgebende Nationalversammlung]] gewählt worden war, gehörte er ab 1946 der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem sich bald in der Partei abzeichnenden Richtungskampf zwischen den ''Frentistas'', die eine Fortführung der Volksfront mit den Kommunisten anstrebten, und den ''Anti-Comunistas'' bezog Santiago lange keine eindeutige Stellung und schlug sich erst spät, kurz vor der Spaltung der Partei im Jahr 1947 auf die Seite Ricardo Morenos und gegen den antikommunistischen Flügel um Ilpa, der daraufhin die Partei verließ und den [[Partido Socialista Democrático]] gründete. Nach der Spaltung stieg Santiago zur unumstrittenen Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Ricardo Moreno auf, zu dem er bald jedoch ein eher gespanntes Verhältnis hatte, da er Moreno vorwarf, sich all zu sehr auf das Bündnis mit den Kommunisten zu stützen und die Unabhängigkeit der Partei zu gefährden. Dennoch unterstützte er Morenos Kurs, kritisierte die Westbindung des Landes, sprach sich für eine atomwaffenfreie Zone in Sagradien ein und kritisierte die westlichen Mächte für ihre kolonialistische und imperalistische Politik. Die auch von Moreno ausgehende Diffamierung der ''Demokratischen Sozialisten'' Ilpas als &amp;quot;Arbeiterverräter&amp;quot; lehnte Santiago jedoch ab, auch wenn er deren Regierungspolitik heftig kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef der Sozialisten ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialistischen Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] ging Santiago zunehmend auf Distanz zur Kommunistischen Partei, die Führungsrolle der UdSSR wollte er nicht anerkennen. An eine rasche Wiederannäherung mit dem PSD, wie von einigen Sozialisten rund um das so genannte [[Mitternachtskartell]] angestrebt, glaubte Santiago zu dieser Zeit aber nicht. Nach der erneuten deutlichen Niederlage der Linksparteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die Sozialisten erstmals hinter die Kommunistische Partei zurückfielen, kam es zu einem Wechsel im Vorsitz der Partei. Generalsekretär [[Ricardo Moreno]] gab sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter António Santiago ab, der die Verbindungen zum PCS in der Folge endgültig kappte und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Ungarn 1956 scharf verurteilte. Außenpolitisch deutete sich bald eine Umorientierung an, in deren Folge die Partei sich zunehmend der pro-westlichen Politik der bürgerlichen Rechten sowie der Sozialdemokraten Ilpas annäherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Santo de la Ilpa]]s kam es auch zu sich intensivierenden Verbindungen zwischen Vertretern der beiden sozialistischen Parteien mit dem Ziel einer baldigen Wiedervereinigung der zunehmend marginalisierten Parteien in einer neuen sozialistischen Mitte-Links-Partei. Nach gemeinsamen Kampagnen bei den [[Kommunalwahlen 1956]] kam es 1957 schließlich in [[Vapaís]] zur Gründung der [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] aus PS, PSD und anderen Mitte-Links-Parteien. Gemeinsam mit PSD-Sekretär [[Márcio Álvarez]] wurde António Santiago zu einem von zwei gleichberechtigten Sekretären der neuen Partei gewählt, die sich vorerst ein nur vorläufiges Wahlprogramm gab. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] trat die ASUL erstmals an und konnte sich gegen die Kommunistische Partei sowie gegen die als Fortsetzung des alten PS gegründete [[Partido Socialista Sagradês]] von [[Luis Bertón]] klar als neue dominante Kraft im linken Spektrum durchsetzen. Auf dem ersten regulären Parteikongress in [[Semess]] 1960, auf dem sich die Partei eine neue Organisationsstruktur gab, wurde Santiago zum alleinigen ''Generalsekretär'' gewählt, Stellvertreter wurde der aus dem PSD stammende [[Iacovo Del Pérez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge unterstützte Santiago die Gruppe der Reformer in der Partei, die wesentlichen Einfluss auf das erste Parteiprogramm von 1962 ([[Manifesto de Lemez]]) erhielt und 1962 für den Eintritt in eine Große Koalition mit der konservativen [[CSD]] unter [[Martín Ánibal Costa]] plädierte. Mit der Verabschiedung des Lemezer Programms und der Bildung einer CSD/ASUL-Regierung wurde die deutliche Oppositionspolitik der Sozialisten gegen die pro-westliche Politik der bürgerlichen Rechten endgültig aufgegeben. Auch die Marktwirtschaft wurde nicht mehr grundsätzlich abgelehnt, stattdessen ihre ''sozialistische Reform'' angestrebt, womit sich die Partei auf einen Dritten Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus begab. In der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] übernahm Santiago kein Amt, stattdessen blieb er als Parteichef außerhalb des Kabinetts und schickte seinen Stellvertreter Del Pérez als Außenminister und Vizepremier in die Regierung. Damit konnte Santiago die Unabhängigkeit der Partei von der ungeliebten Regierungskoalition betonen, was unter anderem dazu beitrug, dass die ASUL nach dem Bruch der Koalition 1963 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordntenkammer 1963]] mit einem Programm des ''Wechsels'' antreten konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidentschaft und Tod ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wahlergebnis von 32,5 Prozent konnte Santiago die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 1963]] zu einem Wahlsieg führen. Um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Konservativen und der Kooperation mit den Kommunisten zu finden, nahm er in der Folge erstmals Gespräche mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]] von [[Carles Méndez]] sowie den linksliberalen [[Partido Radical-Democrático|Radikaldemokraten]] auf. Dabei machte er auch in der Wirtschaftspolitik Zugeständnisse an die Liberalen, die er zuvor gegenüber dem PP-CSD nicht gemacht hatte. Im Februar 1964 wurde Santiago schließlich zum [[Ministerpräsident]]en einer [[Kabinett Santiago|Mitte-Links-Regierung]] aus Sozialisten, Links- und Rechtsliberalen ernannt. Durch Präsident [[Ariel Fernando De la Roya]] wurde Santiago als erster Sozialist seit 1949 zum Regierungschef ernannt. Ziel seiner Regierung war eine ''progressive Reform'' in gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen, ohne jedoch das traditionelle Ziel von Verstaatlichungen der Schlüsselindustrien auf die Agenda zu setzen, welche die Liberalen deutlich ablehnten, die Santiago zuvor aber stets zur Vorbedingung sozialistischer Regierungsbeteiligung gemacht hatte und die auch in der Großen Koalition als Ziele benannt, aber nicht umgesetzt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Politik, die er in seiner ersten Regierungserklärung ankündigte, konnte Santiago kaum mehr etwas umsetzen. Nach nur vier Monaten im Amt verstarb der bereits seit längerer Zeit an Herzproblemen leidende Santiago im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarktes. Sowohl im Parteiamt als auch in der Regierung folgte ihm [[Iacovo Del Pérez]] nach, der die Koalition mit den Liberalen bis zu deren Auseinanderbrechen im Jahr 1967 fortsetzte und 1969 von [[Joán Caval]] als Parteichef abgelöst wurde. António Santiago wurde posthum zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1920-1922: stellvertretender Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend CSJS]]&lt;br /&gt;
* 1925-1929: Büroleiter von [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
* 1930-1935: Organisationssekretär des [[Partido Socialista]] (PS)&lt;br /&gt;
* 1945-1949: Organisationssekretär des [[Partido Socialista|Partido Socialista Unitáriu]] (PSU)&lt;br /&gt;
* 1949-1954: Erster Sekretär (unter dem Generalsekretär) des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1954-1957: Generalsekretär des [[Partido Socialista]]&lt;br /&gt;
* 1957-1960: Co-Sekretär der [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) zusammen mit [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: alleiniger Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1935-1938: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Mitglied der [[Verfassungsgebende Nationalversammlung|verfassungsgebenden Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1946-1964: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsämter ===&lt;br /&gt;
* 1936-1937: Staatssekretär im [[Erziehungsministerium]] ([[Kabinett Saviola II]])&lt;br /&gt;
* Feb-Jun 1964:  [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Santiago]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Santiago&amp;diff=7659</id>
		<title>António Santiago</title>
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		<updated>2012-01-13T09:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.51.206.176: /* Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''José António Santiago''' (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in [[Semess]]) war ein sozialistischer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des [[Partido Socialista]] (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten [[ASUL]]. Von Februar bis Juni 1964 war er [[Ministerpräsident]] [[Sagradien]]s. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben und Wirken in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im [[Pescano]], wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die [[Partido Socialista|sagradische Sozialistische Partei]] sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die [[Juventú Socialista|sozialistische Jugendbewegung CSJS]]. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein. Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß in der Folge als politischer Gefangener in Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tätigkeit in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Erst 1940 wurde er aufgrund seines Gesundheitszustands freigelassen, musste aber die Hauptstadt verlassen. Nachdem er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben hatte entgehen können, ging Santiago 1942 in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen ''Chanal'' und arbeitete eng mit kommunistischen und nicht-sozialistischen Widerstandskämpfern sowie mit dem Sozialisten [[Santo de la Ilpa]] zusammen. Gemeinsam mit [[Santo de la Ilpa]] begründete er den [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) und saß für die Sozialisten seit 1943 im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]]. Stärker als Ilpa hielt Santiago zur Zeit der Reorganisation der sozialistischen Partei auch Kontakt zum Exil-PS unter [[Ricardo Moreno]], den er 1944 zu Vorstandssitzungen des PSLP einlud. In der Folge kam es 1945 zur offiziellen Wiedergründung des PS (zunächst unter dem Namen ''Partido Socialista Unitáriu''). Im neuen Vorstand der Partei bekleidete er den Posten eines Organisationssekretärs. Nachdem er 1945 in die [[Verfassungsgebende Nationalversammlung]] gewählt worden war, gehörte er ab 1946 der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem sich bald in der Partei abzeichnenden Richtungskampf zwischen den ''Frentistas'', die eine Fortführung der Volksfront mit den Kommunisten anstrebten, und den ''Anti-Comunistas'' bezog Santiago lange keine eindeutige Stellung und schlug sich erst spät, kurz vor der Spaltung der Partei im Jahr 1947 auf die Seite Ricardo Morenos und gegen den antikommunistischen Flügel um Ilpa, der daraufhin die Partei verließ und den [[Partido Socialista Democrático]] gründete. Nach der Spaltung stieg Santiago zur unumstrittenen Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Ricardo Moreno auf, zu dem er bald jedoch ein eher gespanntes Verhältnis hatte, da er Moreno vorwarf, sich all zu sehr auf das Bündnis mit den Kommunisten zu stützen und die Unabhängigkeit der Partei zu gefährden. Dennoch unterstützte er Morenos Kurs, kritisierte die Westbindung des Landes, sprach sich für eine atomwaffenfreie Zone in Sagradien ein und kritisierte die westlichen Mächte für ihre kolonialistische und imperalistische Politik. Die auch von Moreno ausgehende Diffamierung der ''Demokratischen Sozialisten'' Ilpas als &amp;quot;Arbeiterverräter&amp;quot; lehnte Santiago jedoch ab, auch wenn er deren Regierungspolitik heftig kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef der Sozialisten ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialistischen Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] ging Santiago zunehmend auf Distanz zur Kommunistischen Partei, die Führungsrolle der UdSSR wollte er nicht anerkennen. An eine rasche Wiederannäherung mit dem PSD, wie von einigen Sozialisten rund um das so genannte [[Mitternachtskartell]] angestrebt, glaubte Santiago zu dieser Zeit aber nicht. Nach der erneuten deutlichen Niederlage der Linksparteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die Sozialisten erstmals hinter die Kommunistische Partei zurückfielen, kam es zu einem Wechsel im Vorsitz der Partei. Generalsekretär [[Ricardo Moreno]] gab sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter António Santiago ab, der die Verbindungen zum PCS in der Folge endgültig kappte und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Ungarn 1956 scharf verurteilte. Außenpolitisch deutete sich bald eine Umorientierung an, in deren Folge die Partei sich zunehmend der pro-westlichen Politik der bürgerlichen Rechten sowie der Sozialdemokraten Ilpas annäherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Santo de la Ilpa]]s kam es auch zu sich intensivierenden Verbindungen zwischen Vertretern der beiden sozialistischen Parteien mit dem Ziel einer baldigen Wiedervereinigung der zunehmend marginalisierten Parteien in einer neuen sozialistischen Mitte-Links-Partei. Nach gemeinsamen Kampagnen bei den [[Kommunalwahlen 1956]] kam es 1957 schließlich in [[Vapaís]] zur Gründung der [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] aus PS, PSD und anderen Mitte-Links-Parteien. Gemeinsam mit PSD-Sekretär [[Márcio Álvarez]] wurde António Santiago zu einem von zwei gleichberechtigten Sekretären der neuen Partei gewählt, die sich vorerst ein nur vorläufiges Wahlprogramm gab. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] trat die ASUL erstmals an und konnte sich gegen die Kommunistische Partei sowie gegen die als Fortsetzung des alten PS gegründete [[Partido Socialista Sagradês]] von [[Luis Bertón]] klar als neue dominante Kraft im linken Spektrum durchsetzen. Auf dem ersten regulären Parteikongress in [[Semess]] 1960, auf dem sich die Partei eine neue Organisationsstruktur gab, wurde Santiago zum alleinigen ''Generalsekretär'' gewählt, Stellvertreter wurde der aus dem PSD stammende [[Iacovo Del Pérez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge unterstützte Santiago die Gruppe der Reformer in der Partei, die wesentlichen Einfluss auf das erste Parteiprogramm von 1962 ([[Manifesto de Lemez]]) erhielt und 1962 für den Eintritt in eine Große Koalition mit der konservativen [[CSD]] unter [[Martín Ánibal Costa]] plädierte. Mit der Verabschiedung des Lemezer Programms und der Bildung einer CSD/ASUL-Regierung wurde die deutliche Oppositionspolitik der Sozialisten gegen die pro-westliche Politik der bürgerlichen Rechten endgültig aufgegeben. Auch die Marktwirtschaft wurde nicht mehr grundsätzlich abgelehnt, stattdessen ihre ''sozialistische Reform'' angestrebt, womit sich die Partei auf einen Dritten Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus begab. In der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] übernahm Santiago kein Amt, stattdessen blieb er als Parteichef außerhalb des Kabinetts und schickte seinen Stellvertreter Del Pérez als Außenminister und Vizepremier in die Regierung. Damit konnte Santiago die Unabhängigkeit der Partei von der ungeliebten Regierungskoalition betonen, was unter anderem dazu beitrug, dass die ASUL nach dem Bruch der Koalition 1963 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordntenkammer 1963]] mit einem Programm des ''Wechsels'' antreten konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsidentschaft und Tod ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wahlergebnis von 32,5 Prozent konnte Santiago die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 1963]] zu einem Wahlsieg führen. Um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Konservativen und der Kooperation mit den Kommunisten zu finden, nahm er in der Folge erstmals Gespräche mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]] von [[Carles Méndez]] sowie den linksliberalen [[Partido Radical-Democrático|Radikaldemokraten]] auf. Dabei machte er auch in der Wirtschaftspolitik Zugeständnisse an die Liberalen, die er zuvor gegenüber dem PP-CSD nicht gemacht hatte. Im Februar 1964 wurde Santiago schließlich zum [[Ministerpräsident]]en einer [[Kabinett Santiago|Mitte-Links-Regierung]] aus Sozialisten, Links- und Rechtsliberalen ernannt. Durch Präsident [[Ariel Fernando De la Roya]] wurde Santiago als erster Sozialist seit 1949 zum Regierungschef ernannt. Ziel seiner Regierung war eine ''progressive Reform'' in gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Fragen, ohne jedoch das traditionelle Ziel von Verstaatlichungen der Schlüsselindustrien auf die Agenda zu setzen, welche die Liberalen deutlich ablehnten, die Santiago zuvor aber stets zur Vorbedingung sozialistischer Regierungsbeteiligung gemacht hatte und die auch in der Großen Koalition als Ziele benannt, aber nicht umgesetzt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Politik, die er in seiner ersten Regierungserklärung ankündigte, konnte Santiago kaum mehr etwas umsetzen. Nach nur vier Monaten im Amt verstarb der bereits seit längerer Zeit an Herzproblemen leidende Santiago im Juni 1964 an den Folgen eines Herzinfarktes. Sowohl im Parteiamt als auch in der Regierung folgte ihm [[Iacovo Del Pérez]] nach, der die Koalition mit den Liberalen bis zu deren Auseinanderbrechen im Jahr 1967 fortsetzte und 1969 von [[Joán Caval]] als Parteichef abgelöst wurde. António Santiago wurde posthum zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.51.206.176</name></author>
		
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