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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Filipe_La_No%C3%AB&amp;diff=48807</id>
		<title>Filipe La Noë</title>
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		<updated>2019-07-29T09:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Filipe Joán López''' (*1912 in Careác, Amorien, +2003) war ein [[sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jurist Filipe López begann seine politische Karriere in der Kommunalpolitik der Stadt [[Santa Luís]]. Von 1952 bis 1968 amtierte er als Bürgermeister der Stadt und wurde 1969 zum Präsidenten der Regionalregierung von [[Armôria]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sozialistischen [[ASUL]] bekleidete López seit 1960 das Amt des Parteisekretärs in der Provinz [[Airar]], vier Jahre später wurde er zum ersten Sekretär des Regionalverbands in Armôria gewählt. Im Landesverband der ASUL fungierte López lange Zeit als Sekretär für kommunale und regionale Fragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende seiner Amtszeit als Regionalpräsident im Jahr 1976 wurde López in den sagradischen Senat gewählt, wo er bis 1985 als Vizepräsident amtierte. Nach der [[Senatswahl 1985]] wurde Filip López zum Präsidenten des Senats gewählt, musste dieses Amt jedoch 1988 wieder verlassen. Nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit als Senator verzichtete er 1991 auf eine Wiederwahl.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1985|Präsidentschaftswahlen 1985]] sowie [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1990|1990]] kandidierte López jeweils als Bewerber der Sozialistischen Allianz verlor aber beidemale in der Stichwahl gegen den konservativen Bewerber, 1985 gegen [[Alfonso Guivares]] und 1990 gegen [[Oscar Santián de Montoy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1952-1968: Bürgermeister von [[Santa Luís]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: Präsident der Regionalregierung von [[Armôria]] &lt;br /&gt;
* 1979-1985: Vizepräsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* Sep 1979: amtierender Präsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* 1985-1988: Präsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1944-1952: Mitglied des [[Stadtrat]]s von [[Santa Luís]]&lt;br /&gt;
* 1965-1977: Mitglied des [[Regionalrat]]s von [[Armôria]]&lt;br /&gt;
* 1979-1991: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s für die Provinz [[Airar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1960-1984: Parteisekretär der [[ASUL]] in der Provinz [[Airar]]&lt;br /&gt;
* 1964-1984: Regionalsekretär der [[ASUL]] in [[Armôria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Armôria|López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Senatspräsident|López]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Albreth_der_Kluge&amp;diff=48806</id>
		<title>Albreth der Kluge</title>
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		<updated>2019-07-29T09:39:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Albreth''' oder '''Albireth I.''' (*778 oder 779, †845), genannt ''der Kluge'' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Aliureto il Prudente'')  war 797-845 [[König der Skanten]], [[Lohanden]] und [[Ligre]]r.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albreth der Kluge wurde als jüngerer Sohn [[Roduich der Große|Roduichs des Großen]] aus erster Ehe geboren. Sein älterer Bruder war [[Rodoald]]. Nach dem Tod Roduichs kam es zum Nachfolgestreit zwischen dessen Söhnen Rodoald und Albreth. Gemeinsam einigten diese sich 799 im [[Vertrag von Disiés]] auf eine Zweiteilung des Reichs. Die Ansprüche des minderjährigen [[Gaudfred]] aus der zweiten Ehe Roduichs wurden übergangen. Stattdessen sollten beide älteren Söhne Rodoald und Albreth das Reich erben, Rodoald als König im Westen, Albreth im Osten und Süden des Reichs. Die Grenzen wurden aber nur vage festgelegt. Rodoald als der ältere der beiden Brüder sollte die gesamte ligrische Küste östlich und westlich des [[Ligrisches Meer|Ligrischen Meeres]] erhalten sowie den gesamten Reichsbesitz auf der mikolinischen Halbinsel ([[Hiscantia ultra Marem et Montes]]). Selle erhielt neben dem Lohandengebiet am [[Lieno]] die noch wenig konsolidierten Gebiete im Osten ([[Armoria]] und [[Ceundalia]]) sowie im Süden des Reichs. Dort musste er sich gegen die keltischen [[Bretonen]] sowie die im Süden nach wie vor anwesenden [[Numerer]] verteidigen. Hinzu kamen wie auch im Gebiet Rodoalds Kämpfe gegen die immer wieder einfallenden Wikinger an der Nordküste. Jedoch gelang es dem geschickten Albreth, das umstrittene Zentrum des Reichs, also die Gebiete zwischen [[Ligre]] und [[Konsetten|Nordkonsetten]] mit der Stadt [[Gerón|Geronia]] und dem Bischofssitz [[Martinez]] weitgehend unter seine Kontrolle zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
808 erhob gegen die beiden regierenden Brüder deren jüngster Halbbruder Gaudfred Anspruch auf seinen Erbteil und begann einen Krieg gegen Albreth. 812 kam es zur Einigung zwischen den Brüdern, in denen Albreth auf die Gebiete im Süden zugunsten [[Gaudfred]]s verzichten musste, dafür aber von Rodoald Zentralscantia erhielt, das er ''de facto'' bereits beherrschte. Nach dem Tod Gaudfreds 817 fiel ein Großteil der Gebiete jedoch wieder an Albreth, der aber um [[Sarmay]] gegen den mächtigen Fürsten [[Dián von Sarmay]] antreten musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodoald geriet unterdessen immer stärker unter Druck durch die norwegischen [[Perutinger]], die immer tiefer auf sein Gebiet vordrangen und eine eigene Herrschaft im Norden der mikolinischen Halbinsel konsolidierten. Selle verweigerte seinem Bruder die Waffenhilfe, da er den mit den Perutingern ausgehandelten Waffenstillstand nicht gefährden wollte. Als der Perutinger-Fürst [[Farengar]] um 820 zum Christentum übertrat und dem [[Herkanden|herkandischen]] König [[Francrec III.]] huldigte, geriet die Herrschaft Rodoalds ernsthaft in Gefahr. Selle übernahm die Gebiete nördlich des Ligre, wo er den ligrischen Dux [[Marbhet]] unterwarf, nur um ihn gleich darauf wieder als Herzog einzusetzen. Nach dem Tod Rodoalds 825 versuchte sein Sohn ''Roduich'' die Nachfolge seines Vaters anzutreten, wurde aber vom Perutinerherrscher [[Nermengal]] festgesetzt und 828 schließlich getötet. Dieser machte sich selbst zum König und trat die Nachfolge Rodoalds an, womit er das [[Königreich Perucía|Perutinische Königreich]] im Norden Mikoliniens gründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albreth trat nun als einziger verbliebener Sohn Roduichs des Großen die Alleinherrschaft in den verbliebenen Gebieten des Reichs an, sein Königtum blieb aber im Vergleich zu dem seines Vaters schwach. Den nun peruzinischen Westen verloren die Skanten mit Ausnahme der [[Westligre]] endgültig, in beiden Ligrien herrschten regionale Duces und in den peripheren Gebieten [[Armoria]]s und [[Ceundalia]]s sowie im Süden mächtige Markgrafen. Die Gebiete südlich des [[Veza]] wurden nun vom [[Dianniden]]-[[Fürstentum Sarmay]] kontrolliert, sodass sich Selles eigentliche Macht auf [[Mittelskanten|Zentralscantia]] und [[Lojandía]] beschränkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Albreth der Kluge 845 starb, folgte ihm sein zweiter Sohn [[Albreth II.]] auf den Thron, der seinen älteren Bruder [[Barungolf]] bereits um 840 ermordet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_II.&amp;diff=48805</id>
		<title>David II.</title>
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		<updated>2019-07-29T09:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:PhilippAnjou.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David II.''' (*1745, †1753, ''David Johann Sylvester Ignatius von Sántori''), genannt ''der Kindkönig'' (sagr. ''David II il Rei-Infante''), war von 1748 bis zu seinem Tod als Achtjähriger [[König von Sagradien]] und als ''David I.'' [[Fürst von Cuentez]]. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante [[Cristina de Sántori]], der [[Herzog von Armoria|Herzogin von Armorien]]. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann [[Jâcque de Godolfín]], [[Herzog von Armorien]], als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von Königin [[Maria I.]] und ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann [[Johann III. Franz]] von Sagradien geboren. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1730 durch Johann und Maria restaurierte sagradischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des großen Santori-Herrschers des 16. Jahrhunderts, der über ein Weltreich geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft ===&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Schwester [[Maria II. Franziska|Maria Franziska]] die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde [[Fürst von Sarmay]] und [[Fürst von Cuentez|Erbprinz von Cuentez]]. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter [[Maria I.]] und David wurde als Dreijähriger zum [[König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez|Fürsten von Cuentez]] erhoben. Zum Vormund und Regenten wurde seine Tante [[Cristina de Sántori]] bestimmt. Gemäß der Regentschaftsregelung musste sie die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Zur führenden Figur stieg Cristinas Ehemann [[Jâcque de Godolfín]], Herzog von Armorien, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. [[Joaquín de Montxerent]], [[Erzbischof von Viça]], mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der [[Herzog von Sesin]] [[David Jakob von Sesin|David Jâcque de Sántori]] aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrise ===&lt;br /&gt;
König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1754 in [[Novil]], vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die Stände erklärten nun Davids ältere Schwester Maria Franziska als [[Maria II.]] zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit [[Anton Piakónski]] verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sessin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Mit der Abdankung Marias endete schließlich die Epoche der Santori-Könige 1757.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fürst von Cuentez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_IX.&amp;diff=48804</id>
		<title>Gabriel IX.</title>
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		<updated>2019-07-29T09:38:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Le duc de Reichstadt.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gabriel IX.''' (''Luis Gabriel Filipe'') (*1790, †1812) war zwischen 1805 und 1812 [[König von Sagradien|König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez]]. Er stand die längste Zeit auf dem Thron unter Regentschaft seines Onkels und späteren Nachfolgers [[Gabriel X.|Emil Johann Gabriel]] und seiner Mutter Marie Luise von Bourbon-Parma. In den vier Jahren eigener Regierung (1808-1812) betrieb er eine am napoleonischen Frankreich orientierte Politik und heiratete dessen Nichte [[Julie Bonaparte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ermordung im Jahr 1812 im Alter von nur 22 Jahren löste die [[Winterkrise 1812/13]] aus, aus der Gabriels Onkel als [[Gabriel X. Emil]] als neuer König hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
''Luis Gabriel Filipe de Viena'' wurde 1790 als ältester und einziger Sohn des sagradischen Thronfolgers [[Philipp Maria, Prinz von Sarmay]] und dessen Frau Marie Luise von Bourbon-Parma geboren. Er war ein Enkel König [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] und nach dem frühen Tod seines Vaters 1795 dessen Thronfolger. Nachdem sein Großvater 1797 nur zwei Jahre nach seinem Vater gestorben war, wurde der erst siebenjährige Prinz als Gabriel IX. zum König erhoben. Die Regentschaft übernahm zunächst seine Mutter gemeinsam mit seinem Onkel [[Gabriel X.|Emil Johann Gabriel]], [[Herzog von Alconía]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft des Herzogs von Alconía ===&lt;br /&gt;
Bereits Gabriels Großvater hatte mehrere Kriege gegen das revolutionäre Frankreich geführt, in deren Folge Teile Nordostsagradiens an Frankreich abgetreten werden mussten. Gabriels Onkel der Herzog von Alconía versuchte daher, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Als 1799 der zweite Koalitionskrieg gegen das revolutionäre Frankreich ausbrach, nahm auch Sagradien teil, scheiterte aber mit dem Versuch, die zuvor von Frankreich annektierten Gebiete in der [[Bretagne]] und in [[Armoria]] zurückzuerobern. Um dieses Ziel zu erreichen, trat Sagradien 1805 der neuen Koalition gegen den französischen Kaiser Napoléon I. bei und führte einen neuerlichen Krieg gegen Frankreich, das Sagradien in die Kontinentalsperre gegen England zwingen wollte. Schnell geriet Sagradien jedoch auf die Verliererstraße, der Krieg endete in einer Katastrophe. Nach der [[Schlacht von Menar]] im September 1805 besetzten französische Truppen große Teile des Landes. Der Regent Emil Johann Gabriel musste mit Frankreich den [[Vertrag von Challón]] schließen und wurde gezwungen, die Regentschaft niederlegen. Zudem wurden Sagradien hohe Tributzahlungen an Frankreich auferlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft Marie Luises von Parma ===&lt;br /&gt;
Für den fünfzehnjährigen Gabriel IX. sollte nun seine Mutter Marie Luise die Regentschaft übernehmen. Der Herzog von Alconía verbrachte die Folgejahre im französischen Château de Chambord, wo er unter Kontrolle Napoléons gehalten wurde. Das Arrangement, das Sagradien unter der Regentin Marie Luise und ihrem ersten Minister [[Joán Batista Colón Marquês de Lima]] zum französischen Satellitenstaat machen sollte, zeigte jedoch nicht die von Napoléon erhofften Effekte. Stattdessen betrieb der Marquês de Lima eine auf Eigenständigkeit gerichtete Politik, die versuchte, Sagradien aus der französischen Umklammerung zu lösen, während er im Inneren liberale Reformen anstieß. Wiederholte Verstöße gegen die Kontinentalsperre führten schließlich zur faktischen Entmachtung Marie Luises und des Marquis von Lima durch Napoléon, der im Sommer 1806 mit einem neuerlichen Heer nach Sagradien zog und mit Marie Luise im Frühjahr 1807 den [[Vertrag von Nalcaz]] schloss. Darin musste Sagradien auf den Großteil Golens verzichten, auf dessen Gebiet nun mit dem [[Herzogtum Alagua]] ein französischer Satellitenstaat errichtet wurde, der an Napoléons Marschall und Vertrauten [[Alexandre Lacomb]], den Oberbefehlshaber der Truppen in Sagradien, fiel. Der Marqués von Lima wurde des Landes verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigene Regentschaft ===&lt;br /&gt;
Gabriel wurde 1808 für mündig erklärt und übernahm nun selbst die Herrschaft. Er verfolge eine napoleon-freundliche Politik und reihte sich widerspruchslos in die napoleonische Allianz ein. Im [[Napoleonischer Krieg 1808-1813|Krieg gegen Mikolinien und Großbritannien]] stand Gabriel auf französischer Seite, musste aber Niederlagen einstecken wie die Besetzung von [[Cuentez]] durch mikolinische sowie die der strategisch wichtigen Stützpunkte [[Cereza]], [[Cripón]] und (zeitweise) [[Scola]] durch britische Truppen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Inneren bemühte sich Gabriel um eine Annäherung an französische Verwaltungsformen. Er führte die von Lima begonnenen Staatsreformen fort und setzte 1810 eine Ständeversammlung ein, die so genannten [[Cortes von Diegue]], die eine Verfassung für das Land erarbeiten sollten. Die pro-französische Politik Gabriels gipfelte schließlich 1810 in der Hochzeit Gabriels mit der erst 15-jährigen [[Julie Bonaparte]], der Tochter Joseph Bonapartes und Julie Clarys und Nichte Napoleons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem gescheiterten Russlandfeldzug 1812, bei dem auch Sagradien Truppen stellen musste, kam es zu leichten Absetzbewegungen Gabriels, der heimlich Kontakt mit England und Mikolinien aufnahm. In der Bevölkerung war der junge König zu diesem Zeitpunkt so unpopulär wie nie, da er nach außen hin weiterhin den hohen Forderungen der französischen Besatzer nachkam und gar deren Brandschatzungen und Plünderungen duldete. Bereits seit 1810 war es vermehrt zu Aufständen gegen die französischen Truppen im Land gekommen, die sich mehr und mehr zu Guerilla-Kriegen ausweiteten. Als sich die Cortes im Frühjahr 1812 auf die Seite der Aufständischen stellten, wurden sie auf Druck Napoléons hin aufgelöst. Der Großteil der Ständevertreter floh daraufhin auf die bereits [[Mikolinien|mikolinisch]] besetzte Insel [[Cuentez]], wo sie als [[Cortes von Diegue]] weiterarbeiteten und eine liberale Verfassung erließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung ===&lt;br /&gt;
Auf dem Gipfel der feindlichen Stimmung im Land wurde der König schließlich im Dezember 1812 bei einem Attentat auf sein Leben schwer verwundet und starb schließlich an den schweren Folgen. Es folgten zwei Monate schwieriger Machtkämpfe um die Nachfolge, die auch als [[Winterkrise 1812/13]] bezeichnet werden. Napoléon versuchte nun, seine Nichte Julie, die Witwe des Königs, als regierende Königin und Lacomb als Premierminister durchzusetzen, was in Sagradien jedoch rasch zu Aufständen führte, die sich zum Befreiungskrieg ausweiteten. Die antifranzösischen &amp;quot;[[Cortes von Diegue]]&amp;quot; erhoben stattdessen Herzog Emil Johann Gabriel von Alconía zum König und forderten seine Freilassung aus französischer Gefangenschaft. In der [[Schlacht bei Colón]] im Februar 1813 konnte sich schließlich ein sagradisch-mikolinisch-britisches Heer unter der Führung des mikolinischen Generals [[Joann Osvalt Cresq]] sowie des Herzogs [[Miquel de Vuelta]] gegen das französische Heer durchsetze. Schließlich musste der geschwächte Napoleon den Forderungen der ''Antifrancistas'' nachgeben und den 1805 als Regenten abgesetzten Herzog von Alconía freilassen, der nach Sagradien zurückkehrte und dort als [[Gabriel X.]] den Thron übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philipp_I._der_Gro%C3%9Fe&amp;diff=48803</id>
		<title>Philipp I. der Große</title>
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		<updated>2019-07-29T09:38:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Philipp I.''' (von Sagradien), ''der Große'' (*890, †969) war Mitkönig [[Martin I. der Eroberer|Martins des Eroberers]] (930-933) und als dessen Nachfolger [[König von Sagradien]] (933-969). Philipp gilt als bedeutendster sagradischer Herrscher des Frühmittelalters, der nach den Eroberungen seines Vaters die noch labile gesamtsagradische Monarchie konsolidierte und das eigentliche sagradische Königtum begründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitkönig seines Vaters ===&lt;br /&gt;
Philipp wurde 890 als Sohn des [[Skanten]]königs [[Martin I.]] in [[Martinez]] geboren. Damit ist er ein Nachkomme [[Roduich der Große|Roduichs des Großen]] und Spross der Helgariden-Dynastie auf dem skantischen Herrscherthron. Philipp wurde bereits im Alter von 17 Jahren 907 mit der [[Alkonen|alkonischen]] Prinzessin [[Lara von Liez]], der ältesten Tochter König [[Aerich III. von Liez und Corar|Aerichs III.]] verheiratet. Nach dem Tod Aerichs erhob Martin der Eroberer für seinen Sohn Anspruch auf den alkonischen Thron und konnte diesen 923 endgültig sichern, woraufhin Philipp 930 als Mitkönig eingesetzt wurde. Hierüber kam es zu Thronfolgekämpfen zwischen Philipp und seinem jüngeren Bruder [[Martin der Jüngere|Don Martín]], die 932 im [[Friede von Vice]] beigelegt werden konnten. Philipp erkannte Martin d. J. als Mitkönig an und überließ ihm die Herrschaft im Nordosten des Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchsetzung des Herrschaftsanspruchs ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Martins des Eroberers im Jahr 933 übernahm Philipp dann die Herrschaft als skantischer König im Großteil des Reichs, woraufhin die Kämpfe mit Martin d. J. wieder aufflammten. Dieser starb 939, wodurch Philipp die Nachfolge seines Vaters im gesamten Reich antreten konnte. Seinen rebellischen Neffen [[Martin I. Ohnefurcht Herzog von Scantia|Martin Ohnefurcht]], Sohn des verstorbenen Martin d. J., machte Philipp zum [[Herzog von Scantia|Dux Scantiorum]] und überließ ihm in freier Verantwortung große Teile des Nordens, dessen jüngerer Bruder [[Philipp I. Herzog von Scantia|Filipe]] wurde zunächst [[Herzog von Armoria|Dux Armoricanus]] und später ebenfalls Dux Scantiorum. Jedoch erkannten führende [[Alkonen|alkonische]] Adlige unter der Führung [[Berrigo von Lemez|Berrigos von Lemez]] die Herrschaft über ganz Sagradien nicht an, sodass es abermals zum Krieg kam, den Philipp 935 in der [[Schlacht von Pergía]] und in der [[Schlacht von Tantallas]] 938 endgültig gewann. Er setzte Berrigo gefangen und zwang ihn zur Anerkennung seiner Herrschaft. Philipp nahm den Titel eines ''Königs der Skanten und Alkonen'' an und wurde 939 im [[Noyarenser Dom]] zum König von Sagradien gesalbt. Im [[Codex Magnus]] von 942 schuf Philipp ein einheitliches Recht für alle Teile seines Reiches.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Numererkriege ===&lt;br /&gt;
946 begann Philipp mit einem Krieg gegen die islamischen Numererreiche im Süden. 956 fiel [[Lemez]], 960 [[Duerez]]. Die [[Numerer|numerischen]] Herrscher zogen sich nach [[Malesc]] und in weitere Städte an der sagradischen Südküste zurück. Philipp konnte seine Feldzüge aber nicht fortsetzen, sondern musste sein Reich im Nordwesten gegen einfallende [[Golen]] sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenpolitik ===&lt;br /&gt;
Im Innern baute er die Infrastruktur aus und ließ Pfalzen, Klöster sowie bedeutende Kirchenbauten errichten (u.a. die Kathedrale in Noyar). Die Region zwischen [[Lieno]] und [[Pin]], zuvor Grenzregion zwischen dem [[Skantenreich]] und dem unabhängigen [[Fürstentum Sarmay|Sarmay]], wurde so zum zentralen Machtbereich der skantisch-sagradischen Könige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Philipp der Große starb 969 in Noyar und wurde als erster König in der Kathedrale von Noyar begraben, wie die meisten seiner Nachfolger im Mittelalter auch. Durch die im Codex Magnus festgelegte Nachfolgeordnung kam es nach Philipps Tod erstmals zu keinem nennenswerten Thronfolgestreit. Stattdessen folgte Philipp sein ältester Sohn [[Albreth IV. der Barmherzige]] in allen Reichsteilen nach, ehe nach dessen Tod 980 Philipps zweiter Sohn [[Martin II. der Gute]] die Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Geschichte Sagradiens</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Sagradiens&amp;diff=48802"/>
		<updated>2019-07-29T09:37:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte [[Sagradien]]s'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochen: &lt;br /&gt;
* Era [[Dianniden|Dianina]] (1078-1264)&lt;br /&gt;
** Era Juvantêsa (1159-1198): [[Gabriel Juvans|Gabriel Juvante]]&lt;br /&gt;
* Era [[Redanior]] (1264-1395)&lt;br /&gt;
** [[Era Perutina]] (1264-1321): [[Martín IV]], [[Robert von Skanten|Roberto]], [[Jâcque II]], [[Martín V]], [[Jâcque III]], ([[Enrico de Viça]])&lt;br /&gt;
** Era de l'[[Unión d'Alâgua]] (1321-1386): [[Martín VI]], [[Martín VII]], [[Jâcque IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sechzigjähriger Krieg|Era dels Sesentànus]] (1386-1343): [[José d'Óstino|José]], [[Miquel de Vesaey|Miquel]], [[Filipe V]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Era [[Sántori]] (1457-1757)&lt;br /&gt;
** Era Filipina (1457-1509): ([[Filipe V]]), [[Filipe VI]], [[Filipe VII]], [[Peter von Sagradien|Piero]]&lt;br /&gt;
** Era Davidêsa (1509-1543): [[David I]]&lt;br /&gt;
** Era Joaniana (1543-1591): [[Joana I]], [[Danadier I]]&lt;br /&gt;
** Era Gabrielina (1591-1698): [[Gabriel V]], [[Gabriel VI]], [[Gabriel VII]]&lt;br /&gt;
** Era de [[Sagradischer Bürgerkrieg|Guerras Civiles]] (1698-1730): [[Danadier II]], ''[[Erste Sagradische Republik|Premêra República]]''&lt;br /&gt;
** Era de Restoración Mariana (1730-1757): [[María I]], [[David II]], [[María II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Era Viena (1757-1891)&lt;br /&gt;
** Era Filipeluisiana (1757-1792): [[Filipe IX Luis]]&lt;br /&gt;
** Era de Guerras Francêsas (1792-1815): [[Gabriel VIII]], [[Gabriel IX]]&lt;br /&gt;
** Era (de Restoración) Emiliana (1813-1849): [[Gabriel X Emílio]]&lt;br /&gt;
** Era Liberal/Era Montevil (1849-1871): [[Lucién I]]&lt;br /&gt;
** (Segôna) Era Filipina (1871-1891): [[Filipe X]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Altertum ==&lt;br /&gt;
=== Sagrische Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ersten Zeugnisse einer [[Sagrer|sagrischen]] Frühkultur stammen aus dem 14. Jahrhundert v.Chr.; die ersten indogermanischen Völkerwanderungsstämme aus Osteuropa ließen sich in [[Sagradien]] und [[Mikolinien]] im 12. Jahrhundert v. Chr. nieder und vermischten sich rasch mit der Urbevölkerung. Den Römern waren diese Stämme später als 'Sagrer' (''Sagri'') bekannt, wobei grob zwischen süd- und mittelsagrsichen sowie asumarischen Stammesgruppen unterschieden werden kann. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. drangen keltische Stämme aus Gallien auf die Halbinsel vor und siedelten besonders im Norden und Nordosten der sagradischen Halbinsel. Dabei kam es auch oft zu Verschmelzungen mit einheimischen sagrischen Stämmen, sodass man häufig von einer ''[[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur'' spricht. Im Süden entwickelte sich eine ausgeprägte sagrische Kultur. Besonders der [[Blaumeerraum]] wurde zu einem Zentrum sagrischer Siedlungen mit den [[Piäer]]n (lat. Piaei) und [[Sisinen]] (lat. Sisini) als wichtigste Stämme an der östlichen und [[Mikoläer]]n (lat. Micolaei) als dominierende Stammesgruppe an der westlichen Blaumeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung Sagradiens durch die Römer und römische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Bereits Iulius Caesar eroberte in den gallischen Kriegen seit 59 v.Chr. Teile Nordostsagradiens, indem er zunächst die gallischen Stämme der [[Vikier]] und [[Armorier]] unterwarf. Im Jahr 54 v. Chr. riefen die [[Saloer]] Caesar zur Hilfe gegen die keltischen [[Cabeser]] und [[Liener]], die zu dieser Zeit nach Süden und Westen drängten und damit die Saloer bedrohten. Caesar nutzte die Gelegenheit, um den keltischen Norden der Halbinsel zu erobern und als Provincia [[Sagradia Citerior]] dem römischen Herrschaftsbereich einzugliedern. Zu dieser Zeit unterhielt Rom zu einigen sagrischen Stämmen, besonders zu den [[Aider]]n an der Südküste der Halbinsel freundschaftliche Verhältnisse und betrieb regen Handel mit ihnen. Unter Augustus wurde die Eroberung Sagradiens durch die Römer fortgesetzt. Nachdem zunächst die Streitigkeiten der sagrischen Stämme untereinander und mit den Sagrokelten, die den Römern weniger feindlich gegenüberstanden, weitergeführt worden waren, schlossen verschiedene sagrische Stämme ein Bündnis, welches aber auch die Invasion der römischen Legionen nicht aufhalten konnte. Augustus selbst eroberte im Jahr 25/24 v.Chr. ganz Sagradien, konsolidierte die Herrschaft im Gebiet bis zum [[Saidel|Fluvius Saidelius]] und [[Bordêu|Fluvius Bordeus]] und gründete die Provinz [[Sagradia Ulterior]]. Rom trennte damit erstmals die beiden Teile der Halbinsel in ein römisches Sagradien östlich von [[Blaumeer]] und [[Konsetten]] und ein Gebiet westlich dieser natürlichen Grenzen, das erst unter Kaiser Claudius im 43 als [[Provincia Micolina]] unter römische Herrschaft kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 18 v. Chr. trat der römische Statthalter beider Sagradien, Q. [[Valerius Tullianus Sagradianus]], mehrere Feldzüge gegen eine sagrische Allianz aus Aidern, Micoläern und Sisinen an, die mit der Eroberung Sagradiens endeten. Augustus teilte daraufhin im Jahr 14 v. Chr. die Sagradia Ulterior in eine kaiserliche Provincia [[Sisinia]] mit der Hauptstadt [[Tules|Tulisium]] (das heutige Tulis) und eine senatorische [[Provincia Belacionensis]] mit der Hauptstadt [[Belaçón|Belacio]] (das heutige Belaçón) auf. Ein letzter großer [[Sagreraufstand|sagrischer Aufstand]] unter dem aidischen Feldherrn [[Asilië]] endete für Rom verlustreich, konnte von Tullianus aber im Jahr 8 v. Chr. niedergeschlagen werden. Ihr Anführer Asilië wurde später als sagradischer Nationalheld verehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kelten wurden sehr schnell assimiliert, aber auch die Sagrer nahmen nach den anfänglichen Widerständen  in den folgenden Jahrhunderten die Herrschaft und Kultur Roms an, sodass eine sagro-römische Mischkultur entstand. Mit den großen Städten [[Gerón|Geronia]], [[Noyar|Noviogarum]], [[Duerez|Colonia Duerensis]] und [[Tulis|Tulisium]] entstanden neue Zentren der römischen Kultur in Sagradien. Aus dem auf der Halbinsel gesprochenen Vulgärlatein entwickelten sich allmählich die [[Sagradische Sprache|sagradischen Dialekte]] und die gesamte [[Sagroromanisch|sagroromanische Sprachgruppe]]. Nach der diokletianischen Verwaltungsreform wurden die drei Sagradien einer eigenen [[Dioecesis Sagradiae]] eingegliedert und die [[Provincia Geroniensis]] (seit 27 v. Chr. Name der Sagradia Citerior) in die Provinzen [[Ligria]], [[Sagradia Ostiniensis]] und [[Sagradia Nogarensis]] unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Germanen und Zerfall der römischen Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts drangen mit den [[Alkonen]] und [[Herkanden]] von der iberischen Halbinsel aus germanische Stämme auf das Gebiet des römischen Sagradiens vor und gründeten frühe Reiche, von denen das Alkonenreich im Süden zum ersten germanischen Staat in Sagradien wurde. Die Herkanden wurden wiederum zur Mitte des Jahrhunderts von den einfallenden [[Skanten]] nach Mikolinien verdrängt. Die fast 500-jährige unumschränkte Herrschaft Roms auf der Halbinsel endete 462, als der letzte römische Statthalter in Tulis getötet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Reich der Skanten, die den gesamten Norden Sagradiens und Teile der mikolinischen Halbinsel besiedelten, zerfiel bald in kleinere Stammesgruppen. Als 476 der letzte weströmische Kaiser abdankte, erstreckte sich die germanische Herrschaft fast über ganz Sagradien. Die Stämme verschmolzen relativ rasch mit der romanischen Bevölkerung, wobei die Germanen die Führungsschicht bildeten. Die lange Zeit florierenden Städte erlebten einen Niedergang und wurden zum Teil schwer verwüstet. Nachdem die arianischen Skanten bereits im im frühen 6. Jahrhundert die lateinisch-trinitarische Religion der romanischen Bevölkerungsmehrheit angenommen hatten, ließ sich mit dem Alkonenkönig [[Berrakred I.]] der letzte arianische Herrscher Sagradiens katholisch taufen. Auch die vulgärlateinische Sprache der Bevölkerung wurde bald von den germanischen Eliten in allen Reichsteilen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der muslimischen Numerer in Alconía ===&lt;br /&gt;
In einem alkonischen Erbstreit zu Hilfe gerufen, fielen zur Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus im Süden Sagradiens muslimische Mauren aus Spanien ein, die in Sagradien den Namen [[Numerer]] erhielten. Diese konnten rasch weite Gebiete im Süden der Halbinsel erobern und errangen 757 einen entscheidenden Sieg gegen den Alkonenkönig [[Rekkrik]] (Regrigo). Sie errichteten das zunächst vom Kalifat in Damaskus abhängige [[Emirat von Duerez]] (arabisch: Dohraz). Die muslimischen Numerer verhielten sich gegenüber der christlichen Bevölkerung weitgehend tolerant und verzichteten auf eine Zwangsislamisierung. Während der nächsten fünfzig Jahre blühten im Süden Kultur und Handelswesen, wovon auch die christlichen Königreiche im Norden profitierten, die die Herrschaft nach kurzer Zeit der Kriege akzeptierten und rege Handelsbeziehungen mit den Numerern aufnahmen. Die Städte gewannen wieder an Bedeutung. Unter der Herrschaft der Numerer in Südsagradien wurden u.a. die Städte [[Lemez|Al-Hamaz (Lemez)]] und [[Nalcaz|Ain-al-Qaz (Nalcaz)]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roduich der Große und der Aufstieg des Skantenreiches ===&lt;br /&gt;
Im Skantenreich konnte der Adlige [[Helgar]] sich um 753 als [[König der Mittelskanten]] etablieren und die dortige [[Orsoniden]]dynastie beerben. Seinem seit 761 regierenden Sohn [[Roduich der Große|Roduich dem Großen]] gelang es 763 die streitenden Großen seines Reichs unter seiner Führung gegen die arabische Bedrohung zu vereinen. 763 besiegte sein Heer bei [[Tarravillas]] die anstürmenden Numerer und beendete deren Expansion nach Norden, danach zerfiel die Allianz jedoch wieder. Die Reichsteile Scantias, seit Jahrzehnten bereits ohne gemeinsame Herrschaft, bekundeten wieder ihre Eigenständigkeit. In mehreren Kriegszügen gelang es Roduich jedoch, zunächst den mächtigen [[Lojandía|lohandischen]] und dann die [[Ligre (Landschaft)|ligrischen]] und [[Westligre|westligrischen]] Provinzfürsten zu besiegen und zentralskantische, lohandische und ligrische Reichsteile wieder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Er schuf eine straffe Verwaltungsstruktur und führte Scantia dadurch zu einer kulturellen und politischen Blüte. In Kriegen gegen [[Golen]], [[Bretonen]] und [[Alkonen]] sowie gegen die zurückweichenden [[Numerer]] eroberte er neue Gebiete für das Skantenreich. Bei seinem Tod 797 erstreckte sich das Reich Roduichs auf beiden Seiten des [[Ligrisches Meer|Ligrischen Meers]] von [[Albero]] bis in die [[Bretagne]] und von [[Perin]] bis an die sagradische und mikolinische Nordküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise des Skantenreichs und Aufstieg Sarmays ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Roduichs des Großen zerfiel dessen Reich wieder unter seinen Söhnen. Der [[Vertrag von Disiés]] bewirkte 799 die Teilung Scantias. Der älteste Sohn [[Rodoald]] erhielt den Westen des Reichs mit dem gesamten Norden Mikoliniens, Teilen [[Litien]]s und Gebieten nördlich und sülich des [[Ligre]], sein jüngerer Bruder [[Albreth der Kluge]] den Osten mit [[Lojandía]], der [[Mesa]] und den [[Armoria|armorischen]] Grenzgebieten, jedoch konnte er das umstrittene [[Mittelskanten]] zwischen Ligre und [[Konsetten]] weitgehend unter seine Herrschaft bringen. Der jüngste Sohn [[Gaudfred]] erhob 808 ebenfalls Anspruch auf die Königswürde, was zum Bruderkrieg führte. Im [[Vertrag von Torell]] 812 einigte man sich auf eine Dreiteilung aufkosten Albreths, der die südlichen Teile seines Gebiets an Gaudfred abgeben musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thronstreitigkeiten im Skantenreich und die Auseinandersetzungen der alkonischen Fürsten mit den Numerern führten zu einem Machtvakuum, in das der Provinzfürst [[Dián von Sarmay]] stieß, der im Kampf gegen die Numerer mehrere angrenzende Gebiete erobern und sich vom Skantenreich weitgehend unabhängig machen konnte. Nach dem Tod Gaudfreds 817 übernahm Dián die Kontrolle über die südlichen Reichsgebiete, namentlich [[Sagonte]], Teile [[Sesín]]s, [[Croer]] und [[Óstino]]. Auch die als Markgrafschaften eingerichteten [[Asumarische Grafschaften|Gebiete am Blaumeer]] konnten sich bald eine erhebliche Eigenständigkeit vom Skantenreich sichern. Die sich seit dem späten 8. Jahrhundert ständig wiederholenden Angriffe norwegischer Wikinger auf das sagradische und nordmikolinische Festland schwächten die Skanten zunehmend. Mit der Gründung eines eigenen nordischen Reichs an der Nordküste Mikoliniens, dem sogenannten [[Perutinger]]reich, wurden die Skanten weitgehend aus Nordmikolinien verdrängt. Nach dem Tod König Rodoalds 825 trat Albreth der Kluge die Alleinherrschaft im Rest des Skantenreichs an und beendete vorerst die Zeit der inneren Schwäche, jedoch konnte er [[Fürstentum Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Peruzien|Peruzien]] nicht zurückerobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aerich der Große und der Beginn der ''sagradischen Reconquista'' ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ansturm der Numerer auf den Süden Sagradiens und dem Tod Rekkriks im Jahr 762 zerfiel das Alkonenreich in mehrere Fürstentümer, die zum Teil dem numerischen Kalifat von Córdoba tributpflichtig waren. Zudem entstanden mit dem Emirat von Dohaz und dem kleineren Emirat von Al-Hamaz zwei neue muslimische Herrschaftsgebiete im Süden Sagradiens, die mit den alkonischen Fürsten in regem Kontakt waren, Handel betrieben, aber auch kriegerische Auseinandersetzungen führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 9. Jahrhunderts gelang es dem westalkonischen Fürsten [[Aerich der Große|Aerich]], als [[Dux Alconum]] große Gebiete Südsagradiens unter seiner Herrschaft zu vereinen und die Tributpflicht von den muslimischen Numerern zu beenden. Aerichs Reich zerfiel jedoch nach seinem Tod 882 wieder unter seinen Söhnen [[Arrigo II. von Liez und Corar|Arrigo II.]] und [[Fildrigo von Liez und Corar|Fildrigo]], Südsesín musste wieder an Sarmay abgegeben werden. Erst [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigo III.]] (898-915) erreichte wieder ein vergleichbar machtvolles Königtum wie Arrigo der Große. Er konnte von den zahlreichen Teilungen und Thronstreitigkeiten in Sarmay profitieren, indem er Einfluss auf die mächtigen Provinzfürsten im Sarmayenreich ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin der Eroberer und die Gründung des Reiches ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Dián III. von Sarmay|Dians III. von Sarmay]] im Jahr 878 kam es zu Nachfolgestreitigkeiten zwischen dessen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die 882 zugunsten einer Reichsteilung entschieden wurden. Die permanente Schwäche Sarmays suchten sowohl Skanten als auch Alkonen in der Folgezeit für sich auszunutzen. Mit der Übernahme der skantischen Alleinherrschaft 897 begann [[Martin I. der Eroberer|Martin I. von Scantia]] (König seit 892) eine aggressive Machtpolitik. Er verheiratete seinen Sohn [[Philipp der Große|Philipp]] mit seiner Nichte, Prinzessin [[Lara von Liez]], der Tochter [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigos III. von Liez und Corar]] Nachdem dieser 912 gestorben war, ohne einen männlichen Thronfolger zu hinterlassen, erhob Martin I. Anspruch auf Alkonien. Das 907 unter [[Armondo II. von Sarmay|Armondo II.]] wiedervereinigte Fürstentum von Sarmay wurde 915 geschlagen und musste die Oberherrschaft Martins anerkennen ([[Vertrag von Tantallas]]). Mit sarmayischen Truppen führte dieser seine Eroberungskriege seit 916 gegen den alkonischen Herzog [[Arrigo IV.]] fort. Martin nannte sich nun „Rex Sagradiæ“ und besiegte 922 in der [[Schlacht von Pergía]] auch endgültig Arrigo IV. 923 musste der Alkonenherzog Arrigo IV. offiziell die Herrschaft Martins des Eroberers über den gesamten christlich beherrschten Teil der sagradischen Halbinsel anerkennen (&amp;quot;[[Schwur von Vesaey]]&amp;quot;) Seither galt Martin als erster [[Königreich Sagradien|König des gesamten christlichen Sagradiens]], auch wenn im Südosten noch immer arabische Herrschaftsgebiete verblieben. Martin ernannte 930 seinen Sohn Philipp zum Mitherrscher, um seine Dynastie zu konsolidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Hochmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philipp der Große und die Zeit der Konsolidierung ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Martins I. kam es zu neuen Kriegen in Sagradien. Martins Sohn und Nachfolger [[Philipp I. der Große]] (933-969) konnte sich erst nach mehreren Kriegen wieder die Macht über ganz Sagradien sichern. Nach der [[Schlacht von Tantallas]] 938 war Philipp wieder allgemein anerkannt. 939 wurde Philipp im [[Noyarenser Dom]] zum König von Sagradien gesalbt. 942 erließ Philipp mit dem [[Codex Magnus]] ein einheitliches Recht für seinen gesamten Herrschaftsbereich. Im Innern baute Filipe die Infrastruktur aus, setzte die Erbmonarchie in der männlichen Linie durch, um zukünftige Erbteilungen zu verhindern, förderte Kunst, Wissenschaft und Literatur sowie den Bau von Königspfalzen, Klöstern und Kirchen und stärkte die Macht des Königs im Laufe seiner Regierungszeit noch mehr. Nach Außen setzte er die Eroberungskriege seines Vaters fort und zerschlug das Emirat von Duerez, übrig blieb nur das kleine numerische [[Maleskanisches Reich|Maleskanische Reich]]. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 969 überließ er seinem Sohn und Nachfolger [[Albreth IV.]] dem Barmherzigen (969-980) eine gesicherte Königsherrschaft. Im 10. Jahrhundert entwickelte sich auch die Region zwischen [[Pin]] und [[Lieno]] zum Zentrum des Reiches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Zentralmacht und Kämpfe um die Krone ===&lt;br /&gt;
Albreth IV., der sich besonders als Städtegründer (u.a. von [[Semest]]) hervortat, nahm die Grenzkriege seines Vorgängers gegen [[Perutinger]] und [[Golen]] wieder auf und konnte die Bretonen 971 endgültig befrieden. Im Innern aber zeigte er sich nicht in der Lage, die aufstrebende Macht der Herzöge einzudämmern, die nach Albreths Tod auch die Erbthronfolge anfochten. [[Martin II.]] der Gute (980-994), Bruder Albreths, musste nach Kämpfen gegen [[Arrigo von Bordez]] 984 den Reichsherzögen erweiterte Rechte zugestehen, band diese jedoch durch geschickte Heiratspolitik ans Reich. In der [[Bulle von Nonthí]] setzte er 992 eine lehensrechtliche Bindung der Untervasallen an den König durch und verminderte dadurch die Chance der Herzöge zu bewaffneten Aufständen gegen die Zentralgewalt. [[Philipp II. der Katholische]] (996-1019) erreichte 999 mit der Eroberung von Malesc den Abschluss der [[Numererkriege]], die später auch als ''sagradische Reconquista'' bezeichnet wurden. Unter seinen Nachfolgern [[Philipp III.]] (1019-1042) und [[Roduich III.]] dem Kurzen (1042-1069) begann der rasche Machtverfall der skantischen Könige im sagradischen Regnum und der Adel wurde zunehmend stärker. Während sich Filipe III. und Rodrigo III. immer wieder mit den Machtansprüchen [[Don Joán]]s, des Bruders Filipes III., (1026-1029 Gegenkönig Filipes, 1042-1048 Regentschaft für Rodrigo, Ermordung Rodrigos 1069, 1069-1071 Kanzler [[Martin III.|Martins III.]]) auseinandersetzen mussten, wurde dieser 1072 von seinem Neffen, König [[Martin III.]] dem Frommen (1069-1078), hingerichtet. Martin tat sich besonders als Förderer des Klostertums hervor und verbrachte große Zeit in den Klöstern [[Martinez]], [[Meném]] und [[Casterley]] (daher auch der Spitzname „Mönch mit Krone“). Die Regierungsgeschäfte überließ er weitgehend den Erzbischöfen [[António de Martinez]] und [[Carles von Noyar]]. Im [[Edikt von Meném]] von 1075 wurden die letzten Moslems christianisiert oder gewaltsam aus dem Land vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien unter den ersten Diannidenkönigen ===&lt;br /&gt;
Im Kampf um die Nachfolge Martins III. kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, in denen sich [[Johann I. von Cliêce]] (1078-1094), [[Herzog von Alconía]] und Schwager Martins III., mithilfe der Kirche gegen [[Rodrigo I. Herzog von Scantia|Rodrigo I. dem Langen von Scantia]], den mächtigsten der Vasallen, durchsetzen konnte. Der Dualismus zwischen dem neuen Königshaus der [[Dianniden]] und den skantischen Herzögen aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]] sollte sich aber noch lange hinziehen. Johann unterstützte zunächst im Investiturstreit Papst Gregor gegen den deutschen Kaiser Heinrich IV. und erneuerte die Schutzverträge mit dem Kirchenstaat, fiel später jedoch selbst in Streit mit dem Reformpapsttum und stand seit 1091 unter Kirchenbann. Herzog [[Martin der Kühne von Scantia]] nutzte dies, um wiederum einen Krieg gegen Johann zu beginnen, in dem Johann 1094 ermordet wurde. Sein Sohn und legitimer Nachfolger [[Johann II.]] der Löwe (1094-1121) musste den Krieg gegen Martin den Kühnen von Scantia fortführen. Nach Johanns Sieg 1095 wurde Martin festgenommen. Johann II. nahm 1096-1099 auf dem Ersten Kreuzzug teil und versöhnte sich dadurch wieder mit Rom. Martin von Scantia aber nutzte die Gelegenheit, um sich zu befreien und die Herrschaft an sich zu reißen. Als Johann 1100 zurückkehrte, kam es zur zwischenzeitlichen Versöhnung zwischen Martin dem Kühnen und König Johann II. Martin kehrte nach Scantia zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten peruzinischen Königs [[Jouan I. von Perucía|Jouan dem Kurzen]], der nur eine Tochter zurückließ, erhob Martin der Kühne für seine dritte Frau [[Berta von Perucía]] Anspruch auf die Krone des nordmikolinischen Reiches. Dafür startete er eigenmächtig einen Feldzug nach Perucía und ließ sich 1101 in [[Alessa]] zum König ausrufen. Mit dem [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Ersten peruzinischen Erbfolgekrieg]] 1101-1112 begründete Martin der Kühne das mächtige [[Lusonidenreich|lusonidische Reich]] um die Krone Perucías und die Ländereien der skantischen Herzöge in Sagradien. Dennoch half Johanns große Reichsreform von 1102, die Macht der Herzöge einzudämmen. Sein Sohn [[Antonio I.]] der Starke (1121-1132) musste seine Herrschaft gegen keine Gegenkönige mehr sichern und konnte das Diannidenkönigtum behaupten und sichern, führte allerdings mehrere erfolglose Kriege mit Frankreich um die Erweiterung der sagradischen Besitzungen in der Bretagne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lusonidenkriege und Eroberung Golens und Perucías  ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonios I., der ohne männlichen Erben blieb, wurde sein Schwiegersohn [[Jakob I.|Jakob von Sacâu]] (Jakob I. der Kühne, 1132-1159) König, der die Kriege gegen die Lusoniden wieder aufnehmen musste. Es gelang ihm aber nicht, die Macht der Skanten zu brechen. Nach dem Tod [[Bernhard II. von Golen|Bernarts II. von Golen]] erhob Jakob als Schwiegervater einer Tochter Bernarts Anspruch auf die Krone, ebenso wie der mikolinische König, was zum Krieg beider Mächte um Golen führte, in dem Jakob 1159 fiel, den sein Sohn [[Gabriel I. Juvans]] (1159-1198) aber erfolgreich zuende führen konnte und daraufhin als erster König Golen mit Sagradien vereinigte. Gabriel Juvans gelang danach ein Durchbruch im Machtkampf mit den Lusonidenherrschern, die Gabriels Oberherrschaft in Sagradien anerkennen und den Großteil ihrer Besitzungen in Sagradien inklusive des Herzogtums Scantia abtreten mussten. Gabriel, seineszeichens ein großer Förderer von Kunst und Kultur, baute zudem das Kirchensystem aus, stärkte die Königsgewalt und nahm am Dritten Kreuzzug teil. Er gilt als bedeutendster sagradischer König des Hochmittelalters und wurde 1537 heilig gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel II.]] (1201-1220) führte Krieg gegen den abtrünnigen [[Südbund]] (Liez, Corar, Sur Pinia) und zwang ihn unter die Krone. Unter [[Philipp IV. Hermes]] (1233-1261) endete nach dem Tod [[Martin Posthumus]]’ 1249 die Herrschaft der Lusoniden in Perucía und [[Philipp der Schweigsame]] von Redanior setzte sich mithilfe des sagradischen Königs gegen den unehelichen Sohn Martins, [[Renart von Soria]] durch, der in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 vernichtend geschlagen wurde. Philipp von Redanior wurde König von Perucía und erkannte die Oberherrschaft Sagradiens über sein Territorium an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Spätmittelalter ==&lt;br /&gt;
=== Redanior-Königtum und Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod König [[Gabriel IV.|Gabriels IV. des Klugen]] (1261-1264), der 1263 erstmals die Stände einberief, um seine Nachfolge zu regeln, gelangte mit seinem zwölfjährigen Neffen König [[Martin IV. Felix]] (1264-1289) das [[Haus Redanior]] auf den sagradischen Thron, der 1275 die Herrschaft über Perucía mit der sagradischen Krone vereinte. Seine Nachfolger [[Robert I.]] (1289-1292) und [[Jakob II.]] der Gerechte (1292-1301) mussten 1290-1313 [[Peruzinische Aufstände|Aufstände der Peruzinischen Stände]] niederschlagen, die sich im [[Bund von Alessa]] gegen die sagradische Herrschaft vereint hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Martin VI.|Martin dem Guten]] von Gerón bestieg das Haus Redanior 1315 in einer jüngeren Linie den mikolinischen Thron, während in Sagradien seit 1301 Martins Onkel [[Jakob III.]] (1301-1320) herrschte, der 1301 seinen Neffen [[Martin V.]] den Wahnsinnigen (1301) entmachtet hatte. Als dieser 1320 jedoch starb, wurde [[Martin der Gute]] von Peruzien und Mikolinien nächster Anwärter auf den Thron. Gegen den in Mikolinien weilenden Monarchen usurpierte in Sagradien jedoch [[Heinrich von Viça]] (1320-1321) den Thron und ließ sich von den Ständen anerkennen, die eine Union mit Mikolinien fürchteten. Als Martin der Gute im Jahr 1321 in Sagradien einfiel, um seinen Thronanspruch durchzusetzen, besiegte und tötete er jedoch António in der [[Schlacht bei Alágua]] und bestieg als [[Martin VI.]] (1321-1354) selbst den Thron. Er vereinte damit als erster König die mikolinische, peruzinische und die sagradische Krone unter seiner Herrschaft und beendete die seit Jahrhunderten herrschenden Kriege. Innenpolitisch gelang es ihm die Macht des Herrschers in beiden Reichsteilen zu stärken und die Doppelmonarchie zu einer wirtschaftlichen und politischen Hochblüte zu bringen. Er führte in beiden Teilreichen zentrale Rechnungshöfe ein, erhöhte die Steuern und zog das Vermögen des mächtigen, 1345 verbotenen [[Fallenserordens]] in Südmikolinien ein. Ihm folgten [[Martin VII.]] (1354-1378) und [[Jakob IV.]] (1378-1395) nach, gegen dessen Herrschaft sich seit 1383 ein Aufstand in Mikolinien entwickelte, der schließlich zum [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] und zur gewaltsamen Auflösung der [[Union von Alagua]] führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sechzigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Mit der [[Mikolinische Revolution|Mikolinischen Revolution von 1386]] ging die mikolinische Krone an [[Charl de Interea]], der sie jedoch gegen innere und äußere Feinde verteidigen musste. Zudem begann unmittelbar danach aucn in Sagradien der Streit um die Nachfolge des kinderlosen König [[Jakob IV.]]. Bereits vor dem Tod Jakobs kam es zwischen den potenziellen Thronfolgern [[Michael von Vesaey]] und [[Joseph von Ostino]] zum „[[Krieg der Herzöge]]“, aus dem mit mikolinischer Unterstützung ([[Vertrag von Nantés]]) José de Óstino als Sieger hervorging, der nach Jakobs Tod 1395 als Joseph III. (1395-1396) den Thron bestieg. Er wurde allerdings bereits 1396 von seinem Gegenkönig [[Michael von Vesaey]] (1396-1421) bei [[Xenópolis]] besiegt und ins [[Kloster Martiniac]] verbannt, während [[Karl VI. von Mikolinien]] in Perucía einfiel. Von der [[Alberenser Union]] als König von Perucía anerkannt, hielt er als Schwager Johanns von Ostino an dessen Königtum fest und bestritt die Legitimität Miquel de Vesaeys. Zwischenzeitig erhob Karl sogar als Schwager des 1398 verstorbenen José selbst Anspruch auf den sagradischen Thron und berief sich auf die Bulle von Servette und die darin festgelegte Unteilbarkeit des Reiches. In dem ein halbes Jahrhundert andauernden Krieg kämpften seit 1398 die unabhängige [[Tulinesische Republik]] sowie zeitweise auch [[Saloanische Lande|Salua]] auf sagradischer Seite, während sich Mikolinien mit den Häusern [[Haus Óstino|Ostino]] und [[Haus Esqués|Esqués]] verbündete. In Peruzien wurde der Kampf der mikolinisch-freundlichen Union mit den Anti-Karlisten in Form eines blutigen Bürgerkriegs ausgefochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen schweren Niederlagen Sagradiens (Abfall [[Álbero]]s und [[Montana]]s 1409, offener Aufstand in [[Westligre]] 1417, Belagerung [[Gerón]]s 1420) übernahm 1420 der königliche Prinz [[Don António]], zweiter Sohn Miquels I., den Oberbefehl über die sagradischen Heere. Nach dem Tod Miquels I. in der [[Schlacht von Valés]] konnte Don António Siege bei Gerón, [[Sancristo]] und [[Alágua]] feiern und dadurch einen mikolinischen Sieg vereiteln. Er starb 1424 an einer Lungenentzündung. König [[Philipp V.]] (1421-1457) gelang es mit der Unterstützung tulinesischer Truppen unter [[Luis Filipe von Santori]] und besonders mithilfe der tulinesischen Flotte unter Conte [[David von Santori]], Mikolinien empfindliche Niederlagen zuzusetzen. So schlug er in einer sagradischen Offensive seit 1427 das mikolinische Heer bei [[Cania]] und konnte 1431 die Stadt [[Bosa]] erfolgreich verteidigen. Nach dem endgültigen Abfall [[Conte]]s im Jahr 1432 konnten beide Seiten keine entscheidenden Siege mehr verbuchen, sodass die Kämpfe 1439 weitgehend eingestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Großmacht Sagradien unter den Santori ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zur Großmacht ===&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensschluss zwischen [[Mikolinien]] und [[Sagradien]] im [[Friede von Tesqué|Frieden von Tesqué 1443]], in welchem die endgültige Trennung beider Kronen vorgeschrieben und die Grenzen vereinbart wurden, die in groben Zügen bis heute gültig sind (so genannte ‚[[Medéolinie]]’), hinterließ [[Philipp V.]] eine gefestigte Krone, wobei sich der Verlust des ständigen Unruheherds [[Perucía]] an Mikolinien langfristig zugunsten der königlichen Macht auswirkte. Mit dem Tod Philipps V. 1457 starb das [[Haus Vesaey]] aus und die Königskrone fiel an das tulinesische Regentenhaus [[Santori]]. Für den bei Amtsantritt erst acht-jährigen Thronfolger [[Philipp VI.]] (1457-1491), Enkel Philipps V., herrschte bis 1468 sein Vater [[Conte von Tulis|Conte]] [[David de Santori]], Herzog von Golen. Dieser baute die Hausmacht der Santori aus und verknüpfte die Stärke Sagradiens eng mit der der Santori und dem [[Comitat Tulis]]. In drei [[Saloanische Kriege|Kriegen gegen Mikolinien]] (1477-1479, 1492-1497, 1505/06), konnte sich Sagradien das [[Saloanische Lande|Saloanische Erbe]] in Südmikolinien sichern und etablierte so seine Herrschaft im Süden und Osten der mikolinischen Halbinsel. Zugleich stiegen die Sántori 1495 zum Herrscherhaus Portugals auf. Außerdem wurde das seit 1494 mikolinisch besetzte [[Golen]] bis 1499 zurückerobert und als sagradisches Kronland verteidigt. Diese Entwicklung des Machtgewinns nahm unter König [[Philipp VII.]] (1491-1502) ihren weiteren Lauf. Thronfolgeauseinandersetzungen innerhalb des Hauses Santori, die 1502 zwischen [[Peter I.]] (1502-1509) und seiner Nichte [[Catarina de Sántori]] zur gewaltsamen Eskalation führten ([[Lilienkriege]]), wurden 1509 mit dem Regierungsantritt [[David I.|Davids I.]] (1509-1543) beigelegt, der zum politisch wichtigsten Monarchen Sagradiens im 16. Jahrhundert wurde und das so genannte &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; in der sagradischen Geschichte einleutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancekönigtum und Weltmachtpolitik ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Sagradien zur europäischen Großmacht aufgestiegen und das Königshaus Santori verfügte als Resultat geschickter Heiratspolitik über Herrschaftsgebiete in Nord- und Südmikolinien ebenso wie in Übersee. Dazu kam 1521 das portugiesische Erbe, das David I. nach dem Tod seines Vaters [[Manuel I]]. zufiel ([[Sagradisch-Portugiesische Union]]). Damit vereinte David als erster und einziger Monarch die Kronen Sagradiens und Portugals und herrschte über ein Weltreich mit hegemonialem Anspruch in Europa. Zu den portugiesischen Kolonialbesitzungen kamen neue unter sagradischer Flagge eroberte Gebiete in Übersee, vor allem in Afrika und Amerika, die den Entdeckungen der Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]] und [[Joán Caballes]] (eigentlich Giovanni Caballi) zu verdanken waren und die teilweise auf dem von tulinesischen Seefahrern bereits im 15. Jahrhundert gegründete Handelsnetz mit Afrika aufbauten. Während in Afrika und Asien vor allem Handelsstützpunkte gegründet wurden, errichtete Sagradien in Nord- und Südamerika als Flächenkolonien die Vizekönigreiche [[Nova Sagradia]] und [[Guiana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben förderte David Kunst, Kultur, Handel und Wissenschaft. Nachdem bereits Philipp VII. italienische Künstler und Gelehrte an seinen Hof geholt hatte, darunter die Humanisten [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Franziskus Aurelianus]], wurde der Königshof in [[Tulis]] unter David I. zum Hauptknotenpunkt der westeuropäischen Renaissancekultur. Er setzte sich mit der [[Reformatio Davidi]] für eine Reform der katholischen Kirche ein, begründete die von Rom weitgehend unabhängige [[Sagrikanismus|&amp;quot;sagrikanische&amp;quot; Nationalkirche]] und betätigte sich als Kunstmäzen. Das Zeitalter Davids I. markiert daher zugleich die größte politische Blüte der sagradischen Geschichte als auch den Beginn des so genannten „[[Gran'Etá|Großen Zeitalters]]“ (&amp;quot;la Gran'Etá&amp;quot;) der sagradischen Geschichte, das bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts andauern sollte und wegweisende Werke der Malerei, Bildhauerei, Architektur und Literatur hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monarchen des Goldenen Jahrhunderts: Von Johanna I. bis Gabriel V. ===&lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 führte zur Teilung des Weltreichs zwischen Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1580) und Davids Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann dem Frommen]]. Johanna und ihr Ehemann [[Philipp von Valier]] (1543-1552) erhielten das [[Königreich Sagradien]] samt Überseebesitz, das [[Comitat Tulis]] und die [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]], Johann erbte Portugal und das zugehörige Kolonialreich der iberischen Seefahrernation. Die Santori teilten sich damit wieder in zwei Familienzweige. Unter Johanna I. wurde das mittelsagradische [[Semest]] zur dauerhaften Königsresidenz und zur Hauptstadt des Landes ausgebaut. Der 1552 in Tulis ausgebrochene [[Josephitenaufstand]] gegen die Union mit Sagradien wurde 1556 endgültig niedergeschlagen. Das Aussterben der portugiesischen Linie des Hauses im Jahr 1578 führte 1580 schließlich zum [[Portugiesischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg um Portugal]], in dem die Santori das Land an die spanischen Habsburger verloren. Dennoch konnte Sagradien seine Hegemonie über die Konsettenhalbinsel aufrechterhalten. Das Kolonialreich in Übersee wurde überdies weiter ausgebaut und erreichte im frühen 17. Jahrhundert eine Blütephase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation führte erst in ihrer calvinistischen Form und auch nur in Teilen Sagradiens, vornehmlich im Nordosten zu Resonanz und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Reihe von religiösen Konflikten, die eng mit politischen Auseinandersetzungen und Machtfragen verbunden waren. Unter Königin Johanna und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591) setzte die Krone zögerlich auf eine Politik der religiösen Toleranz, die ihren sichtbarsten Ausdruck im [[Toleranzedikt von Viça]] 1567 fand. Dies führte wiederum zu Konflikten mit der ultrakatholischen Partei, ehe der seit den 1580er Jahren amtierende leitende Minister [[Joán María de Belavís]] die Gegenreformation in Sagradien zu einem Erfolg führte. König [[Gabriel V.]] (1591-1640), der einen prächtigen Hof hielt und als großer Förderer der Künste galt, setzte nach dem Tode Belavis’ 1602 dessen Zentralisierungs- und Machtpolitik im Inneren fort und restaurierte zudem durch geschickte Haushalts- und Wirtschaftspolitik (Ansätze eines merkantilistischen Wirtschaftssystems) die durch königliche Repräsentation und militärischen Auseinandersetzungen angeschlagenen Staatsfinanzen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] 1620-1624 gegen den Nachbarn [[Mikolinien]] erreichte Sagradien noch einmal eine Bestätigung seiner Besitztümer auf der mikolinischen Halbinsel. Gabriels Tod im Jahr 1640 wird allgemein als Schlusspunkt der politischen Blütephase Sagradiens und als Auftakt zu einem lang anhaltenden Niedergang angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Großmacht ===&lt;br /&gt;
Die elfjährige Regierungszeit [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]] (1640-1651) war von Hofintrigen und Fremdeinflüssen geprägt (u.a. durch seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Regentin Mikoliniens, später von verschiedenen Mätressen wie [[Antonia de Casterley]] oder [[Francisca de Simonis]]) und gilt als Wendepunkt in der sagradischen Geschichte. Sagradiens unglückliche Intervention im Dreißigjährigen Krieg und der für das Königreich enttäuschende Westfälische Frieden von 1648, markieren den relativen Abstieg und den Anfang vom Ende der sagradischen Großmachtstellung in Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten wechselnde außenpolitische Erfolge und Misserfolge. Zwar konnte der Besitz Golens im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] von 1657-1669 gegen Mikolinien gesichert werden, die Unterstützung Ludwigs XIV. bei dessen Krieg gegen Holland und der zeitgleich geführte [[Spanisch-Sagradischer Seekrieg|Spanisch-Sagradische Seekrieg]] führten zu einer Schwächung Sagradiens und zu einem Verlust mehrerer Kolonien in Übersee. Auch die Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg, in dem Sagradien nun gegen Ludwig XIV. kämpfte, brachte nicht die erwünschten Erfolge, welche die Großmachtstellung Sagradiens wiederhergestellt hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch vermochte es [[Gabriel VII.]] (1654-1698) jedoch mit Hilfe seines Ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] die Macht des Königs zu konsolidieren und punktuell zu stärken, auch wenn er den Einfluss der Stände nicht gänzlich zurückdrängen konnte. Obgleich die Macht der sagradischen Krone im Innern unter Gabriel VII. nochmals einen Höhepunkt erlebte, legte v.a. die ausschweifende Repräsentationspolitik und die kostspielige Hofhaltung des Königs im neu erbauten Schloss Bernabêu, die nach dem Ableben jenes besonnenen Staatsmannes und Kardinals keinerlei Eindämmung mehr fand, die Grundsteine für den Staatsbankrott und die sich daraus ergebende Krise des frühen 18. Jahrhunderts. Auch barg das gesteigerte Machstreben der Santori-Dynastie des späten 17. Jahrhunderts den Grundstein für die harten Auseinandersetzungen mit den Ständen um die Rolle von Krone, Adel und Ständen im sagradischen Gemeinwesen, die unter seinen Nachfolgern zum Krieg führen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 18. Jahrhundert: Bürgerkrieg und Ständemacht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstände und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Trotz des offensichtlichen Geldmangels und der zerrütteten Haushaltslage verstärkte der absolutistisch gesinnte König [[Danadier II.]] (1698-1721), spöttisch der ‚Schattenkönig’ genannt in Anlehnung an sein großes Vorbild Ludwig XIV. von Frankreich, die höfische Repräsentation noch mehr und provozierte die Gegnerschaft sowohl des aus zahlreichen Machtpositionen gedrängten Adels als auch des Volkes. Er versuchte, die aufkeimende Opposition im Hochadel durch eine autokratische Führung zu unterdrücken. Die finanziellen und sozialen Missstände führten seit 1708 zu einer ernsten politischen Krise und zu zwei größeren Aufständen ([[Aufstand von 1708|1708]] und [[Aufstand von 1711|1711]]), die blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verheerende Niederlage Sagradiens im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] von 1703-1710 führte schließlich nicht nur zum Verlust [[Großherzogtum Macedi|Macedis]] an [[Mikolinien]], sondern verschärfte auch die innersagradische Krise. Die Auflösung der [[Generalstände|Ständeversammlung]], die dem König weitere Kriegskredite verweigert hatte, sowie die für Sagradien problematischen Friedensschlüsse von Cresq 1711 und von Utrecht 1713, in denen die Santori-Monarchie [[Feiroa]] und einige Festungen in [[Lukien]] an Mikolinien und die Hafenstadt [[La Cripón]] sowie die Insel [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, führten schließlich 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] (Sagradischer Koalitionskrieg), in dem eine ständische Adelskoalition ([[Coalicionarioes]]) unter Führung der Herzöge von [[Sesín]] und [[Alconía]] gegen die königlichen Truppen und die kronloyalen Adelshäuser ([[Reales]]) kämpfte. Die Gefangennahme Danadiers II. 1718 und der Übergang zu einer gemeinsamen Regierung aus Ständen und König unter dem Regime der [[Codices Magni Libertatum]] führten nur zu einem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen, diese wurden vielmehr 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen fortgeführt. Außerdem suchte Mikolinien im [[Sagro-Mikolinischer Krieg 1718-20|Krieg von 1718-20]] Südkont, Westligrien und Lukien einzunehmen. Der [[Friede von Guillard]] 1720 beendete schließlich die Kampfhandlungen und bedeutete den Verlust großer Teile Südkonts an Mikolinien, während der Großteil Lukiens jedoch gehalten werden konnte. Die soziale Notlage und die ständigen Unruhen führten zu einer hohen Verunsicherung der Bevölkerung sowie zu einer Radikalisierung der Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interregnum und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Infolge royalistischer Aufstände und Umsturzversuche floh König Danadier II. im Februar 1721, übergab seine Thronrechte an seinen Bruder [[Philipp Karl von Viça]] und wurde schließlich durch die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] für abgesetzt erklärt. Die folgende absolute Ständeherrschaft wirkte als Katalysator der Parteikämpfe und der Unzufriedenheit in den niederen Schichten. Die [[Sturm auf den Plazarenya|Erstürmung des Plazarenya-Palasts]] am 23. Mai 1721 gab schließlich das Signal für den radikalen [[Maiaufstand 1721]], in dessen Folge der niederadlige [[Simón Bernord]] die [[Erste Sagradische Republik]] ausrief und an der Spitze eines regierenden [[Rat der Sieben|Rates der Sieben]] die Macht in der Haupstadt sowie im Umland von Semest übernahm. Im Juni 1721 kam es einigen Großstädten zur Gründung von radikalen bürgerlichen Tochterräten, im Juli folgte der Ausbruch eines großen [[Bauernaufstand 1721|Bauernaufstandes]], der den ganzen Süden des Landes in Anarchie versetzte. Erst im Herbst 1721 konnte ein gemeinsames Heer aus Royalisten und ständischen Koalitionstruppen die Hauptstadt einnehmen und die Herrschaft Bernords beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut zusammengetretenen Generalstände stellten neue verfassungsähnliche Gesetze auf, die das Land wieder dezentralisieren und den Einfluss der Cortes vermehren sollten. Im Herbst 1722 stellte Danadiers jüngerer Bruder [[Philipp Karl von Viça]], der sich selbst als legitimen König sah, in Frankreich ein Heer zusammen, fiel in der [[Bretagne]] ein und konnte bis nach [[Lojandía]] vordringen, ehe er von einem Ständeheer unter Führung des Prinzen [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] zurückgeschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prinzregentschaft und Ständekönigtum ===&lt;br /&gt;
Mit seinem Sieg im Krieg gegen die [[Philippkarlisten]] stieg Johann Franz zum starken Mann im Reich auf und wurde als ''Prinzregent'' der Republik bezeichnet. 1727 heiratete er [[Maria I.|Maria Luisa]], eine Tochter [[Danadier II.|Danadiers II.]] und setzte zwei Jahre später die Rückkehr zur Monarchie durch. Am 6. Januar 1730 bestieg Maria Luisa als [[Maria I.]] (1730-1748) den verwaisten Thron ihres Vaters, ihr Mann Johann Franz blieb aber Mitregent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hatte Sagradien nach neunjährigem Interregnum wieder einen Monarchen, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. Die Regentschaft Johanns und Marias gilt daher auch als Ständekönigtum. Die [[Codices Magni]] fungierten als Grundgesetz und die Stände beanspruchten weitgehende Mitspracherechte. &lt;br /&gt;
Außenpolitisch lehnten sich Johann und Maria enger an England an. Unter ihrer Regentschaft blühten v.a. die Kultur und Philosophie der Aufklärung, die von Frankreich und England nach Sagradien gebracht worden war. Nach dem Eintritt Sagradiens in den Österreichischen Erbfolgekrieg kam es zum offenen Krieg mit Frankreich, das sich auf Kosten Sagradiens Gebietsgewinne erhofft. Diese Hoffnungen blieben freilich unerfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Santori-Königtums und Beginn der Vienne-Dynastie ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Johanns 1745 und Marias 1748 wurde ihr minderjähriger Sohn [[David II.]] (1748-1753) König, starb aber bereits mit neun Jahren. Mit dem Aussterben der Sántori in der männlichen Linie geriet das Land in eine ernste Nachfolgekrise. Die Regierung seiner Schwester [[Maria II. Franziska]] (1753-1757) und ihres Mannes [[Anton II.|António Ramón de Piacón]] führte zu erneutem Streit mit den Ständen. Nachdem die Stände António abgesetzt hatten, dankte Maria Franziska 1757 als Königin ab. Mit ihr endet die 300-jährige Geschichte des [[Santori]]-Königtums in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum neuen König erhoben die Stände den [[Herzog von Vienne]], einen Urenkel König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]], der daraufhin als [[Philipp IX. Ludwig]] (1757-1792) den sagradischen Thron bestieg und die Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne-Könige]] begründete. Von seinem leitenden Minister, Graf [[Armand de Calogny]] (1759-1765), unterstützt, machte sich Gabriel zum Ziel, die Herrschaft der Krone wieder zu stärken und die Macht der Stände in ihre vorrepublikanischen Schranken zu verweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er noch bei Antritt seiner Regentschaft die Codices Magni bestätigt hatte, setzte er sie 1765 in der [[Lex Generalis]] teilweise wieder außer Kraft und dämmte damit die Macht der Generalstände deutlich ein. Außenpolitisch kehrte der Monarch dem Anglismus seiner Vorgänger den Rücken und lehnte sich wieder mehr an das absolutistische Frankreich an. Als erster europäischer Staat erkannte Sagradien unter Philipp Ludwig die Unabhängigkeit der 13 Kolonien Neuenglands an und unterstützte diese seit 1779 an der Seite Frankreichs im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Philipp Ludwigs Sohn und Nachfolger [[Gabriel VIII.]] (1792-1797) und seinem Ersten Minister [[Frederic de Calzac]] beteiligte sich Sagradien seit 1792 an den Koalitionskriegen gegen das republikanische Frankreich. In den Kriegen ging die [[Bretagne|Westbretagne]] sowie der Nordteil [[Armoria]]s, wo zuvor die [[Armorikanische Republik]] ausgerufen worden war, an Frankreich verloren, das die neuen Departements [[Lesker]], [[Kérec]], [[Haut-Ligre]] und [[Côte du Cripon]] der Französischen Republik anschloss. Die kurzlebige [[Ligrische Republik]] am Unterlauf des Ligre konnte dagegen niedergeschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Kriege und Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Regierungzeit Gabriels VIII. folgte ihm 1797 sein erst siebenjähriger Enkel [[Gabriel IX.]] (1797-1812) als König nach, für den sein Onkel [[Gabriel X.|Emil Johann Gabriel Herzog von Alconía]] die Regentschaft ausübte. Nach verlorenem Krieg gegen das napoleonische Frankreich zwang der Kaiser der Franzosen im Herbst 1805 den Regenten zur Abdankung. Unter Gabriels Mutter Marie Luise von Parma wurden in der Folge liberale Reformen durchgeführt, jedoch war Sagradien politisch von Napoléon abhängig, der weiterhin Besatzungstruppen in Sagradien hielt. Gabriel IX., seit 1808 selbst regierend, lehnte sich noch stärker an Frankreich an, ließ eine Verfassung ausarbeiten und heiratete 1810 Napoleons Nichte [[Julie Bonaparte]]. Seine unpopuläre Herrschaft endete 1812 in seiner Ermordung, woraufhin es zur [[Winterkrise 1812/13]] kam, in deren Folge es zu einer französischen Invasion in Sagradien kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die französische Intervention regte sich schnell Widerstand in Sagradien, der von Mikolinien und Großbritannien unterstützt wurde. Ein sagradisch-mikolinisch-britisches Heer siegte 1813 schließlich bei [[Colón]] gegen Napoléon. Julie Bonaparte musste zusammen mit den napoleonischen Truppen das Land verlassen, der frühere Regent kehrte nach Sagradien zurück und bestieg als [[Gabriel X. Emil]] (1813-1849) den sagradischen Thron. Dieser erkannte die von den [[Cortes von Diegue]] ausgearbeitete liberale [[Verfassung von 1812]] nicht an und machte sich an eine absolutistisch gesinnte Restauration des Königtums der vornapoleonischen Ära ([[Cuartêniu Absoluta]]). Als Folge daraus formierte sich ein neuerlicher Widerstand im sagradischen Adel und im Bürgertum und es kam zur liberalen [[Novemberrevolution 1817]], in deren Folge Gabriel X. die liberale [[Novemberverfassung]] erlassen musste, die sich weitgehend am Entwurf der Cortes orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration und Revolution ===&lt;br /&gt;
Auf dem Wiener Kongress musste Sagradien auf die gesamten Gebiete auf der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]] sowie auf den größten Teil Golens verzichten. Damit endete die seit Gründung der sagradischen Königreiche im Frühmittelalter anhaltende sagradische Präsenz jenseits der [[Konsetten]]. 1817 besetzte Mikolinien zudem die noch bei Sagradien verbliebenen Gebiete, woraufhin König [[Gabriel X.]] in zwei großen Golenkriegen ([[Erster Golenkrieg (1819-1825)|1819-1825]] u. [[Zweiter Golenkrieg (1827-1829)|1827-1829]]) versuchte, die verlorenen Gebiete in Golen und Mikolinien zurückzuerobern. Im [[Frieden von Diegue 1829]] musste Sagradien schließlich einer Teilung Golens zustimmen. Innenpolitisch versuchte Gabriel den Ausgleich zwischen den zerstrittenen ultrakonservativen und liberalen Kräften zu erreichen, begann seit Mitte der Zwanziger Jahre aber unter Druck der ultraroyalistischen Kräfte, die Novemberverfassung von 1817 und die Rechte des Parlamentes kontinuierlich einzuschränken ([[Emilianische Restauration]]). Die Folgen der Wirtschaftskrise der Jahre 1846/1847, in der zahlreiche Bauern und Arbeiter an den Rand des Existenzverlustes gerieten, und die strikte Weigerung des Königs zu sozialen und politischen Reformen führten im April 1848 zu einer Reihe heftiger von Arbeitern und Bürgern getragener Aufstände ([[Aprilrevolte]]) gegen die restaurative Politik des Königs und seines reaktionären Kronkanzlers, des [[Fernando Conte de Lesta|Grafen von Lesta]], die aber zunächst erfolglos blieb. Erst unter Gabriel Emils Nachfolger [[Lucién I.]] (1849-1871) endete die &amp;quot;[[Decada del Terror]]&amp;quot; und wurden umfangreiche liberale Reformen eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Era Liberal&amp;quot; und Montevilismus ===&lt;br /&gt;
Die Herrschaft Luciens I. wurde wesentlich durch die Regierung des liberalkonservativen Kronkanzlers [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 u. 1861-1873) dominiert, während der König seit 1862 aus Krankheitsgründen fast gar nicht mehr aktiv an den Staatsgeschäften teilnahm und seit 1865 unter der Regentschaft seines jüngeren Bruders Prinz [[Philipp Emilian]] stand. Unter der Regierung Montevil festigte sich Sagradiens konstitutionelle Monarchie und es begann die so genannte „[[Era Liberal|Liberale Ära]]“, auch „Epoche des Montivilismus“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch vertrat der Regierungschef einen konservativen Kurs, der auf der internationalen Isolierung Frankreichs beruhte und im gewonnenen [[Sagro-Französischer Krieg|Sagro-Französischen Krieg]] (1860/61) seinen Ausdruck fand. Die Konfrontation mit Napoleon III. wurde durch Anlehnung an England und Mikolinien ausgeglichen. Innenpolitisch konnte Montevil zahlreiche liberale Reformen durchsetzen. Er revolutionierte das Heereswesen sowie das Bildungssystem, führte neue Steuergesetze ein und drängte den Einfluss der katholischen Kirche zurück. Getragen wurde die Regierung durch die säkular-konstitutionelle [[Partíu Liberal|Liberale Partei]] im Parlament, während konservativ-katholische Kreise der Regierung kritisch gegenüberstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Luciéns im Jahr 1871 geriet Montevil immer mehr in Gegensatz zum neuen reaktionär eingestellten König [[Philipp X.]] (1871-1891). Mit der Demission Montevils 1873 endete die &amp;quot;liberale Ära&amp;quot; in Sagradien und wurde durch eine Phase konservativer Vorherrschaft ersetzt, in der die angeschobene konstitutionelle Entwicklung angehalten und umgekehrt werden sollte. Nacheinander versuchten mehrere konservative Regierungen, die Reformen der Ära Montevil zu revidieren. Zwar hielt sich der König weitestgehend an die Verfassung, schwächte diese aber, indem er Regierungen seines Vertrauens ernannte, immer wieder sein verfassungsmäßiges Vetorecht in wichtigen Reformgesetzesvorhaben einlegte oder das Parlament durch vorzeitige Auflösung zu disziplinieren suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders energisch verfolgte der Monarch eine auf Machtgewinn ausgerichtete Kolonialpolitik und führte das [[Sagradisches Kolonialreich|sagradische Kolonialreich]] zu einem Höhepunkt. Der 1884 erworbenen Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]] (heute teil Somalias) folgten 1886 [[Ríu Ogué]] (das heutige [[Oguana]]) und 1887 [[Sagradisch-Ostafrika]] (das heutige Rovuma). Da die kolonialen Abenteuer aber nur schleppend vorangingen, geriet der Monarch nicht nur in Gegensatz zu den Antikolonialisten, sondern auch mit Teilen der nationalistischen Rechten, die eine noch intensivere Kolonialpolitik forderten. Wirtschaftspolitisch zielte Philipp gegen den Willen der Liberalen auf neue protektionistische Maßnahmen ab, um die einheimische Wirtschaft zu stärken. Gegen die aufstrebende Arbeiterbewegung wurde das Versammlungsrecht beschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Monarchie zur Republik ===&lt;br /&gt;
Obwohl durch das Zensuswahlrecht und praktische Benachteiligungen weitgehend aus dem Parlament verdrängt, wuchs in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die radikale [[Republikanische Partei]] [[Santo Cripón de la Moya]]s zu einer dynamischen Gegenkraft des monarchischen Autoritarismus voran, zumal sich die gemäßigt-liberalen Konstitutionalisten als unfähig erwiesen, dem königlichen Revisionismus Einhalt zu gebieten. Vielmehr musste die liberale Parlamentsmehrheit seit der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1884|Parlamentswahl 1884]] zunehmend Rückschläge einstecken, wie vor allem in der [[Verfassungskrise 1887/88]], in der der König offen gegen die bestehende Verfassung verstieß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch des Königs und seines leitenden Ministers, des [[Gustavo Conte de Montxerent|Grafen von Montxerent]], die Macht des Parlament vollends zu beschneiden, führte 1890 schließlich vor dem Hintergrund einer seit mehreren Monaten schwelenden schweren Wirtschaftskrise im Land zur Eskalation. Als Handwerker und Arbeiter gegen die vom König erzwungene Schließung von Nationalwerkstätten und Kürzung der Sozialleistungen auf die Barrikaden gingen, brachen in den letzten Dezembertagen 1890 zunächst in Semest, bald dann landesweite Aufstände gegen die amtierende Regierung aus. Mitgetragen wurden die Aufstände bald auch vom Bürgertum und teilweise sogar vom Adel, der eine Revolution als letzten Ausweg aus der politischen Bedeutungslosigkeit sah.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anhaltenden Auseinandersetzungen im Januar sahen die Gegner des Königs die Stunde gekommen, den ungeliebten Monarchen loszuwerden. Aus Furcht vor einer sozialen Revolution schlossen sich Liberale, Republikaner und einige Konservative zu einer antimonarchischen Koalition zusammen. In der so genannten [[Januarrevolution 1891]] erklärte die bürgerliche Abgeordnetenkammer in einer Sondersitzung mit deutlicher Mehrheit die amtierende Regierung für abgesetzt und setzte eigenmächtig eine provisorische Regierung ein. Neuwahlen zu einer &amp;quot;Nationalversammlung&amp;quot; wurden erstmals nach dem allgemeinen Männerwahlrecht abgehalten und endeten in einem deutlichen Sieg der revolutionären Kräfte. Noch in der Wahlnacht erklärte König [[Philipp X.]] seine Abdankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien in der Ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Zweite Sagradische Republik]], [[Geschichte der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach Abdankung des Königs verweigerte das Parlament die Anerkennung des Thronfolgers und erklärte sich in der [[Juni-Proklamation 1891]] zum Vertreter des Souveräns. Zwar existierte keine klare Mehrheit für die Republik, die von einer Mehrheit angestrebte parlamentarische Monarchie scheiterte aber an der Obstruktionshaltung der radikalen Monarchisten. Das provisorische [[Novemberstatut 1891]] kam bereits ganz ohne königliche Befugnisse aus und besiegelte de facto den Übergang zur Republik. Offiziell ausgerufen wurde diese jedoch erst per Parlamentsbeschluss vom 2. Januar 1893, nachdem alle Verhandlungen mit dem früheren Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] gescheitert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politik der Republik basierte auf einer Allianz der linksliberalen Radikalen mit einem Teil der reformfreudigen bürgerlichen Eliten und auf dem Ziel, eine soziale Radikalisierung der Revolution zu verhindern und die sozialrevolutionären Aufstände des [[Semestiner Revolutionsrat]]es gegen die sich abzeichnende bürgerliche Republik niederzuschlagen. Mit fast diktatorischen Vollmachten ausgestattet, schlug der Kriegsminister [[Luis María del Castos]] die Aufstände nieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1893 in Kraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassunggesetze]] sahen das allgemeine Mehrheitswahlrecht für Männer sowie eine starke Stellung des Einkammerparlaments vor, dem der Präsident und die Minister verantwortlich sein sollten. Zum ersten Präsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wählte die Nationalversammlung den liberalen Abgeordneten [[Luis Cavaller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Einführung der Republik zerfiel die republikanisch-liberale Parlamentskoalition bald in mehrere Teile. Die republikanische Bewegung wurde dadurch geschwächt. Dennoch erreichten die Republikaner bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] eine Mehrheit. &lt;br /&gt;
Eine politische Krise im Jahr 1894 führte schließlich zu einer konservativen Verfassungsrevision. Die [[Januarrevisionen 1895]] stärkten die Macht des Staatspräsidenten, der künftig das Parlament auflösen konnte und sah die Einführung einer zweiten, nicht direkt gewählten Parlamentskammer, dem so genannten [[Rat der Republik]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärkste Kraft wurden bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] die gemäßigt-republikanischen [[Moderatas]], während die [[Partíu Radical|Radicales]] in die Opposition gingen. Ein letztlich gescheiterter antirepublikanischer [[Putsch von 1898|Putschversuch im Jahr 1898]] führte rasch zu einer Wiederannäherung der republikanischen Linken, die sich daran machten, die Republik durch Reformen abzusichern. Nach dem Sieg der Radikalen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] führte die streng laizistische Politik der liberal-radikalen [[Kabinett Salgado I|Koalitionsregierung Salgado]] zu einem Erstarken und Zusammenrücken der politischen Rechten und zu einer Allianz der rechten katholischen Monarchisten mit den gemäßigten, eher konservativen Republikanern, die sich gegen den radikalen Laizismus der Linken aussprachen und die Polarisierung im „[[Schulkrieg]]“ nutzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der Rechtskoalition und Präsidentschaft Cardinal ===&lt;br /&gt;
Die neue Republik setzte in der Außenpolitik weitgehend auf eine Fortsetzung der imperialistischen Kolonialpolitik der alten Monarchie, wenn diese auch innerhalb der Radikalen Partei zunehmend kritisch betrachtet wurde. Im Innern setzte die radikal-liberale Regierung Salgado auf die klare Trennung von Staat und Kirche, verbot die Konfessionsschulen und schaffte den Religionsunterricht ab. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] kam es zu einem deutlichen Sieg der als „[[Koalition der Moral]]“ vereinigten Rechten, in der jetzt die konservativen Republikaner unter Führung von [[Miquel Fernando Luisanto]] sowie die monarchistischen [[Partíu Nacional Renovador|Nacional Renovadores]] um [[Daniel Lafontán]] gemeinsam Regierungsverantwortung übernahmen. Erstmals stützten nun auch Monarchisten eine republikanische Regierung, die der Republik mehr als ablehnend gegenüberstanden, eine Rückkehr zur Monarchie aber gegen die rechten Republikaner nicht durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vornehmliches Ziel der Rechtskoalition war es, die Reformen der Linken rückgängig zu machen. Die Konfessionsschulen wurden wiedereingeführt, die Klöster gestärkt und der Einfluss der katholischen Kirche enorm ausgebaut. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke gefahren, in der sich Sagradien zunehmend isolierte. 1905 schied mit [[Luis Cavaller]] der erste [[Präsident der Republik]] aus dem Amt, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Zum Nachfolger wählte die rechte Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Damit saß ein äußerst konservativer Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik eher reserviert gegenüberstand, eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich aber ebenso ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen im Jahr 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich zerfiel. Präsident Cardinal löste daraufhin erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen gingen jedoch die [[Aliança Republicana|Liberalen]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom &amp;quot;Bloco de Sinistra&amp;quot; zum &amp;quot;Bloco Nacional&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1912, wenige Monate vor Ende seines ersten Septennats, starb Präsident [[Joán Cardinal]], Nachfolger wurde der Liberale [[Francisco Berlioz]], unter dessen Präsidentschaft es zu mehreren Kooperationsregierungen der liberalen [[Aliança Republicana]] und der katholischen [[Volksaktion]] kam. Diese konnten auch bei den [[Parlamentswahlen 1913]] die meisten bzw. zweitmeisten Mandate gewinnen, obwohl die [[PS|Sozialistische Partei]] nach Stimmen zur größten Partei aufgestiegen war. Damit entstand ein System von vier etwa gleich starken Lagern, wobei sich nun Katholiken und Liberale einerseits, Radikale und Sozialisten andererseits entlang der sozioökonomischen Konfliktlinie gruppierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu einer Wahlrechtsreform, sodass bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]] erstmals das Prinzip der Verhältniswahl zur Anwendung kam. Aus den Wahlen gingen schließlich die [[PS|Sozialisten]] als deutlich stärkste Kraft hervor und wurden erstmals an einer Regierung unter Führung des [[Partíu Radical]] beteiligt, woraufhin sich der linke Flügel des PS abspaltete, aus dem 1920 die [[Sagradische Kommunistische Partei]] (PCS) hervorging. Die Regierung des so genannten [[Linksblock]]s griff letztmals das alte Projekt der Linken auf, den kirchlichen Einfluss im Staat auf ein Minimum zu reduzieren, und verabschiedete ein umfangreiches Laizismus-Gesetz, konzentrierte sich vornehmlich aber auf soziale Reformen. Daneben gelten die Einführung des Frauenwahlrechts und die Einbindung der reformsozialistischen Arbeiterbewegung in die Republik als wegweisende Leistungen der Linksregierung, der es 1919 überdies gelang, mit [[Carles Simón López-Iregui]] erstmals einen Vertreter des [[Partíu Radical]] zum Staatspräsidenten zu wählen. Nach einer Verleumdungskampagne rechtsgerichteter Kreise trat López-Iregui bereits nach mehreren Monaten im Amt als erster Präsident der Republik vorzeitig zurück. Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]], der sich für eine Stärkung des Präsidentenamtes einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien offiziell neutral, unterstützte aber ähnlich wie Norwegen und andere neutrale Staaten die Alliierten, mit denen das Land enge Wirtschaftsverbindungen unterhielt. Die sagradische Wirtschaft wurde durch den Krieg negativ beeinflusst, was zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten führte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahlen 1921]] verlor der linke Block seine parlamentarische Mehrheit, konnte aber gleichwohl eine Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien verhindern. Im Angesichts der bolschewistischen Bedrohung wurde nun eine große Mitte-Links-Koalition unter [[António Diaz]] gebildet, in der erstmals Sozialisten und Rechtsliberale zusammenarbeiteten. Mit [[Santiago Laval]] wurde 1924 zudem erstmals ein Mitglied des [[Partíu Socialista]] zum Regierungschef ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach acht Jahren linker Vorherrschaft endeten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Parlamentswahlen 1925]] mit einer relativen Stärkung der Mitte-Rechts-Parteien. Erstmals ging die katholische [[Volksunion]] als stärkste Einzelpartei aus den Wahlen hervor und bildete eine Koalition mit den [[AR|Liberalen]]. In der Folge kam es zu einem Machtkampf zwischen der rechten Parlamentsmehrheit und dem linkstendierenden Präsidenten [[Cristoval Sánchez]]. Bis zuletzt weigerte sich Sánchez daher auch, den katholischen Mehrheitsführer [[Estefán Gaeta]] zum Ministerpräsidenten zu ernennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolger Sánchez wurde 1927 mit [[Domênco Scalfín]] erstmals ein Vertreter des politischen Katholizismus in den [[Plazarenya]]-Palast gewählt, der sofort seinen Parteifreund Gaeta mit der Regierungsführung beauftragte. Bei den [[Parlamentswahlen 1929]] ging schließlich der katholische [[Bloco Nacional]] unter Führung von [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] als klarer Sieger hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach Jahren der wirtschaftlichen Stabilität und eines enormen Rationalisierungsschubs in der Wirtschaft, welche aber ein strukturelles Reformdefizit verschleierten, stürzte die Weltwirtschaftskrise von 1929 auch Sagradien in Turbulenzen, gegen die die Mitte-Rechts-Regierungen mit austeritäts- und deflationspolitischen Maßnahmen keine geeigneten Mittel fanden. Binnen weniger Monate schnellte die Arbeitslosigkeit in die Höhe und verschärfte die wirtschaftliche, soziale und haushaltspolitische Krise des Landes. In der Folge kam es zu einer Phase politischer Instabilität und Polarisierung und zu einer Stärkung der politischen Ränder, allen voran des [[Partíu Comunista Sagradês]], der faschistischen [[Frente Fraternal]] sowie anderer Ableger der antidemokratischen [[Truppistenbewegung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig mehrten sich aber auch in den großen Parteien die Stimmen, die für umfassende Veränderungen des politisch-sozialen Systems eintraten. Während innerhalb des [[Partíu Socialista]] die Vertreter marxistischer Positionen an Gewicht gewannen, zeigten sich innerhalb der katholischen Rechten zunehmend weite Kreise skeptisch gegenüber dem parlamentarischen System und seinen instabilen Regierungen und plädierten für eine Stärkung der Autorität des Präsidenten, eine Ausweitung der exekutiven Vollmachten sowie korporatistische Elemente in der Verfassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schwere politische Krise erlebte die Republik [[Herbstkrise 1934|im Herbst 1934]]. Nachdem es zur Ermordnung des Kommunistenführes [[Lorenzo Sabal]] und zur Festnahme einer Reihe von Verdächtigen aus dem Kreis der rechtsextremen [[División Negra]] gekommen war, organisierten die Faschisten unter [[León Francês]] Straßenproteste und forderten die Übergabe der Regierungsgewalt, woraufhin es zum Einsatz bewaffneter Truppen kam. In der Folge bildete der parteilose [[Sergio Rafael Dini]] eine unabhängige Konsensregierung bildete, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Unter Dini besserte sich auch die ökonomische Lage und wurden erstmals auch Elemente einer keynesianischen Wirtschaftspolitik umgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefahr von Rechts und das unentschlossene Vorgehen der regierenden Mitte-Rechts-Parteien gegen die Faschisten führte zu einer Annäherung der zerstrittenen Linksparteien. Aus den [[Parlamentswahl 1936|Parlamentswahlen 1936]] ging schließlich eine neu formierte linke [[Volksfront]] aus Kommunisten, Sozialisten und Radikaldemokraten als Sieger hervor, woraufhin Mehrheitsführer [[Santiago Laval]] als erster Sozialist zum Staatsoberhaupt gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Volksfrontregierung mit kommunistischer und bürgerlicher Beteiligung wurde gebildet, die zahlreiche Sozial- und Wirtschaftsreformen einleitete, aber heftigen innen- und außenpolitischen Widerständen entgegentreten musste. Innenpolitisch setzte die Regierung den umfassenden Ausbau des zuvor nur rudimentär bestehenden sagradischen Wohlfahrtsstaates durch, weitere die Arbeitslosenhilfe zur Arbeitslosenversicherung aus und verfolgte eine Politik des deficit spending zur Belebung der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Golischer Bürgerkrieg|Golischen Bürgerkriegs]] kam es 1935/36 zu starken Spannungen zwischen Sagradien und [[Mikolinien]] ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen zeitweise sagradische Gebiete an der sagradisch-mikolinischen Grenze besetzten und einen offiziell bis 1955 anhaltenden Grenzkonflikt auslösten, der nur durch energische internationale Vermittlung eingedämmt werden konnte. Nach dieser außenpolitischen Herausforderung kam es immer wieder zu Attacken der Rechten gegen die Linksregierung, die schließlich Ende 1937 aber über innere Gegensätze stürzte. Nach der Ermordung [[Santiago Laval]]s 1938 wurde der Liberale [[Luciano Capón]] Staatspräsident, neuer Ministerpräsident wurde der Katholik [[Manuel Sants-Igualde]], der dem autoritär-katholischen Flügel zugerechnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Die Regierung unter [[Manuel Sants]] reihte sich international unter den Unterstützern der Appeasement-Politik gegenüber Deutschland ein und suchte eine Gewalteskalation zu verhindern. Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges blieb Sagradien zunächst neutral und suchte eine Verständigung mit allen Kriegsparteien. Mit dem erfolgreichen Frankreichfeldzug der deutschen Wehrmacht stieg in Sagradien jedoch die Angst vor einem deutschen Angriff schlagartig und steigerte sich zu einer weitverbreiteten Bereitschaft, Vorbereitungen zu treffen und sich hinter der Regierung Sants zu sammeln. Dieser propagierte im Juni 1940 die [[Nationale Kommunion]] als Programm der Loyalität zum sagradischen Staat, ein Programm, das den nationalen Zusammenhalt bestärken und auch Republikgegner ansprechen sollte, am antisozialistischen Kurs der Regierung aber keinen Zweifel ließ. Mit dem Ermächtigungsgesetz vom Juni und den [[Augustrevisionen 1940]], die durchaus in der Kontinuität der konservativen Verfassungsvorstellungen der frühen Dreißiger Jahre standen und vor allem die Exekutive stärken sollten, schlug Sagradien unter Sants Regierung der Nationalen Kommunion eine zunehmend autoritäre Richtung ein. Bürgerrechte wurden teilweise suspendiert, die kommunistische Linke wie die faschistische Rechte verboten, die Sozialistische Partei und ihre Organe behindert und das Parlament gegenüber der Exekutive vorübergehend entmachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anhaltendem Krieg nahm jedoch in Sagradien die Stimmung zugunsten eines Kriegseintritts und zulasten der Regierungsmaßnahmen zu, zumal Deutschland immer mehr Entgegenkommen Sagradiens forderte und sagradische Schiffe angriff. Gleichzeitig verlor die Regierung der Nationalen Kommunion an Zuspruch und Sants selbst an Autorität innerhalb der politischen Rechten, zumal es ihm nicht gelang, einen breiten nationalen Konsens herzustellen. Seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]] im Dezember 1941 folgte der Eintritt Sagradiens auf alliierter Seite in den Zweiten Weltkrieg. Unter dem parteilosen Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] wurden auch die Oppositionsparteien wieder in eine breite Kriegskoalition aufgenommen und damit in den nationalen Konsens integriert. Im Nordosten Sagradiens kam es zunächst zu einer deutschen Besatzung unter der Marionetten[[regierung von Fidelfe]], gegen die sich die kommunistisch und sozialistisch geführte [[Resistença Sagradêsa]] organisierte. Die Niederlage Deutschlands und der Sieg der mit den Alliierten verbündeten sagradischen Truppen und der Partisanenkämpfer führten 1944 zum endgültigen Ende der Besatzung und zum Gegenschlag unter Beteiligung Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Dritten Republik und christdemokratische Ära ===&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkriegs, der für Sagradien mit dem Sieg über die deutsche Gefahr endete, gelang es endlich, nach den harten Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahren, ein Klima des nationalen Konsenses über die politischen Lager hinweg zu etablieren, der auch nach Kriegsende anhielt. Der neue Konsens stützte sich auf eine Ablehnung der polarisierenden Maßnahmen der Sants-Regierung, die Hoffnung auf eine Überwindung der Lagerkämpfe und auf eine Neugründung des demokratischen Gemeinwesens im Licht des nationalen Triumphs. Die Kommunistische Partei, deren Anhänger wesentlich im Krieg aktiv gewesen waren, wurde wieder zugelassen und erstmals überhaupt sogar in die Regierung eingebunden. Aus der katholischen [[Volksunion]] ging unter dem Einfluss der christlich-sozialen &amp;quot;Convergência&amp;quot;-Bewegung um [[Fernando de la Roya]] und [[Paulo Luciaro]] im Jahr 1945 die [[PPC]] als neue christdemokratische Sammlungspartei hervor, während diverse liberale Gruppierungen sich in einem neuen Wahlbündnis zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals seit 1938 kam es im Sommer 1945 zu [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahlen]], aus denen die Parteien der konsensualen [[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]] als Sieger hervorgingen. Als eine der ersten Maßnahmen beschloss die neue Nationalversammlung die Ausarbeitung einer neuen [[Verfassung der Dritten Republik|parlamentarisch-demokratischen Verfassung]], die den Verfassungskämpfen der Vorkriegsjahre endgültig ein Ende setzen sollte und schließlich nach einem erfolgreichen Referendum am 20. Juli 1946 in Kraft trat. Sagradien blieb damit eine parlamentarische Republik, doch sollte der Präsident künftig direkt gewählt werden. Außerdem wurden erstmals plebiszitäre Elemente in der Verfassung verankert. Statt der diskreditierten Beschneidung des Parlamentarismus durch exekutive Sondervollmachten und eine korporatistische Zweite Kammer wagte Sagradien nun mehr Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Präsidenten der Republik [[Sergio Rafael Dini]] und der 1949 erstmals direkt gewählte Radikaldemokrat [[David Pizarro Cortez]] prägten das Amt durch eine zurückhaltende Amtsführung. Zum starken Mann entwickelte sich dagegen der seit 1949 als Ministerpräsident amtierende Christdemokrat [[Paulo Luciaro]], der gemeinsam mit den Sozialdemokraten unter [[Santo De la Ilpa]], seit 1954 im Bündnis mit den Liberalen, wesentlich die Nachkriegspolitik bestimmte und die Westintegration des Landes durchsetzte. 1945 war Sagradien Gründungsmitglied der UN und 1949 der NATO und führte auch in den Folgejahren den europäischen Einigungsprozess mit an (u.a. Gründungsmitglied der EWG). Außerdem leitete Luciaro die Aussöhnung mit Mikolinien ein, die 1955 in den [[Golische Verträge|Verträgen von Alagua und Pexace]] gipfelte und den Verzicht Sagradiens auf [[Golen]] sowie Mikoliniens auf [[Cuentez]] festschrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu diesen Entwicklungen in Europa entließ Sagradien bis 1960 den Großteil seiner früheren Kolonien in die volle Unabhängigkeit, nachdem bereits 1946 die Selbstverwaltung aller Kolonien in die sagradische Verfassung aufgenommen worden war und damit den Weg zur Unabhängigkeit ebnete. Katalysator der Entwicklung war ein blutiger Aufstand auf den [[Joannianen]] im Jahr 1947, der 1948 mit dem Verzicht Sagradiens auf die frühere Kolonie beendet wurde. In den 1950er Jahren folgten die meisten afrikanischen Kolonien Sagradiens, zurück blieben fast ausschließlich kleinere Inselgebiete mit geringen Bevölkerungszahlen, die in den meisten Fällen freiwillig in der Sagradischen Republik verblieben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch einigte sich die Konsenskoalition der ersten Nachkriegsjahre auf einen umfassenden Ausbau des Sozialstaats und die Beförderung einer staatlich mitgelenkten Marktwirtschaft. Darauf aufbauend erlebte Sagradien seit Mitte der Fünfziger Jahre ein Wirtschaftsboom, der zugleich den Wohlstand im Land förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistische Vorherrschaft und gesellschaftliche Liberalisierung ===&lt;br /&gt;
Die christdemokratische [[Volkspartei]] blieb bis zur [[Parlamentswahl 1963]] durchgängig stärkste Kraft und stellte mit [[Paulo Luciaro]], [[Carles Angel Favale]] und [[Martín Ánibal Costa]] von 1949-1964 ununterbrochen den Regierungschef. Während die Kommunistische Partei nach anfänglichen Erfolgen 1945/46 zu einer Mittelpartei abrutschte, etablierte sich die 1947 gegründete sozialdemokratische [[ASUL]] nach ihrem Gang in die Opposition 1953 als größte Oppositionspartei. Sie verfolgte trotz eines traditionell-marxistischen Programms weitgehend gemäßigte Positionen und kehrte 1962 zunächst als Juniorpartner der Christdemokraten, nach ihrem Wahlsieg 1963 mit [[António Santiago]] als Chef einer sozialistisch-liberalen Koalition in die Regierung zurück. Nach dem frühen Tod Santiagos folgte sein Parteifreund [[Iacovo Del Pérez]], der sein Amt aber 1967 wieder an den Christdemokraten Favale abgeben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ära christdemokratischer Dominanz endete schließlich endgültig mit dem Sturz Favales und dem überraschend deutlichen Sieg der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1970|Schlüsselwahl 1970]]. Zuvor hatte auch Sagradien 1968 das Aufbegehren einer jungen Generation, vor allem Studenten gegen die konservative Gesellschaft und ihre überholten Wertvorstellungen erlebt. Der junge sozialistische Wahlsieger [[Joán Caval]] versprach dagegen gesellschaftliche Reformen und verkörperte einen sozialen und demokratischen Aufbrauch. Erstmals regierten die Sozialisten alleine und mit indirekter Unterstützung der Kommunistischen Partei, die unter ihrem Generalsekretär [[Dián Aliureto Chabonet]] einen gemäßigt-eurokommunistischen Kurs einschlug. Anstelle umfangreicher Verstaatlichungen, wie von den Kommunisten gefordert, strebte Caval jedoch danach, die sozialstaatliche Sicherung auszubauen und die Rechte der Arbeitnehmer innerhalb der marktwirtschaftlichen Ordnung zu stärken. Dieser Kontinuitätslinie wurden umfangreiche gesellschaftliche Liberalisierungen, etwa in Fragen der Frauenrechte und des Schwangerschaftsabbruchs, durchgesetzt. Joán Caval konnte zudem u.a. die unter Iacovo Del Pérez 1965 begonnenen [[Dreistaatengespräche]] zwischen Mikolinien, Sagradien und Sancristo in eine organisierte Zusammenarbeit innerhalb des [[Blaumeerrat]]es überführen, der 1972 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die liberalen Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten nacheinander drei Kammerwahlen hatten gewinnen können, verlor die Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Parlamentswahl 1979]] ihre Stellung als größte Partei wieder an die Christdemokraten unter [[Sandro de la Nada]], blieb aber aufgrund eines parlamentarischen Patts zusammen mit der Volkspartei in der Regierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Scheitern der Großen Koalition im Jahr 1982 erreichte das konservativ-liberale Bündnis unter [[Joán Emilio Moya]] ([[PPC]]) und [[Lorenzo Estrubal]] ([[UDS]]) einen klaren Sieg über die politische Linke und bildete erstmals seit 1970 wieder eine Mitte-Rechts-Regierung, in der Moya Ministerpräsident, Estrubal Außenminister wurde. Bereits zuvor war es gelungen, den als wirtschaftsnah geltenden Minister und früheren Nationalbank-Präsidenten [[Alfonso María Guivares]] im Amt des Staatspräsidenten durchzusetzen, der den zehn Jahre lang amtierenden Sozialisten [[Iacovo Del Pérez]] ablöste. Die Regierung Moya leitete schließlich unmittelbar eine Politik der umfangreichen wirtschaftspolitischen Liberalisierung ein und der sozialpolitischen Einsparungen ein, die zwar wirtschaftliche Erfolge vorweisen konnte, aber zu sozialen Protesten führte und einen weiteren Anstieg der seit den späten 1970er Jahren wachsenden Arbeitslosigkeit nicht verhindern konnte. Dennoch gelang es, im politischen Diskurs eine liberale Hegemonie zu etablieren, sodass schließlich auch die sozialistisch-liberale Regierung unter [[Donado Ricardes]] (1986-1990) im Wesentlichen an diesem Kurs festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überschattet wurden die liberalen Achtziger Jahre jedoch durch einige politische Affären, die das Image Sagradiens als korruptionsfreies Land ernsthaft gefährdeten. Bereits 1984 zwang ein Korruptionsskandal den Staatspräsidenten [[Alfonso María Guivares]] als erstes Staatsoberhaupt der Dritten Republik zum vorzeitigen Rücktritt. In der Folge wurden auch führende Politiker der Regierungsparteien sowie einzelne Abgeordnete der Opposition in den Skandal verwickelt. Die anhaltenden Enthüllungen und Ermittlungen beförderten nicht nur die Niederlage der Christdemokraten bei der [[Parlamentswahl 1986]], sondern führten schließlich auch zu einer Verurteilung Moyas wegen Mitwisserschaft in der Korruptionsaffäre. Während die Sozialisten von der [[Guivares-Affäre]] schließlich profitiert hatten, kam es nur kurze Zeit später zu einer Parteispendenaffäre, die nach mehreren Jahren 1992 schließlich in ihrer ganzen Tragweite bekannt wurde und zum Rücktritt des gesamten Parteivorstands führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1990er und 2000er Jahren ===&lt;br /&gt;
Die seit 1986 in Koalition mit [[PRD]] und [[UDS]] regierenden [[ASUL|Sozialisten]] verloren schließlich die [[Parlamentswahl 1990]] deutlich gegen die unter [[Josep Carles Otero]] wieder erstarkte [[Volkspartei]]. Unter dessen bürgerlicher Koalitionsregierung beteiligte sich Sagradien 1991 mit eigenen Truppen am Zweiten Golfkrieg gegen den Irak, nachdem bereits Ricardes 1990 entgegen ablehnender Stimmen in den eigenen Reihen seine Unterstützung der anti-irakischen Koalition zugesagt hatte. Außerdem setzte Otero die bereits unter Moya eingeleitete und unter dem Sozialisten Ricardes grundsätzlich fortgeführte Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik fort und bemühte sich auf Europäischer Ebene um eine Intensivierung der Europäischen Zusammenarbeit. Es gelang ihm schließlich, in Sagradien eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung für das wiederbelebte Integrationsprojekt zu gewinnen und die Gegner des Vertrags von Maastricht und einer gemeinsamen europäischen Währung in der Opposition wie in der eigenen Partei zu überspielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch verloren Oteros Christdemokraten aufgrund wirtschaftlicher Probleme und einer äußerst unpopulären Sozialpolitik die [[Parlamentswahl 1998]] deutlich gegen die Opposition unter dem sozialistischen Spitzenkandidaten [[Julio de la Costa]]. Dieser bildete nach seinem deutlichen Wahlsieg erstmals eine Koalitionsregierung mit den sagradischen [[Grüne]]n und knüpfte vor allem mit einer gesellschaftlichsliberalen Reformpolitik an die sozialistischen Erfolge der 1970er Jahre an. In den rot-grünen Jahren reformierte Sagradien sein Einwanderungs- und Staatsbürgerschaftsrecht, führte die in den 1960er Jahren begonnene Politik der Devolution zugunsten starker regionaler Selbstverwaltungsrechte fort und führte als vierter Staat in Europa die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein. Zugleich beschloss die Regierung den Ausstieg Sagradiens aus der Atom-Energie und führte eine ökologische Steuerreform durch. In wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Fragen suchte De la Costa eine Mischung aus neokeynesianischen und neueren, angebotsorientierten Politikrezepten sowie Ansätze einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durchzusetzen. In der Europapolitik knüpfte auch die Regierung De la Costa an die integrationsfreundliche Linie der Vorgängerregierungen an und setzte sich aktiv, wenn auch weniger erfolgreich als sein Vorgänger für eine Intensivierung der europäischen Integration ein. Außerdem beteiligte sich Sagradien 1999 am NATO-Einsatz im Kosovo und 2003 an der Operation Enduring Freedom in Afghanistan. Dagegen gehörte Sagradien im Zusammenhang mit dem amerikanischen Irak-Krieg 2003 zu den Skeptikern und verweigerte eine Beteiligung der sagradischen Streitkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Regierung De la Costa aufgrund schlechter wirtschaftlicher Zahlen seit 2003 zunehmend an Zustimmung in der Bevölkerung wie an Reformdynamik verloren hatte, endete die [[Parlamentswahl 2006]] schließlich mit einem deutlichen Sieg für die oppositionellen Mitte-Rechts-Parteien unter Führung des Christdemokraten [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Die fortan regierende Minderheitskoalition aus [[PPC]] und [[UDS]] stützte sich im Parlament erstmals auf die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]] unter [[Joán De la Pênia]], die mit europa- und einwanderungskritischen Parolen erstmals 1994 in die Abgeordnetenkammer eingezogen war und seither stetig an Zustimmung in der Bevölkerung gewann. Entsprechend leitete Luisanto einen konservativen Politikwechsel ein, verschärfte die Einwanderungsbestimmungen und die Vorkehrungen für die innere Sicherheit. Gleichzeitig kürzte die neue Regierung die Sozialleistungen und setzte flexiblere Mindestlohnregelungen durch. Die Frist für den Atomausstieg wurde zudem verlängert. Entgegen mancher Befürchtungen wurden jedoch weitere zentrale Reformen der Vorgängerregierungen zur gesellschaftlichen Gleichstellung nicht zurückgenommen, zudem rückte Luisanto während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von früheren radikal-neoliberalen Positionen ab und führte eher moderate Reformen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinzen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 34.583 km²&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2.412.958  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschef'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''Coseller-Presidente'' [[Jeán Armanác]] &amp;lt;small&amp;gt;([[ASUL]])&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Amorokeltische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armorien tragen armorische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der heutigen Region Armôria siedelten in vorrömischer Zeit die keltischen Stämme der [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter und Reformationszeit =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im heutigen Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. Als Hauptstadt der Armorikanischen Mark fungierte die Stadt [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha''). Hieraus gingen später die beiden Herzogtümer [[Herzogtum Armôria|Armôria]] und [[Herzogtum Viça|Viça]] hervor. Von der Armorikanischen Mark wurden regelmäßig Feldzüge gegen die unabhängigen Bretonen sowie gegen Frankreich geführt. So gelang in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Eroberung und Sicherung einiger wichtiger Grenzstädte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit =====  &lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Francisco Barca-Perón]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Francisco Barca-Perón]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Pereza]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[Citadanœs per l'Armôria]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[Citadanœs per l'Armôria]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| [[António d'Arrêu]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]], [[Radicales]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Roberto_Vid%C3%A9as_Braga&amp;diff=48800</id>
		<title>Roberto Vidéas Braga</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hervé6.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Roberto Vidéas Braga''' (*1940 in [[Sena]]/[[Armôria]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker ([[PPC]]). Er war Minister (1994-1999), Parteivorsitzender der christlich-konservativen [[PPC|Volkspartei]] (PPC) sowie Präsident des [[Senat|Sagradischen Senats]] (2006-2010). Von März 2010 bis März 2015 bekleidete er das Amt des [[Präsident der Republik|Präsidenten]] der [[Sagradische Republik|Sagradischen Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere in Semest und Armôria ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Armoria|Armorer]] Roberto Vidéas Braga, arbeitete nach seinem Jura-Examen längere Zeit als Rechtsanwalt. Seine politische Karriere begann er als Mitglied der konservativen [[PPC]] in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt. 1974 wurde er erstmals für die Volkspartei in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Seit 1979 gehörte er hier zum Vorstand seiner Fraktion, sah aber größere Karrierechancen in der Regionalpolitik. Bei den [[Regionalwahlen 1981]] kandidierte er erstmals für den Regionalrat seiner Heimatregion und wurde nach der Wahl zum Beigeordneten Rat für Innere Politik und Sicherheit in der Exekuktive der Region gewählt. Bereits vier Jahre später wurde Vidéas Braga als Nachfolger von [[Francisco Perón]] Präsident der Regionalregierung. Im Folgejahr wurde er auch Präsident der Regionalpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Als Vertreter der Regionalebene wurde Vidéas Braga 1987 erstmals in die nationale Exekutive der [[PPC|Volkspartei]] gewählt. Hier gehörte er zu den Unterstützern [[Josep Carles Otero]]s, der 1989 stellvertretender Parteichef und Finanzminister wurde. Otero wurde bald wichtigster Förderer Vidéas Bragas, der 1990 in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt wurde. Von Otero vorgeschlagen, wurde Vidéas Braga 1992 Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. Er erarbeitete sich in diesen Jahren den Ruf eines effektiven Organisators der parlamentarischen Mehrheit und gehörte zum engsten Kreis um Otero, der Vidéas bald zu einem Kronprinzen aufbaute. Nach zwei Jahren berief ihn Ministerpräsident Otero als [[Minister der Präsidentschaft]] in sein [[Kabinett Otero II|umgebildetes Kabinett]] und schuf für ihn den Posten eines zweiten [[Vizeministerpräsident|Stellvertreters des Ministerpräsidenten]]. Zuvor hatte Vidéas auch zu den Organisatoren der erfolgreichen Wahlkampagne 1994 gehört. Nach der Niederlage der PPC bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] kehrte Vidéas Braga zunächst an die Spitze der PPC-Fraktion zurück, ehe er auf dem Parteitag im Februar 2000 zum Nachfolger Oteros als Vorsitzender der Volkspartei gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Hervé3.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender der [[Volkspartei]] übernahm Vidéas Braga in den folgenden Jahren die Führung der Mitte-Rechts-Opposition gegen die rot-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]] unter [[Julio De la Costa]]. Als Oppositionsführer schaffte Vidéas Braga es aber nicht, die zerstrittene Opposition zu einen und eine effektive Gegenkraft zur Regierungsmehrheit zu bilden. Während er eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]] ablehnte, bot er bei mehreren Kernthemen der Regierung wie einer umfassenden Verfassungsreform seine Hilfe an. Die konstruktive Oppositionspolitik wurde jedoch durch Kritiker aus den eigenen Reihen unterlaufen und blieb schließlich ohne Erfolg. In mehreren wichtigen Wahlen verloren die Christdemokraten Stimmen und stellten auch in nationalen Umfragen keine ernstzunehmende Alternative zur Regierung dar. Parteiintern stand Vidéas zudem noch länger im Schatten seines Förderers und Vorgängers [[Josep Carles Otero]], der weiterhin als starker Mann in der Partei erblickt und noch längere Zeit als möglicher Spitzenkandidat für die Wahl 2002 gehandelt wurde, ein deutliches Zeichen für die parteiinterne Schwäche Vidéas Bragas.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug und Comeback als Senatspräsident ===&lt;br /&gt;
Nach einem von öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten und taktisch-strategischen Kämpfen geprägten Wahlkampf verlor die PPC mit Vidéas Braga als Spitzenkandidat bei der [[Parlamentswahl 2002]] gegenüber 1998 nochmals an Zustimmung und fiel auf unter 33 Prozent der Stimmen zurück. Unmittelbar nach der Wahl kündigte Vidéas Braga seinen Rückzug von seinem Parteiamt an. In der Folge blieb er einfacher Abgeordneter und verzichtete auf eine politische Führungsfunktion. Die Wahl seines parteiinternen Gegenspielers [[Miquel Ánibal Luisanto]] kommentierte Vidéas Braga nicht und bemühte sich um ein positives Verhältnis zur neuen Parteiführung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vier Jahren im Schatten der Politik konnte Vidéas Braga 2006 ein Comeback feiern. Als Kandidat in der Provinz [[Airar]] zog Vidéas Braga in den sagradischen [[Senat]] ein, wo er als Kandidat der neuen Mitte-Rechts-Mehrheit unmittelbar zum Präsidenten des Oberhauses und damit ins nominell zweithöchste Staatsamt gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Ende 1999 nominierte der PPC den früheren Parteivorsitzenden und amtierenden Senatspräsidenten als Kandidaten für die [[Präsidentschaftswahl 2010]]. Im ersten Wahlgang erreichte er mit 37 Prozent der Stimmen den ersten Platz knapp vor der [[ASUL|Sozialistin]] [[Ana Betancourt]]. In der Stichwahl konnte er sich mit 53,5 Prozent der Stimmen durchsetzen. Als Nachfolger von [[António Grande Illega]] trat Vidéas Braga im März 2010 als zehnter Amtsinhaber der Nachkriegszeit das Amt des [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach fünf Jahren im Amt erklärte Vidéas im Herbst 2014 seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur und gab dafür Altersgründe an. Zur Nachfolgerin wurde als erste Frau die parteilose Kandidatin [[Eva Monet-Sabadera]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1981-1985: Beigeordneter Regionalrat für Innere Politik und Sicherheit der Region [[Armôria]]&lt;br /&gt;
* 1985-1990: Präsident der Regionalregierung von [[Armôria]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: [[Minister der Präsidentschaft]] und [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 2006-2010: Präsident des [[Senat|sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
* 2010-2015: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1974-1981: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1981-1990: Mitglied des [[Regionalrat]]s von [[Armôria]]&lt;br /&gt;
* 1990-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2006-2010: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1986-1992: Präsident der [[PPC]] [[Armôria]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Vidéas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Vidéas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Vidéas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Senatspräsident|Vidéas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Armôria|Vidéas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Vidéas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_De_la_P%C3%AAnia&amp;diff=48799</id>
		<title>Joán De la Pênia</title>
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		<updated>2019-07-29T09:33:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:DuranLLeida2.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Joán María De la Pênia''' (*12. Juni 1954 in [[Sagrera]], [[Lojandía]]) in ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker und langjähriges Führungsmitglied der rechtspopulistischen [[PSP]]. Von 1992 bis 2015 bestimmte er mit kurzen Unterbrechungen die Geschicke seiner Partei, zunächst bis 2007 als Parteivorsitzender und danach von 2009 bis 2015 als Sprecher der PSP-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Seit Dezember 2015 ist er ''Ehrenvorsitzender'' der PSP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner nationalen Karriere war De la Pênia insgesamt 22 Jahre lang Stadtrat von [[Samartiega]] in [[Lojandía]] und fungierte von 2004 bis 2010 als Bürgermeister der Stadt. Seit 1994 gehört er zudem der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und amtiert seit 2017 als Präsident des Verteidigungsausschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stationen der politischen Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Beruf und politische Anfänge (bis 1992) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida0001.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] De la Pênia studierte bis 1980 in [[Laquines]] und [[Artir]] Soziologie, Geschichte und Publizistik. Als Student war De la Pênia Mitglied des sozialistischen Studentenbundes [[COSES]], trat aber nach kurzer Zeit wieder aus der Organisation aus. Sein Bruch mit der politischen Linken führte aber nicht sofort zu einem neuen politischen Engagement. Stattdessen arbeitete De la Pênia als Journalist und Soziologe in verschiedenen Funktionen, ehe er sich seit 1988 in der Kommunalpolitik seines Wohnorts [[Samartiega]] in [[Lojandía]] engagierte. Hier gehörte er zu den Initiatoren der Bürgerbewegung [[Iniciativa per Samartiega]] (IxS), die sich als klassische kommunale Protestbewegung gegen die hohe Kriminalität in der Stadt und den Filz der etablierten Stadtratsparteien einsetzte. Bei der [[Kommunalwahl 1988]] gelang es De la Pênia im Alter von 34 Jahren, in den Stadtrat von Samartiega einzuziehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 trat De la Pênia der kurz zuvor gegründeten [[Partíu Social Popular]] bei. Erster Vorsitzender war [[Lucién Riva-Marcês]], der in den Sechziger Jahren zur [[António Blanxard Rovira|blanxardistischen]] [[MFP]] gehört hatte. De la Pênia wurde Sekretär der jungen Partei, Chefredakteur des Parteiblatts [[la Nova Força]] und rechte Hand Riva-Marcês’, den er auf einem Kongress zur Zukunft der politischen Bürgerbewegungen in Sagradien kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich baute De la Pênia den lojandinischen Regionalverband der Partei auf, dessen erster Vorsitzender er wurde. Als solcher entwickelte De la Pênia das Konzept der PSP als Anti-Parteien-Partei und „Bürgerbewegung“ (Movimiento Citadano), die sich vornehmlich gegen das politische Establishment, die Bevormundung durch den Parteienstaat und durch den drohenden europäischen Megastaat wehren müsse. De la Pênia erkannte, dass die sagradische Rechte vor allem mit einem Imageproblem kämpfe, inhaltlich dagegen weite Felder bedienen könne, wenn eine populistische und flexible Strategie an die Stelle einer traditionellen dogmatischen Rechtsstrategie treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maastricht-Kampagne und Machtübernahme im PSP (1992-1994) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida0002.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach anhaltenden internen Querelen und Affären um [[Lucién Riva-Marcês]] wagte De la Pênia im November 1992 den Putsch gegen seinen einstigen politischen Ziehvater und drängte diesen erfolgreich zum Rücktritt. Kurz darauf übernahm De la Pênia das Amt des Parteivorsitzenden. Er versprach, die Partei von Grund auf zu sanieren und sie zu einer offenen Platform für die Bürger umzugestalten. Zukünftig sollte die PSP Teil und Sprachrohr der Gesellschaft und &amp;quot;Stimme der schweigenden Mehrheit&amp;quot; sein, die unter den Steuerlasten der Staatsbürokratie, den Pressionen der Europäischen Union, der Korruption des Parteienstaats, dem Verfall der sagradischen Kultur und der Bedrohung durch kriminelle Immigranten leide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei war zu dieser Zeit finanziell angeschlagen und zerstritten und drohte, eine der vielen erfolglosen Rechtsparteien seit den Siebziger Jahren zu bleiben. De la Pênia versprach nun, die Partei von ihrem verstaubten Image als rückständige Radikalenvereinigung zu befreien und eine „rechte Politik für das 21. Jahrhundert“ zu formulieren. Er wollte sich nicht mit dem Einzug ins Parlament begnügen, sondern strebte einen Sturz des sagradischen Blocksystems an, in dem die alten Großen schon seit Jahrzehnten Politik gegen das Wohl des Landes und gegen die nationale Wählerschaft betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithilfe einer Reihe von Großspendern gelang es De la Pênia in den Folgemonaten, gemeinsam mit dem früheren [[PPC]]-Minister [[Oscar Aguersuari]] eine gegen die EU gerichtete überparteiliche „Bürgerbewegung“ zu initiieren, in der die PSP eine Schlüsselstellung einnehmen sollte und so eine Führungsrolle über das Protestpotenzial der Republik gewinnen sollte. Sein Engagement für das [[Movimiento Citadano contro Maastricht]] (MCM) verschaffte De la Pênia landesweite Aufmerksamkeit. Für mehrere Monate war die Bürgerbewegung in allen Medien vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] schaffte De la Pênia erfolgreich den Sprung in den Regionalrat von [[Lojandía]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia begann schnell, die Partei von Grund auf zu sanieren. Er verabschiedete sich von alten systemfeindlichen Parolen, wie sie einige Anhänger der Partei aus dem rechtsextremen Umfeld verwendeten, und stellte die PSP auf einen verfassungsmäßigen Boden. In einer wenig beachteten Rede erklärte er „die Wiedererrichtung der korrumpierten Demokratie“ zum Ziel. Damit wandelte er die PSP in der Selbststilisierung von der Anti-System-Partei zum Retter des angeblich von den „etablierten Parteien“ pervertierten demokratischen Systems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias Konzept bedeutete eine Absage an klassische rechtsextreme Positionen und eine Hinwendung zu einer rechtspopulistischen Politik nach dem Vorbild der FPÖ in Österreich oder des Vlaams Blok in den Niederlanden. Auch Anleihen beim nordeuropäischen Steuer-Populismus der dortigen so genannten Fortschrifttsparteien sind zu finden, indem De la Pênia eine radikale Abschaltung der Steuererhöhungsspirale und eine Einstellung überflüssiger „Bürokratie-Subventionen“ versprach. Zudem lehnte sich De la Pênia an die Politik von [[António Blanxard Rovira]] an, der als „Sprecher des kleinen Mannes“ und „Verteidiger des Mittelstands“ umgedeutet wurde. De la Pênia wird daher auch gelegentlich als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet, er selbst hat sich als Bewunderer Blanxards bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia argumentierte, weder der linke noch der bürgerliche Teil des Establishments hätten in den vergangenen Jahren eine Politik für das Volk betrieben. Besonders die wachsende Arbeitslosigkeit, der europafreundliche Kurs der konservativen [[Kabinett Otero I|Regierung Otero]] und der emfpundene Reformstau eröffneten De la Pênia Zugang zu bürgerlichen Wählern. Auf der anderen Seite profitierte er mit seinem populistischen Kurs von Transformationsprozessen in der Linken und Krisen des [[PCS]] und drang in traditionelle Arbeitermilieus ein. Seine guten Kontakte zu bestimmten Teilen von Wirtschaft und Medien verstand er geschickt einzusetzen, um seiner Partei eine breitere gesellschaftliche Basis zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die äußere Rechte Sagradiens für ihre rückwärtsgewandte Nationalstaatspolitik bisher eher belächelt worden war, machte sich De la Pênia nun immer wieder Feinde durch reichlich umstrittene fremdenfeindliche Äußerungen und Kampagnen, wie z.B. der Flugblattkampagne „Sagradien gegen kriminelle Ausländer“ 1996, die mit rassistischen Bildsymbolen und einer „Schwarzer-Mann-Symbolik“ bebilderte und für die er sich mehrmals vor der Justiz verantworten musste. Für ähnliche als rassistisch kritisierte Äußerungen wurde er 1997 von einem Semestiner Gericht zu einer Geldbuße verurteilt, allerdings nicht wegen Volksverhetzung, sondern wegen Verleumdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglied des Parlaments (1994-2004) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DuranLleida1.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 1994 mit [[Europawahlen 1994|Europa-]], [[Senatswahlen 1994|Senats-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen]] bestätigten den Kurs De la Pênias und brachten der Partei den Durchbruch. Sowohl nach Brüssel als auch nach Semest konnte die Partei nun Abgeordnete entsenden. Bei der [[Europawahl 1994]] trat De la Pênia als Zweiter der souveränistischen Liste [[Movimiento per Sagradia]] (MpS) an, die von [[Oscar Aguersuari]] angeführt wurde, und wurde ins Europaparlament gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Monate später führte er die PSP als Spitzenkandidat bei der [[Parlamentswahl 1994]] zu einem neuerlichen Wahlerfolg. Mit 3,9 Prozent der Stimmen zog erstmals seit 1974 wieder eine Partei rechts der [[PPC]] in die Kammer ein. De la Pênia selbst gab nun sein Amt im Europaparlament nach wenigen Monaten zugunsten des Abgeordnetenmandats in der Kammer auf. Dort übernahm er auch die Führung seiner Parlamentsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfolge wiederholten sich bei den [[Kommunalwahlen 1996]]. Landesweit konnte die rechte Protestpartei mehr als sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In De la Pênias Heimatstadt [[Samartiega]] erreichte die ''Lista De la Pênia'' aus PSP und den Resten der &amp;quot;Iniciativa per Samartiega“ mehr als 20 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl des Bürgermeisters scheiterte De la Pênia aber gegen den Kandidaten der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] musste sich De la Pênia abermals vor Gericht rechtfertigen, da man ihm vorwarf, Beziehungen zum Kriminalamt im politischen Wahlkampf ausgespielt zu haben. Der Prozess scheiterte an einem Verfahrensfehler. De la Pênia instrumentalisierte den Prozess im Wahlkampf und schilderte ihn als Versuch der etablierten Parteien, die neue „soziale Volksbewegung“ aus dem Parlament zu halten, um das eigene Machtkartell zu schützen. Der Prozess half sogar dabei, den spektakulären und von großem Medienecho begleiteten Wahlkampf des PSP noch wirksamer zu gestalten. Unter De la Pênias Führerschaft steigerte die PSP ihren Stimmenanteil auf 6,9 Prozent und etablierte sich auf diese Weise im Parlament, wo sich die Partei in Abgrenzung zu den bisher regierenden europafreundlichen bürgerlichen [[PPC]] und [[UDS]] zum &amp;quot;parlamentarischen Arm des Volkes&amp;quot; erklärte und einen radikalen Oppositionskurs gegen die neue [[rot-grüne|Coalición Eco-Socialista]] Reformregierung unter [[Julio De la Costa]] und [[Carles Etxeberría]] fuhr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahl 1999]] bestätigte den Erfolgstrend der Partei, die mit 7,6 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer überregionalen Wahl feiern konnte und fortan sieben Abgeordnete nach Brüssel und Straßburg entsenden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annäherung an die Konservativen (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach diesem Erfolg war De la Pênia auf einem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht angekommen, die er in den vergangenen Jahren völlig auf seine Person ausgerichtet hatte. In der Öffentlichkeit wurde der Erfolg der PSP allein als Verdienst De la Pênias betrachtet, die Partei so eng mit dessen Person und Image verknüpft, dass die Medien von der PSP als „Delapenistas“ sprachen. In der Folge säubert er die eigene Partei von verbliebenen einflussreichen Gegnern und besetzte die wichtigen Parteiposten mit seinen Gefolgsleuten. Gleichzeitig söhnte er sich mit Marcês wieder aus und brachte ihn auf seine Linie. Es gelang  De la Pênia, sich in der Öffentlichkeit zu etablieren und den Spagat zwischen erfolgreicher populistischer Provokation und nötiger Seriosität zu vollziehen, indem er mithilfe einiger Industriegrößen wichtige Kontakte zur bürgerlichen Elite des Landes knüpfte und sich als anpackender Stadtvater präsentierte. Er kürzte die Ausgaben für Integrationsprojekte, erhöhte die Polizeipräsenz, ging hart gegen Kriminelle und Obdachlose vor und erhöhte im Gegenzug die öffentlichen Ausgaben für ansässige Arbeitslose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten Jahren befand sich De la Pênia auf einem Höhepunkt medialer Aufmerksamkeit, die er geschickt für sein „Sozialpopulares Projekt“ nutzte. Nach großen Zugewinnen bei den [[Regionalwahlen 2001]] schaffte De la Pênia im September 2002 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Parlamentswahl]] mit 9,2 Prozent der Stimmen einen deutlichen Stimmenzuwachs und machte die PSP zur drittstärksten Kraft im sagradischen Parlament vor den [[Verdes|Grünen]] und den [[UDS|Liberalen]]. Die Zuwächse der im Ausland als rechtsextrem wahrgenommenen Populisten bei gleichzeitiger Erdrutschniederlage der etablierten bürgerlichen Rechten wurde im Ausland als Zeichen für eine voranschreitende Polarisierung der politischen Landschaft in Sagradien wahrgenommen. Der klare Sieg der regierenden Mitte-Links-Allianz aber täuschte über das wachsende Potenzial der Rechten im Land hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurze Zeit nach der Wahl erklärten Vertraute De la Pênias angesichts der engen Mehrheitsverhältnisse in der Kammer erstmals, dass im Falle vorgezogener Neuwahlen auch eine Rechtsallianz mit den Konservativen für die PSP denkbar wäre, um die rot-grüne „Linksregierung“ zu stürzen. Die Vorschläge, von De la Pênia sofort wieder durch die Forderung eines radikalen Politikwechsels im Land relativiert, wurden von der PPC verhalten aufgenommen, stießen aber auf Zustimmung in konservativen Parteikreisen. Seither war De la Pênia verstärkt darum bemüht, seiner Partei ein seriöseres Image zu verleihen. Mit der Inkorporierung kleiner rechtsökologischer und christlich-sozialer Gruppen schärfte De la Pênia 2003 das vermeintlich plurale und gemäßigte Bild der Partei in der Öffentlichkeit. De la Pênias Strategie der maximalen Abgrenzung von den bürgerlichen Parteien wich nun der Aussicht auf eine gemeinsame Regierung. Hintergrund war der beobachtete Machtwechsel innerhalb der krisengeschüttelten PPC von den christdemokratisch und proeuropäisch gesinnten Zentristen hin zum konservativen Parteiflügel unter dem neuen Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto]], der eine Diskussion über ein zukünftiges Bündnis mit  den Rechten entfachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die öffentliche Provokation gegen Europa und die etablierten Parteien trat nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 stärker in den Hintergrund und der islamistische Terror und die innere Sicherheit wurden stärker in den Vordergrund der PSP-Kampagnen gestellt. Dabei zeigte sich De la Pênia als entschlossener Gegner des radikalen Islam und stilisierte sich zum Wahrer der christlich-abendländischen Tradition und des freiheitlichen Rechtsstaats. Europapolitisch wurde die Ablehnung der integrierten EU gelockert und durch das Ziel einer umfangreichen EU-Reform zugunsten der Souveränität der Mitgliedsstaaten ersetzt. Nachdem die PSP bis zuletzt gegen die Ost-Erweiterung der Europäischen Union gekämpft hatte, folgerte sie aus dem erfolgten Beitritt der osteuropäischen Staaten im Jahr 2004, eine erweiterte Union könne nur funktionieren, wenn die Einzelstaaten wieder mehr Kompetenzen erlangten und die unsichtbare Brüsseler Bürokratie an Einfluss verliere. Die Aufnahme weiterer Länder, vor allem der Türkei, wurde weiterhin abgelehnt. Außerdem müsse der sagradische Markt vor Billig-Arbeitskräften aus Osteuropa geschützt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nach dem 11. September auftretenden Konflikt um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten stellte sich De la Pênia klar hinter die Amerikaner und erklärte seinerseits, den Krieg gegen den radikalen Islam und den Terrorismus an allen Fronten zu unterstützen. Auch die israelische Politik gegenüber den Palästinensern hieß De la Pênia gut und stellte sich demonstrativ hinter den jüdischen Staat. Besonders seine Israel-Reise des Jahres 2004 und sein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel und zum gemeinsamen christlich-jüdischen Erbe sorgten für große Aufregung, nachdem De la Pênia zuvor immer wieder Verbindungen zu Holocaust-Leugnern und antisemitischen rechtsextremen Gruppen nachgesagt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Bürgermeister von Samartiega (2004) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunalwahlen des Jahres 2004]] trat De la Pênia an seinem Wohnort [[Samartiega]] in [[Lojandía]] als Bürgermeisterkandidat an und führte seine formell unabhängige Wahlliste ''Samartiega de Citadanœs'' zu einem knappen Wahlsieg. Als Kandidat der stärksten Kraft im Kommunalparlament erhielt De la Pênia bei der anschließenden Bürgermeisterwahl die Unterstützung auch der konservativen Volkspartei und wurde zum Bürgermeister gewählt. In der Folge stützte er sich hauptsächlich auf eine Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien im Stadtrat. In der Öffentlichkeit wurde der Pakt zwischen De la Pênia und den Konservativen als Vorlauf für ein ähnliches Bündnis in Semest gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutlichen Gewinnen bei [[Europawahlen 2004]], bei denen die Partei an die 10 Prozent-Marke heranreichte und erneut drittstärkste Kraft wurde, konnte sie auch bei den [[Regionalwahlen 2005]] und den [[Senatswahlen 2006]] noch einmal zulegen. Seit 2004 arbeitete die Partei punktuell mit den Konservativen zusammen und unterstützte in der Region [[Sesín]] eine bürgerliche Minderheitsregierung. Vor den [[Regionalwahlen 2005]] wurden erstmals auch formelle Regierungsbündnisse auf regionaler Ebene nicht ausgeschlossen. Schließlich gelangte die PSP in fünf Regionen in eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und bildete Mitte-Rechts-Regierungen in [[Armoria]], [[Bordez]], [[Oller]], [[Comtàid-Perín]] und der [[Region Semestina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil der parlamentarischen Mehrheit (2006 ff.) ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] wurde in der Öffentlichkeit rege die Mitte-Rechts-Alternative als Gegenmodell zu [[Coalición Eco-Socialista|Rot-Grün]] bzw. einer nicht ausgeschlossenen Rot-Grün-Rot-Variante unter Einschluss der äußeren Linken diskutiert. Führende konservative Politiker brachten dabei die Kooperation mit der PSP aktiv ins Spiel und sprachen davon, eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten verhindern zu wollen. Zudem übernahmen vor dem Hintergrund der anhaltenden Wahlerfolge der Rechten auch PPC und UDS teilweise Positionen De la Pênias und sprachen sich für einen harten Staat und eine konsequentere Politik in Verbrechensbekämpfung, Anti-Terror-Kampf sowie der illegalen Einwanderung aus. Linksliberale Beobachter bewerteten den Wahlkampf als „Sieg der Delapenisten bereits vor der Wahl“ und bezeichneten De la Pênia als „Agenda-Setter“ einer verunsicherten Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem harten Lagerwahlkampf zwischen der Linken und der Rechten und großer medialer Aufmerksamkeit für De la Pênias Partei, die als Zünglein an der Waage angesehen wurde, musste das Ergebnis von 8,9 Prozent regelrecht enttäuschen. De la Pênia ließ derartige Interpretationen aber gar nicht erst zu und feierte sich als Sieger über die Linke. Die Sozialpopulare Bewegung sei als dritte Kraft etabliert und habe den Wechsel herbeigeführt. Gemeinsam könnten die Kräfte der Mitte und der Rechten nun die überfällige Reformpolitik zum Wohle des Landes starten. Bereits in der Wahlnacht wurde klar, dass auch der konservative Wahlsieger Luisanto eine Minderheitsregierung der rechten Mitte unter Tolerierung durch De la Pênias Partei einer Großen Koalition vorziehen würde. Die folgenden Gespräche über eine parlamentarische Kooperation wurden Ende November erfolgreich abgeschlossen. In der Öffentlichkeit wurde von einem ''Pakt Luisanto-De la Pênia'' gesprochen, der die Republik nachhaltig verändern würde. Schwierigkeiten gab es lediglich bei der Vereidigung durch Präsident [[António Grande Illega]], der aus seiner Abneigung gegenüber der Allianz keinen Hehl machte und der Koalition ein Bekenntnis zu Demokratie, Bürgerrechten und Gleichberechtigung auch der ausländischen Mitbürger abrang. Die Bildung der Mitte-Rechts-Koalition unter indirekter Beteiligung der äußeren Rechten im Parlament führten zu heftigen Protesten und Demonstrationen von Linken in ganz Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mehrheitsbeschaffer der Regierung in einer taktischen Schlüsselposition setzte De la Pênia eine Verschärfung des Einwanderungs- und Ausländerrechts durch, das zu heftigen Kämpfen mit dem linken [[UDS]]-Flügel und Teilen der [[PPC]] führten. Die vier Abweichler der UDS, die dem neuen Regelwerk ihre Zusage verweigerten, wurden von Fraktionschef [[Domênco Laravil]] harsch als „vier Evangelisten“ verspottet. Auch im Bereich der inneren Sicherheit zog die Regierung mit verschärften Sicherheitsgesetzen Kritik auf sich, die vor allem von Bürgerrechtlern und Datenschützern als Beginn des Überwachungsstaats verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Probleme und parteiinterne Auseinandersetzungen (2007-2009) ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2007 gab De la Pênia überraschend bekannt, auf dem nächsten Parteitag der PSP nicht mehr als Parteipräsident kandidieren zu wollen, stattdessen wolle er sich auf seine Aufgabe in der Kommunalpolitik konzentrieren, die seine ganze Energie verlange. Zuvor hatte De la Pênia einen Hörsturz erlitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolgerin im Parteivorsitz schlug De la Pênia seine eigene Schwägerin [[Eleonora Sarabal]] vor. Nach der öffentlichen Bekanntgabe dieser Nominierung verzichtete der als &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; De la Pênia geltende Fraktionssprecher [[Domênco Laravil]] auf eine eigene Kandidatur. Nach öffentlicher Darstellung sollten Laravil und Sarabal künftig eine &amp;quot;Doppelspitze&amp;quot; bilden: Während Sarabal als Europa-Abgeordnete die Parteiorganisation führte, sollte Laravil die eigentliche Führung der PSP-Gruppe in der Abgeordnetenkammer zukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat entwickelte sich Laravil durch eine enorme Medienpräsenz und eine geschickte interne Führungsstrategie schnell zum landesweit bekannten Gesicht der Sozialpopularen. Dazu trugen auch mehrere Operationen bei, denen sich De la Pênias im Winter 2007/2008 unterziehen musste. Zunehmend wurde nun von einem gespannten Verhältnis zwischen Laravil und dem Duo Sarabal/De la Pênia gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In De la Pênias Abwesenheit kam es 2008 zu Gesprächen zwischen der Fraktionsführung um Laravil und den Konservativen über eine Änderung der europapolitischen Haltung der Partei. Obwohl unklar ist, ob De la Pênia nicht in die Gespräche eingeweiht war, stellte dieser sich bald gegen die Fraktionsführung. In einem Interview, mit dem er sich auf der politischen Bühne zurückmeldete, drängte De la Pênia - nach dem gescheiterten EU-Referendum in Irland über den Vertrag von Lissabon - auf ein sagradisches Referendum und warb für eine Ablehnung des Vertragswerks. Dies kam einem deutlichen Machtwort gegen die kompromissbereite Linie seiner Partei gleich, die er als &amp;quot;Kniefall vor Luisanto&amp;quot; bezeichnete. Wenn Luisanto aber einen solchen Kniefall erwarte, müsse er aufpassen, morgen nicht sein Amt zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Kniefall&amp;quot;-Interview schlug ein wie eine Bombe und provozierte Widerspruch in den eigenen Reihen. Laravil, der zuvor öffentlich von vertrauensvollen und zuversichtlichen Verhandlungen mit den Konservativen gesprochen hatte und die Beziehungen zur Volkspartei torpediert sah, fühlte sich bloßgestellt. Er widersprach De la Pênia öffentlich und provozierte damit den offenen Bruch mit dem langjährigen Parteivorsitzenden. Zögerlich stellten sich einige Abgeordnete hinter den Fraktionschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia fürchtete eine Untergrabung seiner Autorität, sah den Widerspruch als Kriegsansage und mobilisierte seine Truppen zum Machtkampf mit Laravil. Auf dem Parteitag in Noyar war De la Pênia aus Gesundheitsgründen nicht anwesend, ließ sich aber durch Vertraute wie [[Fernando Castro]] vertreten, der in seiner Rede die Linie De la Pênias vertrat und schwere persönliche Vorwürfe gegen Laravil erhob. In einem Votum des Parteitags setzte sich die Linie De la Pênias schließlich durch, was mit einem harten Kurs gegen den Vertrag von Lissabon und die Europapolitik der Regierung Luisanto einherging. Laravil zog daraufhin die Konsequenzen und legte seine Ämter nieder. Er stimmte als einziger [[PSP]]-Abgeordneter für den EU-Reformvertrag und verließ daraufhin seine Fraktion, die er zuvor mehrere Jahre lang geleitet hatte. Ihm folgten zwei weitere Abgeordnete, die ihren Austritt aus der PSP erklärten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Partei dagegen blieben die Parteiaustritte überschaubar, weil es De la Pênia gelang, die Gruppe um Laravil als Abspaltler und Opportunisten bloßzustellen, die die Ideale der Partei und den Wählerauftrag verraten hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgezogene Parlamentswahl 2009 ===&lt;br /&gt;
Nachdem Luisanto einer Volksabstimmung trotz Unterstützung aus der eigenen Partei eine Absage erteilt hatte, beschloss die PSP, gegen den Vertrag von Lissabon zu stimmen. Nachdem Luisanto die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag im Parlament durchgesetzt hatte, erklärte er das Zusammenarbeit mit De la Pênia &amp;quot;auf Eis gelegt&amp;quot;, konnte sich de facto aber weiterhin in wichtigen Fragen auf die PSP-Stimmen im Parlament stützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] kandidierte De la Pênia wie bereits 1993 und 1997 als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion Lojandía. Hier holte die Partei mit über 19 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis für seine Partei, was als Zeichen gedeutet wurde, dass die Parteikrise überstanden war. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in Laquines wurde jedoch aufgrund des schwachen PPC-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung unter [[Francisca Mendes del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als Teilsieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kam es schließlich zu einer neuerlichen Koalitionskrise, nachdem ein weiterer Abgeordneter der PPC die Fraktion verließ und die die Rechtsallianz damit ihre Mehrheit endgültig einbüßte. Nachdem er eine wichtige Haushaltsabstimmung im Parlament verloren hatte, bat Luisanto Präsident [[António Grande Illega]] um Auflösung des Abgeordnetenhauses, woraufhin dieser [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Neuwahlen im November 2009]] ansetzte. Bis dahin sollte die bestehende Regierung im Amt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias EU-kritischer Kurs, der nun gefahren wurde, zeigte schnell Erfolge. Nachdem die Partei vor dem Koalitionsbruch in einem Umfragetief gesteckt hatte, konnte sie nun mit ihren Kernthemen und einem populistischen Konzept nach alter Gewohnheit wieder punkten und demoskopisch zulegen. Vor diesem Hintergrund kann De la Pênias Coup als Notbremse angesehen werden, die er zog, um das Image der Partei als Anti-EU-Partei zu wahren und die Partei als nationale Gegenkraft zur neoliberalen Achse PPC-UDS zu positionieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Chaos der letzten Wochen versuchte die PSP im Wahlkampf wieder Geschlossenheit zu demonstrieren. Auf dem Parteitag in [[Joanaz]] wurde der De-la-Pênia-Kurs nochmals von einer breiten Mehrheit der Partei abgesegnet. De la Pênia wurde abermals zum Spitzenkandidaten der Partei gewählt und damit als Parteiführer bestätigt. Im Wahlkampf war „Kojak“, wie De la Pênia aufgrund seiner Glatze auch genannt wird, wieder omnipräsent und machte keinen Hehl daraus, wieder der starke Mann in der Partei zu sein. Mit dem Slogan ''Unser Sagradien'' wiederholte er alte fremdenfeindliche Anklänge und machte besonders gegen die islamische Minderheit im Land mobil. Als Wahlziel nannte die PSP, durch ein starkes Ergebnis der Rechten eine Mehrheit für den Linksblock zu verhindern. Eine Neuauflage der Koalition mit den bisherigen Partnern wurde zwar nicht ausgeschlossen, jedoch wurden ein europapolitischer Kurswechsel sowie ein „sozialeres Profil“ als Voraussetzungen genannt. Der Populismus De la Pênias war wieder ganz oben. De la Pênia und Parteichefin Sarabal, die für das Konzept der „Sozialen Rechten“ steht, distanzierten sich von der „unsozialen“ Politik Luisantos, priesen aber eigene Verdienste im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Ausländerpolitik. De la Pênia präsentierte sich anwesend genug, um alte Anhänger zu mobilisieren, aber zurückhaltend genug, um den Skandal um seine Person im Hintergrund zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die populistische Propaganda der Delapenisten zeigte sich wieder einmal erfolgreich. Trotz der leicht zu durchschauenden Kehrtwende ging die Strategie vollends auf. Hatte die Partei im Frühjahr 2007 noch bei 10 Prozent in Umfragen, im Januar 2008 jedoch unter sieben Prozent gelegen, so erreichte die PSP nun bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahl im November 2009]] mit knapp 11 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Gleichzeitig verfehlte Premier Luisantos Volkspartei zusammen mit der UDS die absolute Mehrheit deutlich und blieb damit auf eine Kooperation mit De la Pênia angewiesen, wollte er eine Große Koalition mit den [[ASUL|Sozialisten]] vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia als Fraktionsführer (2009-2015) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:PSP-Plakat-2013.jpg|thumb|250px|Wahlplakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kündigten Sarabal und De la Pênia an, für eine Neuauflage mit der Rechten gewisse Hindernisse auszumachen, schlossen eine neue Zusammenarbeit aber nicht aus und zeigten sich zu Gesprächen bereit. Schließlich einigten sich De la Pênia und Luisanto auf eine erneute Kooperation der PSP mit der Minderheitsregierung aus PPC und UDS. Damit verzichteten De la Pênia und die Rechten erneut auf eine formale Regierungsbeteiligung und mögliche Ministerämter, sicherten sich aber eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der bürgerlichen Koalition und konnten weiterhin formell als Opposition auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen übernahm Joán De la Pênia die Führung der Kammergruppe seiner Partei und trat von seinem Bürgermeisteramt zurück. Damit erhielt die PSP auch organisatorisch eine Doppelspitze De la Pênia/Sarabal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum kam es zu anhaltenden Schwierigkeiten innerhalb der Koalition und der Partei, da De la Pênia zwar seine Zustimmung zu den diversen Rettungspaketen für angeschlagene Mitgliedsstaaten der Gemeinschaftswährung verweigerte, seine grundsätzliche Unterstützung für die Mitte-Rechts-Regierung aber aufrecht erhielt. Heftige Töne gegen den Euro und für einen Austritt Sagradiens aus der Gemeinschaftswährung, wie De la Pênia sie im [[Parlamentswahl 2013|Parlamentswahlkampf 2013]] anschlug, wirkten vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig und kosteten die Partei deutlich an Stimmen. Bei der Wahl, bei der De la Pênia seine Partei erneut als Spitzenkandidat anführte, mussten die Sozialpopularen erstmals deutliche Verluste verschmerzen und brachen nach sechs Jahren als Teil der Regierungsmehrheit von über 10 auf nur noch 6,9 Prozent der Stimmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug auf die Ehrenpräsidentschaft (seit 2015) ===&lt;br /&gt;
Trotz der Stimmenverluste bei der [[Parlamentswahl 2013]] wurde De la Pênia im Amt des Sprechers seiner Parlamentsgruppe und damit ''de facto'' als Politischer Führer der PSP bestätigt. Es mehrten sich aber die Zeichen eines baldigen Wechsels an der Parteispitze. Im Sommer 2015 gab De la Pênia schließlich seinen bevorstehenden Rückzug aus der Führung der Partei bekannt. Zur Wunschnachfolgerin designierte er die bisherige Generalsekretärin der Partei [[Marijol Catalán]]. Kurz darauf kündigte auch die bisherige Parteipräsidentin [[Eleonora Sarabal]] an, auf dem Parteitag der PSP im Dezember 2015 nicht mehr für das nominell höchste Parteiamt kandidieren zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2015 gab De la Pênia die Führung der PSP-Parlamentsgruppe an [[Marijol Catalán]] ab. Auf dem folgenden Parteitag im Dezember wurde Catalán zudem zur neuen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidatin der Partei für die [[Parlamentswahl 2017]] gewählt. De la Pênia erhielt stattdessen das neugeschaffene Amt eines ''Ehrenpräsidenten'' der Partei mit dem Recht, weiterhin an Sitzungen des Parteivorstands teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1988-2010: Mitglied des Stadtrats von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1997: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2009: Mitglied des Regionalrats von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* seit 1994: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 2004-2010: Bürgermeister der Stadt [[Samartiega]] in [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* seit 2017: Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-2004: Fraktionssprecher der [[IxS]]/[[PSP]]-Fraktion im Stadtrat von [[Samartiega]]&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Nationaler Parteisekretär der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1991-2004: Vorsitzender des [[PSP]]-Regionalverbandes [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1992-2007: Parteivorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
* 1994-2004: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 2009-2015: Sprecher der [[PSP]]-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* seit 2015: Ehrenvorsitzender der [[PSP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Pênia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PSP-Politiker|De la Pênia]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ram%C3%B3n_Julio_De_la_Costa&amp;diff=48798</id>
		<title>Ramón Julio De la Costa</title>
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		<updated>2019-07-29T09:32:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;178.6.174.4: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Rutelli2018.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ramón Julio De la Costa''' (*13.07.1952 in [[Sacâu de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Anwalt und früherer Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war von 1990 bis 1992 sagradischer [[Umweltminister]] in der [[Kabinett Ricardes I|Regierung]] von [[Donado Ricardes]] und danach Präsident der Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] (1993-1998). Zwischen Januar 1999 und November 2006 führte er als [[sagradischer Ministerpräsident]] die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Koalition]] in Sagradien an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit als Regierungschef fallen zahlreiche politische und gesellschaftliche Reformen wie die Einführung der Homo-Ehe, die Liberalisierung des Einwanderungsrechts, der Ausstieg aus der Atom-Energie sowie eine umfangreiche Staats- und Verwaltungsreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2005 war er zudem Generalsekretär seiner Partei und bis 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale. 2007/2008 fungierte er mehrere Monate lang als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Sudan. Von 2012 bis 2018 war er Präsident der sagradischen NGO &amp;quot;Anwälte für Menschen- und Bürgerrechte&amp;quot; (ADHC).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studentenjahre ===&lt;br /&gt;
Der aus Sacâu nahe [[Tulis]] stammende De la Costa begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1978 abschloss. Bereits seit seinen Jugendtagen war er in der Friedensbewegung aktiv und protestierte gegen den Vietnamkrieg. Zugleich hielt er Kontakt zu einer maoistischen Studentengruppe in [[Tulis]]. Seit 1975 gehörte er zu den Redakteuren des linkssozialistischen [[Jornal del Cânviu]], 1977 wurde er Parteimitglied der alternativ-kommunistischen [[Democrâcia Crítica]] und engagierte sich in den Neuen Sozialen Bewegungen, vor allem für unilaterale Abrüstung, die Abschaffung von Atomwaffen, den Ausstieg aus der Atomenergie und eine Ausweitung der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des linksalternativen Spektrums gehörte er zunächst dem linksradikalen, ökosozialistischen Flügel an. Noch Jahre später bezeichnete er sich selbst als Ökosozialisten, näherte sich in der praktischen Politik aber dem pragmatischen Flügel der Bewegung an. Schon als Student unterhielt er enge Kontakte zum entstehenden linksalternativen Flügel der sozialistischen [[ASUL]] und nahm als Gast an verschiedenen Treffen der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und politischer Durchbruch ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli99.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
Nach Ende seines Studiums begann de la Costa eine akademische Karriere und war bis 1984 als Dozent für politische Geschichte an der [[Celusanto-Universität]] von Tulis beschäftigt. Dort promovierte er auch 1981 über die Geschichte der sagradischen Linken in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freier Journalist und Kolumnist machte sich De la Costa in der Folge einen Namen. Seine eigentliche politische Karriere begann 1984, als er als Vertrauensmann der Grün-Alternativen Liste in seiner Heimatstadt [[Tulis]] in der ersten rot-grünen Koalition der Stadt zum Mitglied der Stadtverwaltung nominiert wurde. Er wurde stellvertretender Bürgermeister in der Stadtadministration unter Bürgermeister [[Joán Corell]] und mit dem Ressort ''Tourismus, Stadtplanung und Umwelt'' betraut. Obwohl selbst weiterhin Mitglied der Democrâcia Crítica, wurde er als grüner Politiker wahrgenommen und machte sich als erster grüner Vizebürgermeister des Landes schnell einen Namen, als er eine umfassende Stadtsanierung organisierte und Tulis zur ''„Grünen Kulturstadt“'' umgestalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Mitglied der [[Ecología 77]] gehörte De la Costa nicht zu den Gründern der Partei [[Verdes Celarcoes]], da er die Gründung einer eigenen Partei in Konkurrenz zu den anderen sagradischen Linksparteien ablehnte und am Konzept einer unabhängigen Bewegung festhielt. Nachdem die tulinesischen Grünen schon Anfang im 1986 die Koalition mit den regierenden [[ASUL|Sozialisten]] in Tulis aufgekündigt hatte, distanzierte sich De la Costa als entschiedener Anhänger der ökologisch-sozialistischen Zusammenarbeit von der Grünen Fraktion und blieb als Unabhängiger im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli98.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Administration Corell wurde sein Ressort um den Bereich ''Wirtschaft'' erweitert und er blieb Stellvertreter des Bürgermeisters. Außerdem war er u.a. für die Koordination der ''Europäischen Kulturstadt Tulis'' zuständig. Wenig später trat er der ''Sozialistischen Allianz'' (ASUL) bei. Größere Bekanntheit in seiner neuen Partei erwarb sich der rhetorisch beflissene De la Costa auf dem Parteitag der Asul im Herbst 1987 mit einer ambitionierten und vielgelobten Rede, in der er Eckpunkte für eine sozialökologische Politik der Zukunft formulierte und darin die neue Parteiführung um [[Donado Ricardes]] aufforderte, in der künftigen Politik Ökologie und Ökonomie zusammenzudenken. Wenige Monate später wählte ihn seine neue Partei in die Exekutive des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Ricardes ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1990 berief der neue sozialistische [[Ministerpräsident]] [[Donado Ricardes]] den 37-jährigen Shootingstar De la Costa zum neuen [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltminister]] in seiner sozialistisch-radikalen Minderheitsregierung. Dahinter wurde öffentlich die Strategie vermutet, einen Teil der wachsenden linksalternativen und ökosozialistischen Bewegung von den [[Verdes|Grünen]] weg und hin zur ASUL zu lotsen. Außerdem sah Ricardes in der neu aufkommenden rot-grünen Netzwerkbewegung, als deren Vertreter de la Costa galt, eine potenzielle Gefahr für seine Führung und versuchte sie in seine Politik zu integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Ministeramt machte De la Costa schnell durch unorthodoxe Methoden auf sich aufmerksam und verärgerte mehr als einmal Koalitionspartner und Parteifreunde, u.a. mit seiner Kampagne für einen raschen Atomausstieg, den die Grünen forderten und der innerhalb der Sozialistischen Partei hoch umstritten war. In Zusammenarbeit mit Forschungsminister [[Carles Martínez Begueller]] initiierte De la Costa zudem ein Forschungsprogramm zum Ausbau regenerativer Energien, eines der ersten dieser Art in Europa. Zu dieser Zeit galt De la Costa als Vertreter der Neuen Linken innerhalb der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament gegen die Minderheitsregierung im Herbst 1992 schied De la Costa mit dem Rest des Kabinetts aus dem Amt. Der folgende Rücktritt [[Donado Ricardes]]' als Parteichef der Sozialisten und die zunächst wenig machtvolle Stellung seines Nachfolgers Luis José López hatte zu einer Stärkung der jungen Kräfte innerhalb der Partei geführt, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und ein Überdenken traditionalistischer Positionen forderten. De la Costa wurde zu dieser Zeit als zwar prominenter, aber mangels Abgeordnetenmandat weniger einflussreicher Vertreter der so genannten [[Guarda Jovén]] angesehen, als deren wichtigste Repräsentanten zu dieser Zeit der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Paulo Satyres]], sein [[Armoria|armorischer]] Kollege [[Mariano Larcón]] sowie der ehemalige [[JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in l’Artir im März 1991 bereits hatten die Jungen in der Partei Schlagzeilen mit einem engagierten Vorschlag für eine Aktualisierung des Parteiprogramms von 1977 gemacht, der stark von den Neuen sozialen Bewegungen geprägt war und auf eine ökologisch-postmaterialistische Erneuerung der Parteilinie abzielte. Die [[Proposiciones de l'Artir]], die auch unter der wesentlichen Mitwirkung De la Costas entstanden waren, öffentlich aber vor allem mit dem Gesicht Paulo Satyres’ verbunden wurden, wurden vom Parteiestablishment als Affront gegen die vergangenen vier Jahre und den Kurs der Regierung Ricardes aufgenommen und riefen heftige Kritik des rechten Flügels hervor. Die auf Ausgleich bedachte Parteiführung scheute eine direkte Konfrontation und deutete die „Proposiciones“ als Thesen dem Programmausschuss zu, der sie unter dem Einfluss [[António Grande Illega]]s jedoch Teile von ihnen in veränderter und abgeschwächter Form am letzten Tag zu Abstimmung einbrachte. Die „Proposiciones“ trafen den Geist der Zeit und wurden mit einer klaren Mehrheit angenommen und damit als Interpretationsthesen dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandal]] der Sozialisten im Jahr 1992/93 hielt sich De la Costa mit Rücktrittsforderungen zurück, trat aber für eine rasche und uneingeschränkte Aufklärung ein und unterstützte nachdrücklich die Abhaltung einer Mitgliederbefragung über das neue Parteioberhaupt. Auf dem Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde De la Costa erstmals in die Parteiexekutive gewählt, wo er die Zuständigkeit für Fragen der Umwelt- und Zukunftspolitik erhielt. Mit Satyres, Larcón und [[Enrico Herzog]] als Mitglieder des Sekretariats wurde das Exekutivkomitee der Partei deutlich verjüngt und die Jungen unmittelbar in die Parteiführung eingebunden. De la Costa trat in der Folge vermehrt in der nationalen Politik auf und wurde 1993 auch mit einem Ergebnis von 77 Prozent im Parteivorstand bestätigt, wo er fortan für Regional- und Entwicklungspolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident von Comtàid-Perín ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli90.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 1993]] führte De la Costa die Sozialisten in der Region [[Comtàid-Perín]] als Spitzenkandidat in die Wahl und wurde nach einem überraschend deutlichen Wahlsieg zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Als solcher stieg er zu einem der Hoffnungsträger in der sozialistischen Partei auf. Er führte eine rot-grüne Mitte-Links-Koalition an. Nach den [[Regionalwahlen 1997]] wurde er in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalsekretär [[António Grande]] berief De la Costa im Jahr 1994 als Experte für Umweltpolitik, Regionen und Entwicklung in sein Wahlkampfteam, wo der junge Regionalpolitiker im Falle eines Wahlsieges der Sozialisten als aussichtsreicher Ministerkandidat gehandelt wurde. Die Sozialisten verloren zwar die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahl]] gegen die regierenden [[PPC|Christdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1996 gründete De la Costa zusammen mit dem [[Region Ostino|ostinischen]] Regionalpräsidenten [[Iano Norriez]] und Fraktionsgeschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] einen eigenen reformorientierten „Corrente“ mit dem Namen [[Julistas|Sinistra Progresista]], was als Antwort auf die lautstarken Forderungen der Parteilinken unter Paulo Satyres gewertet wurde. Die theoretische Grundlage hatte er bereits im Frühjahr 1996 in seinem Buch ''Sinistra es Progreso. La sinistra del 21 sêglu'' gegeben, in dem er eine linke Politik für das 21. Jahrhundert formulierte, die besonders für bürgerliche Freiheiten, eine libertäre Gesellschaftspolitik und einen ökologischen und sozialen Wohlfahrtsstaat stehen solle. Damit unterschied sich De la Costa von den ausladenden Sozialstaatsforderungen der Linken um Satyres’, die dem materialistischen Grundcharakter der Alten Linken [[Andrés Colón]]s treu blieben und deren Staatsvorstellungen De la Costa als autoritär und deren Politikstil er als linkspopulistisch zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Parteichef ===&lt;br /&gt;
Nachdem wenig später ASUL-Generalsekretär Grande die Möglichkeit angedeutet hatte, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] zu verzichten, kam es in der Sozialistischen Partei zu Diskussionen um die Spitzenkandidatur. Schnell wurde klar, dass sich [[Paulo Satyres Blanco]] zum zweiten Mal nach 1992 um die Führungsposition in der Partei bewerben würde. Als mögliche Gegenkandidaten wurden Persönlichkeiten wie [[Iano Norriez]] und [[Miquel Chamot]] gehandelt, doch drängte sich keiner außer dem populären De la Costa als natürlicher Kandidat der Anti-Satyres-Fraktion auf. Um Satyres zu verhindern wurde letzterer schließlich auch von einem großen Teil des rechten Parteiflügels unterstützt. Grande Illega enthielt sich zwar, seine Anhängerschaft und andere Teile der Parteimitte sprachen sich aber mehrheitlich für De la Costa aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande offiziell seinen Verzicht auf die Parteiführung bekanntgegeben hatte, erklärten erwartungsgemäß Satyres und - nach der Absage von Norriez und Chamot - De la Costa ihre Kandidatur für die von Grande Illega organisierte Urwahl zwischen De la Costa und Paulo Satyres, in der sich De la Costa deutlich durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Parteikongress in Tulis im Mai 1997 trat der frisch gekürte Spitzenkandidat – noch dazu mit Heimrecht ausgestattet – als großer Star der Partei auf. Mit einer schwungvollen, rhetorisch glänzenden und vielgelobten Rede beschwor er den Politikwechsel im Land und setzte die Zeichen für einen spannenden Lagerwahlkampf. Gegen den Parteirechten [[Óliver Braga]] wurde De la Costa mit deutlicher Mehrheit von über 80 Prozent zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt. Nachdem er sich mit Satyres geeinigt hatte, wurde dieser Vizegeneralsekretär. Die vom Parteivorstand eingebrachten und verabschiedeten [[Declaraciones pel Cânviu]] aktualisierten die [[Proposiciones de l'Artir|''Proposiciones'']] von l’Artir aus dem Jahr 1991 vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen und orientierten sich bereits stark an de la Costas Konzept der ''Sinistra Progresista''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Satyres und unter Federführung seines Wahlkampfleiters Lorenzo Dimas Ferrera entwickelte De la Costa in der Folge aufbauend auf den Tulineser Deklarationen das Konzept des [[Novo Progresismo]], der an die Grundlagen der ''Sinistra Progresista'' anknüpfte. Besonderer Wert wurde auf sozial und ökologisch verträgliche Wirtschafts- und vor allem auf liberale Gesellschaftsreformen gelegt. Wichtige Teile des Konzepts wurden später vom spanischen Sozialistenführer Zapatero als ''Nueva Via'' aufgegriffen und brachten diesem 2004 einen Sieg ein. Das Projekt ''Progressive Linke'' knüpfte bewusst an die Gesellschaftsreformen der Linksregierung [[Joán Caval]]s in den Siebzigern an und verband es mit dem Verzicht auf Sozialisierungen und übermäßige Umverteilung, wie er bereits in früheren [[Coalición Viola|„violetten“ Koalitionen]] mit der bürgerlichen [[UDS]] praktiziert worden war. In wesentlichen Bereichen stellte es ein postmaterialistisches Programm dar und präsentierte die Sozialisten als Partei der Neuen Linken, indem es die Gleichberechtigung der Geschlechter, Minderheitenschutz vor allem für ethnische und sexuelle Gruppierungen, Ausweitung der Entwicklungshilfe und Unterstützung für sozial Schwache betonte. Damit zeigte es die ASUL als Gegenpol zur vermeintlich gestrigen Politik der Koalitionsparteien. Als Vater des Programms gilt neben De la Costa auch dessen damaliger Wahlkampfleiter [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der später EU-Kommissar und [[Finanzminister]] werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft 1999-2002 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli12.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nach seinem eindrucksvollen Wahlsieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen im November 1998]]. bei denen die Sozialisten mit über 38 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis bei nationalen Wahlen seit Joán Cavals [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Wahlsieg 1970]] feiern konnten, wurde De la Costa von Präsident [[Oscar Santián de Montoy]] im Januar 1999 zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger des Konservativen [[Josep Carles Otero]] ernannt. De la Costa bildete zusammen mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] um [[Franca Ferrero-Berástiz]] und [[Carles Etxeberría]] den ersten [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Ministerrat in Sagradien, der als Minderheitsregierung aber von der Unterstützung der [[PCS|kommunistisch]] geführten [[Unitá de la Sinistra|Linken]] im Parlament abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machte sich daran, die sagradische Gesellschaft zu modernisieren. Dabei wurden ihre Reformen wie das neue Asyl- und Einwanderungsgesetz, die Einführung der gesetzlich geschützten Lebenspartnerschaft CSS (&amp;quot;Contràu Civil de Solidaritá&amp;quot;) für hetero- und homosexuelle Paare sowie die Annahme eines neuen Autonomiestatuts für [[Aziz]], das der Inselgruppe erweiterte Selbstverwaltungsrechte zugestand, von der parlamentarischen Rechten energisch bekämpft. Das neue Statut, das von der seit Frühjahr 1999 in [[Santiago d'Aziz|Santiago]] regierenden Koalition aus [[PSA|Sozialisten]], gemäßigten bürgerlichen [[FALS|Nationalisten]] und anderen Mitte-Links-Gruppierungen ausgehandelt worden war und 2001 in Kraft trat, war Teil einer umfassenden neuen ordnungspolitischen Strategie, mit der die rot-grüne Regierung angetreten war, und die als [[Estàu Plural]] neue devolutionäre Modelle einzuführen suchte. In diesem Rahmen reformierte die Regierung De la Costa das gesamte sagradische Regionalrecht und gestand den Regionen zusätzliche Autonomierechte zu. Auch die von der Regierung de la Costa bereits 1999 durchgesetzte Aussetzung der Wehrpflicht und ihre endgültige Abschaffung nach den Wahlen 2002 wurden von der parlamentarischen Rechten abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftspolitik senkte die Regierung de la Costa die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern, erweiterte das Bildungsangebot, flexibilisierte die Arbeitszeiten und weitete zudem die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit aus. Um die Arbeitslosigkeit zu senken, wurde zudem ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor eingeführt. Auch in anderen Bereichen führte die Regierung Liberalisierungen und Marktöffnungen herbei, u.a. bei den Ladenöffnungszeiten, bei der Personenbeförderung durch Taxis und im Zugverkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Maßnahmen konnte die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung einer Klima-Abgabe sollten das ökologische Profil der Wirtschaftspolitik stärken. Der unter der Vorgängerregierung in einigen Branchen ausgesetzte Mindestlohn wurde wieder flächendeckend eingeführt. Die von Teilen der Parteirechten geforderte umfangreiche Sozialstaatsreform blieb in De la Costas erster Amtsperiode jedoch aus. Damit unterschied sich die Politik der Regierung De la Costa wahrnehmbar von den Dritten Wegen der britischen New Labour oder der deutsche Sozialdemokratie seit Ende der Neunziger Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch beteiligte sich das sagradische Militär 1999 gegen den Widerstand großer Teile der eigenen Koalition und gegen die Ablehnung durch die Linke, jedoch mit Zustimmung der bürgerlichen Opposition am Kosovo-Krieg der NATO gegen Jugoslawien. Die in weiten Teile eher sozialliberal anmutende Politik De la Costas, seine klare pro-europäische Haltung sowie die Beteiligung Sagradiens am Kosovo-Krieg und anderen Auslandseinsätzen führte in der Folge zu heftigen Spannungen zwischen den dominierenden pragmatischen Reformkräften der Regierung und der Parteilinken, die 2000 im Rücktritt [[Paulo Satyres]]’ als [[Wirtschaftsminister]] und Parteivize, seinem Austritt aus der ASUL und der Gründung der konkurrierenden linksnationalen [[Partíu Republicano Socialista|Republikanischen Sozialistischen Partei]] unter Führung Satyres’ gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Jahr 2000 in Duerez befand sich Julio de la Costa auf dem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht. Das verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Grundsatzprogramm von Duerez]], das erste vollständig neue Programm seit dem [[Manifesto de Semesta|Semestiner Programm]] 1977 und das dritte Parteiprogramm der ASUL seit [[Manifesto de Lemez|Lemez 1962]] verankerte den Kurs der Partei unter de la Costa unter dem Schlagwort des ''Progreso Social'' auch programmatisch und ideologisch und sollte die Partei fit für das kommende Jahrtausend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie vor ihm [[Joán Caval]] sammelte De la Costa eine Reihe junger Politiker um sich herum, die er zu seinem inneren Zirkel machte. Dazu gehörte zunächst in führender Position der Wirtschaftsfachmann [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der seit 1994 an der Seite De la Costas in der Fraktion arbeitete und 1998 sein [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef]] wurde. 1999 schickte De la Costa seinen wichtigsten Vertrauten als EU-Kommissar nach Brüssel und holte ihn 2004 als Superminister für [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaft und Finanzen]] in sein Kabinett zurück. Daneben gehörten zum engeren Führungszirkel um De la Costa auch der langjährige Vertraute [[Santo Guerrero]], die Parteikoordinatorin [[Nina Álamo Gomes]] sowie [[Piero Dulce Rodríguez]], der von 2000 bis 2005 als [[Präsidentschaftsminister]] fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft 2002-2006 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach zwischenzeitlichen Umfragetiefs im Herbst 2000 und Frühjahr 2001 erreichte De la Costas Koalition nicht zuletzt nach heftigen inneren Auseinandersetzungen im [[PPC]] pünktlich zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] wieder beste Umfragewerte, sodass das Mitte-Links-Wahlbündnis aus Sozialisten und Grünen bei den Parlamentswahlen seine relative Mehrheit behaupten und sogar ausbauen konnte. Die Koalition konnte mithilfe der Linken fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2003 von der amerikanischen Regierung unter George W. Bush eingeleitete Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein wurde von De la Costa und seiner rot-grünen Koalition deutlich abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Reformelan der ersten vier Jahre der ökosozialistischen Regierung folgten in De la Costas zweiter Amtszeit zunehmend wirtschaftliche, strukturelle und vor allem finanzielle Probleme, die den Sozialisten sinkende Umfragewerte und Mitgliederzahlen sowie eine Reihe von Wahlniederlagen bei den [[Senatswahlen 2003]] sowie den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]] einbrachten. Parteiintern kam es immer stärker zu Gegensätzen zwischen den Linken und den rechten Reformern, die unterschiedliche Sozialstaatsvorstellungen vertraten. Zudem wuchs das staatliche Defizit stark an. Nicht nur die bürgerliche Opposition, sondern auch Vertreter des rechten Reformflügels forderten nun eine strengere Haushaltspolitik, öffentliche Einsparungen und die Streichung von Sozialhilfe-Geldern. Nachdem im Spätsommer 2005 die Verwicklung von De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] in illegale Immobiliengeschäfte bekannt geworden war ([[Carnival-Affäre]]), kam es in der Koalition zu einer ernsthaften Krise, die in einer vernichtenden Niederlage bei [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im August 2005]] gipfelte. Der Druck auf den seit Monaten in der Kritik stehenden De la Costa wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem De la Costa bereits zuvor mehrmals angedeutet hatte, nicht länger als acht Jahre regieren zu wollen, erklärte er kurz nach den Regionalwahlen seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der Sozialisten und seinen Verzicht auf die neuerliche Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]], blieb aber bis auf weiteres Ministerpräsident und kündigte eine umfassende Kabinettsumbildung, die zweite binnen 14 Monaten, an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der ASUL sowie Spitzenkandidat für die anstehenden Parlamentswahlen wurde [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich in einer Urabstimmung gegen den Parteilinken [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gehörte zum eher rechten Parteiflügel, der sich für Arbeitsmarktreformen und angesichts des steigenden Staatsdefizits für Haushaltseinsparungen aussprach. De la Costa kündigte für die Zeit nach 2006 seinen Rückzug aus der Politik an und bewarb sich nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten großen Reformen der Regierung De la Costa gehört die 2005 beschlossene vollständige Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Dies wurde auf die Agenda gesetzt, nachdem es 1999 zwar gelungen war, mit dem Zivilpakt CCS eine staatlich geförderte gegenseitige Fürsorgepflicht und Steueranreize für hetero- wie für homosexuelle Paare als Alternative zu einer vollständigen Ehe durchzusetzen, nicht aber ein Adoptionsrecht sowie die vollständige steuerliche Gleichstellung von Homosexuellen zu erreichen. Dies wurde schließlich mit dem zum 1. Januar 2006 in Kraft tretenden Gesetz zur Öffnung der Ehe nachgeholt, mit dem Sagradien als erst viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten unter Spitzenkandidat Diaz de Velozo bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] schied De la Costa im November 2006 aus dem Amt. Nachfolger wurde der [[PPC|Volkspartei]]-Vorsitzende [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Mit einer Amtszeit von acht Jahren ist er nach [[Joán Caval]] der am zweitlängsten amtierende sozialistische Regierungschef Sagradiens und der sagradische Ministerpräsident mit der drittlängsten Amtszeit insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl 2006 zog sich De la Costa aus der aktiven Politik zurück und kehrte in seinen Beruf als Anwalt zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2007 meldete er sich der Öffentlichkeit zurück, als er sich mit einem großen öffentlichen Aufruf in der Wochenzeitung [[Il Tiempo]] für eine Wiederaufnahme der Bemühungen um die Ratifikation einer EU-Verfassung aussprach und die EU-Politik der [[Viererkoalition|Mitte-Rechts-Regierung]] [[Kabinett Luisanto I|Luisanto]] erstmals heftig kritisierte. Kurz darauf erschien De la Costas lange erwartetes Buch unter dem Titel ''L'Europa d'Avenir.'', in dem De la Costa nicht nur von einer Krise der EU sprach und stärkere Bemühungen um die europäische Integration forderte, sondern auch vor dem gesamt-euroäischen Phänomen der „internen Aushöhlung“ durch europaskeptische Regierungen in Polen, Tschechien und besonders auch in Sagradien warnte, wo seit 2006 die rechtspopulistische [[PSP]] des umstrittenen [[Joán De la Pênia]] indirekt an der Regierungsmehrheit beteiligt war. Als Abrechnung mit seiner eigenen Partei oder dem politischen Gegner wollte De la Costa sein Buch aber nicht verstanden wissen, sondern als „rationale und ehrliche Einschätzung der politischen Konstellationen in Europa und der Welt des frühen 21. Jahrhunderts, gerade aus Sicht eines ehemaligen Handelnden“. Aufsehen erregten auch die Kaptitel über die Gefahren der Klimaveränderungen, die zwar in seinem Buch nicht den Hauptplatz einnehmen, aber in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion stark rezipiert wurden. Von Kritikern und unabhängigen Beobachtern wurden die ehrlichen und in der Tat auch selbstkritischen Ausführungen des ehemaligen Premierministers weitgehend gelobt, während der politische Gegner das Buch als „Keule gegen den Erfolg des Regierungsbündnisses“ (PPC-Fraktionschef [[Máximo Ulieta]]) verurteilte. An den Kassen war De la Costas Werk ein Verkaufsschlager und stand wochenlang auf dem Ersten Platz der Bestsellerlisten. Auch der Feuilleton lobte das Werk und hob den anspruchsvollen Stil De la Costas hervor. In der Folge gab De la Costa eine Reihe von Fernsehinterviews, in denen er eine Rückkehr in die nationale Politik in absehbarer Zeit ausschloss und sich hinter seinen Nachfolger im Parteiamt Diaz de Velozo stellte, dessen Verhältnis zu De la Costa als angespannt gilt. Er warnte aber seine Partei davor, sich in selbstreferenziellen Gefechten aufzureiben, während die Rechte das freiheitliche Sagradien durch eine auf Angst und Ausgrenzung setzende Politik unterminiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 übernahm De la Costa von UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon die Aufgabe eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Sudan. Seine Hauptaufgabe bestand dabei in der Überwachung der UN-Friedensmission im Süden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaukasuskonflikt des Jahres 2008 sprach sich De la Costa für eine differenziertere Analyse aus und warnte davor, in Denkmuster des Kalten Kriegs zurückzufallen. Der Westen könne internationale Politik nicht jahrelang gegen die Interessen Moskaus führen und sich dann wundern, dass Russland versucht, seine Interessensphäre zu schützen. Den Vorwurf der äußeren Linken, die von De la Costa als Regierungschef mitgetragene gewaltsame und völkerrechtswidrige Kosovo-Politik der NATO und der EU seien eine der Ursachen für das Vorgehen Russlands, wies De la Costa zurück und nannte dieses Argument einen Vorwand für die Durchsetzung eigener machtpolitischer Interessen, welche freilich auch Teile des westlichen Bündnisses im Kaukasus hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Interviews und Wahlkampfveranstaltungen attackierte De la Costa seinen Amtsnachfolger [[Miquel Ánibal Luisanto]] und dessen Regierung heftig. Der Ministerpräsident habe in Sagradien einen von gewissen Schlüsselmedien abgesicherten Populismus etabliert, der sich fortschrittlich und liberal geriere, in Wirklichkeit aber lediglich wirtschaftsliberal, nationalistisch und reaktionär gesinnt sei. Der so genannte ''Luisantismo'', den der Premier nun als ''Popularismo'' verkaufe, sei damit nichts anderes, als eine politisch korrekte und mehrheitsfähige Variante des rechtspopulistischen ''Delapenismo'', der die sagradische Rechte seit Jahren unterminiert habe. Die Auseinandersetzung zwischen Luisantisten und Delapenisten seien Scheingefechte, die sich in dem Moment auflösen würden, in dem die beiden Parteien wieder zur gemeinsamen Machtübernahme  aufeinander angewiesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] lobte De la Costa den gescheiterten Parteichef Diaz de Velozo doppeldeutig für dessen raschen Rückzug aus der Parteiführung, der Platz für einen schnellen Neuanfang gemacht habe. Aus dem Wettbewerb um die Nachfolge Diaz de Velozos hielt er sich gänzlich heraus und gab auch für die ihm nahestehenden [[Julistas]] keine Wahlempfehlung ab. Nach dem Sieg [[Mercé Serrat Cabarell]]s bei den im November abgehaltenen Primaries wurde bekannt, dass De la Costa dieser zukünftig als strategischer Berater zur Vefügung stehen werde. Eine eigene Kandidatur für den Parteivorstand lehnte er aber ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 unterstützte De la Costa die Gründung der so genannten Spinelli-Gruppe, die einen gesellschaftlichen und akademischen Diskurs über eine weitere Föderalisierung der Europäischen Union voranzutreiben sucht. Weitere Unterstützer sind Guy Verhofstadt, Jacques Delors, Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Mario Monti sowie auf sagradischer Seite der ehemalige sagradische Außenminister [[Hernán Ferrero Perón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
De la Costa gilt als äußerst geistreicher und rhetorisch beflissener Redner. Besonderes internationales Ansehen konnte er sich neben seinen jüngsten Beiträgen zum Klimaschutz als Förderer der Europäischen Integration erwerben. Vor allem sein Engagement für die gescheiterte Europäische Verfassung trug ihm den Ruf eines überzeugten Europäers ein. De la Costa gilt als ausgesprochen polyglott. Neben Sagradisch, Englisch und Französisch spricht er auch diverse andere romanische Sprachen sowie ein wenig Mandarin. &lt;br /&gt;
Noch immer stellt De la Costas Corrente mit seinen zahlreichen Sympathisanten eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der sozialistischen Asul dar. Zu den einflussreichsten „Julistas“ werden derzeit der Semestiner Bürgermeister und ehemalige Minister [[Piero Dulce]], die [[Sur-Pinial|südpinische]] Regionalsekretärin [[Ana Voçares]], die langjährige Koordinatorin der Asul [[Nina Álamo Gomes]] sowie Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt. Der Corrente De la Costas steht für eine gesellschaftsliberale Ausrichtung, eine ökologisch-nachhaltige Energiepolitik ohne Atomstrom, eine pragmatische und dezidiert proeuropäische Außenpolitik sowie moderate Wirtschafts- und Sozialreformen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete sich selbst als „Julista“ und gilt als enger persönlicher Freund De la Costas. Bei den spanischen Parlamentswahlen 2008 stand De la Costa seinem Freund Zapatero als politischer Berater zur Seite und trat bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen auf. Julio De la Costa ist Mitglied im Club of Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Julio De la Costa war seit 1982 mit der Tulineser Journalistin ''Estrela Ferrera Els'' verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter, ''Grâcia María'' (*1984) und ''Teresa Sónsoles'' (*1987). De la Costa und Ferrera Els leben seit 1995 getrennt und sind seit 1997 geschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2012 war Julio De la Costa offiziell mit der 20 Jahre jüngeren sozialistischen Politikerin [[Ana Voçares]] liiert. Voçares war von 2002 bis 2004 als Staatssekretärin im Erziehungsministerium beschäftigt. Nach einer Kabinettsumbildung 2004 wurde sie für die Öffentlichkeit überraschend nicht mehr für ein Regierungsamt berücksichtigt. Erst wenige Monate später wurde die Beziehung zwischen De la Costa und Voçares bekannt. Im Jahr 2006 kam eine gemeinsame Tochter namens ''Isabel'' auf die Welt. 2012 gaben De la Costa und Voçares schließlich ihre Trennung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas Bruder ist der bekannte Tulineser Mathematikprofessor ''Joán Arcélio De la Costa''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costa bezeichnet sich selbst als „skeptischen Agnostiker“ und war der erste Ministerpräsident des Landes, der den Amtseid ohne religiöse Beteuerung abgelegt hat, wofür er Kritik von Seiten der katholischen PPC-Opposition einstecken musste. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wurden eigenen Angaben zufolge dennoch „liberal-katholisch, aber säkular“ erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: stellvertretender Bürgermeister von [[Tulis]] und Beigeordneter Stadtrat für Tourismus und Umwelt (seit 1987 auch für Handel zuständig)&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Regierungspräsident der Region [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]])&lt;br /&gt;
* seit 2009: stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Mitglied des Stadtrats von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Mitglied des Regionalrats von [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1999-2008: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Comtàid-Perín|De la Costa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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		<title>Yanis Pereira</title>
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Yanis Manuel Pereira Carvalho''' (*1997 in Maison-Alfort, Île de France) ist ein portugiesischer Fußballspieler, der seit Sommer 2019 beim sagradischen Rekordmeister [[Tulisium FC]] spielt. Als Sohn portugisisch-kapverdischer Einwanderer ist er in Frankreich geboren und aufgewachsen und besitzt die französische Staatsbürgerschaft, spielt jedoch für die portugiesische Fußballnationalmannschaft. Er ist ein technisch starker und ballsicherer Spieler und kommt vornehmlich als linker Außenstürmer zum Einsatz, wo er seine Schnelligkeit und seine Dribblingfähigkeiten zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Karriere ====&lt;br /&gt;
===== Anfänge in Frankreich und England =====&lt;br /&gt;
Yanis Pereira begann seine Karriere in Frankreich, wo er die renommierte Nachwuchsakademie in Clairefontaine besuchte und anschließend in die Jugend von Paris Saint-Germain wechselte. Nach drei Jahren in der Ligue 1 wurde er in der Saison 2017/2018 zum Ligarivalen Stade Rennes ausgeliehen, wo er regelmäßig auf dem linken Flügel zum Einsatz kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr in der Bretagne wurde Yanis Pereira im Sommer 2018 auf Initiative seines Beraters Jorge Mendes hin an den ambitionierten Premier-League-Aufsteiger Wolverhampton Wanderers verliehen. Dort spielte er unter seinem Landsmann Nuno Espírito Santo an der Seite seiner Nationalmannschaftskollegen Rui Patricio, Rúben Neves und Joao Moutinho und schaffte seinen endgültigen Durchbruch als einer der Shootingstars der Premier-League-Saison 2018/2019. Nachdem er in der Hinrunde von PSG ausgeliehen war, verpflichtete ihn die Wolves im Januar 2019 per Kaufoption für eine fix vereinbarte Ablösesumme von 30 Millionen Euro. Er war damit der Rekordeinkauf in der Geschichte des Vereins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wechsel zum Tulisium Football Club =====&lt;br /&gt;
Ein halbes Jahr, nachdem ihn Wolverhampton fest verpflichtet hatte, wechselte Yanis Pereira im Sommer 2019 für die sagradische Rekordablösesumme von 90 Millionen Euro zum [[Tulisium Football Club]] in die [[Premera Liga]]. Mit Boni kann sich die Ablösesumme auf bis zu 105 Millionen Euro steigern, womit Pereira der erste dreistellige Millionentransfer der sagradischen [[Premera Liga]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portugiesischer Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kapverdischer Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.6.174.4</name></author>
		
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		<updated>2019-07-29T09:27:44Z</updated>

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&lt;br /&gt;
'''Yanis Manuel Pereira Carvalho''' (*1997 in Maison-Alfort, Île de France) ist ein portugiesischer Fußballspieler, der seit Sommer 2019 beim sagradischen Rekordmeister [[Tulisium FC]] spielt. Als Sohn portugisisch-kapverdischer Einwanderer ist er in Frankreich geboren und aufgewachsen und besitzt die französische Staatsbürgerschaft, spielt jedoch für die portugiesische Fußballnationalmannschaft. Er ist ein technisch starker und ballsicherer Spieler und kommt vornehmlich als linker Außenstürmer zum Einsatz, wo er seine Schnelligkeit und seine Dribblingfähigkeiten zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Karriere ====&lt;br /&gt;
===== Anfänge in Frankreich und England =====&lt;br /&gt;
Yanis Pereira begann seine Karriere in Frankreich, wo er die renommierte Nachwuchsakademie in Clairefontaine besuchte und anschließend in die Jugend von Paris Saint-Germain wechselte. Nach drei Jahren in der Ligue 1 wurde er in der Saison 2017/2018 zum Ligarivalen Stade Rennes ausgeliehen, wo er regelmäßig auf dem linken Flügel zum Einsatz kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr in der Bretagne wurde Yanis Pereira im Sommer 2018 auf Initiative seines Beraters Jorge Mendes hin an den ambitionierten Premier-League-Aufsteiger Wolverhampton Wanderers verliehen. Dort spielte er unter seinem Landsmann Nuno Espírito Santo an der Seite seiner Nationalmannschaftskollegen Rui Patricio, Rúben Neves und Joao Moutinho und schaffte seinen endgültigen Durchbruch als einer der Shootingstars der Premier-League-Saison 2018/2019. Nachdem er in der Hinrunde von PSG ausgeliehen war, verpflichtete ihn die Wolves im Januar 2019 per Kaufoption für eine fix vereinbarte Ablösesumme von 30 Millionen Euro. Er war damit der Rekordeinkauf in der Geschichte des Vereins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wechsel zum Tulisium Football Club =====&lt;br /&gt;
Ein halbes Jahr, nachdem ihn Wolverhampton fest verpflichtet hatte, wechselte Yanis Pereira im Sommer 2019 für die sagradische Rekordablösesumme von 90 Millionen Euro zum [[Tulisium Football Club]] in die [[Premera Liga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portugiesischer Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kapverdischer Fußballspieler|Yanis Pereira]]&lt;/div&gt;</summary>
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