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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;109.149.201.238: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Logo-Tules.jpg|200px]]  &amp;lt;br&amp;gt;[[Bild:Tulis-Kathedrale.jpg|77px]] [[Bild:Tulis-Palast.jpg|97px]] [[Bild:GareOriente.jpg|80px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Tulis.jpg|70px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Tulis.jpg|90px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staat'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Region'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Comtàid-Perín]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Cordêsa-Tulinês]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 897.586  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bürgermeister'''&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Volksbezeichnung'''&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Schutzpatron'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Erzengel Gabriel&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Lage'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:Karte-Tulis.jpg|150px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]]/[[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der Region [[Comtàid-Perín]] und der Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der [[Blaumeerregion]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897.000 Einwohnern im Stadtgebiet ist Tulis die drittgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semest]] und [[Artir]]. Zusammen mit den Nachbarstädten [[Sacàu de Barregat]] und [[Ollar de Barregat]] sowie angrenzenden Gebieten rund um die Stadt bildet Tulis eine mehr als 3 Millionen Einwohner zählende Agglomeration, die zweitgrößte des Landes. Darüber hinaus bildet Tulis zusammen mit den 61 umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Grande Tùles Comunitá Metropolitana]]'' (GTCM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Hauptstadt des sogenannten ''[[Comitat Tulis|Comtàid]]'' ist Erzbischofssitz und Sitz zweier Universitäten und weiterer Hochschulen. Als Mode-, Kunst- und Kulturstadt ist Tulis berühmt für zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte [[Musêu Navale]], die [[Galería Renaixença]] sowie weitere Museen und Gemäldesammlungen, internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, traditionelles Kunsthandwerk, grafisches Gewerbe. Die Stadt beherbergt ein Weltkulturerbe, historisch bedeutsame Bauwerke und vielfältige Kunstschätze, die mehrere Millionen Touristen pro Jahr anziehen. Tulis besitzt zudem einen Ruf als Weinmetropole mit dem südlich gelegenen Weingebiet der [[Cordêsa]] und den angrenzenden Weingebieten des [[Barregat]], des [[Aviz]] und des [[Fornat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale2.jpg|thumb|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] und [[Gran'Plaça]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen [[Porta Sagradia]] (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der [[Triumphbogen des Tulinian]] sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die [[Isla de Gabriel]] bildet das kulturelle Zentrum rund um die [[Gran'Plaça]] mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Palast2.jpg|250px|thumb|[[Palâciu Âudaço]]]]&lt;br /&gt;
Die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der weltberühmten [[Ópera Navale]] (1849-1861), dem [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der Provinzdeputation im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] beherbergt. Auf der [[Isla del Salute]] vor der alten [[Tule]]-Mündung befindet sich die Barock-Kirche [[Santa María Nascente]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem [[Obelisc d'Aziz]] und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rei]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten der [[Palâciu Sántori]] und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novœs Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
==== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ====&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Mit zunehmenden militärischen Erfolgen konnten sich die tulinesischen Grafen zunehmend von der skantischen Herrschaft lösen und eigene Machtbereiche aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Einer seiner Nachfolger, [[Corrado Gaulo de Plasencia]], der Legende nach wegen seiner Kühnheit im Kampf ''il Âudaço'' genannt, konnte die Expansion auch in der Auseinandersetzung mit benachbarten Herrschaften fortführen und eine Dynastie gründen, die in den kommenden Jahrhunderten Tulis und das gesamte heute als ''Comtàid'' bezeichnete Gebiet beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ====&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 12. Jahrhundert verzeichnete eine Krise für die Stadt Tulis. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Grafen aus dem Haus Gaulo und der ansässigen Nobilität führten 1167 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung einer aristokratischen Gewaltherrschaft der so genannten ''Maleducas'', die 1170 durch ein Invasionsheer des sagradischen Königs [[Gabriel I. Juvans]] beendet wurde. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen Belagerung einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ====&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme Tulis' durch Gabriel Juvans stellte dieser die Oberhoheit der sagradischen Könige wieder her und hinterließ [[Stephan von Cuentra]] als Statthalter. Erresi Gaulo konnte er 1173 in die Stadt zurückkehren, nachdem er die Lehnshoheit des sagradischen Königs anerkannt hatte, ohne dass dies aber praktische Folgen hatte. Erresis Tod 1180 führte zu neuerlichen Kämpfen um die Thronfolge. Gabriel Juvans übertrug dem golischen Markgrafen [[Laurenç d'Elaque]] die Herrschaft, der jedoch sich aber gegen den Adligen [[Sergi Callas]] durchsetzen musste. Die gewaltsame Einnahme Tulis' durch das golische Heer im Jahr 1186 führte zu einer 14-jährigen als Fremdherrschaft empfundenen Regierung des golischen Statthalters [[Carle d'Elaque]], der schließlich selbst im Jahr 1199 aus der Stadt vertrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreibung der Golen wurde zur Geburtsstunde der Republik. Der als Vertreter der Volksmassen zum Stadtführer avancierte [[Zito del Varge]] wurde vom Adel gestürzt, der wiederum seine alten Vorrechte wiederherstellte und mit [[Lorenzo I Callas]], dem Sohn Sergi Callas', das aristokratische Regiment wiederherstellte. Das Comitat konstituierte sich als Res Publica neu und gab sich eine wahlmonarchische Ordnung. Die Macht lag nun vor allem in Händen des adligen Senats und der von ihm gestellten optimatischen Regierung der ''Bonhomes''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen, in der Stadt ansässigen Adels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Häusern [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] geteilt, die nacheinander den Conte stellten. Hinzu kamen wichtige Familien in der Generalitàid wie die [[Zavarri]] und die [[Delaurente]], die im Gegensatz zu den alteingesessenen Callas, Cornell und Machiês jedoch als nicht-grafenfähig galten. In der Praxis funktionierte die Machtteilung eine Zeit lang. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. Das Aussterben der Callas-Dynastie im Jahr 1180, die im Normalfall das Anrecht auf den Conte-Titel besaß, führte zum offenen, gewaltsam ausgetragenen Machtkampf zwischen den Cornell und den Machiês, der die ganze Problematik des Adelsregiments offenlegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Machtvakuum stießen schließlich die adligen Herren von [[Santori]], die mit [[Maximilián de Sántori]] seit 1279 den [[Erzbischof von Tulis]] stellten und durch Heiratsverbindungen mit dem Haus Callas in dessen Fußstapfen zu treten suchte. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1329 inne und konnte enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori]] zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ====&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Die Contes von Tulis wurden nun zunehmend abhängig von der Krone Sagradiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl [[Carles Zavarri]]s im Jahr 1475 zum Conte in Opposition zum Sántori-Kandidaten [[Filipe de las Marcas]] führte zum Staatsstreich [[Jakob III.|Jakobs III.]], der die Stadt einnahm, den Senat von Opponenten säuberte und sich selbst zum Conte berief. Die Wahl des Conte wurde endgültig abgeschafft und durch die sagradische Primogenitur ersetzt. Es entwickelte sich damit eine Personalunion und de facto auch eine enge politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gran'Etá ====&lt;br /&gt;
Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Das ''Comtàid de Tùles'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerdynastischen Wirren der [[Lilienkriege]] seit 1502 blieben nur ein kurzes Intermezzo, in dem zunächst [[Catarina de Sántori]] und ihr Mann [[Filipe de las Marcas]] die Macht in der Stadt übernahmen. In der Auseinandersetzung mit [[Peter von Sagradien]] suchte Katharina sich als Schutzherrin der republikanischen Freiheiten zu profilieren und gestand dem Senat wieder eine mächtigere Position zu, die aber unter [[David I.]] nicht aufrechterhalten werden konnte, der Tulis zum Zentrum seines Weltreichs machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] kamen in der Folge an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase der so genannten [[Gran'Etá]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende des Sêglu Tulinês ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. Königin [[Johanna I.]] (1543-1575) verlegte den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semest]].  An die Spitze der Stadt Tulis traten nun von Semest aus ernannte ''Capitanes Municipales''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[Fürst von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semest wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semest aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semest]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semest, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semestinische Phase]] der sagradischen [[Gran'Etá]] begann, die Tulinesische ging allmählich zu Ende, auch wenn die Stadt mit [[Don Cabal]] den größten Künstler des Landes hervorbrachte. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semest wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Dona Leonor]], benannt nach der cuentesischen Fürstin [[Eleonore von Cuentez|Leonor]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte und Künstler wie [[Don Cabal]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das 17. und 18. Jahrhundert ==== &lt;br /&gt;
Unter Fürst [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] von Cuentez als Statthalter in Tulis erlebte die Stadt noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1730 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Union und Inkorporierung ====&lt;br /&gt;
Nach der erzwungenen Abdankung [[Maria II.|Marias II.]] 1757, der letzten Sántori-Monarchin auf dem Thron, und der Erhebung [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] aus dem französischen [[Haus Vienne]] auf den Thron revoltierte Tulis gegen den Thronwechsel und suchte seine Eigenständig zu demonstrieren. Erst 1762 konnte der siegreiche König auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tulis im 20. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten in den Dreißiger Jahren galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Der sozialistische Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] wurde 1936 durch Rechtsextremisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zweiten Weltkrieg kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des ermordeten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
==== Kunst ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über zahlreiche Museen und Kunstsammlungen. Dazu gehören das weltbekannte [[Musêu Navale]], die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]], das [[Musêu Municipal de Tùles]], das [[Musêu dels Novœs Artes]] (MUNA) im [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie das [[Musêu dels Mares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Festival de Tùles|Tulineser Filmfestival]] gilt als eine der weltweit renommiertesten Filmschauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Salón de Tùles]] ist eine der weltweit führenden Designmessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hausbesetzerszene ====&lt;br /&gt;
In Tulis gibt es seit vielen Jahren eine der aktivsten Hausbesetzerszenen Europas. Vor allem in den letzten Jahrzehnten wurden Häuser besetzt, vor allem in den zentral gelegenen Stadtteilen. In den als Sozial-, Kultur- und Veranstaltungszentren geführten Häusern finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die auch in einem gemeinsam geführten, wöchentlich aktualisierten und öffentlich ausgehängten Terminkalender bekannt gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Neben [[Semest]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semest]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Autobahn ====&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung [[Semest]], die Autobahn A6 Richtung [[Duerez]] sowie die A11 Richtung [[Sollar]] und [[Sancristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Autobahn A14 von [[Marcan de Perin]] nach [[Nalcaz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flugverkehr ====&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Tules Sacâu Aeroporto]] (TLS) verfügt die Stadt über den nach [[Semest]] und [[Ostino]] drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] (FNT) zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] (LCD) ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Metro.jpg|thumb|U-Bahn-Netz der [[Metropolitana Tulinêsa]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Metro Tùles]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermetro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Metrolinien in Tulis =====&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
* M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
* M3 Intermetro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Nova)	Verón – Ostiniense – Universitá Metropolitana – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
* M4 Intermetro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seefahrt ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola ([[Porto Autónomo de Tules]]) wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Novo Porto) im Süden erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bezirke und Stadtviertel ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Karte-Tulis-Stadtplan.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Gran'Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglêsia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht die als „la Nova“ bezeichnete [[Universitá Metropolitana de Tùles]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis|Polytechnische Universität]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Städte in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>109.149.201.238</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Denar&amp;diff=37356</id>
		<title>Sagradischer Denar</title>
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		<updated>2017-10-23T22:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;109.149.201.238: /* Münzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Sagradische Denar''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD) ist die ehemalige Währung der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Er wurde am 1. Januar 1999 durch den Euro als Buchgeld abgelöst. Die Bargeldeinführung fand am 1. Januar 2002 statt. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 4,34889 SGD / 1 SGD = 0,22994 EUR. Bis zum 28. Januar 2002 war der Denar gesetzliches Zahlungsmittel in Sagradien sowie – neben der [[Mikolinische Libra|Mikolinischen Libra]] – auch in [[Sancristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untereinheit des Denar war der Centimo; 100 Centimœs ergeben einen Denar. Das Währungssymbol ist D. (Plural Ds.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Denar stammte von der mittelalterlichen fränkischen Denarius-Pfennig-Münze ab und war im Mittelalter eine gängige Münze in Sagradien. Eine Wiedereinführung fand im Jahr 1815 im Zuge einer Neuordnung des Währungssystems statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Denares werden heute noch die Währungen der sagradischen Überseegebiete bezeichnet, die aus dem Sagradischen Denar entstanden und an den Euro gekoppelt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzen ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DenaresMünzen.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Centimœs:&lt;br /&gt;
* 10-Centimœs-Münze: Baum der Republik&lt;br /&gt;
* 20-Centimœs-Münze: [[Torre Belgran]], [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 50-Centimœs-Münze: Kleines Wappen der Sagradischen Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1-Denar-Münze: Wappendetail + Initialien RS&lt;br /&gt;
* 2-Denar-Münze: Mittleres Wappen der Sagradischen Republik&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Münze: Allegorie der Sagradia Republica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Scheine ===&lt;br /&gt;
[[Bild:DenaresSagrades3.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine:&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler und Bildhauer der [[Gran'Etá]]&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Sellesi de Narbona]], Dichterin der [[Gran'Etá]]&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Selle Courís-Arriaga]], Architekt der Postmoderne&lt;br /&gt;
* 1000-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Währung|Denar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>109.149.201.238</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Semest&amp;diff=37355</id>
		<title>Semest</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Semest&amp;diff=37355"/>
		<updated>2017-10-23T22:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;109.149.201.238: /* Stadtbild */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Semesta-Logo.jpg|200px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Plazarenya.jpg|280px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Semest.jpg|70px]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Semest.jpg|120px]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staat'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Region''' und [[Provinz]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Semestina-Capital]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 414,12 km²&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2.455.321  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''[[Bürgermeister von Semest|Bürgermeister]]'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Piero Dulce Rodríguez]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Lage'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bild:Karte-Semest.jpg|160px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Semest1.jpg|250px]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Semest''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Semesta'') ist die Hauptstadt der Republik [[Sagradien]], der Region [[Semestina-Capital]] und der [[Semestina|gleichnamigen Provinz]] (frühere Provinz ''Bâixo Liêno''). Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses [[Liêno]], inmitten des großen [[Bassí Central]] wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den [[Pin]] entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.45 Millionen im Stadtgebiet (auf einer Fläche von 414,12 km²) und über 7 Millionen in der Agglomeration ist Semest die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtgebiet von Semest ist identisch mit dem Gebiet der [[Mería]] ''Semesta-Villa'', die heute nur statistische Bedeutung hat. Umschlossen wird die Stadt Semest von der [[kommunale Gemeinschaft|kommunalen Gemeinschaft]] [[Comunitá Urbana Semestina]] (COMUS), die von den Nachbarstädte [[Corbón]], [[Arocí]], [[Palmací]], [[Vapaís]], [[San Sebastian de la Crûce]], [[Carnet del Fonte]] u.a. innerhalb der Region und Provinz Semestina gebildet wird. Die Stadt Semest gehört der COMUS selbst nicht an, arbeitet mit dieser aber vor allem in Infrastrukturfragen eng zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohner Semests werden als ''Semestaner'' (''Semestanœs'') bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Bereits in vorrömischer Zeit siedelten im heutigen Stadtgebiet von Semest sagro-keltische Stämme. In römischen Quellen erscheint hier bereits ein Oppidum, das die Römer ausbauten und als ''Semestum'' bezeichneten. Im Mittelalter gehörte die nunmehr als Semesta bezeichnete Stadt zur dicht besiedelten Zentrallandschaft im Norden [[Altsarmay]]s in unmittelbarer Nähe der wichtigen Metropolen und Bischofsstädte [[Noyar]], [[Vierna]] und [[Novil]], blieb selbst aber ohne Bischofssitz. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs, ''caput regni'', galt seit dem Hochmittelalter lange Zeit Noyar, wo traditionell die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden, in Semest machten die Könige aber regelmäßig Halt. Der [[Bischof von Novil]] [[Arnâu de Marbé]] musste um 1220 aus seiner Bischofsstadt nach Semest flüchten, kehrte aber 1232 wieder nach Novil zurück. König [[Albreth IV.]] errichtete eine Burg im heutigen Stadtteil [[Castevell]], doch erst unter König [[Philipp IV. Hermes]] wurde der Grundstein für den Burgbau gelegt, aus dem später der [[Plazarenya]] werden sollte. Seinen Namen erhielt der Bau wenige Jahrzehnte später, als er für Königin [[Maria von Scola]] als Festungsbau diente und als ''Palâciu de la Reina'' bezeichnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Könige aus dem [[Haus Vesaey]] [[Michael I.]] und [[Michael II.]] richteten im frühen 15. Jahrhundert nach und nach den Königssitz in Semest ein und bauten den Plazarenya-Palast aus, ihre Nachfolger aus dem [[Haus Santori]] residierten jedoch in der Hafenstadt [[Tulis]] und machten sie zum kulturellen und politischen Zentrum der Monarchie. Einen rasanten Aufstieg erlebte Semest erst nach dem Tod [[David I.|Davids I.]] 1543. Die neuen sagradischen Herrscher [[Johanna I.]] und ihr Mann [[Michael III.]] verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semest und bauten Plazarenya weiter aus. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar den bekannten [[Tulis|tulinesischen]] Meister [[António Volero]] eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 wurde Semest schließlich selbst Bischofssitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Palâciu Real de Semesta]] mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter [[Philipp VII. Jakob]] ausgebauten [[Palâciu de Novil]] im nahegelegenen [[Novil]] als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister [[Joán María Belavís]] in Auftrag gegebene und unter [[Gabriel V.]] fertiggestellte [[Palâciu de Belavís]] sowie der unter [[Danadier II.]] ausgebaute [[Palâciu de Colegial]] kamen später hinzu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721]] residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semest. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semest, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung am 23. Mai 1721 Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin [[Maria I.]] und ihr Mann [[Johann III.]] ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe [[Gabriel VIII.]] um 1760 mit der Errichtung eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König [[Philipp IX.]] in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
Die Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und weist eine barocke Fassade auf. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Regierungsviertel der Stadt, dem [[Barrí del Nâu]], befindet sich der [[Plazarenya]] mit dem Palastensemble, das das weltbekannte ''Musêu de la Plazarenya'' sowie den Sitz des sagradischen [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] beherbergt. Unweit davon am Ufer des Liêno liegen der [[Palâciu Montevil]] (Sitz der Abgeordnetenkammer) sowie der [[Palâciu Tesqué]] (Sitz des Senats). Der [[Palâciu Valier]], einst als Privatresidenz [[Miquel de Valier]]s erbaut, fungiert heute als Sitz des sagradischen [[Ministerpräsident]]en, der [[Justizpalast]] beherbergt u.a. den [[Verfassungsgerichtshof]] (Corte Costitucional).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Wahrzeichen Semests ist der [[Torre Belgran]], der zum [[Rathaus von Semest|Rathaus der Stadt]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Vororten von Semest zählen neben dem historischen Colegial, der früheren Sommerresidenz der sagradischen König, und der Bischofsstadt [[Novil]] mit dem Flughafen Novel die großen Vorstadtsiedlungen [[Vapaís]], [[Arocí]] und die Bischofsstadt [[San Sebastian de la Crûce]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infrastruktur ===&lt;br /&gt;
Semest verfügt mit dem im sarmayischen [[Avez]] gelegenen Airport [[Semesta-Avez]] (SEM) sowie dem [[Flughafen Novil]] (NVL) über zwei der drei wichtigsten Verkehrsflughäfen Sagradiens. Der kleinere [[Flughafen Semesta-Corell]] (SCO) wird heute hauptsächlich für den Geschäftsflugverkehr und für Flugshows genutzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Städte in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>109.149.201.238</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;109.149.201.238: /* Geographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bruttoinlandsprodukt''' &lt;br /&gt;
* total (nominal)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2013&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Human Development Index'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Währung'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nationalhymne'''&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das '''Königreich Mikolinien''' ([[Mikolinische Sprache|mikol.]] '''Règne de Micolinas''', wörtlich ''Königreich der Mikolinien'') ist eine bundesstaatliche parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist [[Servette]].  Mit einer Fläche von 334.000 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 29 Millionen gehört Mikolinien zu den zehn größten Staaten Europas. Seit 1973 ist der frühere EFTA-Staat Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist Mikolinien ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat, in dem die historischen Regionen [[Peruzien]] und [[Golen]] eigene Landesteile (''Entitats Constituents'') bilden. Zum Staatsgebiet des Königreichs gehören neben den Provinzen Mikoliniens auch die ''Entitats Especials'' ([[Nerva]] und [[Lerça]]) im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] im Nordatlantik, die einen weitreichenden Autonomiestatus besitzen und kein Teil der EU sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursprung des heutigen mikolinischen Staates gilt die Unterzeichnung der [[Nantheser Konvention]] am 2. August 1386, in der sich die mikolinischen Stände unter der Führung [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Intereas]] gegen die sagradische Krone verbündeten und den [[Mikolinische Revolutionskrieg|Mikolinischen Revolutionskrieg]] begannen. In Erinnerung an dieses Ereignis wird am 2. August der mikolinische Nationalfeiertag begangen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:KarteMikolinienKomplett.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Der Staat Mikolinien verfügt über eine Fläche von ca. 334.000 km². Er liegt zum größten Teil auf einer Halbinsel in Westeuropa, die den westlichen Teil der größeren [[Konsettenhalbinsel]] ausmacht. Das Land grenzt im Osten an [[Sagradien]] und [[Sancristo]] sowie ans [[Blaues Meer|Blaue]] und ans [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]]. Ansonsten ist das Land ganz vom Atlantischen Ozean umgeben. Die größten vorgelagerten Inseln sind [[Feiroa]] und [[Saloa]]. Im Nordatlantik befinden sich die [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]], die ebenso zum Staatsgebiet Mikoliniens gehören wie die sogenannten ''Zwillingsinseln'' [[Nerva und Lerça]] im [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die zum [[Cuentez|Cuentesischen Archipel]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mikolinische Halbinsel ist geprägt von ausladenden Gebirgslandschaften. Höchstes Gebirge Mikoliniens ist das [[Konsetten]]gebirge (''Consettes''), das sich im äußersten Osten des Landes erstreckt und [[Golen]] vom Rest des Landes abschneidet. An das Konsettengebirge schließt sich nach Süden hin die [[Kontische Kordillere]] (''Cordillera Contina'') an, nach Norden und Westen hin die Mittel- und nordmikolinischen Gebirgsketten: Das [[Sorisches Plateau|Sorische Plateau]] (''Altas de Soria''), das [[Nordperuzinisches Gebirge|Nordperuzinische Gebirge]] (''Altas del Nort'') sowie das [[Hochland von Peruzien]] (''Altas de Perucía'') im peruzinischen Norden, die [[Montes del Rè]] und die [[Montes Líticas]] in [[Litien]] sowie die [[Westmikolinischen Gebirgsketten]] (''Cordilleras d'Ovest'') im äußersten Westen (mit der [[Cordillera de Voraneiy]], der [[Cordillera Costera]] und der [[Cordillera Piránica]]). Im Süden der Halbinsel liegt die [[Südmikolinisches Massiv|Südmikolinische Massiv]] (''Massís del Sud''). Höchster Berg des Landes sowie höchster Gipfel der Konsetten sowie der Konsettenhalbinsel ist der 3198 Meter hohe [[Mont-Dùr]] in den [[Hochkonsetten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den verschiedenen Gebirgslandschaften erstrecken sich einige bedeutende Tiefebenen: im Nordwesten der Halbinsel das [[Peruzinisches Tiefland|Peruzinische Tiefland]] (''Plana Perucina''), in Mittelmikolinien das [[Loneische Becken]] (''Bassine Lonense''), im äußersten Südwesten die [[Eraltiefebene]] (''Plana d'Eral'') und im Süden und Südosten die [[Correrische Tiefebene|Correrische]] und die [[Lukische Tiefebene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner und Besiedlung ==&lt;br /&gt;
Mit einer Einwohnerzahl von ca. 35 Millionen ist Mikolinien nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Sagradien, Italien, Spanien und Polen das achtgrößte Land der Europäischen Union. Die bevölkerungsreichsten Gebiete Mikoliniens liegen im Südwesten des Landes mit der dicht besiedelten Eraltiefebene, den Metropolregionen [[Servette]], [[Saséia]] und [[Nanthés]] sowie den südpiranischen Industriegebieten. Zudem existieren größere Ballungsräume um die Städte [[Albero]],[[Luenas]] und [[Alagua]]. Die montanischen Gebirgsregionen sowie die peruzinischen Lande im Norden der Halbinsel sind dagegen sehr dünn besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist [[Servette]]. Die Stadt gehört mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten der EU. Zweigrößte Stadt des Landes und zugleich Metropole des peruzinischen Nordens ist [[Albero]] mit einer Einwohnerzahl von knapp 900.000. Danach folgen [[Macedi]] (450.000), [[Nanthés]] (390.000), [[Luenas]] (340.000), [[Saséia]] (320.000), [[Plato]] (290.000) und [[Alagua]] (285.000). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Größte Städte Mikoliniens: &lt;br /&gt;
* 1. [[Servette]] (1.8 Millionen Einwohner)&lt;br /&gt;
* 2. [[Albero]] (898.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 3. [[Macedi]] (450.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 4. [[Nanthés]] (390.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 5. [[Luenas]] (340.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 6. [[Saséia]] (320.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 7. [[Plato]] (290.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 8. [[Alagua]] (285.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 9. [[Cania]] (231.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
* 10. [[Léias]] (205.000 Einwohner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
=== Amtssprachen ===&lt;br /&gt;
Im gesamten Staatsgebiet des Königreichs Mikolinien gilt die [[Mikolinische Sprache]] als Amtssprache. Daneben ist das [[Peruzinische Sprache|Peruzinische]] regionale Amtssprache in den nördlichen Provinzen des Landes, namentlich [[Oberperuzien]], [[Niederperuzien]], [[Nordperuzien-Westligre]] sowie in [[Soria]]. In der Provinz [[Golen]] gilt das [[Golische Sprache|Golische]] als regionale Amtssprache. Auf den [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] wird neben Mikolinisch die keltische [[Avinische Sprache]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Sprachen ===&lt;br /&gt;
Daneben gibt es verschiedene Minderheitensprachen wie [[Sagradische Sprache|Sagradisch]], [[Blaumeerromanische Sprachen|Blaumeerromanisch]] und [[Litische Sprache|Litisch]], die unter besonderem Schutz stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
siehe ausführlich: [[Geschichte Mikoliniens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike war die [[mikolinische Halbinsel]] von verschiedenen [[Sagrer|sagrischen]] und keltischen Stämmen besiedelt. Unter Augustus und seinen Nachfolgern wurde ein großer Teil der Halbinsel von den Römern erobert, die die [[Provincia Micolina]] einrichteten und sie nach dem Stamm der [[Mikoläer]] benannten. Der oskanische Norden blieb aber unabhängig. Im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. fielen verschiedene Stämme auf der Halbinsel ein und errichteten unabhängige Reiche, darunter die [[Skanten]], [[Golen]] und [[Herkanden]]. Im Süden der Halbinsel etablierten sich fünf [[Herkanden|herkandische Kleinkönigreiche]], ehe der Herkandenfürst [[Franzerich der Große]] (661-693) in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts ein südliches Großreich bis zur [[Voraneiy]] schuf und zum trinitarischen Glauben übertrat. Er gilt bis heute als Begründer der mikolinischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 9. Jahrhundert errichteten skandinavische [[Perutinger]] im Norden der Halbinsel ein eigenes Königreich, im Süden zerfiel das Reich Franzerichs des Großen seit 804 in verschiedene Kleinreiche ([[Drei-Mikolinien]]), die 998 von [[Ludiga der Große|Ludiga dem Großen]]  (998-1049) aus dem [[Haus Lonea]] wieder vereint und konsolidiert wurden. Nach dessen Tod begannen erneute Wirren. Im 12. Jahrhundert verlor das mikolinische Königreich zuerst den [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erfolgekrieg 1101-1112]] und danach den [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg]] gegen [[Sagradien]]. Im Innern kam es zu Aufständen des Hauses Salua, die 1167 in bürgerkriegsähnlichen Zuständen resultierten ([[Temp de Sang]]). Erst 1214 konnte sich das [[Haus Salua]] dauerhaft als Königshaus etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Martin der Gute|Martin dem Guten]] (1315-1354) aus dem [[Haus Redanior]] wurden erstmals die Kronen Mikoliniens, Peruziens, Golens und Sagradiens in Personalunion vereint ([[Union von Alagua]]), das Machtzentrum verlagerte sich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aber nach Sagradien. Gegen die Herrschaft [[Gabriel I.|Gabriels I.]] verbündete sich der mikolinische Hochadel 1386 in der [[Nantheser Konvention]] unter Führung von [[Karl V. von Mikolinien|Charl de Interea]]. Nach dem erfolgreichen [[Mikolinischer Unabhängigkeitskrieg|Mikolinischen Unabhängigskeitskrieg]] (1386-1390) begründeter dieser als [[Karl V. von Mikolinien]] das [[Haus Interea|Königshaus Interea]], ehe sein Sohn [[Karl VI. von Mikolinien|Karl VI.]] im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] die Union Mikoliniens mit der peruzinischen Krone sichern konnte. Die mikolinische Krone blieb aber schwach. Im Zuge der [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] im 15. Jahrhundert fielen große Teile der Südküste an das sagradische [[Haus Sántori]], seit Mitte des 16. Jahrhunderts führte der Vormarsch der protestantischen [[Uleistenbewegung]] im Norden zu Religionskriegen, die erst im [[Edikt von Plato]] (1584) ein Ende fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert setzte ein allmählicher Machtgewinn der mikolinischen Krone und eine Konsolidierung des Staatsgebiets ein. Nach dem erfolglosen [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen Sagradien (1620-1624) gewann Mikolinien im [[Erster Azumarischer Krieg|Ersten Azumarischen Krieg]] (1657-1669) strategische Vorteile gegenüber Sagradien, das seine Vorherrschaft im Blaumeerraum einbüßte. Nach dem erbenlosen Tod [[Karl IX. von Mikolinien|Karls IX.]] regierte seit 1670 in Mikolinien das [[Haus Albero]]. Die Könige aus dem Haus Albero setzten die sogenannte [[Restitutionspolitik]] fort, die auf eine Vertreibung sagradischer Einflüsse auf der mikolinischen Halbinseln hinauslief. Diese Politik erlebte schließlich unter [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] einen Höhepunkt, der das [[Herzogtum Servette]] am Ende des [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Kriegs]] 1711 wieder ins mikolinische Königreich einverleiben konnte. Nach Kriegen gegen das napoleonische Frankreich und gegen dessen sagradischen Verbündeten sicherte sich Mikolinien auf dem Wiener Kongress 1815 schließlich den Besitz [[Westligrien]]s und [[Golen]]s (ohne den Ostteil). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert erlebte Mikolinien unter liberaler Vorherrschaft einen Industrialisierungs-, Zentralisierungs- und Demokratisierungsprozess, die sich gegenseitig überlagerten und zu neuen Spannungen führte. Das Staatsgebiet konnte in zwei [[Golenkriege]]n gegen Sagradien abgesichert werden. Unter [[Luise I. von Mikolinien|Luise I.]] erhielt Mikolinien 1856 eine liberale Verfassung, die [[Mikolinische Verfassungsreform 1879|1879]] weiter demokratisiert wurde. Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1890-1897) und [[Fernand Esquill]] (1902-1907) fanden Wirtschafts- und Sozialreformen statt. Zudem wurde 1906 das allgemeine Männerwahlrecht eingeführt. 1917 trat Mikolinien auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannungen zwischen Zentralmacht und einer erstarkten Unabhängigkeitsbewegung in Golen führte in den 1920er Jahren zu dauerhaften Kämpfen zwischen golischen Separatisten, golischen Loyalisten und mikolinischer Staatsmacht, die seit 1934 Formen eines [[Golischer Bürgerkrieg|offenen Bürgerkriegs]] annahmen. Nach dem Tod des langjährigen Staatsministers [[Pier Ulisse]] von der konservativ-liberalen [[Nationale Koalition|Nationalkoalition]] weitete sich die Golenkrise in den 1940er Jahren zu einer gesamtmikolinischen Staatskrise, aus der nach der [[Maikrise 1948]] die Auflösung der Nationalkoalition und eine umfangreiche [[Mikolinische Verfassungsrevision 1948|Verfassungsrevision]] resultierte. Aus dem mikolinischen Zentralstaat wurde nun eine föderale Monarchie aus parlamentarischer Grundlage, der Bürgerkrieg in Golen wurde endgültig beendet. Offene Grenzkonflikte mit Sagradien konnten in den [[Golenverträge]]n 1955 endgültig ausgeräumt werden, 1972 gründeten beide Nationen den [[Blaumeer]]]rat, 1973 trat das bisherige EFTA-Mitglied Mikolinien wie zuvor Sagradien den Europäischen Gemeinschaften bei. 1999/2002 führte Mikolinien den Euro ein, der die [[Mikolinische Libra]] als gesetzliches Zahlungsmittel ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches System ==&lt;br /&gt;
Das Königreich Mikolinien (''Règne de Micolinas'') ist gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1856 (in der revidierten Form von 1948) eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Der [[König von Mikolinien|König]] ist Repräsentant der Monarchie und der Nationalen Einheit. In der Verfassung wird er nur als König von Mikolinien (''Rè de Micolinas'') bezeichnet, im Protokoll benutzt er aber u.a. die Titel ''Rè de Micolinas, Perucía i Gólica''. Bis zum Jahr 1992 wurden männliche Vertreter des Königshauses bei der Thronfolge bevorzugt, seither herrscht absolute Primogenitur. König ist seit 2014 [[Karl XIV. Johann von Mikolinien]] aus dem [[Haus Álbero-Poléi-Battenberg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formell ist der König zudem Oberster Inhaber der Exekutive. Diese wird de facto vom [[Mikolinische Regierung|Staatsministerium]] (''Ministère d’Estat'') gebildet, das aus dem [[Staatsminister]] (''Ministre d’Estat'') und den Fachministern (''Ministres'') besteht und vom König ernannt wird. Dem König ist ein [[Mikolinischer Staatsrat|Staatsrat]] (''Consile d’Estat'') als Beratungsorgan beigegeben, der aus Mitgliedern des königlichen Hauses, ehemaligen Richtern, Beamten und Politikern besteht, die vom König ernannt werden. Mitglieder des Rates können vom König delegiert werden und in dessen Namen den Kabinettssitzungen beiwohnen. Zudem müssen Gesetze vor deren Inkrafttreten vom Staatsrat diskutiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legislative besteht aus einem [[Mikolinisches Parlament|Zweikammerparlament]] (''Parlament Micoline''). Der [[Mikolinischer Senat|Senat]] (''Senat Reial'') besteht aus 91 Mitgliedern, die durch Verhältniswahl von den Provinzparlamenten delegiert werden. Die [[Mikolinische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Camra-Deputate'') mit 351 Mitgliedern wird direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, wobei eine Sperrklausel von 4% der Stimmen auf regionaler Ebene zur Anwendung kommt. Die Legislaturperiode der beiden Kammern dauert vier Jahre. Beide Kammern können vom König vorzeitig, jedoch nur gemeinsam aufgelöst werden. Sie können sich durch Mehrheitsbeschluss auch selbst auflösen. Das Staatsministerium bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer und kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der höchste Gerichtshof ist der ''[[Cort Suprème de Micolinas]]''. Daneben existiert ein oberster Verwaltungsgerichtshof (''Cort Suprème de Administratió'').Zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung ist ein Ombudsmann tätig, der als Defensor Cívic bezeichnet wird und vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikolinien erfüllt einige Kriterien einer Konsens-Demokratie nach dem Konzept von A. Lijphart. Dazu gehören der föderale Staatsaufbau, das nahezu unbeschränkte Verhältniswahlrecht bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer, die bikamerale Legislative sowie die feste Verfassung. Die meist aus mehreren Parteien zusammengesetzte Exekutive richtet sich in ihrer Zusammensetzung zudem nach einer inoffziellen Quote, um die nationalen Minderheiten und Regionen einzubeziehen. So gibt es ungeschriebene Quoten für Golen und Peruziner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Mikolinisches Parteiensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mikolinien war über viele Jahrzehnte hinweg von einem Fünfparteiensystem geprägt. Stärkste und zeitweise dominante Partei war die christdemokratische [[Cèntre Democrat de Micolina|Zentrumspartei]] (CDM), die mit der etwa gleich großen sozialdemokratischen [[Partit Socialiste Lavorator|Arbeispartei]] (PSL) konkurrierte. Wichtiger Bündnispartner der Christdemokraten war dabei lange Zeit die liberale [[Partit Democrat Libral|PDL]]. Sowohl die [[Partit Comuniste de Micolina|Kommunisten]] auf der Linken als auch die nationalistische [[Partit National Libral|PNL]] auf der Rechten waren weitgehend von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Erst mit der Spaltung der Liberalen 1979 und der Etablierung der konservativ-liberalen [[Unió Progresiste-Democrat|UPD]] sowie dem Auftreten der [[Liste Vert|Grünen]] hat sich dieses Bild verändert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf nationaler Ebene existieren derzeit drei größere Parteien: Die christdemokratische Zentrumspartei [[CDM]], die sozialistische Arbeitspartei [[PSL]] sowie die rechtsliberale Volksunion [[UPD]]. Daneben ist eine Reihe kleinerer Parteien wie die [[Liste Vert|Grüne Liste]], die [[PCM|Kommunistische Partei Mikoliniens]], die linksliberale [[Democratia Libral]] und die rechtsgerichtete [[PNL-PLM]] von Bedeutung. In [[Golen]] dominieren mit der zentristischen [[Pùble Gools|Volkspartei]] und der sozialdemokratischen [[Gools Natiò|Nationalpartei]] zwei starke nationalistische Parteien, während als Regionalpartei des peruzinischen Nordens der [[Bloq Perucín]] eine Rolle spielt. Zudem besteht in [[Litica-Paes Montane]] auf provinzialer und kommunaler Ebene die agrarische [[Partit Montane]]. Auf den [[Avinische Inseln|Avinen]] konkurrieren mit der linksnationalistischen [[Anibynnòl Avvynn|Unabhängigkeitspartei]] und der liberal-unionistischen [[Blàedh Kevryadh Avvynn|Koalitionspartei]] zwei regionale Parteien der linken und der rechten Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist das Königreich Mikolinien ein Bundesstaat, der aus 17 formal weitgehend gleichberechtigten ''Provinzen'' (''Provinças'') besteht. Den historisch und kulturell eigenständigen Gebieten [[Peruzien]] und [[Golen]] wird in der Verfassung zudem der Status distinkter ''Landesteile'' (''Entitats Constituents'' &amp;quot;innerhalb des vereinigten Königreichs&amp;quot;) zuerkannt, womit einige weitergehende Vollmachten verbunden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsebenen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=2 | Staat&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 2&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 3&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 2&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Mikolinien&lt;br /&gt;
| rowspan=2| MC&lt;br /&gt;
| Landesteile  &lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Provinzen (''Provincias'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=2| ERAs (''Entitats Regionals Administratifs'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| 48&lt;br /&gt;
| rowspan=2|&lt;br /&gt;
| rowspan=2|&lt;br /&gt;
| rowspan=2| Kommunen (''Comunas'')&lt;br /&gt;
| rowspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Regionen &lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Provinzen nach Einwohnerzahl ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Platz&lt;br /&gt;
| Provinz&lt;br /&gt;
| Hauptstadt&lt;br /&gt;
| ERAs&lt;br /&gt;
| Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#FFCCCC&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | [[Peruzien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FDECEC&lt;br /&gt;
| rowspan=4|MC-1: [[Perucia]]&lt;br /&gt;
| '''[[Alta Perucia]]''' (''Oberperuzien'')&lt;br /&gt;
| [[Alessa]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,1 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FDECEC&lt;br /&gt;
| '''[[Baisa Perucia]]''' (''Niederperuzien'')&lt;br /&gt;
| [[Álbero]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 3,2 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FDECEC&lt;br /&gt;
| '''[[Nort Perucía-Ligre Ovest]]''' (''Nordperuzien-Westligre'')&lt;br /&gt;
| [[Luagua]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,3 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FDECEC&lt;br /&gt;
| '''[[Soria]]''' (''Sorien'')&lt;br /&gt;
| [[Santa Maria de Soria]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 200.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#FDE3A9&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | [[Golen]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FDF3DE&lt;br /&gt;
| MC-2: [[Gŏole]]&lt;br /&gt;
| '''[[Gŏole]]''' (''Gólica'', ''Golen'')&lt;br /&gt;
| [[Elaque]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 2,4 Millionen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#D0E7FF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| rowspan=2|MC-3: Centre&lt;br /&gt;
| '''[[Alto Conte]]''' (''Oberkont'')&lt;br /&gt;
| [[Mont-Sinicia]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 800.000&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Litica-Paes Montane]]''' (''Litien-Bergland'')&lt;br /&gt;
| [[Cania]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,5 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| rowspan=2|MC-4: Ovest&lt;br /&gt;
| '''[[Piranía]]''' (''Piranien'')&lt;br /&gt;
| [[Nanthés]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 5,3 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Voraneiy]]'''&lt;br /&gt;
| [[Santéi]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 600.000&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| rowspan=4|MC-5: Sud-Est&lt;br /&gt;
| '''[[Conte-Tinagua]]''' (''Kont-Tinagua'')&lt;br /&gt;
| [[Tinagua]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 950.000&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Lucia]]''' (''Lukien'')&lt;br /&gt;
| [[Macedi]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,8 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Lonea]]'''&lt;br /&gt;
| [[Luenas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 3,0 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Saloa]]''' (''Salua'')&lt;br /&gt;
| [[Sant-Roque]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 300.000&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| rowspan=4|MC-6: Sud-Ovest&lt;br /&gt;
| '''[[Correra]]''' &lt;br /&gt;
| [[Marbore]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,6 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Fanata]]'''&lt;br /&gt;
| [[Saseia]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 3,7 Millionen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Feiroa]]'''&lt;br /&gt;
| [[Feiroa-Citat]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 95.000&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#F5FAFF&lt;br /&gt;
| '''[[Servette-Capital]]'''&lt;br /&gt;
| [[Servette]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,8 Millionen&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provinzen ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Provinzen-Mikolinien.jpg|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die 17 Provinzen Mikoliniens sind: &lt;br /&gt;
* [[Alto Conte]] (''Oberkont''), Hauptstadt: [[Mont Sinicia]]&lt;br /&gt;
* [[Alta Perucía]] (''Oberperuzien''), Hauptstadt: [[Alessa]]&lt;br /&gt;
* [[Baisa Perucía]] (''Niederperuzien''), Hauptstadt: [[Albero]]&lt;br /&gt;
* [[Conte-Tinagua]] (''Kont-Tinagua''), Hauptstadt: [[Tinagua]]&lt;br /&gt;
* [[Correra]], Hauptstadt: [[Marbore]]&lt;br /&gt;
* [[Fanata]], Hauptstadt: [[Saseia]]&lt;br /&gt;
* [[Feiroa]], Hauptstadt: [[Feiroa-Citat]]&lt;br /&gt;
* [[Golica]] ([[golisch|gol.]] ''Gŏole'', ''Golen''), Hauptstadt: [[Alagua]] (gol. ''Elaque'')&lt;br /&gt;
* [[Litica-Paes Montane]] (''Litien-Bergland''), Hauptstadt: [[Cania]]&lt;br /&gt;
* [[Lonea]], Hauptstadt: [[Luenas]]&lt;br /&gt;
* [[Lucia]] (''Lukien''), Hauptstadt: [[Macedi]]&lt;br /&gt;
* [[Nort Perucía - Ligre Ovest]] (''Nordperuzien-Westligre''), Hauptstadt: [[Luagua]]&lt;br /&gt;
* [[Piranía]] (''Piranien''), Hauptstadt: [[Nanthés]]&lt;br /&gt;
* [[Saloa]] (''Salua''), Hauptstadt: [[Sant Roque]]&lt;br /&gt;
* [[Servette-Capital]] (''Hauptstadtregion Servette''), Hauptstadt: [[Servette]]&lt;br /&gt;
* [[Soria]], Hauptstadt: [[Santa Maria de Soria]]&lt;br /&gt;
* [[Voraneiy]], Hauptstadt: [[Santéi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinzen sind wiederum in verschiedene [[Mikolinische Bezirke|Verwaltungsbezirke]] unterteilt, die je nach Region unterschiedlich benannt sind (''Kantone'', ''Distrikte'', ''Viguers''). Die höchste Verwaltungseinheit unterhalb der Provinzen wird amtlich als [[Regionale Verwaltungs-Einheit]] (''Entitat Regional Administratif'', ERA) bezeichnet. Die ERAs sind weitestgehend mit den alten zentralstaatlichen Verwaltungsbezirken identisch und in einigen Regionen lediglich statistischer Natur. Die Provinzen [[Salua]], [[Feiroa]], [[Servette-Capital]] und [[Soria]] sind mit der entsprechenden ''ERA'' identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avinische Inseln ===&lt;br /&gt;
Das Außengebiet der [[Avinische Inseln|Avinischen Inseln]] im Nordatlantik besitzt nicht den Status einer Provinz, wird aber als ''Entitat Constituent'' des Königreichs Mikolinien angesehen. Die Inseln besitzen eine weitreichende Autonomie und werden auch als eigenständiges ''Paes'' (''Land'') betrachtet. Im ''[[Avinenvertrag]]'' des Jahres 2000 wird den Inseln der Status eines komplett selbstverwalteten Gemeinwesens unter der Krone Mikoliniens zuerkannt, dessen lediglich auswärtige und militärische Angelegenheiten vom Königreich Mikolinien wahrgenommen werden. Versuche Golens, einen ähnlichen Status zu erreichen, sind bisher fehlgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entitats Especials ===&lt;br /&gt;
Neben den Provinzen und Landesteilen gehören zum Königreich Mikolinien als ''Entitates Especials'' die beiden ''Zwillingsinseln'' [[Nerva und  Lerça]] im [[Blaues Meer|Blauen Meer]]. Diese gehören keiner Provinz an, sondern unterstehen direkt der Krone. Sie genießen eigene Autonomierechte, sind aber kein gleichberechtigtes Subjekt der Föderation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Föderalismus in Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Die mikolinische Monarchie war bis 1948 als Einheitsstaat verfasst, doch gab es bereits seit den 1920er Jahren Versuche, dem nach stärkerer Selbständigkeit strebenden [[Golen]] begrenzte Autonomie zuzugestehen. Antriebskraft war die [[Golische Unabhängigkeitsbewegung]], die zur Erreichung eines eigenständigen Golischen Staates seit den 1930er Jahren schließlich einen offenen [[Golischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] anführte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg in Golen, verbunden mit Regional- und Autonomiebewegungen in anderen Teilen des Landes, vor allem in [[Peruzien]] und [[Litica]], führte 1948 schließlich zur Föderalisierung des Landes. Mit der Verfassungsrevision dieses Jahres wurde die die bis dahin unitarische Monarchie als Bundesstaat definiert und erhob die bereits vorher bestehenden [[Mikolinische Provinzen|Provinzen]] zu Gliedstaaten mit eigenem Statut, eigenen Institutionen und eigenen Vollmachten. Als historische &amp;quot;Landesteile&amp;quot; wurden Golen und Peruzinern einige Vorrechte eingeräumt, die im Falle Golens die [[Golen|gleichnamige Provinz]], im Fall Peruziens die perutinischen Provinzen gemeinsam ausüben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besteht Mikolinien aus 17 Provinzen als Gliedstaaten. Obwohl Mikolinien als föderale Monarchie verfasst ist, gibt es auch zentralstaatliche Elemente. Es gibt keinen Mechanismus für einen Austritt einer Provinz aus der Union, dagegen kann de jure der König, de facto aber die Zentralregierung in Servette, eine Provinzregierung suspendieren, wenn sie gegen die gemeinsame Verfassung des Königreichs verstößt. Der mikolinische Föderalismus wird daher auch als schwacher Föderalismus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit gab es Versuche, die Provinzen des [[Perucía|peruzinischen]] Nordens zu einer ''Großprovinz Perucía'' zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht gegen die einwohner- und wirtschaftsstarken Provinzen des Südens zu bilden und die Ausübung der gemeinsamen Aufgaben zu erleichtern. Dies konnte bisher allerdings nicht durchgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben sich die Provinzen [[Soria]], [[Oberperucía|Ober-]] und [[Niederperucia]] sowie [[Nordperucia-Westligre]] 1993 offiziell zur [[Peruzinische Gemeinschaft|Peruzinischen Gemeinschaft]] (''Comunitat Perucina'', peruz. ''Comuntait Perucín'') zusammengeschlossen, die als [[Interprovinziale Gemeinschaften|interprovinziale Gemeinschaft]] (''Comunitats Inter-Provinçals'') gemeinsame politische Maßnahmen koordiniert, vor allem die laut Verfassung dem Landesteil Peruzien zukommenden Sonderrechte. Darunter fallen vor allem die Kultur- und gemeinsame Steuerspolitik. Als gemeinsame Organe bestehen der ''Peruzinische Rat'' (''Consile Perucine'', peruz. ''Consell Perucín''), der aus delegierten Mitgliedern der Provinzialparlamente besteht, sowie der ''Gemeinsame Ausschuss'' (''Comisió Coniunta'', peruz. ''Comisiò Coxunt''), bestehend aus Präsidenten und Fachministern der Provinzen. Jedoch nehmen nicht alle Provinzen, v.a. Nordperucia-Westligre, in gleichem Umfang an der gemeinsamen Politik teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es in [[Golen]] und in geringerem Ausmaß auch im peruzinischen Norden Bestrebungen, den bisherigen Föderalismus in eine Konföderation gleichberechtigter Staaten Golen und Mikolinien (und gegebenenfalls Perucia) umzuwandeln und die Zuständigkeit der Zentralregierung in Servette für die anderen Landesteile stark einzuschränken bzw. gänzlich abzuschaffen. Diese Lösung wird vor allem von den golischen Nationalisten der [[Gŏols Natiò]] und teilweise auch von der [[Pùble Gŏols|Golischen Volkspartei (Pùble Gŏols)]] angestrebt und ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Königreich der Bürger und Nationen“, das die seit 2008 amtierende golische Regierung [[Senterrsi]] in Anknüpfung an bereits zuvor mit der Volkspartei ausgehandelten Strategien zu ihrem Regierungsprogramm gemacht hat. Die gesamtstaatlich operierenden Parteien lehnen die Umwandlung der Föderation in eine Konföderation jedoch mehrheitlich ab, ebenso wie golische Republikaner, die sich für einen vollständigen Austritt Golens aus der Monarchie aussprechen. Innerhalb der Sozialistischen Partei besteht hier Dissens zwischen der Golischen [[PSG]] und der gesamtmikolinischen [[PSL]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 gab es bisher erst zwei Änderungen an der föderalen Gebietsgestaltung des Königreichs. Der Bezirk [[Soria]] gehörte nach 1948 zur Provinz [[Niederperucía]] und wurde erst im Jahr 1991 aus der Provinz ausgegliedert und als eigene Provinz konstituiert. Die [[Provinz Servette]] war nach 1948 ein bundesunmittelbares Gebiet und erhielt erst im Jahr 1982 den Status als gleichberechtigte Provinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
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