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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=38611</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2017-12-14T15:48:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] (1534-1543) und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1508-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
David Alexander Johann Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Manuel I. von Portugal|Manuel de Sántori]], dem [[Conte von Tulis]], Sohn [[Joán Prudente]]s und Beatrix' von Portugal. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit u.a. ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und ein Urenkel Eduards I. von Portugal und [[David de Sántori]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als David vier Jahre alt war, erbte sein Vater als Erbe des Hauses Avis die portugiesische Krone und setzte sich gegen seine Konkurrenten als König von Portugal durch. Philipp blieb zunächst in Tulis in der Obhut seiner Tante [[María de Sántori]]s, die zusammen mit ihrem Mann [[Filipe de las Marcas]] als Regentin im Tulinensischen Comitat fungierte. In Tulis erhielt David eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]]. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Manuel von Portugal für seine Frau Catarina auch den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde, die eine sagradisch-portugiesische Doppelmonarchie fürchteten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Salua]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas und Manuels, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. Es folgte ein [[Lilienkriege|Erbfolgekrieg]] zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten ''Saloanœs'', und den Anhängern Catarinas und Manuels, den ''Portugués'' oder ''Catarinenses'', aus dem zunächst Peter von Sagradien erfolgreich hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem siebzehnten Geburtstag im Jahr 1508 wurde David von Manuel I. offiziell die Regierung im Comitat Tulis übertragen. In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Diese Lösung wurde schließlich auch von den sagradischen Ständen akzeptiert, die weiterhin skeptisch gegenüber einer Doppelmonarchie waren, die Trennung der Kronen zwischen Vater und Sohn aber akzeptierten. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde David im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Unter der Anleitung Biniars versuchte David, sich von seinem Vater und seiner Mutter zu emanzipieren und eine eigenständige Politik zu betreiben, worunter das Verhältnis zu seinen Eltern nachhaltig litt. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Er verbat seinen Eltern aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles de Biniar erkannte als leitender Minister schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg, an dessen Seite Sagradien 1511 an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teilnahm. Biniar versuchte zudem, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als Kandidatin kam zunächst Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. Stattdessen ehelichte David 1512 die spanische Infantin [[Margarete von Österreich]], genannt ''Margarita d'Austria'', die älteste Tochter Philipps des Schönen und Johannas der Wahnsinnigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Hochzeit mit Luísa emanzipierte sich David schließlich auch vom Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit seiner Tante [[María de Sántori]] führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem leitenden Minister. Nachdem diesem Hochverrat vorgeworfen worden war, wurde er 1512 angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Salua]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
1521 starb Davids Vaters [[Manuel I. von Portugal]] und David erbte als ältester Sohn den Thron. Damit wurden erstmals die sagradische und die portugiesische Krone in einer Hand vereint. Gegen diese Doppelmonarchie regte sich aber Widerstand in Portugal, wo der Adel fürchtete, ein Nebenland der Sántori-Monarchie mit Zentrum in Tulis zu werden. Es folgten mehrere Aufstände in Portugal, die Davids Truppen schließlich unter der Führung des Kommandanten [[Joán de Biniar]] niederschlagen konnten. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenDavidI.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
[[Bild:MarinoGrimani.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Isabelle von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Margarete von Spanien: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1520) &lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1526, †1589), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1579) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Isabelle de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommt ein unehelicher Sohn, den David als ''natürlichen Sohn'' anerkannte: &lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
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		<title>Johanna von Sagradien</title>
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		<updated>2017-12-14T14:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela0.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela2.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela3.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1526, †1590) war [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) und [[Conte von Tulis|Audakin von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und regierte bis zu seinem Tod 1552 gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. 1579/80 dankte sie zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolgestreit ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1526 als jüngste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Margarete von Habsburg geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Manuel I. von Portugal]] und dessen Frau [[Katharina von Sagradien]] sowie von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1542 heiratete die damals erst fünfzehnjährige Prinzessin ihren sieben Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Isabelle de Valois erbenlos geblieben war, setzte David kurz vor seinem Tod seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Filipe als Erben der sagradischen Krone ein. In Portugal und Tulis-Cuentez sollte stattdessen ihr Onkel [[Johann III. von Portugal|Infante Dom João]] nachfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Tod Davids I. wurden Johanna und Filipe dem Testament des Vaters gemäß zum Herrscherpaar Sagradiens ausgerufen. Sie sollten gleichberechtigt über Sagradien und über die Saloanischen Lande herrschen. Widerstände gab es lediglich von Johannas Onkel [[Joseph der Schöne|Joseph dem Schönen]], einem Halbbruder Davids I. und Johann des Frommen, der ebenfalls am Erbe beteiligt werden wollte, von David aber bewusst unberücksichtigt geblieben war. Gegen ihn konnten sich Johanna und Filipe jedoch schnell durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie lange im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war Johannas Schwager [[Heinrich von Esqués]], Bruder Filipe de Valiers und [[Herzog von Viça]], der nach seiner Heirat mit Madeleine de Bourbon zum calvinistischen Glauben übergetreten war und nun versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich Johanna um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Außenpolitisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] hin dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als bedeutendste der drei aus eigenem Recht heraus regierenden Königinnen des Landes. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joannita'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 26 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] gingen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sesin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1585), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=38609</id>
		<title>Johanna von Sagradien</title>
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		<updated>2017-12-14T14:58:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela0.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela2.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela3.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1526, †1590) war [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) und [[Conte von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und regierte bis zu seinem Tod 1552 gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. 1579/80 dankte sie zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolgestreit ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1526 als jüngste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Margarete von Habsburg geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Manuel I. von Portugal]] und dessen Frau [[Katharina von Sagradien]] sowie von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1542 heiratete die damals erst fünfzehnjährige Prinzessin ihren sieben Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Isabelle de Valois erbenlos geblieben war, setzte David kurz vor seinem Tod seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Filipe als Erben der sagradischen Krone ein. In Portugal und Tulis-Cuentez sollte stattdessen ihr Onkel [[Johann III. von Portugal|Infante Dom João]] nachfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Tod Davids I. wurden Johanna und Filipe dem Testament des Vaters gemäß zum Herrscherpaar Sagradiens ausgerufen. Sie sollten gleichberechtigt über Sagradien und über die Saloanischen Lande herrschen. Widerstände gab es lediglich von Johannas Onkel [[Joseph der Schöne|Joseph dem Schönen]], einem Halbbruder Davids I. und Johann des Frommen, der ebenfalls am Erbe beteiligt werden wollte, von David aber bewusst unberücksichtigt geblieben war. Gegen ihn konnten sich Johanna und Filipe jedoch schnell durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie lange im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war Johannas Schwager [[Heinrich von Esqués]], Bruder Filipe de Valiers und [[Herzog von Viça]], der nach seiner Heirat mit Madeleine de Bourbon zum calvinistischen Glauben übergetreten war und nun versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich Johanna um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Außenpolitisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] hin dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als bedeutendste der drei aus eigenem Recht heraus regierenden Königinnen des Landes. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joannita'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 26 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] gingen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sesin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1585), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Eleonore_von_Cuentez&amp;diff=38603</id>
		<title>Eleonore von Cuentez</title>
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		<updated>2017-12-12T12:23:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IsabellaClaraEugenia.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
'''Eleonore von Sántori, Fürstin von Cuentez''' (*1539, †1610), genannt ''Dona Leonor'' oder ''La Grande Pricipêsa'', war eine sagradische Prinzessin aus dem [[Haus Santori]] und als Frau [[Karl I.|Karls I. von Exeveste]] [[Fürst von Cuentez|Fürstin von Cuentez]]. Sie war die jüngste Tochter des sagradischen Königs [[David I.]] und Halbschwester von [[Johanna I.]], für die sie von 1585 bis zu ihrem Tod 1610 Statthalterin im [[Comitat Tulis]] war. Für ihre Tochter [[Maria Renata von Cuentez]] war sie von 1582 bis 1587 Fürstregentin. Sie war eine der großen Kunstmäzene ihrer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonor de Sántori wurde 1539 als zweite Tochter des sagradischen Königs [[David I.]] aus dessen zweiter Ehe mit Isabelle de Valois, Prinzessin von Frankreich, geboren. Als Eleonore fünf Jahre alt war, starb ihr Vater und ihre ältere Halbschwester [[Johanna I.|Johanna Maria]] aus dessen erster Ehe folgte ihrem Vater auf dem sagradischen Thron nach. Eleonore wuchs daraufhin am Hof ihrer Schwester auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit 15 Jahren wurde Eleonore mit dem cuentesischen Prinzen [[Karl I. von Cuentez|Karl von Exeveste]], Graf von Asterre, verheiratet, der 1570 zum Statthalter Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] in [[Tulis]] berufen und 1578 seinem Bruder als regierender [[Fürst von Cuentez]] nachfolgte. Nach seinem Tod 1582 übernahm Leonor selbst die Statthalterschaft in Tulis und führte für ihre minderjährige Tochter [[Maria Renata von Cuentez]] die Regentschaft im [[Fürstentum Cuentez]] aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Statthalterin residierte Eleonore insgesamt vierzig Jahre lang in Tulis und prägte eine ganze Epoche der Stadtgeschichte, in der sie ''de facto'' als Stadtherrin auftrat. Als große Kunstliebhaberin und Mäzenin gilt sie als wichtige Förderin [[Don Cabal]]s und als eine der wichtigsten Herrscherinnen der sagradischen [[Gran'Etá]]. Der tulinesische Architekturstil des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts wird nach Eleonore auch als ''Estilo Dona Leonor'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Statthalter in Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fürst von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=38602</id>
		<title>Johanna von Sagradien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=38602"/>
		<updated>2017-12-12T12:23:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela0.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela9.jpg|thumb|250px]][[Bild:CatalinaMicaela7.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela2.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela5.jpg|thumb|250px|Posthumes Portrait]]&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela3.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1526, †1590) war die erste selbst regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) und [[Conte von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und regierte bis zu seinem Tod 1552 gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. 1579/80 dankte sie zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolgestreit ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1526 als jüngste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Margarete von Habsburg geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Manuel I. von Portugal]] und dessen Frau [[Katharina von Sagradien]] sowie von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1542 heiratete die damals erst fünfzehnjährige Prinzessin ihren sieben Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Isabelle de Valois erbenlos geblieben war, setzte David kurz vor seinem Tod seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Filipe als Erben der sagradischen Krone ein. In Portugal und Tulis-Cuentez sollte stattdessen ihr Onkel [[Johann III. von Portugal|Infante Dom João]] nachfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Tod Davids I. wurden Johanna und Filipe dem Testament des Vaters gemäß zum Herrscherpaar Sagradiens ausgerufen. Sie sollten gleichberechtigt über Sagradien und über die Saloanischen Lande herrschen. Widerstände gab es lediglich von Johannas Onkel [[Joseph der Schöne|Joseph dem Schönen]], einem Halbbruder Davids I. und Johann des Frommen, der ebenfalls am Erbe beteiligt werden wollte, von David aber bewusst unberücksichtigt geblieben war. Gegen ihn konnten sich Johanna und Filipe jedoch schnell durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie lange im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war Johannas Schwager [[Heinrich von Esqués]], Bruder Filipe de Valiers und [[Herzog von Viça]], der nach seiner Heirat mit Madeleine de Bourbon zum calvinistischen Glauben übergetreten war und nun versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich Johanna um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Außenpolitisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] hin dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als bedeutendste der drei aus eigenem Recht heraus regierenden Königinnen des Landes. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joannita'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 26 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] gingen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sesin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1585), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=38601</id>
		<title>Johanna von Sagradien</title>
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		<updated>2017-12-12T12:22:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela0.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela9.jpg|thumb|250px]][[Bild:CatalinaMicaela7.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela2.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela5.jpg|thumb|250px|Posthumes Portrait]]&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela3.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1526, †1590) war die erste selbst regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) und [[Conte von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und regierte bis zu seinem Tod 1552 gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. 1579/80 dankte sie zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolgestreit ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1526 als jüngste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Margarete von Habsburg geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Manuel I. von Portugal]] und dessen Frau [[Katharina von Sagradien]] sowie von Philipp dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1542 heiratete die damals erst fünfzehnjährige Prinzessin ihren sieben Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Marguerite de Valois erbenlos geblieben war, setzte David kurz vor seinem Tod seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Filipe als Erben der sagradischen Krone ein. In Portugal und Tulis-Cuentez sollte stattdessen ihr Onkel [[Johann III. von Portugal|Infante Dom João]] nachfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Tod Davids I. wurden Johanna und Filipe dem Testament des Vaters gemäß zum Herrscherpaar Sagradiens ausgerufen. Sie sollten gleichberechtigt über Sagradien und über die Saloanischen Lande herrschen. Widerstände gab es lediglich von Johannas Onkel [[Joseph der Schöne|Joseph dem Schönen]], einem Halbbruder Davids I. und Johann des Frommen, der ebenfalls am Erbe beteiligt werden wollte, von David aber bewusst unberücksichtigt geblieben war. Gegen ihn konnten sich Johanna und Filipe jedoch schnell durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie lange im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war Johannas Schwager [[Heinrich von Esqués]], Bruder Filipe de Valiers und [[Herzog von Viça]], der nach seiner Heirat mit Madeleine de Bourbon zum calvinistischen Glauben übergetreten war und nun versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich Johanna um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Außenpolitisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] hin dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als bedeutendste der drei aus eigenem Recht heraus regierenden Königinnen des Landes. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joannita'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 26 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] gingen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sesin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1585), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Andr%C3%A9s_Piero,_Prinz_von_Sarmay&amp;diff=38600</id>
		<title>Andrés Piero, Prinz von Sarmay</title>
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		<updated>2017-12-12T12:22:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:AlessandroFarnese.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
'''Andrés Piero de Sántori''' (*1515; †1534) war der älteste und einzige das erste Lebensjahr überlebende Sohn des [[König von Sagradien|sagradischen Königs]] [[David I.]] und als Erprinz der sagradischen Monarchie [[Fürst von Sarmay]] sowie als Nachfolger seines Onkels [[Peter I.]] Herr der [[Saloanischen Lande]] (bis 1533 als Titularherzog von Salua und Macedi). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn des sagradischen Königs [[David I.]] und dessen erster Ehefrau Margerate von Habsburg wurde am Andreastag (30. November) im Jahr 1515 in [[Tulis]] geboren und mit dem Tag seiner Geburt Kronprinz des Königreichs Sagradien und der mit ihr verbundenen Gebiete. Als solcher erhielt der Neugeborene den Titel eines [[Fürst von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. Zum Taufpaten des Jungen wurde sein Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Salua]] und bis zu seiner erzwungenen Abdankung 1509 als Peter I. selbst König von Sagradien, bestimmt. Dies war im kurz zuvor geschlossenen [[Vertrag von Alvat]] zwischen Peter und David I. vereinbart worden, in dem sich die beiden nach Jahren des Streits versöhnten und die Nachfolgefrage Peters klärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Peter selbst keine legitimen Nachkommen und aufgrund seiner Krankheit auch keine Aussicht auf weitere Kinder hatte, setzte er seinen Großneffen Andrés Piero als Erben in den Saloanischen Landen ein und dankte zu dessen Gunsten ab. Die Amtsgeschäfte übernahm nun [[Joán de Biniar]] als von David eingesetzter Statthalter, der jedoch auch weiterhin mit einem einheimischen Regentschaftsrat zusammenarbeiten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrés Piero wurde derweil am Hof seines Vaters in Tulis erzogen. Er galt als zurückhaltender und schüchtern wirkender Junge, der sich oft in Phantasien stürzte und von eher kränklicher Natur war. Da er jedoch zum Thronfolger seines Vaters erzogen wurde, war er als Junge unglücklich. Lediglich für die Seefahrt konnte er sich begeistern. Nachdem sein Vater sich früh auf die Suche nach möglichen Schwiegertöchtern gemacht hatte, heiratete Andrés Piero schließlich im Frühjahr 1533 - im Alter von 17 Jahren - die zwei Jahre ältere navarresische Prinzessin [[Marie d'Albret]], Tochter Königin Katharinas von Navarra und ihres Mannes Jean d'Albret sowie Schwester König Heinrichs II. von Navarra. Die feierliche Hochzeit zwischen dem Kronprinz und der zukünftigen Königin, Bestandteil der anti-habsburgischen Allianz Davids I. mit Frankreich, fand in der [[Kathedrale von Tulis]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge reiste das junge Paar nach Macedi, wo Don Andrés Piero selbst die Herrschaft als Herzog antreten sollte, nachdem seine Cousine [[Antonia von Macedi]], uneheliche Tochter Peters I. und seit 1525 Statthalterin in Macedi, bereits im Dezember des Vorjahres gestorben war. In seiner kurzen Zeit als regierende Herzog konnte Andrés Piero keine positiven Akzente setzen. Stattdessen fand er bei seiner Ankunft in Macedi eine äußerst schwierige Situation vor, in der mehrere zerstrittene Parteien am Hof in Fehden gegeneinander verstrickt nach der Vormacht kämpften. Zwar gelang es dem jungen Herzog im Frühjahr 1534 einen Ausgleich zwischen den Streitparteien zu erreichen, jedoch begannen die Kämpfe schon im Spätsommer 1534 von neuem, sodass David I. gezwungen war, seinem unerfahrenen Sohn mehrere erfahrene Berater zukommen zu lassen. Ehe diese jedoch in Macedi eintrafen, starb Don Andrés Piero bereits im September 1534 an einem überraschenden Fieberanfall. David I. nahm nun selbst den Titel eines Herzogs von Salua und Macedi an und ernannte den einheimischen Grafen [[Luvis de Granval]] zum Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Kronprinzen und seiner älteste Schwester Luisa im Jahr 1536 avancierte seine jüngere Schwester [[Johanna I.|Johanna]] zur Thronfolgerin, die ihre Herrschaft 1543 aber nur gegen Widerstände antreten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fürst von Sarmay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=38599</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2017-12-12T12:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] (1534-1543) und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1508-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
David Alexander Johann Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Manuel I. von Portugal|Manuel de Sántori]], dem [[Conte von Tulis]], Sohn [[Joán Prudente]]s und Beatrix' von Portugal. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit u.a. ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und ein Urenkel Eduards I. von Portugal und [[David de Sántori]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als David vier Jahre alt war, erbte sein Vater als Erbe des Hauses Avis die portugiesische Krone und setzte sich gegen seine Konkurrenten als König von Portugal durch. Philipp blieb zunächst in Tulis in der Obhut seiner Tante [[María de Sántori]]s, die zusammen mit ihrem Mann [[Filipe de las Marcas]] als Regentin im Tulinensischen Comitat fungierte. In Tulis erhielt David eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]]. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Manuel von Portugal für seine Frau Catarina auch den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde, die eine sagradisch-portugiesische Doppelmonarchie fürchteten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Salua]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas und Manuels, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. Es folgte ein [[Lilienkriege|Erbfolgekrieg]] zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten ''Saloanœs'', und den Anhängern Catarinas und Manuels, den ''Portugués'' oder ''Catarinenses'', aus dem zunächst Peter von Sagradien erfolgreich hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem siebzehnten Geburtstag im Jahr 1508 wurde David von Manuel I. offiziell die Regierung im Comitat Tulis übertragen. In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Diese Lösung wurde schließlich auch von den sagradischen Ständen akzeptiert, die weiterhin skeptisch gegenüber einer Doppelmonarchie waren, die Trennung der Kronen zwischen Vater und Sohn aber akzeptierten. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde David im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Unter der Anleitung Biniars versuchte David, sich von seinem Vater und seiner Mutter zu emanzipieren und eine eigenständige Politik zu betreiben, worunter das Verhältnis zu seinen Eltern nachhaltig litt. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Er verbat seinen Eltern aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles de Biniar erkannte als leitender Minister schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg, an dessen Seite Sagradien 1511 an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teilnahm. Biniar versuchte zudem, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als Kandidatin kam zunächst Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. Stattdessen ehelichte David 1512 die spanische Infantin [[Margarete von Österreich]], genannt ''Margarita d'Austria'', die älteste Tochter Philipps des Schönen und Johannas der Wahnsinnigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Hochzeit mit Luísa emanzipierte sich David schließlich auch vom Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit seiner Tante [[María de Sántori]] führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem leitenden Minister. Nachdem diesem Hochverrat vorgeworfen worden war, wurde er 1512 angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Salua]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
1521 starb Davids Vaters [[Manuel I. von Portugal]] und David erbte als ältester Sohn den Thron. Damit wurden erstmals die sagradische und die portugiesische Krone in einer Hand vereint. Gegen diese Doppelmonarchie regte sich aber Widerstand in Portugal, wo der Adel fürchtete, ein Nebenland der Sántori-Monarchie mit Zentrum in Tulis zu werden. Es folgten mehrere Aufstände in Portugal, die Davids Truppen schließlich unter der Führung des Kommandanten [[Joán de Biniar]] niederschlagen konnten. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenDavidI.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Isabelle von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Margarete von Spanien: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1520) &lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1526, †1589), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1579) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Isabelle de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommt ein unehelicher Sohn, den David als ''natürlichen Sohn'' anerkannte: &lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=38598</id>
		<title>David I.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=38598"/>
		<updated>2017-12-12T12:02:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: /* Nachkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] (1534-1543) und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1508-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
David Alexander Johann Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Manuel I. von Portugal|Manuel de Sántori]], dem [[Conte von Tulis]], Sohn [[Joán Prudente]]s und Beatrix' von Portugal. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit u.a. ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und ein Urenkel Eduards I. von Portugal und [[David de Sántori]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als David vier Jahre alt war, erbte sein Vater als Erbe des Hauses Avis die portugiesische Krone und setzte sich gegen seine Konkurrenten als König von Portugal durch. Philipp blieb zunächst in Tulis in der Obhut seiner Tante [[María de Sántori]]s, die zusammen mit ihrem Mann [[Filipe de las Marcas]] als Regentin im Tulinensischen Comitat fungierte. In Tulis erhielt David eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]]. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Manuel von Portugal für seine Frau Catarina auch den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde, die eine sagradisch-portugiesische Doppelmonarchie fürchteten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Salua]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas und Manuels, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. Es folgte ein [[Lilienkriege|Erbfolgekrieg]] zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten ''Saloanœs'', und den Anhängern Catarinas und Manuels, den ''Portugués'' oder ''Catarinenses'', aus dem zunächst Peter von Sagradien erfolgreich hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem siebzehnten Geburtstag im Jahr 1508 wurde David von Manuel I. offiziell die Regierung im Comitat Tulis übertragen. In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Diese Lösung wurde schließlich auch von den sagradischen Ständen akzeptiert, die weiterhin skeptisch gegenüber einer Doppelmonarchie waren, die Trennung der Kronen zwischen Vater und Sohn aber akzeptierten. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde David im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Unter der Anleitung Biniars versuchte David, sich von seinem Vater und seiner Mutter zu emanzipieren und eine eigenständige Politik zu betreiben, worunter das Verhältnis zu seinen Eltern nachhaltig litt. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Er verbat seinen Eltern aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles de Biniar erkannte als leitender Minister schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg, an dessen Seite Sagradien 1511 an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teilnahm. Biniar versuchte zudem, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als Kandidatin kam zunächst Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. Stattdessen ehelichte David 1512 die spanische Infantin [[Luise von Österreich]], genannt ''Luísa d'Austria'', die älteste Tochter Philipps des Schönen und Johannas der Wahnsinnigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Hochzeit mit Luísa emanzipierte sich David schließlich auch vom Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit seiner Tante [[María de Sántori]] führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem leitenden Minister. Nachdem diesem Hochverrat vorgeworfen worden war, wurde er 1512 angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Salua]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
1521 starb Davids Vaters [[Manuel I. von Portugal]] und David erbte als ältester Sohn den Thron. Damit wurden erstmals die sagradische und die portugiesische Krone in einer Hand vereint. Gegen diese Doppelmonarchie regte sich aber Widerstand in Portugal, wo der Adel fürchtete, ein Nebenland der Sántori-Monarchie mit Zentrum in Tulis zu werden. Es folgten mehrere Aufstände in Portugal, die Davids Truppen schließlich unter der Führung des Kommandanten [[Joán de Biniar]] niederschlagen konnten. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenDavidI.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Austria: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1520) &lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1526, †1589), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1579) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommt ein unehelicher Sohn, den David als ''natürlichen Sohn'' anerkannte: &lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=38597</id>
		<title>Peter von Sagradien</title>
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		<updated>2017-12-12T11:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ercole dEste.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Peter von Sagradien''' (*1456; †1515) war der jüngere Bruder von König [[Philipp VI.]], [[Herzog von Corar]] (1471-1502) und als Ehemann von [[Antonia von Salua]] seit 1498 Herr der [[Saloanischen Lande]] (bis 1515, bis 1499 Mitregent) und damit Begründer der [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im Süden Mikoliniens. Nach dem Tod seines Bruders und danach seines kinderlosen Neffen [[Philipp VII.]] riss er 1502 anstelle seiner Nichte [[Catarina de Sántori|Katharina]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 [[König von Sagradien]]. Als Nachfolger setzte er seinen Großneffen [[David I.]], den Sohn Katharinas, ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1456 als jüngster gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten [[David de Sántori]] und der sagradischen Prinzessin [[Isabel de Vesaey]] in [[La Cordí]] geboren. Er war damit ein Enkel sowohl [[António de Sántori]]s, als auch des sagradischen Königs [[Philipp V.|Philipps V.]] aus dem [[Haus Vesaey]]. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod [[Philipp V.|Philipps V.]] 1457 als [[Philipp VI.]] zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Wenige Stunden nach Peters Geburt war seine Mutter Isabel im Kindbett gestorben. Die Erziehung des Knaben übernahm daher seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1480 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikte mit seinem Bruder ===&lt;br /&gt;
In den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos, stellte sich in Friedenszeiten aber immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der [[Schwurbruderschaft der Barone]] anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung. Zwischenzeitig kollaborierte Peter auch mit seinem Vetter [[Joán Prudente]], dem Oberhaupt der verfeindeten tulinesischen Linie des Hauses, die 1495 mit Joáns Sohn [[Manuel I. von Portugal|Manuel]] den portugiesischen Königsthron bestieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Saloanischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn [[Philipp VII.]] König von Sagradien. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod [[Philipp von Saséia|Herzog Philipps II. von Salua]] 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft [[Isabel de Sántori]]s, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn regierte. Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero setzte eigenmächtig Isabels minderjährige Tochter [[Antonia von Salua]] als neue Herzogin ein, jedoch musste Isabel zustimmen, die Regentschaft an Piero abzutreten und ihm die Hand der noch minderjährigen Tochter zu geben. Die Hochzeit zwischen dem 42-jährigen Piero und der erst sechzehnjährigen Antonia fand 1498 statt. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von Antonia die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung in Sagradien ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König [[Philipp VII.]] im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Seine Schwester [[Catarina de Sántori]] beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina, die mit [[Manuel I. von Portugal]] verheiratet war, und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der [[Schlacht bei Munir]] konnte er sich 1503 schließlich gegen die portugiesischen Truppen durchsetzen und wurde danach in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Saloanischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach Peters Krönung zum sagradischen König übernahm Peters Cousine Fürstin [[Johanna von Santori]] die Regentschaft in Macedi, während Piero in Kriege in Sagradien verwickelt war. Die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Pieros, auch ''Saloanœs'' genannt, und den Getreuen Katharinas in Sagradien, die später als [[Lilienkriege]] bekannt wurden, versuchte Mikolinien zu nutzen, das 1503 erneut Krieg um die Saloanischen Lande führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit [[Aquim II. von Mikolinien]] schließlich den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Salua]], der die seit 1477 andauernden [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Macedi ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonia von Saluas heiratete Peter, der selbst noch immer ohne ehelich geborene Kinder war, 1507 in dritter Ehe Marie de Lorraine, die Tochter Herzog Renés II. von Lothringen aus dem Haus Vaudémont, die aber nur wenige Monate nach der Hochzeit bereits starb, sodass Peter ohne Erben blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als Resultat dieser Situation und aufgrund neuerlicher Aufstände in Mikolinien entschloss sich Peter im Jahr 1508/09 schließlich zu einem Frieden mit der portugiesischen Linie des Hauses Santori. Im [[Vertrag von Vérisa]] erkannte er Katharinas 17-jährigen Sohn [[David I.|David]] als Thronfolger an. Wenig später wurde er schließlich durch eine neuerliche Rebellion zur Abdankung zugunsten Davids gezwungen. Peter selbst kehrte nie wieder nach Sagradien zurück, sondern residierte fortan in [[Macedi]] und war als [[Herzog von Salua]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von saloanischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1514 erkrankte er schwer und zog sich nach dem Tod seiner langjährigen Geliebten [[Maria von Arvelate]] wenige Monate später ganz aus der Regierung zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seinen Eltern kam es 1514 zur endgültigen Versöhnung zwischen David und Peter. Beide schlossen schließlich 1515 den [[Vetrag von Alvat]], in dem die Aussöhnung auch offiziell wurde und Peter seine Nachfolgerechte in Macedi an die Nachkommen seines Großneffen David und seiner Tochter Luísa übertrug. 1515 schließlich wurde David und Luísas Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter gemäß dem Vertrag von Alvat sein neues Enkelkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Saloanischen Landen. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Macedi. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmikolinischen Atlantikküste zurück, wo er wenige Wochen später bereits im Alter von 59 Jahren starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>130.209.157.50</name></author>
		
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		<title>Peter von Sagradien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;130.209.157.50: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ercole dEste.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Peter von Sagradien''' (*1456; †1515) war der jüngere Bruder von König [[Philipp VI.]], [[Herzog von Corar]] (1471-1502) und als Ehemann von [[Antonia von Salua]] seit 1498 Herr der [[Saloanischen Lande]] (bis 1515, bis 1499 Mitregent) und damit Begründer der [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im Süden Mikoliniens. Nach dem Tod seines Bruders und danach seines kinderlosen Neffen [[Philipp VII.]] riss er 1502 anstelle seiner Nichte [[Catarina de Sántori|Katharina]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 [[König von Sagradien]]. Als Nachfolger setzte er seinen Großneffen [[David I.]], den Sohn Katharinas ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Piero Andrés Alexandro de Sántori wurde 1456 als jüngster gemeinsamer Sohn des tulinesischen Regenten [[David de Sántori]] und der sagradischen Prinzessin [[Isabel de Vesaey]] in [[La Cordí]] geboren. Er war damit ein Enkel sowohl [[António de Sántori]]s, als auch des sagradischen Königs [[Philipp V.|Philipps V.]] aus dem [[Haus Vesaey]]. Peters älterer Bruder war Filipe, der nach dem Tod [[Philipp V.|Philipps V.]] 1457 als [[Philipp VI.]] zum sagradischen König proklamiert wurde und nach dem Tod des Vaters 1568 die Regentschaft antrat. Wenige Stunden nach Peters Geburt war seine Mutter Isabel im Kindbett gestorben. Die Erziehung des Knaben übernahm daher seine Tante Joana. Piero wurde nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Bruders auf. Im Jahr 1480 heiratete Prinz Peter Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikte mit seinem Bruder ===&lt;br /&gt;
In den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] Philipps VII. übernahm Peter mehrere Kommandos, stellte sich in Friedenszeiten aber immer wieder gegen seinen Bruder. Als sich Peter im Jahr 1485 einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder, der [[Schwurbruderschaft der Barone]] anschloss, die sich gegen die Machtpolitik des Königs richtete, kam es zum offenen Bruch, Piero wurde zeitweise als Gefangener seines Bruders festgesetzt und erst 1489 kam es zur Versöhnung. Zwischenzeitig kollaborierte Peter auch mit seinem Vetter [[Joán Prudente]], dem Oberhaupt der verfeindeten tulinesischen Linie des Hauses, die 1495 mit Joáns Sohn [[Manuel I. von Portugal|Manuel]] den portugiesischen Königsthron bestieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Saloanischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Peter und seinem Bruder blieb bis zu dessen Tod 1491 angespannt. Als Philipp VI. starb, wurde dessen neunzehnjähriger Sohn [[Philipp VII.]] König von Sagradien. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Philipp ein gutes Verhältnis zu seinem Onkel Piero, der bald zu einem wichtigen Berater des noch jungen Königs wurde. Piero war es auch, der Philipp schon rasch nach dessen Thronbesteigung dazu riet, die Kriege seines Vaters gegen Mikolinien wieder aufzunehmen. Nach dem Tod [[Philipp von Saséia|Herzog Philipps II. von Salua]] 1490 hatte Mikolinien einen neuerlichen Krieg gegen Macedi begonnen und die Herrschaft [[Isabel de Sántori]]s, der Schwester Peters I. und Witwe Philipps in Frage gestellt, die für ihren minderjährigen Sohn regierte. Nachdem Isabel zwischenzeitig durch mikolinische Truppen aus Macedi vertrieben worden war, konnten sagradische Truppen die Herrschaft Isabels wiederherstellen, verloren bis 1496 aber die Oberhand. Die Einnahme Macedis 1496 beendete das Regime Isabels und brachte die Stadt unter unmittelbare mikolinische Verwaltung. Erst 1497 konnte ein sagradisches Heer unter Führung Don Pieros die Stadt zurückerobern. Piero setzte eigenmächtig Isabels minderjährige Tochter [[Antonia von Salua]] als neue Herzogin ein, jedoch musste Isabel zustimmen, die Regentschaft an Piero abzutreten und ihm die Hand der noch minderjährigen Tochter zu geben. Die Hochzeit zwischen dem 42-jährigen Piero und der erst sechzehnjährigen Antonia fand 1498 statt. Als es im Folgejahr zu einem neuen Krieg zwischen Sagradien und Mikolinien um das mikolinisch besetzte Golen kam, nahm Piero keine Rücksicht mehr auf Mikolinien und übernahm auch offiziell von Antonia die Herrschaft und den Herzogstitel. Die Saloanischen Lande gehörten seither zum Imperium der Sántori.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung in Sagradien ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1502 starb Peters Neffe König [[Philipp VII.]] im Alter von 30 Jahren nach einem Reitunfall und hinterließ keine Kinder, die ihm hätten nachfolgen können. Seine Schwester [[Catarina de Sántori]] beanspruchte die Nachfolge. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina, die mit [[Manuel I. von Portugal]] verheiratet war, und schloss ein Bündnis mit Piero, der schließlich ein Heer rüstete und noch im Jahr 1502 nach Sagradien zog und gewaltsam den Thron an sich riss. In der [[Schlacht bei Munir]] konnte er sich 1503 schließlich gegen die portugiesischen Truppen durchsetzen und wurde danach in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. gegen den [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]] zu kämpfen, der sich als Anführer der Rebellion etablierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Saloanischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach Peters Krönung zum sagradischen König übernahm Peters Cousine Fürstin [[Johanna von Santori]] die Regentschaft in Macedi, während Piero in Kriege in Sagradien verwickelt war. Die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Pieros, auch ''Saloanœs'' genannt, und den Getreuen Katharinas in Sagradien, die später als [[Lilienkriege]] bekannt wurden, versuchte Mikolinien zu nutzen, das 1503 erneut Krieg um die Saloanischen Lande führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte die Wende herbei. Nach erneuten Kämpfen schloss Peter mit [[Aquim II. von Mikolinien]] schließlich den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Salua]], der die seit 1477 andauernden [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Saloanischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die mikolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Macedi ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonia von Saluas heiratete Peter, der selbst noch immer ohne ehelich geborene Kinder war, 1507 in dritter Ehe Marie de Lorraine, die Tochter Herzog Renés II. von Lothringen aus dem Haus Vaudémont, die aber nur wenige Monate nach der Hochzeit bereits starb, sodass Peter ohne Erben blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als Resultat dieser Situation und aufgrund neuerlicher Aufstände in Mikolinien entschloss sich Peter im Jahr 1508/09 schließlich zu einem Frieden mit der portugiesischen Linie des Hauses Santori. Im [[Vertrag von Vérisa]] erkannte er Katharinas 17-jährigen Sohn [[David I.|David]] als Thronfolger an. Wenig später wurde er schließlich durch eine neuerliche Rebellion zur Abdankung zugunsten Davids gezwungen. Peter selbst kehrte nie wieder nach Sagradien zurück, sondern residierte fortan in [[Macedi]] und war als [[Herzog von Salua]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von saloanischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1514 erkrankte er schwer und zog sich nach dem Tod seiner langjährigen Geliebten [[Maria von Arvelate]] wenige Monate später ganz aus der Regierung zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seinen Eltern kam es 1514 zur endgültigen Versöhnung zwischen David und Peter. Beide schlossen schließlich 1515 den [[Vetrag von Alvat]], in dem die Aussöhnung auch offiziell wurde und Peter seine Nachfolgerechte in Macedi an die Nachkommen seines Großneffen David und seiner Tochter Luísa übertrug. 1515 schließlich wurde David und Luísas Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter gemäß dem Vertrag von Alvat sein neues Enkelkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Saloanischen Landen. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Macedi. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmikolinischen Atlantikküste zurück, wo er wenige Wochen später bereits im Alter von 59 Jahren starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
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