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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Öffentliche Ämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Minister (bis 1998) ===&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter dem UDS-Minister [[Paulo Rodrigo Mescú]] zum Unterstaatssekretär und Leiter der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenhandelsministerium]] ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 10,5 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im folgenden [[Kabinett Moya III]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zunächst Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]], 1988 wechselte er derselben Funktion unter Minister [[Lorenzo Estrubal]] in die Leitungsspitze des sagradischen [[Außenministerium]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Victor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Oppositionspolitiker (1998-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister (2006-2008) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PPC]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PPC fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Europäischen Parlament (seit 2009) ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Unterstaatssekretär und Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenhandelsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Staatssekretär im  [[Außenhandelsministerium]] &lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Ferrero Perón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Hernán Ferrero Perón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Aufstieg zum Minister (bis 1998) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Minister (bis 1998) ===&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter dem UDS-Minister [[Paulo Rodrigo Mescú]] zum Unterstaatssekretär und Leiter der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenhandelsministerium]] ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 10,5 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im folgenden [[Kabinett Moya III]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zunächst Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]], 1988 wechselte er derselben Funktion unter Minister [[Lorenzo Estrubal]] in die Leitungsspitze des sagradischen [[Außenministerium]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Victor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Oppositionspolitiker (1998-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister (2006-2008) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PPC]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PPC fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Europäischen Parlament (seit 2009) ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ([[Kabinett Moya III]])&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Ferrero Perón]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Hernán Ferrero Perón''' (*1949 in [[Citanova]]/[[Sesín]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] liberaler Politiker ([[UDS]]) und Diplomat. Von 1996 bis 1998 war er [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]. Als Mitglied der ersten [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] von 2006 bis 2008 vertrat er Sagradien auf internationaler Ebene als [[Außenminister|Minister für Äußere und Europäische Angelegenheiten]]. Seit 2009 ist Ferrero Perón für die europäischen Liberalen Mitglied des Europäischen Parlaments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Minister (bis 1998) ===&lt;br /&gt;
Der ausgebildete Jurist Ferrero Perón schlug nach dem Studium eine Karriere als Diplomat im sagradischen [[Außenministerium]] ein. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Ministerium und angeschlossenen Behörden wurde er 1983 unter Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] Direktor der Kulturabteilung im Außenministerium. 1986 bewarb er sich erstmals für die liberale [[UDS]] um ein Mandat in der Abgeordnetenkammer. Dank des guten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlergebnisses]] der Liberalen von 12 Prozent zog Ferrero Perón auf dem vorletzten erfolgreichen Listenplatz in die Kammer ein. Im sozialliberalen [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] wurde er daraufhin unter dem UDS-Minister [[Luca Bremante]] zum Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ernannt. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wechselte er als Staatssekretär Lorenzo Estrubals ins [[Außenministerium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl [[Mário González Bahamonte]]s zum neuen Parteivorsitzenden der UDS im Jahr 1992 nominierte dieser den ausgewiesenen Verwaltungsfachmann Ferrero Perón zum Parteisekretär der Unionsdemokraten. In diesem Amt koordinierte er u.a. die Kampagne der Liberalen für [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Nach Bahamontes Wechsel in die EU-Kommission behielt Ferrero Perón sein Amt auch unter dessen Nachfolger [[Victor António Anghés]], ehe er von diesem 1996 als neuer [[Erziehungsminister]] vorgeschlagen wurde und als Minister ins [[Kabinett Otero III]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Oppositionspolitiker (1998-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] schied Ferrero aus der Regierung aus und kehrte als Vorsitzender des Ausschusses der Abgeordnetenkammer für Europapolitik wieder zur Außen- und Europapolitik zurück. Im Folgejahr wurde der bekennende Europäer Ferrero zugleich zum ehrenamtlichen Präsidenten der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten gewählt. 2000 wurde er zudem als Nachfolger von Uffe Ellemann-Jensen Präsident der Europäischen Liberalen und Reformpartei ELDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] erklärte Ferrero Perón nach 16 Jahren im Parlament überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur. Er kündigte an, sich zukünftig auf andere Aufgaben konzentrieren zu wollen, und übernahm eine Professur für Europapolitik an der Universität Vierna, blieb aber Mitglied in der Parteiführung der UDS. 2003 wurde er als sagontinischer Senator Mitglied des sagradischen Oberhauses, wo er den Fraktionsvorsitz der Demokraten übernahm und stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister (2006-2008) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Parteien der Rechten die Mehrheit im Parlament errangen, wurde Ferrero Perón als Außenexperte seiner Partei für den Posten des Außenminister in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]] nominiert und wurde als einer von drei Liberalen zum Minister ernannt. Als Kabinettsmitglied kam es mehrmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem wert-liberalen Ferrero Perón und Kabinettskollegen, vor allem aus Reihen der konservativen [[PPC]], u.a. in Fragen der Europapolitik, in denen Ferrero Perón eine eindeutig pro-europäische Haltung einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] wurde Ferrero Perón bei der Kabinettsbildung nicht mehr berücksichtigt, sein Amt fiel einem Zuständigkeitenwechsel innerhalb der Koalition zum Opfer, da UDS-Chef Orrieva auf das Handelsministerium drängte, gegen das das Außenministerium schließlich im Tausch an die PPC fiel. Neuer Außenminister wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Das Angebot Orrievas, als Minister ins Bildungsministerium zurückzukehren, lehnte Ferrero dankend ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Europäischen Parlament (seit 2009) ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 kandidierte Ferrero Perón erstmals für das Europäische Parlament und wurde als Spitzenkandidat der UDS nach Straßburg und Brüssel gewählt. Dort führt er die sagradische Delegation der Liberalen an und übt als Stellvertreter von Guy Verhofstadt das Amt eines Vizepräsidenten der ALDE-Fraktion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Direktor der Kulturabteilung im sagradischen [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Staatssekretär im [[Außenhandelsministerium]] ([[Kabinett Moya III]])&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sagradischer [[Erziehungsminister]] im [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident des [[Abgeordnetenkammer]]ausschusses für Europapolitik &lt;br /&gt;
* 2003-2006: Stellvertretender Vorsitzender im [[Senat]]sausschuss für Außenpolitik&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen]] im [[Kabinett Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2003-2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1992-1996: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizepräsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident der ELDR&lt;br /&gt;
* 2003-2006: Fraktionssprecher der [[UDS]] im [[Senat]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vorsitzender der sagradischen Delegation in der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
* seit 2009: Stellvertretender Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1999-2003 Präsident der sagradischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten ([[UEF Sagradia]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erziehungsminister Sagradiens|Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Ferrero Perón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Parteisekretäre der UDS */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''', deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'') ist eine liberale Partei in [[Sagradien]]. Die UDS wurde 1961 als Partei gegründet und ging aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Movimiento Republicano de la Libertá]] (MLR), dem nationalliberalen [[Partido Nacional Democrático]] (PND) sowie dem sozialliberalen [[Partido Republicano Radical]] (PRR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partido Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 ist die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miguel Luisanto]] und bildet zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktuelle Parteivorsitzende ist seit 2012 die Abgeordnete [[Beatrice Iniagui]], die in diesem Amt den langjährigen Vorsitzenden und früheren [[Ministerium für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Handelsminister]] [[Luca Orrieva]] ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Zusammen kam dabei einerseits die Schwäche der liberalen Parteien Sagradiens in der Nachkriegszeit gegenüber den dominierenden [[PPC]] und [[ASUL]], andererseits die zunehmende Distanzierung der Radikalen von den Parteien der sogenannten [[Coalición Democrática]] und die Annäherung an die liberalkonservative Rechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[ASUL|Sozialisten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez-León]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963) ===&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende PRR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche MRL, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez-León]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez-León die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miguel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez-León kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez-León Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[PFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez-León 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez-León blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 7,3 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982) ===&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miguel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez-León auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Vernunft“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, erklärten sich aber in der Folge bereit, die Regierung in einzelnen Punkten zu unterstützen. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval 1979 schließlich Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die aber scheiterten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 8,5 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Der politische Flirt mit den Sozialisten war von einem Großteil der liberalen Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Sandro De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1992) === &lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Emilio Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PPC zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger [[Angel Ribero]] der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den [[Europawahlen 1989]] und [[Europawahlen 1994|1994]] als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998) ===&lt;br /&gt;
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern. Dem wegen einer privaten Affäre erzwungenen Rückritt von Parteichef und Wirtschaftsminister [[Angel Ribero]], den zugleich [[Lorenzo Estrubal]] zum Rückzug aus dem Ministeramt nutzte, folgte eine anhaltende Krise der UDS. Das Duo [[Luca Bremante]] und [[Mário Bahamonte]] an der Spitze der Partei startete zwar stark, geriet aber zunehmend in Schwierigkeiten. Nachdem die Partei für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] erstmals nicht den Parteichef Bahamonte, sondern den Wirtschaftsminister [[Luca Bremante]] zum Spitzenkandidaten gewählt hatte, musste dieser aufgrund einer privaten Affäre mitten im Wahlkampf auf seine Ämter in Regierung und Partei verzichten. Die Wahlen endeten jedoch trotz leichter Verluste für die [[UDS]] mit einer Bestätigung der bürgerlichen Regierungsmehrheit. Besonders die Bestrebungen der [[Grüne]]n, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef [[Victor António Anghés]], wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gang in die Opposition (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,2 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die [[Europawahlen 1999]] endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei [[Benita Hubner]] zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubals, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die [[Regionalwahlen 2001]] bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]] erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PPC zurückgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miguel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez-León, Lorenzo Estrubal und Victor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen [[UDC]]. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto im Frühjahr 2008 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2008 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2008]] ging die UDS unter Orrieva mit 4,5 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Die neue bürgerliche Koalition umfasste Luisantos Volkspartei inklusive einiger PSP-Abweichler und Bremante sowie die UDS. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung nachwievor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. In der neuen Regierung übernahm Orrieva das Handels- und Industrieministerium, Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug stellte die UDS künftig die Beauftragte der Regierung für Bürgerrechte und Gleichstellung. Damit hatte die UDS die besten organisatorischen Voraussetzungen, sich innerhalb der neuen Koalition ohne das unmittelbare Gegengewicht der Rechtspopulisten stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 2009 sollte angesichts der zwiespältigen Wahlergebnisse 2008 – Regierungsbeteiligung trotz Rekordtief – über die Zukunft der Partei und ihres Vorsitzenden Orrieva entscheiden. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] in [[Oller]], [[Region Óstino|Ostino]] und [[Lojandía]] im Frühjahr 2009 enttäuschten die UDS-Ergebnisse erneut. Während die Union in Lojandía mit 3 Prozent und 3 Sitzen nur knapp den Einzug ins zukünftig links dominierte Parlament schaffte, verfehlte man in der Region Óstino mit 2,5 Prozent der Stimmen die 3-Prozent-Hürde. In Oller trat die traditionell schwache Partei im Bündnis mit dem PPC an und hatte damit schon im vorhinein auf Nummer Sicher gesetzt, ein Modell, das nun auch für die Hauptrunde der Regionalwahlen im Herbst diskutiert wurde. Bei den [[Europawahlen 2009]] entfielen auf die UDS 3,5 Prozent der Stimmen, zusammen mit 1999 das schwächste Abschneiden der Partei auf überregionaler Ebene. Luca Orrieva geriet angesichts dieser Ergebnisse immer stärker unter Druck. Im Herbst gelang es der UDS zwar, in alle neu besetzten Regionalräte außer [[Comtàid-Perín]] einzuziehen, in [[Alto Scantia]], [[Bordez]] und [[Ligre-Scantia]] gelang dies aber nur durch die Gemeinschaftsliste mit den Konservativen. Die ehemaligen Hochburgen im Süden [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] brachten mit 7 bzw. 8 Sitzen zwar noch die besten Ergebnisse, jedoch musste dort einiges an Stimmenanteile an die neue Konkurrenz der Zentrumsunion (CU) abgegeben werden, die in beiden Regionen über 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2012 und Gang in die Opposition ===&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semestina]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist [[Marcelo Venizelos]] auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte und forderte eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot;, sprach sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin der UDS erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2012]] endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis und Orrievas gemeinsamer Führung auf 5,4 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren. Kurz nach der Wahl kündigte Orrieva seinen baldigen Rückzug aus der Parteispitze an und schlug Iniagui für ein Führungsamt in der Partei vor. Auf dem Parteitag der UDS im Dezember 2012 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete [[Abdurahim Kader]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Die UDS ist seit ihrer Gründung eine liberale Partei und gehört als Gründungsmitglied der Europäischen Liberalen Partei sowie der Liberalen Internationale an. Auch in Sagradien wird sie oft als ''partido liberal'' bezeichnet, wobei &amp;quot;liberal&amp;quot; ihr vor allem eine wirtschaftsliberale Ausrichtung meint. Bei ihrer Begründung 1961 war die UDS jedoch der Versuch, die radikale und die liberale Strömung des säkular-bürgerlichen Lagers in Sagradien in einer gemeinsamen Partei zu versammeln, weshalb bewusst auf die Bezeichnung &amp;quot;liberal&amp;quot; verzichtet wurde. Dieser Versuch scheiterte freilich schnell, da sich in der UDS wirtschaftsliberale Kräfte durchsetzten und mit der [[PRD]] weiterhin eine einflussreiche radikalliberale Konkurrenzpartei bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch benutzt die Partei heute selbst eher die Selbstbeschreibung ''democrático'' und bezieht sich auf die rechtsliberale wie die radikalliberale Tradition des sagradischen Liberalismus. Einzelne Versuche, das Schlagwort &amp;quot;liberal&amp;quot; stärker in Position zu bringen und als Bezeichnung für die Unionsdemokraten zu vereinnahmen, blieben daher bisher nur Episoden und meist mit einer konservativliberalen Tendenz verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS heißt [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als ''Jovenes Democráticoes'' auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2001: [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 2001-2012: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1983-1986: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez-León]] (UD/UDR)&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]] (UD/PLS)&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* Seit 2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
| 11,9 %&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
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| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
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| [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| ''[[Luca Bremante]] (nach politischer Affäre verzichtet)''&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Liberales</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Parteisekretäre der UDS */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''', deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'') ist eine liberale Partei in [[Sagradien]]. Die UDS wurde 1961 als Partei gegründet und ging aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Movimiento Republicano de la Libertá]] (MLR), dem nationalliberalen [[Partido Nacional Democrático]] (PND) sowie dem sozialliberalen [[Partido Republicano Radical]] (PRR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partido Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 ist die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miguel Luisanto]] und bildet zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktuelle Parteivorsitzende ist seit 2012 die Abgeordnete [[Beatrice Iniagui]], die in diesem Amt den langjährigen Vorsitzenden und früheren [[Ministerium für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Handelsminister]] [[Luca Orrieva]] ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Zusammen kam dabei einerseits die Schwäche der liberalen Parteien Sagradiens in der Nachkriegszeit gegenüber den dominierenden [[PPC]] und [[ASUL]], andererseits die zunehmende Distanzierung der Radikalen von den Parteien der sogenannten [[Coalición Democrática]] und die Annäherung an die liberalkonservative Rechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[ASUL|Sozialisten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez-León]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963) ===&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende PRR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche MRL, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez-León]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez-León die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miguel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez-León kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez-León Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[PFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez-León 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez-León blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 7,3 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982) ===&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miguel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez-León auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Vernunft“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, erklärten sich aber in der Folge bereit, die Regierung in einzelnen Punkten zu unterstützen. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval 1979 schließlich Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die aber scheiterten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 8,5 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Der politische Flirt mit den Sozialisten war von einem Großteil der liberalen Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Sandro De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1992) === &lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Emilio Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PPC zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger [[Angel Ribero]] der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den [[Europawahlen 1989]] und [[Europawahlen 1994|1994]] als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998) ===&lt;br /&gt;
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern. Dem wegen einer privaten Affäre erzwungenen Rückritt von Parteichef und Wirtschaftsminister [[Angel Ribero]], den zugleich [[Lorenzo Estrubal]] zum Rückzug aus dem Ministeramt nutzte, folgte eine anhaltende Krise der UDS. Das Duo [[Luca Bremante]] und [[Mário Bahamonte]] an der Spitze der Partei startete zwar stark, geriet aber zunehmend in Schwierigkeiten. Nachdem die Partei für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] erstmals nicht den Parteichef Bahamonte, sondern den Wirtschaftsminister [[Luca Bremante]] zum Spitzenkandidaten gewählt hatte, musste dieser aufgrund einer privaten Affäre mitten im Wahlkampf auf seine Ämter in Regierung und Partei verzichten. Die Wahlen endeten jedoch trotz leichter Verluste für die [[UDS]] mit einer Bestätigung der bürgerlichen Regierungsmehrheit. Besonders die Bestrebungen der [[Grüne]]n, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef [[Victor António Anghés]], wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gang in die Opposition (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,2 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die [[Europawahlen 1999]] endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei [[Benita Hubner]] zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubals, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die [[Regionalwahlen 2001]] bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]] erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PPC zurückgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miguel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez-León, Lorenzo Estrubal und Victor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen [[UDC]]. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto im Frühjahr 2008 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2008 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2008]] ging die UDS unter Orrieva mit 4,5 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Die neue bürgerliche Koalition umfasste Luisantos Volkspartei inklusive einiger PSP-Abweichler und Bremante sowie die UDS. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung nachwievor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. In der neuen Regierung übernahm Orrieva das Handels- und Industrieministerium, Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug stellte die UDS künftig die Beauftragte der Regierung für Bürgerrechte und Gleichstellung. Damit hatte die UDS die besten organisatorischen Voraussetzungen, sich innerhalb der neuen Koalition ohne das unmittelbare Gegengewicht der Rechtspopulisten stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 2009 sollte angesichts der zwiespältigen Wahlergebnisse 2008 – Regierungsbeteiligung trotz Rekordtief – über die Zukunft der Partei und ihres Vorsitzenden Orrieva entscheiden. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] in [[Oller]], [[Region Óstino|Ostino]] und [[Lojandía]] im Frühjahr 2009 enttäuschten die UDS-Ergebnisse erneut. Während die Union in Lojandía mit 3 Prozent und 3 Sitzen nur knapp den Einzug ins zukünftig links dominierte Parlament schaffte, verfehlte man in der Region Óstino mit 2,5 Prozent der Stimmen die 3-Prozent-Hürde. In Oller trat die traditionell schwache Partei im Bündnis mit dem PPC an und hatte damit schon im vorhinein auf Nummer Sicher gesetzt, ein Modell, das nun auch für die Hauptrunde der Regionalwahlen im Herbst diskutiert wurde. Bei den [[Europawahlen 2009]] entfielen auf die UDS 3,5 Prozent der Stimmen, zusammen mit 1999 das schwächste Abschneiden der Partei auf überregionaler Ebene. Luca Orrieva geriet angesichts dieser Ergebnisse immer stärker unter Druck. Im Herbst gelang es der UDS zwar, in alle neu besetzten Regionalräte außer [[Comtàid-Perín]] einzuziehen, in [[Alto Scantia]], [[Bordez]] und [[Ligre-Scantia]] gelang dies aber nur durch die Gemeinschaftsliste mit den Konservativen. Die ehemaligen Hochburgen im Süden [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] brachten mit 7 bzw. 8 Sitzen zwar noch die besten Ergebnisse, jedoch musste dort einiges an Stimmenanteile an die neue Konkurrenz der Zentrumsunion (CU) abgegeben werden, die in beiden Regionen über 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2012 und Gang in die Opposition ===&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semestina]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist [[Marcelo Venizelos]] auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte und forderte eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot;, sprach sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin der UDS erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2012]] endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis und Orrievas gemeinsamer Führung auf 5,4 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren. Kurz nach der Wahl kündigte Orrieva seinen baldigen Rückzug aus der Parteispitze an und schlug Iniagui für ein Führungsamt in der Partei vor. Auf dem Parteitag der UDS im Dezember 2012 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete [[Abdurahim Kader]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Die UDS ist seit ihrer Gründung eine liberale Partei und gehört als Gründungsmitglied der Europäischen Liberalen Partei sowie der Liberalen Internationale an. Auch in Sagradien wird sie oft als ''partido liberal'' bezeichnet, wobei &amp;quot;liberal&amp;quot; ihr vor allem eine wirtschaftsliberale Ausrichtung meint. Bei ihrer Begründung 1961 war die UDS jedoch der Versuch, die radikale und die liberale Strömung des säkular-bürgerlichen Lagers in Sagradien in einer gemeinsamen Partei zu versammeln, weshalb bewusst auf die Bezeichnung &amp;quot;liberal&amp;quot; verzichtet wurde. Dieser Versuch scheiterte freilich schnell, da sich in der UDS wirtschaftsliberale Kräfte durchsetzten und mit der [[PRD]] weiterhin eine einflussreiche radikalliberale Konkurrenzpartei bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch benutzt die Partei heute selbst eher die Selbstbeschreibung ''democrático'' und bezieht sich auf die rechtsliberale wie die radikalliberale Tradition des sagradischen Liberalismus. Einzelne Versuche, das Schlagwort &amp;quot;liberal&amp;quot; stärker in Position zu bringen und als Bezeichnung für die Unionsdemokraten zu vereinnahmen, blieben daher bisher nur Episoden und meist mit einer konservativliberalen Tendenz verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS heißt [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als ''Jovenes Democráticoes'' auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2001: [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 2001-2012: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1983-1986: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez-León]] (UD/UDR)&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]] (UD/PLS)&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* Seit 2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| 11,9 %&lt;br /&gt;
| 49 / 411&lt;br /&gt;
| kein Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
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| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|1978]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
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| [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 8,9 %&lt;br /&gt;
| 39 / 411&lt;br /&gt;
| ''[[Luca Bremante]] (nach politischer Affäre verzichtet)''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 4,2 %&lt;br /&gt;
| 18 / 411&lt;br /&gt;
| [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 3,9 %&lt;br /&gt;
| 16 / 411&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,7 %&lt;br /&gt;
| 24 / 411&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 4,5 %&lt;br /&gt;
| 19 / 411&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,2 %&lt;br /&gt;
| 23 / 411&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Angel Ribero</title>
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		<updated>2014-02-16T13:21:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Politische Funktionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Angel Fernandes Ribero''' (*1936 in [[Sena]]/[[Amôria]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und ehemaliger Politiker ([[UDS]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Vor seiner politischen Karriere arbeitete Ribero in der Wirtschaft. Landesweite Bekanntheit erlangte er als Geschäftsführer der sagradischen Handelskammer. Als solcher machte er sich als Vertreter einer liberalen Wirtschaftsordnung und eines freien Handels einen Namen. Als Parteiloser wurde Ribero schließlich auf die Liste der rechtsliberalen [[UDS]] für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] gewählt und bewarb ich erstmals um ein Parlamentsmandat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Abgeordnetenkammer]] übernahm Ribero die Rolle des Wirtschaftsexperten der Fraktion und wurde nach seinem Eintritt in die Partei 1980 dem rechten Flügel der Fraktion zugerechnet. 1981 wurde er erstmals in die Parteispitze gewäht. Nach dem Erfolg der Liberalen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]] wurde Ribero Staatssekretär beim Ministerpräsidenten mit der Zuständigkeit für Europafragen, verließ das Amt jedoch 1983, als er von [[Lorenzo Estrubal]] als Nachfolger des zurückgetretenen [[Daniel Argente]] zum Parteisekretär der [[UDS]] berufen wurde. In diesem Amt verblieb Ribero fünf Jahre lang und leitete u.a. die Kampagne zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], die in einem klaren Wahlsieg der regierenden Mitte-Rechts-Allianz resultierte. In der [[Kabinett Moya III|dritten Regierung Moya]] wurde Ribero nach der Wahl zum [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] berufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] nach 19 Jahren seinen Verzicht auf die Führung der Partei angekündigt hatte, bewarb sich Angel Ribero 1989 um die Nachfolge des Parteipatriarchen. Schließlich konnte er sich im Nachfolgerennen durchsetzen und wurde als Kandidat des Vorstands zum Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Als solcher führte er die Partei als Spitzenkandidat in die [[Parlamentswahl 1990]], die aber mit einer Niederlage für die regierende Mitte-Rechts-Koalition endete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1992 erklärte Angel Ribero seinen Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden der Liberalen. Vorausgegangen war wiederholte Kritik am Führungskurs des Vorsitzenden. Anlass des Rücktritts war jedoch das Bekanntwerden eines privaten Fehlverhaltens Ribero, der wiederholt falsche Angaben in Steuerfragen gemacht hatte. Neuer Vorsitzender der [[UDS]] wurde [[Mário Bahamonte]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ribero blieb im Parlament und wurde bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] wiedergewählt. Nach dem Wechsel von Partei- und Fraktionschef Bahamonte in die EU-Kommission wurde Ribero als dessen Nachfolger zum Fraktionssprecher der UDS in der Abgeordnetenkammer gewählt. Diesen Posten räumte er nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]], in deren Folge Ribero sich aus der Politik zurückzog. Stattdessen ging er wieder zurück in die Wirtschaft und wurde im Jahr 1999 Manager des Verlagshauses [[Robredo-Santís]]. Auf diesem Posten blieb er bis Ende 2002, als er im Alter von 66 Jahren aus dem Unternehmen ausschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1983: Staatssekretär für europäische Fragen beim Ministerpräsidenten ([[Kabinett Moya I]])&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1998: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] (UDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1983-1986: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: Parteivorsitzender der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: Sprecher der [[UDS]]-Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ribero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Ribero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Ribero]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Angel Ribero</title>
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		<updated>2014-02-16T13:20:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Leben und Wirken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Angel Fernandes Ribero''' (*1936 in [[Sena]]/[[Amôria]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und ehemaliger Politiker ([[UDS]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Vor seiner politischen Karriere arbeitete Ribero in der Wirtschaft. Landesweite Bekanntheit erlangte er als Geschäftsführer der sagradischen Handelskammer. Als solcher machte er sich als Vertreter einer liberalen Wirtschaftsordnung und eines freien Handels einen Namen. Als Parteiloser wurde Ribero schließlich auf die Liste der rechtsliberalen [[UDS]] für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] gewählt und bewarb ich erstmals um ein Parlamentsmandat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Abgeordnetenkammer]] übernahm Ribero die Rolle des Wirtschaftsexperten der Fraktion und wurde nach seinem Eintritt in die Partei 1980 dem rechten Flügel der Fraktion zugerechnet. 1981 wurde er erstmals in die Parteispitze gewäht. Nach dem Erfolg der Liberalen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]] wurde Ribero Staatssekretär beim Ministerpräsidenten mit der Zuständigkeit für Europafragen, verließ das Amt jedoch 1983, als er von [[Lorenzo Estrubal]] als Nachfolger des zurückgetretenen [[Daniel Argente]] zum Parteisekretär der [[UDS]] berufen wurde. In diesem Amt verblieb Ribero fünf Jahre lang und leitete u.a. die Kampagne zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], die in einem klaren Wahlsieg der regierenden Mitte-Rechts-Allianz resultierte. In der [[Kabinett Moya III|dritten Regierung Moya]] wurde Ribero nach der Wahl zum [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] berufen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] nach 19 Jahren seinen Verzicht auf die Führung der Partei angekündigt hatte, bewarb sich Angel Ribero 1989 um die Nachfolge des Parteipatriarchen. Schließlich konnte er sich im Nachfolgerennen durchsetzen und wurde als Kandidat des Vorstands zum Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Als solcher führte er die Partei als Spitzenkandidat in die [[Parlamentswahl 1990]], die aber mit einer Niederlage für die regierende Mitte-Rechts-Koalition endete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1992 erklärte Angel Ribero seinen Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden der Liberalen. Vorausgegangen war wiederholte Kritik am Führungskurs des Vorsitzenden. Anlass des Rücktritts war jedoch das Bekanntwerden eines privaten Fehlverhaltens Ribero, der wiederholt falsche Angaben in Steuerfragen gemacht hatte. Neuer Vorsitzender der [[UDS]] wurde [[Mário Bahamonte]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ribero blieb im Parlament und wurde bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] wiedergewählt. Nach dem Wechsel von Partei- und Fraktionschef Bahamonte in die EU-Kommission wurde Ribero als dessen Nachfolger zum Fraktionssprecher der UDS in der Abgeordnetenkammer gewählt. Diesen Posten räumte er nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]], in deren Folge Ribero sich aus der Politik zurückzog. Stattdessen ging er wieder zurück in die Wirtschaft und wurde im Jahr 1999 Manager des Verlagshauses [[Robredo-Santís]]. Auf diesem Posten blieb er bis Ende 2002, als er im Alter von 66 Jahren aus dem Unternehmen ausschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1983: Staatssekretär für europäische Fragen beim Ministerpräsidenten ([[Kabinett Moya I]])&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Ricardes II]] und [[Kabinett Otero I|Otero I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1998: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] (UDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1983-1988: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: Parteivorsitzender der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: Sprecher der [[UDS]]-Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ribero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Ribero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Ribero]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Donado_Ricardes&amp;diff=18211</id>
		<title>Donado Ricardes</title>
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		<updated>2014-02-15T15:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Rücktritt und weitere Tätigkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Donado Morrier Ricardes''' (*4.5.1930 in [[Martiniac]], [[Ligre Scantia]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Ökonom und Politiker. Er war von 1976 bis 1979 sagradischer [[Wirtschaftsminister|Wirtschafts-]] und von 1981 bis 1982 [[Finanzminister]], ehe er 1990 bis 1992 als [[sagradischer Ministerpräsident]] amtierte. 1987 bis 1992 war er zudem Generalsekretär der sozialdemokratischen [[ASUL]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beruf ===&lt;br /&gt;
Donado Ricardes, Sohn eines Gymnasiallehrers aus [[Martiniac]] im Norden [[Ligre-Scantia]]s, ging in seinem Heimatort zur Schule, das Gymnasium besuchte er in [[Bosa]] und begann dort auch 1949 sein Studium der Rechtswissenschaften, welches er fünf Jahre später in [[Semess]] beendete. In dieser Zeit trat Ricardes auch der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] bei. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften mit dem Spezialgebiet Wirtschaftsrecht wechselte Ricardes von der Verwaltungshochschule in [[Semess]] in die Staatswirtschaft und wurde zunächst Verwaltungsbeamter beim staatlichen Energiekonzern [[COESA|CES]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später gehörte Ricardes zum Leitungsstab im sagradischen Finanzministerium, ehe er 1973 zum Generaldirektor der sagradischen Staatsholding [[ENIP]] berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Start der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 erfolgte Ricardes' Wechsel in die Politik. Unter Finanzminister [[Francisco Montone]] wurde er zunächst zum Staatssekretär im Finanzministerium berufen. Nur kurze Zeit später übernahm Ricardes nach dem Rücktritt des sozialistischen Wirtschaftsministers [[Andrés Colón]] im Oktober 1976 dessen Ministeramt im  [[Kabinett Caval III|dritten Kabinett]] von [[Joán Caval]]. Die Ablösung des Parteilinken Colón durch den langjährigen Manager wurde verschiedentlich als wirtschaftspolitischer Richtungswechsel gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1979]] wurde Ricardes erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er sofort die Funktion eines finanzpolitischen Sprechers seiner Partei übernahm. In der Folge profilierte er sich weiter als Vertreter einer wirtschaftspolitischen Wende. Nach dem Eintritt seiner Partei in die [[Kabinett Nada I|Große Koalition]] unter [[Sandro de la Nada]] 1981 wurde Donado Ricardes zum [[Finanzminister]] berufen. Als solcher versuchte er zusammen mit dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]] die Folgen der zweiten Ölkrise in den Griff zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine schnellen Erfolge, die ein rapides Anwachsen der Wirtschaftskraft des Landes verzeichneten, gewann er auch einige Anhänger in der Sozialistischen Partei und es entwickelte sich um Ricardes eine parteiinterne Strömung der reformistischen Mitte, die eine soziale Gestaltung der Marktwirtschaft anstrebte und die marxistisch geprägte Linie der alten Linken ablehnte. 1979 gründete Ricardes seinen eigenen [[Corrente]], dem er den schlichten Namen &amp;quot;[[Corrente Ricardista|Progreso Social]]&amp;quot; gab. Die „Linie Ricardes“ gewann in den folgenden Jahren der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem konservativen Premierminister [[Sandro de la Nada]] zunehmenden Einfluss vor allem im Regierungsflügel der ASUL, blieb aber in der weiterhin von Caval geführten Partei zunächst in der Minderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Joán Cavals in Folge eines Attentats am 21. Dezember 1984 wurde Ricardes öffentlich als potenzieller Nachfolger gehandelt, musste aber zunächst dem Kandidaten der Parteilinken [[Andrés Colón]] den Vortritt lassen. Die folgenden Jahre waren durch Richtungsauseinandersetzungen in der Partei um den Kurs der Sozialisten geprägt. Mit einem dezidiert linken Programm erlitt die Partei unter Colón bei der [[Parlamentswahl 1986]] eine deutliche Niederlage gegen die regierenden Konservativen, die einen wirtschaftsliberalen Kurs steuerten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten 1987 setzte sich schließlich Donado Ricardes als Kandidat um das Generalsekretariat der Partei durch und wurde zum neuen Parteichef gewählt. Unter seiner Führung gab sich die Partei ein moderneres Image, distanzierte sich von allzu linken Forderungen aus dem 86er Wahlkampf und passte sich in Teilen der Wirtschaftspolitik der regierenden Mitte-Rechts-Parteien an. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] führte Ricardes einen Wahlkampf, der auf die Eroberung der politischen Mitte abzielte. Sein relativ wirtschaftsfreundliches und den Bedürfnissen des Mittelstandes angepasstes Wahlprogramm  wurde von Gegnern heftig kritisiert, die anmerkten, man könne es nicht von dem der bürgerlichen Rechten unterscheiden und es stelle keine Alternative zur neoliberalen Politik der Volkspartei/UDS-Koalition dar. Der Schwerpunkt des Wahlkampfs lag ganz auf den 'harten' Themen Wirtschaft, Arbeit und Sicherheit. Besonders die Vernachlässigung der neuen postmaterialistischen Linken als potenzielle Zielgruppe wurde vielfach kritisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ricardes gelang es nach der Wahl, die eine Pattsituation zwischen dem rechten und dem linken Lager als Ergebnis hatte, die [[PRD|Radikaldemokraten]] als Zünglein an der Waage für eine gemeinsame Minderheitsregierung zu gewinnen. Er wurde zum ersten sozialistischen Ministerpräsidenten seit elf Jahren ernannt. Seine Regierung war allerdings auf wechselnde Mehrheiten angewiesen. Vor allem in wirtschaftspolitischen Fragen suchte er gegen den Willen von Teilen seiner Partei Unterstützung bei den oppositionellen [[UDS|Liberalen]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Premierminister und Parteichef geriet Ricardes bald in Widerspruch zu den Parteilinken und v.a. zu den Anhängern einer neuen ökologischen Wirtschafts- und Umweltpolitik, die mit dem Erstarken der [[Verdes|Grünen]] auch innerhalb der Allianzpartei anwuchsen. Besonders eine Generation jüngerer sozialistischer Politiker wie [[Paulo Satyres]] oder [[Mariano Larcón]] vertrat das Konzept einer Annäherung an die Grünen, dazu gehörten auch eher der Mitte zugeneigte Politiker wie der Abgeordnete [[António Delvequio]], der sich die grüne Option aus strategischen Gründen offenhalten wollte. Dagegen galt Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik und als Gegner rot-grüner Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt und weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1992 wurden Details eines Parteispendenskandals in der Zentrale der sozialistischen [[ASUL]] bekannt, der in die Zeit der Parteiführung [[Andrés Colón]] zurückreichte. Bald geriet aber auch die Parteiführung Ricardes unter Druck. Nach dem Rücktritt des Schatzmeisters [[Olivério Braga]] und Aufnahme von Ermittlungen gegen mehrere höhere Funktionäre der Partei, darunter den früheren Schatzmeister und amtierenden Minister [[Francisco Montero Vidal]], weitete sich der Skandal zur Staatsaffäre aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich gelang es Ricardes auch immer weniger, Kompromisse zu schließen, die sowohl der linke Flügel der Sozialisten als auch die mitregierende [[PRD]] und die nominell oppositionelle [[UDS]] akzeptieren konnten. Eine [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung]] im September 1992 schlug als Versuch fehl, der Regierung einen saubern Neustart zu verschaffen, da die öffentlichen Gerüchte um Verwicklungen Ricardes' und seines Stellvertreters [[Luis José López]] in die Parteispendenaffäre anhielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer verlorenen Vertrauensabstimmung im Parlament Anfang Oktober 1992, bei der eine deutliche Mehrheit im Parlament, darunter auch Abgeordnete der eigenen Regierungskoalition, gegen die Regierung gestimmt hatte, reichte Ricardes nach zwei Jahren im Amt seine Demission als Regierungschef ein und trat zugleich vom Parteivorsitz der Sozialisten zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gab sein Abgeordnetenmandat zurück und zog sich vorübergehend aus der Politik zurück. Stattdessen arbeitete er fortan als Berater in der freien Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senator ===&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] wurde Ricardes dennoch Vorsitzender einer außerparlemantarischen Expertenkommission, die Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens ausarbeiten sollte. Im Juni 1999 feierte Ricardes sein politisches Comeback und zog für die Sozialisten ins Europäische Parlament ein. Hier war er im Haushalts- und Währungsausschuss vertreten. Nach einer Legislaturperiode verzichtete er im Jahr 2004 auf eine Wiederwahl. Stattdessen kehrte er als Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen in die Wirtschaft zurück. Im Jahr 2005 wurde der 75-jährige Ricardes von Staatspräsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kam es vermehrt zu Differenzen zwischen Ricardes und seiner Partei. Ricardes gehörte innerhalb seiner Partei zu jenen Mitgliedern, die sich vehement gegen eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprachen. Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]], der ebenfalls diesen Kurs vertrat, warf er aber Führungsschwäche vor. Innerhalb der Sozialistischen Partei wurde Ricardes vermehrt vorgeworfen, der konservativen Rechtskoalition von [[Ánibal Luisanto]] nahezustehen. Hinzu kamen persönliche Differenzen zwischen Ricardes und Diaz de Velozo, da der Asul-Chef aus parteitaktischen Erwägungen heraus Ricardes den prestigereichen Vorsitz des Nationalkonvents der Partei verweigerte, von dem sich Ricardes die parteiinterne Rehabilitation für seine Vergehen im Parteispendenskandal der späten Achtziger und frühen Neunziger versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] eskalierte der Streit Ricardes’ mit seiner Partei. Im Hinblick auf das Wahlprogramm der Sozialisten sprach Ricardes von einem „Linksruck“ und wirtschafts- und energiepolitischem „Unsinn“. Bereits zuvor hatte Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik den Ausstieg aus der Atomenergie kritisiert und sich für längere Laufzeiten ausgesprochen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei den Kammerwahlen 2008 gehörte Ricardes zu den wenigen in der Partei, die die Kandidatur des wirtschaftsnahen Außenseiter-Kandidaten [[Joán Gras Brianforte]] unterstützten. Einen Tag nach der Wahl der gemäßigt-linken [[Mercé Serrat Cabarell]] zur neuen Generalsekretärin der Asul erklärte Ricardes in einem Interview mit der konservativen Tageszeitung [[Il Mundo]], seine Parteimitgliedschaft ruhen lassen zu wollen. Außerdem trat er aus der sozialistischen Gruppe im Senat aus und firmierte danach als Unabhängiger. Einladungen des Generalsekretärs der Volkspartei [[Névito Ramos Iliega]], der konservativen Fraktion beizutreten, kommentierte Ricardes zunächst nicht, antwortete dann aber, er wolle sich momentan nicht mehr parteipolitisch binden. Einen endgültigen Austritt aus seiner Partei lehnte er aber „aus Verbundenheit zur Vergangenheit und dem Erbe der Partei“ ab. Er bleibe auch über &amp;quot;Differenzen mit Persönlichkeiten und Gruppen in der aktuellen Parteiführung&amp;quot; hinweg &amp;quot;Sozialdemokrat in freiheitlich-demokratischer Tradition&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von Senatspräsident [[Roberto Vidéas Braga]] zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 2009 wurde Ricardes von konservativen Politikern überraschend als Nachfolger ins Spiel gebracht. Ricardes ließ mehrere Tage offen, ob er kandidieren wolle, lehnte schließlich jedoch eine Nominierung durch die konservative [[PPC]]-Fraktion ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Berufliche Funktionen ===&lt;br /&gt;
* Bis 1970: Karriere in der [[COESA|Companía d'Energía Sagradêsa]] (CES), zuletzt als Verwaltungsdirektor&lt;br /&gt;
* 1970-1973: Abteilungsleiter im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1973-1976: Generaldirektor der [[ENIP]] (Entitá Nacional de Investimiento i Participaciones)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1976: Staatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Ministerium für Wirtschaft und Industrie|Minister für Wirtschaft und Industrie]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* Seit 2005: Senator (auf Lebenszeit ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1987-1992: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Ricardes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=18210</id>
		<title>Joán Emilio Moya</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=18210"/>
		<updated>2014-02-15T15:15:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Nach der Ministerpräsidentschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und Politiker. Er war von 1982 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1982 bis 1991 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister und Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Großen Koalition und dem Austritt der sozialistischen Minister aus dem Kabinett im Sommer 1982 wurde Moya zum Finanzminister der [[Kabinett Nada II|Minderheitsregierung Nada II]] ernannt. Zudem erhielt er das Amt des [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]]. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformpolitik ====&lt;br /&gt;
Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Maßnahmen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien, die in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf Austerität, Reduzierung der Staatsquote, Förderung des privaten Sektors, Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik setzte. Prominente Projekte umfassten dabei die Privatisierung großer Staatsunternehmen, die jedoch in der Regierungszeit Moyas nicht abgeschlossen werden konnten. In gesellschaftspolitischen Fragen setzte Moya auf einen traditionell konservativen Kurs. U.a. wurden die Einreisebestimmungen nach Sagradien deutlich verschärft und Abtreibungen prinzipiell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moyas politische Bilanz war insgesamt durchwachsen. Zwar konnten Staatsquote und Staatsausgaben deutlich gesenkt werden und die unter den [[ASUL|Sozialisten]] angewachsene Staatsverschuldung zeitweise zurückgefahren werden, die Einsparungen wurden aber durch die weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und die steigenden Sozialausgaben aufgefressen. Die gleichzeitig in Angriff genommene Kürzung der Sozialausgaben führte zu heftigen Konflikten mit dem christlich-sozialen Flügel der [[Volkspartei]] und wurden unter der sozialistisch geführten [[Kabinett Ricardes I|Nachfolgeregierung]] größtenteils wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] konnte Moya seine Mehrheit verteidigen und einen deutlichen Wahlsieg gegen die Sozialisten erzielen, die mit einem dezidiert linken Gegenprogramm in den Wahlkampf gezogen waren. Mit dem Wahlsieg 1986 war Moya auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Bereits 1985 war es den Konservativen gelungen, mit [[Alfonso Guivares]] erstmals seit 1970 auch das höchste Staatsamt zurückzuerobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge geriet die Regierung Moya aber zunehmend in Schwierigkeiten und verlor seit Ende 1987 sukzessive an Zuspruch. Die Sozialisten änderten unter [[Donado Ricardes]] ihre Strategie, akzeptierten nun Elemente der Wirtschaftspolitik Moyas und versuchten, sich in Teilen dem Programm Moyas anzunähern und nur dessen unpopuläre Elemente zu kritisieren. Moya selbst musste Zugeständnisse an den Sozialflügel seiner Partei machen und distanzierte sich zunehmend von seiner eigenen Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Guivares-Affäre 1989]] machte schließlich auch die Regierungskoalition keine gute Figur. Moya wurde öffentlich beschuldigt, den Präsidenten zu lange gestützt zu haben. Zudem wurde hinterfragt, ob die Regierung bzw. einzelne Minister nicht viel früher als öffentlich bekannt, in die Affäre einbezogen waren. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] verlor die [[Volkspartei]] mit Moya als Spitzenkandidaten schließlich deutlich an Stimmen, wurde zwar erneut stärkste Kraft im Parlament, aber ohne eigene Mehrheit. Moya gelang es nicht, sich die parlamentarische Unterstützung der [[Radikaldemokraten]] zu sichern, die stattdessen den Oppositionsführer Ricardes unterstützten. Diesem, der einen moderateren und sozial verträglicheren Modernisierungskurs ankündigte und die [[UDS|Liberalen]] als Kooperationspartner umwarb, musste Moya schließlich im Regierungsvorsitz Platz machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach der Ministerpräsidentschaft ====&lt;br /&gt;
Nach seiner Niederlage blieb Moya zunächst Parteichef der Konservativen und wurde Oppositionsführer. Anhaltende Vorwürfe wegen seiner Rolle in der Guivares-Affäre und stagnierende Umfragewerte führten jedoch zu einer zunehmenden Isolation des Vorsitzenden in seiner eigenen Partei. Hinzu kamen anhaltende Flügelstreitigkeiten in der Partei, in der der Sozialfügel der Partei Moya schließlich die Gefolgschaft aufkündigte. Moya verzichtete schließlich auf dem Parteitag der Volkspartei 1991 auf eine Wiederwahl und wurde durch den vormaligen Finanzminister [[Josep Carles Otero]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später wurden offiziell Ermittlungen gegen Moya wegen des Verdachts auf Behinderung der Strafverfolgung in der Affäre Guivares aufgenommen, wofür seine parlamentarische Immunität aufgehoben wurde. Als Ministerpräsident soll Moya den Staatspräsidenten über drohende Ermittlungen informiert und so vor einem Zugriff geschützt haben. Kurze Zeit später verzichtete Moya auf sein Mandat und schied aus dem Parlament aus. Die Ermittlungen wurden im Laufe des Jahres 1992 gegen Zahlung einer höheren Geldsumme durch Moya eingestellt. Politische Beobachter sprachen von einem &amp;quot;legalen Freikauf&amp;quot; des früheren Ministerpräsidenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moya kehrte schließlich in die Privatwirtschaft zurück und nahm zum 1. Januar 1994 eine Stelle im Management des sagradischen Baukonzerns [[Laregas]] an, dem er bis 1998, seit 1995 als hauptverantwortlicher Generaldirektor angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] und [[Kabinett Moya III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1991: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens|Moya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alfonso_Mar%C3%ADa_Guivares&amp;diff=18209</id>
		<title>Alfonso María Guivares</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alfonso_Mar%C3%ADa_Guivares&amp;diff=18209"/>
		<updated>2014-02-15T15:14:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Präsidentschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alfonso María Guivares Lomas''' (*1910 in [[Marcone]]/[[Bordez]], †1994) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist, Ökonom und Politiker der konservativen [[Volkspartei]]. In seiner langen Karriere war er u.a. Präsident der [[Banca de Sagradia]], zweimal sagradischer [[Finanzminister]] sowie [[Wirtschaftsminister|Wirtschafts-]] und [[Außenminister]] seines Landes. Von 1985 bis zu seinem Rücktritt im Rahmen der [[Guivares-Affäre]] 1989 war er zudem [[Präsident der Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politiker und Wirtschaftsexperte prägte die Politik der sagradischen Konservativen über drei Jahrzehnte hinweg und galt seit den Siebziger Jahren als Graue Eminenz im Schatten der jeweiligen Parteiführer. Als Finanzminister suchte er Ende der 1970er Jahre zunächst vergeblich, eine wirtschaftsliberale Wende herbeizuführen, konnte dies aber erst 1982 nach der Wahl [[Emilio Moya]]s zum neuen Parteivorsitzenden durchsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der freien Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Alfonso María Guivares wurde 1910 in [[Marcone]] geboren. Als junger Jurist stand er den politischen Kreisen um Ministerpräsident [[Manuel Álamo Igualde]] nahe. In dieser Zeit begann er auch seine Karriere in der Wirtschaft. 1949 wurde er wirtschaftlicher Berater von Ministerpräsident [[Paulo Luciaro]], wenige Jahre später wurde er Vorstandsmitglied der sagradischen Großbank [[Sagontina de Creditoes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere als Finanz- und Wirtschaftsminister ===&lt;br /&gt;
Seine politische Karriere begann Guivares 1958 als Staatssekretär unter dem sagradischen [[Finanzminister]] [[Carles Angel Favale]], der Guivares schließlich 1961 zum Präsidenten der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] machte. Als solcher nahm Guivares eine monetaristische Position ein und suchte einen von den sozialistischen Regierungen unabhängigen Kurs durchzusetzen. Nach der erneuten Übernahme der Regierung durch [[Carles Angel Favale]] im Jahr 1967 wurde Guivares zum [[Finanzminister]] in dessen [[Kabinett Favale II|Regierungskabinett]] ernannt, schied nach dem Sturz Favales aber aus dem Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahl 1974]] kehrte Guivares in die erste Reihe der sagradischen Politik zurück und wurde erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, wo er als renommiertester Wirtschafts- und Finanzpolitiker seiner Partei in Erscheinung trat. Kurze Zeit später wurde er Präsident des mächtigen Haushaltskomitees der [[Abgeordnetenkammer]] und Vizepräsident des [[PPC]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als anerkannter Wirtschaftsfachmann wurde Guivares 1975 von der Volkspartei erstmals zum [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1975|Präsidentschaftskandidaten]] nominiert, verlor aber in der zweiten Runde gegen den sozialistischen Kandidaten [[Iacovo Del Pérez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Regierungswechsel 1979 kehrte Guivares in der konservativ-liberalen [[Kabinett Nada I|Regierung]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]] in das Amt des [[Finanzminister]]s zurück. Die von ihm angestrebte wirtschaftspolitische Wende und die versprochene Haushaltskonsolidierung blieben in Folge der Zweiten Ölkrise aber zunächst aus. Nach Bildung der [[Kabinett Nada II|Großen Koalition]] im Sommer 1981 musste Guivares das Finanzministerium an die Sozialisten abgeben und wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]]. Seine Wortgefechte mit dem sozialistischen Arbeitsminister [[Andrés Colón]] sind legendär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem wirtschaftspolitischen Reformprogramm trug Guivares 1982 wesentlich zum Scheitern der Großen Koalition, zur Entmachtung von Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]] und zur Wahl [[Emilio Moya]]s zum neuen Parteivorsitzenden der Konservativen bei. Nach dessen Sieg bei der [[Parlamentswahl 1982]] wurde Guivares in [[Kabinett Moya I|dessen erster Regierung]] in das prestigereiche Amt des [[Außenminister]]s berufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Trotz seiner Niederlage 1975 trat Guivares bei der Präsidentschaftswahl 1985 erneut als Kandidat der Konservativen an und erreichte mit 34 Prozent im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen den Sozialisten [[Filipe López]] setzte er sich schließlich mit 52:48 Prozent der Stimmen durch und wurde zum sechsten Präsidenten der Dritten Republik gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guivares' Präsidentschaft stand bereits früh unter dem Schatten wiederkehrender Korruptionsvorwürfe gegen Guivares, die seine Zeit als Notenbankchef und als Minister betrafen. Nachdem er versucht hatte, Ermittlungen gegen seine Person und gegen ihm nahestehende Beamte zu verhindern, kam es schließlich zur größten Staatskrise in der Geschichte der sagradischen Republik mit öffentlichen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. In deren Folge trat Guivares schließlich im Januar 1989, wenige Monate vor Ablauf seiner regulären Amtszeit, als Staatspräsident zurück. Dennoch führte die Guivares-Affäre nach dem Rücktritt des Präsidenten zu weiteren Ermittlungen. Auch der amtierende Ministerpräsident [[Emilio Moya]] geriet unter den Verdacht der Mitwisserschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfonso María Guivares wurde 1990 wegen Vorteilsnahme und dem Versuch des Amtsmissbrauchs zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, die aber wegen des schlechten Gesundheitszustands des ehemaligen Präsidenten zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Ermittlungen gegen den früheren Regierungschef Moya wegen Behinderung der Strafverfolgung wurden 1992 gegen Zahlung einer Geldsumme eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1958-1960: Staatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1961-1967: Präsident der [[Banca de Sagradia]]&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Juli-August 1968: amtierender [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Favale II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: Präsident des Haushaltsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Nada II]] und [[Kabinett Nada III|III]]&lt;br /&gt;
* 1982: zugleich [[Außenhandelsminister|Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Außenminister]] im [[Kabinett Moya I]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1974-1984: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1975-1979: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Banca de Sagradia|Guivares]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=18208</id>
		<title>Joán Emilio Moya</title>
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		<updated>2014-02-15T15:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Rückkehr in die Privatwirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und Politiker. Er war von 1982 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1982 bis 1991 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister und Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Großen Koalition und dem Austritt der sozialistischen Minister aus dem Kabinett im Sommer 1982 wurde Moya zum Finanzminister der [[Kabinett Nada II|Minderheitsregierung Nada II]] ernannt. Zudem erhielt er das Amt des [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]]. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformpolitik ====&lt;br /&gt;
Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Maßnahmen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien, die in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf Austerität, Reduzierung der Staatsquote, Förderung des privaten Sektors, Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik setzte. Prominente Projekte umfassten dabei die Privatisierung großer Staatsunternehmen, die jedoch in der Regierungszeit Moyas nicht abgeschlossen werden konnten. In gesellschaftspolitischen Fragen setzte Moya auf einen traditionell konservativen Kurs. U.a. wurden die Einreisebestimmungen nach Sagradien deutlich verschärft und Abtreibungen prinzipiell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moyas politische Bilanz war insgesamt durchwachsen. Zwar konnten Staatsquote und Staatsausgaben deutlich gesenkt werden und die unter den [[ASUL|Sozialisten]] angewachsene Staatsverschuldung zeitweise zurückgefahren werden, die Einsparungen wurden aber durch die weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und die steigenden Sozialausgaben aufgefressen. Die gleichzeitig in Angriff genommene Kürzung der Sozialausgaben führte zu heftigen Konflikten mit dem christlich-sozialen Flügel der [[Volkspartei]] und wurden unter der sozialistisch geführten [[Kabinett Ricardes I|Nachfolgeregierung]] größtenteils wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] konnte Moya seine Mehrheit verteidigen und einen deutlichen Wahlsieg gegen die Sozialisten erzielen, die mit einem dezidiert linken Gegenprogramm in den Wahlkampf gezogen waren. Mit dem Wahlsieg 1986 war Moya auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Bereits 1985 war es den Konservativen gelungen, mit [[Alfonso Guivares]] erstmals seit 1970 auch das höchste Staatsamt zurückzuerobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge geriet die Regierung Moya aber zunehmend in Schwierigkeiten und verlor seit Ende 1987 sukzessive an Zuspruch. Die Sozialisten änderten unter [[Donado Ricardes]] ihre Strategie, akzeptierten nun Elemente der Wirtschaftspolitik Moyas und versuchten, sich in Teilen dem Programm Moyas anzunähern und nur dessen unpopuläre Elemente zu kritisieren. Moya selbst musste Zugeständnisse an den Sozialflügel seiner Partei machen und distanzierte sich zunehmend von seiner eigenen Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Guivares-Affäre 1989]] machte schließlich auch die Regierungskoalition keine gute Figur. Moya wurde öffentlich beschuldigt, den Präsidenten zu lange gestützt zu haben. Zudem wurde hinterfragt, ob die Regierung bzw. einzelne Minister nicht viel früher als öffentlich bekannt, in die Affäre einbezogen waren. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] verlor die [[Volkspartei]] mit Moya als Spitzenkandidaten schließlich deutlich an Stimmen, wurde zwar erneut stärkste Kraft im Parlament, aber ohne eigene Mehrheit. Moya gelang es nicht, sich die parlamentarische Unterstützung der [[Radikaldemokraten]] zu sichern, die stattdessen den Oppositionsführer Ricardes unterstützten. Diesem, der einen moderateren und sozial verträglicheren Modernisierungskurs ankündigte und die [[UDS|Liberalen]] als Kooperationspartner umwarb, musste Moya schließlich im Regierungsvorsitz Platz machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach der Ministerpräsidentschaft ====&lt;br /&gt;
Nach seiner Niederlage blieb Moya zunächst Parteichef der Konservativen und wurde Oppositionsführer. Anhaltende Vorwürfe wegen seiner Rolle in der Guivares-Affäre und stagnierende Umfragewerte führten jedoch zu einer zunehmenden Isolation des Vorsitzenden in seiner eigenen Partei. Hinzu kamen anhaltende Flügelstreitigkeiten in der Partei, in der der Sozialfügel der Partei Moya schließlich die Gefolgschaft aufkündigte. Moya verzichtete schließlich auf dem Parteitag der Volkspartei 1991 auf eine Wiederwahl und wurde durch den vormaligen Finanzminister [[Josep Carles Otero]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später wurden offiziell Ermittlungen gegen Moya aufgenommen, wofür seine parlamentarische Immunität aufgehoben wurde. Kurze Zeit später verzichtete Moya auf sein Mandat und schied aus dem Parlament aus. Die Ermittlungen wurden im Laufe des Jahres 1992 gegen Zahlung einer höheren Geldsumme durch Moya eingestellt. Politische Beobachter sprachen von einem &amp;quot;legalen Freikauf&amp;quot; des früheren Ministerpräsidenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moya kehrte schließlich in die Privatwirtschaft zurück und nahm zum 1. Januar 1994 eine Stelle im Management des sagradischen Baukonzerns [[Laregas]] an, dem er bis 1998, seit 1995 als hauptverantwortlicher Generaldirektor angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] und [[Kabinett Moya III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1991: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens|Moya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=18207</id>
		<title>Joán Emilio Moya</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=18207"/>
		<updated>2014-02-15T15:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Nach der Regierungszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und Politiker. Er war von 1982 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1982 bis 1991 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister und Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Großen Koalition und dem Austritt der sozialistischen Minister aus dem Kabinett im Sommer 1982 wurde Moya zum Finanzminister der [[Kabinett Nada II|Minderheitsregierung Nada II]] ernannt. Zudem erhielt er das Amt des [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]]. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformpolitik ====&lt;br /&gt;
Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Maßnahmen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien, die in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf Austerität, Reduzierung der Staatsquote, Förderung des privaten Sektors, Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik setzte. Prominente Projekte umfassten dabei die Privatisierung großer Staatsunternehmen, die jedoch in der Regierungszeit Moyas nicht abgeschlossen werden konnten. In gesellschaftspolitischen Fragen setzte Moya auf einen traditionell konservativen Kurs. U.a. wurden die Einreisebestimmungen nach Sagradien deutlich verschärft und Abtreibungen prinzipiell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moyas politische Bilanz war insgesamt durchwachsen. Zwar konnten Staatsquote und Staatsausgaben deutlich gesenkt werden und die unter den [[ASUL|Sozialisten]] angewachsene Staatsverschuldung zeitweise zurückgefahren werden, die Einsparungen wurden aber durch die weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und die steigenden Sozialausgaben aufgefressen. Die gleichzeitig in Angriff genommene Kürzung der Sozialausgaben führte zu heftigen Konflikten mit dem christlich-sozialen Flügel der [[Volkspartei]] und wurden unter der sozialistisch geführten [[Kabinett Ricardes I|Nachfolgeregierung]] größtenteils wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] konnte Moya seine Mehrheit verteidigen und einen deutlichen Wahlsieg gegen die Sozialisten erzielen, die mit einem dezidiert linken Gegenprogramm in den Wahlkampf gezogen waren. Mit dem Wahlsieg 1986 war Moya auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Bereits 1985 war es den Konservativen gelungen, mit [[Alfonso Guivares]] erstmals seit 1970 auch das höchste Staatsamt zurückzuerobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge geriet die Regierung Moya aber zunehmend in Schwierigkeiten und verlor seit Ende 1987 sukzessive an Zuspruch. Die Sozialisten änderten unter [[Donado Ricardes]] ihre Strategie, akzeptierten nun Elemente der Wirtschaftspolitik Moyas und versuchten, sich in Teilen dem Programm Moyas anzunähern und nur dessen unpopuläre Elemente zu kritisieren. Moya selbst musste Zugeständnisse an den Sozialflügel seiner Partei machen und distanzierte sich zunehmend von seiner eigenen Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Guivares-Affäre 1989]] machte schließlich auch die Regierungskoalition keine gute Figur. Moya wurde öffentlich beschuldigt, den Präsidenten zu lange gestützt zu haben. Zudem wurde hinterfragt, ob die Regierung bzw. einzelne Minister nicht viel früher als öffentlich bekannt, in die Affäre einbezogen waren. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] verlor die [[Volkspartei]] mit Moya als Spitzenkandidaten schließlich deutlich an Stimmen, wurde zwar erneut stärkste Kraft im Parlament, aber ohne eigene Mehrheit. Moya gelang es nicht, sich die parlamentarische Unterstützung der [[Radikaldemokraten]] zu sichern, die stattdessen den Oppositionsführer Ricardes unterstützten. Diesem, der einen moderateren und sozial verträglicheren Modernisierungskurs ankündigte und die [[UDS|Liberalen]] als Kooperationspartner umwarb, musste Moya schließlich im Regierungsvorsitz Platz machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückkehr in die Privatwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Emilio Moya blieb zunächst als einfacher Abgeordneter im Parlament, ehe er Ende 1991 aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Person aus dem Amt schied. Nachdem er im Jahr 1992 zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war, kehrte Moya schließlich in die Privatwirtschaft zurück und nahm zum 1. Januar 1994 eine Stelle im Management des sagradischen Baukonzerns [[Laregas]] an, dem er bis 1998, seit 1995 als hauptverantwortlicher Generaldirektor angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] und [[Kabinett Moya III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1991: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens|Moya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Joán Emilio Moya</title>
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		<updated>2014-02-15T15:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Mandate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und Politiker. Er war von 1982 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1982 bis 1991 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister und Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Großen Koalition und dem Austritt der sozialistischen Minister aus dem Kabinett im Sommer 1982 wurde Moya zum Finanzminister der [[Kabinett Nada II|Minderheitsregierung Nada II]] ernannt. Zudem erhielt er das Amt des [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]]. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformpolitik ====&lt;br /&gt;
Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Maßnahmen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien, die in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf Austerität, Reduzierung der Staatsquote, Förderung des privaten Sektors, Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik setzte. Prominente Projekte umfassten dabei die Privatisierung großer Staatsunternehmen, die jedoch in der Regierungszeit Moyas nicht abgeschlossen werden konnten. In gesellschaftspolitischen Fragen setzte Moya auf einen traditionell konservativen Kurs. U.a. wurden die Einreisebestimmungen nach Sagradien deutlich verschärft und Abtreibungen prinzipiell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moyas politische Bilanz war insgesamt durchwachsen. Zwar konnten Staatsquote und Staatsausgaben deutlich gesenkt werden und die unter den [[ASUL|Sozialisten]] angewachsene Staatsverschuldung zeitweise zurückgefahren werden, die Einsparungen wurden aber durch die weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und die steigenden Sozialausgaben aufgefressen. Die gleichzeitig in Angriff genommene Kürzung der Sozialausgaben führte zu heftigen Konflikten mit dem christlich-sozialen Flügel der [[Volkspartei]] und wurden unter der sozialistisch geführten [[Kabinett Ricardes I|Nachfolgeregierung]] größtenteils wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Regierungszeit ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] konnte Moya seine Mehrheit verteidigen und einen deutlichen Wahlsieg gegen die Sozialisten erzielen, die mit einem dezidiert linken Gegenprogramm in den Wahlkampf gezogen waren. Mit dem Wahlsieg 1986 war Moya auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Bereits 1985 war es den Konservativen gelungen, mit [[Alfonso Guivares]] erstmals seit 1970 auch das höchste Staatsamt zurückzuerobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge geriet die Regierung Moya aber zunehmend in Schwierigkeiten und verlor seit Ende 1987 sukzessive an Zuspruch. Die Sozialisten änderten unter [[Donado Ricardes]] ihre Strategie, akzeptierten nun Elemente der Wirtschaftspolitik Moyas und versuchten, sich in Teilen dem Programm Moyas anzunähern und nur dessen unpopuläre Elemente zu kritisieren. Moya selbst musste Zugeständnisse an den Sozialflügel seiner Partei machen und distanzierte sich zunehmend von seiner eigenen Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Guivares-Affäre 1989]] machte schließlich auch die Regierungskoalition keine gute Figur. Moya wurde öffentlich beschuldigt, den Präsidenten zu lange gestützt zu haben. Zudem wurde hinterfragt, ob die Regierung bzw. einzelne Minister nicht viel früher als öffentlich bekannt, in die Affäre einbezogen waren. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] verlor die [[Volkspartei]] mit Moya als Spitzenkandidaten schließlich deutlich an Stimmen, wurde zwar erneut stärkste Kraft im Parlament, aber ohne eigene Mehrheit. Moya gelang es nicht, sich die parlamentarische Unterstützung der [[Radikaldemokraten]] zu sichern, die stattdessen den Oppositionsführer Ricardes unterstützten. Diesem, der einen moderateren und sozial verträglicheren Modernisierungskurs ankündigte und die [[UDS|Liberalen]] als Kooperationspartner umwarb, musste Moya schließlich im Regierungsvorsitz Platz machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Niederlage blieb Moya zunächst Parteichef der Konservativen und wurde Oppositionsführer. Anhaltende Vorwürfe wegen seiner Rolle in der Guivares-Affäre und stagnierende Umfragewerte führten jedoch zu einer zunehmenden Isolation des Vorsitzenden in seiner eigenen Partei. Hinzu kamen anhaltende Flügelstreitigkeiten in der Partei, in der der Sozialfügel der Partei Moya schließlich die Gefolgschaft aufkündigte. Moya verzichtete schließlich auf dem Parteitag der Volkspartei 1991 auf eine Wiederwahl und wurde durch den vormaligen Finanzminister [[Josep Carles Otero]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückkehr in die Privatwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Emilio Moya blieb zunächst als einfacher Abgeordneter im Parlament, ehe er Ende 1991 aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Person aus dem Amt schied. Nachdem er im Jahr 1992 zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war, kehrte Moya schließlich in die Privatwirtschaft zurück und nahm zum 1. Januar 1994 eine Stelle im Management des sagradischen Baukonzerns [[Laregas]] an, dem er bis 1998, seit 1995 als hauptverantwortlicher Generaldirektor angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] und [[Kabinett Moya III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1991: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens|Moya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<title>Joán Emilio Moya</title>
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		<updated>2014-02-15T15:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Nach der Regierungszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Manager und Politiker. Er war von 1982 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1982 bis 1991 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzminister und Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Großen Koalition und dem Austritt der sozialistischen Minister aus dem Kabinett im Sommer 1982 wurde Moya zum Finanzminister der [[Kabinett Nada II|Minderheitsregierung Nada II]] ernannt. Zudem erhielt er das Amt des [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]]. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformpolitik ====&lt;br /&gt;
Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Maßnahmen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien, die in der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf Austerität, Reduzierung der Staatsquote, Förderung des privaten Sektors, Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik setzte. Prominente Projekte umfassten dabei die Privatisierung großer Staatsunternehmen, die jedoch in der Regierungszeit Moyas nicht abgeschlossen werden konnten. In gesellschaftspolitischen Fragen setzte Moya auf einen traditionell konservativen Kurs. U.a. wurden die Einreisebestimmungen nach Sagradien deutlich verschärft und Abtreibungen prinzipiell verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moyas politische Bilanz war insgesamt durchwachsen. Zwar konnten Staatsquote und Staatsausgaben deutlich gesenkt werden und die unter den [[ASUL|Sozialisten]] angewachsene Staatsverschuldung zeitweise zurückgefahren werden, die Einsparungen wurden aber durch die weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und die steigenden Sozialausgaben aufgefressen. Die gleichzeitig in Angriff genommene Kürzung der Sozialausgaben führte zu heftigen Konflikten mit dem christlich-sozialen Flügel der [[Volkspartei]] und wurden unter der sozialistisch geführten [[Kabinett Ricardes I|Nachfolgeregierung]] größtenteils wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Regierungszeit ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] konnte Moya seine Mehrheit verteidigen und einen deutlichen Wahlsieg gegen die Sozialisten erzielen, die mit einem dezidiert linken Gegenprogramm in den Wahlkampf gezogen waren. Mit dem Wahlsieg 1986 war Moya auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Bereits 1985 war es den Konservativen gelungen, mit [[Alfonso Guivares]] erstmals seit 1970 auch das höchste Staatsamt zurückzuerobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge geriet die Regierung Moya aber zunehmend in Schwierigkeiten und verlor seit Ende 1987 sukzessive an Zuspruch. Die Sozialisten änderten unter [[Donado Ricardes]] ihre Strategie, akzeptierten nun Elemente der Wirtschaftspolitik Moyas und versuchten, sich in Teilen dem Programm Moyas anzunähern und nur dessen unpopuläre Elemente zu kritisieren. Moya selbst musste Zugeständnisse an den Sozialflügel seiner Partei machen und distanzierte sich zunehmend von seiner eigenen Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Guivares-Affäre 1989]] machte schließlich auch die Regierungskoalition keine gute Figur. Moya wurde öffentlich beschuldigt, den Präsidenten zu lange gestützt zu haben. Zudem wurde hinterfragt, ob die Regierung bzw. einzelne Minister nicht viel früher als öffentlich bekannt, in die Affäre einbezogen waren. Bei der [[Parlamentswahl 1990]] verlor die [[Volkspartei]] mit Moya als Spitzenkandidaten schließlich deutlich an Stimmen, wurde zwar erneut stärkste Kraft im Parlament, aber ohne eigene Mehrheit. Moya gelang es nicht, sich die parlamentarische Unterstützung der [[Radikaldemokraten]] zu sichern, die stattdessen den Oppositionsführer Ricardes unterstützten. Diesem, der einen moderateren und sozial verträglicheren Modernisierungskurs ankündigte und die [[UDS|Liberalen]] als Kooperationspartner umwarb, musste Moya schließlich im Regierungsvorsitz Platz machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Niederlage blieb Moya zunächst Parteichef der Konservativen und wurde Oppositionsführer. Anhaltende Vorwürfe wegen seiner Rolle in der Guivares-Affäre und stagnierende Umfragewerte führten jedoch zu einer zunehmenden Isolation des Vorsitzenden in seiner eigenen Partei. Hinzu kamen anhaltende Flügelstreitigkeiten in der Partei, in der der Sozialfügel der Partei Moya schließlich die Gefolgschaft aufkündigte. Moya verzichtete schließlich auf dem Parteitag der Volkspartei 1991 auf eine Wiederwahl und wurde durch den vormaligen Finanzminister [[Josep Carles Otero]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückkehr in die Privatwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Emilio Moya blieb zunächst als einfacher Abgeordneter im Parlament, ehe er Ende 1991 aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Person aus dem Amt schied. Nachdem er im Jahr 1992 zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war, kehrte Moya schließlich in die Privatwirtschaft zurück und nahm zum 1. Januar 1994 eine Stelle im Management des sagradischen Baukonzerns [[Laregas]] an, dem er bis 1998, seit 1995 als hauptverantwortlicher Generaldirektor angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada III]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]], [[Kabinett Moya II|II]] und [[Kabinett Moya III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Moya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens|Moya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Josep_Carles_Otero&amp;diff=18204</id>
		<title>Josep Carles Otero</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Josep_Carles_Otero&amp;diff=18204"/>
		<updated>2014-02-15T14:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: /* Öffentliche Ämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Josep Carles Otero''' (*1934 in [[Biniar]]-Mescano) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker, früherer [[Ministerpräsident]] seines Landes (1992-1999) und langjähriger Vorsitzender der christdemokratischen [[Volkspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und frühe Jahre in der Stadtpolitik ===&lt;br /&gt;
Josep Carles Otero wurde in Mescano, einem Vorort der [[Bordez|bordesischen]] Stadt [[Biniar]], geboren und stammt aus einer konservativ-katholischen Familie. Religiös erzogen, besuchte Otero ein katholisches Gymnasium und begann anschließend in [[Artir]] ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1962  mit dem Doktorgrad beendete. Nach seinem Studium kehrte er als Beamter der Justizverwaltung in seine Heimatstadt zurück und verfolgte eine politische Karriere. Bereits seit Studientagen Mitglied der konservativ-katholischen [[CSD]] (später [[PPC]]) und in der christdemokratischen Parteijugend tätig, wurde er 1964 ins Stadtparlament von Biniar gewählt, wo er 1967 die Führung der konservativen Fraktion übernahm. Gleichzeitig stieg er in die Führung seiner Partei in der Provinz [[Farfalla-Argente]] auf. 1969 zog er als Vertreter der [[Volkspartei]] in den ersten Regionalrat von [[Bordez]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Biniar ===&lt;br /&gt;
Sein Förderer war zu dieser Zeit der einflussreiche PPC-Provinzpräsident [[Ernesto Caballó]], der den 38-jährigen Otero 1971 als Bürgermeisterkandidaten in [[Biniar]] vorschlug. Bei der Wahl im Jahr 1972 konnte sich Otero schließlich durchsetzen und wurde an die Spitze seiner Heimatstadt gewählt. Schon im nächsten Jahr folgte er Caballó als Präsident der CSD in der Provinz [[Farfalla-Argente]] nach und wurde 1974 stellvertretender Parteivorsitzender in der Region [[Bordez]], 1977 schließlich Mitglied im nationalen Parteivorstand der Volkspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Parteivorsitzenden ===&lt;br /&gt;
Nachdem er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und 1976 in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden war, zog sich Otero im Jahr 1978 aus seinen städtischen Ämtern zurück und konzentrierte sich fortan auf seine Karriere in der nationalen Politik in [[Semess]]. 1979 wurde er Parlamentarischer Sekretär seiner Fraktion in der Abgeordnetenkammer und 1982 als Nachfolger von [[Joán Emilio Moya]] schließlich Fraktionssprecher. In diesem Amt gehörte er fortan zum Führungsteam der Christdemokraten und fungierte als einer der wesentlichen Organisatoren der konservativ-liberalen Regierungskoalition. Er machte sich gleichermaßen einen Namen als talentierter Redner und als umsichtiger Organisator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erneuten Wahlsieg seiner Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] stieg Otero 1987 zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der [[PPC]] auf. Bei einer [[Kabinett Moya III|Kabinettsumbildung]] im Frühjahr 1989 wurde Otero als [[Finanzminister]] in die Regierung von [[Emilio Moya]] berufen. Dort galt schnell als einer der profiliertesten Kabinettsmitglieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die [[Parlamentswahl 1990]] und dem Wechsel in der Regierungsspitze an den Sozialisten [[Donado Ricardes]] wurde Josep Carles Otero auf dem Parteikongress der Volkspartei 1991 als Nachfolger [[Emilio Moya]]s zum neuen Parteivorsitzenden des PPC und damit zum Oppositionsführer gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Premierminister ===&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Kabinettskrise im Herbst 1992, in deren Verlauf Ministerpräsident [[Donado Ricardes]] seine parlamentarische Mehrheit einbüßte, wurde Josep Carles Otero als Führer der Opposition von Präsident [[Santiago Montoya]] mit der Suche nach einer neuen Regierungsmehrheit beauftragt. Nach Gesprächen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PRD|Radikalen]] gelang es Otero, eine [[Kabinett Otero I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]] zu bilden, die vom [[Partido Radical-Democrático]] gestützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident setzte Otero den unter seinen Vorgängern eingeleiteten Privatisierungskurs fort und brachte u.a. die bis dahin staatliche [[Télecom Sagradia|Telekom]] an die Börse. Außerdem leitete er die 1999 erfolgte Teilprivatisierung des staatlichen Energieunternehmens [[COESA]] in die Wege. Besonders energisch engagierte sich der bekennende Europäer Josep Otero für eine Fortführung und Intensivierung der Europäischen Integration. Diesen Kurs setzte er auch gegen Widerstände am rechten Parteiflügel durch. Unter seiner Präsidentschaft ratifizierte Sagradien die Verträge von Maastricht und Amsterdam und entschied sich für die Einführung des Euro als Währung. Wenig Erfolg hatte er dagegen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die unter seiner Regierung auf einen Rekordwert anstieg, und beim Abbau der Staatsschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gelang es Otero, eine eigene parlamentarische Mehrheit für seine konservativ-liberale Koalition zu sichern, während der radikale Bündnispartner nicht erneut ins Parlament einziehen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen [[Ramón Julio De la Costa]] folgte vier Jahre später jedoch eine deutliche Niederlage bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahl 1998]], die Otero schließlich nicht nur sein Amt als Premierminister an De la Costa, sondern auch die Parteiführung der Konservativen kostete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage 1998 reichte Otero seine Demission ein und wurde nominell wieder Oppositionsführer. Gleichzeitig mehrte sich aber die Kritik an seinem Führungsstil. Viele wünschten sich nach zehn Jahren unter Oteros Führung eine Verjüngung in der Parteispitze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der [[Präsidentschaftswahlen 1999|Präsidentschaftswahl]] teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten [[António Grande Illega]]. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer [[Roberto Vidéas Braga]] vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 übernahm Otero die Funktion eines UN-Sonderbeauftragten im Kosovo. Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des [[Außenminister]]s gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten [[Oscar Rolando Huerón]] bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden [[Miguel Ánibal Luisanto]] zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] verzichtete Otero nach 32 Jahren im Parlament auf eine neuerliche Kandidatur, wurde stattdessen aber Ende des Jahres auf Vorschlag der vormaligen Oppositionsparteien von Präsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für sein Bemühen um die europäische Integration wurde Josep Otero im Jahr 2001 mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1978: Bürgermeister der Stadt [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: [[Ministerpräsident]] Sagradiens ([[Kabinett Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1964-1980: Stadtrat in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1969-1974: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1974-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: ernannter Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1967-1972: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] ([[PPC]]) im Stadtrat von [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1973-1989: Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Provinz [[Farfalla-Argente]]&lt;br /&gt;
* 1977-1987: Stellvertretender Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Region [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Parlamentarischer Sekretär der [[Volkspartei]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1987-1991: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1991-2000: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Biniar|Otero]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Josep_Carles_Otero&amp;diff=18203</id>
		<title>Josep Carles Otero</title>
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		<updated>2014-02-15T14:50:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Josep Carles Otero''' (*1934 in [[Biniar]]-Mescano) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker, früherer [[Ministerpräsident]] seines Landes (1992-1999) und langjähriger Vorsitzender der christdemokratischen [[Volkspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und frühe Jahre in der Stadtpolitik ===&lt;br /&gt;
Josep Carles Otero wurde in Mescano, einem Vorort der [[Bordez|bordesischen]] Stadt [[Biniar]], geboren und stammt aus einer konservativ-katholischen Familie. Religiös erzogen, besuchte Otero ein katholisches Gymnasium und begann anschließend in [[Artir]] ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1962  mit dem Doktorgrad beendete. Nach seinem Studium kehrte er als Beamter der Justizverwaltung in seine Heimatstadt zurück und verfolgte eine politische Karriere. Bereits seit Studientagen Mitglied der konservativ-katholischen [[CSD]] (später [[PPC]]) und in der christdemokratischen Parteijugend tätig, wurde er 1964 ins Stadtparlament von Biniar gewählt, wo er 1967 die Führung der konservativen Fraktion übernahm. Gleichzeitig stieg er in die Führung seiner Partei in der Provinz [[Farfalla-Argente]] auf. 1969 zog er als Vertreter der [[Volkspartei]] in den ersten Regionalrat von [[Bordez]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Biniar ===&lt;br /&gt;
Sein Förderer war zu dieser Zeit der einflussreiche PPC-Provinzpräsident [[Ernesto Caballó]], der den 38-jährigen Otero 1971 als Bürgermeisterkandidaten in [[Biniar]] vorschlug. Bei der Wahl im Jahr 1972 konnte sich Otero schließlich durchsetzen und wurde an die Spitze seiner Heimatstadt gewählt. Schon im nächsten Jahr folgte er Caballó als Präsident der CSD in der Provinz [[Farfalla-Argente]] nach und wurde 1974 stellvertretender Parteivorsitzender in der Region [[Bordez]], 1977 schließlich Mitglied im nationalen Parteivorstand der Volkspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Parteivorsitzenden ===&lt;br /&gt;
Nachdem er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und 1976 in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden war, zog sich Otero im Jahr 1978 aus seinen städtischen Ämtern zurück und konzentrierte sich fortan auf seine Karriere in der nationalen Politik in [[Semess]]. 1979 wurde er Parlamentarischer Sekretär seiner Fraktion in der Abgeordnetenkammer und 1982 als Nachfolger von [[Joán Emilio Moya]] schließlich Fraktionssprecher. In diesem Amt gehörte er fortan zum Führungsteam der Christdemokraten und fungierte als einer der wesentlichen Organisatoren der konservativ-liberalen Regierungskoalition. Er machte sich gleichermaßen einen Namen als talentierter Redner und als umsichtiger Organisator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erneuten Wahlsieg seiner Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] stieg Otero 1987 zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der [[PPC]] auf. Bei einer [[Kabinett Moya III|Kabinettsumbildung]] im Frühjahr 1989 wurde Otero als [[Finanzminister]] in die Regierung von [[Emilio Moya]] berufen. Dort galt schnell als einer der profiliertesten Kabinettsmitglieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die [[Parlamentswahl 1990]] und dem Wechsel in der Regierungsspitze an den Sozialisten [[Donado Ricardes]] wurde Josep Carles Otero auf dem Parteikongress der Volkspartei 1991 als Nachfolger [[Emilio Moya]]s zum neuen Parteivorsitzenden des PPC und damit zum Oppositionsführer gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Premierminister ===&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Kabinettskrise im Herbst 1992, in deren Verlauf Ministerpräsident [[Donado Ricardes]] seine parlamentarische Mehrheit einbüßte, wurde Josep Carles Otero als Führer der Opposition von Präsident [[Santiago Montoya]] mit der Suche nach einer neuen Regierungsmehrheit beauftragt. Nach Gesprächen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PRD|Radikalen]] gelang es Otero, eine [[Kabinett Otero I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]] zu bilden, die vom [[Partido Radical-Democrático]] gestützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident setzte Otero den unter seinen Vorgängern eingeleiteten Privatisierungskurs fort und brachte u.a. die bis dahin staatliche [[Télecom Sagradia|Telekom]] an die Börse. Außerdem leitete er die 1999 erfolgte Teilprivatisierung des staatlichen Energieunternehmens [[COESA]] in die Wege. Besonders energisch engagierte sich der bekennende Europäer Josep Otero für eine Fortführung und Intensivierung der Europäischen Integration. Diesen Kurs setzte er auch gegen Widerstände am rechten Parteiflügel durch. Unter seiner Präsidentschaft ratifizierte Sagradien die Verträge von Maastricht und Amsterdam und entschied sich für die Einführung des Euro als Währung. Wenig Erfolg hatte er dagegen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die unter seiner Regierung auf einen Rekordwert anstieg, und beim Abbau der Staatsschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gelang es Otero, eine eigene parlamentarische Mehrheit für seine konservativ-liberale Koalition zu sichern, während der radikale Bündnispartner nicht erneut ins Parlament einziehen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen [[Ramón Julio De la Costa]] folgte vier Jahre später jedoch eine deutliche Niederlage bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahl 1998]], die Otero schließlich nicht nur sein Amt als Premierminister an De la Costa, sondern auch die Parteiführung der Konservativen kostete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage 1998 reichte Otero seine Demission ein und wurde nominell wieder Oppositionsführer. Gleichzeitig mehrte sich aber die Kritik an seinem Führungsstil. Viele wünschten sich nach zehn Jahren unter Oteros Führung eine Verjüngung in der Parteispitze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der [[Präsidentschaftswahlen 1999|Präsidentschaftswahl]] teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten [[António Grande Illega]]. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer [[Roberto Vidéas Braga]] vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 übernahm Otero die Funktion eines UN-Sonderbeauftragten im Kosovo. Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des [[Außenminister]]s gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten [[Oscar Rolando Huerón]] bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden [[Miguel Ánibal Luisanto]] zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] verzichtete Otero nach 32 Jahren im Parlament auf eine neuerliche Kandidatur, wurde stattdessen aber Ende des Jahres auf Vorschlag der vormaligen Oppositionsparteien von Präsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für sein Bemühen um die europäische Integration wurde Josep Otero im Jahr 2001 mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1978: Bürgermeister der Stadt [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: [[Ministerpräsident]] Sagradiens ([[Kabinett Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1964-1980: Stadtrat in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1969-1974: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1974-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: ernannter Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1967-1972: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] ([[PPC]]) im Stadtrat von [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1973-1989: Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Provinz [[Farfalla-Argente]]&lt;br /&gt;
* 1977-1987: Stellvertretender Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Region [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Parlamentarischer Sekretär der [[Volkspartei]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1987-1991: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1991-2000: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Biniar|Otero]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.61</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Josep_Carles_Otero&amp;diff=18202</id>
		<title>Josep Carles Otero</title>
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		<updated>2014-02-15T14:49:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.61: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;) und langjähriger Vorsitzender der christdemokratischen [[Volkspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und frühe Jahre in der Stadtpolitik ===&lt;br /&gt;
Josep Carles Otero wurde in Mescano, einem Vorort der [[Bordez|bordesischen]] Stadt [[Biniar]], geboren und stammt aus einer konservativ-katholischen Familie. Religiös erzogen, besuchte Otero ein katholisches Gymnasium und begann anschließend in [[Artir]] ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1962  mit dem Doktorgrad beendete. Nach seinem Studium kehrte er als Beamter der Justizverwaltung in seine Heimatstadt zurück und verfolgte eine politische Karriere. Bereits seit Studientagen Mitglied der konservativ-katholischen [[CSD]] (später [[PPC]]) und in der christdemokratischen Parteijugend tätig, wurde er 1964 ins Stadtparlament von Biniar gewählt, wo er 1967 die Führung der konservativen Fraktion übernahm. Gleichzeitig stieg er in die Führung seiner Partei in der Provinz [[Farfalla-Argente]] auf. 1969 zog er als Vertreter der [[Volkspartei]] in den ersten Regionalrat von [[Bordez]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Biniar ===&lt;br /&gt;
Sein Förderer war zu dieser Zeit der einflussreiche PPC-Provinzpräsident [[Ernesto Caballó]], der den 38-jährigen Otero 1971 als Bürgermeisterkandidaten in [[Biniar]] vorschlug. Bei der Wahl im Jahr 1972 konnte sich Otero schließlich durchsetzen und wurde an die Spitze seiner Heimatstadt gewählt. Schon im nächsten Jahr folgte er Caballó als Präsident der CSD in der Provinz [[Farfalla-Argente]] nach und wurde 1974 stellvertretender Parteivorsitzender in der Region [[Bordez]], 1977 schließlich Mitglied im nationalen Parteivorstand der Volkspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Parteivorsitzenden ===&lt;br /&gt;
Nachdem er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt und 1976 in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden war, zog sich Otero im Jahr 1978 aus seinen städtischen Ämtern zurück und konzentrierte sich fortan auf seine Karriere in der nationalen Politik in [[Semess]]. 1979 wurde er Parlamentarischer Sekretär seiner Fraktion in der Abgeordnetenkammer und 1982 als Nachfolger von [[Joán Emilio Moya]] schließlich Fraktionssprecher. In diesem Amt gehörte er fortan zum Führungsteam der Christdemokraten und fungierte als einer der wesentlichen Organisatoren der konservativ-liberalen Regierungskoalition. Er machte sich gleichermaßen einen Namen als talentierter Redner und als umsichtiger Organisator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erneuten Wahlsieg seiner Partei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] stieg Otero 1987 zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der [[PPC]] auf. Bei einer [[Kabinett Moya III|Kabinettsumbildung]] im Frühjahr 1989 wurde Otero als [[Finanzminister]] in die Regierung von [[Emilio Moya]] berufen. Dort galt schnell als einer der profiliertesten Kabinettsmitglieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die [[Parlamentswahl 1990]] und dem Wechsel in der Regierungsspitze an den Sozialisten [[Donado Ricardes]] wurde Josep Carles Otero auf dem Parteikongress der Volkspartei 1991 als Nachfolger [[Emilio Moya]]s zum neuen Parteivorsitzenden des PPC und damit zum Oppositionsführer gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Premierminister ===&lt;br /&gt;
Nach einer anhaltenden Kabinettskrise im Herbst 1992, in deren Verlauf Ministerpräsident [[Donado Ricardes]] seine parlamentarische Mehrheit einbüßte, wurde Josep Carles Otero als Führer der Opposition von Präsident [[Santiago Montoya]] mit der Suche nach einer neuen Regierungsmehrheit beauftragt. Nach Gesprächen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PRD|Radikalen]] gelang es Otero, eine [[Kabinett Otero I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]] zu bilden, die vom [[Partido Radical-Democrático]] gestützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident setzte Otero den unter seinen Vorgängern eingeleiteten Privatisierungskurs fort und brachte u.a. die bis dahin staatliche [[Télecom Sagradia|Telekom]] an die Börse. Außerdem leitete er die 1999 erfolgte Teilprivatisierung des staatlichen Energieunternehmens [[COESA]] in die Wege. Besonders energisch engagierte sich der bekennende Europäer Josep Otero für eine Fortführung und Intensivierung der Europäischen Integration. Diesen Kurs setzte er auch gegen Widerstände am rechten Parteiflügel durch. Unter seiner Präsidentschaft ratifizierte Sagradien die Verträge von Maastricht und Amsterdam und entschied sich für die Einführung des Euro als Währung. Wenig Erfolg hatte er dagegen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die unter seiner Regierung auf einen Rekordwert anstieg, und beim Abbau der Staatsschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gelang es Otero, eine eigene parlamentarische Mehrheit für seine konservativ-liberale Koalition zu sichern, während der radikale Bündnispartner nicht erneut ins Parlament einziehen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen [[Ramón Julio De la Costa]] folgte vier Jahre später jedoch eine deutliche Niederlage bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahl 1998]], die Otero schließlich nicht nur sein Amt als Premierminister an De la Costa, sondern auch die Parteiführung der Konservativen kostete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage 1998 reichte Otero seine Demission ein und wurde nominell wieder Oppositionsführer. Gleichzeitig mehrte sich aber die Kritik an seinem Führungsstil. Viele wünschten sich nach zehn Jahren unter Oteros Führung eine Verjüngung in der Parteispitze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der [[Präsidentschaftswahlen 1999|Präsidentschaftswahl]] teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten [[António Grande Illega]]. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer [[Roberto Vidéas Braga]] vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 übernahm Otero die Funktion eines UN-Sonderbeauftragten im Kosovo. Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des [[Außenminister]]s gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten [[Oscar Rolando Huerón]] bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden [[Miguel Ánibal Luisanto]] zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] verzichtete Otero nach 32 Jahren im Parlament auf eine neuerliche Kandidatur, wurde stattdessen aber Ende des Jahres auf Vorschlag der vormaligen Oppositionsparteien von Präsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für sein Bemühen um die europäische Integration wurde Josep Otero im Jahr 2001 mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1978: Bürgermeister der Stadt [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: [[Ministerpräsident]] Sagradiens ([[Kabinett Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1964-1980: Stadtrat in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1969-1974: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1974-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: ernannter Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1967-1972: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] ([[PPC]]) im Stadtrat von [[Biniar]]&lt;br /&gt;
* 1973-1989: Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Provinz [[Farfalla-Argente]]&lt;br /&gt;
* 1977-1987: Stellvertretender Vorsitzender der [[Volkspartei]] in der Region [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Parlamentarischer Sekretär der [[Volkspartei]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1987-1991: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1991-2000: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Otero]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Biniar|Otero]]&lt;/div&gt;</summary>
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