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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Luciano Capón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Luciano Capón''' (*1874) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Unternehmer und Staatsmann, der während des Zweiten Weltkrieges als sagradischer [[Staatspräsident]] amtierte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern [[Ferrocel]], ehe er als Abgeordneter der liberalen [[Aliança Republicana]] ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister, später als langjähriger [[Außenminister]] sowie als [[Präsident des Ministerrats]] (1926-1927). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 1938]] berief Capón den Katholiken [[Manuel Álamo Igualde]] zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1941 mehrten sich die Spannungen zwischen dem auch Deutschland gegenüber kompromissbereiten Álamo und dem Präsidenten Capón, der deutlich der alliierten Seite zuneigte und sich schließlich für einen Kriegseintritt aussprach. Im Winter 1941/42 entließ Capón schließlich seinen machtbewussten Ministerpräsidenten, ernannte mit [[Sergio Rafael Dini]] einen parteilosen überparteilichen Kandidaten zum Nachfolger und erklärte mit Zustimmung der großen Parteien und des höchsten Befehlshabers [[Oscar Taglle Rodríguez]] Deutschland den Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Capón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Luciano Capón''' (*1874) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Unternehmer und Staatsmann, der während des Zweiten Weltkrieges als sagradischer [[Staatspräsident]] amtierte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern [[Ferrocel]], ehe er als Abgeordneter der liberalen [[Aliança Republicana]] ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister, später als langjähriger [[Außenminister]] sowie als [[Präsident des Ministerrats]] (1926-1927). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 1938]] berief Capón den Katholiken [[Manuel Álamo Igualde]] zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1941 mehrten sich die Spannungen zwischen dem auch Deutschland gegenüber kompromissbereiten Álamo und dem Präsidenten Capón, der deutlich der alliierten Seite zuneigte und sich schließlich für einen Kriegseintritt aussprach. Im Winter 1941/42 entließ Capón schließlich seinen machtbewussten Ministerpräsidenten, ernannte mit [[Sergio Rafael Dini]] einen parteilosen überparteilichen Kandidaten zum Nachfolger und erklärte mit Zustimmung der großen Parteien und des höchsten Befehlshabers [[Oscar Taglle Rodríguez]] Deutschland den Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Capón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Capón]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Sants-Igualde&amp;diff=20708</id>
		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<updated>2014-10-25T15:15:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: /* Absetzung und Exil */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Manuel Rodrigo Álamo Igualde''' (*1898 in [[Carrel de Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Álamo Igualde wurde 1898 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Álamo für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde 1929 deren ''Chefe Nacional''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Álamo die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Álamo dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Präsidentschaft Gaetas bekleidete Álamo mehrere Ministerämter, darunter das des Ministers für öffentliche Wohlfahrt im [[Kabinett Negrín]]. In einer Regierungserklärung nannte Álamo die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Regierung Negrín im Herbst 1934 hoffte Álamo vergeblich auf eine Berufung zum Premierminister, musste aber dem parteilosen Konsenskandidaten [[Sergio Rafael Dini]] den Vortritt lassen. In [[Kabinett Dini I|dessen erster Regierung]] wurde Álamo Staatssekretär, verzichtete Anfang 1935 aber auf ein Ministeramt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Álamo als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Álamo auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Álamo von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Álamo nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Álamo das Bündnis seiner [[Volksunion]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Álamo wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Álamo Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Álamo in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Álamo, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Álamo sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Álamo, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Álamo wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamos Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung und Exil ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Álamo-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Álamo, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Álamo und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Álamo Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den früheren Premierminister [[Sergio Rafael Dini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Álamo blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Álamos dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Álamos bestimmt. Álamo dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Álamos [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Álamo musste nun fürchten, als Kollaborateur des Kriegsgegners verfolgt zu werden und setzte sich schließlich nach [[Mikolinien]] ab, von wo aus er nach Amerika übersiedelte. Dort verbrachte er seinen Lebensabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Álamos gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Álamos wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Álamo nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Álamos zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Álamo in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Álamos eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. Während einige Historiker davon ausgehen, Álamo habe das Ziel eines autoritären Ständestaats und der dauerhaften Suspendierung der Demokratie vorgeschwebt, diese habe er lediglich nicht durchsetzen können, halten andere an der Offenheit der Entwicklung fest und halten Álamo zugute, zumindest formal an der demokratischen Verfassung festgehalten zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Álamos in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<title>Manuel Sants-Igualde</title>
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		<updated>2014-10-25T15:14:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Manuel Rodrigo Álamo Igualde''' (*1898 in [[Carrel de Amôria]]; +1960) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der rechtskonservativen [[UP]] und [[sagradischer Ministerpräsident]] von 1938 bis 1941. Er war der letzte Regierungschef der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] vor dem Zweiten Weltkrieg und verfolgte das Programm einer abwehrbereiten Neutralität. Dabei suchte er außenpolitisch vor allem, sein Land aus einer militärischen Konfrontation mit dem NS-Regime herauszuhalten, setzte innenpolitisch aber auf eine teilweise Beschneidung politischer Opposition und Kritik. Neben dem Amt des Premierministers  bekleidete er zudem zeitweise das des Außen- und das des Innenministers. Seine ''Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]'' endete 1941 mit seiner Entlassung durch Präsident [[Luciano Capón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Manuel Álamo Igualde wurde 1898 in der [[Amôria|amorischen]] Kleinstadt [[Carrel]] geboren. Er war der Sohn eines erzkatholischen Lehrers und besuchte ein katholisches Gymnasium. Danach studierte er Rechtswissenschaft und wurde Anwalt. Bereits in Studentenjahren engagierte er sich in mehreren katholischen Organisationen und trat der [[Acción Popular]] bei. Er beteiligte sich an Gründung und Aufbau der [[Círculoes de la Juventú]], die sich zur Jugendorganisation der katholischen [[Unión Popular]] entwickelte. Bis 1928 schrieb er für die Zirkel-nahe Zeitschrift ''La Nova Epoca'' und wurde 1926 deren Chefredakteur. Nach seiner Promition zum Dr. jur. arbeitete Álamo für einen rechtskatholischen Juristenverband. Nachdem er bereits zuvor in die nationale Führungsriege der Jugendzirkel aufgestiegen war, wurde 1929 deren ''Chefe Nacional''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Jugendzirkeln und Regierung ===&lt;br /&gt;
Als ''Chefe Nacional'' der Jugendzirkel führte Álamo die Jugendorganisation der [[Volksunion]] auf einen autoritär inspirierten Rechtskurs, der die Zirkel in Widerspruch zur Mutterpartei brachte. Nach der Wahl des UP-Führers [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] unterstützte Álamo dessen Programm der [[Renovación Nacional]], vor allem zur Stärkung der Exekutive, der ständischen Elemente und der &amp;quot;organischen Einheit&amp;quot; von Volk und Staat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Präsidentschaft Gaetas bekleidete Álamo mehrere Ministerämter, darunter das des Ministers für öffentliche Wohlfahrt im [[Kabinett Negrín]]. In einer Regierungserklärung nannte Álamo die korporatistische Ausrichtung der Gesellschaft als Ziel seiner Politik und sagte den &amp;quot;Feinden des Staates von links&amp;quot; den Kampf an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Regierung Negrín im Herbst 1934 hoffte Álamo vergeblich auf eine Berufung zum Premierminister, musste aber dem parteilosen Konsenskandidaten [[Sergio Rafael Dini]] den Vortritt lassen. In [[Kabinett Dini I|dessen erster Regierung]] wurde Álamo Staatssekretär, verzichtete Anfang 1935 aber auf ein Ministeramt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1936]] verlor die regierende Rechtskoalition gegen die linke [[Volksfront]]. In der Folge stieg Álamo als Nachfolger von [[Estefán Gaeta]] zum neuen Führer der [[Volksunion]] auf und konnte sich auf dem Noyarenser Parteitag mit seinem Programm der radikalen Opposition gegen die Linke durchsetzen. In der Folge begann er, die Partei ganz auf seine Person hin auszurichten, wie es ihm bereits zuvor mit den Zirkeln und den Juntisten geglückt war. Die linke [[Volksfront]]regierung wurde zum Hauptfeind erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Comunión Nacional ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot; tolerierte Álamo auch punktuelle Kooperationen mit rechtsextremen Kreisen aus dem Umfeld des Faschistenführers [[León Francês]]. 1937 kam es zu gemeinsamen Demonstrationen von Volksunion und faschistischen Sympathisanten gegen die Linksregierung. Zwar distanzierte sich Álamo von Francês und seiner politischen Gewalt, verteidigte aber das gemeinsame Ziel der Abwehr des Kommunismus. Im November 1937 entging Álamo nur knapp einem anarchistischen Attentat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 führte Álamo das Bündnis seiner [[Volksunion]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|folgenden Parlamentswahl im April]] zu einem klaren Sieg. Álamo wurde daraufhin zum Ministepräsidenten einer katholisch-liberalen [[Kabinett Álamo Igualde I|Koalitionsregierung]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Álamo in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte Álamo, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Álamo sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Álamo, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht, die Presse deutlich eingeschränkt und schließlich auch Aktivitäten der Linksparteien kriminalisiert. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]], Abgeordnete des [[Partíu Radical]] verließen die Partei und schlossen sich der neuen [[Comunión Nacional]] an, die zwar keine Staatspartei im eigentlichen Sinn darstellte, aber wesentliches Propagandainstrument der Regierung Álamo wurde und als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“ diente, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Augustrevision 1940]] wurde die Verfassung aus dem Jahr 1892/95 in zentralen Punkten geändert. Staatsname blieb zwar offiziell „República Sagradêsa“, im öffentlichen Leben wurde aber fortan die Bezeichung „Sagradischer Staat“ ([[Estàu Sagradês]]) bevorzugt. Die Stellung des Staatspräsidenten wurde deutlich gestärkt, die des Parlamentes geschwächt, da den Präsidenten nicht mehr mit einfacher Mehrheit absetzen konnte. Der Rat der Republik wurde nach ständestaatlichen Vorstellungen als ’’Staatsrat’’ zur korporatistischen Vertretung umgewandelt. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente der Nationalen Kommunion dar. Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamos Führung nun ein autoritäres Notstandsregime. Die paramilitärischen Einheiten der [[Volksunion]] ([[Juntas Accionistas]]) wurden in der [[Miliça Nacional]] eingegliedert. Als Geheimdienst im Inneren fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absetzung und Exil ===&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Álamo-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Álamo, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Álamo und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Álamo Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón [[Amentino Xavier-Castrell]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Álamo blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Amt aber zunehmend an Einfluss. In der Konsequenz erklärte [[Sagradien]] gegen den Rat Álamos dem Deutschen Reich am 2. April 1942 den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss. Nach dem Kriegseintritt wurde Xavier-Castrell auch als Führer des ''Zentralkomitees für die Nationale Kommunion'' zum Nachfolger Álamos bestimmt. Álamo dagegen zog sich aufs Land zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Álamos [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. Álamo musste nun fürchten, als Kollaborateur des Kriegsgegners verfolgt zu werden und setzte sich schließlich nach [[Micolinien]] ab, von wo aus er nach Amerika übersiedelte. Dort verbrachte er seinen Lebensabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die Person und Politik Manuel Álamos gehört zu den umstrittensten Kapiteln der sagradischen Geschichte. Lange Zeit war das sagradische Geschichtsbild vom Glauben bestimmt, Sagradien habe seit 1891 kontinuierlich einen demokratischen Weg beschritten und habe auch der Gefahr des Faschismus widerstanden. Das lange Festhalten Sagradiens an einer neutralen Position im Zweiten Weltkrieg wurde lange Zeit aus pazifistischen und sicherheitspolitischen Gründen erklärt. Das Regime Álamos wurde dabei von mehreren Generationen von Historikern mehrheitlich als Notstandsregime verstanden, das auf einem Mehrheitskonsens in der Bevölkerung beruht habe. Lediglich die Einschränkung von Bürgerrechten wurde kritisiert, aber unter Verweis auf die Notsituation relativiert. Eine solche Auffassung wurde auch von der offiziösen Geschichtspolitik der sagradischen Nachkriegsregierungen vertreten und prägt noch heute das Denken von großen Teilen der politischen Rechten in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Sechziger Jahren wurde größere Kritik an diesem Geschichtsbild geäußert. Vor allem von Seiten der politischen Linken wurde Álamo nun verstärkt mit den diversen faschistischen und autoritativen Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht. Die neue Kritik wurde bald auch durch Quellen untermauert, die das Verhältnis Álamos zu Faschismus und Nationalsozialismus untersuchten. Wie aus Dokumenten hervorgeht, zeigte Álamo in den Zwanziger und noch in den Dreißiger Jahren gegenüber Vertrauten eine gewisse Bewunderung für die Person Mussolinis. An Hitler kritisierte er anfänglich jedoch die antiklerikalen Tendenzen, gewann ihm aber auch positive Seiten ab. So zeigte er sich außenpolitisch noch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugt, Hitler vertrete legitime Anliegen. Inwieweit dies Álamos eigene Politik beeinflusste ist jedoch ebenso umstritten, wie die Frage nach den eigenen staatspolitischen Zielen. Während einige Historiker davon ausgehen, Álamo habe das Ziel eines autoritären Ständestaats und der dauerhaften Suspendierung der Demokratie vorgeschwebt, diese habe er lediglich nicht durchsetzen können, halten andere an der Offenheit der Entwicklung fest und halten Álamo zugute, zumindest formal an der demokratischen Verfassung festgehalten zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Forscher weisen mehrheitlich auf die Verwurzelung Álamos in der katholisch-konservativen Rechten der Zwischenkriegszeit hin, in der der Gedanke einer autoritativen Transformation und der Stärkung der Exekutive zulasten des Parlaments weit verbreitet war. Zwar konnte sich kein allgemeiner antidemokratischer Konsens herausbilden wie in anderen Ländern Europas, doch zeigten sich auch in Sagradien antiparlamentarische Tendenzen sowohl auf der Linken wie auf der Rechten. Nach wie vor aber wird die Phase der &amp;quot;Nationalen Kommunion&amp;quot; in Sagradien kontrovers beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alamo Igualde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Alamo Igualde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Schwarze_Division&amp;diff=20706</id>
		<title>Schwarze Division</title>
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		<updated>2014-10-25T14:21:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die unter der Führung von [[León Francês]] stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei der [[Parlamentswahl 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde unter Präsident [[Estefán Gaeta]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Frente Fraternal und mit ihm auch die Divisionen nach den Demonstrationen im Herbst 1934 verboten worden waren, bestanden die Divisionen im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die [[Volksfront]]-Regierung unter [[Santiago Laval]]. Dessen Ermordung im Februar 1938 feierte die Division als &amp;quot;nationalen Erfolg&amp;quot;. Zuvor hatte [[León Francês]] bereits im ''Divisionistischen Manifest'' den &amp;quot;Krieg&amp;quot; gegen die frisch gewählte linke [[Volksfront]] zum Ziel erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; und die Anhänger der [[Frente Fraternal]] trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet. Durch ihre Nähe zum italienischen Faschismus und zum deutschen Nationalsozialismus war sie nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs diskreditiert und verlor schlagartig an Anhängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Novas Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<title>Truppismus</title>
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		<updated>2014-10-25T14:14:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Truppismus''' (sagr. ''Trōpismo'') ist die Sammmelbezeichnung für die rechtsextreme Bewegung der so genannten '''Aktionstruppen''' (sagr. ''Trōpas Accionistas''), die vor allem im [[Sagradien]] der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre von Bedeutung war und als Vorläufer des sagradischen Faschismus gelten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionstruppen waren paramilitärische Einheiten, die sich in Sagradien vornehmlich aus der Gruppe zurückkehrender Kriegsfreiwilliger aus dem Ersten Weltkrieg rekrutierten. Ziel war vor allem ein Schutz des Landes vor der vermeintlich drohenden Gefahr eines sozialistischen Umsturzes im Land. Hauptgegner und Angriffsziel der Truppen waren daher auch vor allem [[PS|Sozialisten]] und [[PCS|Kommunisten]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zahlreiche Aktionstruppenverbände organisierten sich zwar bereits in den Zwanziger Jahren, die Bewegung erhielt allerdings erst mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise der frühen Dreißiger Jahre großen Zulauf erhielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aktionstruppen entstanden aus dem unmittelbaren Umfeld der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] und standen dieser nahe,  jedoch dominierten seit 1932/33 die extremen Gruppen, die sich auch gegen die katholische Rechte wandten, einen radikalen Umsturz anvisierten und offen dem italienischen Faschismus oder deutschen Nationalsozialismus zuneigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Umfel der truppistischen Bewegung entstand 1929 auch die faschistisch inspirierte [[Frente Fraternal]] unter der Führung von [[León Francês]] sowie in den Dreißiger Jahren die faschistische [[División Negra]], der sich zahlreiche Anhänger des Truppismus anschlossen.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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		<updated>2014-10-25T14:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und eine Vorgängerorganisation der [[División Negra]]. Der Frente Fraternal wurde 1929 gegründet und erreichte bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|Parlamentswahlen 1932]] beachtliche Stimmengewinne. León Francês führte danach die gewaltsam auftretende Rechtsopposition an und führte im Oktober 1934 eine rechtsgerichtete Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der Partei bestand sie im Wesentlichem im Untergrund weiter und war eng it der [[División Sagradêsa de Ofensiva Popular]] verbunden, die als Nachfolgeorganisation der FF angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem und micolinischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. Die Machtergreifung Hitlers 1933 wurde von der Frente Fraternal begrüßt und als Sieg der &amp;quot;nationalen&amp;quot; Bewegung in Europa gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zweite_Sagradische_Republik&amp;diff=13950</id>
		<title>Zweite Sagradische Republik</title>
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		<updated>2013-04-09T17:40:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: /* Verfassungskonflikt der Dreißiger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Zweite Sagradische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Segona República Sagradêsa'') wird die [[Geschichte Sagradiens|Geschichte]] [[Sagradien]]s zwischen der Abschaffung der Monarchie 1891 und dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Diese Zeit umfasst die Ausbildung einer liberalen Demokratie, eines modernen pluralistischen Gemeinwesens und der bereits vor 1891 beginnenden industriellen Modernisierung des Landes. Mit Ausbruch des Weltkriegs wurde Sagradien mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen 1940]] unter [[Manuel Álamo Igualde]] zunehmend autoritär regiert (siehe [[Estado Sagradês]]). Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte mit der [[Verfassung von 1946]] die [[Dritte Sagradische Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Verfassungsordnung ===&lt;br /&gt;
Als konstitutionelle Grundlagen der Zweiten Republik können das provisorische [[Novemberstatut 1891]], die parlamentarische [[Aprilverfassung 1892]] sowie die konservativ orientierten [[Januarrevisionen 1895]] gelten. Nach der Revision von 1895 war die Verfassung nominell - mit mehreren weniger umfassenden Änderungen - bis 1946 in Kraft, ehe sie von der [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] abgelöst wurde. Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung jedoch stark in eine autoritär-konservative Richtung umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aprilverfassung 1892 ====&lt;br /&gt;
In der [[Januarrevolution 1891]] erklärte die königliche Abgeordnetenkammer die Nobelnkammer für aufgelöst und übertrug die Regierungsmacht bis zur [[Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung 1891|Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung]] im April an eine provisorische Exekutive. Das Einkammerprinzip sollte fortan das monarchische Zweikammerprinzip ablösen. Die neue republikanisch dominierte Nationalversammlung delegierte schließlich die Exekutivbefugnisse auf den [[Volksrat]] unter Führung von Volksratspräsident [[Luis Cavaller]] und Kriegsminister [[Luis María del Castos]], die aber jederzeit von der Versammlung abberufen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Novemberstatut 1891]] und schließlich in der darauf basierenden [[Aprilverfassung 1892]] wurde das Einkammerprinzip bestätigt. Sagradien wurde als &amp;quot;demokratische, soziale und unteilbare Republik&amp;quot; konstituiert. Die Legislative lag fortan bei der für drei Jahre nach allgemeinem Männerwahlrecht gewählten gesetzgebenden [[Nationalversammlung]], die ihrerseits die Exekutive unter Führung des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] wählte. Dessen Regierung, nominell vom Präsidenten des Ministerrats angeführt, war dem Parlament verantwortlich und konnte von diesem entlassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarrevision 1895 ====&lt;br /&gt;
Die mit deutlicher Mehrheit verabschiedete Verfassung geriet bereits nach der erstmaligen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1892|Wahl zur gesetzgebenden Nationalversammlung 1892]] in die Kritik. Die gestärkten konservativen Kräfte kritisierten vor allem die ungezügelte Parlamentsherrschaft und die angebliche Abhängigkeit des Präsidenten vom Parlament, die sie als Ursprung politischer Instabilität ansahen. Nach einer politischen Krise im Jahr 1894 setzten die liberalkonservativen Kräfte schließlich eine umfassende Verfassungsrevision ([[Januarrevisionen 1895]]) durch. Die Verfassung von 1892 wurde in Richtung einer Zweikammerarchitektur modifiziert. Neben die alle vier Jahre direkt gewählte [[Nationalversammlung]] als Volkskammer des Parlaments wurde ein nicht direkt gewählter [[Rat der Republik]] gestellt, der von einem eigenen Wahlmännergremium, bestehend aus lokalen Amtsträgern, bestellt wurde und ein konservatives Gegengewicht gegen den ungebändigten Parlamentswillen darstellen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident der Republik sollte fortan für eine Amtszeit von sieben Jahren durch die Abgeordneten der Nationalversammlung und des Staatsrats gewählt werden und dadurch Unabhängigkeit gegenüber dem Parlament gewinnen. Das Wahlprozedere sah vor, dass der gewählte Präsident sowohl in der Nationalversammlung als auch im Rat der Republik je eine Mehrheit auf sich vereinen musste, was zu äußerst schwierigen Wahlakten führte und den Präsidenten von der wechselnden Mehrheit der Versammlung schützen sollte. Seine Stellung wurde zusätzlich gestärkt, indem ihm das Recht zugestanden wurde, die Nationalversammlung ''nach Beratung'' mit dem Rat der Republik aufzulösen. Mit den Januarrevisionen ging das parlamentarische in ein gewissermaßen semipräsidentielles Regierungssystem über, in dem der Präsident eine starke konstitutionelle Stellung einnahm. Die von ihm berufene Regierung (Ministerrat) blieb aber vom Vertrauen der Abgeordnetenkammer abhängig, auch wenn ein formales Misstrauensvotum nicht vorgesehen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungskonflikt der Dreißiger Jahre ====&lt;br /&gt;
Ähnlich wie die erste wies auch die zweite republikanische Verfassung einige Lücken auf, die zu unterschiedlichen Interpretationen einluden. Erstens war nichts darüber gesagt, ob der Präsident vor Ablauf seiner siebenjährigen Amtszeit abgewählt werden konnte. Gleichzeitig blieb unklar, ob der Präsident die Nationalversammlung auch ohne die ausdrückliche Zustimmung des Rats der Republik auflösen könne. Bis zur Verfassungskrise der 1930er Jahre war es nur im Jahr 1909 zu einer vorzeitigen Auflösung der Versammlung durch den damaligen Präsidenten [[Joán Cardinal]] gekommen, der seine Entscheidung zwar vor dem [[Rat der Republik]] bekannt gab und von dessen Präsidenten gegenzeichnen ließ, aber keine Abstimmung durchführen ließ. Zwar kam es bereits zu dieser Zeit zu Kritik an diesem Vorgehen, aber zu keinen Konsequenzen. Die Frage blieb daher offen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre kam es in einem polarisierten Klima wiederum zu einem Verfassungskampf um die Ausdeutung der Verfassungsbestimmungen. In dieser Auseinandersetzung nahm der Großteil der politischen Rechten die Position ein, die Verfassung sei so zu deuten, dass sie dem Präsidenten im Zweifel die größeren Vollmachten einräume, während die politische Linke für die Prärogative der Parlamentsmehrheit eintrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akut wurde die Auseinandersetzung, als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932 (April)|Parlamentswahl im April 1932]] keine eindeutige Mehrheit für die Rechte gebracht hatte, machte Präsident [[Gaitán Alemà Sobrantes]] von seinen Rechten Gebrauch, löste kurz nach seinem Amtsantritt die Kammern erneut auf und schrieb [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember)|Neuwahlen im Dezember 1932]] aus. In der Folge ernannte er mehrere Präsidialregierungen seines Vertrauens, die nicht aus dem Parlament hervorgingen. Damit wurde in der Praxis das präsidentielle Element der Verfassung gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1935]] weigerte sich Alemà schließlich, eine sozialistisch geführte Regierung zu ernennen, für die eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern eintrat. Stattdessen drohte Alemà mit einer neuerlichen Parlamentsauflösung, woraufhin er durch die Volksfront-Mehrheit als Präsident abgesetzt wurde. Eine zentrale Rolle spielte der linke Parlamentspräsident, der sich weigerte das Auflösungsedikt des Präsidenten vor dessen Abwahl zu verlesen. Mit diesem Schritt wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der das Amt des Präsidenten der Republik wieder formal schwächte, auch wenn der Präsident mit der Absetzung der Regierung und der Auflösung der [[Abgeordnetenkammer]] in einer starken Position verblieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Augustrevision 1940 ====&lt;br /&gt;
Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung schließlich umfassend revidiert. Sie blieb im Kern zwar erhalten, zentrale Bestimmungen wurden aber neu gefasst. Unter anderem wurde der schwelende Verfassungskonflikt zwischen Parlament und Präsident deutlich zugunsten der Exekutive gelöst. Die Regierung erhielt außerordentliche Gesetzgebungsvollmachten und konnte Edikte erlassen, die erst nachträglich durch eine Mehrheit der [[Nationalversammlung]] revidiert werden konnten. Außerdem wurde das Parlamentsauflösungsrecht des Präsidenten gestärkt und seine vorzeitige Abwahl durch die Nationalversammlung an einen schweren Amtsverstoß sowie an die Zustimmung des Staatsrats gebunden. Der Rat der Republik wurde durch einen korporativen Staatsrat (''Cosiliu d'Estado'') ersetzt, dem Vertreter der lokalen Selbstverwaltungseinrichtungen sowie Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens angehören sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Die in der Zeit der konstitutionellen Monarchie prägende Spaltung der sagradischen Politik in ein monarchisch-konservatives und konstitutionell-liberales Lager wurde am Übergang zur Republik abgelöst durch die Polarisierung zwischen Anhängern und Gegnern der Republik. Nach den negativen Erfahrungen mit dem autokratischen Verfassungsrevisionismus der Rechten in der Regierungszeit [[Philipp VIII.|Philipps VIII.]] stellten sich in der [[Januarrevolution 1891]] große Teile des liberalen Bürgertums auf die Seite der Republik und bescherten bei den [[Aprilwahlen 1891]] der republikanischen Partei eine deutliche Mehrheit. Der liberal-republikanische Verfassungskonsens von 1891/92 prägte die bürgerlich-liberale Gestalt der Republik, an der auch weitere Verfassungskorrekturen bis 1895 nichts ändern konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Auseinandersetzungen um die konkrete Ausgestaltung der Republik kam es aber bald zu einer Ausdifferenzierung und Spaltung der republikanischen Partei in einen radikalen Flügel ([[Partido Radical|Radicales]]) und eine moderate Strömung ([[Moderatas]]). Während die Moderatas zunächst dominierten und mit Maßnahmen wie der [[Januarrevision 1895]], dem Schutz des Eigentums und des Großgrundbesitzes sowie der katholischen Kirche den Schulterschluss mit konservativen Republikgegnern suchten, drängten die Radicales auf soziale und vor allem laizistische Reformen. Der Kulturkampf um das Verhältnis von Staat und Kirche spaltete die politische Landschaft schließlich in [[Partido Radical|radikale]] und [[Partido Republicano Liberal|liberale]] Laizisten einerseits und konservativ-katholische Republikaner ([[Unionistas]]) und Republikgegner andererseits. Der Regierung der laizistisch-liberalen Linken (&amp;quot;Sinistra laica&amp;quot;) folgte 1903 eine rechte &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;, die aber letztlich an innerer Zerstrittenheit daran scheiterte, die Republik in Richtung eines konservativ-korporatistischen Staats umzuwandeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1910 begann sich das Parteiensystem der Zweiten Republik erneut zu wandeln. Mit dem zunehmenden Erfolg des [[Partido Socialista]] einerseits, der den [[Partido Radical]] als größte Linkspartei ablöste, und der [[Acción Popular]] andererseits, die als neue Kraft das konservativ-katholische Lager band, traten neue Massenparteien auf die Bildfläche, wodurch die bürgerlich-liberalen Honoratiorenparteien wie die [[Aliança Republicana]] und der [[Partido Unionista]] zunehmend an Einfluss verloren. Die 1913 eroberte Stellung des PS als stärkste Kraft auf der Linken wurde durch die Einführung der Verhältniswahl 1917 bestärkt. Aus der AP, seit 1913 größte Partei der Rechten, ging 1924 schließlich die [[Volksunion]] hervor, die bis zum Ende der Republik die politische Rechte dominierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zunehmenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre standen sich schließlich die linke [[Volksfront]] und die national-konservative Rechte gegenüber, die liberale Mitte wurde gänzlich marginalisiert. Zudem erhielt die Republik mit der [[PCS|Sagradischen Kommunistischen Partei]] und mehreren faschistischen Gruppierungen wie der [[Frente Fraternal]] und der Bewegung der [[Divisionisten]] neue Gegner. Auch innerhalb der konservativ-katholischen Rechten wuchs die Kritik am parlamentarischen System und wurde der Ruf nach einer autoritären Reform der Republik laut, die in einen korporatistischen Staat mit starker Exekutive umgewandelt werden sollte. Die 1935 gewählte Volksfrontregierung unter [[Santiago Laval]] scheiterte letztlich auch an der Uneinigkeit ihrer Unterstützer. Ihr Zerfall führte 1938 zum Wahlsieg der Rechten unter [[Manuel Álamo Igualde]], der als Ministerpräsident im Angesicht der Bedrohung des Zweiten Weltkriegs zu einer autoritären Umgestaltung ansetzte und zur Sammlung der nationalen Kräfte unter dem Banner der [[Comunión Nacional]] ansetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu [[Geschichte Sagradiens im 20. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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		<title>Zweite Sagradische Republik</title>
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		<updated>2013-04-09T17:36:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: /* Januarrevision 1895 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Zweite Sagradische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Segona República Sagradêsa'') wird die [[Geschichte Sagradiens|Geschichte]] [[Sagradien]]s zwischen der Abschaffung der Monarchie 1891 und dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Diese Zeit umfasst die Ausbildung einer liberalen Demokratie, eines modernen pluralistischen Gemeinwesens und der bereits vor 1891 beginnenden industriellen Modernisierung des Landes. Mit Ausbruch des Weltkriegs wurde Sagradien mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen 1940]] unter [[Manuel Álamo Igualde]] zunehmend autoritär regiert (siehe [[Estado Sagradês]]). Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte mit der [[Verfassung von 1946]] die [[Dritte Sagradische Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Verfassungsordnung ===&lt;br /&gt;
Als konstitutionelle Grundlagen der Zweiten Republik können das provisorische [[Novemberstatut 1891]], die parlamentarische [[Aprilverfassung 1892]] sowie die konservativ orientierten [[Januarrevisionen 1895]] gelten. Nach der Revision von 1895 war die Verfassung nominell - mit mehreren weniger umfassenden Änderungen - bis 1946 in Kraft, ehe sie von der [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] abgelöst wurde. Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung jedoch stark in eine autoritär-konservative Richtung umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aprilverfassung 1892 ====&lt;br /&gt;
In der [[Januarrevolution 1891]] erklärte die königliche Abgeordnetenkammer die Nobelnkammer für aufgelöst und übertrug die Regierungsmacht bis zur [[Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung 1891|Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung]] im April an eine provisorische Exekutive. Das Einkammerprinzip sollte fortan das monarchische Zweikammerprinzip ablösen. Die neue republikanisch dominierte Nationalversammlung delegierte schließlich die Exekutivbefugnisse auf den [[Volksrat]] unter Führung von Volksratspräsident [[Luis Cavaller]] und Kriegsminister [[Luis María del Castos]], die aber jederzeit von der Versammlung abberufen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Novemberstatut 1891]] und schließlich in der darauf basierenden [[Aprilverfassung 1892]] wurde das Einkammerprinzip bestätigt. Sagradien wurde als &amp;quot;demokratische, soziale und unteilbare Republik&amp;quot; konstituiert. Die Legislative lag fortan bei der für drei Jahre nach allgemeinem Männerwahlrecht gewählten gesetzgebenden [[Nationalversammlung]], die ihrerseits die Exekutive unter Führung des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] wählte. Dessen Regierung, nominell vom Präsidenten des Ministerrats angeführt, war dem Parlament verantwortlich und konnte von diesem entlassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarrevision 1895 ====&lt;br /&gt;
Die mit deutlicher Mehrheit verabschiedete Verfassung geriet bereits nach der erstmaligen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1892|Wahl zur gesetzgebenden Nationalversammlung 1892]] in die Kritik. Die gestärkten konservativen Kräfte kritisierten vor allem die ungezügelte Parlamentsherrschaft und die angebliche Abhängigkeit des Präsidenten vom Parlament, die sie als Ursprung politischer Instabilität ansahen. Nach einer politischen Krise im Jahr 1894 setzten die liberalkonservativen Kräfte schließlich eine umfassende Verfassungsrevision ([[Januarrevisionen 1895]]) durch. Die Verfassung von 1892 wurde in Richtung einer Zweikammerarchitektur modifiziert. Neben die alle vier Jahre direkt gewählte [[Nationalversammlung]] als Volkskammer des Parlaments wurde ein nicht direkt gewählter [[Rat der Republik]] gestellt, der von einem eigenen Wahlmännergremium, bestehend aus lokalen Amtsträgern, bestellt wurde und ein konservatives Gegengewicht gegen den ungebändigten Parlamentswillen darstellen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident der Republik sollte fortan für eine Amtszeit von sieben Jahren durch die Abgeordneten der Nationalversammlung und des Staatsrats gewählt werden und dadurch Unabhängigkeit gegenüber dem Parlament gewinnen. Das Wahlprozedere sah vor, dass der gewählte Präsident sowohl in der Nationalversammlung als auch im Rat der Republik je eine Mehrheit auf sich vereinen musste, was zu äußerst schwierigen Wahlakten führte und den Präsidenten von der wechselnden Mehrheit der Versammlung schützen sollte. Seine Stellung wurde zusätzlich gestärkt, indem ihm das Recht zugestanden wurde, die Nationalversammlung ''nach Beratung'' mit dem Rat der Republik aufzulösen. Mit den Januarrevisionen ging das parlamentarische in ein gewissermaßen semipräsidentielles Regierungssystem über, in dem der Präsident eine starke konstitutionelle Stellung einnahm. Die von ihm berufene Regierung (Ministerrat) blieb aber vom Vertrauen der Abgeordnetenkammer abhängig, auch wenn ein formales Misstrauensvotum nicht vorgesehen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungskonflikt der Dreißiger Jahre ====&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre kam es zu einem anhaltenden Verfassungskampf zwischen dem meist konservativen Präsidenten und der teils linken Parlamentsmehrheit. Nachdem die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932 (April)|Parlamentswahl im April 1932]] keine eindeutige Mehrheit für die Rechte gebracht hatte, machte Präsident [[Gaitán Alemà Sobrantes]] von seinen Rechten Gebrauch, löste kurz nach seinem Amtsantritt die Kammern erneut auf und schrieb [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember)|Neuwahlen im Dezember 1932]] aus. In der Folge ernannte er mehrere Präsidialregierungen seines Vertrauens, die nicht aus dem Parlament hervorgingen. Damit wurde in der Praxis das präsidentielle Element der Verfassung gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1935]] weigerte sich Alemà schließlich, eine sozialistisch geführte Regierung zu ernennen, für die eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern eintrat. Stattdessen drohte Alemà mit einer neuerlichen Parlamentsauflösung, woraufhin er durch die Volksfront-Mehrheit als Präsident abgesetzt wurde. Eine zentrale Rolle spielte der linke Parlamentspräsident, der sich weigerte das Auflösungsedikt des Präsidenten vor dessen Abwahl zu verlesen. Mit diesem Schritt wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der das Amt des Präsidenten der Republik wieder formal schwächte, auch wenn der Präsident mit der Absetzung der Regierung und der Auflösung der [[Abgeordnetenkammer]] in einer starken Position verblieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Augustrevision 1940 ====&lt;br /&gt;
Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung schließlich umfassend revidiert. Sie blieb im Kern zwar erhalten, zentrale Bestimmungen wurden aber neu gefasst. Unter anderem wurde der schwelende Verfassungskonflikt zwischen Parlament und Präsident deutlich zugunsten der Exekutive gelöst. Die Regierung erhielt außerordentliche Gesetzgebungsvollmachten und konnte Edikte erlassen, die erst nachträglich durch eine Mehrheit der [[Nationalversammlung]] revidiert werden konnten. Außerdem wurde das Parlamentsauflösungsrecht des Präsidenten gestärkt und seine vorzeitige Abwahl durch die Nationalversammlung an einen schweren Amtsverstoß sowie an die Zustimmung des Staatsrats gebunden. Der Rat der Republik wurde durch einen korporativen Staatsrat (''Cosiliu d'Estado'') ersetzt, dem Vertreter der lokalen Selbstverwaltungseinrichtungen sowie Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens angehören sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Die in der Zeit der konstitutionellen Monarchie prägende Spaltung der sagradischen Politik in ein monarchisch-konservatives und konstitutionell-liberales Lager wurde am Übergang zur Republik abgelöst durch die Polarisierung zwischen Anhängern und Gegnern der Republik. Nach den negativen Erfahrungen mit dem autokratischen Verfassungsrevisionismus der Rechten in der Regierungszeit [[Philipp VIII.|Philipps VIII.]] stellten sich in der [[Januarrevolution 1891]] große Teile des liberalen Bürgertums auf die Seite der Republik und bescherten bei den [[Aprilwahlen 1891]] der republikanischen Partei eine deutliche Mehrheit. Der liberal-republikanische Verfassungskonsens von 1891/92 prägte die bürgerlich-liberale Gestalt der Republik, an der auch weitere Verfassungskorrekturen bis 1895 nichts ändern konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Auseinandersetzungen um die konkrete Ausgestaltung der Republik kam es aber bald zu einer Ausdifferenzierung und Spaltung der republikanischen Partei in einen radikalen Flügel ([[Partido Radical|Radicales]]) und eine moderate Strömung ([[Moderatas]]). Während die Moderatas zunächst dominierten und mit Maßnahmen wie der [[Januarrevision 1895]], dem Schutz des Eigentums und des Großgrundbesitzes sowie der katholischen Kirche den Schulterschluss mit konservativen Republikgegnern suchten, drängten die Radicales auf soziale und vor allem laizistische Reformen. Der Kulturkampf um das Verhältnis von Staat und Kirche spaltete die politische Landschaft schließlich in [[Partido Radical|radikale]] und [[Partido Republicano Liberal|liberale]] Laizisten einerseits und konservativ-katholische Republikaner ([[Unionistas]]) und Republikgegner andererseits. Der Regierung der laizistisch-liberalen Linken (&amp;quot;Sinistra laica&amp;quot;) folgte 1903 eine rechte &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;, die aber letztlich an innerer Zerstrittenheit daran scheiterte, die Republik in Richtung eines konservativ-korporatistischen Staats umzuwandeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1910 begann sich das Parteiensystem der Zweiten Republik erneut zu wandeln. Mit dem zunehmenden Erfolg des [[Partido Socialista]] einerseits, der den [[Partido Radical]] als größte Linkspartei ablöste, und der [[Acción Popular]] andererseits, die als neue Kraft das konservativ-katholische Lager band, traten neue Massenparteien auf die Bildfläche, wodurch die bürgerlich-liberalen Honoratiorenparteien wie die [[Aliança Republicana]] und der [[Partido Unionista]] zunehmend an Einfluss verloren. Die 1913 eroberte Stellung des PS als stärkste Kraft auf der Linken wurde durch die Einführung der Verhältniswahl 1917 bestärkt. Aus der AP, seit 1913 größte Partei der Rechten, ging 1924 schließlich die [[Volksunion]] hervor, die bis zum Ende der Republik die politische Rechte dominierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zunehmenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre standen sich schließlich die linke [[Volksfront]] und die national-konservative Rechte gegenüber, die liberale Mitte wurde gänzlich marginalisiert. Zudem erhielt die Republik mit der [[PCS|Sagradischen Kommunistischen Partei]] und mehreren faschistischen Gruppierungen wie der [[Frente Fraternal]] und der Bewegung der [[Divisionisten]] neue Gegner. Auch innerhalb der konservativ-katholischen Rechten wuchs die Kritik am parlamentarischen System und wurde der Ruf nach einer autoritären Reform der Republik laut, die in einen korporatistischen Staat mit starker Exekutive umgewandelt werden sollte. Die 1935 gewählte Volksfrontregierung unter [[Santiago Laval]] scheiterte letztlich auch an der Uneinigkeit ihrer Unterstützer. Ihr Zerfall führte 1938 zum Wahlsieg der Rechten unter [[Manuel Álamo Igualde]], der als Ministerpräsident im Angesicht der Bedrohung des Zweiten Weltkriegs zu einer autoritären Umgestaltung ansetzte und zur Sammlung der nationalen Kräfte unter dem Banner der [[Comunión Nacional]] ansetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu [[Geschichte Sagradiens im 20. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zweite_Sagradische_Republik&amp;diff=13948</id>
		<title>Zweite Sagradische Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zweite_Sagradische_Republik&amp;diff=13948"/>
		<updated>2013-04-09T16:53:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;134.93.39.52: /* Januarrevision 1895 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Zweite Sagradische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Segona República Sagradêsa'') wird die [[Geschichte Sagradiens|Geschichte]] [[Sagradien]]s zwischen der Abschaffung der Monarchie 1891 und dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Diese Zeit umfasst die Ausbildung einer liberalen Demokratie, eines modernen pluralistischen Gemeinwesens und der bereits vor 1891 beginnenden industriellen Modernisierung des Landes. Mit Ausbruch des Weltkriegs wurde Sagradien mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen 1940]] unter [[Manuel Álamo Igualde]] zunehmend autoritär regiert (siehe [[Estado Sagradês]]). Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte mit der [[Verfassung von 1946]] die [[Dritte Sagradische Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
=== Verfassungsordnung ===&lt;br /&gt;
Als konstitutionelle Grundlagen der Zweiten Republik können das provisorische [[Novemberstatut 1891]], die parlamentarische [[Aprilverfassung 1892]] sowie die konservativ orientierten [[Januarrevisionen 1895]] gelten. Nach der Revision von 1895 war die Verfassung nominell - mit mehreren weniger umfassenden Änderungen - bis 1946 in Kraft, ehe sie von der [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] abgelöst wurde. Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung jedoch stark in eine autoritär-konservative Richtung umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aprilverfassung 1892 ====&lt;br /&gt;
In der [[Januarrevolution 1891]] erklärte die königliche Abgeordnetenkammer die Nobelnkammer für aufgelöst und übertrug die Regierungsmacht bis zur [[Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung 1891|Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung]] im April an eine provisorische Exekutive. Das Einkammerprinzip sollte fortan das monarchische Zweikammerprinzip ablösen. Die neue republikanisch dominierte Nationalversammlung delegierte schließlich die Exekutivbefugnisse auf den [[Volksrat]] unter Führung von Volksratspräsident [[Luis Cavaller]] und Kriegsminister [[Luis María del Castos]], die aber jederzeit von der Versammlung abberufen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Novemberstatut 1891]] und schließlich in der darauf basierenden [[Aprilverfassung 1892]] wurde das Einkammerprinzip bestätigt. Sagradien wurde als &amp;quot;demokratische, soziale und unteilbare Republik&amp;quot; konstituiert. Die Legislative lag fortan bei der für drei Jahre nach allgemeinem Männerwahlrecht gewählten gesetzgebenden [[Nationalversammlung]], die ihrerseits die Exekutive unter Führung des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] wählte. Dessen Regierung, nominell vom Präsidenten des Ministerrats angeführt, war dem Parlament verantwortlich und konnte von diesem entlassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarrevision 1895 ====&lt;br /&gt;
Die mit deutlicher Mehrheit verabschiedete Verfassung geriet bereits nach der erstmaligen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1892|Wahl zur gesetzgebenden Nationalversammlung 1892]] in die Kritik. Die gestärkten konservativen Kräfte kritisierten vor allem die ungezügelte Parlamentsherrschaft und die angebliche Abhängigkeit des Präsidenten vom Parlament, die sie als Ursprung politischer Instabilität ansahen. Nach einer politischen Krise im Jahr 1894 setzten die liberalkonservativen Kräfte schließlich eine umfassende Verfassungsrevision ([[Januarrevisionen 1895]]) durch. Die Verfassung von 1892 wurde in Richtung einer Zweikammerarchitektur modifiziert. Neben die alle vier Jahre direkt gewählte [[Nationalversammlung]] als Volkskammer des Parlaments wurde ein nicht direkt gewählter [[Rat der Republik]] gestellt, der von einem eigenen Wahlmännergremium, bestehend aus lokalen Amtsträgern, bestellt wurde und ein konservatives Gegengewicht gegen den ungebändigten Parlamentswillen darstellen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident der Republik sollte fortan für eine Amtszeit von sieben Jahren durch die Abgeordneten der Nationalversammlung und des Staatsrats gewählt werden und dadurch Unabhängigkeit gegenüber dem Parlament gewinnen. Das Wahlprozedere sah vor, dass der gewählte Präsident sowohl in der Nationalversammlung als auch im Rat der Republik je eine Mehrheit auf sich vereinen musste, was zu äußerst schwierigen Wahlakten führte und den Präsidenten von der wechselnden Mehrheit der Versammlung schützen sollte. Seine Stellung wurde zusätzlich gestärkt, indem ihm das Recht zugestanden wurde, die Nationalversammlung ''nach Beratung'' mit dem Rat der Republik aufzulösen. Mit den Januarrevisionen ging das parlamentarische in ein gewissermaßen semipräsidentielles Regierungssystem über, in dem der Präsident eine starke konstitutionelle Stellung einnahm. Die von ihm berufene Regierung (Ministerrat) blieb aber vom Vertrauen der Abgeordnetenkammer abhängig, auch wenn ein formales Misstrauensvotum nicht vorgesehen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie die erste wies auch die zweite republikanische Verfassung einige Lücken auf, die zu unterschiedlichen Interpretationen einluden. Erstens war nichts darüber gesagt, ob der Präsident vor Ablauf seiner siebenjährigen Amtszeit abgewählt werden konnte. Gleichzeitig blieb unklar, ob der Präsident sein Auflösungsrecht auch gegen das ausdrückliche Votum des Rats der Republik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Verfassungskrise der 1930er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungskonflikt der Dreißiger Jahre ====&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre kam es zu einem anhaltenden Verfassungskampf zwischen dem meist konservativen Präsidenten und der teils linken Parlamentsmehrheit. Nachdem die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932 (April)|Parlamentswahl im April 1932]] keine eindeutige Mehrheit für die Rechte gebracht hatte, machte Präsident [[Gaitán Alemà Sobrantes]] von seinen Rechten Gebrauch, löste kurz nach seinem Amtsantritt die Kammern erneut auf und schrieb [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember)|Neuwahlen im Dezember 1932]] aus. In der Folge ernannte er mehrere Präsidialregierungen seines Vertrauens, die nicht aus dem Parlament hervorgingen. Damit wurde in der Praxis das präsidentielle Element der Verfassung gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1935]] weigerte sich Alemà schließlich, eine sozialistisch geführte Regierung zu ernennen, für die eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern eintrat. Stattdessen drohte Alemà mit einer neuerlichen Parlamentsauflösung, woraufhin er durch die Volksfront-Mehrheit als Präsident abgesetzt wurde. Eine zentrale Rolle spielte der linke Parlamentspräsident, der sich weigerte das Auflösungsedikt des Präsidenten vor dessen Abwahl zu verlesen. Mit diesem Schritt wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der das Amt des Präsidenten der Republik wieder formal schwächte, auch wenn der Präsident mit der Absetzung der Regierung und der Auflösung der [[Abgeordnetenkammer]] in einer starken Position verblieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Augustrevision 1940 ====&lt;br /&gt;
Mit den [[Augustgesetze]]n 1940 wurde die Verfassung schließlich umfassend revidiert. Sie blieb im Kern zwar erhalten, zentrale Bestimmungen wurden aber neu gefasst. Unter anderem wurde der schwelende Verfassungskonflikt zwischen Parlament und Präsident deutlich zugunsten der Exekutive gelöst. Die Regierung erhielt außerordentliche Gesetzgebungsvollmachten und konnte Edikte erlassen, die erst nachträglich durch eine Mehrheit der [[Nationalversammlung]] revidiert werden konnten. Außerdem wurde das Parlamentsauflösungsrecht des Präsidenten gestärkt und seine vorzeitige Abwahl durch die Nationalversammlung an einen schweren Amtsverstoß sowie an die Zustimmung des Staatsrats gebunden. Der Rat der Republik wurde durch einen korporativen Staatsrat (''Cosiliu d'Estado'') ersetzt, dem Vertreter der lokalen Selbstverwaltungseinrichtungen sowie Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens angehören sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Die in der Zeit der konstitutionellen Monarchie prägende Spaltung der sagradischen Politik in ein monarchisch-konservatives und konstitutionell-liberales Lager wurde am Übergang zur Republik abgelöst durch die Polarisierung zwischen Anhängern und Gegnern der Republik. Nach den negativen Erfahrungen mit dem autokratischen Verfassungsrevisionismus der Rechten in der Regierungszeit [[Philipp VIII.|Philipps VIII.]] stellten sich in der [[Januarrevolution 1891]] große Teile des liberalen Bürgertums auf die Seite der Republik und bescherten bei den [[Aprilwahlen 1891]] der republikanischen Partei eine deutliche Mehrheit. Der liberal-republikanische Verfassungskonsens von 1891/92 prägte die bürgerlich-liberale Gestalt der Republik, an der auch weitere Verfassungskorrekturen bis 1895 nichts ändern konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Auseinandersetzungen um die konkrete Ausgestaltung der Republik kam es aber bald zu einer Ausdifferenzierung und Spaltung der republikanischen Partei in einen radikalen Flügel ([[Partido Radical|Radicales]]) und eine moderate Strömung ([[Moderatas]]). Während die Moderatas zunächst dominierten und mit Maßnahmen wie der [[Januarrevision 1895]], dem Schutz des Eigentums und des Großgrundbesitzes sowie der katholischen Kirche den Schulterschluss mit konservativen Republikgegnern suchten, drängten die Radicales auf soziale und vor allem laizistische Reformen. Der Kulturkampf um das Verhältnis von Staat und Kirche spaltete die politische Landschaft schließlich in [[Partido Radical|radikale]] und [[Partido Republicano Liberal|liberale]] Laizisten einerseits und konservativ-katholische Republikaner ([[Unionistas]]) und Republikgegner andererseits. Der Regierung der laizistisch-liberalen Linken (&amp;quot;Sinistra laica&amp;quot;) folgte 1903 eine rechte &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;, die aber letztlich an innerer Zerstrittenheit daran scheiterte, die Republik in Richtung eines konservativ-korporatistischen Staats umzuwandeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1910 begann sich das Parteiensystem der Zweiten Republik erneut zu wandeln. Mit dem zunehmenden Erfolg des [[Partido Socialista]] einerseits, der den [[Partido Radical]] als größte Linkspartei ablöste, und der [[Acción Popular]] andererseits, die als neue Kraft das konservativ-katholische Lager band, traten neue Massenparteien auf die Bildfläche, wodurch die bürgerlich-liberalen Honoratiorenparteien wie die [[Aliança Republicana]] und der [[Partido Unionista]] zunehmend an Einfluss verloren. Die 1913 eroberte Stellung des PS als stärkste Kraft auf der Linken wurde durch die Einführung der Verhältniswahl 1917 bestärkt. Aus der AP, seit 1913 größte Partei der Rechten, ging 1924 schließlich die [[Volksunion]] hervor, die bis zum Ende der Republik die politische Rechte dominierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zunehmenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise der 1930er Jahre standen sich schließlich die linke [[Volksfront]] und die national-konservative Rechte gegenüber, die liberale Mitte wurde gänzlich marginalisiert. Zudem erhielt die Republik mit der [[PCS|Sagradischen Kommunistischen Partei]] und mehreren faschistischen Gruppierungen wie der [[Frente Fraternal]] und der Bewegung der [[Divisionisten]] neue Gegner. Auch innerhalb der konservativ-katholischen Rechten wuchs die Kritik am parlamentarischen System und wurde der Ruf nach einer autoritären Reform der Republik laut, die in einen korporatistischen Staat mit starker Exekutive umgewandelt werden sollte. Die 1935 gewählte Volksfrontregierung unter [[Santiago Laval]] scheiterte letztlich auch an der Uneinigkeit ihrer Unterstützer. Ihr Zerfall führte 1938 zum Wahlsieg der Rechten unter [[Manuel Álamo Igualde]], der als Ministerpräsident im Angesicht der Bedrohung des Zweiten Weltkriegs zu einer autoritären Umgestaltung ansetzte und zur Sammlung der nationalen Kräfte unter dem Banner der [[Comunión Nacional]] ansetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu [[Geschichte Sagradiens im 20. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>134.93.39.52</name></author>
		
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